Krankheit - vegetarische Rezepte

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Krankheit vegetarische Rezepte

Thymian-Gemüsepäckchen mit Blaubeeren | Grillen mit Edeka

7. September 2017 Eat this! 

Thymian-Gemüsepäckchen mit Blaubeeren | Grillen mit EdekaIch mag den Herbst. Ganz ehrlich. Und trotzdem sträube ich mich jedes Jahr, solange es geht davor, es einzusehen: Am 1. September beginnt für die Meteorologen die optisch schönste, aber auch die melancholischste Jahreszeit. Für mich nicht. Bis zum kalendarischen ,,Tag X, den ich mir gerne rot im Kalender anstreichen würde, hätte ich einen in gedruckter Form, ist Hochsommer. Das kann mir, trotz fallender Temperaturen und morgendlicher Nebelschwaden, auch nicht das erste Septemberwochenende vermiesen. Vergiss es, Herbst. Vordrängeln is nicht, jetzt ist erstmal der Altweibersommer dran. Und insgeheim freue ich mich fast am meisten auf diese paar Wochen, in denen die Sommersonne tagsüber noch ausreichend Kraft für ,,Shorts & T-Shirt-Wetter hat, wir in unserer Dachgeschosswohnung aber auch nicht mehr das Gefühl haben müssen, wir würden gerade auf Sous-Vide-Art langsam gut durchgegart. Die Tage werden kürzer, das Licht nimmt einen goldenen Schimmer an und alle bemerken: ,,Au weia, jetzt nochmal das ,Draußen genießen, bevor es zu spät ist. Natürlich schließen wir uns an. Auch unter der Woche wird abends der Grill eingeheizt - notfalls auch nur der kleine Picknickgrill - und wir sitzen so lange draußen oder zumindest vor der geöffneten Balkontür, bis sich die Gänsehaut auf den nackten Armen nicht mehr verleugnen lässt und man einsehen muss, dass der Kapuzenpulli obligatorisch eingepackt werden sollte. Doch nicht nur das Wetter sollten wir alle jetzt genießen, so oft es geht. Die Marktstände sind voller frischem Sommergemüse. Den ganzen Spätsommer über werden die schönsten Zucchini, bunte, große, bunte Karotten und köstlich-süße Blaubeeren angeboten. Da muss man einfach zugreifen. Unsere Einkäufe zelebrieren wir gerade regelrecht. Die Gemüse-Grillpäckchen kommen nicht nur als Beilage auf den Grill - jetzt spielen sie die Hauptrolle. Normalerweise verzichten wir in unserer Küche gänzlich auf Alufolie. Bei manchen Rezepten, die auf dem Grill landen, machen wir jedoch hin und wieder eine Ausnahme. Es funktioniert zwar einwandfrei, mild gewürztes Beilagengemüse nur in Backpapier zu verpacken und langsam über indirekter Hitze zu garen. Allerdings muss man doch recht gut aufpassen, dass sie nicht in Flammen aufgehen. Papier und Feuer vertragen sich eben nicht so gut. Oder man röstet frisches Gemüse in einer Grillpfanne, muss dann aber leider auf die Würze einer Marinade verzichten. Bei unseren Thymian-Gemüsepäckchen mit Blaubeeren brauchen wir hohe, direkte Hitze, um leckere Röstaromen aus der Zucchini und den Karotten zu kitzeln, bevor dann anschließend alles über geringerer Hitze im leicht karamellisierten Saft der süßen Blaubeeren schmoren darf. Bei solchen Ausnahmen greifen wir auf die 2 in 1 Genussfolie unserer Freunde von EDEKA zurück. Die ist nämlich Alufolie und Backpapier in einem und ist damit ideal zum Grillen von Gemüse geeignet. Außen schützt eine easy formbare, reißfeste und hitzebeständige Aluminiumschicht unser leckeres Gemüse beim Anrösten vor dem Verbrennen und sorgt dafür, dass die Marinade nicht davonläuft. Innen sorgt eine Lage Backpapier dafür, dass der Inhalt nicht mit dem Alu in Kontakt kommt. So lösen auch das Salz und die Säure der Zitronen keine Aluminiumionen aus der Folie. Der Verdacht, dass über die Nahrung aufgenommenes Aluminium bestimmte Krankheitsbilder hervorruft ist wissenschaftlich zwar nicht bewiesen, allerdings agieren wir hier lieber nach dem Motto ,,better safe than sorry. Zu unserem kleinen, abendlichen Spätsommerglück brauchen wir außer unserem Grillgemüse nicht viel mehr als frisches, selbstgebackenes Ciabatta und ein Gläschen Cider. Und vielleicht dann doch ein Sweatshirt oder eine Strickjacke extra. Gegrillte Thymian-Gemüsepäckchen mit Blaubeeren - 1 rote Zwiebel - 300 g Zucchini (gelb & grün) - 200 g Karotten (bunt) - 150 g Fenchel - 100 g Champignons - 100 g Kirschtomaten - 4 Zehen Knoblauch - 6 EL Olivenöl - 2 TL Meersalz - 150 g Blaubeeren - 1/­­2 Zitrone - 4 Zweige Thymian -  Zwiebel in dünne Spalten, Zucchini, Karotten und Fenchel in etwa 3 cm große Stücke schneiden. Champignons und Tomaten halbieren, Knoblauch fein hacken. -  Gemüse mit Olivenöl und Meersalz vermengen und 5 Minuten ziehen lassen. Anschließend Blaubeeren unterheben. -  Gemüse in 2 in 1 Genuss-Folie von Edeka einschlagen, mit etwas Zitronensaft beträufeln und gut verschließen. Zubereitung auf dem Grill -  Grill vorheizen. Päckchen 5 Minuten über direkter Hitze anrösten. Anschließend über indirekter Hitze mit geschlossenem Deckel 25-35 Minuten schmoren lassen, bis das Gemüse gar ist. Zubereitung im Backofen -  Backofen mit Backblech auf 240 °C Ober-/­­Unterhitze vorheizen. -  Päckchen auf das vorgeheizte Backblech geben, Hitze auf 200 °C reduzieren und 35-40 Minuten schmoren lassen, bis das Gemüse gar ist. Wie ist das bei dir? Klammerst du dich auch noch an den Sommer oder kannst du den Herbst und die vor der Türe stehende Kürbissaison kaum erwarten? Der Beitrag Thymian-Gemüsepäckchen mit Blaubeeren | Grillen mit Edeka erschien als erstes auf Eat this!. Related posts: - Gegrillte Zucchinipäckchen mit würziger Dinkelhack-Füllung - Cremiges Mung Dal mit Zucchini - Fusilloni mit geröstetem Sommergemüse mit EDEKA - Frisches Gemüse mit Puy-Linsen

Interview mit Can und Jan von veganfit.me + Gewinnspiel

29. Juni 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Interview mit Can und Jan von veganfit.me + GewinnspielSeit einiger Zeit setzen sich die Macher von veganfit mit Gastbeiträgen wie „5 SUPERFOODS, DIE DEINEN STOFFWECHSEL ANKURBELN, VEGAN ABNEHMEN - MYTHEN UND MOTIVATION, DER KÜHLSCHRANKCHECK: 5 EINFACHE TIPPS FÜR DEN ABNEHM-ERFOLG für euren Abnehmerfolg ein. Heute stellen wir die beiden genauer vor, denn die ambitionierten Gründer Jan und Can schreiben nicht nur interessante Artikel, sondern können dir auch individuell dabei helfen dein Wunschgewicht zu erreichen, gute Gewohnheiten aufzubauen und haben dazu noch ein besonderes Produkt kreiert. Grund genug, um sich die beiden mal genauer anzuschauen. Hey ihr zwei, wofür steht veganfit? Jan: Veganfit. Das ist für uns nicht einfach nur eine Marke, sondern steht vor allem für einen gesunden Bezug zu einer der wichtigsten Dinge im Leben – dem Essen. Wir setzen uns für eine pflanzenbasierte Ernährung ein, die deinem Körper gut tut, dich wieder in Einklang bringt und noch dazu etwas gutes für Tiere und Umwelt tut. Can: Genau, denn seien wir doch mal ehrlich, schaut man sich um, dann sieht man doch das etwas falsch läuft. Immer mehr Menschen haben mit ihrem Gewicht zu kämpfen, fühlen sich schlapp und Zivilisationskrankheiten wie beispielsweise Adipositas oder Diabetes sind keine Seltenheit mehr. Gleichzeitig riskieren wir die Zukunft unseres Planeten. Es liegt an uns allen etwas zu verändern. Vegan wirkt da oft wie ein Gütesiegel, dabei ist nicht alles gold was glänzt und vegan bedeutet nicht gleich gesund. Wir machen da den Unterschied. Den Unterschied? Was genau macht ihr anders? Can: Ja, genau. Mittlerweile ist das vegan Label ja auf vielen Produkten zu finden, es steht quasi stellvertretend für einen gesunden Lifestyle und generell befürworten wir die leichte Erkennbarkeit von veganen Produkten natürlich, aber Pommes mit Ketchup sind nun mal auch vegan und alles andere als gesund. In unserem Coaching und unseren Rezepten, die auch auf unserem Blog zu finden sind, setzen wir uns mit gesunder Ernährung auseinander. Was tut dir gut und was solltest du vermeiden? Dabei haben wir den Vorteil, dass wir mit unserer Vorab-Analyse individuell auf dich eingehen können. Tipps und spezielle Herausforderungen motivierten die mittlerweile 60 Coachingteilnehmer ungemein. Dabei gehen wir das ganzheitlich an. Bewegung, Stress und Gewohnheiten spielen bei deinem Wohlbefinden eine überaus wichtige Rolle. Interessant ist dabei, dass viele im Grunde wissen, was sie verbessern könnten. Wir helfen dabei den Schritt zu gehen. Mit ,,grün habt ihr kürzlich ein Nahrungsergänzungsmittel herausgebracht, das sehr gut angenommen wird. Was hat es damit auf sich? Jan: Momentan unser ganzer Stolz. ,,grün ist aus einer logischen Konsequenz geboren. Fakt ist, bei einem veganen Lebensstil sollte man die Ernährung mit einem Vitamin B12 Präparat ergänzen. Im Zuge unseres Coachings trat immer wieder die Frage auf, welches wir davon empfehlen. Zeitgleich setzen wir bei unser Ernährungsweise auf die Kraft natürlicher Mittel, um den Stoffwechsel unsere Coachingteilnehmer anzuregen, um sie dadurch an Vitalität gewinnen zu lassen und auch mehr Kalorien zu verbrennen. Superfoods wie Guarana und Garcinia Cambogia erwiesen sich da als äußerst effektiv. Wir haben einfach die Chance für die Leute gesehen zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und mit ,,grün ein Produkt rausgebracht, dass beides vereint. Es ist für uns die perfekte Ergänzung zu einer modernen und vitalen Ernährungsweise und die Resonanz bisher ist herausragend. Und woher der ungewöhnliche Name? Can: Bei all unseren Entscheidungen und Überlegungen steht ein Gedanke immer im Mittelpunkt. Die Nachhaltigkeit. Wir haben es zu unserer Aufgabe gemacht uns nicht nur für eine nachhaltige Ernährungsweise einzusetzen, sondern darüber hinaus auch Verantwortung zu übernehmen. Wir lassen in Deutschland herstellen, um die Lieferwege kurz zu halten und die Qualität und den Anspruch an die Produktionsbedingungen zu gewährleisten. Doch auch das war uns nicht genug. Dann kamen wir auf die Idee mit jeder verkauften Dose einen Baum pflanzen zu lassen und setzten es prompt in die Tat um. Frei nach dem Motto: ,,Lass uns die Welt ein wenig grüner machen. Der Name war dann schnell gefunden.   Gewinnspiel Das Team von veganfit.me hat uns 3 x 2 Dosen „grün“ für euch zur Verfügung gestellt. Wie kannst du Gewinnen? Schreibe einen Kommentar unter diesem Artikel oder auf Facebook unter dem Post, warum du vegan abnehmen möchtest  und verlinke bei Facebook jemand, der/­­die dir helfen oder mitmachen kann. Das ,,Liken und ,,Teilen ist natürlich willkommen. Das Gewinnspiel endet am 16.07.2017 um 12 Uhr. Der Gewinner wird ab dem 17.07.2017 nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und zeitnah benachrichtigt. Die Geschenkaktion steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Gewinnberechtigt ist jeder Facebook User, der unsere Geschenkaktionanweisungen befolgt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Deine Daten werden ausschließlich im Rahmen der Geschenkaktion genutzt, um die Gewinner zu ermitteln und zu informieren. Der Beitrag Interview mit Can und Jan von veganfit.me + Gewinnspiel erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

One Pot Quinoa Protein-Bowl

21. Juni 2017 The Vegetarian Diaries 

One Pot Quinoa Protein-Bowl Umso länger und intensiver ich mich mit meiner Ernährung und gesundheitlichen Aspekten beschäftige, umso mehr hinterfrage ich Ernährungsgewohnheiten und achte auf bestimmte Dinge. Ganz konkret zum Beispiel mit der Frage, ob ich ausreichend Eiweiß /­­ Protein zu mir nehme? Muss ich darauf achten oder klappt das auch ohne besonderen Wert darauf zu legen? Entsprechend freue ich mich umso mehr, dir in diesem Beitrag eine tolle One Pot Quinoa Bowl vorzustellen, die nicht nur schnell zubereitet ist, sondern voller pflanzlicher Eiweißquellen steckt. Darüber hinaus lässt sie sich super mitnehmen und ist der perfekte Begleiter für einen stressigen Tag, an dem du nicht auf eine gesunde Mahlzeit verzichten möchtest! Die Sache mit dem Eiweiß Eine Frage, die Menschen, die auf tierische Produkte verzichten mit Sicherheit schon gehört haben, lautet: „Wo kriegst du eigentlich dein Eiweiß /­­ deine Proteine her?“. Die Vorstellung, dass nur tierisches Eiweiß wertvoll und für eine Ernährung zwingend erforderlich, ist weit verbreitet. Dabei stimmt das überhaupt nicht und gerade in einer ausgewogenen veganen Ernährung mangelt es nicht an proteinreichen Lebensmitteln. Zu den Spitzenreitern der eiweißhaltigsten pflanzlichen Lebensmittel gehören dabei vor allem Hülsenfrüchte, Nüsse und beispielsweise Kartoffeln. So enthalten 100 g Sojabohnen 34 g Protein. Im Vergleich enthält zum Beispiel Rindfleisch „nur“ etwa 21 g. Protein hat im Körper eine Vielzahl wichtiger Aufgaben: vom Aufbau und Erhalt von Körperzellen bis hin zur Heilung von Krankheiten oder Wunden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und Gesundheit empfiehlt einen Verzehr von 0,8 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Für eine Person mit 70 kg Körpergewicht bedeutet dies also 56 g Protein pro Tag. Klingt auf den ersten Blick viel, ist aber in einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung ohne Probleme zu schaffen. Falls du trotzdem Schwierigkeiten haben solltest ausreichend Eiweiß zu dir zu nehmen, dann ist diese „Protein-Bowl-Bombe“ genau das Richtige für dich. Im Rezept sind nicht nur Quinoa (15 g auf 100 g), Sojabohnen (34 g auf 100 g) und Erbsen (5 g auf 100 g) enthalten, sondern auch noch der neuste NOA-Aufstrich „weiße Bohne-Tomate“ mit 5 g Proteine auf 100 g. So hast du mit einer Portion dieser Bowl deinen Tagesbedarf locker gedeckt und schmecken tut es natürlich auch. Bowl to go Besonders praktisch an diesem Rezept: du kannst es ganz hervorragend vorbereiten und anschließend für die nächsten Tage im Kühlschrank aufbewahren und zum Beispiel mit zur Arbeit nehmen, auf dem Weg vom Sport Snacken oder einfach am Abend essen. Kalt schmeckt das Ganze ebenfalls super und lässt sich fast als Salat bezeichnen. Als „Dressing“ verwende ich einfach den NOA-Aufstrich weiße Bohne-Tomate und vermische ihn mit etwas Öl und Essig. Hunger bekommen? Dann schnell ausprobieren und schmecken lassen! One Pot Quinoa Protein-Bowl Rezept drucken Ergibt: 2 Portionen Zutaten - 1 rote Zwiebel - 1 El frischer Ingwer - 2 Knoblauchzehen - 2 Möhren - 200 g Rotkraut - 200 g rotes Quinoa - 1 rote Paprika - 100 g Tk Erbsen - 100 g Edamame (geschält) - Gemüsebrühe - Salz, Pfeffer - NOA weiße Bohne - Tomate Zubereitung 1 Zwiebel, Knoblauch und Ingwer abziehen und fein hacken. Die Möhren schälen und in dünne Ringe schneiden. Das frische Rotkraut in dünne Streifen oder kleine Stücke so wie die gewaschene Paprika zuschneiden 2 In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Ingwer anschwitzen. Anschließend das Rotkraut und die Möhrenstücke hinzugeben. Nach zwei bis drei Minuten das Quinoa hinzugeben und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Pfeffer hinzugeben und bei kleiner Flamme für 20 Minuten köcheln lassen. 3 Die Erbsen und Edamame entweder nach 15 Minuten mit der Paprika zum Quinoa geben oder separat für zwei Minuten blanchieren und dann frisch zum Quinoa geben. 4 Sobald das Quinoa gar ist, mit Salz, Pfeffer und frischem Limettensaft abschmecken. Als Dressing bzw. Dip NOA weise Bohne-Tomaten verwenden. Wer es ein wenig flüssiger mag, gibt einen kleinen Schuss Gemüsebrühe hinzu. Alternativ vermischst du den NOA-Aufstrich mit ein wenig Öl und Essig. Notes Ergibt mit der Menge 2-3 gute Portionen. Lässt sich super lagern und am nächsten Tag (kalt) verzehren. Dieser Beitrag ist in Kooperation mit NOA entstanden. Auf den Artikel und die genannten Informationen wurde zu keiner Zeit Einfluss genommen.

Heimische Superfoods vegan - 10 Superhelden aus der Region

17. Mai 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Deine Mutter kannte sie noch -  heimische vegane Superfoods. Wahre Nährstoffwunder müssen nicht vom anderen Ende der Welt stammen, denn ihr findet Sie auf dem Wochenmarkt, im Supermarkt oder beim Bauern umme Ecke. Wir haben für euch 10 vegane Superhelden aus heimischen Gefilden zusammengestellt. Wann sind vegane Foods eigentlich super? Wir bezeichnen solche Lebensmittel als ,,super, wenn sie gegenüber anderen vergleichsweise viel Vitamine oder Mineralstoffe enthalten. Entweder haben sie ihre Stärke bei einem ganz bestimmten Nährstoff oder sie sind ein komplettes Nährstoffwunder. Vegane Superfoods haben mit ihren exzellenten Nährstoffe und ihren sekundären Pflanzenstoffe eine besonders positive Wirkung auf unseren Körper. Leider machen viele sogenannte Superfoods eine sehr lange, CO2-lastige Reise zu uns oder sind sehr teuer. Deshalb zeigen wir euch jetzt traditionelle und heimische vegane Alternativen. Beerenfrüchte - mehr als lecker Wir können es gar nicht mehr abwarten! Sommerzeit ist nämlich Beerenzeit und dann können wir endlich wieder Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren und Heidelbeeren  aus Omas Garten naschen. Solange uns niemand erwischt. Wenn ihr euch gerade durch die stacheligen Sträucher an die reifsten Früchte kraxelt, denkt an uns.  Mit ihren Anthocyanen (bläuliche Farbe) und ihren Vitaminladungen (K, B-Vitamine, C) sind Beeren perfekt fürs Gedächtnis, stärken die Immunabwehr und wirken anti-oxidativ sowie entzündungshemmend. Brokkoli - grüne Eleganz gegen Krebs Ich sage versehentlich ja immer auch zu Blumenkohl Brokkoli und weiß nicht warum. Bestimmt weil Brokkoli einfach so wichtig ist! Es enthält u.a. Calcium für die Knochen, Eisen und als sekundären Pflanzenstoff Sulforaphan (und andere Senfölglykoside). Sulforaphan klingt nicht nur edel, es wirkt auch elegant, z.B. präventiv gegen Krebs. Bitte Brokkoli sanft und sachlich behandeln. Am besten nur blanchieren oder wenig andünsten, damit die Superkräfte erhalten bleiben. Grünkohl und seine veganen Freunde Jetzt ist der Grünkohl-Hype langsam rum und mir schmeckt er immer noch nicht. Außer als Chips. However. Jedenfalls enthalten alle Kohlarten spannend viele Nährstoffe, obwohl sie so uncool sind. Grünkohl ist eben der Superstar darunter, aber auch seine Weiß-China-Rot-Spitz-Kohlfreunde haben es in sich. Unscheinbar, aber randvoll mit Eisen, Vitamin C, Vitamin K, Calcium und Magnesium . Portulak - Heimlicher Salat für zu Hause Portulak ist unser Geheimtipp, also psst. Leider ist er in Deutschland etwas in Vergessenheit geraten, aber gerade deshalb empfehlen wir euch das kleine grüne Küchenkraut für zu Hause. Portulak lässt sich nämlich easy auf der eigenen Fensterbank selber ziehen.  Mit seinem Gehalt an Kalium, Vitamin C, Magnesium und Omega-3 Fettsäuren ist er ein echter Alleskönner. Ihr könnt ihn als Gemüse, Kräuter oder Gewürz verwenden. Leinsamen - 90ies Trash-Hit Leinsamen sind echt 90er. Für die Traditionsbewussten unter euch also das perfekte Superfood. Wem all der moderne Food-Kram zu exotisch ist und Acai nicht mal aussprechen kann, good old Leinsamen! Als Öl, geschrotet oder ab ins Müsli. Leinsamen sind die besten Omega-3-Fettsäure-Lieferanten, gut für die Verdauung und blutzuckerstabiliserend. Außerdem enthalten sie den Phytonährstoff Lignan, welches krebspräventiv wirkt. Hanf - berauschend gesund Eben noch geraucht, jetzt im Müsli. Hanf ist so vielseitig wie ihr und oft noch unterschätzt. Als Samen, Milch oder Öl ist Hanf ein echtes Nährstoffwunder. Proteinreich, Omega-3-haltig und voller B-Vitamine, Calcium, Kalium und Eisen. Mit seinem süßen, leicht nussigen Geschmack eine wahrhaftig berauschende Entdeckung. Kräuter und Wildpflanzen für umme! Keine Angst vor der Natur! Eure Oma kannte noch die Apotheke ihres Gartens wie ihre Westentasche und pflegte zu sagen: Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen. Entwarnung: Ihr müsst heute keine Kräuterexperten mehr werden, um Löwenzahn, Bärlauch oder Brennnessel zu erkennen. Über diese drei stolpert ihr bei jedem (Wald-oder Feld-)Spaziergang und sie sind  heimisch und unheimlich heldenhaft. Kleinste Mengen dieser grünen Wunder am Wegesrand stecken voller Proteine, Eisen, Beta-Carotin, Bitterstoffe, Antioxidantien... einfach super. Und das alles kostenlos! Geschenkt von Mama Natur! Also raus mit euch. Am besten hunde-freie Wiesen Gebiete suchen. Folgendes könnt ihr aus den Blättern von Brennnessel, Löwenzahn und Bärlauch machen: Smoothies, Grüne Säfte, Salate, Pesto, Suppen. Hagebutte - mehr als Tee Ihr kennt Hagebutte nur als Tee oder Marmelade? Dann habt ihr was verpasst. Denn Hagebutten sind so gesund, wie sie sauer sind. Mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C sind sie tolle Immunstärker in der kalten Jahreszeit oder in Übergangszeiten. Hagebutten könnt ihr roh naschen (wenn spät geerntet sind sie süßer) oder aber als Chutneys oder im Dessert verarbeiten. Wusstet ihr, dass das Lied ,,ein Männlein steht im Walde von einer Hagebutte handelt? Wir nicht. Meerrettich - hot and healthy Unsere hotteste Wiederentdeckung des Jahres: Meerrettich. Mit zwei ,,E, zwei ,,R und zwei ,,T! Was den Meerrettich so hot macht: Senföle (Senfölglykoside), siehe Brokkoli. Diese wirken antibiotisch, d.h. Bakterien und Pilze werden abgetötet. Außerdem ist Meerrettich für seine antimutagene (DNA-schützend) Wirkung bekannt.   Pastinake – wieder heimisch geworden Kurzes Quiz vorweg: Wie unterscheidet ihr Pastinake von Petersilienwurzel? Richtig, bei der Pastinake ist der Stilansatz nach innen gewölbt, sie ist etwas weicher und süßlicher. Dieses wundervolle Wurzelgemüse ist eine wahre Wiederentdeckung. Sie fügt sich brav in Eintöpfe neben Karotten und Kartoffeln ein und wurde erfolgreich re-integriert in die heimische Küche. Gut so, denn Pastinake liefert ebenfalls die ganze Bandbreite an Nährstoffen.   Der Beitrag Heimische Superfoods vegan - 10 Superhelden aus der Region erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Velax - 10 Tipps für Entspannung vegan

8. April 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Endlich mal wieder richtig vegan entspannen? Immer gestresst? Stress – dieser Zustand gehört schon zu uns wie Chia-Samen. Dabei ist Stress nachweislich ein negativer Einflussfaktor für viele chronische Krankheiten. Moment, das kennen wir doch schon irgendwoher. Genau, denn vegan leben bedeutet viele ernährungsmitbedingte Krankheitsverursacher für chronische Erkrankungen verringern. Wenn ihr also Gesundheits-Profis seid und nicht nur vegan leben, sondern auch noch Stress reduzieren wollt, zieht euch folgende Entspannungs-Hacks rein! Entspannungsoasen, extra vegan entspannen! So richtig hyper-deluxe entspannen könnt ihr selbstverständlich in Wellness-Oasen, Saunen, bei Massagen und Spas. In entsprechenden Veggie-Portalen finden sich besonders vegan-freundliche Orte. Vor allem Wärme wirkt in stressigen Zeiten beruhigend auf Körper und Geist. Also, lasst eure Ohrläppchen in der Sauna baumeln und findet neben anderen nackten Menschen wieder ganz zu euch selbst. Wellness-Orte finden z.B. auf VeggieHotels: http:/­­/­­www.veggie-hotels.de/­­1-0-Home.html Waldbaden Der Wald hat eine ganz besonders entspannende Wirkung auf uns. Jeder Gang ins Grüne, auch in Parks, lässt unsere Stresshormone sinken. Es sei denn, ihr begegnet einem  Wolf. Aber Spaß beiseite. Geht raus, lasst euch vom Rascheln der Laubbäume, dem Knacken des Unterholzes und von säuselnden Vögeln betören, dass ihr alles andere vergesst. Schöne Naturtipps und -trips gibt es ebenfalls schon auf einschlägigen Portalen. Tolle Trips draußen: https:/­­/­­naturtrip.org/­­ Tolle Unterkünfte in der Natur: http:/­­/­­glamping.info/­­ La dolce „Nichts-machen“ Das beste Rezept gegen Übertätigkeit ist das genaue andere Extrem: Nichts. Einfach nichts, auch nicht meditieren, auch nicht lesen oder aufräumen. Reines Da-Sein, tagträumerisch, selbstvergessen, faulenzen, rumgammeln, sich langweilen, Smartphone aus. Herrlich! Probiert es mal aus. Ist garantiert vegan! Veel-Good-Day – zu Hause velaxen Wenn euch das süße Nichts-Tun nervös macht, dann gönnt euch einen liebevollen Tag zu Hause. Mit veganer Gurkenmaske, Nägel lackieren, DIV-Online-Magazin lesen, Sprachnachrichten an die beste Freundin versenden oder einfach die Discover-Weekly von Spotify hören. Oh dear, das klingt schön! Wir sind dabei. Nägel lackieren z.B. mit veganem Nagellack von Butter London: https:/­­/­­www.deutschlandistvegan.de/­­veganer-nagellack-von-butter-london/­­ Rituale und Regelmäßigkeit Um eure Entspannungsinseln mit in den Alltag zu nehmen, richtet euch kleine Entspannungsrituale ein. Eine Kleinigkeit, die ihr euch regelmäßig gönnt, um kurz abzuschalten und euch wieder zu spüren. Sei es eine kleine Meditationsminute, sei es eine kleine Atemübung (pranayama) oder die 3 Minuten, die ihr auf den Yogi-Tee wartet, bewusst, ohne Nebentätigkeiten. Auch diese kleinen Rituale helfen, sich stabiler im Alltag zu verankern und nicht zu schnell in den Schlund der Multi-Tasking Welt gezogen zu werden. Om-nomnom Shanti! Dinner for one – veganes Entspannungsessen Das können wir einfach am besten. Was leckeres wunderbares Veganes kochen. Dieses Mal: vegan relaxed! Also velaxed. Very achtsam bei jedem Schritt. Wenn ihr schnippelt, dann schnippelt, wenn ihr anbratet, bratet. Seid mit eurer ganzen Seele und allen Sinnen dabei. Falls du keine Rezeptidee hast, schau doch mal auf unserer Seite nach: https:/­­/­­www.deutschlandistvegan.de/­­category/­­food/­­rezepte/­­ Vegane Hilfsmittel in Pflanzenform Wenn euch das noch nicht reicht, hier noch ein Extra-Tipp: Tulsi bzw. indischen Basilikum verwenden. Gilt als außerordentlich stresslindernd. Also rein damit ins Pesto (s.o.). Ein ebenfalls tolles Hirntonikum und gut für die Psyche: Safran oder Mandeln. Entspannungsgetränk für vegane Buddhas geht dann so: Mandelmilch, Rosenwasser, Safran, Nelken, Zimt, Agavensirup, warm machen, fertig. Wir sind dann mal offline! Oft halten uns Gewohnheiten davon ab, mal richtig abzuschalten. Mails checken, auf dem Smartphone rumdudeln usw. Lass uns abschalten! Handy aus, Laptop zu und gut is. Was dann? Fremde treffen, unter der Dusche singen, alles was kommt. Nur einfach mal ohne Ablenkung. Mindmassage – entspannen in Kopf und Körper Die etwas andere ,,Kopf-Massage geht so. Bequem hinlegen und Augen schließen. Dann von Fuß bis Kopf alle Körperteile ,,anspüren. Also dort hinspüren, wo es geht. Sich im Ganzen energetisch wahrnehmen: so bin ich jetzt da. Manchmal fangen Körperteile an zu kribbeln, zu pieksen, zu kitzeln oder sind andererseits taub. Ganz egal, einfach nur wahrnehmen. Unbeschwert feiern Bei all den bewussten, achtsamen Tipps. Vergesst nicht unbeschwert zu feiern! Hemmungslos tanzen, abstürzen (ob mit oder ohne Alkohol), ungezogen sein, Trash-hits, rumknutschen, den ganzen nächsten Tag verplempern. Ja! Genau das. Vergesst euch, lasst mal los und seid nicht immer so vernünftig. Velax! Der Beitrag Velax - 10 Tipps für Entspannung vegan erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Ich bin mutig genug gewesen - du auch? Wie und warum ich mich bei der DKMS registieren hab lassen

19. März 2017 Claudi goes vegan 

Ich bin mutig genug gewesen - du auch? Wie und warum ich mich bei der DKMS registieren hab lassenHallo ihr Lieben, eigentlich hab ich ja Blogpause. Aber da gibt es ein Herzensthema was raus will muss. Früher dachte ich immer, wenn ich in einer Zeitung von Blutkrebs gelesen habe und davon, dass aktuell wieder SpenderInnen gesucht werden: Kann ich nicht. Will ich nicht. Eine Entnahme meines Rückenmarks kommt nicht in Frage! PDA und zwei Wochen im Krankenhaus liegen? Nein! Ich tue wirklich gern viel für andere Menschen. Und wenn eine Freundin oder einem Familienmitglied eine Krankheit entwickelt, die so etwas nötig werdne lässt steht das selbstverständlich nicht mal ansatzweise zur Diskussion nicht über den eigenen Schatten zu springen. Aber für Fremde?!? Nein. Hier hört der Spaß auf. Doch nun habe ich mich mit der Spende von Stammzellen beschäftigt. Der Grund ist ein sehr trauriger. Meine viel-mehr-als-Konzert-Freundin Doris hat einen jungen Freund der leider erkrankt ist. Und Tobi braucht Hilfe! Einen LEBENsretter um genau zu sein. Erst nach einem Gespräch mit Doris hab ich auf der DKMS Website vorbei geschaut und mir wurde schnell klar: Ich lag komplett falsch!!! Es erfordert ledigliche eine Blutabnahme von vier Stunden und eine popelige Nacht im Krankenhaus. Nicht mal eine Woche lang wird man krank geschrieben und die DKMS kümmert sich wohl um das Abklären mit dem Arbeitgeber.  All das ist kostenlos für euch als SpenderInnen - aber garantiert nicht umsonst!!!! LEBENsretter werden ist viel leichter als gedacht. Und prompt habe ich mich registriert. Leider werden lediglich 40% der angeforderten Wattestäbchen zurück geschickt. Geld und Zeit Verschwendung!!!! Ich bin froh, dass ich mich schon mit der Registierung dafür entschieden habe Tobi und noch so vielen anderen Menschen - weltweit übrigens - zu helfen! So war das Wattestäbchen in den Mund schieben zwar aufregend aber gleich mit den Gedanken "Ich will helfen! Ich will LEBEN retten!" verbunden. Tobis aktuelles Lieblingslied habe ich mir angehört während meine Spucke getrocknet ist. Und mir ganz fest gewünscht, dass sich mein "Mut" auszahlen wird. Ihr seht: Herzensthema. Und auch wenn ihr gerade kein Geld habt um zu spenden (ich hab die 40EUR überwiesen, die die Bestimmung meiner DNA kostet) und/­­ oder euch nicht trauen solltet selbst zu spenden. Vielleicht habt ihr wenigstens kurz die Zeit diesen Blogeintrag oder den auf "Meine Sicht der Welt" zu teilen. Per Social Media, per E-Mail-Verteiler, per Gespräch. So oder so bin ich allein schon dankbar dafür, dass ihr die paar Minuten Zeit investiert hab euch meine Worte durchzulesen. Danke dafür. Vielleicht reicht es auch schon zu behalten, dass eine Spende als SpenderIn unbedenklich ist?  Nun wisst ihr also, warum ich mich bei der DKMS registieren hab lassen! Es würde mich unglaublich freuen, wenn ihr das auch macht. Sonnengrüße von Herzen - und nun bin ich wirklich in der Blogpause! Eure Claudi

Gut versorgt: Vegane Ernährung für Schwangere & Stillende

6. Februar 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Aus aktuellem und immer wiederkehrendem Anlass möchte ich an dieser Stelle nochmals das Thema der Nährstoffversorgung bei veganer Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit für Mutter und Kind ansprechen. Das tue ich nicht, weil ich Sorge habe, dass vegan lebende Mütter generell untervorsorgt sind, sondern weil ich damit hoffentlich manchen Menschen die Angst nehmen kann, die man leicht bekommt, wenn man sich manche der aktuell kursierenden Artikel durchliest. Trotzdem möchte ich diese Gelegenheit dazu nutzen, auf die Wichtigkeit einer gut geplanten, vollwertigen pflanzlichen Ernährung hinzuweisen und nachfolgend aufzuzeigen, wie man diese Ernährungsweise bedarfsgerecht gestaltet. In einem Folgeartikel gehe ich auch vertiefend in die Ernährung und Entwicklung veganer Kinder in den ersten Lebensjahren ein, welche in diesem Artikel aus Platzgründen weitestgehend unerwähnt blieben. Schlagzeilen wie ,,Veganes Essen schädigt ungeborene Babys(1), ,,Geschrumpftes Hirn durch veganes Essen(2) und zuletzt ,,Vegane Ernährung schadet Kindern (3) sind schlichtweg an den Haaren herbeigezogen und können nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Ich wünsche mir, dass die BILD und andere Medien mit genau dem gleichen Eifer die tatsächlichen Missstände in unserem Essverhalten anprangern, wie sie es fälschlicherweise bei veganer Ernährung tun. Die Nationale Verzehrsstudie II zeigte klar, dass in Deutschland im Durchschnitt viel zu hohe Mengen (gesättigte) Fette und Cholesterin aufgenommen werden, während einer großer Teil der Bevölkerung die tägliche Zufuhrempfehlung an vollwertigen Kohlenhydraten und Ballaststoffen sowie wichtigen Vitamin nicht erreicht (4). Laut dem Robert Koch-Institut waren im Jahr 2014 zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland übergewichtig und ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer und 24 % der Frauen) stark übergewichtig (adipös)(5) Im selben Jahr wurden laut dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) insgesamt 651 Millionen Arzneimittelpackungen an 70 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland von niedergelassenen Ärzten und Zahnärzten verordnet. Das macht durchschnittlich mehr als 1,5 Arzneimittel (6). Aufgrund der steigenden Rate an Personen mit Übergewicht wird auch die Häufigkeit an Diabeteserkrankungen in den kommenden 10-20 Jahren nochmals rasant ansteigen (7). Seit über zwanzig Jahren zeigen Mediziner wie Dr. Dean Ornish, Dr. Caldwell Esselstyn and Dr. Neal Barnard die Effektivität einer fettreduzierten, rein pflanzlichen Ernährung in der Therapie von Herzerkrankungen (8, 9) sowie Diabetes Mellitus Typ II (10) und Adipositas (11). Wie kann es sein, dass in den USA hunderttausenden Menschen durch eine Ernährungsumstellung hin zu einer rein pflanzlichen Ernährung geholfen werden kann, während wir in Deutschland noch immer darüber diskutieren, ob Veganer nun genügend Vitamin B12 in ihrer Ernährung erhalten? Dass die Empörung und Anteilnahme von Seiten der vegan lebenden Menschen groß ist, wurde auch in einem meiner letzten Facebookpostings (12) klar und so möchte ich hier die Gelegenheit ergreifen, um noch etwas ausführlicher Stellung dazu zu nehmen, als ich es in meinem Beitrag auf Facebook tun konnte. An dieser Stelle möchte ich auch die zwei sehr guten, kürzlich erschienen Bücher ,,Vegane Ernährung von Sigrid Siebert & Dr. Heike Englert sowie ,,Vegane Ernährung in Schwangerschaft, Stillzeit & Beikost von Dr. Markus Keller & Edith Gätjen, die ich als sehr lesenswert empfinde. Beide zeigen anhand der aktuellen wissenschaftlichen Literatur, dass eine rein pflanzliche Ernährungsweise in der Schwangerschaft und Stillzeit bedarfsdeckend ist, wenn man – wie bei jeder Ernährungsweise – auf einen vollwertigen und abwechslungsreichen Speiseplan achtet und weiß, woher man alle relevanten Nährstoffe beziehen kann. Unbedingt lesenswert ist auch der Artikel von Sohra von www.tofufamily.de, die schon sehr viel Lesenswertes zum Thema vorweggenommen hat (13). Rundum gut versorgt Die Nährstoffversorgung von Schwangeren und Stillenden ist grundsätzlich mit einer pflanzlichen Ernährung einwandfrei möglich, weist aber einige Besonderheiten auf, die ich nachfolgend gerne ansprechen möchte. Vorab die wichtigste Frage: Was unterscheidet eigentlich eine schwangere Frau oder ein Kleinkind von anderen Bevölkerungsgruppen in Bezug auf die Ernährung? Im Grunde genommen vor allem eine Sache: Der Energie- und Nährstoffbedarf, der erhöht ist. Tatsächlich ist der Energiebedarf aber gar nicht so stark erhöht, wie oft angenommen wird. Der Bedarf an Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Fett, Proteine) steigt im Verhältnis zum Bedarf an Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) nämlich wesentlich weniger stark an (14). Einfach gesagt brauchen wir in jeder Lebensphase dasselbe in unterschiedlichen Mengen. Details dazu möge man in Dr. Kellers Buch nachlesen. Eine Ausnahme bildet lediglich die Proteinversorgung bezogen auf die Zufuhr an essenziellen Aminosäuren. Während für den Erwachsenen nur 8 Aminosäuren lebensnotwendig sind, gelten je nach Quelle für Kinder 9-10 Aminosäuren als essenziell. Diese zusätzlichen Aminosäuren sind Histidin und Arginin (15). Wenig überraschend enthält die Muttermilch auch diese zwei semi-essenziellen Aminosäuren in ausreichender Menge und so ist die Versorgung während des Stillens sichergestellt (16). Danach sollte, wie in jeder Lebensphase, eine abwechslungsreiche und vollwertige pflanzliche Ernährung praktiziert werden, die dann auch den Bedarf an allen zehn Aminosäuren decken kann. Histidin findet man in in größeren Mengen in Nüssen, Samen, Hülsenfrüchten und Vollkorngetreiden. Besonders reich an Histidin sind Kidneybohnen (17), Sesamsamen, Sonnenblumenkerne (18) und Sojaprodukte (19). Falls die Frage innerlich aufkommen sollte: Der Konsum von sojahaltigen Lebensmitteln verweiblicht Männer nicht und verursacht auch keinen Brustkrebs bei Frauen. Diese und weitere Mythen widerlege in meinem Artikel für das Welt Vegan Magazin über Soja (20). Reich an Arginin sind im Pflanzenreich erneut die Sojabohne, Lupine und Erdnuss (21) sowie Sesam und Sonnenblumekerne (22). Auch einige Blattgemüse wie Spinat enthalten großzügige Mengen an Arginin (23). Positionspapiere der Ernährungsgesellschaften Sowohl im Artikel der BILD (24) als auch andere Quellen prangern immer wieder die gleichen angeblichen Mängel an, die ich nun wiederlegen möchte. Zuallererst: Seit 13 (!) Jahren sagt die größte Ernährungsgesellschaft der Welt, die Academy of Nutrition and Dietetics (A.N.D), dass eine rein pflanzliche Ernährung für jede Lebensphase einschließlich Schwangerschaft und Stillzeit geeignet ist. Somit wurde eine rein pflanzliche Ernährung von der A.N.D (vormals American Dietetic Association) bereits in 2003 als eine gesündere Alternative zur westlichen Mischkost empfohlen (25). Dies hat die Organisation im Jahr 2009 (26) erneut bestätigt und auch im Dezember 2016 veröffentlicht (27). Wie Sohra von www.tofufamily.de in einem weiteren Artikel zeigt, ist diese Meinung nicht nur in den USA vorherrschend, sondern auch in Kanada, Großbritanien und Australien (28). Nun aber zu den ,,kritischen Nährstoffen einer veganen Ernährung, die in Wirklichkeit gar keine sind, wenn man sich vollwertig und abwechslungsreich pflanzlich ernährt und seine Versorgung mit B12 sicherstellt. Im Artikel der BILD wird Professor Michael Melter, der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Regensburg zitiert: ,,Durch fehlende Nährstoffe wie Eisen, Jod und Vitamin-B12 kann es zu verzögertem Wachstum, Gehirnschäden und Blutarmut kommen. (29) Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) setzt noch einen oben drauf und erweitert die Liste noch: ,,Bei einer veganen Ernährung kann es aufgrund des Verzichts auf jegliche tierische Lebensmittel zu einer Unterversorgung mit Energie, Protein, Eisen, Calcium, Jod, Zink, Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B12 (Cobalamin) und Vitamin D kommen und die Zufuhr langkettiger n-3 Fettsäuren ist ebenfalls gering (30) Nachfolgend ist hier eine Stellungnahme von mir zu allen genannten Nährstoffen: 1. Energie   Energie? Steht da tatsächlich Energie? Eine rein pflanzliche Ernährung hat den großen Vorteil, dass sie tatsächlich reich an Mikronährstoffen und verhältnismäßig kalorienarm sein kann (!), wenn man es möchte und mit ihr abnehmen und sein Gewicht mühelos halten will. Jedoch kann man genau so gut auch mit einer rein pflanzlichen Ernährungsweise Personengruppen mit erhöhtem Kalorienbedarf (Schwangere Frauen, Heranwachsende und Sportler) versorgen. Man denke nur an Lebensmittelgruppen wie: - Nüsse & Nussmuse (Walnuss, Haselnuss, Mandel, Cashew, etc.) - Samen (Leinsamen, Hanfsamen, Chiasamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, etc.) - Trockenfrüchte (Rosinen, Datteln, Feigen, Aprikosen, etc.) - Obst (Oliven, Avocados, Bananen, etc.) Diese vollwertigen Lebensmittel sind allesamt hoch kalorisch, liefern aber im Gegensatz zu vielen anderen energiedichten Lebensmitteln zusätzlich viele wertvolle Inhaltsstoffe. Nicht zu vergessen ist die große Auswahl an pflanzlichen Ölen, die ich zwar spätestens nach dem Erreichen der vollen Körpergröße auf ein Minimum reduzieren würde, die im Rahmen der Kinderernährung aber in geringen Mengen ihre Berechtigung haben können. Außerdem liefern Speiseöle mit einem Anteil an Mikroalgenöl wichtige langkettige Omega-3-Fettsäuren, wie wir später noch sehen werden. Getreideerzeugnisse wie Brot, Pasta, Reis, etc. und Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen, Soja, Lupine, etc. würde ich nicht gerade als kalorienarm bezeichnen. 2. Proteine  Ein Blick auf die zuvor genannten Positionspapiere zeigt, dass ein Unterschreiten der physiologisch notwendigen Menge an Protein bei einer gut geplanten rein pflanzlichen Ernährung nicht zu befürchten ist. Im Rahmen der Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Proteinbedarf um 20 % bzw. 35 % an (31). Dies ergibt ausgehend von der D-A-CH-Empfehlung in Höhe von 10-15 % an Proteinen innerhalb der Gesamtzufuhr für nicht-schwangere Erwachsene (32) eine Zufuhrempfehlung von 12-18 % Protein für Schwangere und 13,5-20 % für Stillende. Auch diese Menge kann durch eine vollwertige vegane Ernährung abgedeckt werden. Das immer wieder auftretende Argument der minderen biologischen Wertigkeit von pflanzlichen Proteinen gilt ebenfalls nicht mehr, sobald wir vielseitig essen. Denn dann ergänzen sich die einzelnen Aminosäuren der unterschiedlichen pflanzlichen Proteine untereinander, wie ich bereits in meinem Artikel über Proteinkombinationen ausführlich erklärt habe (33). Viel mehr Sorgen würde ich mir über die Überversorgung mit Proteinen machen, wie es bei beinahe allen MischköstlerInnen in Deutschland der Fall ist, die zum Teil 150 % der empfohlenen Menge an (großteils tierischem) Protein zu sich nehmen, wie die Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie II zeigen (34). Einige Untersuchungen legen nahe, dass ein Übermaß an tierischem Lebensmitteln mit einem erhöhten Risiko für chronische degenerative Erkrankungen wie Koronare Herzerkrankungen (35) oder Diabetes Mellitus Typ II (36), einhergehen kann. 3. Eisen Ein Blick auf eine vergleichende Untersuchung aus der Schweiz zeigt: Die Eisenversorgung ist bei Mischköstlern, Vegetariern und Veganern ähnlich ausgeprägt (37). Eisenmangel ist aber ohnehin eher ein Problem des Verlustes (Monatsblutung, sehr häufiges Blutspenden, etc.) als der mangelnden Zufuhr. In einigen Untersuchungen war die Eisenzufuhr der Vegetarier sogar höher als die der Mischköstler (38). Wenn man diese erhöhte Zufuhr noch mit Substanzen wie Vitamin C kombiniert, kann aus der erhöhten Eisenzufuhr auch eine erhöhte Eisenaufnahme des schlechter resorbierbaren, dreiwertigen Eisens (Fe3+) werden. Wenn man zusätzlich noch auf den Abbau von Phytinsäure durch Einweichen, Keimen und Kochen bei Getreiden achtet und Tee und Kaffee aufgrund der Tannine eher zwischen anstatt zu den Mahlzeiten trinkt, steht der optimalen Eisenversorgung mit Pflanzen nichts mehr im Weg (39). Damit könnte man diese Debatte eigentlich beenden. Aber da wäre noch eine wichtige Sache bezüglich des ,,minderwertigen pflanzlichen Eisens in pflanzlichen Lebensmitteln im Vergleich zu dem ,,hochwertigeren tierischen zweiwertigen Hämeisen (Fe2+): Hämeisen scheint im Gegensatz zum pflanzlichen Eisen mit einem höheren Risiko für das Auftreten des Metabolischen Syndroms (40) und Koronarer Herzkrankheit (41) einherzugehen und so stellt sich die Frage, was ,,hochwertig in diesem Zusammenhang unbedingt wünschenswert ist. Wer wirklich Sorge hat, zu wenig Eisen im Rahmen einer rein pflanzlichen Ernährung zu bekommen, kann mit meiner super eisenhaltigen ,,Allroundbeilage (42) aus in Roter-Beete-Saft gekochter Hirse mit Kürbiskernen sowie jeder Menge Petersilie und Basilikum seine Eisenzufuhr rein pflanzlich auf die Spitze treiben. Durch die Zugabe von Zitronensaft kann die Eisenaufnahme zusätzlich verbessert werden, um auch den erhöhten Eisenbedarf während der Schwangerschaft und Stillzeit zu decken. Denn die normale Eisenzufuhr von ca. 15 mg für erwachsene Frauen verdoppelt sich während der Schwangerschaft auf 30 mg und beträgt auch während der Stillzeit noch etwa 20 mg (43). Diesem stark erhöhten Eisenbedarf sollte also in jeder Ernährungsform eine große Beachtung zugemessen werden. Die Deckung des Eisenbedarfs durch pflanzliche Lebensmittel ist mit ein bisschen Hintergrundwissen auch völlig ohne Supplements möglich. Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen sollten nur in Fällen eines manifesten und nachgewiesenen Eisenmangels eingenommen werden und auch dann nur in Rücksprache mit einem Arzt (44). 4. Kalzium  Wie eine große Metaanalyse (45) und eine prospektive Kohortenstudie (46) gezeigt haben, scheint es keinen Zusammenhang zwischen dem Konsum von tierischer Milch im Kindesalter und der Knochengesundheit im Erwachsenenalter zu geben. Kalzium als einen kritischen Nährstoff in veganer Ernährung zu bezeichnen ist auch insofern unzutreffend, weil die kalziumreichsten Lebensmittel der Welt Pflanzen sind. Die Kalkalge ,,Lithothamnium Calcareum deckt bereits mit 3 Gramm ihren gemahlenen Pulvers den Tagesbedarf an Kalzium eines Erwachsenen zu 100 % und auch die Sangokoralle ist kalziumreicher als jedes Milchprodukt (47). Aber auch ohne diese in unseren Breitengraden nicht-alltäglichen Lebensmittel liefern Vollkorngetreide, Nüsse und Samen genügend Kalzium für unsere Knochen. Und eines der Gerichte aus meiner Kindheit ist da ganz vorne dabei: Brennnesselspinat! Sowohl Brennnesseln als auch Spinat sind, wie auch Grünkohl und andere dunkelgrüne Blattgemüse, enthalten reichlich Kalzium. Wie kalziumreich ist denn im Vergleich dazu die Milch? Milch enthält laut DGE etwa 120 mg Kalzium pro 100 g (48). Wie viel Kalzium enthält einfaches Mineralwasser? Manche Mineralwässer wie ,,Aqua Römer enthalten bereits halb so viel Kalzium wie Milch und so kann mit weniger als 2 Litern Mineralwasser unseren täglicher Kalziumbedarf in Höhe von ca. 1000 mg gedeckt werden (49). Der tägliche Bedarf an Kalzium für Schwangere und Stillende ist übrigens gleich hoch wie für Frauen im selben Alter, die nicht stillen oder schwanger sind (50). 5. Jod Wir werfen wieder einen Blick auf unsere vergleichende Untersuchung aus der Schweiz und sehen erneut: Sowohl Mischköstler, Vegetarier als auch Veganer erreichten im Durchschnitt nicht die empfohlene tägliche Menge an in Höhe von 200 mcg Jod (51). Jod scheint also durchaus kein ,,veganes Problem zu sein. Unsere Böden sind nun einmal nicht besonders reich an Jod, wir essen (zum Glück) nicht so viel Meeresfisch und Meeresalgen sind (leider) kein Teil der täglichen Kost in Deutschland. Wir alle sind also nicht sonderlich gut mit Jod versorgt, weshalb es ja auch jodiertes Speisesalz im Handel gibt, um die durchschnittlich schlechte Versorgung aufzubessern. Es reichen allerdings schon weniger als 1 g getrocknete, pulverisierte Wakame-Alge zur Deckung des Tagesbedarfs bzw. etwas mehr davon zur Deckung von 230 mcg für Schwangere und 260 mcg für Stillende (52). Ob man den Empfehlungen des ,,Arbeitskreis Jodmangel e.V folgen möchte und zusätzlich zur jodhaltigen Ernährung noch weitere 150 mcg Jod supplementieren möchte, muss man für sich entscheiden (53). Ich persönlich würde empfehle, die den Tagesbedarf an Jod durch eine saubere Quelle an biologischen Algen zu decken. 6. Zink Die Zufuhr an Zink ist ein Problem von vitalstoffarmen Ernährungsformen, die sich durch Industrieprodukte, Auszugsmehle und raffinierten Zucker kennzeichnet. Trifft dies auf eine vegane Ernährung zu? Ich würde sagen ,,jein. Denn was bedeutet überhaupt vegan? Es bedeutet einfach gesagt, dass man nichts vom Tier isst. Das kann im besten Fall heißen, eine gemüse- und obstlastige Ernährungsweise mit vollwertigem Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen zu praktizieren oder im Fast Food Laden um die Ecke veganen Burger mit Pommes und veganer Mayo zu essen. Bei Ersterer ist ein Zinkmangel bei isokalorischer Ernährung rein rechnerisch nur schwer möglich, bei Letzterer allerdings sehr wahrscheinlich. Natürlich kann man eine vegane Ernährungsform falsch praktizieren. Nur, weil man eine Ernährungsweise auch falsch machen kann, heißt das aber doch bitte nicht, dass sie per Definition mangelhaft ist. Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Erbsen, Linsen, Sojabohnen) und Vollkorngetreide (Haferflocken, Dinkel, etc.) aber auch Leinsamen enthalten in Summe genügend Zink zur Bedarfsdeckung. Der eigentliche Tagesbedarf von ca. 7-10 mg für nicht-schwangere Frauen ist im Durchschnitt während der Schwangerschaft und Stillzeit um 50 % erhöht und so sollte man die zinkhaltigen Lebensmitteln vor dem Garen zum Abbau der Phytinsäure gut einweichen und mit Vitamin-C-haltigen rohen Lebensmitteln wie Zitronen, Orangen, Paprika oder Toamten zusammen verzehren, um die Aufnahmemenge zu erhöhen (54). 7. Vitamin B2 (Riboflavin) Bereits eine Hauptmahlzeit aus braunem Reis mit Linsen, Spinat und Champignons deckt den Tagesbedarf in Höhe von 1- 1,3 mg (für nicht-schwangere Frauen) ab. Wenn man dazu noch die Hefeflocken hinzufügt und sich ein paar Scheiben Tempeh anbrät, kommt man auch auf den um ca 20 % bzw ca 30 % erhöhten Bedarf während der Schwangerschaft und Stillzeit. Da einige konventionelle Pflanzenmilch- und Pflanzenjoghurtsorten wie jene von Oatly (55) oder Alpro (56) neben Vitamin D und Vitamin B12 auch Riboflavin enthalten, nehmen viele Pflanzenmilchtrinker und Pflanzenjoghurtliebhaber zusätzlich über diese Lebensmittel Vitamin B2 auf. Richtigerweise muss man aber anmerken, dass die Zugabe von Riboflavin bei weitem nicht in allen Pflanzenmilchsorten zum Einsatz kommt. 8. Vitamin B12 ,,Vegane Ernährung kann doch gar nicht natürlich sein, wenn du dazu eine Pille schlucken musst, ist einer der häufigsten Argumente in Gesprächen über vegane Ernährung. Für alle Interessierten habe ich diese Thematik in aller Ausführlichkeit in meinem Artikel zu Vitamin B12 behandelt (57). In zwei Sätzen zusammengefasst: B12-Mangel ist in erster Linie ein Problem der modernen Lebensumstände und Zubereitungsmethoden und nicht nur Veganer, sondern auch Vegetarier und viele Mischköstler in höherem Alter weisen niedrigere B12 Spiegel auf (58). Da Vitamin B12 wird von Mikroorganismen prodziuert, die wir auf vielen naturbelassenen Oberflächen finden. Erste Studien weisen darüber hinaus auch auf eine verlässliche pflanzliche B12 Quellen in korrekt angebauten Chlorellaalgen (59). Zur Deckung des erhöhten Tagesbedarfs von 3,5 mcg für Schwangere und 4 mcg für Stillende (60) empfehle ich aber selbstverständlich ausnahmslos jeder vegan lebenden Person die Nahrungsergänzung mit einem Vitamin B12-Präparat, wie es auch mein zuvor genannter B12-Artikel ausführlich beschreibt. Zur Debatte über die Natürlichkeit einer Ergänzung mit B12 in der vegane Ernährung sei noch hinzugefügt, dass laut der Befragung im Rahmen der Nationalen Verzehrsstudie II knapp 30 % der Befragten angaben, ein Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. 9. Vitamin D Die Versorgung mit Vitamin D hat so gut wie gar nichts mit unserer Ernährung zu tun, denn unser Körper bildet Vitamin D selbst, wenn wir genügend an der Sonne sind. Einen Vitamin-D-Mangel also irgendeiner Ernährungsform zuzuschreiben ist unangemessen. Jede interessierte Person kann zur Vertiefung gerne meinen Artikel zu Vitamin D lesen (61). Wie man anhand der Nationalen Verzehrsstudie II nachlesen kann, unterschreiten 82 % der Männer und 91 % der Frauen die Empfehlung für die Vitamin-D-Zufuhr (62). Wenn wir davon ausgehen, dass der Vegetarierbund mit seiner Schätzung von etwas 1,1 % der Bevölkerung an vegan lebenden Menschen richtig liegt (63), dann sehe ich hier über 85 % mit Vitamin unterversorgte Menschen in Deutschland, die sich nicht vegan ernähren. Die Empfehlung lautet also nicht mehr tierische Produkte zu konsumieren, sondern mehr in die Sonne zu gehen. Und zwar von April bis September (je nach Hauttyp) 15-30 Minuten um die Mittagszeit herum (64) und zwischen Oktober und März sollte man supplementerien oder (noch besser) in den Süden verreisen. 10. Langkettige Omega-3-Fettsäuren (EPA/­­DHA) Für unseren Körper essenziell, also lebensnotwendig, sind nur die in pflanzlichen Lebensmittel enthaltenen kurzkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren Linolsäure (eine Omega-6-Fettsäure) und ?-Linolensäure (eine Omega-3-Fettsäure). Um einen gemeinsamen Wissensstand zum Thema Omega-3-Fettsäuren sowie die Unterschiede zwischen kurzkettigen Omega-3-Fettsäuren (Linolsäure, ?-Linolensäure) und langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) DHA (Docosahexaensäure) und Arachidonsäure zu schaffen, bitte ich interessierte Personen erneut, meinen Artikel zu diesem Thema zu lesen (65). Die DGE kritisiert in ihrem Positionspapier, dass in einer strikten veganen Erna?hrungsweise kaum Eicosapentaensa?ure (EPA) und Docosahexaensa?ure (DHA) zugefu?hrt werden (66). Diese kann der Körper grundsätzlich aber aus den kurzkettigen Fettsäuren selbst herstellen, weswegen sie ja korrekterweise als ,,semi-essenziell bezeichnet werden. Ein Blick in die Literatur vermittelt zwar auf den ersten Blick, dass dies nur bedingt möglich ist, allerdings möchte ich Folgendes hinzufügen: Die Umwandlungsrate von ? -Linolensäure in EPA und DHA ist maßgeblich von der Zufuhr an kurzkettigen Omega-6-Fettsäuren abhängig, weil sich beide kurzkettigen Fettsäuren die selben Enzyme teilen, um in die jeweiligen langkettigen Fettsäuren umgewandelt zu werden. Wenn wir ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren konsumieren, funktioniert die Umwandlung in EPA und DHA wesentlich besser. Ein gutes Verhältnis von Omega 3 zu 6 von 1:4. Welches Verhältnis nehmen wir durch eine durchschnittliche westliche Ernährung auf? Durchschnittlich ungefähr ein Verhältnis von Omega 3 zu 6 von 1:15 (ist es nicht andersrum?) (67). Aus meiner Sicht kann dann eine ausreichende Umwandlung in den Studien mit durchschnittlichen westlichen Menschen nicht beobachtet werden, was aber wenig Aufschluss über die Umwandlungsrate bei einer vollwertigen, Omega-6-reduzieren pflanzenbetonten Ernährung gibt? Wie haben es denn die abertausenden Menschen in den vergangenen hunderten von Jahren ohne direkten Zugang zum Meer (und damit zu Meeresfischen) und ohne einer Nordseefiliale um die Ecke geschafft, genügend langkettige Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen? Wie wir es von vielen Mechanismen in unserem Körper kennen, wird der Körper weniger effizient in seiner Arbeit, wenn er im Überschuss mit Nährstoffen lebt. Das könnte auch erklären, warum Veganer in manchen Studien trotz niedrigerer Aufnahme an DHA über die Nahrung nicht höhere Serumwerte als erwartet aufwiesen (68). Um Spekulationen aus dem Weg zu gehen und auf Nummer sicher zu gehen, empfehle ich aber ohnehin jeder schwangeren und stillenden Frau die Einnahme von 250 mg schadstofffreien, umweltschonenden, fischfreundlichen EPA/­­DHA aus Mikroalgenöl. Denn das ist ebenso bioverfügbar wie jenes aus Fischöl (69) und dabei frei von Schwermetallen. Denn anscheinend sind einige Fischarten wie Thunfisch, Heilbutt, Hecht, Seezunge, Barsch, (spanische) Makrele und weitere in manchen Untersuchungen so belastet gewesen, dass der positive Effekt des DHA durch den Fischkonsum die negativen Folgen der Schwermetallbelastung nicht aufwiegen konnte. (70). Einige Fische wie Lachse waren weniger belastet, wiesen aber in anderen Untersuchungen erhöhte PCB Werte (= Polychlorierte Biphenyle; giftige und krebsauslösende organische Chlorverbindungen) auf. Obwohl PCBs in den 1980er-Jahren verboten wurden, reichern sich diese Stoffe aufgrund ihrer Langlebigkeit nach wie vor an der Spitze der Nahrungskette bei Raubfischen wie Lachsen an (71). Da fällt einem doch der Griff zum Mikoralgenöl gleich nochmal leichter, oder? Geburt und Stillzeit  Neugeborene von gut versorgten Veganerinnen hatten eine durchschnittliche Geburtsgröße und Geburtsgewicht (72) und haben sich normal entwickelt (73). Die Muttermilch von Veganerinnen bietet dem Säugling im ersten Halbjahr alles Benötigte, um sich gesund zu entwickeln. Die genaue Nährstoffzusammensetzung der Muttermilch ist dabei (in vielen aber nicht allen Punkten) von der Nährstoffzufuhr der Mutter abhängig. Die wesentliche Zusammensetzung der Muttermilch von Vegetarierinnen war in Bezug auf den prozentualen Fettanteil (74) sowie die Menge an Eisen, Kupfer, Zink, Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Laktose vergleichbar mit der Muttermilch von Mischköstlerinnen (75). Worauf auch während der Stillzeit weiterhin stark geachtet werden muss, ist die Vitamin-B12-Versorgung. Der Gehalt an B12 in der Muttermilch ist abhängig von der Versorgung der Mutter (76). Aber auch hier gilt: ist die Mutter gut versorgt, dann ist auch der Säugling gut versorgt. Fazit?  Ich hoffe, ich konnte in meiner Abhandlung bisher aufzeigen, dass eine vegan lebende Frau sich und ihr ungeborenes Kind während der Schwangerschaft mit einer vollwertigen, rein pflanzlichen Ernährung optimal versorgen kann. Mein Ziel ist es nicht, dass mit meiner Arbeit die Kluft zwischen den Ernährungsstilen zu vergrößern. Mehr Informationskampagnen für alle Bevölkerungsgruppen und Ernährungsstile sind eine dringend gebrauchte Maßnahme, denn auch der omnivor lebende Teil der Bevölkerung ist laut der Nationalen Verzehrsstudie II (51) zu großen Teil unterversorgt mit Vitamin C, Vitamin D, Folsäure, Jod, Eisen (Frauen), Kalzium (!) und Ballaststoffen (NVSII) sowie nach Aussage der Erhebung in der Schweiz auch in Bezug auf Vitamin E, Magnesium und Vitamin B 3 (Niacin) defizitär (52). Von der mangelhaften Aufnahme an vollwertigen Kohlenhydraten, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen ganz zu schweigen. Von daher denke ich, sollten wir uns keine Illusion darüber machen sollten, dass Nährstoffmängel in jeder Ernährungsform auftreten können und dringender Handlungsbedarf darin besteht, diese Personengruppen aufzuklären und dafür zu sorgen, dass sie mit den richtigen Lebensmitteln versorgt werden. Das große Potential einer veganen Ernährung besteht ohne Zweifel aber nicht nur darin, welche sehr gesunden Lebensmittel in großen Mengen zugeführt werden, sondern ebenso welche Lebensmittel gerade nicht zugeführt werden. Darin liegt meines Erachtens eine große Chance, der Epidemie an chronischen degenerativen Erkrankungen entgegenzuwirken. Niemand mag ernsthaft anzweifeln, dass die Ernährungsgewohnheiten der deutschen Bevölkerung ganz stark in die falsche Richtung gehen und dass ein wesentlich höherer Anteil an vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ein wichtiger Schritt für die Gesundheit des Individuums (und damit für die Entlastung des Gesundheitssystems) sowie für unsere Umwelt (und damit für unsere Zukunft) darstellt. Dazu müssen wir keine Studien gegeneinander ausspielen oder Veredelungsverluste oder Co2-Äquivalente in der Tierhaltung berechnen lassen. Aber solange wir gegeneinander arbeiten, wird keine Veränderung stattfinden können. Denn wie Albert Schweitzer es treffend formuliert hat: ,,Mit gutem Beispiel voranzugehen ist nicht nur der beste Weg andere zu beeinflussen, es ist der Einzige. In diesem Sinne verweise ich auf Nummer 1 der ,,10 Regeln der DGE für vollwertige Ernährung: ,,Wählen Sie überwiegend pflanzliche Lebensmittel. Diese haben eine gesundheitsfördernde Wirkung und unterstützen eine nachhaltige Ernährungsweise. In dieser Regel sehe ich bereits mehr als nur eine kleine Schnittmenge zwischen einer veganen Ernährung und der Empfehlung der DGE, die eine definitive Zuwendung zu einer getreidebasierenden, vollwertigen Ernährung mit viel Gemüse und Obst zeigt. Die einzige Diskussion, die wir noch führen dürfen ist jene, aus welcher Quelle denn nun unsere Proteine stammen sollten. Und für dieses Gespräch bin ich mehr als offen und bereitwillig. Beste Grüße, Niko Rittenau   Quellen & Links:  (1)www.bild.de/­­geld/­­wirtschaft/­­wirtschaft/­­essen-schaedigt-ungeborene-babys-46862398.bild.html (2)www.bild.de/­­bild-plus/­­ratgeber/­­kind-familie/­­ernaehrung/­­ernaehrung-von-kindern-geschrumpftes-hirn-durch-veganismus-47803082,view=conversionToLogin.bild.html#fromWall (3) www.bild.de/­­ratgeber/­­gesundheit/­­ernaehrung/­­vegane-ernaehrung-schadet-kindern-49993144.bild.html (4) www.bmel.de/­­SharedDocs/­­Downloads/­­Ernaehrung/­­NVS_­ErgebnisberichtTeil2.pdf?blob=publicationFile (5)www.rki.de/­­DE/­­Content/­­Gesundheitsmonitoring/­­Themen/­­Uebergewicht_­Adipositas/­­Uebergewicht_­Adipositas_­node.html (6) www.wido.de/­­aktuelles/­­archiv/­­meldung-archiv/­­artikel/­­gkv-arzneimittelindex-so-viele-teure-neue-medikamente-wie-nie-zuvor.html (7) www.diabetes-deutschland.de/­­aktuellesituation.html (8) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­9863851 (9) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­25198208 (10) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pmc/­­articles/­­PMC2677007/­­ (11) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­16673753/­­ (12)www.facebook.com/­­niko.rittenau/­­photos/­­a.347845595425770.1073741831.278955552314775/­­605179559692371/­­?type=3&theater (13) www.tofufamily.de/­­ueber-die-diffamierung-veganer-eltern (14) Keller, M & Gätjen, E. 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S. 51 (55) www.oatly.com/­­products/­­germany/­­haferdrink-calcium-3 (56) www.alpro.com/­­de/­­produkte/­­soja-joghurtalternativen/­­gross-geschmacksvariation/­­vanille#productrange (57) www.deutschlandistvegan.de/­­veganane-ernaehrung-vitamin-b12/­­ (58) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pmc/­­articles/­­PMC5130103/­­ (59) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­12656203 (60) www.dge.de/­­wissenschaft/­­referenzwerte/­­vitamin-b12 (61) www.deutschlandistvegan.de/­­vitamin-d/­­ (62) www.bmel.de/­­SharedDocs/­­Downloads/­­Ernaehrung/­­NVS_­ErgebnisberichtTeil2.pdf?blob=publicationFile (63) vebu.de/­­veggie-fakten/­­entwicklung-in-zahlen/­­anzahl-veganer-und-vegetarier-in-deutschland (64) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­25207380 (65) www.deutschlandistvegan.de/­­optimal-versorgt-mit-omega-3-ganz-ohne-fisch (66) www.dge.de/­­wissenschaft/­­weitere-publikationen/­­dge-position/­­vegane-ernaehrung/­­ (67) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­12442909 (68) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­20861171 (69) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­17713804 (70) www.sciencedirect.com/­­science/­­article/­­pii/­­S027869151100576X (71) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pmc/­­articles/­­PMC3385441/­­pdf/­­ehp.1104500.pdf (72) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­9844995 (73) www.onlinelibrary.wiley.com/­­doi/­­10.1111/­­j.1365-277X.1992.tb00129.x/­­abstract (74) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­3984932 (75) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­3998870 (76) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­2239784     Der Beitrag Gut versorgt: Vegane Ernährung für Schwangere & Stillende erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Unsere Tipps: Neue vegane Koch- und Sachbücher

30. Januar 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Unsere Tipps: Neue vegane Koch- und SachbücherHeute haben wir mal wieder ein paar Buchtipps für euch, denn es erscheinen jede Menge interessante Titel, jede Menge vegane Kochbücher und auch vegane Sachbücher. Alle können wir uns nicht natürlic nicht anschauen, aber ein paar haben wir uns mal vorgeknüpft. How not to die – Michael Greger Dr. Greger ist ein amerikanischer Arzt, der sich auf eine wissenschaftlich-fundierte Art und Weise mit dem Zusammenhang von Ernährung und der Entstehung von Krankheiten auseinander setzt. „How not to die“ ist ein Bestseller, der schon in viele Sprachen übersetzt wurde, Greger selber ein super sympathischer Mann, der sich selber nicht zu wichtig nimmt und wirklich Humor besitzt. Für mich ist „How not to die“ das vielleicht beste Ernährungsbuch, das ich bislang gelesen habe: „In How Not To Die analysiert Greger die häufigsten 15 Todesursachen der westlichen Welt, zu denen z. B. Herzerkrankungen, Krebs, Diabetes, Bluthochdruck und Parkinson zählen, und erläutert auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse, wie diese verhindert, in ihrer Entstehung aufgehalten oder sogar rückgängig gemacht werden können. Darüber hinaus erklärt er auf verständliche und enorm fesselnde, aber stets wissenschaftlich fundierte Weise, welche Lebensmittel besonders wertvoll und gesund für die verschiedenen Organe und Funktionen des menschlichen Körpers sind, und wie diese am besten kombiniert und verzehrt werden können. Sein ,,Tägliches Dutzend fasst in einer so übersichtlichen wie praktischen Checkliste alle die Lebensmittel zusammen, die eine optimale Gesundheit unterstützen.“ (von der Verlagsseite). Eine absolute Empfehlung von mir, unbedingt lesen! Schön, dass es das Buch nun in deutscher Sprache gibt. Erschienen ist es beim Narayana-Verlag, dort findet ihr auch weitere Infos und eine Leseprobe. Beim Amazon findest du das Buch hier. Veggieparty - Vegane Leckereien für Buffet, Brunch und Biergarten – Torsten Merz Der nächste vegane Brunch steht an, und du weißt noch nicht, was du vorbereiten kannst? Kein Problem, denn hier hast du das perfekte Büchlein dafür. Der vegetarische Metzger stellt in seinem neuesten Buch die feinsten Rezepte für vegane Tapas, Fingerfoods und Snacks aus aller Welt vor. Hier finden Sie für jede Gelegenheit die passende Idee, ob kalt oder warm, ob mit Teller oder ohne, ob für Buffet, Brunch oder Biergarten. Ein schönes veganes Kochbuch, das wirklich eine ganze Menge Anregungen bietet für den nächsten Brunch, aber natürlich auch für Geburtstagspartys oder eben einfach so. Weitere Infos findest du hier, bei Amazon gibt es das Buch auch zu kaufen. Vegane Tapas – Gonzalo Baró Ich lieeeeebe Spanien! Und auch vegane Tapas sind toll - wenn sie denn häufiger mal vegan wären. Glücklicherweise gibt es nun ein sehr kleines aber sehr feines Büchlein mit Rezepten für typisch spanische Tapas. Vegan natürlich. Tapas sind ja im Prinzip „Kleinigkeiten“, von denen man sich in Spanien üblicherweise mehrere bestellt und diese dann mit mehreren Leuten teilt. In „Vegane Tapas“ findest du wirklich alle Klassiker, oft natürlich angepasst, damit das ganze auch vegan ist, oder einfach noch interessanter gemacht. Ein tolles veganes Kochbuch, das gerade mal 6,90 Euro kostet. Absolute Empfehlung! Mehr Infos findest du beim Neunzehn Verlag, kaufen kannst du es bei Amazon hier. Das Buch ist übrigens Teil einer Reihe von veganen Kochbüchern, die der Neunzehn Verlag gemeinsam mit dem Vegetarierbund auf den Markt gebracht. Vegane Süßigkeiten – Anna-Lena Klapp Anna-Lena Klapp ist Bloggerin, und stellt auf ihrem Blog Veggietale immer wieder neue vegane Rezepte vor. Hier findest du vor allem eine ganze Menge an Rezepten für leckere Kalorienbomben, sprich Süßzeug. Und da ist jede Menge Kreatives dabei. Netterweise hat Anna-Lena ihre Ideen auch in einem veganen Koch- und Backbuch verewigt, erschienen beim Neunzehn-Verlag in Kooperation mit dem VEBU. Sieht alles ganz schön lecker aus in „Vegane Süßigkeiten“, egal ob Riegel, Pralinen, Kekse, Waffeln, Kuchen, Kugeln, Gebäck, Eis….vom aufzählen wird man eventuell schon dick, deswegen höre ich lieber auf. Schaut euch das Buch mal an, ich finde es sehr gelungen. Man sollte es nur mit dem Nachbacken nicht so ganz übertreiben ;-). Weitere Infos findest hier, bestellen kannst du es bei Amazon hier. Das war es für heute an Buchtipps, die nächsten kommen in ca. 2 Wochen wieder. Schreibt uns gerne, falls ihr einen Tipp für uns habt – ein neues veganes Kochbuch oder Sachbuch – in den Kommentaren. Habt ihr euch schon mal unsere anderen Buchtipps angeschaut?     Der Beitrag Unsere Tipps: Neue vegane Koch- und Sachbücher erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

VEGANE BLOGGER AUF WELTREISE - KOHLUNDKARMA IM INTERVIEW MIT LIBBY UND MARCEL

18. Dezember 2016 Deutschland is(s)t vegan 

VEGANE BLOGGER AUF WELTREISE - KOHLUNDKARMA IM INTERVIEW MIT LIBBY UND MARCELDani und Sebastian von kohlundkarma interviewen: Vegane Blogger auf Weltreise – Libby und Marcel Eine Frau aus L.A., ein Mann aus Deutschland – treffen sich zufällig in Frankreich. Er läd sie auf eine Elektroparty ein,  beide skypen danach wie wild und beschließen im Mai 2015 miteinander auf eine,  nun nicht enden wollende, vegane Weltreise zu gehen. Das seit Ihr… Libby und Marcel von libbyandmarcel.com Über 20 Länder habt Ihr bereits bereist – habt vielerlei neue Kulturen und Essgewohnheiten erleben dürfen. Ihr selbst seit voller Neugier, offen für Neues, ausgestattet mit einer Menge Videoequipment, einer eigenen, veganen App, zuckersüßem Humor und riesigem, veganen Hunger aus Überzeugung. Libby und Marcel in Athen – Griechenland Unsere Lieblingsfrage an vegane Paare! Ist es nicht einfach nur megageil, gemeinsam vegan zu sein? Ja das ist echt super! Da gibt es wenigstens beim Essen kein Streit! Außerdem beschäftigt man sich als Veganer ja ohnehin mehr mit seinem Essen, man kocht mehr gemeinsam, kreiert Rezepte und ist experimentierfreudig bei der Suche nach Alternativen und unbekannten neuen Köstlichkeiten. Eigentlich ist es fasst wie ein gemeinsames Hobby. Wart Ihr bereits vegan, bevor Ihr euch kennen gelernt habt? Libby lebte bereits mehrere Jahre den veganen Lifestyle und ich war sehr daran interessiert! Nachdem ich feststellte, dass es mir gesundheitlich wirklich gut tut – bin ich gleich dabei geblieben. Habt Ihr sie schon selbst genutzt, auf euren Reisen – Libbys „eataway-App“ ? Letztes Jahr, auf unserer Tour mit unserem Camper durch Europa, haben wir die App sehr gerne verwendet. In Japan war sie oftmals sehr hilfreich! Es ist wirklich cool, wenn man dem Ober seine veganen Wünsche oder auch Unverträglichkeiten vermitteln kann. Libby und Ihr bunter Salat auf Koh Phangan, Thailand Welches Land hat es euch als Veganer besonders schwer gemacht? Overall betrachtet keines! In den Ländern wo es etwas schwerer war Restaurants zu finden, haben wir einfach selber gekocht! Entweder im Camper oder in den angemieteten Wohnungen. Wichtig ist uns immer eine Küche zur Verfügung zu haben oder einen Food Processor – eine Küchenmaschine :)! Marcel ist sportlich – Handstand in Athen, Griechenland Marcel, bei dir wurde im 4 Lebensjahr Tourette Syndrom festgestellt. Du schreibst, dass die vegane Ernährung sich positiv auf dein Krankheitsbild ausgewirkt hat. Magst du uns mit ein paar wenigen Worten erzählen, wie sich das bemerkbar gemacht hat? Ich fühl mich einfach besser! Mir ist aufgefallen, dass nach mehreren Wochen die Tics zurückgegangen sind. Ich bin wesentlich entspannter und konzentrierter. Ich freue mich sehr darüber, dass ich allein mit einer Ernährungsumstellung, die auch so viele andere positive Aspekte hat, so eine positive Auswirkung für mich und mein Leben erzielen konnte. Wenn Ihr die Möglichkeit habt darauf zu achten – kauft Ihr eure Lebensmittel in BioQualität, regional und/­­oder saisonal? Wenn wir können dann auf jeden Fall! Mit der Wahl seiner Lebensmittel kann man so viel für sich selbst tun, Ressourcen und unsere Umwelt schonen. Wir lieben es auf Märkten einzukaufen – es hat immer einen besonderen Flair und man taucht gefühlt noch tiefer in die Kultur des jeweiligen Landes ein. Ihr seit vegane, filmaffine TravelFoodies. Euren Zuschauern habt Ihr schon den ein -oder anderen Einblick in euren Alltag auf Reisen gewährt. Auf eurem Blog findet man zudem vegane Rezepte und sogar ein kostenloses Ebook, mit coolen Rezepten für Unterwegs. Bei Libby und Marcel steht einiges auf dem Plan und Ihr seit alle herzlich eingeladen, sie auf Ihren sämtlichen Plattformen zu stalken, zu unterstützen, Ihre Rezepte nachzumachen und Ihre Videos zu verfolgen. Lieben Dank an Libby und Marcel – alles Liebe für Euch und eure Pläne und ganz viel Kraft, Power, Geduld und schöne Begegnungen auf eurem gemeinsamen Weg. Für alle die mehr wissen möchten – besucht Libby und Marcel gerne auf Ihrer Internetseite: www.libbyandmarcel.com   Der Beitrag VEGANE BLOGGER AUF WELTREISE – KOHLUNDKARMA IM INTERVIEW MIT LIBBY UND MARCEL erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

bJuice - Detox your life!

2. Dezember 2016 Deutschland is(s)t vegan 

bJuice - Detox your life!Wir befinden uns unverkennbar im letzten Drittel des Jahres, im tiefen Herbst. Die Blätter verfärben sich und fallen, die Tage werden kürzer und es wird dunkler und kalt. Es ist die ideale Zeit um sich zurückzuziehen und sich und seinen Stoffwechsel mit einer Entgiftungskur auf die nun folgenden wechselhaften und nasskalten Monate und die damit verbundenen Erkältungswellen vorzubereiten. Dafür muss es allerdings nicht immer eine Fastenkur außerhalb der Stadt im Grünen sein. Mittlerweile bieten auch Läden in Berlin urbane Detox- und Cleansingkuren auf Basis von kaltgepressten Säften an, die ganz bequem neben dem normalen Alltagsgeschehen zu sich genommen werden können. Entgiftung, ganz nebenbei. ,,bJuice in Prenzlauerberg ist zum Beispiel solch ein Anbieter dieser Saftkuren und ein wirklich guter noch dazu. Aber warum eigentlich eine Saftkur? Die Vorteile einer Saftkur sind vielseitig. Und gerade kaltgepresste Säfte, die nach der Zubereitung noch fast alle Nähr- und Vitalstoffe enthalten, bieten einen besonderen Mehrwert für die Gesundheit. Sie bestehen aus Obst und Gemüse, welches in unserem Körper basisch verstoffwechselt wird und neben unserem meist wechselhaften Essverhalten mit zu viel Fett, Zucker und/­­oder Alkohol eine willkommene und vor allem lebensnotwendige Alternative für unseren Organismus darstellt. Säfte liefern lebendige Vitalstoffe, viele Enzyme, sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien, die uns vor Krankheiten schützen können. Säfte entlasten den Verdauungsapparat, der in unserer heutigen Welt eigentlich immer etwas zu tun hat, kurbeln den Stoffwechsel an und unterstützen somit die Fettverbrennung. Wir können überflüssige Pfunde verlieren und sehen durch den intensiven Entgiftungsprozess meist nach einer Kur frischer, gesünder und jünger aus, als vorher. Dies sind nur einige der vielen Vorteile einer Saftkur, wobei das Resultat einer solchen bei jedem natürlich ganz individuell und anders ausfallen kann. Wichtigstes Hauptmerk liegt allerdings auf dem Geschmack. Ganz klar! Denn was bringen all die Gesundheitseffekte, wenn es nicht schmeckt!? Was ist das Besondere an ,,bJuice? ,,bJuice bietet das umfangreichste Angebot an frisch- und kaltgepressten Säften in Deutschland. 19 Variationen gibt es. Von bPopeye über bVogue bis bHealthy, die einen haben mehr Frucht, die anderen mehr Gemüse – für jede Vorliebe und jeden Geschmack ist etwas dabei. Eher süß oder sauer? Oder fruchtig oder herb? Im wunderschön eingerichteten Laden in Prenzlauerberg hat man als Kunde wirklich die Qual der Wahl. Und da kommt es wirklich gelegen, dass auch drei perfekt aufeinander abgestimmte Saftkuren angeboten werden. Je nach Gusto darf zwischen Signature-, Puryfine- oder Deep Green-Cleanse gewählt werden. Wer sich für eine der drei Kuren entscheidet hat noch die Wahl der Dauer von einem, drei oder fünf Tagen. Jeder Tag besteht hierbei aus 6 Säften, die perfekt aufeinander abgestimmt sind und über den Tag satt machen. Ein intensives Hungergefühl kann und soll somit vermieden werden. Es ist übrigens super einfach, mit einer Kur zu beginnen und es muss nicht zwangsläufig im Laden vorbei geschaut werden. Ein Blick auf die übersichtlich gestaltete Website reicht, um sich eine Kur und einen Starttermin auszuwählen. Durch Eingabe der Informationen und eigenen Details wird dann schliesslich auch festgelegt, ob die Säfte für die Kur im Laden abgeholt oder bequem nach Hause geliefert werden sollen. Vorteil des Ladens: hier arbeiten gut ausgebildete Ernährungspezialisten, die sicher beraten können und sich über Feedback und Fragen jedweder Art freuen. Was kosten die Kuren bei ,,bJuice? Service und gute Qualität kosten. Allerdings sind die Preise hier besonders für das Niveau des Produktes absolut angemessen. In einer Flasche a 0,5 Liter ist die volle Ladung von 1,5 kg Früchten und Gemüse in Bioqualität und bei 3 Litern pro Tag kommt da einiges zusammen. So erklärt sich der Preis von 1-Tages Kur (6 Säfte) für 43EUR, 3-Tages Kur (18 Säfte) für 135EUR und 5-Tages Kur (30 Säfte) für 215EUR. Mit Hochdruck arbeitet „bJuice“ übrigens daran, sobald wie möglich die Plastikflaschen zu ersetzen und die Säfte zukünftig in einer ökologisch vertretbare Alternative anzbieten. Das freut mich persönlich sehr und spiegelt den ganzheitlichen Gedanken des Unternehmens wieder. Ergebnis: Ich habe die Säften von „bJuice“ in einer 5-Tages-Kur probiert und schon nach 2 Tagen habe ich einen Unterschied meines Körpers gemerkt. Ich war fitter und klarer und brauchte weniger Schlaf. Nach 5 Tagen begann sich dann mein Hautbild langsam zu verändern. Und insgesamt hab ich mich einfach super erholt und leicht gefühlt, kein Verdauungstief am Mittag, kein Nachmittagsjieper auf Süßes. 1-2 mal im Jahr ist solch eine Saftkur also wirklich toll, um sich zu reinigen und zu entlasten. Und es schmeckt - ziemlich gut sogar.   bJuice GmbH & CO KG Kollwitzstraße 51 10405 Berlin +49 (0) 30 - 400 53 400 bJuice bei Facebook Der Beitrag bJuice – Detox your life! erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Hope for all - DVDs zu gewinnen!

19. Oktober 2016 Totally Veg! 

Hope for all - DVDs zu gewinnen! In meinem Freundes- und Bekanntenkreis spreche ich gerne über das Thema Veganismus. Während ich gerade im kulinarischen Bereich sehr viel erzählen kann, habe ich doch in anderen Aspekten, wie Auswirkungen auf den Klimawandel oder die Prävention von Zivilisationskrankheiten, das Gefühl, dass andere das besser als ich erklären können. Ich bin kein Anhänger des Mottos "Alles ist schon gesagt, nur nicht von jedem", und lasse dann lieber jenen den Vortritt, die es wesentlich detaillierter und fachkundiger beschreiben können, worum es geht. Darum borge ich gerne Bücher, aber besonders gerne Filme an Interessierte in meinem Umkreis. Gerade eine Dokumentation sieht man sich an einem gemütlichen Abend gerne an, ein dickes Sachbuch ist wiederum nicht jedermanns Sache.  Wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, dann können bewegte Bilder das ausdrücken, was die Sprache nicht fassen kann. Der Film "Hope for all" erklärt einerseits in Worten und andererseits auch in Bildern, worum es in der veganen Ernährung geht - Gesundheit, Umweltschutz und Respekt vor Tieren. Zu Wort kommen Fachleute, die sich mit den Themen jahrelang eng auseinandergesetzt haben. Im Film sprechen bekannte Persönlichkeiten wie Jane Goodall, Dr. T. Colin Campbell und Dr. Caldwell B. Esselstyn und zahlreiche andere Ärzte, Umweltschützer und Aktivisten aus der ganzen Welt. Sie bringen uns in eindringlichen Worten nahe, welche großen Probleme Fleisch, Milch und Eier mit sich bringen.  Ich lebe mittlerweile seit acht Jahren vegan und ich habe alles schon gehört. Tatsächlich schockiert es mich aber jedes Mal wieder, wenn ich über die Auswüchse unseres Fleischwahns höre, die Auswirkungen auf die Umwelt, den Preis, den wir mit unserer Gesundheit zahlen, und jedes Mal merke ich mir ein neues Detail. Vor acht Jahren machte ich den Schritt zu einer veganen Lebensweise aus Mitleid mit den Tieren, und gerade der Aspekt der modernen Tierhaltung ist der, der mich im Film wieder am meisten mitgenommen hat. Auch wenn ich all diese Fakten weiß, ein Bild erzählt die Geschichte dahinter. Und ja, ich habe während Teile des Films geweint und auch M hat mit den Tränen gekämpft. Ich denke, es ist nicht normal, auf diese Bilder anders als mit Entsetzen und Traurigkeit zu reagieren. Hope for all geht da weiter, wo Gabel statt Skalpell oder Cowspiracy aufhören und erzählt die ganze Geschichte. Gleichzeitig ist er nicht so brutal, dass man ihn nicht anschauen könnte - aber er ist stellenweise traurig, nur gibt es da leider eben nichts zu beschönigen. Allerdings lässt er uns mit aufmunternden Bildern und Hoffnung abschließen und motiviert ungemein, die Ernährung umzustellen und bestärkt darin, den Weg fortzusetzen. Hope for all ist ein toller Film für alle schon vegan lebenden Menschen und solche, die sich für ihre Ernährung auch nur ein bisschen interessieren. Die Fakten sind nicht neu. Aber alles so kompakt auf einer DVD zu haben, ist ein wahrer Rundumschlag, dem man wenig entgegenzusetzen hat. Ich werde den Film sicher gerne in meinem Bekanntenkreis verleihen und bin auf die Reaktionen gespannt! Wollt ihr den Film auch gerne sehen? Hier werden 3 DVDs verlost! Ihr könnt gewinnen, wenn ihr mir unter diesem Artikel in einem Kommentar schreibt, mit wem ihr den Film gerne ansehen möchtet und warum. Ihr habt Zeit bis zum 25 Oktober 2016. Die Gewinner ermittle ich zufällig am Tag darauf und gebe sie dann hier am Blog bekannt bzw. schreibe euch gleich eine E-Mail. Falls ihr bei Google kein Konto habt, bitte schreibt einen Namen oder ein Pseudonym dazu, das ich euch dann eindeutig zuordnen kann (z.B. euren Vornamen und euren Wohnort). Viel Glück! Eine DVD von Hope for all wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung zum Film hat das allerdings keinen Einfluss - ich stelle euch nichts vor, was mir nicht gefallen hat. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Optimale Zubereitung: Roh oder nicht roh, das ist hier die Frage

15. September 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Optimale Zubereitung: Roh oder nicht roh, das ist hier die Frage Im letzten Beitrag haben wir über die optimale Deckung von Mineralstoffen in der pflanzlichen Ernährung mit Hilfe der „Fantastischen Vier“ gesprochen. Heute widmen wir uns dem Thema Rohkost und was denn nun für unsere Gesundheit besser ist: Rohe oder gekochte Nahrung? Wir wissen durch eine Vielzahl an Studien und Metaanalyse, dass Obst und Gemüse gesund ist und vor vielen Krankheiten schützen kann.1 In der Prävention von Erkrankungen scheint rohes Obst- und Gemüse in manchen Fällen sogar noch wirkungsvoller zu sein.2,3 Dr. Bernhard Watzl und Dr. Claus Leitzmann bestätigen in ihrem gemeinsamen Buch ,,Bioaktive Substanzen in Lebensmittel ebenfalls, dass rohes Gemüse in vielen Fällen eine stärkere antikanzerogene (krebshemmende) Wirkung als gekochtes Gemüse entfaltet. Auf der anderen Seite können gewisse Nährstoffe in erhitzten Lebensmitteln besser aufgenommen werden und manche schädliche Inhaltsstoffe werden erst durch das Erhitzen unschädlich gemacht. Man denke beispielsweise an das Solanin in der Kartoffel oder Antinutritiva in Hülsenfrüchten wie Lektine oder Protease-Inhibitoren. Wo also der optimale Mittelweg zwischen Roh- und Kochkost liegt, beleuchten wir nachfolgend. Tomatensalat oder Tomatensauce?  Möchte man wissenschaftlich belegen, ob ein Lebensmittel gekocht oder roh gesünder ist, dann gilt es, möglichst alle darin enthaltenen Inhaltsstoffe vor und nach dem Erhitzen miteinander zu vergleichen, um so Rückschlüsse über deren Zu- und Abnahme ziehen zu können. Bei einer derart großen Vielfalt an Inhaltsstoffen in jedem einzelnen Lebensmittel grenzt dies allerdings an Unmöglichkeit. Deshalb muss man sich mit den Untersuchungen begnügen, die aktuell vorliegen und schon durchaus umfangreich ausgefallen sind. Bisherige Ergebnisse zeigen, dass eine einfache Antwort auf die Kochfrage nicht gegeben werden kann. Ein kleines Beispiel anhand der Tomate: Durch das Erhitzen für eine halbe Stunde bei 88°C stieg der Gehalt an Lycopin (ein antioxidativ & antikanzerogen wirkender Stoff) um satte 35 %.4 Das würde nahelegen, dass die gekochte Tomate der rohen Tomate vorzuziehen wäre. Allerdings verzehrt man ja eine Tomate nicht nur wegen des enthaltenen Lycopins, sondern auch wegen all ihrer anderen Inhaltsstoffe. Wie verändern sich diese in der halben Stunde Kochzeit? Ein Blick auf das enthaltene Vitamin C verrät: Kochen bringt hier nicht nur Vorteile mit sich. In der selben Zeit, in der das Lycopin bei 88°C um 35% anstieg, gingen 29 % des Vitamin C verloren.4 Ähnlich konträr würde vermutlich auch die Untersuchung all der weiteren Inhaltsstoffe der Tomate ausfallen. Aber was tun? Die Antwort darauf ist einfach: Iss einfach einen Teil deines Gemüses roh und einen Teil gekocht. Und vor allem: Iss so viel Gemüse wie du kannst. Und je nachdem, ob du ein Gemüse roh oder gekocht lieber magst, wird die Wahrscheinlichkeit steigen, dass du davon große Mengen essen wirst, wenn es dir bestmöglich schmeckt. Wenn du also gekochte Tomaten wesentlich lieber magst, wirst du davon vermutlich auch doppelt so viel essen wollen, wodurch du das knappe Drittel an Vitamin-C-Verlust locker ausgleichen kannst. Außerdem ist Vitamin C in sehr vielen unterschiedlichen Lebensmitteln enthalten und so ist der Vitamin-C-Verlust nicht bedenklich. Umgekehrt ist die Situation beim Lycopin. Da gekochte Tomaten einer der besten Lycopinquellen sind, findet man bei den Blutwerten von reinen Rohköstlern in vielen Fällen zu niedrige Lycopinspiegel.5 Ebenfalls wichtig ist es, dass du dein (biologisches) Obst und Gemüse nicht schälst, denn knapp unter der Schale stecken viele Nährstoffe. Um es mit den Worten von Dr. Claus Leitzmann zu sagen: ,,Obst und Gemüse zu schälen ist ein Kunstfehler. Hitze ist nicht gleich Hitze Wenn man sich nun also aus geschmacklichen Gründen dazu entscheiden sollte, einen Teil seines Gemüses zu kochen, kann man durch die Wahl der richtigen Zubereitungsmethode den Nährwert bzw. die antioxidative Aktivität verbessern. Auch hier unterscheidet sich das eine vom anderen Lebensmittel stark. Allerdings lässt sich generell sagen, dass Kochen zu größeren Nährstoffverlusten führt als im Ofen garen oder dämpfen. Wenn das Gemüse mit Wasser in Berührung kommt, gehen ein Teil der Nährstoffe leider in das Kochwasser über. Das ist bei Suppen, die später mit dem Kochwasser püriert werden sicherlich weniger ein Problem als bei Gemüse, dessen Kochwasser abgegossen wird.6 Sollte man gekochtes Gemüse trotzdem wesentlich lieber mögen als Gedämpftes, dann sollte man einfach etwas mehr davon essen. Die vorangehende Untersuchung von Jimenez-Monreal und seinen Kollegen ergab lediglich bei einem Gemüse einen wirklich großen Nährstoffverlust durch alle Zubereitungsmethoden: bei der Paprika. Die sollte man also wirklich bevorzugt roh essen. 6 Reine Rohkost – ja oder nein? Die Entscheidung, ob man gänzlich roh essen möchte oder nicht, ist natürlich eine Persönliche. Ich sehe allerdings zwei Schwierigkeiten bei einer reinen Rohkosternährung für den Durchschnittsbürger. Die eine Schwierigkeit zeigen die Ergebnisse der Gießener Rohkoststudie auf.7 Während ein Teil der täglich benötigten Nährstoffe durch die Rohkost gedeckt werden konnte, war die Versorgung mit Vitamin A, E, B2 und Niacin sowie mit Zink, Kalzium, Magnesium, Eisen und Jod unzureichend. Diese Nährstoffe können grundsätzlich auch durch rohe Lebensmittel gedeckt werden, die Untersuchung der Rohköstler dieser Studie zeigt aber, dass es den Probanden im Durchschnitt nicht gelang. Die durchschnittliche Proteinzufuhr der Rohköstler lag ebenfalls unter den Empfehlungen, war aber noch nicht gänzlich mangelhaft. Der (fast gänzliche) Verzicht auf Getreide und Hülsenfrüchten in der Rohkosternährung stellt in meinen Augen eine unnötige Restriktion und damit die zweite Schwierigkeit dar, weil richtig zubereitetes Getreide ein guter und wichtiger Kalorien- und Nährstofflieferant ist. Fazit: Viele Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln, Getreide und Hülsenfrüchte sind nur gekocht ein idealer Nährstofflieferant. Diese Lebensmittel fehlen in einer reinen Rohkosternährung fast gänzlich, wodurch ich diese nicht empfehle. Unumstritten ist jedoch der gesundheitliche Wert roher Lebensmittel im Rahmen einer veganen Mischkost aus rohen und erhitzten Lebensmitteln. Dies bestätigt auch die UGB (Vereine für unabhängige Gesundheitsberatung e.V.) und empfiehlt, den Rohkostanteil nach der eigenen Verträglichkeit festzulegen.8 Dieser kann 20 % im Winter oder bei Abneigung gegen zu viel Rohes, aber auch gerne 80 % im Sommer und großer Vorliebe für Rohkost betragen. Zumindest ein geringer Rohkostanteil sollte in jeder Ernährung vorhanden sein. Der eigene Körper wird einem schnell das richtige Mittelmaß sagen. Wichtig ist mir im Rahmen dieses Artikels aber vor allem, mit dem Dogma aufzuräumen, dass das Erhitzen von Nahrung sofort zu einem überwiegenden Nährstoffverlust führt oder man nur mit reiner Rohkost gesund bleiben kann. Das Erhitzen von Nahrungsmitteln hat seine Berechtigung und eröffnet uns wichtige Nahrungsquellen, die uns ansonsten verschlossen blieben.   1 http:/­­/­­jn.nutrition.org/­­content/­­136/­­10/­­2588.full.pdf+html 2 http:/­­/­­www.nature.com/­­ejcn/­­journal/­­v65/­­n7/­­pdf/­­ejcn201136a.pdf 3 htps:/­­/­­www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pmc/­­articles/­­PMC2963618/­­pdf/­­pone.0013609.pdf 4 http:/­­/­­pubs.acs.org/­­doi/­­abs/­­10.1021/­­jf0115589?prevSearch=rui+hai+liu&searchHistoryKey=& 5 https:/­­/­­www.cambridge.org/­­core/­­services/­­aop-cambridge-core/­­content/­­view/­­AACB36B5CC49490A86FF154424FAEB82/­­S0007114507868486a.pdf/­­long-term-strict-raw-food-diet-is-associated-with-favourable-plasma-carotene-and-low-plasma-lycopene-concentrations-in-germans.pdf 6 http:/­­/­­www.naturaleater.com/­­science-articles/­­133-cooking-methods-vegetable-antioxidants.pdf 7 https:/­­/­­www.uni-giessen.de/­­fbz/­­fb09/­­institute/­­ernaehrungswissenschaft/­­prof/­­nutr-ecol/­­veroeff/­­voeff-epid/­­dissstrassner 8 https:/­­/­­www.fairberaten.net/­­ernaehrungsplan-praevention/­­sekundaere-pflanzenstoffe-frischkost/­­druckansicht.pdf   Der Beitrag Optimale Zubereitung: Roh oder nicht roh, das ist hier die Frage erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Vegane Ernährung: Vollgas Vollkorn - aber richtig!

17. Juli 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Vegane Ernährung: Vollgas Vollkorn - aber richtig!10 einfache Tipps für mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Teil 4: Vollgas Vollkorn – aber richtig! Im letzten Beitrag haben wir über die  mit optimale Proteinversorgung bei veganer Ernährung gesprochen. Heute widmen wir uns dem Thema „Vollgas Vollkorn – aber richtig!“ Würde man durch eine beliebige Einkaufsstraße gehen und Passanten fragen, ob denn nun der braune Vollkornreis oder der geschälte weiße Reis gesünder wäre, würde wohl kaum jemand auf den letzteren tippen. Doch obwohl wir es besser wissen, greifen wir - aus Bequemlichkeit oder Geschmacksgründen - sehr häufig zu weißem Baguette, Pizza, Pasta, etc. Doch es ist nicht damit getan, einfach alles zu essen, wo ,,Vollkorn drauf steht. Warum ich trotzdem zu einer Ernährung mit dem vollen Korn rate und wie man diese korrekt umsetzt, besprechen wir nachfolgend. Ich stelle folgende These auf: Wir haben verlernt, unser Essen richtig zuzubereiten. Wir wissen zwar ganz genau, mit welchen Zubereitungsmethoden und Gewürzen wir unglaublich leckere Speisen zubereiten können, wir haben aber vergessen, wie man Lebensmittel wie Getreide und Hülsenfrüchte so zubereitet, dass sie tatsächlich so gesund und wertvoll für uns sind, wie man (zu recht) von Verfechtern der High Carb Ernährung hört. Ich empfehle aus gesundheitlichen, ökologischen und sozialen Beweggründen heraus ebenfalls eine sehr kohlenhydratbetonte Ernährung, die so viel frisches Gemüse und vollwertiges Getreide wie möglich und eine moderate Menge an Hülsenfrüchten enthält. Sollte der ein oder andere schon mal nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten Blähungen bekommen haben oder trotz eisen- ,magnesium- und zinkhaltiger Ernährung trotzdem schlechte Blutwerte haben, möge er oder sie den nachfolgenden Artikel bitte mit besonderer Aufmerksamkeit lesen. Was bedeutet überhaupt „vollwertig“? Vollwertig bedeutet im Fall von Obst, Gemüse und Getreide grundsätzlich, dass das jeweilige Lebensmittel weitestgehend in seiner Gesamtheit verzehrt wird. Bei Gemüse und Obst heißt das, die (wenn essbare) Schale zu verzehren und das Getreidekorn mitsamt seiner Randschichten (Vollkorn) zu essen, da knapp unter der Schale in vielen Fällen eine hohe Konzentration von Nährstoffen vorherrscht. Die ernährungsphysiologisch wichtigsten Komponenten des Getreides befinden sich in der Kleie und im Keim, welche bei der Verarbeitung zu Weißmehlprodukten Großteils entfernt werden1. Der von mir sehr geschätzte Prof. Dr. Claus Leitzmann hat es auf dem VegMed Kongress in Berlin in 2016 sehr gut auf den Punkt gebracht: ,,Obst und Gemüse zu schälen ist ein Kunstfehler. Wenn man vermehrt Vollkornprodukte zu sich nimmt, führt man automatisch mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe sowie eine kaum zu überblickende Vielfalt an sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien zu. Die Summe dieser Bestandteile führt unweigerlich dazu, dass man beim Ersetzen von Weißmehlprodukte durch vollwertige Lebensmittel gesünder wird und sein Risiko an einer Vielzahl an Erkrankungen signifikant senkt. Die Krankheit des „Westens“ Nein, ich spreche hier nicht vom westlich des Mississippi gelegenen Gebieten des damaligen ,,Wilden Westes in den heutigen Vereinigten Staaten, sondern von den ,,westlichen Industrieländern, deren Ernährungsgewohnheiten nachweislich zu einer enormen Vielzahl von Krankheiten führen2. Dazu gehören ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Krebs3, Diabetes4, metabolisches Syndrom5, Fettleibigkeit6 und damit zu erhöhter Sterblichkeit7 führt. Der grandiose Dr. Michael Greger hat diesem Thema gleich mehrere seiner großartigen Videos auf www.nutritionfacts.org gewidmet und bringt in seinem Video zum Thema ,,Is it worth switching from white rice to brown? nochmals dutzende weiterer Studien zu diesem Thema hervor. Besonders herausstreichen muss man an dieser Stelle eine Studie in der Versuchspersonen abwechselnd Naturreis und weißen Reis zu essen bekamen und während der Zeit des Konsums an braunem Reis nicht nur ihr Körperfettanteil sank, sondern auch ihr Blutdruck und ihre Entzündungsmarker.8 Die Kehrseite der Medaille  Eigentlich könnte dieser Artikel auch an dieser Stelle enden, wo doch die zahlreichen Vorteile von Vollkornprodukten ausgiebig beschrieben wurden. Meistens hören Artikel auch hier auf. Allerdings muss man, um ein komplettes Bild zeichnen zu können noch ein Stück tiefer gehen. Denn nicht umsonst klagen viele Konsumenten nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten und Vollkorngetreiden über Völlegefühl, Blähungen und Bauchschmerzen und haben trotz sehr mineralstoffreicher Vollwertkost weniger gute Blutwerte bezogen auf Eisen, Zink, Kalzium, Magnesium, etc. Ein Mangel an Mineralstoffen trotz vollwertiger Ernährung mag in manchen Fällen ganz einfach an der unzureichenden Menge der verzehrten Lebensmittel liegen. Viele der Personen in meiner Ernährungsberatung essen einfach zu wenig, um mit diesen Lebensmitteln ihren Nährstoffbedarf zu decken. Sollte eine ausreichende Versorgung gesichert sein, ist es Zeit, sich einem der kontroversesten Themen anzunehmen: Den antinutritiven Nährstoffen. Man könnte ganze Bücher zu diesem Thema schreiben. Dies wurde u.a. auch von Dr. Bernhard Watzl und Dr. Claus Leitzmann mit dem Buch ,,Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln gemacht. Um es im Rahmen dieses Artikels kurz und knapp auf den Punkt zu bringen: Die große Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe wie die Saponine, Protease-Inhibitoren, Phytoöstrogene, Phytinsäuren, etc. haben allesamt negative (antinutritive) Eigenschaften, aber auch zahlreiche Positive. Zu den positiven Eigenschaften gehören deren krebshemmende, antioxidative, entzündungshemmende und cholesterinsenkende Wirkung.9 Wie alles im Leben haben aber auch diese sekundären Pflanzenstoffe auf der anderen Seite negative Wirkungen. Nämlich ihre Eigenschaft, Eisen, Zink und weitere Mineralien zu binden und so die Verstoffwechselung dieser Mineralstoffe im Körper zu unterbinden.9 Das kann theoretisch dazu führen, dass man trotz hoher Eisen- und Zinkaufnahme durch die Nahrung einen Mangel entwickelt. Rettung in Sicht Aber auch für dieses Problem gibt es eine Lösung. Diese Lösung ist eigenltich schon hunderte Jahre alt, wir haben es heutzutage nur einfach vergessen: das Einweichen, Keimen und Fermentieren von Lebensmitteln. Jede dieser drei Techniken führt zu einem Rückgang der Phytinsäure um 42-96% und damit zu einer stark verbesserten Absorption der Mineralstoffe.10 Man kennt Fermentationsprozesse zum Beipiel vom Brotbacken, weshalb Sauerteigbrot (welches fermentier ist) dem Hefeteigbroten vorzuziehen ist. Sojabohnen werden daher idealerweise nicht in Form von TVP, Sojamilch oder Tofu, sondern in Form von Tempeh, Sojayoghurt oder fermentiertem Tofu gegessen. Um Reis, Getreide, Nüsse, Samen, etc. optimal zuzubereiten, werden diese mindestens eingeweicht und optimaler Weise angekeimt. Die Dauer unterscheidet sich von Nuss zu Nuss und Getreide zu Getreide. Eine übersichtliche Tabelle hat der gute Ben Greenfield freundlicherweise kostenlos auf seiner Webseite bereitgestellt: www.greenfieldfitnesssystems.com. Wichtig: Das Einweichwasser niemals zur weiteren Zubereitung verwenden sowie das eingeweichte Lebensmittel gut abwaschen. Um das Ergebnis zu optimieren, kann ein Schuss Essig oder Zitronensaft in das Einweichwasser gegeben werden. Eine zusätzliche Strategie neben dem Mindern der aufnahmebehindernden Phytinsäure ist es, Zutaten hinzuzufügen, welche die Aufnahme erhöhen. Studien zeigen, dass sogenannte ,,Fructooligosaccharide die Aufnahme von Mineralien in Vollkorngetreide verbessern11,12. Diese findet man beispielsweise in Knoblauch, Zwiebeln und Lauch. Im Fall von Eisen gibt es darüber hinaus noch den altbekannten Trick, durch die Zugabe von Vitamin C haltigen Lebensmitteln die Eisenaufnahme zu erhöhen13. Vitamin C haltige Lebensmittel sind Orangen, Zitronen, Paprika, Tomaten, Erdbeeren, Papaya, Grünkohl, Brokkoli und Blumenkohl. Frischer Wind Um Blähungen und Verdauungsbeschwerden zu lindern, hilft das zuvor besprochene Einweichen und ausreichende Kochen schon enorm. Zusätzlich kann die Zugabe von blähungsmindernden Kräutern und Gewürzen enorm helfen. Das umfangreiche ,,Handbook of Herbs and spices zählt dazu unter anderem schwarzen Pfeffer, Koriandersamen, Kardamom, Pfefferminze, Zimt, Curryblätter, Safran, Ingwer14, Petersilie15 und Kurkuma16. Es scheint also kein Zufall zu sein, dass Gewürzmischungen für indische Dhals oder asiatische Currys viele dieser Gewürze enthalten, weil deren Küche reich an Hülsenfrüchen und Reis ist. Dazu mag noch dazu kommen, dass das Verdauungssystem von Personen, die eine extrem ballaststoffarme Kost gegessen haben - wie es der durchschnittliche omnivore Esser tut - eine gewisse Zeit benötigt, um sich an die gesündere und ballaststoffreichere Kost zu gewöhnen. Eine von Beginn an korrekte Zubereitung der Vollwertprodukte durch Einweichen, Keimen, Fermentieren und Würzen erleichtert den Umstieg erheblich und sollte daher niemals vernachlässigt werden. An dieser Stelle noch der wichtige Hinweis: Hülsenfrüchte NIEMALS roh essen. Auch die gekeimten nicht! Niemals! Niemals! Egal was man in manchen Foren liest. Danke! Und jetzt? Was bedeutet das jetzt für unsere tägliche Ernährung? Zum Einen auf jeden Fall, dass es keinen Grund (außer Geschmack) für den Verzehr von Weißmehl, geschältem Reis, hellen Backwaren, etc. mehr gibt und du deiner langfristigen Gesundheit einen riesen großen Gefallen tust, auf Vollkornprodukte umzustellen. Wie wir aber ebenfalls gelesen haben, behindern gewisse Nährstoffe die Aufnahme von Mineralien, weswegen es sinnvoll wäre, Vollkorngetreide, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte einzuweichen, zu keimen, fermentieren und gut zu kochen. Ein anderer Weg wäre es, einfach insgesamt ein wenig mehr zu essen. Damit bekommst du trotz antinutritiver Nährstoffe genügend Mineralien und kannst von den durchaus vorhandenen gesundheitlichen Vorteile dieser sekundären Pflanzenstoffe profitieren. Und das Wichtigste überhaupt: Hab Spaß beim Essen, versuche dein Bestes um gesund zu sein und vermeide so viel Leid wie möglich durch deine tägliche Essensentscheidung. Dafür danke ich dir. Hilfreiche Quellen: 1. The Nutrition Society 2. Myles Nutrition Journal 3. The American Journal of Clinical Nutrition 4. American Journal of Epidemiology 5. European Journal of Clinical Nutrition 6. American Journal of Clinical Nutrition 7.  JAMA Internal Medicine 8. International Journal of Preventive Medicine 9. Watzl, B., Leitzmann, C. Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln. 10.  Journal of Food Chemistry 11. The Journal of Nutritional Biochemistry 12. The International Journal of Applied and Basic Nutritional Science 13. International Journal for Vitamin and Nutrition Research 14. Herbal Medicine: Biomolecular and Clinical Aspects 15. Journal of Traditional Chinese Medicine 16. Herbal Medicine: Biomolecular and Clinical Aspects Der Beitrag Vegane Ernährung: Vollgas Vollkorn – aber richtig! erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

10 einfache Tipps für mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit Teil 1: Vitamin D

6. Mai 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Der erste Tipp der 10-teiligen Reihe hat eigentlich noch gar nichts mit Essen zu tun, sondern setzt noch einen Schritt davor an. Aus meiner Sicht gibt es zweiSupplemente, die jeder vegan und vegetarisch lebende Mensch zu sich nehmen sollte, bevor er überhaupt überlegt, wie sein Speiseplan aussehen soll. Einmal das Vitamin D und einmal B12. Dies hat nichts damit zu tun, dass eine vegane Ernährung nicht natürlich ist und Supplemente braucht, sondern lediglich damit, dass unser gesamtes Leben ein ganzes Stück weit anders gestaltet ist, als das unserer Vorfahren aus vergangenen Zeiten. Das „Sonnenvitamin“ schützt vor Krankheiten und ist eine wichtige Basis eines gesunden Lebensstils. Im ersten Teil geht es um ein Vitamin, das eigentlich gar keines ist. Vitamin D ist ein Hormon, das im menschlichen Körper eine Fülle an Aufgaben erfüllt. Es ist an wichtigen Regulierungsvorgängen im Körper und den Zellen beteiligt. Ausreichend Vitamin D kann das Krankheitsrisiko erheblich beeinflussen. Wenn wir ausreichend Vitamin D aufnehmen, schaffen wir eine wichtige Basis für unsere Gesundheit. Und das Beste daran ist, dass es der Körper - unter Sonneneinstrahlung - ganz einfach selber produzieren kann. Und genau da liegt auch der Haken: Ohne ausreichend oberkörperfreie Zeit an der Mittagssonne während den wirklich sonnenreichen Tagen im Jahr ergibt sich schnell eine Unterversorgung, deren vielfältige Auswirkungen erst nach und nach bekannt werden. Während wir früher viel Zeit an der Sonne und der frischen Luft verbracht haben, verbringen wir heutzutage oft den Tag über in geschlossenen Räumen, die eine direkte Sonnenbestrahlung verhindern. Egal ob omnivor oder herbivor - die meisten Menschen in unseren Breitengraden erleben mit einer Extraportion Vitamin D eine Steigerung ihres Wohlbefindens und ihrer Vitalität.Wie viel man wirklich braucht und welche Handlungsempfehlungen sich daraus ableiten lassen, möchte ich nachfolgend beleuchten. Das ,,Sonnenvitamin Vitamin D gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine (diese sind A-D-E-K) und wird bei ausreichender UVB-Bestrahlung vom Körper selbst gebildet. Die Ernährung trägt mit 5-10 % nur einen unwesentlichen Teil zur Deckung des Tagesbedarfs bei. Dass die körpereigene Synthese bei unserer heutigen Lebensweise in den meisten Fällen nicht ausreicht, zeigt die nationaler Verzehrsstudie II, laut der mehr als zwei Drittel der Bevölkerung die Referenzwerte der täglich empfohlenen Dosis an Vitamin D nicht erreichen. Diese ist von Seiten der offiziellen Institutionen bereits sehr weit unten angesiedelt, weshalb die tatsächliche Unterversorgung womöglich noch weitaus gravierender ist. Die positiven Auswirkungen einer ausreichenden Vitamin-D-Zufuhr sind dabei sehr vielfältig. Wirft man einen Blick auf die relevante Literatur so scheint die Vitamin D Versorgung in Verbindung mit einer Vielzahl an Krankheitsbildern wie Dickdarmkrebs, Brustkrebs und Herz-Kreislauferkrankungen zu stehen, um nur einige zu nennen. Hierzu findet sich durchaus auch widersprüchliche Literatur, aber eine Tendenz lässt sich aus meiner Sicht bereits ableiten. Umstrittene Zufuhrempfehlungen Lebt man also nicht in einem der Teile der Welt mit kontinuierlichem täglichen Sonnenschein, rate ich zu einer Supplementierung mit Vitamin D3 in Tropfenform. Vitamin D3 wurde ursprünglich aus tierischen Substanzen synthetisiert, ist heutzutage allerdings auch vegan erhältlich. Eine erste Hürde nach der Auswahl des richtigen Präparats stellt allerdings auch die Frage nach der täglichen Dosis dar. Diese Schwierigkeit ergibt sich aufgrund stark abweichender Empfehlungen verschiedener Institutionen und unabhängiger Experten. Die offizielle Empfehlung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) liegt bei 20 Mikrogramm ( ug) pro Tag für Erwachsene bei fehlender Eigensynthese. Das entspricht 800 Internationalen Einheiten (IE). Der von mir überaus geschätzte Dr. Michael Greger empfiehlt (wie andere Experten auch) eine Supplementierung von 50 ug (2.000 IE) Vitamin D pro Tag. Diese Empfehlung deckt sich auch mit der eingangs erwähnten Metaanalyse zum Dickdarmkrebsrisiko, bei der 25 - 50 ug (1000-2000 IE) als ungefährlich und gesundheitlich vorteilhaft eingestuft wurden. Wie wirksam einzelne Präparate sind und ob die tägliche Dosis zu hoch oder zu niedrig ist, verraten in Wahrheit erst die Laborwerte. Der aussagekräftigste Parameter ist aus meiner Sicht die Speicherbestimmung mit Hilfe des Calcidiol-Werts (25-OH-D oder auch 25-OH-Cholecalciferol genannt). Das amerikanische ,,National Institute of Health“ (NIH) spricht von einer optimalen Versorgung bei einem 25-OH-D-Wert von 50-125 nmol/­­L (entspricht 20-50 ng/­­mL), wobei aus meiner Sicht der optimale Wert im oberen Drittel dieser Spanne (ab 100 nmol/­­L) zu suchen ist. Ein guter Weg erscheint mir, eine Blutprobe zu entnehmen, um den Status Quo des 25 (OH)D Serumwertes zu erfahren. Dieser kann bereits einen guten Anhaltspunkt für die tägliche Einnahmemenge darstellen. Meine Empfehlung lautet daher: – Ich empfehle zu Beginn den sicheren Weg mit einer Zufuhr von 50 ug (=2.000 IE) mit einem Vitamin D3-Präparat in Tropfenform zu gehen. Diese Empfehlung übersteigt keinen der ,,Upper Level der Ernährungsgesellschaften und Empfehlungen und ist daher mit Sicherheit unbedenklich. – Sollte bei dieser täglichen Gabe ein Level an 25-OH-Cholecalciferol im Serum von 100-125 nmol/­­L (40-50ng/­­mL) erreicht werden, halte ich diese Dosis nach meinem aktuellen Kenntnisstand für ausreichend. Sollte dieser Wert auch nach wiederholter Kontrolle in ausreichenden zeitlichen Abständen nicht erreicht werden, erachte ich eine progressive Steigerung in 25- ug-Schritten (1000 IE) für angemessen bis zum Erreichen des gewünschten Wertes. Diese Maßnahme sollte aber unter Aufsicht eines Arztes geschehen. Anmerkung: Die hier besprochenen Werte und Empfehlungen gelten als Präventivmaßnahmen zur Vorbeugung von Erkrankungen. Die Zufuhrempfehlung kann bei erkrankten Personen variieren. Ebenso gilt diese Empfehlung lediglich für Erwachsene Menschen. Der Bedarf von Schwangeren, Stillenden, Kindern und Senioren kann davon abweichen. Dieser Artikel gilt als Hilfestellung und ersetzt nicht den Rat eines Arztes. Er spiegelt meinen aktuellen Kenntnisstand nach bestem Wissen und Gewissen wider. Nichtsdestotrotz befindet sich sowohl die Wissenschaft generell, als auch mein persönlicher Wissensstand in einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, so dass nicht auszuschließen ist, dass sich die hier besprochenen Werte und Empfehlungen zukünftig ändern können. Der Beitrag 10 einfache Tipps für mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit Teil 1: Vitamin D erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

High Carb ist das neue Low Carb (2/2)

14. Mai 2017 Deutschland is(s)t vegan 

High Carb ist das neue Low Carb (2/2)Im ersten Teil meines Artikels haben wir bereits davon erfahren, was internationale Ernährungs- und Gesundheitsgesellschaften von „Low Carb“ und „High Carb“ Ernährungsformen halten. Außerdem haben wir  einen Blick darauf geworfen, wie sich jene Bevölkerungsgruppen auf unserem Planeten ernähren, die am längsten und gesündesten leben und haben einen Blick zurück in die Geschichte und die Ernährungsweisen früher Hochkulturen geworfen. Viele Dinge sprechen im Rahmen dieser Betrachtungen dafür, seine Ernährung auf der Basis von vollwertigen Getreiden, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst aufzubauen und den Anteil tierischer Produkte auf ein Minimum zu reduzieren oder gänzlich zu streichen. Im zweiten Teil werden wir erfahren, dass vollwertige Kohlenhydrate nicht nur ohne Gefahren verzehrt werden können, sondern diese auch einen wertvollen Teil zur Prävention jener Krankheiten beitragen können, mit deren Entstehung manche Menschen sie fälschlicherweise in Verbindung bringen. Dass man mit einer kohlenhydratbetonten, vollwertigen pflanzlichen Ernährung mit niedrigem Fettgehalt Diabetes nicht nur effektiv vorbeugen, sondern ihn in manchen Fällen sogar reversieren kann, hat Dr. Neal Barnard vom PCRM bereits mehrfach gezeigt. Und wie Dr. Ludwig Manfred Jacob in seinem letzten Buch richtigstellt, sind es übrigens nicht nur die Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel und damit auch den Insulinspiegel erhöhen, sondern auch sogenannte insulinogene Aminosäuren in (tierischen) Proteinen. Das spiegelt sich im sogenannten ,,Food Insulin Index wieder, der zeigt, dass die Insulinausschüttung nach dem Verzehr eines Steaks höher ist als nach einer Portion Pasta. Den größten Insulinausstoß verursachen dabei tierische Proteinträger in Kombination mit schnell verfügbaren Kohlenhydraten. Ein Beispiel dafür wären Steak mit Kartoffeln oder Joghurt mit Früchten. Vielleicht sollten wir also unsere Diabetesrichtlinien nochmals überdenken und uns nicht mehr nur auf die Reduktion von Kohlenhydraten fokussieren? Vollwertige pflanzliche Ernährungsform – die Standardkost für Jeden? Aber nicht nur Diabetes, sondern auch Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose) werden durch eine fett-protein-betonte Ernährungsweise verstärkt. Sogenannte ,,arteriosklerotische Plaques können sich unter dieser Ernährungsform verstärkt an den Gefäßwänden bilden und führen so im Laufe der Zeit zu Gefäßverengungen, diese dann, je nach Körperregion, zu Schlaganfällen oder Herzinfarkten führen können. Wann immer mir jemand von einer neuen Spitzendiät erzählt, die Wunder bewirken soll, frage ich zuerst die einzig wichtige Frage, die Dr. Greger so treffend formuliert hat: Hat diese neue Wunderdiät denn in Studien belegen können, dass sie die weltweit häufigste Todesursache stoppen und umkehren konnte? Wenn die Antwort ,,Nein oder ,,Ich weiß nicht lautet, müssen wir gar nicht erst weiter darüber sprechen. Denn genau diesen Effekt, das Stoppen und Umkehren koronarer Herzerkrankungen, konnten Mediziner wie Dr. Dean Ornish und später Dr. Caldwell Esselstyn mit einer rein pflanzlichen Ernährung bewirken. Und bis nicht gezeigt wurde, dass auch andere Ernährungsformen das Gleiche bewirken können, gebe ich Dr. Michael Greger völlig recht, wenn er sagt, dass die vollwertige pflanzliche Ernährungsform die Standardkost für jeden Menschen sein sollte. Denn wir sterben hier in den Industrieländern an Erkrankungen, an denen in anderen Teilen der Welt so gut wie niemand stirbt. Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr Menschen an Ihrem Frühstück, Mittagessen und Abendbrot als bei Verkehrsunfällen. Vielleicht sollten wir neben den richtigen Sicherheitsmaßnahmen im Verkehr also auch einige Maßnahmen beim Essen treffen und damit nicht nur vielen Familien den Verlust einer geliebten Person, sondern auch unserer Gesellschaft vermeidbare Kosten in Millionenhöhe im Gesundheitswesen ersparen. Universallösung Pfanzenkost? Das Schöne ist, dass die selbe Ernährung, die bewiesenermaßen Herzerkrankungen vorbeugen und stoppen kann, die selbe Ernährung ist, die Diabetes Mellitus Typ II optimal vorbeugen und in manchen Fällen reversieren kann. Die selbe Ernährungsform kann darüber hinaus unser Risiko drastisch reduzieren, an Alzheimer und einer Vielzahl an kanzerogenen Erkrankungen (Krebs) zu erkranken. Und die selbe Ernährungsweise kann darüber hinaus wesentlich ökonomischer und umweltfreundlicher Nahrungskalorien bereitstellen und so einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung leisten und die limitierten Ressourcen unseres Planeten optimal nutzen. Klimawandel, Welthunger und chronische Erkrankungen haben weit mehr miteinander gemeinsam, als viele Menschen auf den ersten Blick denken würden. Und wir müssen keine neuen Technologien erfinden oder riesengroße Einschränkungen in unserem Alltag in Kauf nehmen, um eine nachhaltige Veränderung zu bewirken. Das Einzige, was wir tun müssen, ist tierische Produkte aus unserem Speiseplan zu streichen oder zumindest stark zu minimieren. Wir haben das mächtigste Werkzeug zur Rettung unseres Planeten in den eigenen Händen: Messer und Gabel. Obst enthält ,,böse Kohlenhydrate in Form von Fruchtzucker? In Summe kann man also grob sagen, dass ,,Low Carb-Ernährungsformen die richtigen Lebensmittel verbieten und zum Konsum der falschen Lebensmittel raten. Natürlich gibt es auch gesunde Low Carb Lebensmittel wie Avocados, Samen, etc. und es gibt ungesunde High Carb Lebensmittel wie Weißmehlbrötchen oder Softddrinks. Aber ich denke, wir haben mittlerweile gesehen, was ich meine, wenn ich von vollwertiger High-Carb-Ernährung spreche. Dr. Atkins rät in seiner Ernährungspyramide leider sogar dazu, selbst den Konsum von Obst auf ein Minimum zu reduzieren, da ja auch Obst ,,böse Kohlenhydrate in Form von Fruchtzucker enthält. Doch hat uns eine der größten, umfangreichsten und teuersten Studien der Welt, die „Global Burden of Disease Study, die von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert wurde, gezeigt, dass der Konsum von zu wenig Obst im Jahr 2010 in den USA der häufigste ernährungsbedingte Grund für Invalidität und Mortalität war. Wir erinnern uns, dass Bewegungsmangel lediglich Platz sechs belegt hat. Mit Bewegung Sünden leisten? Ich lese aber viel häufiger den Ratschlag, dass wir uns doch einfach nur etwas mehr bewegen sollen, dann könnten wir uns ein paar Ernährungssünden schon leisten. Doch dass man eine schlechte Ernährungsweise nicht wegtrainieren kann, würde uns auch der bereits verstorbene Pionier des Joggens bestätigen: James F. Fixx gilt als Mitbegründer dessen, was wir als ,,Laufen gehen oder ,,Joggen bezeichnen. Der früher stark übergewichtige Mann konnte durch das Laufen erfolgreich sein Äußeres verbessern, was aber nichts an den arteriosklerotischen Ablagerungen an seinen Herzkranzgefäßen änderte, die sich durch seine Ernährung gebildet hatten und ihn 1984 im Alter von nur 52 Jahren einen tödlichen Herzinfarkt bescherten. Doch selbst junge und gut trainierte Menschen scheinen nicht vor Arteriosklerose gefeit zu sein, wenn sie sich falsch ernähren. Wie eine Autopsie von gefallenen US Soldaten während dem Korea-Krieg ergab, hatten bereits ein Drittel der Soldaten mit mitte zwanzig Ablagerungen an ihren Arterienwänden, die sich im Falle ihres Weiterlebens von Jahrzehnt zu Jahrzehnt verstärkt hätten. Einige von Ihnen hatten trotz ihrer guten Fitness bereits so starke Ablagerungen, dass einige ihrer Arterien bereits zu 90 % von Plaques verschlossen waren. Herzinfarkte und Schlaganfälle, genau so wie viele Krebserkrankungen, entstehen unbemerkt über Jahrzehnte und ein trainiertes Äußeres sagt wenig über den Zustand unserer Gefäße aus. Ich begrüße es zwar sehr, dass Anhänger der Paleo-Ernährung großen Wert auf Sport und körperliche Betätigung legen, fürchte aber, dass das alleine nicht ausreichen wird, um die Folgen ihrer Ernährung zu kompensieren. Der Naturalistische Fehlschluss Außerdem verbieten Paleo und Low Carb sämtliche Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte, weil diese ja nicht in der Altsteinzeit verfügbar waren bzw. ,,böse Kohlenhydrate sind. Dieser ,,Naturalistische Fehlschluss, dass der Konsum von Getreide und Hülsenfrüchten schlecht wäre, weil sie keine ,,natürliche und ,,ursprüngliche Nahrungsquelle unserer frühesten Vorfahren waren, führt leider dazu, dass diese Ernährungsweisen zwei der gesündesten Lebensmittelgruppen überhaupt auslassen. Dass es auch Funde gibt, die nahelegen, dass auch der Getreideverzehr schon vor mehr als 10.000 Jahren weit vor dem sesshaft werden und dem Ackerbau praktiziert wurde, sei hier nur am Rande erwähnt. Aber selbst, wenn wir tatsächlich „nur“ seit etwas mehr als 10.000 Jahren, seit der „Neolithischen Revolution“, Getreide verzehren, ist dies kein Grund gegen den Getreideverzehr. Diese Beharrlichkeit auf Natürlichkeit ist generell ein Problem. Denn nur weil etwas natürlich ist, ist es nicht automatisch gut und nur weil etwas unnatürlich ist, ist es nicht automatisch schlecht. Wir leben in einer Welt, in der wir andauernd unnatürliche Dinge tun. Wir fahren Autos, tragen Schuhe, benutzen Handys, wohnen in Wohnungen und benutzen Toilettenpapier. Aber beim essen sollen wir dann wieder zurück in die Steinzeit? Ein Aber was ist mit Gluten im Getreide? Nunja, wenn du zu den paar Prozent der Bevölkerung gehörst, die Zölliakie, eine Glutensensitivität oder Ähnliches haben, dann wäre die Empfehlung Hirse, Buchweizen, Quinoa, Amaranth, Mais, Reis, etc. zu verzehren. Für alle anderen spricht nichts gegen den Verzehr von Dinkel, Roggen, Hafer und anderen glutenhaltigen Getreiden. Nur weil ein geringer Teil der Bevölkerung etwas nicht verträgt, heißt das nicht, dass niemand diese Lebensmittel verzehren solle. Für einen starken Erdnussallergiker sind Erdnüsse sogar tödlich und trotzdem würde niemand auf die Idee kommen zu sagen, dass niemand Erdnüsse essen sollte. Wer immer noch einen Schreck nach dem Lesen von ,,Weizenwampe oder ,,Dumm wie Brot hat, muss sich noch etwas gedulden, bis ich in einem der nächsten Artikel bespreche, warum beide Bücher nicht mehr als gute Beispiele dafür sind, wie man Fakten extrem gut biegen kann, so dass man aus einem durchaus wahren Kern ein Konstrukt baut, welches die eigentliche Grundaussage komplett verdreht und für unnötige (aber lukrative) Kontroverse sorgt. Werden wir alle belogen? Aber eine Sache bleibt ja trotzdem noch zu klären: Wenn tierische Produkte so nachteilig auf unsere Gesundheit wirken, warum empfehlen dann nicht alle führenden Ernährungsgesellschaften, dass wir den Konsum von tierischen Produkten nicht zumindest stark reduzieren? Und die Antwort lautet: Sie tun es doch schon seit Jahren! Es gibt in dieser Sache allerdings ein kleines Problem. Eigentlich gibt es sogar mehrere Probleme. Zum einen empfiehlt eine Ernährungsgesellschaft anhand der verfügbaren Wissenschaft das, was sie für die Bevölkerung für machbar und damit den besten Kompromiss hält. Wenn man davon ausgeht, dass Menschen sich ohnehin nicht gerne etwas verbieten lassen, ist es vielleicht schlauer, zumindest zum ,,gemäßigten Verzehr anstatt zum Verzicht von ungesunden Produkten aufzurufen, damit man überhaupt noch Gehör findet. Oder woher stammen die Empfehlungen von maximal 30 % der Nahrungskalorien von Fett in vielen Ernährungsempfehlungen sonst? Diese fußen nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, die eine Fettzufuhr in dieser Höhe für ideal halten, sondern zeigen auf, was der vermutlich machbare Kompromiss wäre, den man der Bevölkerung zutraut. Denn die Literatur rechtfertigt keinen Gramm an Transfettsäuren, raffiniertem Zucker oder isolierten Ölen. Aber im Rahmen unserer deutschen Mischkost wäre es tatsächlich unrealistisch diese komplett zu verbieten und so versucht man es mit schrittweisem Reformismus. Auch die offiziellen Empfehlungen von 0,8 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht werden in Deutschland im Durchschnitt um mehr als die Hälfte übertroffen und stammen zu großen Teilen aus tierischen Quellen, obwohl die Wissenschaft ziemlich eindeutig in Bezug auf die Risiken eines zu stark erhöhten Verzehrs an (tierischen) Proteinen ist. Und dann ist da natürlich noch die Wirtschaft, die mal mehr und mal weniger Einfluss auf offizielle Empfehlungen hat, aber niemals völlig unbeteiligt ist. Die Furcht vor Veränderung Das mag erklären, warum nur mit wenig Nachdruck einige Erkenntnisse in der Ernährungswissenschaft an die Öffentlichkeit getragen werden. Aber die Bevölkerung will es ja auch gar nicht hören. Man erinnere sich nur an Oktober 2015, als die Meldung der WHO erschien, dass rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukt vermutlich krebserregend sind. Wurde der WHO und der Internationalen Krebsforschungsagentur für die offene Informationsbereitstellung gedankt? Ganz im Gegenteil ging ein Aufschrei der Empörung durch Deutschland, dass man sich nicht seine Wurst verbieten lasse als ginge es dabei um ein Menschenrecht. Jeder kleine Bericht, der versuchte, die Ergebnisse zu relativieren wurde dabei dankend aufgenommen und hochgespielt. Dieses und weitere Beispiele zeigen uns die Macht dessen, was Dr. Melanie Joy als Confirmation Bias bzw. Tolstoy Syndrome beschreibt. Nämlich das Phänomen, dass wir neue Informationen unbewusst filtern und jene selbst verstärken, die unserem eigenen Glauben entsprechen und jene unbewusst schmälern, die gegen das eigene Wertesystem gehen. Und am Ende des Tages wollen wir uns selbst einfach bestätigt fühlen und mögen nichts weniger, als vertraute Handlungen zu hinterfragen, die ja so ,,normal, natürlich und notwendig sind und schon immer so gemacht wurden. Aber darf das die Wissenschaft überhaupt? Dürfen der Bevölkerung so wichtige Informationen vorenthalten werden? Im Grunde werden sie den Leuten gar nicht vorenthalten, wenn man ein bisschen zwischen den Zeilen lesen kann: Ernährungsempfehlungen werden nämlich oft etwas verschachtelt formuliert, um ja nirgends anecken zu können. Denn während ganz klar bei jeder Gelegenheit betont wird, dass man ,,mehr Obst und Gemüse und vollwertige Getreide essen soll und damit jene Lebensmittelgruppen ganz klar benennt, von denen man mehr essen soll, sieht es bei jenen Lebensmitteln, die man weniger oft verzehren soll, ganz anders aus. Hier ist dann die Rede von weniger gesättigten Fetten und weniger Cholesterin. Worin stecken aber die größten Mengen an gesättigten Fetten und Cholesterin? Richtig: In tierischen Produkten. Warum das Kind dann nicht beim Namen genannt wird und von weniger Fleisch, Fisch, Eiern, Milch und Käse gesprochen wird, ist wohl eher ein politisches und wirtschaftliches als ein ernährungswissenschaftliches Thema. Fazit? Alles eine Frage der Perspektive? Aber bitte wissenschaftlich! In diesem Sinne hoffe ich, etwas Klarheit in diese Thematik gebracht zu haben. Ich kann nicht oft genug betonen, dass meine Ernährungsratschläge nicht dadurch geprägt sind, dass ich Tiere super niedlich finde und deshalb nicht möchte, dass sie jemand isst (was ich natürlich trotzdem nicht möchte), sondern in erster Linie von den überwältigenden Fakten von Seiten der Ernährungswissenschaft. Auch ich habe vor dem Beginn meines Bachelorstudiums der Ernährungsberatung auch noch jede Menge Quark, Eier, Hirtenkäse und Parmesan gegessen und konnte mir ein Leben ohne diese Produkte gar nicht vorstellen. Außerdem war ich fest davon überzeugt, dass diese auch wichtig für meine Gesundheit wären. Aber wie Dr. Neal Barnard treffend anmerkt, können sich unsere Geschmacksnerven innerhalb weniger Wochen an neue Geschmäcker gewöhnen und alte Geschmäcker ,,verlernen. Und so merkt man nach wenigen Wochen bereits, dass das Leben auch ohne Parmesan lebenswert ist. Warum wiederholen trotz all dieser wissenschaftlichen Beweise immer noch so viele Menschen gebetsmühlenartig die immer selben Falschinformationen über gesättigte Fette und tierische Produkte? Neben einer Gruppe an Personen, die eindeutige finanzielle Interessen an dem Verzehr von tierischen Produkten hat, ist es vor allem eine Sache, die Dr. John McDougall gut auf den Punkt bringt: „Menschen lieben es, gute Dinge über ihre schlechten Gewohnheiten zu hören.“ Zwei Stunden FOOD COACHING mit Niko gewinnen! Viele unserer Leser beschäftigen sich mit dem Thema Ernährung und streben nach einer gesunden, pflanzenbasierten Lebensweise. Wir möchten euch stets dabei unterstützen und bieten einem von euch ein individuelles Food Coaching mit Niko Rittenau. Du möchtest teilnehmen? Dann hinterlasse einen netten Gruß hier oder bei Facebook unter dem Post und schreibe Niko eine persönliche Nachricht, was dein Thema ist und wie Niko dir im Coaching helfen kann. Deine Mail bitte direkt an: kontakt@nikorittenau.com Niko sichtet alle Anfragen und wählt eine Person aus und schreibt dieser Person eine persönliche Nachricht. Das Coaching wird per Telefon oder Online stattfinden. Hinweis: Das Gewinnspiel beginnt ab sofort und endet am am 21.05.2017 um 9 Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird ab dem 21.05.2017 nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und informiert. Die Geschenkaktion steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Gewinnberechtigt ist jeder Facebook User ab 18 Jahren aus Deutschland, der unsere Geschenkaktionanweisungen befolgt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Deine Daten werden ausschließlich im Rahmen der Geschenkaktion genutzt, um die Gewinner zu ermitteln und zu informieren.   Der Beitrag High Carb ist das neue Low Carb (2/­­2) erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

High Carb ist das neue Low Carb (1/2)

8. April 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Kohlenhydrate machen dick, verursachen Diabetes und sind neben mangelnder Bewegung einer der Hauptgründe für viele andere ,,Wohlstandskrankheiten, so sagt man zumindest. Dass Inaktivität, also mangelnde Bewegung, allerdings selbst in bewegungsarmen Ländern wie den USA im Jahr 2010 lediglich Platz 5 bei den führenden Todesursachen und Platz 6 bei den führenden Ursachen für Invalidität erzielte, sollte uns bereits neugierig machen, was denn der bedeutendste Risikofaktor für einen frühzeitigen Tod bzw. Invalidität ist. Und die Antwort lautet: unsere Ernährung. In Teil eins widmen wir uns der Frage, wie überhaupt der Hype um „Low Carb“ entstanden ist, warum manche Menschen wieder wie in der Altsteinzeit leben möchten und was internationale Ernährungsgesellschaften dazu sagen. Natürlich ist ein gesundes Maß an Bewegung wichtig, aber nichts in unserer Macht stehende wird so sehr darüber entscheiden, wie gesund wir bleiben, wie die tägliche Entscheidung, was wir essen. Dr. Michael Greger benennt die drei größten Risikofaktoren für unsere Gesundheit folgender Maßen: Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Diese mit einem Augenzwinkern getätigte Aussage hat einen wahren Kern: Während zwar die Rate an mangelernährten Menschen Stück für Stück rückläufig ist, ist an ihre Stelle eine ganze Reihe an Überflusserkrankungen getreten, die uns selbst viele Lebensjahre und unser Gesundheitssystem viele Millionen Euro kosten und im Grunde vermeidbar wären, wenn wir anders essen würden. Begib dich auf deine eigene Recherche Ich weiß, dass man sich im Leben nicht über alles Gedanken machen kann und dies auch nicht muss. Es ist vernachlässigbar, ob wir nun einen Vitamix oder einen Bianco Hochleistungsmixer kaufen oder einen Laptop von Apple oder HP kaufen. Natürlich mag es sein, dass der eine besser als der andere ist, aber beide werden ihren Job erledigen. Genauso wie es die meisten anderen alltäglichen Dinge tun werden. Jeder Fernseher wird uns die Abendnachrichten zeigen und jeder MP3-Player unsere Lieblingsmusik abspielen. Beim Kauf all dieser Dinge kann man sich auch von mir aus auf die Reviews auf einem Portal wie Amazon verlassen. Aber wenn es um unsere Ernährung und damit um unsere eigene Gesundheit geht, würde ich vorschlagen, dass wir uns selbst eigenständig darüber informieren und uns nicht darauf verlassen, was wir als Kinder beigebracht bekommen oder wir in irgendeinem Forum, Blogpost oder Buch gelesen haben. Das gleiche gilt auch für diesen Artikel: Glaub nicht einfach, was du hier liest, sondern begib dich auf deine eigene Recherche und informiere dich so akribisch darüber, als würde dein Leben davon abhängen. Denn im Grunde tut es das auch. High Carb VS Low Carb Natürlich geht es bei Ernährung um Geschmack. Aber es geht auch um die Zukunft unseres Planeten und seinen limitierten Ressourcen. Und es geht um das Leben von Milliarden Lebewesen, die wir essen und Millionen weitere, die an den Folgen des Konsums dieser Lebewesen erkranken und sterben. Daher schlage ich vor, dass wir die grundlegendste aller Ernährungsfragen etwas ausführlicher beleuchten: Sollte die Basis unserer Ernährung pflanzlich und damit kohlenhydratbetont sein oder ,,Low Carb mit jeder Menge tierischer Produkte, wie es viele Fitness-YouTuber ohne irgendeine akademische Ausbildung im Ernährungsbereich vorschlagen? Low Carb rein pflanzlich? Das ist Quatsch! Manche Leute würden vorschlagen, dass man ja auch ,,Low Carb rein pflanzlich essen kann und es wurden sogar Bücher zu diesem Thema verfasst, aber das ist Quatsch. Der Hauptmakronährstoff der meisten pflanzlichen Lebensmittel sind Kohlenhydrate und wenn wir uns isokalorsich, also kaloriendeckend, vegan ernähren möchten und abgesehen von purem Öl, Avocados, Oliven und einigen sehr fettreichen Samen auch noch andere Dinge essen wollen, betreiben wir bereits keine ,,Low Carb Ernährung mehr. ,,Low Carb Vegan ist also schon fast ein Oxymoron, weil diese Begrifflichkeiten sich gegenseitig widersprechen. Die Kategorien ,,High Carb und ,,Low Carb sind natürlich viel zu sehr vereinfacht. Es gibt wie erwähnt sehr gesunde ,,Low Carb-Lebensmittel wie Avocados, Nüsse, Samen und einige weniger gesunde ,,High Carb-Lebensmittel wie Lollies oder Zimtschnecken. Wenn ich von ,,High Carb spreche, dann spreche ich aber nicht von Weißmehlbrötchen, heller Pasta und Süßigkeiten, sondern von einer Ernährung, deren Basis vollwertige Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Obst und Gemüse sind. All diese Lebensmittel enthalten den Großteil ihrer Kalorien in Form von Kohlenhydraten und können so dieser Ernährungsform zugeordnet werden. Diese Lebensmittelgruppen bildeten auch die Grundlage der Nahrung aller Menschen der vergangenen Jahrhunderte, die in den sogenannten ,,Blue Zones gelebt haben. Diese ,,Blue Zones bezeichnen Teile auf der Welt, in denen Menschen überdurchschnittlich alt werden und selbst im hohen Alter noch körperlich aktiv und gesund sind. Zu diesen Zonen gehören unter anderem Okinawa (Japan), Sardinien (Italien), Nicoya (Costa Rica), Ikaria (Griechenland) und die Siebenten-Tages-Adventisten in Loma Linda (Kalifornien). Alle ,,Blauen Zonen sind geprägt von einer Ernährungsweise, die entweder auf Getreide oder stärkehaltigen Wurzeln und Hülsenfrüchten aufbaut und zu einem überwiegenden Teil pflanzlich ist. Also das genaue Gegenteil jeder Paleo-, Atkins- oder anderer ,,Low Carb-Ernährungsweisen. Anhänger der Steinzeitdiät beziehen sich in ihren Ausführungen stets auf die Ernährungsweise in der Altsteinzeit vor über 10.000 Jahren und geben diese als Vorbild für eine gesunde Ernährungsweise an. Abgesehen von der Tatsache, dass es gar keine einheitliche Steinzeiternährung gab, weil diese je nach klimatischen Bedingungen in vielen Teilen der damaligen Welt anders zusammengestellt war, wurden zu dieser Zeit auch keine Langlebigkeitsphänomene beobachtet und generell hatten Menschen in der Altsteinzeit wenig vorzuweisen, was sie zu einem geeigneten Vorbild für unsere aktuelle Bevölkerung macht. Ob der Großteil der Menschen in der Altsteinzeit tatsächlich auch nur im Ansatz so viel Fleisch gegessen hat, darf darüber hinaus auch angezweifelt werden. Wieso orientieren wir uns aber überhaupt an ihnen und nicht eher an den Bewohnern der ,,Blue Zones? Hochkultur oder Höhlenmensch? Wenn wir unbedingt weiter zurück in die Geschichte blicken möchten, dann rate ich aber auch dazu, nicht gleich in die Altsteinzeit zu gehen, sondern lediglich ein paar tausend Jahre zurück zu all den Hochkulturen dieses Planeten. Jede Hochkultur in der späteren Evolution des Menschen konnte sich nur aufgrund des Ackerbaus und der damit verbundenen Sicherstellung der Nahrungsversorgung zu eben dieser entwickeln. Wie der Artgenosse in seinem großartigen YouTube-Video ,,Hey Veganer, Fleisch hat uns intelligent gemacht auf den Punkt bringt, war es weniger das Fleisch, sondern zu Beginn eher das Erhitzen der Nahrung und später der Ackerbau, der unser Überleben sichern konnte. Es mag sein, dass auch die Jagd an sich und das damit verbundene agieren und kommunizieren in der Gruppe dazu beigetragen hat, dass sich unser Gehirn weiterentwickelt hat. Aber auch diese Evolution scheint mittlerweile abgeschlossen zu sein und selbst wenn Fleisch zu irgendeinem Zeitpunkt eine Rolle in der Evolution des Menschen gespielt hat, hat es für die Gegenwart keine Relevanz mehr. Wir werden nicht mehr intelligenter, wenn wir weiterhin Fleisch essen und wir entwickeln uns auch nicht zurück, wenn wir damit aufhören. Der reine Nährwert von Fleisch ohne entsprechende genetische Veranlagung und andere Einflussgrößen kann ohnehin kaum zu einer Entwicklung wie jener des Menschen führen. Denn wenn Fleisch alleine so viel bewirken könnte, würden Löwen und andere Raubtiere heute ebenfalls ähnlich schlau wie wir sein. Aber zurück zu den Hochkulturen, die wie wir komplexe soziale Strukturen, Schrift, Sprache und Kalenderwesen hatten und damit wesentlich weiter entwickelt waren als Menschen in der Altsteinzeit. Jede Hochkultur hat Ackerbau betrieben und sich dementsprechend kohlenhydratbetont ernährt. Gesättigte Fette, Cholesterin, Östrogenen & andere Wachstumshormone Der über Jahrtausende hinweg anhaltende Verzehr von stärkehaltigen Getreiden und Wurzeln hat außerdem dazu geführt, dass wir Menschen von allen Tieren den höchsten Gehalt an Amylase im Speichel und im Verdauungstrakt aufweisen. Das erleben wir ja auch beim Konsum von Milch, die viele skandinavische Bevölkerungsgruppen heute besser spalten können als andere Bevölkerungen, die historisch nie oder sehr selten im Erwachsenenalter getrunken haben. Im Gegensatz zum Getreide kommt die Milch allerdings mit jeder Menge gesättigter Fette, Cholesterin, Östrogenen und anderen Wachstumshormonen im Paket, an welche sich unser Organismus nicht im selben Maße adaptieren konnte und von daher würde ich trotzdem weiterhin von Milch abraten. Aber zurück zur Amylase. Amylase ist ein stärke-spaltendes Enzym, welches uns erlaubt, die Stärke im Getreide abzubauen und damit für uns verwertbar zu machen. Wenn wir physiologisch dazu gemacht wären, kohlenhydratarm bzw. ohne Getreide zu leben, warum sollten wir dann so beachtliche Mengen dieses Enzyms im Körper haben? Wie uns die Geschichte zeigt, wurden seit jeher Getreide im Orient, Reis in Ost-Asien, Mais in Mittelamerika und Kartoffeln in den Anden angebaut und als Grundnahrungsmittel verzehrt. Im Rahmen der Evolution passen sich Lebewesen an die Bedingungen der Außenwelt an. Und so haben wir über die Jahrtausende hinweg die Fähigkeit entwickelt, optimal mit einer kohlenhydratreichen Ernährung zu funktionieren. Vitamin C in vielen Obst- und Gemüsesorten Im Gegensatz zu ,,richtigen Fleischessern können Menschen auch Vitamin C nicht selbst bilden und sind dadurch auf die Zufuhr von Vitamin C durch die Nahrung angewiesen. Während Muskelfleisch, Milch und Eier beinahe frei von Vitamin C sind, finden wir dieses Vitamin in großer Menge in vielen Obst- und Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika, Orangen, Zitronen, etc. Wenn wir also dem Beispiel der Paleoanhänger folgen und einen Blick zurück in die Geschichte werfen, kommen wir unweigerlich zum Ergebnis, dass sowohl jede Hochkultur unserer Geschichte als auch jene Bevölkerungsgruppen mit den meisten Hundertjährigen stets eine pflanzenbasierte, kohlenhydratreiche Ernährungsweise praktiziert haben. Warum sollten wir also etwas anderes tun? Aber der Mensch brauch doch Proteine?! Ja, der Mensch benötigt auch Proteine für seine Entwicklung. Die Frage ist aber eher, ob er tatsächlich so viel davon braucht, wie uns die Werbung und andere Medien suggerieren. Dass die menschliche Muttermilch im Gegensatz zu allen anderen Muttermilchsorten von Kuh, Schaf und Ziege über Ratte und Katze einen im Durchschnitt doppelt bis dreifach so hohen Kohlenhydratgehalt und nur einen viertel bis halb so hohen Proteingehalt hat, legt den Schluss nahe, dass wir Kohlenhydrate sehr gut verwerten können und diese auch in großer Menge brauchen. Außerdem zeigt es uns, dass die Rolle von Protein wohl ein wenig überschätzt wird. Immerhin ist die Muttermilch jenes Lebensmittel, dass sich in der Evolution am besten an die Bedürfnisse des Menschen angepasst hat und einen Menschen in jener Zeit, in der das schnellste Wachstum erfolgt, optimal versorgt. Wenn man besonders ,,natürlich leben möchte, kann man außerdem mal versuchen, mit seinen von der Natur gegebenen ,,Klauen und ,,Reißzähnen ein beliebiges Tier zu erlegen, ihm das Fell abzuziehen und seine Organe und sein Fleisch zu verzehren. Das wird zum einen ziemlich schwierig werden und zum anderen nicht besonders lecker schmecken. Man könnte aber auch die ,,natürlichen Instinkte eines Kleinkindes testen und es zusammen mit einem Kaninchen und einem Apfel unter Aufsicht in einen Raum geben. Wenn das Kleinkind dann hungrig wird, können wir ja testen, ob es mit dem Apfel spielt und das Kaninchen isst oder umgekehrt. Um eine Kontrollgruppe zu erhalten, können wir den Versuch dann auch mit einem jungen Löwen durchführen und testen, wen das Löwenbaby essen wird. Dann werden wir Zeuge von natürlichen Instinkten. Ernährungsempfehlungen bilden vollwertige Getreide, Gemüse und Obst Aber auch wenn wir den Blick weg von der Geschichte und unseren physiologischen Merkmalen hin zu unserer heutigen Zeit richten, gleicht sich das entstehende Bild. Wenn wir uns daran orientieren, was nationale und internationale Ernährungsgesellschaften raten, kommen wir ebenfalls zu einem Bild, das nicht weiter von einer ,,Low Carb- Ernährung entfernt sein könnte. Egal ob wir die Ernährungspyramide bzw. den Ernährungskreis der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) oder die ,,My Plate-Richtlinien der AND (Academy for Nutrition and Dietiteics) betrachten, werden wir stets sehen: Die Basis der Ernährungsempfehlungen bilden in beiden Fällen vollwertige Getreide, Gemüse und Obst. Die ,,My Plate-Richtlinien sind außerdem die weltweit ersten Ernährungsrichtlinien einer offiziellen (und der weltweit größten) Ernährungsgesellschaft, die keine explizite Empfehlung für irgendeine Art von Fleisch aussprechen. Sie empfehlen lediglich eine ,,Protein-Kategorie und überlassen es dabei der einzelnen Person, ob es sich dabei um pflanzliches oder tierisches Protein handelt. Eine ,,Low Carb-Ernährung wird dabei von keiner einzigen Gesellschaft empfohlen. Lebensmittel als Gesamtpaket Abgesehen von den ökologischen und ethischen Auswirkungen einer fett-protein-betonten Ernährungsweise mit einer großen Menge an tierischen Produkten geht diese Ernährungsweise auch mit einer Reihe an gesundheitlichen Nachteilen einher. Es stimmt natürlich, dass wir langkettige Omega-3-Fettsäuren in Fischen, Eisen und Zink in Fleisch und Kalzium in der Milch finden. Aber Lebensmittel kommen immer als Paket auf unseren Teller. Das heißt, wir essen ja keine Stoffe wie ,,Kalzium oder ,,Omega-3-Fettsäuren, sondern wir essen ganze Lebensmittel. Und so kommen jene durchaus wünschenswerten Inhaltsstoffe mit jeder Menge Begleitsubstanzen. Und auch von vermeintlich wichtigen Inhaltsstoffen wie Protein und Eisen können wir zu viel bekommen, wenn wir größere Mengen an tierischen Produkten konsumieren. Denn abgesehen vom Überfluss an jenen Proteinen und Eisen sowie (gesättigten) Fetten und Cholesterin verpassen wir außerdem die Chance, über den Tag verteilt ausreichend Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse im Rahmen unserer Kalorienbilanz zu essen und riskieren so einen zusätzlichen Mangel an Ballaststoffen, Antioxidantien, Vitamin C, Folsäure, sekundären Pflanzenstoffen und weiteren Substanzen, die hauptsächlich in pflanzlichen Produkten vorkommen. Es ist also auch immer eine Frage der ,,Opportunitätskosten, denn mit jeder weniger gesunden Mahlzeit entgeht uns auch die Chance auf eine gesunde. Zahlreiche Untersuchungen der letzten zwei Jahrzehnte haben den Zusammenhang zwischen tierischem Häm-Eisen und dem Auftreten von Metabolischem Syndrom, Diabetes Mellitus Typ II und kardiovaskulären Erkrankungen gezeigt. Überall wird dazu geraten, gesättigte Fette zu reduzieren Seit Angel Keys und Kollegen vor knapp einem halben Jahrhundert gezeigt haben, dass der Konsum von gesättigten Fetten den Cholesterinspiegel erhöht und dieser das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigert, ist es internationaler Konsens geblieben, dass der Konsum von gesättigten Fetten in der Ernährung reduziert werden soll. Und auch wenn Anhänger von Paleo und Atkins und einige Autoren wie Nina Teichholz anderes in ihren Büchern schreiben, ändert das nichts daran, dass jede offizielle Organisation ihnen widerspricht. Egal ob wir in die Positionspapiere der AND, der DGE, der FAO oder der WHO ansehen: Überall wird dazu geraten, gesättigte Fette (und damit tierische Produkte) zu reduzieren. Wer bei einem so starken internationalen Konsens weiterhin anderer Meinung ist, glaubt vielleicht auch noch daran, dass die Erde eine Scheibe ist. Dr. Atkins, der Begründer der ,,Atkins Diät, einer ,,Low Carb-Ernährungsform, deren Bücher zu weltweiten Bestsellern wurden, erlag übrigens selbst am Ende seiner eigenen Ernährungsformel. Das Wall Street Journal veröffentlichte in 2007 die Autopsieberichte des in 2003 verstorbenen Ernährungsgurus, die zeigten, dass auch Dr. Atkins unter Bluthochdruck litt und letztendlich an einem Herzinfarkt starb und zum Zeitpunkt seines Todes über 10 Kilogramm Übergewicht hatte.Darüber hinaus erhöht eine fettbetonte Ernährung (und dazu zählt jede ,,Low Carb-Ernährung) die Insulinresistenz in der Zelle und erhöht damit zusätzlich das Diabetesrisiko. Es sind also nicht die Glucose im Blut (Blutzuckerspiegel), die das eigentliche Problem darstellt, sondern die mangelnde Insulinsensitivität der Zelle, mit der Typ-II-Diabetiker aufgrund der Anhäufung von sogenannten ,,intrazellulären Lipiden kämpfen, welche durch Übergewicht und eine Fettbetonte Ernährung gefördert werden. Natürlich kann man die Symptome des Diabetes unterbinden, indem man keine Kohlenhydrate verzehrt, aber wie wäre es denn, die Ursache zu beheben und damit die eigentliche Erkrankung zu reversieren? Im zweiten Teil sprechen wir darüber, wie kohlenhydrat betonte Ernährungsformen außerdem vielen Erkrankungen vorbeugen und diese stoppen können und warum wie unser Verständnis von „Natürlichkeit“ uns selbst im Weg steht, uns gesund zu ernähren. Der Beitrag High Carb ist das neue Low Carb (1/­­2) erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Rezension: Clean Eating Vegan (Patrick Bolk)

1. März 2017 Vegan Guerilla 

Rezension: Clean Eating Vegan (Patrick Bolk)Das Ernährungskonzept Clean Eating ist eigentlich ein Trend aus den USA und stammt ursprünglich nicht aus der veganen Szene. Doch wie kann ein Produkt, welches den Tod, die Qual oder die Gefangenschaft eines Lebewesens in Kauf nimmt eigentlicht “clean” sein? Aus ethischer (und auch nachhaltiger) Perspektive gar nicht. Dieser Meinung ist auch der vegane Autor Patrick Bolk. Die Grundlagen des Konzepts, eine möglichst natürliche Ernährung, selbst gekocht aus frischen Zutaten, möglichst ohne Zusatzstoffe oder Zucker und vor allem eine dauerhafte Ernärungsumstellung statt kurzweiliger Diäten, entsprechen Patricks persönlichen Vorstellungen einer ausgewogenen veganen Ernährung, weshalb er das Konzept für sein neues Buch “Clean Eating vegan: Natürlich genießen – bewusst leben” erweiterte. Im Buch geht es zunächst um Zusammenhänge zwischen Essen und Zivilisationskrankheiten, Diäten, die auf lange Sicht oft gegenteilige Wirkungen erzielen und Informationen der Lebensmittelindustrie, welche oftmals alles andere als transparent sind und oft nur im gesetzlich festgelegten Rahmen preisgegeben werden. Doch wie kann man sich besser ernähren, wenn man nicht weiß, welche Informationen tatsächlich zuverlässig sind? Diese Frage beantwortet Patrick mit detailreichen Informationen dazu, was Clean Eating vegan bedeutet. Dies beinhaltet auch, dass er Fragen zu Lebensmittelzusätzen in Fertigprodukten beantwortet und vegane mit nicht-veganen Alternativen vergleicht. Natürlich kommt er hier zu dem Schluss, dass eine vegane Ernährung nicht gleichbedeutend mit einer gesunden Ernährung ist, da vegane Fertigprodukte oftmals ebenso viele Zusatzstoffe beinhalten wie die nicht-veganen Versionen. Verschiedene Tabellen bieten außerdem Übersichten, worin sich Zuckerzusätze verstecken, wie diese heißen, welche Lebensmittel gesunde Omega-Fettsäuren enthalten, in welchen Lebensmitteln ungesunde Fette zu finden sind usw. Außerdem enthält das Buch viele Tipps zum Einstieg in “Clean Eating vegan”, Ratschläge für unterwegs und Menschen mit wenig Zeit, und auch dazu, wie man auf Dauer ein “Clean Eater” bleibt. 50 kreative Rezepte (fernab von den üblichen Smoothie-Varianten, welche sich in ähnlichen Büchern zum Thema finden) sollen außerdem bei dem Einstieg in die Ernährungsweise “Clean Eating vegan” verhelfen. Bei so viel köstlicher Inspiration sollte das direkt leichter Fallen. Persönlich sehr gut an dem Buch finde ich, dass Patrick nicht versucht zu suggerieren, dass (drastische) Ernährungsumstellungen leicht sind. Für die Meisten von uns sind sie das nämlich nicht. Glücklicherweise geht es auch nicht – im Gegensatz zu Diät-Büchern- darum, “Clean Eating” bis ins Kleinste durchzuziehen und euch fortan auch jedes Bier mit Freunden zu verbieten (ja, Clean Eating schließt natürlich auch euren Getränke-Konsum ein), während ihr nur noch Salat in euch hineinschaufelt. (Wenn es das ist was ihr wollt oder lebt habe ich da absolut nichts gegen! Allerdings unterstelle ich der Mehrheit, zu welcher ich mich in diesem Fall auch zähle, dass sie ab und an doch Lust auf etwas fettiges, Fast Food, Schokolade, Wein oder welches Produkt auch immer haben, dass nicht so richtig gut zu der Idee des “Clean Eating vegan” passt, selbst wenn es ohnehin vegan ist.) Positiv finde ich auch, dass das Buch sich nicht um das Erreichen von Schönheitsidealen, sexy Körpern, Waschbrettbäuche & co. dreht. Stattdessen wird einfach für eine vegane, natürliche, selbstgemachte, närstoffreiche Ernährung plädiert, die gesünder ist und dazu beiträgt, dass man sich selbst besser und energiereicher fühlt. Daher definitiv eine Empfehlung für alle, die ihre Ernährung umkrempeln und sich “cleaner” ernähren wollen, aber noch nicht so richtig wissen wie. Das Buch ist genau das Richtige für euch? Perfekt, dann passt ihr gut zu einem der beiden Bücher, die mir der riva-Verlag zur Verfügung gestellt hat! Einfach bis zum 07.03.2017 einen Kommentar hinterlassen und auf die Losfee hoffen. Die GewinnerInnen werden wie immer ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken

Vegan Basics, Teil 1: Warum vegan essen oder vegan leben?

4. Februar 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Vegan Basics, Teil 1: Warum vegan essen oder vegan leben?Willkommen zum ersten Teil unserer Reihe ,,Vegan Basics, in der wir euch in den nächsten Monaten alles Wichtige für den veganen Einstieg zusammenfassen wollen. Denn der ist gar nicht mal so einfach, wenn man genauer hinschaut. Überall lauern Stolperfallen, vieles hat man einfach nicht auf dem Schirm, wenn man diesen Schritt tut. Mit unserer Vegan Basics-Reihe möchten wir euch ein klein wenig unterstützen mit wertvollen Infos und vielen Tipps. Heute fangen wir mal an mit der Frage: Warum vegan essen oder gleich komplett vegan leben? Moralische Gründe: Kein Tier soll für mich leiden! Du möchtest nicht, dass Tiere für deinen Konsum leiden? Können wir gut verstehen! Tiere sind Lebewesen mit Gefühlen, mit Instinkten, sie haben häufig enge soziale Kontakte und sie spüren genauso wie wir Schmerzen. Wir Menschen haben aber entschieden, dass es okay ist, für uns nützliche Tiere (,,Nutztiere) in Gefangenschaft zu nehmen, sie häufig unter katastrophalen Umständen zu halten und sie schließlich zu töten. Solche Tiere können ihre natürlichen Triebe und Instinkte nicht ausleben, sie werden von ihren Familien getrennt und zumeist lange vor ihrer natürlichen Lebenserwartung getötet. Übrigens nicht nur für unser Essen, sondern auch für Kleidung, Kosmetik, für Zoos und Zirkusse und viele weitere Produkte, die wir ganz selbstverständlich täglich benutzen. Über 50 Milliarden Tiere werden weltweit jährlich getötet - und da sind Fische und andere Meerestiere nichtmal hinzugerechnet. Unglaublich, diese Zahl, oder? Über 50 Milliarden Tiere werden weltweit jährlich getötet! Für die Lebensmittel- oder Kleidungsindustrie sind Tiere einfach nur Lieferanten von Nahrung wie Fleisch, Eier und Milch sowie anderen Gütern (Leder, Pelz etc.), die man mit möglichst geringen Kosten maximal ausnutzt. Doch davon bekommt der Konsument nichts oder nur sehr wenig mit, denn das Halten und Schlachten von Tieren findet hinter hohen Mauern statt. Wir sollen nicht abgeschreckt werden, sollen weiterhin hübsch gestaltete Verpackungen mit Aufschnitt kaufen, die uns im besten Falle überhaupt nicht an Tiere erinnern. Wer vegetarisch lebt, hat sicher schon einen guten Schritt in die richtige Richtung getan, doch Tierleid verhindert man damit nur zum Teil. Auch für Eier oder Milch müssen Tiere leiden, dazu muss man sich nur mal bei YouTube eine Dokumentation zu diesen Themen anschauen, oder den Film ,,Earthlings sehen. Aber Vorsicht: Die Realität anzuschauen tut weh, denn sie ist leider sehr brutal. Möchtest du dich nicht nur vegan ernähren, sondern auch vegan leben, so gilt es auch in anderen Lebensbereichen, von Kosmetik über Kleidung bis hin zu Haushaltsreinigern darauf zu achten, dass keine tierischen Bestandteile enthalten sind. Vegan leben bedeutet, für weniger Tierleid verantwortlich zu sein. Gesundheit: Eine ausgewogene vegane Ernährungsweise tut mir gut! Inzwischen ist das Thema Vegan längst aus der Tierrechtecke herausgekommen, man könnte fast schon vermuten, dass ein sehr großer Teil der Neu-Veganer aus gesundheitlichen Gründen eine vegane Ernährungsweise gewählt haben. Bei vielen, die gesundheitlich motiviert sind, dürfte es bei der Ernährung bleiben, während sie in anderen Lebensbereichen nicht so stark darauf achten, auf Tierisches zu verzichten. Vegan essen bedeutet also auch nicht automatisch vegan leben. Interessanterweise hatte die vegane Ernährung bis vor einigen Jahren das (falsche) Image einer gefährlichen Mangelernährungsweise. Doch das wurde und wird ständig von immer neuen Studien widerlegt. Immer mehr Ernährungsinstitute oder gar Ernährungsministerien bescheinigen, dass eine vegane Ernährungsweise bei verantwortungsbewusster Ausführung gesundheitliche Vorteile besitzt. Wichtig ist, dass man sich ausgewogen vegan ernährt. Wer hauptsächlich veganes Fast Food und Fertiggerichte mit einem hohen Anteil an ungesunden Fetten, leeren Kalorien und viel Zucker zu sich nimmt, dürfte tatsächlich mit hoher Wahrscheinlichkeit bald den einen oder anderen Mangel aufweisen. Viel frisches Gemüse und Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sollten die Basis deines Speiseplans darstellen. Ernährst du dich ausgewogen, vollwertig und möglichst frisch, so dürftest du ein gesunder Veganer werden und bleiben. Unbestritten scheint inzwischen zu sein, dass tierische Produkte, und hier vor allem tierische Proteine, für die Entstehung vieler Zivilisationskrankheiten verantwortlich sind, oder sie zumindest begünstigen. Jede Menge Studien von renommierten Instituten oder Universitäten wie Harvard bestätigen den Zusammenhang zwischen dem Konsum von tierischen Produkten und der Entstehung von Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und vielen mehr. Übrigens sprechen die Studien dabei nicht nur von Fleisch, sondern auch von Milch und weiteren tierischen Produkten, die sich negativ auf deine Gesundheit auswirken können. Lass dich also nicht von alten Vorurteilen verunsichern, wenn du dich für eine vegane Ernährungsweise entscheidest. Beschäftige dich aber eingehend damit, welche Nährstoffe du aus welchen Pflanzen bekommst, und schaue dir auch das Thema Vitamin B12 näher an. Keine Angst, das muss man nicht wissenschaftlich angehen. Es reicht wirklich, die wichtigste Grundlagen für den Start zu kennen. Ökologische Gründe: Klimaschutz durch vegane Ernährung Du möchtest die Umwelt und das Klima schützen? Dann ist eine vegane Ernährungs- oder Lebensweise genau das Richtige für dich. Man mag es kaum glauben, aber nicht der weltweite Verkehr ist der größte Klimatreiber, sondern der Konsum von Fleisch! Natürlich ist es toll, wenn du soweit es geht auf das Benutzen von Autos und Flugzeugen verzichtest, oder beim Duschen Wasser sparst. Aber bedenke: Für den Verzehr von einem Kilogramm Rindfleisch aus Brasilien werden soviele CO2-Emissionen verursacht wie für eine 1.600 Kilometer lange Autofahrt. Bei Tofu sind es nur 19 Kilometer, wenn man das vergleicht. Für die Produktion von 1 Kilogramm Rindfleisch werden ca. 16 Kilogramm Futter (z.B. Soja, Mais oder anderes Getreide) und ca. 16.000 Liter Wasser benötigt - damit könntest du jedes Jahr täglich duschen! Weltweit wird ungefähr ein Drittel aller Flächen in irgendeiner Form für die Tierhaltung genutzt. Dafür wird auch täglich tropischer Regenwald abgeholzt, um Platz für die Tierhaltung und vor allem für den Anbau von Futter für Nutztiere zu schaffen. Man könnte an dieser Stelle viele unglaubliche Daten und Zahlen bemühen, doch man kann es auch ganz kurz machen: Die Umwelt hat schwer zu leiden unter unserem Fleischkonsum, und kaum jemand dürfte wissen, welche Konsequenzen so ein Steak für unseren Planeten hat. Möchtest du also deine Umwelt schonen, ist eine vegane Ernährungs- oder Lebensweise dafür ideal. Vegan leben bedeutet, weniger Ressourcen zu verbrauchen. Fleischkonsum ist ineffizient! Die ,,Herstellung von Fleisch ist unglaublich ineffizient. Für 16 Kilogramm eingesetztes Futter bekomme ich am Ende 1 Kilogramm Rindfleisch. Mit dem gleichen Einsatz an Getreide beispielsweise könnte ich mehr als 16 Kilogramm Brot backen. Ist ja auch logisch: Ein Rind braucht 90% der aufgenommenen Kalorien eben dafür, sich selbst am leben zu halten – Stoffwechsel, Bewegung etc. Unfassbar große Ressourcen (Flächen, Nahrungsmittel, fossile Brennstoffe wie Benzin etc.) werden also absolut ineffizient genutzt, um dem Konsumenten billiges Fleisch in die Kühltheke legen zu können. Gleichzeitig hungern immer noch fast eine Milliarde Menschen weltweit, sterben in jeder Sekunde Kinder. Das darf man durchaus als zynisch bezeichnen. Das waren die wichtigsten Gründe – kurz zusammengefasst – für eine vegane Ernährungs- oder Lebensweise. Und das beste ist: Vegan leben ist gar nicht mal so schwer, das wird dir auch die Vegan Basics Serie in den nächsten Monaten zeigen. Wenn du jetzt schon mehr dazu erfahren möchtest, schau dir doch mal am besten mal die folgenden Buchtipps an. Beim nächsten Mal gibt es noch ein paar Dokutipps dazu. - Ab heute vegan: Ein großartiges Buch für den Einstieg in das vegane Leben, mit allen wichtigen Infos die du benötigst. - Kein Fleisch macht glücklich: Für alle, die sich für die Konsequenzen des Fleischkonsums interessieren. - Tiere essen: Ähnlich wie das eben genannte Buch von Andreas Grabolle ein unverfälschter Blick hinter die Kulissen der Nahrungsmittelindustrie. - Vegan Guide: Ein kleines Nachschlagewerk für alle Vegan-Einsteiger - How not to die: Wenn du dich für die gesundheitlichen Aspekte interessierst, ist das für mich eines der besten Bücher auf dem Markt.   Alle Fotos von Pixabay. Der Beitrag Vegan Basics, Teil 1: Warum vegan essen oder vegan leben? erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Was ich zu Weihnachten schenke

24. Dezember 2016 Totally Veg! 

Was ich zu Weihnachten schenkeSo schnell ist heuer der Advent vergangen und schon ist der Heilige Abend gekommen! Ich zeige euch noch, was ich heuer verschenke, wenn ihr also mit mir in den nächsten Tagen unterm Weihnachtsbaum sitzt, solltet ihr nun nicht weiterlesen! Es sind hauptsächlich Bücher, da ich es einerseits mit dem Konsumwahn zu Weihnachten nicht so habe und ich ein Buch da noch das sinnvollste Geschenk erachte, und andererseits, weil ich heuer selbst bewusst sehr viel gelesen habe und mir das Jahr 2016 damit viel bunter und abwechslungsreicher gestaltet hat (momentan stehe ich bei 43 Büchern, die ich gelesen habe). Gillian Flynn - Cry Baby Flynn schreibt böse, gruselige, hässliche Geschichten, und dieses Buch wird sicherlich nicht enttäuschen! John Boyne - Die Geschichte der Einsamkeit Boyne ist eine meiner Entdeckungen 2016. Ich liebe die Art, wie er behutsam mit Worten umgeht. Dr. Michael Greger - How not to die Dr. Greger klärt in diesem Buch auf, wie gängige Zivilsationskrankheiten durch eine vegane Ernährung verhindert werden können. Beeindruckend! Jonas Jonasson  - Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand Ein Geschenk für meine Oma, das Buch soll sehr lustig sein! Dr. Garth Davis - Proteinaholic Ein Buch über die Auswirkungen des Protein-Wahns auf unsere Gesundheit Und so habe ich es geschafft, 24 Artikel auf dem Blog zu posten. Mir hat es viel Spaß gemacht und euch hoffentlich auch! Nach Weihnachten werde ich etwas durchschnaufen und dann zum gewohnten Blogging-Rhythmus zurückkehren. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten! Ich hoffe, ihr könnt euch an den Feiertagen entspannen, gut vegan essen und Zeit mit euren Lieben verbringen! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Tipps zur Proteinzufuhr beim veganen abnehmen

5. Dezember 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Wer schon vegan lebt kennt diese Frage ganz sicher, denn  diese gehört mit zu den am häufigsten gestellten Fragen überhaupt. Sobald eine Person mitbekommt, dass sich bei ihm ein vegan lebender Mensch befindet, ist das Thema Proteine nicht weit.  Das kann schon ein wenig müßig sein - viele Veganer behaupten sogar, die ständige Rechtfertigung sei die größte Schwierigkeit am vegan sein.  Doch wie sieht es nun wirklich aus mit den Proteinen? Gibt es zwangsläufig einen Mangel, sobald man keine tierischen Produkte mehr zu sich nimmt? Benötigt man Ersatzprodukte, und überhaupt: ist Eiweiß gleich Eiweiß? Wir von veganfit.me gehen der Sache mal auf den Grund. Packen wir doch gleich die Fakten auf den Tisch Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) benötigen Erwachsene rund 0,8 Gramm pro KG Körpergewicht pro Tag bei Normalgewicht. Das sind für eine rund 60 KG wiegende erwachsene Frau 46 Gramm Protein an einem Tag. Das ist weitaus weniger als man in so manchen Fitnessbüchern findet, die teilweise von einem bis hin zu zwei Gramm pro KG Körpergewicht ausgehen. Schon mal von jemanden  gehört, der an einem Proteinmangel leidet? Unsere Zivilisationskrankheiten lauten Diabetis, Adipositas, Bluthochdruck und sonstige Herz-Kreislaufstimmung - und nicht eine davon ist auf zu wenig Eiweiß zurückzuführen. Generell liegt die Ursache heutiger Gesundheitsprobleme fast ausschließlich darin, dass wir ZU VIEL von etwas zu uns nehmen. Zu viel Zucker, zu viel Fett, zu viel Salz und auch zu viel tierisches Eiweiß, denn... Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß Es besteht ein großer Unterschied zwischen tierischen und pflanzlichen Eiweißen. In der Tat weisen die tierischen Proteine im Durchschnitt mehr unterschiedliche Aminosäuren auf, jedoch ist die Einnahme auch mit einer Aufnahme von Cholesterin verbunden, und kann dadurch sogar das Krebsrisiko steigern. Weniger (Cholesterin) ist in diesem Falle tatsächlich mehr. Für genauere wissenschaftliche Informationen zu tierischen Eiweißen  empfehlen wir übrigens das Buch China Study. Solche Probleme hast du bei pflanzlichen Eiweißen nicht (sie enthalten nämlich kein Cholesterin), und mal ehrlich: Habt ihr euch bei einem Elefanten, Rhinozeros oder Gorilla schon jemals gefragt, wie sie alleine durch pflanzliche Eiweiße so kräftig werden konnten? Welche Lebensmittel weisen viel pflanzliches Eiweiß auf? Weit vorn sind dort die Rubrik Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen. Kichererbsen weisen beispielsweise 17 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm auf. Soja gilt auch als guter Eiweißlieferant. Tofu liefert rund 10 Gramm Eiweiß auf 100 Gramm Gewicht. Doch sogar das „Grünzeug“ ist nicht zu unterschätzen, wenn man mal genauer hinschaut. Brokkoli zum Beispiel scheint zunächst mit 2,8 Gramm Protein auf 100 Gramm Gewicht eher schlecht abzuschneiden. Allerdings lassen die meisten dabei außer Acht, dass 100 Gramm Brokkoli auch nur 34 Kalorien mit sich bringen. Setzt man also einmal den Eiweißgehalt pro 100 Kcal an, so schneidet Brokkoli sogar besser ab als so manches Stück Fleisch! Zusammengefasst sind Proteine überlebenswichtig für uns, keine Frage! Gleichzeitig aber birgt die heutige typisch westliche Ernährungsweise, wie in unseren vorangegangenen Artikeln beschrieben, viele elementarere und dringendere Baustellen. Proteinmangel ist da noch unser kleinstes Problem. Bei einer ausgewogenen Ernährung wirst du von ganz automatisch die richtige Menge an Proteinen zu dir nehmen. Wir von veganfit.me helfen dir gern dabei, auch bei einer kalorienreduzierten veganen Lebensweise genügend pflanzliches Protein zuzuführen. Und jetzt du: Was ist deine Lieblingsquelle für Protein bei einer veganer Ernährung?     Der Beitrag Tipps zur Proteinzufuhr beim veganen abnehmen erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Essen wir kranke Tiere? - Der foodwatch Newsletter

27. November 2016 Claudi goes vegan 

Hallo ihr Lieben, heute will ich einen Newsletter von foodwatch mit euch teilen. Der Text von Text von Matthias Wolfschmidt hat mich sehr berührt. Sonnengrüße, Claudi Liebe Frau Renner, jeder, der ab und zu Milch trinkt, ein Ei oder auch nur einen Keks isst, sich also nicht konsequent vegan ernährt, nimmt unweigerlich Produkte von leidenden und buchstäblich krank gemachten Tieren zu sich. Denn nach aktuellen foodwatch-Recherchen ist mindestens jedes vierte (!) Nutztier krank. "Wie das?" werden Sie sich jetzt fragen: "Klar, die Tiere leiden, weil sie in engen Ställen stehen, Spaltenböden unter den Füßen haben und nicht wirklich artgerecht gehalten werden. Aber das heißt doch nicht, dass sie KRANK sind! Jeder weiß doch, dass es Tierärzte gibt, die regelmäßige Kontrolluntersuchungen vornehmen." Kontrolluntersuchungen werden von Tierärzten vorgenommen. Das stimmt sogar. Aber die Tiere werden trotzdem krank. In manchen Ställen häufiger, in anderen seltener. Die tierischen Produkte selbst, also das Fleisch, die Milch oder die Eier, sind deshalb für uns Verbraucherinnen und Verbraucher nicht gesundheitsgefährdend. Aber für die Nutztiere ist ihr "Beruf" hochgradig gesundheitsschädlich - und zwar massenhaft! Wir haben zahlreiche wissenschaftliche Studien zur Gesundheit von Hühnern, Schweinen und Kühen ausgewertet. DAS ERGEBNIS IST ERSCHRECKEND: IM SCHNITT LEIDET JEDES VIERTE TIER AN VERMEIDBAREN, HALTUNGSBEDINGTEN KRANKHEITEN! Und produziert trotzdem ganz regulär Nahrungsmittel. Anders gesagt: STATISTISCH GESEHEN STAMMT JEDES VIERTE TIERPRODUKT VON EINEM KRANKEN TIER. BEIM EINKAUFEN ERFAHREN WIR VON DIESEM ALLTÄGLICHEN ELEND NICHTS. Im Gegenteil, diese Produkte werden uns von den Handelskonzernen und Markenherstellern dann als "gesunde" Nahrungsmittel untergejubelt. Die Haltungsbedingungen sind zwar gesetzlich festgelegt - zum Beispiel wie groß die Ställe sein sollen und ob und wieviel Stroh vorhanden sein muss. ES GIBT AUCH ABSTUFUNGEN ZWISCHEN KONVENTIONELLER UND BIOLOGISCHER HALTUNG UND DEN VORSCHRIFTEN VERSCHIEDENER VERBÄNDE. DOCH ALL DIES SAGT NICHTS DARÜBER AUS, WIE GUT ODER SCHLECHT ES EINEM TIER GEHT. Jede fünfte Milchkuh ist krank. Am weitesten verbreitet sind die extrem schmerzhaften Euterentzündungen. Bei etwa 50 Prozent der Legehennen wurden Knochenbrüche, Gelenkerkrankungen, Brustbeinschäden und Eileiterentzündungen festgestellt. Bei Schweinen sind ähnlich viele Tiere betroffen, die häufigsten Krankheitsbilder hier sind Gelenkentzündungen und oftmals schwerwiegende Veränderungen an Lungen, Lebern und Herzen. Dass diese Tiere in ihrem meist sehr kurzen Leben unsagbare Schmerzen ertragen müssen, steht außer Frage. Genauso wie die Tatsache, DASS DIESES ELEND GRÖßTENTEILS VERMEIDBAR WÄRE, WENN DIE HANDELSKONZERNE IHRE PREISSCHLACHTEN NICHT LÄNGER AUF DEM RÜCKEN DER TIERE UND LANDWIRTE AUSTRAGEN KÖNNTEN. FOODWATCH SETZT SICH DAFÜR EIN, DASS DIESER BEKLAGENSWERTE ZUSTAND BEENDET WIRD UND MÖCHTE NICHT LÄNGER DIE AUGEN VOR DEM TAGTÄGLICHEN LEIDEN UND DER QUAL UNZÄHLIGER TIERE VERSCHLIEßEN. Wir wissen, dass es leider nicht reicht, wenn sich Einzelne entscheiden vegan zu leben. Auch wenn das lobenswert ist, werden sich auf absehbare Zeit nicht alle Menschen zu diesem Schritt entschließen. Deshalb werden auch weiterhin Tiere gehalten. Das können wir nicht ändern. ABER WIR KÖNNEN DAFÜR SORGEN, DASS ES DEN TIEREN BESSER GEHT. WIR VON FOODWATCH FORDERN EINE RADIKALE KEHRTWENDE IN DER TIERHALTUNG. Wir fordern, dass in Zukunft nicht nur die formalen Haltungsbedingungen festgelegt werden, sondern ENDLICH AUCH DIE GESUNDHEIT DER TIERE SYSTEMATISCH UNTER DIE LUPE GENOMMEN UND KONTROLLIERT WIRD. Wir wollen, dass es klare Zielvorgaben für die Gesundheit aller Tiere gibt und die Einhaltung dieser Vorgaben konsequent und transparent überwacht wird. WIR WOLLEN, DASS DIE LEBENSBEDINGUNGEN DEN BEDÜRFNISSEN DER TIERE ANGEPASST WERDEN UND NICHT UMGEKEHRT - DAMIT WIR ALS VERBRAUCHERINNEN UND VERBRAUCHER SICHER SEIN KÖNNEN, DASS UNS DER HANDEL KEINE MILCH, KEINEN KÄSE UND KEINE EIER VON KRANK GEMACHTEN, LEIDENDEN GESCHÖPFEN MEHR UNTERJUBELT! Vielen Dank und herzliche Grüße, Ihr Matthias Wolfschmidt Stellvertretender Geschäftsführer, studierter Tierarzt

Totgesagte leben länger: Projekt Freilandtomaten

25. September 2016 twoodledrum 

Totgesagte leben länger: Projekt Freilandtomaten In Ermangelung eines Gewächshauses und einer überdachten Hauswand in Südrichtung habe ich dieses Jahr das Experiment gewagt und die Tomaten einfach ohne Überdachung mit in den Gemüsegarten gepflanzt. Das hat etliche ungläubige Nachfragen ausgelöst, da Tomaten ja normalerweise vor Regen geschützt untergebracht werden sollen, um Krankheiten vorzubeugen. Aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Letztendlich stand da eine Reihe mit selbstgezogenen Freilandtomaten aus Samen von Bingenheimer Saatgut und mit nicht näher spezifizierten Restetomatenpflanzen von der Nachbarin, die ich adoptiert hatte. Durch den vielen Regen bis in den Spätsommer hinein waren die Bedingungen dieses Jahr erst mal ungünstig, und ich hatte schon befürchtet, dass mir die Pflanzen wegfaulen würden, bevor ich die erste Tomate ernten konnte. Außerdem bin ich notorisch schlecht in der Tomatenpflege. Diesmal habe ich es zwar immerhin geschafft, die Tomatenpflanzen an alten Weidezaunpfählen anzubinden, aber eigentlich soll man im Freiland zusätzlich immer wieder die unteren Blätter entfernen, damit bei Regen keine Krankheitserreger aus der Erde hochspritzen und die Pflanze infizieren können. Hier geht es insbesondere um die Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans) - dieselbe Krankheit übrigens, die bei der Kartoffel die gefürchtete Kraut- und Knollenfäule auslöst. Jedenfalls: Zunächst alle Pflanzen total gesund, Carola glücklich. Mitte August dann der Schock: Braunfäule! Die Pflanzen ließen allerhand Tomaten fallen und sahen selbst arg mitgenommen aus. Ich erntete etliche Tomaten grün, in der Hoffnung, dass sie noch nicht infiziert waren und gut nachreifen würden. Teilweise funktionierte das zwar, aber ich musste doch etliche Früchte wegwerfen, weil sich nach einigen Tagen doch die Braunfäuleflecken zeigten. (Entsorgt gehören die dann übrigens über den Hausmüll, keinesfalls auf den Kompost oder in die Biotonne. Die kranken Pflanzen ebenso.) Ich war schon kurz davor, die Pflanzen komplett auszureißen, wurde dann aber von dringenderen Arbeiten daran gehindert. Und es hat sich gelohnt! Die Pflanzen haben sich anscheinend wieder halbwegs erholt. Einige Zweige sind zwar immer noch schwarz, aber ich habe jetzt schon eine Menge gesunde Tomaten geerntet, zu Soße und Suppe verarbeitet und eingekocht. Gestern habe ich dann die Pflanzen entfernt und die restlichen Tomaten zum Nachreifen auf die Terrasse gelegt. Der Ertrag war insgesamt sicher geringer als bei gut umhegten Balkontomaten, aber das ist bei meinem investierten Pflegeaufwand absolut vertretbar, zumal ich ja auch noch die Blumenerde gespart habe. Die habe ich vorletztes Jahr säckeweise für die Tomaten verbraten, was mir schon irgendwie gegen den Strich gegangen ist. Für das nächste Jahr liegen schon verschiedene Freiland- und Wildtomatensamen zum Ausprobieren bereit. Wiederholt wird das Experiment auf jeden Fall! Welche Erfahrungen habt ihr mit Freilandtomaten gemacht?

,,Milch ist für´s Kalb - wir sind Erwachsen! - Interview mit Boxerin Melanie Fraunschiel

2. August 2016 Deutschland is(s)t vegan 

,,Milch ist für´s Kalb - wir sind Erwachsen! - Interview mit Boxerin Melanie FraunschielDie dreifache österreichische Staatsmeisterin Melanie Fraunschiel im olympischen Boxen in den Gewichtsklassen 60kg und 64kg boxt seit 2010 und hat seitdem 55 Kämpfe absolviert. Sie boxt für das Nationalteam, hat den 5. Platz bei der EU Meisterschaft 2011 erlangt und holte Silber mit dem Team der Walküren in der italienischen Bundesliga 2014. Krankheiten, Hauptprobleme und Leistungseinbußen durch Diäten, basierend auf tierischen Proteinen, waren der Auslöser für Melanie Fraunschiel, ihre Ernährung auf eine vegane, vorwiegend rohe Ernährung umzustellen. Nach 5 Jahren verschiedenster Diät-Selbstversuche, um ihr Gewicht für die olympische Gewichtskategorie von 60kg zu reduzieren, gelangte sie durch pflanzliche Ernährung zu höherer Leistungsfähigkeit. Neben ihrer Vollzeitbeschäftigung als Qualitätsmanagerin an der MedUni Wien trainiert sie 9x/­­Woche und bestreitet ca. 10 Wettkämpfe pro Jahr. Wie kamst du zum Boxen? Nach 10 Jahren Kyokushinkai-Karate wechselte ich während meiner Bundesheerlaufbahn nach dem Studium an der Technischen Universität Wien im Jahr 2010 über zum Boxsport. Beim Bundesheer habe ich meinen Boxtrainer Gerald Pelikan kennengelernt und war bereit für eine neue Herausforderung. Allerdings ist das Umlernen auf eine andere Kampfsportart ein schwieriger Prozess, aber genau diese Herausforderung wollte ich annehmen. Bist du die einzige Boxerin in deinem Box-Stall? Es gibt einige Frauen und Mädchen, die in meinem Boxclub (Jab-Club) (www.jabclub.at ) trainieren, aber ich bin die einzige Boxerin in der Wettkampfmannschaft. Seit einiger Zeit habe ich allerdings eine Trainingspartnerin in der Wettkampfmannschaft! Viele Frauen haben das Boxtraining als optimales Fitnesstraining erkannt und sind fleißig dabei! Foto: Stephan Rökl Wie kamst du zur veganen Ernährung? Ich war früher, bevor ich mich pflanzenbasiert ernährt habe, sehr oft krank und habe auch viele Diäten durchgemacht. Jedenfalls war ich nach einem grippalen Infekt endlich wieder im Training und ein Boxkollege hat mir das Buch ,,Thrive von Brandon Brazier, dem veganen Triathleten, ans Herz gelegt. Ich habe mich mit meinen Problemen im Bereich der Haut, Gesundheit und Leistungsfähigkeit in seinen Ausführungen wieder erkannt. Das war für mich der Startschuss, diese Art der Ernährung auszuprobieren! Erst die einzige Frau und dann auch noch vegan. Wie reagierte der Stall? Sehr positiv, wenn auch immer begleitet von Skepsis. Meistens erhalte ich die Frage, wie ich mit pflanzlicher Ernährung meinen Proteinbedarf decke, oder ob ich Mängel habe, da leider noch immer der Gedanke vertreten ist, dass Sportlerernährung vorwiegend aus tierischen Produkten besteht. Allerdings habe ich eben keinen Mangel mehr, da ich die Produkte nicht mehr esse, die Vitalstoffe wie Mineralien und Spurenelemente daran hindern, aufgenommen zu werden. Mike Tyson und David Haye machen es auch vor und zeigen, wie gut diese Art der Ernährung funktioniert. Konntest du schon Box-Kollegen begeistern für die vegane Ernährung? Wenn ich merke, dass Boxkollegen ein Symptom haben, das ich auch hatte, als ich mich noch nicht vegan ernährt habe, dann informiere ich sie darüber und biete meine Hilfe an. Einigen konnte ich damit schon helfen oder zumindest einen Denkanstoß geben, sich bewusster zu ernähren oder den Fleisch- und Milchproduktekonsum zu verringern. Beim Boxen spielt das Gewicht aufgrund der Einteilungen in Gewichtsklassen eine große Rolle. Man hört von Boxern, dass sie hart arbeiten müssen, um beim Wiegen vor dem Kampf noch unter die geforderte Höchstmarke zu rutschen. Fällt dir das auch schwer? Inwiefern hilft dir dabei vielleicht die vegane Ernährung? Da ich, wie jeder andere Boxer auch, in einer Gewichtsklasse boxe, die nicht mein Wohlfühlgewicht wiederspiegelt, nehme ich, wie du richtig sagst, vor dem Wettkampf ab, bzw. versuche ich auch außerhalb der Wettkampfphasen mein Körpergewicht möglichst gering zu halten. Die Herausforderung besteht also darin, so kräftig wie möglich mit dem geringstmöglichen Körpergewicht zu sein. Früher habe ich mich sehr gequält, indem ich gefastet und mit Schwitzanzug trainiert habe, um unter die geforderten 60kg zu kommen und war dadurch sehr energielos. Mittlerweile schwankt mein Gewicht nicht mehr so stark und ich kann noch den letzten Rest vor dem Wettkampf abnehmen. Somit unterstützt mich die vegane Ernährung nicht nur im Bereich der Leistungsfähigkeit, Regenerationsfähigkeit und Gesundheit, sondern auch beim Abnehmen. Welche Ernährungsformen hast du bis jetzt ausprobiert und von welcher versprichst du dir den größten Erfolg? Und um auf die 60 kg zu kommen, habe ich wirklich alles ausprobiert. Angefangen hat es damit, dass mir Ernährungsexperten geraten haben ,,low carb, high protein zu essen. Somit landete Topfen (Quark) und diverse weitere Milchprodukte, Fleisch und Fisch auf meinem Teller! Meine Hautprobleme, unter denen ich bereits gelitten habe, wurden immer schlimmer und die Performance hat gelitten. Dann wurde mir Metabolic Balance (auch mit tierischen Produkten) empfohlen. Dieser vierwöchige Plan hat jedes Mal geklappt, nur leider habe ich hinterher wieder 4kg mehr gehabt und die Leistungsfähigkeit war im Gegensatz zu der, die ich momentan gewohnt bin, schlecht. Dann habe ich ,,Low-Carb auch mit Tierprodukten ausprobiert und viel Rohes gegessen. Dann kam im Frühling auf Sommer 2014 die Umstellung auf die vegane Ernährung und meine Hautprobleme waren sofort gelöst. Ich habe dann auch die ,,Starch Solution von Mc. Dougall ausprobiert, aber diese stärkebasierte Ernährung mit warmen Mahlzeiten gibt mir nicht die nötige Energie für meinen Trainings- und Arbeitsalltag. So kam ich zur Rohkost, die absolut meine Lieblingsernährung ist. Ich esse sehr gerne roh und merke, wie hoch mein Energielevel dadurch ist. Momentan experimentiere ich mit der Aufzucht von Sprossen und integriere diese in meinen Speiseplan. Man sieht dich auf deinem Facebook-Profil öfter auf Reisen. Welche Reisetipps würdest du Leuten geben, die auch mal im Ausland vegan ausprobieren wollen? Ich komme durch die Boxturniere sehr viel herum, wo ich aber immer meinen Sicherheits-Proviant mithabe und ansonsten von Salat und Kartoffeln lebe. Ab und zu verreise ich auch privat, z.B. um Surfen zu gehen. Am liebsten kaufe ich in fremden Ländern Obst, welches ich in Wien nicht so leicht oder so frisch und schmackhaft bekomme. Bevor ich in ein Land fahre, wo ich auch Zeit habe essen zu gehen, checke ich die TOP-vegan Spots, die im Internet bzw. auf Happy Cow empfohlen werden. Ich bin in Wien schon sehr Vegan-Restaurant verwöhnt, deshalb ist es gar nicht so einfach, mich zu begeistern. Bis jetzt habe ich Barcelona, Madrid und München unsicher gemacht, die Empfehlungen von dir befolgt und als ausgesprochen toll empfunden! Außerdem hat mir in München der Katzentempel sehr gefallen und in Madrid das Rayen Vegano und die Crucina. Wie sieht dein Essensplan vor und nach einem Training und vor und nach einem Kampf aus? Ich laufe um 06:30 los, um 3-4x pro Woche im CrossFIT Pantheon (http:/­­/­­www.crossfit-pantheon.com/­­ ) zu trainieren (https:/­­/­­www.youtube.com/­­watch?v=wu-XFuXAtMA ), oder ein Laufintervalltraining zu absolvieren, bevor ich weiter ins Büro laufe. Dort frühstücke ich meinen Green Smoothie (https:/­­/­­www.youtube.com/­­watch?v=Xl5M6p_­8s04&index=2&list=PLh6-euhDi6H1UdYr5aYykWplv8agUooi1) und viel Obst, Hanfsamen und gekeimte Sprossen. Wenn ich sehr hungrig bin vor dem Morgentraining esse ich ein paar Bissen Banane. Vor dem Training am Abend im Boxclub esse ich noch Obst und danach trinke ich sehr gerne meinen Regenerationsdrink aus Hanfsamen und Maca-Pulver. (https:/­­/­­www.youtube.com/­­watch?v=fSSbxSxhzMY&index=5&list=PLh6-euhDi6H1UdYr5aYykWplv8agUooi1) Vor einem Boxkampf esse ich mittags etwas Leichtes wie Salat mit Kartoffeln und vor dem Kampf noch Datteln. Danach gibt es auch eine Menge Obst, um die Kohlenhydratspeicher wieder aufzufüllen. Wo kaufst du ein? Ich bestelle mir das Adamah-Kistl, das von einem Bauern aus Österreich zugestellt wird. Neben dem ,,Kistl gehe ich fast jeden Samstag zum Hofer /­­Aldi einkaufen, aber zu 90% kommt Obst und Gemüse, wenn möglich in BIO Qualität, in meinen Einkaufwagen. Nimmst du Supplemente zu dir? Um mich zusätzlich zu meiner basischen, pflanzenbasierten, vollwertigen Ernährung bei der Regeneration zu unterstützen, kommen die Produkte von Feinstoff (www.feinstoff.net ) in meinen Smoothie. Ich spreche hier von Kakaopulver, Hanfsamen, Acai Pulver und dergleichen, also alles getrocknete und geriebene Pflanzen. Isolate nehme ich keine zu mir. Hast du ein Lieblingsrestaurant? Ja habe ich, allerdings kommt es darauf an, worauf ich Guster habe: Pizza, Wraps oder Rohkost? In der Casa Piccola werden die besten Pizzen serviert, I love Veggie Burger hat die tollsten Burger und Wraps und in der Dancing Shiva schlägt mein Rohkost-Herz höher! Was ist dein Lieblingsessen? Mein Lieblingsessen ist im Grunde ein bestimmtes Lebensmittel! Die Medjoul-Dattel! Da ich eine Naschkatze bin und den Geschmack von Karamell liebe, ist diese Dattel das Allerbeste, das ich entdeckt habe, nachdem ich auf die vegane Ernährung umgestiegen bin! Toll ist auch die Kombination von Nicecream (gefrorene Bananen als Eis gemixt) mit diesen Datteln! Was ist dein sportliches Ziel für die nahe Zukunft? Ich möchte auf jeden Fall noch auf einer Europameisterschaft boxen. 2011 habe ich den 5. Platz, allerdings auf der Gewichtsklasse bis 64kg, belegt. Staatsmeisterschaft werde ich dieses Jahr auch wieder boxen und mein Ziel ist es außerdem, 100 Boxkämpfe zu absolvieren. Momentan habe ich 55, ich bin gespannt, ob ich die mir gestellte Challenge schaffe. Homepage: ww w.veganwolf.at Facebook: www.facebook.com/­­melaniefraunschiel Instagram: _­veganwolf_­ Youtube: www.youtube.com/­­wegaincommunity Der Beitrag „Milch ist für´s Kalb – wir sind Erwachsen!“ – Interview mit Boxerin Melanie Fraunschiel erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Entsaften: Superfood zum Trinken

30. Mai 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Entsaften: Superfood zum TrinkenYeah! Wir haben es getan - wir haben entsaftet. Und zwar im Selbstversuch bei uns in der Redaktion. Das hat Spaß gemacht, ist easy-peasy und totaal lecker! Aber erstmal der Reihe nach. Entsaften, was ist das? Und wie geht das? Mittlerweile ist „Juice“ ja der neue Smoothie - und ein bisschen ist der „Saft-Hype“ aus den USA zu uns herübergeschwappt. Dort gibt es mittlerweile an jeder Straßenecke sogenannte „Juice-Bars“. Sicherlich hat diese Entwicklung auch mit der Dokumentation „Fat, Sick and nearly Dead“ zu tun. Hier entsaftet der Amerikaner Joe Cross über mehrere Wochen, lässt sich dabei ärztlich „überwachen“ und wird von der Kamera begleitet. Bei seinem Selbstversuch verliert er nicht nur diverse Kilos - er kann sich auch von einer Hautkrankheit befreien und beginnt sein ganzes Leben umzukrempeln. Hier der Trailer zum Film: Hier geht es zur Website: http:/­­/­­www.fatsickandnearlydead.com/­­ Hier zum Buch: Dieser Film ist nicht nur sehenswert - er inspiriert und motiviert, die eigenen Essgewohnheiten noch einmal zu überdenken. Im Grunde ist Entsaften keine neue Erfindung. Vielleicht hat eure Oma früher auch schon entsaftet? Meine Großeltern hatten einen riesigen Garten, in dem jede Menge Obst angebaut und geerntet wurde. Die Früchte wurden dann in einem sehr großen, dampfenden Topfungetüm auf wundersame Weise zu Saft verarbeitet. Als Kind erschien mir dieser Vorgang fast unheimlich… Aber natürlich hatte meine Oma alles bestens im Griff - und das was sie da veranstaltete war nix anderes als ,,Dampfentsaften oder ,,Heißentsaften. Grundsätzlich kann man den Vorgang des Entsaftens in zwei Gruppen einteilen: - Heißentsaften (Dampfensaften) - Kaltensaften Heißensaften Beim Dampfensaften mit einem elektrischen Entsafter oder einem Dampfentsafter werden die Früchte durch Wasserdampf aufgelöst so dass Saft austritt. Kerne und Stiele bleiben dabei getrennt. Auf diese Weise lässt sich mit relativ wenig Aufwand eine große Menge Fruchtsaft herstellen. Durch die Erhitzung wird der Saft natürlich konserviert und kann in sterilen Gläsern langfristig gelagert werden. Für kleine Beerenfrüchte wie z.B. Johannisbeeren ist das Heißentsaften ideal, da man mit dieser Methode den meisten Saft gewinnt. Aber auch für große Mengen Äpfel oder Birnen ist das Dampfensaften sehr gut geeignet, vor allem für Gartenbesitzer, die ihre Obsternte vor dem Winter ,,verarbeiten möchten. Zu Bedenken ist jedoch, dass durch das Erhitzen der Früchte leider auch die meisten Nährstoffe und Vitamine verloren gehen. Kaltentsaften Beim Kaltentsaften werden Gemüse und Früchte roh zu Saft verarbeitet - auf diesem Wege bleiben Vitamine, Enzyme und Nährstoffe weitestgehend erhalten. Beim Kaltentsaften gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten bzw. spezielle Geräte: - Zentrifugen - Slow Juicer /­­ Saftpresse 1. Zentrifugenentsafter Bei einem Zentrifugenentsafter werden Obst und Gemüse zuerst mit einer Reibscheibe zerkleinert. Im Anschluss wird der Saft durch Schleudern entzogen und durch ein Sieb von den festen Pflanzenbestandteilen getrennt. Diese bleiben als Trester im Entsafter zurück und der Saft fließt über eine Ausgusstülle ab. Das Entsaften mit der Zentrifuge geht sehr schnell und die Geräte sind leichter und kompakter. Der Anschaffungspreis liegt in der günstigen bis mittleren Preisklasse. Leider ist so ein Gerät wirklich recht laut und durch die Reibung und den anschließenden ,,Schleudergang werden Vitamine und Enzyme angegriffen, da viel Sauerstoff unter die Flüssigkeit gewirbelt wird. Dadurch nimmt der Nährstoffgehalt des Safts ab. Wer morgens jedoch schnell seinen Energiekick für den Tag haben möchte, ist mit einem Zentrifugenentsafter gut beraten. 2. Slow Juice /­­ Saftpresse Mit einem sogenannten „Slow Juicer“ werden Gemüse und Obst besonders schonend zu Saft verarbeitet. Bei dieser Art der Entsaftung können auch „schwierige“ Gemüse wie z.B. Kohl oder Petersilie gepresst werden. Ein „Slow Juicer“ verfügt über eine oder mehrere „Schnecken“, und arbeitet in zwei Schritten: im ersten Schritt wird das Pressgut in Teile gebrochen - im zweiten Schritt werden diese Teile ausgequetscht. Saft und Trester gelangen in zwei getrennte Auffangbehälter. Die „Schnecke“ dreht sich langsam, so dass möglichst wenig Sauerstoff in den Saft gelangt. Das Entsaften mit einem „Slow Juicer“ dauert etwas länger und ist dafür wirklich leise. Der Saft ist homogen und kann mindestens 24 Stunden aufbewahrt werden. Ein Großteil der wichtigsten Inhaltsstoffe verbleibt im Saft und geht nicht verloren. Wer also viel Blattgemüse entsaften möchte – und das hochwertigste „Endprodukt“ erhalten möchte, ist mit der Investition in eine hochwertige Saftpresse sehr gut beraten. Was kann entsaftet werden? Entsaften kann man fast alles an Obst - vielleicht nicht unbedingt Bananen, da sie sehr viel Stärke enthalten. Kernobst wie Kirschen, Pflaumen oder Pfirsiche müssen besser entkernt werden - hingegen man bei Äpfeln oder Birnen das Gehäuse nicht unbedingt entfernt werden muss. Wer empfindlicher ist, was die Bitterstoffe angeht, sollte die Haut von Zitronen oder Orangen ebenfalls entfernen. Zitrusfrüchte oder Melonen müssen auch ohne Schalen entsaftet werden. Die Auswahl an Gemüse ist grenzenlos, da wirklich alles geeignet ist. Grundsätzlich sollte man jedoch darauf achten, alles vorher gut abzuwaschen und rohe Rote Beete vorher zu schälen. Ein Tipp: am besten saisonal einkaufen - nicht nur um Geld zu sparen sondern nur so enthält das Obst und Gemüse der Jahreszeit entsprechend die meisten Nährstoffe. Unterschiede zum Smoothie Der Unterschied zwischen Smoothie und Saft lässt sich leicht erklären: Saft = Smoothie minus Ballaststoffe! Wer lieber möglichst natürliche Lebensmittel mit allem „noch drin“ trinken möchte, ist vielleicht mit einem Smoothie besser beraten. Wer hingegen ein mit Nährstoffen vollgepacktes Getränk haben möchte, der ist mit dem Saft vermutlich besser beraten. Unser Testgerät: BioChef Atlas Entsafter Wir haben den Atlas Entsafter der Firma BioChef für unser Saft-Experiment verwendet. Bei dem Gerät handelt es sich um einen „Slow Juicer“. Die Entsaftung findet hier durch Kaltpressung statt, so dass alle Nährstoffe, Vitamine und Enzyme von Obst und Gemüse erhalten bleiben. Das Gerät lässt sich selbsterklärend zusammenbauen – wir mussten nicht die Bedienungsanleitung lesen Der Entsafter besitzt ein hohes Eigengewicht, so dass er sicher steht. Durch den relativ kleinen Einfüllschacht findet die Pressung sehr langsam, dafür besonders schonend statt. Der Bio Chef Atlas Entsafter ist geeignet für Obst oder Gemüse sowie fast alle Blattgemüse. Hier sieht man, wie er arbeitet: VIDEO Die Saftausbeute ist wirklich beeindruckend, ebenso wie die saubere Ausgabe der Reste, auch Trester genannt. Die Konsistenz aller unserer Säfte war hervorragend und nicht schaumig. Ich habe zwei Gläser im Kühlschrank aufbewahrt und konnte den Saft noch 24 Stunden später genießen. Dieser Entsafter ist auch echt leise! Einziger Kritikpunkt wäre vielleicht der Reinigungsprozess - wir hatten ein bisschen Probleme beim Auseinandernehmen der einzelnen Teile. Laut Hersteller gibt es aber eine Selbstreinigungsfunktion um das Gerät zwischen den Entsaftungsvorgängen zu „säubern“. Mehr Info: Hier kann man den Entsafter kaufen: Bei www.vitality4life.de  mit einem Gutscheincode 5%: deutschlandistvegan5 oder bei www.amazon.de Unsere Freestyle-Rezepte Wir haben relativ spontan in der Obst- und Gemüseabteilung von Karstadt eingekauft, davon einen Teil in Bio-Qualität und den Rest konventionell. Wir haben insgesamt ca. 25 Euro ausgegeben - aber gar nicht alles verwendet. Die Ausbeute pro Rezept beläuft sich auf zwei größere Gläser. Hier unsere vier Favoriten: „Gurke Energy“ |  Zutaten: - 1 Salatgurke - 1 Apfel - 1 Birne - 1/­­2 Zitrone - 2 Handvoll Feldsalat „Erdbeer Paprika Kiwi“ | Zutaten: - 1 Kiwi - 1 Apfel - 1 Paprika - 2 Handvoll Erdbeeren   „Bunter Möhren Mix“  |  Zutaten: - 2 Möhren - 3 Stangen Sellerie - 2 Stangen Rababher - 1 Saftorange - 1 Apfel „Grüne Ananas“ | Zutaten: - 1 Handvoll Blattspinat - 1 Apfel - 1/­­2 Orange - 1/­­2 Zitrone - 1/­­2 Gurke - 1 kleines Stück Ingwer  Welche Rezepte kennt ihr? Teilt sie gerne mit uns. Danke vitality4life für das Gerät zum Testen. Der Beitrag Entsaften: Superfood zum Trinken erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

10 tolle Dokumentationen zum Thema Veganismus

15. April 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Wie informieren wir uns zu Themen wie Veganismus, Ernährung oder Nachhaltigkeit? Hier und da bekommt man das eine oder andere von Freunden und Bekannten mit, durch soziale Medien oder durch einen Fernsehbeitrag. Möchte man es dann aber genauer wissen, helfen natürlich vor allem Infoseiten im Internet, Bücher und Dokumenationen. Im Folgenden möchte ich euch 10 Dokumentationen nennen, die ich super interessant fand und finde. Nicht alle behandeln ganz explizit und ausschließlich das Thema Veganismus, aber sie werfen einen sehr kritischen Blick auf „unseren Konsum“. Earthlings Der „Klassiker“ schlechthin. Kein anderer Film dürfte so viele Menschen dazu bewegt haben, fortan vegan zu leben. Kein anderer Film dürfte allerdings auch so viele zum Weinen gebracht haben. Nichts für schwache Nerven! Gabel statt Skalpell Diese gut gemachte Doku erklärt den Zusammenhang zwischen falscher Ernährung und der amerikanischen Volkskrankheit Fettleibigkeit. Colin Campbell, Autor der „China Study“, erläutert seine Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen dem Verzehr tierischer Eiweisse und dem Auftreten von Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes oder Rheuma. Cowspiracy Für mich eine der besten wichtigsten Dokumentationen, die aufzeigt, wie sehr wir Menschen mit unserem Konsum Umwelt und Tiere schaden - und warum sich Umweltorganisationen in Schweigen hüllen, wenn man sie auf den Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Umweltschädigung anspricht. Gibt es inzwischen auch auf deutsch zu sehen. We feed the world Schon etwas älter, aber nicht minder sehenswert. Der ruhige und sachliche Film zeigt die Konsequenzen von Globalisierung und Ernährung, wie die unglaubliche Verschwendung von Lebensmitteln und Zerstörung von Lebensräumen. Unser täglich Brot Ein Dokumentarfilm, der sich mit der Massenproduktion von Lebensmitteln in Europa beschäftigt. Kein spezieller Vegan-Fokus, aber trotzdem äußerst sehenswert und lehrreich. Live and let live Live and Let Live ist ein Dokumentarfilm über unser Verhältnis zu Tieren, die Geschichte des Veganismus und die ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Hintergründe, die Menschen dazu bewegen, vegan zu leben. Taste the waste Taste the Waste ist ein deutscher Dokumentarfilm aus dem Jahr 2011 vonValentin Thurn über den Umgang der Industriegesellschaften mit Nahrungsmitteln und die globalen Ausmaße vonLebensmittelabfall. Vegucated Eine superinteressante Doku, die drei omnivore New Yorker 6 Wochen lang bei ihrem veganen Experiment und seinen Folgen begleitet. Making the connection Making the Connection zeigt die Vorteile einer veganen Lebensweise, modern und optimistisch, mit gut recherchierten Fakten. Der Film zeigt elf Menschen, aus ganz verschiedenen Lebensbereichen, die alle vegan leben und den Veganismus aus ethischer, gesundheitlicher und praktischer Sicht beleuchten. Fed up! Eine sehr interessante Dokumentation, die zeigt, wie die Nahrungsmittelindustrie uns davon überzeugen möchte, das Falsche zu essen, und wie groß der Zusammenhang zwischen einer falschen Ernährung und der Entstehung von Krankheiten ist. Bonus: Los Veganeros Bonus, weil Los Veganeros keine Dokumentation, sondern ein Spielfilm zum Thema Veganismus ist. Ein richtig guter sogar. Und Teil 2 ist gerade in der Mache! Was fehlt auf dieser Liste? Wir freuen uns über Ergänzungen in den Kommentaren! Danke!               Der Beitrag 10 tolle Dokumentationen zum Thema Veganismus erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.


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