Mungbohne - vegetarische Rezepte

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Mungbohne vegetarische Rezepte

Vegane Ernährung: Optimale Proteinversorgung durch Kombination

22. Juni 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Im letzten Beitrag haben wir uns mit B12 beschäftigt. Heute widmen wir uns dem Thema „Optimale Proteinversorgung durch Kombination“. Proteine sind wichtig für uns. Vielleicht nicht ganz so wichtig, wie mancher Bodybuilder denken mag, aber auf jeden Fall wichtiger als manch andere Anhänger der 80/­­10/­­10-Ernährung nach Graham denken. Das weitverbreitete Bild in unserer Gesellschaft ist ja leider (noch), dass Veganer chronischen Proteinmangel haben und die pflanzlichen Eiweiße ohnehin ,,minderwertiger als jene im Fleisch wären. Diese Mythen kläre ich in Teil drei meiner Kolumne auf und zeige, wie man ganz einfach nicht nur genügend, sondern auch vor allem hochwertige Proteine ganz ohne Tierleid auf den Teller bekommt. Um vorweg schon Missverstädnisse auszuschließen: Proteine und der Trivialname ,,Eiweiß werden im nachfolgenden Artikel als Synonyme füreinander verwendet und bezeichnen das selbe: Biologische Makromoleküle, die aus Aminosäuren aufgebaut sind und unserem Körper in erster Linie als Baustoff für Muskeln, Haut, Haare, Nägel und unser Immunsystem dienen. Natürliche Proteine bestehen aus 20 Aminosäuren, wovon neun essenziell sind (also mit der Nahrung zugeführt werden müssen), weil der Körper sie nicht selbst bilden kann. Wie viel Protein benötigen wir? Der Durchschnittsmensch benötigt ca. 1 g Protein pro kg Körpergewicht täglich, (Kraft-) Sportler dürfen mit 1,5 g pro kg Körpergewicht gerne etwas mehr Proteine zu sich nehmen. Vor allem bei pflanzlichen Proteinen sehe ich allerdings kein Problem der Überdosierung und selbst Mengen über 2 g pro kg Körpergewicht gehen einzig mit dem Problem einher, dass man tendenziell bei so großen Mengen an Eiweiß einen recht eingeschränkten Speiseplan hat und man dadurch Mängel an anderer Stelle bekommt. Wenn man als Bodybuilder werden möchte und unbedingt zwei oder mehr Gramm zu sich nehmen möchte, sollte man lediglich auf eine restliche gute Nährstoffversorgung achten. Was bedeutet überhaupt ,,hochwertig? Das gängige Maß für die Bewertung der Qualität von einem Protein ist die sogenannte ,,Biologische Wertigkeit (BW). Diese gibt an, wie effizient ein Protein aus unserer Mahlzeit (theoretisch) in körpereigenes Protein umgewandelt werden kann. Der Schlüssel für eine hohe BW ist eine hohe Dichte der neun essenziellen Aminosäuren im Lebensmittel. Sind ein paar davon kaum oder nur sehr wenig vorhanden, wird gleich von einem ,,minderwertigen Protein gesprochen, was auch das Nummer 1 Argument der Fleischfraktion ist: Wir bräuchten Fleisch, weil nur das enthalte alle Aminosäuren und das wäre hochwertig. Das ist allerdings falsch und ist gefährliches Halbwissen. Um es ganz einfach zu machen: Als Maßstab zur Beurteilung wurde willkürlich das Hühnervollei mit einem Wert von 100 festgelegt. Dies bedeutet nicht, dass 100 % des Eiproteins direkt zu Körperprotein umgewandelt werden, sondern ist wie gesagt lediglich ein Referenzwert, an dem die anderen Proteine gemessen werden. Dabei schneiden - und hier muss man der Fleischfraktion recht geben - tierische Proteine im Durchschnitt besser ab. ABER: Zum einen finden sich mit Kartoffeln, Soja und Hanf auch drei pflanzliche Lebensmittel in den Top 10 der biologischen Wertigkeiten und zum anderen kann man ja noch immer klug kombinieren. Proteinpuzzle auf dem Teller Man kann es sich ganz einfach vorstellen: Die unterschiedlichen Lebensmittel auf meinem Teller haben allesamt unterschiedliche Aminosäuren. Und wenn dem einen Protein gewisse Aminosäuren fehlen, dann kann der Körper einfach jene vom anderen Lebensmittel verwenden, um so das Protein zu vervollständigen. Das ist doch mal richtig cool und macht die Diskussion darüber ,,welches Protein denn nun am besten wäre unnötig, weil durch die richtige Kombination fast jede Speise ,,komplette Proteine enthalten kann. Der Begriff der Biologischen Wertigkeit wurde erstmals vom Wissenschaftler Thomas Osbourne in seinem Buch ,,The vegetable Protein  von 1909 (!!) dargelegt. Das Wissen um die Kombination und die gegenseitige Aufwertbarkeit von Proteinen haben erstmals die Wissenschaftler Ernst Kofränyi und Friedrich-Karl Jekat in ihrer Arbeit ,,Zur Bestimmung der biologischen Wertigkeit(1) in 1967 herausgefunden. Die biologische Wertigkeit wird übrigens durch Erhitzen (Denataurierung) nicht verändert. Vom Dreirad zum Sportwagen Die höchste aktuell gemessene Biologische Wertigkeit besitzt die Königskombination Kartoffel mit Ei mit einem Spitzenwert von 136. (65% Kartoffelprotein durch 650 g Kartoffeln und 35 % Volleiprotein durch ein Ei). Da Eier allerdings nicht auf Bäumen wachsen, sondern von fühlenden und leidensfähigen Wesen namens Hühnern gelegt werden, die Eier nicht für unseren Verzehr sondern zu Reproduktionszwecken legen, fällt das Ei aus dieser Betrachtung heraus. Denn die Produktion von Eiern geht bei allen industriell produzierten Eierwaren mit immensem Leid für die Hennen und Millionen von geschredderten oder vergasten männlichen Küken einher. Aber keine Sorge: Auch unter den rein pflanzlichen Kombinationen gibt es mindestens eine Hand voll Ferraris: Denn oft wird  die Wertigkeit eines einzelnen Proteins lediglich durch den niedrigen Gehalt einer einzelnen essenziellen Aminosa?ure begrenzt, wie man es bei Getreide (Lysin), Mais (Tryptophan) und Erbsen (Methionin) kennt. Ergänzt man das Lebensmittel nun mit einem pflanzlichen Lebensmittel, das genau diese fehlende Aminosäure im Übermaß besitzt, wird aus dem Dreirad ganz schnell ein Sportwagen. In Hülsenfrüchten ist zum Beispiel die Aminosäure Methionin nur begrenzt vorhanden, was für die verhältnismäßig niedrige BW von durchschnittlich unter 70 verantwortlich ist. Mais, Hirse, Amaranth und Reis enthalten allerdings große Mengen an Methionin und können die Hülsenfrüchte so sehr gut ergänzen und die Biologische Wertigkeit dadurch erhöhen. Der von mir überaus geschätzte Ernährungswissenschaftler Dr. Claus Leitzmann gibt in seinem Buch ,,Vollwert Ernährung(2) noch tiefere Einblicke in die Biologische Wertigkeit und zeigt einige Kombinationen wie jene von 52 % Bohnenprotein + 48 % Maisprotein mit einer BW von 98 auf. Somit schneidet die Kombination Mais und Bohnen besser als alle einzelnen  tierischen Proteine (mit Ausnahme von Molke und Vollei) ab und ist noch dazu günstiger und nachhaltiger. Einkaufen mit dem Tabellenbuch Selbstverständlich heißt das aber nicht, dass man nicht mehr ohne Aminosäurentabelle einkaufen gehen kann. Als Faustregel gilt aus meiner Sicht: Wenn man es schafft, die drei nachfolgenden Gruppen an Lebensmitteln in einer Mahlzeit zu kombinieren, macht man schon mal fast alles richtig. - Getreide, Reis und Pseudogetreide - Hülsenfrüchte und Sojaerzeugnisse (Tofu, Tempeh, etc.) - Samen und Nüsse Sollte mal eine der drei Gruppen fehlen und dafür aber vielleicht (Süß-)kartoffeln oder Gemüse mit auf dem Teller sein, könnten diese das Gericht auch noch aufwerten. Bitte nicht selbst verrückt machen, wenn man auch mal nur eine davon isst. Wie man diese Theorie in die Praxis umsetzen kann, zeigt nachfolgende exemplarische Aufzählungen mit Beispielgerichten: - Pasta mit Linsenbolognese und Cashewparmesan - Erbsenreis mit Cashewsahne - Gemüsecurry (Mandelsahne statt Kokosmilch) mit Tofu und braunem Reis - Kitchari (Mungbohnen und Basmatireis) mit Gomasio (Sesamsalz) - Chili sin Carne (Mais/­­Bohnen) mit Dinkelseitan - Linsendahl (mit Mandelmilch) mit Reis, etc. Die Liste könnte man ewig fortführen. Wichtig ist dabei, dass diese Erga?nzungswirkung der Proteine u?ber 4-6 Stunden anha?lt. Es brauchen also die sich ergänzenden Proteine nicht mal zwingend in einer Mahlzeit zugeführt werden. Also selbst die exemplarischen Hülsenfrüchte der Vorspeise, die Pasta im Hauptgang und das Casheweis im Dessert würden sich theoretisch noch ergänzen.   (1) www.degruyter.com (2) www.thieme.de   Der Beitrag Vegane Ernährung: Optimale Proteinversorgung durch Kombination erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.


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