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Pilze - pflanzliches Eiweiß deftig aromatisch










bedeutsam vegetarische Rezepte

Pilze - pflanzliches Eiweiß deftig aromatisch

10. November 2018 Deutschland is(s)t vegan 

Pilze - pflanzliches Eiweiß deftig aromatischPilze sind kleine Wucherwunder der Natur, die reichlich Eiweiß enthalten und unseren Hunger nach deftiger Küche stillen können. Sie ernähren sich von den organischen Komponenten ihrer Umgebung. Diese schließen sie mit Hilfe enzymatischer Prozesse auf und machen sie für sich verwertbar. Dazu schütten sie über ihre Hyphen (Wurzelhaare) Verdauungsenzyme aus, die den Untergrund, auf dem sie sich angesiedelt haben, zersetzen und in seine organischen Bestandteile zerlegen. Diese (Elektrolyte, Einfachzucker, Aminosäuren und Wasser) wiederum, können sie dann über die Spitzen ihrer Hyphen aufsaugen. Das Geflecht all dieser Wurzelhaare breitet sich unterirdisch flächenhaft aus und kann sich sehr weit in alle Richtungen erstrecken. Was wir oberirdisch sehen können, ist lediglich der Fruchtkörper. Vermehren können sich Pilze zum Einen über Sporen, die über ihren Fruchtkörper in die Umgebung abgegeben und mit dem Wind fort getragen werden. Zum anderen wächst ihr Myzel unterirdisch sehr weit voran, so dass sie auch auf diesem Wege Ihre Umwelt erobern und sich ausbreiten können. Die Aufgabe von Pilzen im natürlichen Biotop Ihre Hauptaufgabe in der Natur besteht darin, organische Substanz in einfachere Verbindungen zu zersetzen und diese in ihrem Myzel im Boden zu speichern wie ein Schwamm. Andere Pflanzen können diese Nährstoffe dann vereinfacht aufnehmen und davon zehren. Eine Art natureigenes Recyclingsystem quasi. Insofern sorgen Pilze für fruchtbaren Boden und einen lockere Dauerhumusschicht. Natürlich gibt es unter ihnen auch schädliche Zeitgenossen, die auf Kosten ihrer Umgebung existieren und diese ausbeuten. In der Regel ist die Symbiose zwischen Pilz und Untergrund aber eine beidseitig lukrative. Pilze, kulinarisch interessant ... Für den Menschen sind unter sämtlichen existierenden Pilzen vor allem die Speisepilze interessant und solche, die wir als Hefen oder ,,Kulturen bezeichnen. Hefepilze sind in der Bäckerei von großer Bedeutung, sowie bei der alkoholischen Gärung zur Herstellung von Wein, Bier und hochprozentigen Spirituosen. Selbst in der Kakao-Verarbeitung macht man sich Pilze zu Nutze. Und bei der Herstellung von Probiotischem und Gereiftem (z.B. klassische Sojaprodukte /­­ Käse), sowie jeglicher Art fermentierter Lebensmittel (Sauerkraut /­­ Kimchi) spielen Pilz-,,Kulturen eine bedeutsame Rolle. Photo: Michael Groll Photo: Michael Groll ... und ernährungsphysiologisch betrachtet, ein spannendes Lebensmittel Gewöhnliche Speisepilze, wie der Kräutersaitling, der Austernpilz, der Champignon, der Engerling oder auch Shiitake, kommen heute meist nicht mehr aus freier Natur, sondern aus dem Gewächshaus. Welch Vorteil für alle unter uns, die sich in freier Wildbahn nicht zurecht finden würden und nie gelernt haben, essbare von giftigen Pilzen zu unterscheiden. Denn Pilze sind wahre Nährstoffbomben auf unserem Teller. Sie strotzen nur so vor essentiellen Aminosäuren (Protein = Eiweiß), hochwertigen Kohlehydraten und reichlich Ballaststoffen. Neben Kalzium und Magensium, liefern sie uns auch Mangan, Zink und Selen und viele Vitamine der B-Gruppe. Als eines der wenigsten Lebensmittel, können sie uns in kleinen Mengen sogar mit Vitamin D versorgen. Wegen ihres intensiven Aroma, den man durch gekonnte Zubereitung außerdem gut hervorheben kann, eignen sie sich sogar, den Platz der Fleischbeilage auf dem Teller einzunehmen. Sie sind Träger von Umami, einem Geschmack der uns das Wasser im Munde zusammen laufen lässt und haben auch in ihrer Konsistenz etwas fleischig Saftiges. Schön mariniert und kross gebraten, oder im Schmortopf als Gulasch eingekocht, verwöhnen sie uns im Herbst mit deftigen Aromen und ihrer unverwechselbaren Note. Kleiner Küchentipp: Pilze sollten grundsätzlich trocken gereinigt und gesäubert werden. Werden sie in zu viel Wasser gewaschen oder gar in Wasser schwimmend geputzt, saugen sie sich voll wie ein Schwamm und werden später bei der Zubereitung lasch und matschig.   Photo: Michael Groll Rezept für gefüllte Riesenchampignons für 4 Personen - 40 min - 4 Riesenchampignons - 100 g Räuchertofu - 100 g Rucola - 40 g Walnüsse - 1 Zehe Knoblauch - 1 EL Tamari - etwas Rauchsalz - etwas Paprikapulver, edelsüß - abgeriebene Schale einer Zitrone - etwas Zitronensaft - ggf. Prise Salz und frischer Pfeffer zum Abschmecken 1.) Die Riesenchampignons mit einem Pinsel oder einem Küchentuch von Erdresten befreien. Dann die Stiele heraus drehen und die Pilze bei Seite legen. 2.) Die Stiele, den Räuchertofu, etwas Rucola, die Walnüsse und den Knoblauch grob klein schneiden und mit dem Tamari, dem Salz und der Zitronenschale mixen. Das geht am besten in einem hohen Gefäß mit dem Zauberstab ODER mit einem Aufsatz für den Handmixer, der mit Häckselmesser arbeitet. 3.) Die Creme mit Zitronensaft und ggf. mit etwas mehr Gewürzen abschmecken und in die entstielten Champignons einfüllen. 4.) Im vorgeheizten Ofen bei 170°C Umluft 20-25 min backen. Dazu passt ein einfacher Rucola-Salat mit etwas Zitronensaft und Olivenöl mariniert und frisch gebackenes Brot. Der Beitrag Pilze - pflanzliches Eiweiß deftig aromatisch erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Vegane Schwangerschaft

8. Juni 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Immer wieder warnen uns die Medien, aber auch Ärzte und die Politik vor der veganen Ernährung. Besonders bei bestimmten Zielgruppen wie Kinder oder Schwangere sprechen sie sich gegen diese Ernährungsform aus. Eine rein pflanzliche Ernährung könne den erhöhten Bedarf dieser Zielgruppen nicht decken und führe zu Mangelernährung mit teils dramatischen Folgen für die Gesundheit. Doch was ist dran an dieser Aussage? In der Tat steigt der Nährstoffbedarf in der Schwangerschaft z.T. enorm an und es ist äußerst wichtig diesen auch ausreichend zu decken um Mangelzustände bei Mutter und Kind zu vermeiden. So beeinflusst der Ernährungszustand die Häufigkeit und den Schweregrad von Komplikationen während der Schwangerschaftszeit, der Geburt, in der Stillzeit, sowie die Gesundheit des Kindes maßgeblich. Bedarf an Energie und Makronährstoffen Auch wenn es manche glauben; es muss NICHT für zwei Personen gegessen werden. Der Energiebedarf steigt während der Schwangerschaft lediglich um 250 kcal an. Das entspricht ca. einer Laugenstange. Es sollte allerdings auf keinen Fall unterkalorisch gegessen werden, da bereits geringe Hungerzustände eine Unterzuckerung auslösen können. Auch der Fettbedarf steigt während der Schwangerschaft nicht an. Allerdings sollte ein besonderes Augenmerk auf die ausreichende Zufuhr der essentiellen Fettsäuren (besonders Omega-3-Fettsäuren) geachtet werden. So spielen Omega-3-Fettsäuren eine entscheidende Rolle bei der Gehirnentwicklung von Säuglingen und Kleinkindern. Ist die Mutter gut mit dieser Fettsäure versorgt, ist eine Bedarfsdeckung über die Plazenta und die Muttermilch möglich. Da in pflanzlichen Lebensmitteln wie Leinsamen oder Walnüssen lediglich ?-Linolensäure enthalten die nur zu einem geringen Teil in die eigentlich wichtigen langkettigen Varianten (EPA und DHA) umgewandelt werden, wird für vegane Schwangere und Stillende eine direkte Zufuhr von DHA, beispielsweise über Öl mit Omega-3 DHA aus Mikroalgen empfohlen. Der Eiweißbedarf steigt ab dem 4.Monat auch nur minimal auf 1,0 g /­­ kg KG an, was durch eine ausgewogene (auch pflanzliche) Ernährung meist leicht gewährleistet ist. Bedarf an Mikronährstoffen Im Vergleich zum Anstieg des Energiebedarfs steigt der Bedarf an einigen Vitaminen und Mineralstoffen enorm an, weshalb auf eine ausreichende Zufuhr zu achten ist: Eisen Eisen ist der Nährstoff, der während der Schwangerschaft am meisten steigt: um 100%! Neben der quantitativen Aufnahme ist bei diesem Spurenelement besonders auf eine hohe Bioverfügbarkeit zu achten: Vitamin C (z.B. Obst und Gemüse) fördert die Eisenresorption; Phytinsäure aus Getreide, Hülsenfrüchten und Nüssen sowie Kaffeekonsum hemmen die Aufnahme. Daher sollten Eisenlieferanten ohne Antinährstoffe, wie Trockenfrüchte, Chlorella oder Blattgemüse bevorzugt werden und der Phytingehalt durch bestimmte Maßnahmen wie Einweichen/­­ Keimen verringert werden. Zink Auch der Bedarf des bereits unter ,,normalen Bedingungen oft kritischen Spurenelements Zink erhöht sich bei Schwangeren nicht unwesentlich (um  43 %). Die Zinkversorgung  hat einen wichtigen Einfluss auf das fetale Wachstum. Genau wie bei Eisen ist es hier wichtig Lebensmittel zu wählen die sowohl reich an diesem Nährstoff, als auch möglichst frei von Antinährstoffen sind. Zu den zinkreichen pflanzlichen Lebensmitteln zählen Nüsse, Samen, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte, bei welchen durch Maßnahmen wie Keimen/­­Einweichen die Bioverfügbarkeit erhöht werden sollte. Jod Auch Jod ist ein ganz bedeutsames Spurenelement für werdende Mütter: Jodmangel ist weltweit die häufigste Ursache angeborener Intelligenzdefekte, da dieser Nährstoff essentiell für die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes ist. Der Bedarf steigt um 15 %. Jod findet sich in Algen (z.B. Nori, Wakame) und in jodiertem Speisesalz. Vitamine: Der Bedarf nahezu aller Vitamine steigt während der Schwangerschaft an; um 10-60 %. Besonders bedeutsam davon sind: Folsäure Eine ausreichende Zufuhr ist unverzichtbar für das Wachstum und die Entwicklung des ungeborenen Kindes. Ein Mangel erhöht das Risiko von Fehlgeburten und Neuralrohrdefekten. Die Zufuhrempfehlung erhöht sich um 50 % und lässt sich durch einen erhöhten Konsum von Hülsenfrüchten, Blattgemüse, Broccoli und Fenchel decken. VeganerINNEN sind zwar meist besser versorgt, allerdings ist zu beachten, dass Folsäure sehr hitze- und lichtempfindlich ist und daher auf eine besonders schonende Zubereitung geachtet werden sollte. Vitamin B6 Auch noch erwähnenswert ist, dass Schwangere auf eine angemessene Zufuhr von Vitamin B6 achten sollten: Besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft tritt ein unzureichender Versorgungsstatus häufiger auf. Ein Mangel an diesem Vitamin begünstigt eine verkürzte Tragezeit der Mutter und  ein niedrigeres Geburtsgewicht. Der Bedarf steigt um 60 %! Gute Quellen für Vitamin B6 sind Nüsse und Samen, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Bananen, Broccoli und Möhren. Vitamin B2 Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin B2 stellt bereits bei einer schlecht geplanten, veganen Ernährung ein typisches Mangelvitamin dar, da es nur in ganz bestimmten Lebensmitteln reichlich enthalten ist. Der erhöhte Bedarf (+25 %) kann daher bei Schwangeren zu einem Problem werden. Vitamin B2 ist u.a. an der Entwicklung des Embryos beteiligt. Es ist in höheren Konzentrationen enthalten in Pilzen, Mandeln, Hülsenfrüchten, Spinat und Broccoli. Vitamin B12 Der Vitamin B12-Bedarf steigt in der Schwangerschaft ,,nur um 17 % an, eine Bedarfsdeckung ist allerdings auch bei Nicht-Schwangeren nur durch tierische Lebensmittel oder Supplemente (evtl. auch Chlorella) möglich. Ein Mangel kann zu schweren Schwangerschaftskomplikationen und Schädigungen beim Kind führen. Sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll? Außer der zwingend notwendigen Supplementierung von Vitamin B12 ist die Bedarfsdeckung mit den anderen Nährstoffen auch in der Schwangerschaft möglich, wenn auf eine besonders nährstoffreiche Ernährung geachtet wird und auch beim Arzt regelmäßig die Blutwerte auf mögliche Mängel kontrolliert werden. Quellen: - Vegetarische Ernährung (C. Leitzmann, M. Keller) - Leitfaden Ernährungsmedizin (Koula-Jenik, Kraft, Miko, Schulz) Der Beitrag Vegane Schwangerschaft erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.


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