Kalzium - vegetarische Rezepte

Kalzium vegetarische Rezepte

Getreide selber mahlen - sinnvoll oder unnötig? (+ Verlosung einer KoMo Getreidemühle)

28. Oktober 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Getreide selber mahlen - sinnvoll oder unnötig? (+ Verlosung einer KoMo Getreidemühle)Wer von euch in letzter Zeit einmal auf einer veganen Messe war, hat sicher neben vielen Lebensmitteln auch das eine oder andere Küchengerät gesichtet. Vor allem Hochleistungsmixer haben in den letzten Jahren ihren Einzug in unsere Küchen geschafft, weil man damit großartige Smoothies, Rohkost-Eis, Aufstriche, Nussmus und vieles andere selbst herstellen kann. Eine tolle Sache also, so ein Mixer! Und schaut man dann weiter, wird man ganz sicher auch schnell auf Geräte wie Entsafter oder Dörrgeräte stoßen, und auch mit denen kann man seinen Speiseplan immens bereichern. Natürlich gibt es zur Unterstützung und Vereinfachung einer gesunden veganen Ernährung aber auch noch so einige andere interessante Küchenhelfer, z.B. Getreidemühlen. Getreidemühlen? Klingt oldschool? Ja, tatsächlich mahlen viele Menschen ihr Getreide selbst - und das ist gerade wieder echt ,,im Kommen. Selber mahlen und backen ist gerade ein großer Trend, es wird sich im Netz eifrig ausgetauscht, und auf Instagram findet zu man zu Stichworten wie #sourdough tausende Fotos von Sauerteigbroten. Selber machen ist einfach total in, und das ist auch gut so: Beschäftigt man sich ein wenig eingehender mit dem Thema, überrascht die wachsende Begeisterung wenig, denn für das Mahlen von Getreide (und anderen Lebensmitteln, wie ihr gleich noch lesen werdet) Zuhause spricht eine ganze Menge! Selber mahlen ist gesünder und sogar auf Dauer deutlich günstiger - und es schmeckt viel besser. Volle Nährstoffbreite voraus mit vollwertigem Mehl! Für mich das beste Argument: Wer selber mahlt, bekommt das komplette Nährstoffspektrum geboten. Gerade in der Schale von Getreidearten wie Weizen oder Dunkel finden wir einen Großteil der Nährstoffe - warum sollte man auf diese verzichten? Das volle Korn bietet jede Menge Vitamine, wichtigen Spurenelemente und Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium und Kalzium, sowie wertvolle ungesättigte Fettsäuren und Eiweiße. Gemahlenes Getreide verliert schon nach wenigen Stunden wichtige Nährstoffe, Vollkornmehl wird dadurch schnell ranzig. Kaufst du also Vollkornmehl im Supermarkt, so ist das schon vor Wochen oder Monaten gemahlen worden - und enthält damit nur einen Bruchteil der Nährstoffe von frisch gemahlenem Getreide. Ganze Getreidekörner halten sich hingegen sehr lange ohne jeglichen Nährstoffverlust. Besser ist es also, Getreide bei Bedarf frisch zu mahlen und direkt zu verwenden.   Selbstgebackenes Brot Warum aber sind dann Auszugsmehle (Weißmehl) so beliebt geworden in den letzten Jahrzehnten? Ganz einfach: Weil sie besser haltbar sind. Randschichten und Keim werden bei der industriellen Produktion entfernt, womit das Getreide lange haltbar bleibt. Leider gehen aber auch jede Menge Nährstoffe bei diesem Prozess verloren. Man bekommt nicht mehr ein Lebensmittel mit seinem kompletten Nährstoffkomplex, sondern ein eher ,,totes Lebensmittel, das uns nicht mehr viel zu bieten hat. Vollkornmehl enthält ca. 1800 mg Mineralstoffe auf 100 Gramm Mehl, ein Auszugsmehl Typ 405 nur 405 mg Mineralstoffe auf 100 Gramm Mehl. Das heißt, ihr könnt an der Typenbezeichnung, die ihr auf jeder Packung findet, sofort ablesen, wie nährstoffreich das Mehl noch ist. Klar ist, dass Auszugsmehl deutlich ungesünder ist als das volle Korn, und auch den Blutzuckerspiegel schön in Ruhe lässt, während weißes Mehl sofort in Zucker umgewandelt wird und den Blutkreislauf mit einfachen Zuckermolekülen flutet. Der muss das ausgleichen, in dem er das Hormon Insulin ausschüttet, das den Zucker in die Zellen leitet. Die Vielzahl an Weißmehlprodukten, die man im Supermarkt findet, darf man getrost als Fast Food bezeichnen. Sie sind in hohem Maße mit dafür verantwortlich, dass soviele Menschen unter Übergewicht leiden oder an Diabetes erkranken. Für mich bedeutet eine gesunde Ernährung daher immer, auf den vollen Nährstoffgehalt zu setzen, den mir Pflanzen bieten. Was kann man alles mahlen? Nun denkt man bei der Bezeichnung ,,Getreidemühle natürlich in er erster Linie an Getreide, logisch. Und davon gibt es ja auch eine Menge: Weizen, Roggen, Dinkel, aber auch alte Sorten wie Emmer, Kamut oder Einkorn. Natürlich auch sogenanntes Hartgetreide wie Mais, Hirse oder Reis. Die Bandbreite ist hier schon ziemlich groß. Aber eine gute Getreidemühle kann noch viel mehr mahlen. Zum Beispiel auch Pseudogetreide wie Quinoa, Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen, Kaffeebohnen oder Gewürze (z.B. Pfeffer oder Senfkörner) oder gar Kräuter wie Salbei. Aufpassen sollte man allerdings bei allem, was ölhaltig ist - das mögen Getreidemühlen gar nicht gerne, z.B. Leinsamen, Hafer oder Mohn. Die sollte man besser in einem Flocker verwerten. Also immer vorher genau schauen, was die jeweilige Getreidemühle ,,kann. (c) the perfect loaf Die Anschaffung einer Getreidemühle ist natürlich eine Investition, keine Frage. Doch diese rentiert sich, wenn man sie regelmäßig nutzt, denn fertig gemahlene Produkte aus dem Laden sind teurer, als wenn man selber mahlt. Du kannst dir z.B. dein eigenes Kichererbsenmehl aus getrockneten Kichererbsen herstellen - deutlich günstiger als im Bioladen! Mit der Zeit also freut sich nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch der Geldbeutel über die Anschaffung einer Getreidemühle. Ist das Mahlen schwierig? Überhaupt nicht! Im Prinzip muss man nur das Gerät einschalten, den gewünschten Feinheits-Grad einstellen und das Getreide einfüllen - den Rest erledigt die Mühle. Reinigen braucht man die Mühle in der Regel nicht nach dem Gebrauch, und wenn, dann geht das ganz einfach, indem man Reis durchlaufen lässt. Interview mit einem Experten: Marcel Koidl von KoMo Marcel Koidl KoMo ist ein Unternehmen aus Tirol, das seit über 30 Jahren schon Getreidemühlen herstellt, und diese in über 30 Länder exportiert. Die Mühlen von KoMo sind quasi Kult, nicht zuletzt weil sie eine tolle Qualität haben und nachhaltig in einer Behindertenwerkstatt in Tirol hergestellt werden, natürlich aus umweltfreundlichem Holz. Das Unternehmen hat verschiedene Modelle im Angebot, preislich geht es bei momentan 199 Euro los. Hallo Marcel, ihr stellt schon seit über 30 Jahren Getreidemühlen her. Was war denn eigentlich die Motivation, das zu tun? Wir wollten es den Leuten einfacher machen, ihr Mehl selber frisch zu mahlen, damit sie nicht altes Industriemehl essen müssen. Die Motivation kam wie häufig aus der eigenen Erfahrung, weil mein Vater, der Firmengründer gemerkt hat: Das tut mir gesundheitlich gut und schmeckt einfach besser. Und so ist er auf der Idee gekommen, selber Getreidemühlen zu bauen. Dass seine Mühlen mal in 30 Länder exportiert werden würden, hat er sich natürlich im Traum nicht ausgemalt. Warum soll man nicht einfach im Supermarkt Getreide kaufen - ist doch viel einfacher? Einfacher als eine Hand Getreide in die Mühle zu geben - und die erledigt den Rest? Getreide lässt sich - richtig gelagert - 1000 Jahre lagern, das wussten schon die Ägypter. Das Mehl, das es im Supermarkt zu kaufen gibt, ist bereits vor mehreren Monaten vermahlen worden und nicht mehr frisch. Wichtige Bestandteile des vollen Korns wurden entfernt und das Getreide behandelt, damit es haltbar wird. Lohnt sich die Anschaffung einer Getreidemühle für jeden, oder ist das eher was für Backprofis? Spätestens wenn man ein Brot mit frisch gemahlenen Zutaten probiert hat, stellt sich einem diese Frage quasi nicht mehr. Unsere günstigste Mühle verkaufen wir für 199 EUR mit 12 Jahren Garantie. Auf die Garantiezeit umgerechnet sind das nicht mal 17 EUR im Jahr für frisches Mehl. Ausserdem kann man auch Gewürze oder Kaffee mahlen, und selbst gemahlen ist deutlich günstiger als gekauft. Die Anschaffung rentiert sich also auch finanziell. Was ist das Besondere an euren Mühlen? Neben unserer 12-Jahre-Garantie finde ich sehr erwähnenswert, dass unsere Mühlen absolut fair in Tirol produziert werden. Unser Holz ist zertifiziert nachhaltig gewonnen, wir fördern die regionale Wirtschaft und lassen in einer Behindertenwerkstatt anfertigen. Wir wollen verantwortungsoll wirtschaften, das ist uns unheimlich wichtig, das ist unsere Philosophie. Danke für das Interview, Marcel! Momentan läuft eine Aktion bei KoMo, die zwei Mühlen zum Sonderpreis anbietet. Man spart 60 Euro beim Kauf einer ,,Fidibus 21 oder ,,Fidibus MEDIUM. Vielleicht ist das ja eine gute Gelegenheit zuzuschlagen?! KoMo findet ihr auch auf Facebook, Instagram und Youtube. KoMo Fidibus 21 Verlosung einer KoMo Getreidemühle Freundlicherweise hat uns KoMo eine ,,Fidibus 21 zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ihr wollt an der Verlosung teilnehmen? Schaut mal auf unsere Facebook Seite oder bei Instagram. Dort könnt ihr ganz einfach an der Verlosung teilnehmen! Viel Erfolg! Der Beitrag Getreide selber mahlen - sinnvoll oder unnötig? (+ Verlosung einer KoMo Getreidemühle) erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Vegane Brownies aus Medjool Datteln

29. Juli 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Vegane Brownies aus Medjool DattelnWie wäre es denn mit einem Brownie Rezept, welches super schokoladig, aber dennoch gesund ist? Die wichtigste Zutat für dieses vegane Brownies Rezept sind Medjool Datteln. Die Medjool Dattel wird nicht umsonst die Königin der Datteln genannt. Sie gehört unverkennbar zu den größten und köstlichsten Datteln. Auch wenn diese vielleicht etwas runzelig aussehen, schmeckt sie als gesunder Snack umso besser. Wenn wir eine dieser Datteln essen, dann schmecken wir Karamell, Honig, Marzipan, Schokolade... Einfach zuckersüß und unglaublich lecker. Eine tolle, vegane Süßigkeit! Der einzigartige Geschmack dieser besonderen Sorte macht sie zur beliebtesten ihrer Art. Im Vergleich zu anderen Dattelsorten, die man in mittlerweile in jedem Supermarkt bekommt, merkt man einen deutlichen Unterschied in Konsistenz und Geschmack! Kleiner Tipp: Derzeit gibt es die Medjool Datteln bei Keimling im Angebot! Alternativ kann man die Datteln im türkischen Supermarkt ebenfalls meist günstig kaufen! Medjool Datteln sind ein Naturprodukt und werden komplett naturbelassen. Sie sind also frei von Zusätzen wie Schwefel oder Zucker, deshalb solltet ihr sie möglichst kühl lagern – am besten im Kühlschrank. Wusstet Ihr, dass früher die Medjool Datteln aufgrund ihrer Kostbarkeit nur königlichen Personen vorbehalten wurden? Heute können wir zum Glück alle diese Leckerei genießen...   Am liebsten essen wir die Datteln als Snack zwischendurch. Aufgrund des hohen Kalium-, Kalzium- sowie Magnesiumgehalts sind sie auch ein optimaler Energiespender. Sie eigenen sich jedoch auch hervorragend zum Süßen von veganen Smoothies, Müslis und auch beim Backen kann man sie verwenden. Sie sind also eine super Alternative zu Zucker! Probiert doch auch mal eine selbstgemachte Dattelpaste als Brotaufstrich! Heute haben wir ein leckeres schokoladiges und gesundes Brownie Rezept für euch: Rohe Brownies mit einer ,,Geheimzutat, die sie besonders saftig machen! Mit dem zusätzlichen Schokoladen-Topping besteht Suchtgefahr! Die Zubereitung ist sehr einfach und schnell. Am besten verwendet ihr eine kleine Küchenmaschine oder einen Hochleistungsmixer!     Ihr braucht für dieses Rezept gar nicht so viel Zutaten: Echter Kakao, Datteln statt Zucker, Haferflocken und Nüsse… Schon habt ihr ein vollwertiges und gesundes, veganes Dessert. Eine perfekte Alternative bei Gelüsten nach etwas Süßem!         Vegane Brownies aus Medjool Datteln Zutaten: Für die Brownies: 130 g Medjool Datteln 50 g Mandeln 45 g Haferflocken 30 g Kakao 2 EL Kokosöl 1 Karotte – Geheimzutat   Für das Topping: 4 EL Kakao 2 EL Pflanzenmilch (warm) 2 EL Ahornsirup/­­Agavendicksaft 1 EL Kokosöl   Zubereitung: Alle Zutaten für die Brownies in den Mixer geben und zu einer klebrigen, aber noch leicht bröseligen, Masse verarbeiten. Wenn es zu feucht ist, könnt ihr noch ein paar Haferflocken dazu geben. Die Masse anschließend auf eine mit Backpapier ausgelegte Form drücken. Am besten funtkioniert das mit feuchten Händen. Wenn eure Form zu groß ist, dann drückt die Masse einfach auf einem Teller zu einer rechteckigen Form. Für das Topping der veganen Brownies die Zutaten so lange verrühren, bis es schön geschmeidig ist. Danach gleichmäßig über die Brownie Masse geben. Nun alles für etwa 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, bis alles fest geworden ist. Dann könnt ihr die leckeren Raw Brownies in Stücke schneiden und kalt genießen. Guten Appetit!   Tipp: Wenn die Datteln zu trocken sind, dann für etwa 30 Minuten in warmes Wasser einlegen oder auch direkt etwas Wasser zur Masse geben!   Der Beitrag Vegane Brownies aus Medjool Datteln erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Basilikum-Limonade mit Limette & Ingwer

17. Juli 2017 Eat this! 

Basilikum-Limonade mit Limette & IngwerAlso irgendwie kann sich der Sommer dieses Jahr nicht so richtig entscheiden, oder? Sobald es mal ein bisschen heiß ist, kommen die Unwetter mit geballter Ladung und kühlen die Luft gleich für die nächsten Tage so was von runter, dass man direkt wieder zu langer Hose und Pullover greifen muss! Ganz oder gar nicht ist angesagt. Letzte Woche durften wir noch bei Durchschnittswerten um die 18 Grad bibbern, ab heute soll das Thermometer dagegen schon wieder fast die 30er Marke erreichen - hier im Süden jedenfalls. Und meine Lieblingssommertemperaturen werden einfach geschickt ausgelassen. ? Aber okay. Wann sonst, wenn nicht bei richtig warmen Sommerwetter schmecken Popsicles, Iced Coffee oder leckere, frische hausgemachte Limos einfach so richtig gut? Eben. Wir haben in den letzten Wochen richtig viele Limos gemixt, gerührt und geschüttelt und wollen dir heute eine unserer absoluten Lieblinge präsentieren - für uns gibt es gerade an heißen Abenden nichts Besseres! Alles was du brauchst sind ein bisschen frischer Basilikum von der Fensterbank, ein Stückchen Ingwer, frische Limetten und leckeren braunen Reissirup, z. B. von naVitalo, oder ein anderes Süßungsmittel, das du magst. Gerade für Limos, Tees & Co. verwenden wir sehr gerne Reissirup, da er eine schöne nussig-karamellige Note hat und einfach lecker schmeckt. Reissirup wird ganz einfach aus gemahlenem Reis gewonnen, der anschließend in Wasser aufgelöst und zu Sirup eingekocht wird. Die leckere Süße enthält außerdem einige natürliche Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Eisen und ist der ideale Zuckerersatz für alle, die an Fructoseintoleranz leiden - denn Reissirup enthält von Natur aus keinerlei Fruchtzucker. Plus: Reissirup lässt den Blutzuckerspiegel nur sehr langsam ansteigen - das Sättigungsgefühl hält damit um einiges länger an. Finden wir gut.?? Die grüne, erfrischende Basilikum-Limonade ist übrigens in weniger als fünf Minuten zubereitet und macht auch optisch ordentlich was her, oder? ? Genieße sie einfach pur auf Eis oder als Basis für leckere Sommercocktails! Mit feinem Gin, prickelndem Prosecco oder einem Schuss Wodka - alles superlecker und sooo schön. Hachi. Welche sind deine liebsten Sommergetränke? Basilikum-Limonade mit Limette & Ingwer - 1 Handvoll Basilikum - 2 Limetten - 1 daumengroßes Stück Ingwer - 3 EL Reissirup - 700 ml Mineralwasser - 1 Handvoll Eiswürfel -  Limetten auspressen. - Alle Zutaten bis auf die Eiswürfel in einen High-Speed-Blender geben und glatt mixen. - Mit Eiswürfeln servieren. Reklame! Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der naVitalo UG entstanden, er spiegelt jedoch ausschließlich unsere eigene Meinung wider. Danke, dass du Produkte und Marken unterstützt, die Eat this! supporten. Der Beitrag Basilikum-Limonade mit Limette & Ingwer erschien als erstes auf Eat this!. Related posts: - Kurkuma Elixier mit Orange & Ingwer - Grapefruit Fizz {alkoholfrei} - Detox Beet and Ginger Smoothie

biozentrale - Bio-Pionier mit tollem Onlineshop

23. Juni 2017 Deutschland is(s)t vegan 

biozentrale - Bio-Pionier mit tollem OnlineshopKommt dir die Marke biozentrale bekannt vor? Vielen wahrscheinlich erstmal nicht, obwohl es die ersten Produkte von biozentrale schon 1976 gab - ein wahrer Pionier in der Bioszene also. Die Produkte findest du tatsächlich aber in vielen Supermärkten, z.B. bei Rewe oder Edeka. Das Unternehmen fördert eigene Anbauprojekte und gibt sich selber deutliche strengere Richtlinien bei der Beschaffung von Rohstoffen und der Verarbeitung als die EU-Richtlinien es vorsehen. Sehr vorbildlich! Das Sortiment ist groß und wächst weiter: Produkte zum Kochen und Würzen, Brotaufstriche, Superfoods, Pasta, Müsli, asiatische Spezialitäten, Essig & Öle, Backartikel, Snacks und Süßigkeiten - die ganze Bandbreite wird angeboten. Unter dem Label ,,BioKids findet man für eine jüngere Zielgruppe passende Produkte wie Fruchtmus, Tomatensauce oder Bären-Pasta. Praktischerweise kann man all diese Produkte auch online im schön gemachten und übersichtlichen Online-Shop von biozentrale kaufen. Wer ganz gezielt nach ausschließlich veganen Produkten sucht, wird in der Kategorie ,,Vegane Welt fündig. Menschen, die auf Gluten verzichten, finden auch hierzu eine passende Kategorie. Bio- und Rezepteboxen Interessant sind auch die vielen angebotenen Bio-Boxen, z.B. die ,,Probier-Box-Vegan. Du kannst aus einer Menge thematisch zusammengestellter Boxen auswählen, von der ,,Smoothie-Mixbox über die ,,Studentenküche Vorratsbox bis hin zur ,,Orientalischen Genussbox. Super praktisch ist, dass du auch hier nach rein veganen Boxen filtern kannst. Außerdem werden noch Rezepte-Boxen angeboten, die 3 Rezepte und alle nötigen Zutaten (außer der frischen Ware) enthalten. Hier scheint es aber noch kein rein veganen Optionen zu geben. Der Onlineshop von biozentrale bietet außerdem eine Rezeptedatenbank und einen Blog. Ab 39,95 Euro kannst du übrigens Versandkostenfrei bestellen, außerdem gibt es 5 bzw. 10% Rabatt bei Bestellungen mit einem Wert von über 24,95 Euro bzw. 49,95 Euro. Proteinreiche Alternativen zu Getreidemehlen Interessant ist die Mehl-Abteilung. Klingt langweilig, oder? Ist es aber gar nicht, denn die meisten von uns verwenden regelmäßig Mehl zum Backen oder Kochen. Viele aber möchten kein Weizenmehl verwenden oder müssen (oder möchten) auf glutenhaltige Lebensmittel verzichten. Es lohnt daher mal ein Blick auf die Alternativen, und davon gibt es inzwischen einige, auch im Onlineshop von biozentrale, z.B.: - Kokosmehl - Amarantmehl - Quinoamehl - Kichererbsenmehl   Das Kokosmehl ist glutenfrei, besteht zu 100% aus der Kokosnuss, ist sehr proteinreich. Gut zu verwenden für exotische schmeckendere Backwaren, wo ein Hauch Kokos gut passt. Auf der Rückseite der Verpackung gibt es ein Rezept für Kokos-Mandel-Bällchen, klingen sehr lecker. Auch Quinoamehl ist glutunfrei und sehr proteinreich. Wie Quinoa ist auch Amaranth ein sogenanntes ,,Pseudo-Getreide (gehört biologisch nicht zu den Getreiden, wird aber ähnlich verwendet), das bei den Inkas als heiliges Wunderkorn galt, und dort ein Hauptnahrungsmittel darstellte. Der Name ,,Amaranth (kann mit oder ohne ,,h am Ende geschrieben werden) geht aufs griechische zurück: „amarantos“ bedeutet „unsterblich“. Quinoa und Amaranth haben in Sachen Nährwerte die Nase im Vergleich zu herkömmlichen Getreidesorten ganz weit vorne - nicht zuletzt als hervorragende Proteinquellen bei einer veganen Ernährung. Amaranth z.B. enthält viel Kalzium, Eisen und Magnesium, zudem wertvolle Fettsäuren, reichlich Ballaststoffe und eben Proteine. Absolut empfehlenswert, mal statt Weizen, Dinkel & Co. diese glutenfreien und gesunden Getreidealternativen auszutesten! Kichererbsenmehl eignet sich gut zur Bindung, aber auch als Grundlage für orientalische Gerichte wie Falafel, ist ebenfalls glutenfrei und reich an Protein. Ein Blick auf den Vergleich der Mehlsorten-Nährwerte zeigt, dass die Weizenalternativen sich durchaus sehen lassen können, mit einem höheren Protein- und Ballaststoffgehalt. Pro 100 g Kokos Quinoa Amaranth Kichererbsen Weizen Brennwert (Kalorien) 384 352 401 336 339 Eiweiß 21 g 15 g 16 g 19 g 14 g Kohlenhydrate 34 g 59 g 57 g 44 g 71 g Fett 9,9 g 5 g 8,8 g 5,9 g 2,5 g Gesättigte Fettsäuren 8,7 g 0,5 g 2,1 g 1,1 g 0,5 Ballaststoffe 28 g 6,6 g 16 g 16 g 3,5 g Wir haben mal was richtig leckeres aus Amaranthmehl gemacht: Das Rezept für den Amaranth Smoothie haben wir natürlich auch ausführlich für euch ausgeschrieben.  Gewinnspiel Wir verlosen 3 Backfreu(n)de-Boxen an unsere FANS, in der ihr u.a. zwei der gerade vorgestellten Mehlsorten findet und mehr.   Wie kannst du gewinnen? Sei Fan von Deutschland is(s)t vegan, nenne uns eine(n) Freund(in), der oder die gerne gemeinsam mit dir backt und hinterlasse einen netten Gruß! Das ,,Liken und ,,Teilen ist natürlich auch jederzeit willkommen. Hinweis: Das Gewinnspiel beginnt ab sofort und endet am 29.06.2017 um 9 Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird ab dem 29.06.2017 nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und informiert. Die Geschenkaktion steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Gewinnberechtigt ist jeder Facebook User ab 18 Jahren aus Deutschland, der unsere Geschenkaktionanweisungen befolgt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Deine Daten werden ausschließlich im Rahmen der Geschenkaktion genutzt, um die Gewinner zu ermitteln und zu informieren.   Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit biozentrale. Vielen Dank für die Unterstützung. 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High Carb ist das neue Low Carb (1/2)

8. April 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Kohlenhydrate machen dick, verursachen Diabetes und sind neben mangelnder Bewegung einer der Hauptgründe für viele andere ,,Wohlstandskrankheiten, so sagt man zumindest. Dass Inaktivität, also mangelnde Bewegung, allerdings selbst in bewegungsarmen Ländern wie den USA im Jahr 2010 lediglich Platz 5 bei den führenden Todesursachen und Platz 6 bei den führenden Ursachen für Invalidität erzielte, sollte uns bereits neugierig machen, was denn der bedeutendste Risikofaktor für einen frühzeitigen Tod bzw. Invalidität ist. Und die Antwort lautet: unsere Ernährung. In Teil eins widmen wir uns der Frage, wie überhaupt der Hype um „Low Carb“ entstanden ist, warum manche Menschen wieder wie in der Altsteinzeit leben möchten und was internationale Ernährungsgesellschaften dazu sagen. Natürlich ist ein gesundes Maß an Bewegung wichtig, aber nichts in unserer Macht stehende wird so sehr darüber entscheiden, wie gesund wir bleiben, wie die tägliche Entscheidung, was wir essen. Dr. Michael Greger benennt die drei größten Risikofaktoren für unsere Gesundheit folgender Maßen: Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Diese mit einem Augenzwinkern getätigte Aussage hat einen wahren Kern: Während zwar die Rate an mangelernährten Menschen Stück für Stück rückläufig ist, ist an ihre Stelle eine ganze Reihe an Überflusserkrankungen getreten, die uns selbst viele Lebensjahre und unser Gesundheitssystem viele Millionen Euro kosten und im Grunde vermeidbar wären, wenn wir anders essen würden. Begib dich auf deine eigene Recherche Ich weiß, dass man sich im Leben nicht über alles Gedanken machen kann und dies auch nicht muss. Es ist vernachlässigbar, ob wir nun einen Vitamix oder einen Bianco Hochleistungsmixer kaufen oder einen Laptop von Apple oder HP kaufen. Natürlich mag es sein, dass der eine besser als der andere ist, aber beide werden ihren Job erledigen. Genauso wie es die meisten anderen alltäglichen Dinge tun werden. Jeder Fernseher wird uns die Abendnachrichten zeigen und jeder MP3-Player unsere Lieblingsmusik abspielen. Beim Kauf all dieser Dinge kann man sich auch von mir aus auf die Reviews auf einem Portal wie Amazon verlassen. Aber wenn es um unsere Ernährung und damit um unsere eigene Gesundheit geht, würde ich vorschlagen, dass wir uns selbst eigenständig darüber informieren und uns nicht darauf verlassen, was wir als Kinder beigebracht bekommen oder wir in irgendeinem Forum, Blogpost oder Buch gelesen haben. Das gleiche gilt auch für diesen Artikel: Glaub nicht einfach, was du hier liest, sondern begib dich auf deine eigene Recherche und informiere dich so akribisch darüber, als würde dein Leben davon abhängen. Denn im Grunde tut es das auch. High Carb VS Low Carb Natürlich geht es bei Ernährung um Geschmack. Aber es geht auch um die Zukunft unseres Planeten und seinen limitierten Ressourcen. Und es geht um das Leben von Milliarden Lebewesen, die wir essen und Millionen weitere, die an den Folgen des Konsums dieser Lebewesen erkranken und sterben. Daher schlage ich vor, dass wir die grundlegendste aller Ernährungsfragen etwas ausführlicher beleuchten: Sollte die Basis unserer Ernährung pflanzlich und damit kohlenhydratbetont sein oder ,,Low Carb mit jeder Menge tierischer Produkte, wie es viele Fitness-YouTuber ohne irgendeine akademische Ausbildung im Ernährungsbereich vorschlagen? Low Carb rein pflanzlich? Das ist Quatsch! Manche Leute würden vorschlagen, dass man ja auch ,,Low Carb rein pflanzlich essen kann und es wurden sogar Bücher zu diesem Thema verfasst, aber das ist Quatsch. Der Hauptmakronährstoff der meisten pflanzlichen Lebensmittel sind Kohlenhydrate und wenn wir uns isokalorsich, also kaloriendeckend, vegan ernähren möchten und abgesehen von purem Öl, Avocados, Oliven und einigen sehr fettreichen Samen auch noch andere Dinge essen wollen, betreiben wir bereits keine ,,Low Carb Ernährung mehr. ,,Low Carb Vegan ist also schon fast ein Oxymoron, weil diese Begrifflichkeiten sich gegenseitig widersprechen. Die Kategorien ,,High Carb und ,,Low Carb sind natürlich viel zu sehr vereinfacht. Es gibt wie erwähnt sehr gesunde ,,Low Carb-Lebensmittel wie Avocados, Nüsse, Samen und einige weniger gesunde ,,High Carb-Lebensmittel wie Lollies oder Zimtschnecken. Wenn ich von ,,High Carb spreche, dann spreche ich aber nicht von Weißmehlbrötchen, heller Pasta und Süßigkeiten, sondern von einer Ernährung, deren Basis vollwertige Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Obst und Gemüse sind. All diese Lebensmittel enthalten den Großteil ihrer Kalorien in Form von Kohlenhydraten und können so dieser Ernährungsform zugeordnet werden. Diese Lebensmittelgruppen bildeten auch die Grundlage der Nahrung aller Menschen der vergangenen Jahrhunderte, die in den sogenannten ,,Blue Zones gelebt haben. Diese ,,Blue Zones bezeichnen Teile auf der Welt, in denen Menschen überdurchschnittlich alt werden und selbst im hohen Alter noch körperlich aktiv und gesund sind. Zu diesen Zonen gehören unter anderem Okinawa (Japan), Sardinien (Italien), Nicoya (Costa Rica), Ikaria (Griechenland) und die Siebenten-Tages-Adventisten in Loma Linda (Kalifornien). Alle ,,Blauen Zonen sind geprägt von einer Ernährungsweise, die entweder auf Getreide oder stärkehaltigen Wurzeln und Hülsenfrüchten aufbaut und zu einem überwiegenden Teil pflanzlich ist. Also das genaue Gegenteil jeder Paleo-, Atkins- oder anderer ,,Low Carb-Ernährungsweisen. Anhänger der Steinzeitdiät beziehen sich in ihren Ausführungen stets auf die Ernährungsweise in der Altsteinzeit vor über 10.000 Jahren und geben diese als Vorbild für eine gesunde Ernährungsweise an. Abgesehen von der Tatsache, dass es gar keine einheitliche Steinzeiternährung gab, weil diese je nach klimatischen Bedingungen in vielen Teilen der damaligen Welt anders zusammengestellt war, wurden zu dieser Zeit auch keine Langlebigkeitsphänomene beobachtet und generell hatten Menschen in der Altsteinzeit wenig vorzuweisen, was sie zu einem geeigneten Vorbild für unsere aktuelle Bevölkerung macht. Ob der Großteil der Menschen in der Altsteinzeit tatsächlich auch nur im Ansatz so viel Fleisch gegessen hat, darf darüber hinaus auch angezweifelt werden. Wieso orientieren wir uns aber überhaupt an ihnen und nicht eher an den Bewohnern der ,,Blue Zones? Hochkultur oder Höhlenmensch? Wenn wir unbedingt weiter zurück in die Geschichte blicken möchten, dann rate ich aber auch dazu, nicht gleich in die Altsteinzeit zu gehen, sondern lediglich ein paar tausend Jahre zurück zu all den Hochkulturen dieses Planeten. Jede Hochkultur in der späteren Evolution des Menschen konnte sich nur aufgrund des Ackerbaus und der damit verbundenen Sicherstellung der Nahrungsversorgung zu eben dieser entwickeln. Wie der Artgenosse in seinem großartigen YouTube-Video ,,Hey Veganer, Fleisch hat uns intelligent gemacht auf den Punkt bringt, war es weniger das Fleisch, sondern zu Beginn eher das Erhitzen der Nahrung und später der Ackerbau, der unser Überleben sichern konnte. Es mag sein, dass auch die Jagd an sich und das damit verbundene agieren und kommunizieren in der Gruppe dazu beigetragen hat, dass sich unser Gehirn weiterentwickelt hat. Aber auch diese Evolution scheint mittlerweile abgeschlossen zu sein und selbst wenn Fleisch zu irgendeinem Zeitpunkt eine Rolle in der Evolution des Menschen gespielt hat, hat es für die Gegenwart keine Relevanz mehr. Wir werden nicht mehr intelligenter, wenn wir weiterhin Fleisch essen und wir entwickeln uns auch nicht zurück, wenn wir damit aufhören. Der reine Nährwert von Fleisch ohne entsprechende genetische Veranlagung und andere Einflussgrößen kann ohnehin kaum zu einer Entwicklung wie jener des Menschen führen. Denn wenn Fleisch alleine so viel bewirken könnte, würden Löwen und andere Raubtiere heute ebenfalls ähnlich schlau wie wir sein. Aber zurück zu den Hochkulturen, die wie wir komplexe soziale Strukturen, Schrift, Sprache und Kalenderwesen hatten und damit wesentlich weiter entwickelt waren als Menschen in der Altsteinzeit. Jede Hochkultur hat Ackerbau betrieben und sich dementsprechend kohlenhydratbetont ernährt. Gesättigte Fette, Cholesterin, Östrogenen & andere Wachstumshormone Der über Jahrtausende hinweg anhaltende Verzehr von stärkehaltigen Getreiden und Wurzeln hat außerdem dazu geführt, dass wir Menschen von allen Tieren den höchsten Gehalt an Amylase im Speichel und im Verdauungstrakt aufweisen. Das erleben wir ja auch beim Konsum von Milch, die viele skandinavische Bevölkerungsgruppen heute besser spalten können als andere Bevölkerungen, die historisch nie oder sehr selten im Erwachsenenalter getrunken haben. Im Gegensatz zum Getreide kommt die Milch allerdings mit jeder Menge gesättigter Fette, Cholesterin, Östrogenen und anderen Wachstumshormonen im Paket, an welche sich unser Organismus nicht im selben Maße adaptieren konnte und von daher würde ich trotzdem weiterhin von Milch abraten. Aber zurück zur Amylase. Amylase ist ein stärke-spaltendes Enzym, welches uns erlaubt, die Stärke im Getreide abzubauen und damit für uns verwertbar zu machen. Wenn wir physiologisch dazu gemacht wären, kohlenhydratarm bzw. ohne Getreide zu leben, warum sollten wir dann so beachtliche Mengen dieses Enzyms im Körper haben? Wie uns die Geschichte zeigt, wurden seit jeher Getreide im Orient, Reis in Ost-Asien, Mais in Mittelamerika und Kartoffeln in den Anden angebaut und als Grundnahrungsmittel verzehrt. Im Rahmen der Evolution passen sich Lebewesen an die Bedingungen der Außenwelt an. Und so haben wir über die Jahrtausende hinweg die Fähigkeit entwickelt, optimal mit einer kohlenhydratreichen Ernährung zu funktionieren. Vitamin C in vielen Obst- und Gemüsesorten Im Gegensatz zu ,,richtigen Fleischessern können Menschen auch Vitamin C nicht selbst bilden und sind dadurch auf die Zufuhr von Vitamin C durch die Nahrung angewiesen. Während Muskelfleisch, Milch und Eier beinahe frei von Vitamin C sind, finden wir dieses Vitamin in großer Menge in vielen Obst- und Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika, Orangen, Zitronen, etc. Wenn wir also dem Beispiel der Paleoanhänger folgen und einen Blick zurück in die Geschichte werfen, kommen wir unweigerlich zum Ergebnis, dass sowohl jede Hochkultur unserer Geschichte als auch jene Bevölkerungsgruppen mit den meisten Hundertjährigen stets eine pflanzenbasierte, kohlenhydratreiche Ernährungsweise praktiziert haben. Warum sollten wir also etwas anderes tun? Aber der Mensch brauch doch Proteine?! Ja, der Mensch benötigt auch Proteine für seine Entwicklung. Die Frage ist aber eher, ob er tatsächlich so viel davon braucht, wie uns die Werbung und andere Medien suggerieren. Dass die menschliche Muttermilch im Gegensatz zu allen anderen Muttermilchsorten von Kuh, Schaf und Ziege über Ratte und Katze einen im Durchschnitt doppelt bis dreifach so hohen Kohlenhydratgehalt und nur einen viertel bis halb so hohen Proteingehalt hat, legt den Schluss nahe, dass wir Kohlenhydrate sehr gut verwerten können und diese auch in großer Menge brauchen. Außerdem zeigt es uns, dass die Rolle von Protein wohl ein wenig überschätzt wird. Immerhin ist die Muttermilch jenes Lebensmittel, dass sich in der Evolution am besten an die Bedürfnisse des Menschen angepasst hat und einen Menschen in jener Zeit, in der das schnellste Wachstum erfolgt, optimal versorgt. Wenn man besonders ,,natürlich leben möchte, kann man außerdem mal versuchen, mit seinen von der Natur gegebenen ,,Klauen und ,,Reißzähnen ein beliebiges Tier zu erlegen, ihm das Fell abzuziehen und seine Organe und sein Fleisch zu verzehren. Das wird zum einen ziemlich schwierig werden und zum anderen nicht besonders lecker schmecken. Man könnte aber auch die ,,natürlichen Instinkte eines Kleinkindes testen und es zusammen mit einem Kaninchen und einem Apfel unter Aufsicht in einen Raum geben. Wenn das Kleinkind dann hungrig wird, können wir ja testen, ob es mit dem Apfel spielt und das Kaninchen isst oder umgekehrt. Um eine Kontrollgruppe zu erhalten, können wir den Versuch dann auch mit einem jungen Löwen durchführen und testen, wen das Löwenbaby essen wird. Dann werden wir Zeuge von natürlichen Instinkten. Ernährungsempfehlungen bilden vollwertige Getreide, Gemüse und Obst Aber auch wenn wir den Blick weg von der Geschichte und unseren physiologischen Merkmalen hin zu unserer heutigen Zeit richten, gleicht sich das entstehende Bild. Wenn wir uns daran orientieren, was nationale und internationale Ernährungsgesellschaften raten, kommen wir ebenfalls zu einem Bild, das nicht weiter von einer ,,Low Carb- Ernährung entfernt sein könnte. Egal ob wir die Ernährungspyramide bzw. den Ernährungskreis der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) oder die ,,My Plate-Richtlinien der AND (Academy for Nutrition and Dietiteics) betrachten, werden wir stets sehen: Die Basis der Ernährungsempfehlungen bilden in beiden Fällen vollwertige Getreide, Gemüse und Obst. Die ,,My Plate-Richtlinien sind außerdem die weltweit ersten Ernährungsrichtlinien einer offiziellen (und der weltweit größten) Ernährungsgesellschaft, die keine explizite Empfehlung für irgendeine Art von Fleisch aussprechen. Sie empfehlen lediglich eine ,,Protein-Kategorie und überlassen es dabei der einzelnen Person, ob es sich dabei um pflanzliches oder tierisches Protein handelt. Eine ,,Low Carb-Ernährung wird dabei von keiner einzigen Gesellschaft empfohlen. Lebensmittel als Gesamtpaket Abgesehen von den ökologischen und ethischen Auswirkungen einer fett-protein-betonten Ernährungsweise mit einer großen Menge an tierischen Produkten geht diese Ernährungsweise auch mit einer Reihe an gesundheitlichen Nachteilen einher. Es stimmt natürlich, dass wir langkettige Omega-3-Fettsäuren in Fischen, Eisen und Zink in Fleisch und Kalzium in der Milch finden. Aber Lebensmittel kommen immer als Paket auf unseren Teller. Das heißt, wir essen ja keine Stoffe wie ,,Kalzium oder ,,Omega-3-Fettsäuren, sondern wir essen ganze Lebensmittel. Und so kommen jene durchaus wünschenswerten Inhaltsstoffe mit jeder Menge Begleitsubstanzen. Und auch von vermeintlich wichtigen Inhaltsstoffen wie Protein und Eisen können wir zu viel bekommen, wenn wir größere Mengen an tierischen Produkten konsumieren. Denn abgesehen vom Überfluss an jenen Proteinen und Eisen sowie (gesättigten) Fetten und Cholesterin verpassen wir außerdem die Chance, über den Tag verteilt ausreichend Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse im Rahmen unserer Kalorienbilanz zu essen und riskieren so einen zusätzlichen Mangel an Ballaststoffen, Antioxidantien, Vitamin C, Folsäure, sekundären Pflanzenstoffen und weiteren Substanzen, die hauptsächlich in pflanzlichen Produkten vorkommen. Es ist also auch immer eine Frage der ,,Opportunitätskosten, denn mit jeder weniger gesunden Mahlzeit entgeht uns auch die Chance auf eine gesunde. Zahlreiche Untersuchungen der letzten zwei Jahrzehnte haben den Zusammenhang zwischen tierischem Häm-Eisen und dem Auftreten von Metabolischem Syndrom, Diabetes Mellitus Typ II und kardiovaskulären Erkrankungen gezeigt. Überall wird dazu geraten, gesättigte Fette zu reduzieren Seit Angel Keys und Kollegen vor knapp einem halben Jahrhundert gezeigt haben, dass der Konsum von gesättigten Fetten den Cholesterinspiegel erhöht und dieser das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigert, ist es internationaler Konsens geblieben, dass der Konsum von gesättigten Fetten in der Ernährung reduziert werden soll. Und auch wenn Anhänger von Paleo und Atkins und einige Autoren wie Nina Teichholz anderes in ihren Büchern schreiben, ändert das nichts daran, dass jede offizielle Organisation ihnen widerspricht. Egal ob wir in die Positionspapiere der AND, der DGE, der FAO oder der WHO ansehen: Überall wird dazu geraten, gesättigte Fette (und damit tierische Produkte) zu reduzieren. Wer bei einem so starken internationalen Konsens weiterhin anderer Meinung ist, glaubt vielleicht auch noch daran, dass die Erde eine Scheibe ist. Dr. Atkins, der Begründer der ,,Atkins Diät, einer ,,Low Carb-Ernährungsform, deren Bücher zu weltweiten Bestsellern wurden, erlag übrigens selbst am Ende seiner eigenen Ernährungsformel. Das Wall Street Journal veröffentlichte in 2007 die Autopsieberichte des in 2003 verstorbenen Ernährungsgurus, die zeigten, dass auch Dr. Atkins unter Bluthochdruck litt und letztendlich an einem Herzinfarkt starb und zum Zeitpunkt seines Todes über 10 Kilogramm Übergewicht hatte.Darüber hinaus erhöht eine fettbetonte Ernährung (und dazu zählt jede ,,Low Carb-Ernährung) die Insulinresistenz in der Zelle und erhöht damit zusätzlich das Diabetesrisiko. Es sind also nicht die Glucose im Blut (Blutzuckerspiegel), die das eigentliche Problem darstellt, sondern die mangelnde Insulinsensitivität der Zelle, mit der Typ-II-Diabetiker aufgrund der Anhäufung von sogenannten ,,intrazellulären Lipiden kämpfen, welche durch Übergewicht und eine Fettbetonte Ernährung gefördert werden. Natürlich kann man die Symptome des Diabetes unterbinden, indem man keine Kohlenhydrate verzehrt, aber wie wäre es denn, die Ursache zu beheben und damit die eigentliche Erkrankung zu reversieren? Im zweiten Teil sprechen wir darüber, wie kohlenhydrat betonte Ernährungsformen außerdem vielen Erkrankungen vorbeugen und diese stoppen können und warum wie unser Verständnis von „Natürlichkeit“ uns selbst im Weg steht, uns gesund zu ernähren. Der Beitrag High Carb ist das neue Low Carb (1/­­2) erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Gut gekeimt ist halb verdaut!

14. Dezember 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Gut gekeimt ist halb verdaut!   Im letzten Beitrag haben wir über Die Versorgung mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA/­­DHA ganz ohne Fisch und deren Einfluss auf unsere Gesundheit gesprochen. Heute widmen wir uns dem Thema „Keimen“ in allen Details und erläutern, warum es so bedeutend für unsere Gesundheit ist. Getreide stellt für viele Bevölkerungsgruppen auf dem gesamten Globus ein wichtiges Grundnahrungsmittel dar. Sei es nun Reis in asiatischen Ländern, der Mais in Südamerika oder auch Weizen in vielen europäischen Ländern. Darüber hinaus bilden Hülsenfrüchte, Samen und Nüsse eine perfekte Ergänzung zu unseren Mahlzeiten, da sie voller Proteine stecken und im Fall von Nüssen und Samen aufgrund des höheren Fettgehaltes auch sehr nahrhaft sind. Allerdings haben wir als Gesellschaft vergessen, wie man Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse richtig zubereitet, um aus Ihnen das Maximum an Nährstoffen herauszuholen. Einige von uns haben vielleicht schon mal bei ihren Großeltern in der Küche miterleben dürfen, wie sie Linsen und Bohnen vor dem Kochen viele Stunden einweichen. Würde man nachfragen, würden die Großeltern vermutlich sagen, dass die Linsen dadurch besser ,,verdaubar werden. Auch wenn die Großmutter vielleicht nicht im Detail weiß, was auf biochemischer Ebene während der Einweichzeit passiert, hat sie mit ihrer Aussage trotzdem vollkommen recht. Sie leitet mit dem Einweichen nämlich den sogenannten Keimprozess ein, bei dem sich die Linse mit Wasser vollsaugt und der Keimstoffwechsel in der Hülsenfrucht in Gang gesetzt wird. Aber auch schon weit vor der Zeit unserer Großeltern - vermutlich bereits vor mehreren tausend Jahren – haben Lebensgemeinschaft wie jene der Essener bereits Brote aus gekeimtem Getreide hergestellt, um den Nährstoffg-ehalt zu steigern und antinutritive Stoffe abzubauen. Ohne, dass man damals die Ernährungswissen-schaft hinter diesen Vorgängen genau benennen konnte, hat man wahrscheinlich einfach gemerkt, dass das Brot gekeimt nahrhafter und besser verdaulich ist. Genau das bestätigt heute die moderne Wissenschaft: Durch das Keimen unserer Nahrung ist diese ernährungsphysiologisch gesünder. Leider ist diese frohe Botschaft noch nicht flächendeckend in der deutschen Lebensmittelbranche angekommen. Während man in der amerikanischen Supermarktkette ,,Whole Foods bereits alle Nahrungsmittel von Brot und Pasta, über Pizza- und Strudelteig, bis hin zu Tortillachips in gekeimter Form erhält, sind es in Deutschland aktuell erst eine Handvoll Unternehmen, die diese uralte Technik in ihrer Produktion einsetzen. Allen voran Firmen wie Naturarten, Bettinas Keimbackstube, Keimster, Govinda und ein paar wenige andere Unternehmen aber bereits jetzt Grundnahrungsmittel wie Frühstücksflocken, Brote, Cracker und Aufstriche aus gekeimten Saaten und leisten damit echte Pionierarbeit! Gekeimtes Müsli Die hohe Schule des Keimens Aber was genau bedeutet ,,Keimen überhaupt und wofür ist es gut? Um sämtliche Getreidesorten, Hülsen-früchte, Nüsse und Samen optimal verdaulich zu machen, ist es notwendig, diese ausreichend lange einzu-weichen, um damit das erste Stadium des Keimprozesses einzuleiten. Wenn das Korn eine gewisse Zeit lang eingeweicht wird, beginnt bereits der Keimprozess. Beim Keimen kommt es vor allem zu zwei, für die mensch-liche Verdauung wichtigen, Prozessen. Erstens: Durch das Eindringen von Wasser und die gleichzeitig richtige Temperatur lösen sich Enzymhemmer im Korn und wichtige Enzyme können aktiv werden. Zweitens: Der Samen erwacht durch den Keimprozess aus der Keimruhe und sein Stoffwechsel wird aktiv. Neue aktive Enzyme verwandeln komplexe chemische Verbindungen im Korn in einfacher verdaubare Verbindungen. Diese einfachen chemischen Verbindungen sind für den menschlichen Organismus besser zu verwerten. Welche Bedeutung hat all diese theoretische Erklärung aber ganz konkret in der Praxis? Es bilden sich Enzyme wie beispielsweise Phytase, welche die oft erwähnte Phytinsäure im Korn abbaut. Die Phytinsäure (wie auch andere ,,antinutritive Nährstoffe) wiederum sorgt im ungekeimten Korn dafür, dass entweder Verdauungsenzyme im menschlichen Magen-Darm-Trakt behindert oder Mineralstoffe schlechter aufgenommen werden können. Einfaches Einweichen konnte den Gehalt an Phytinsäure im Reis bereits um bis zu 60 % reduzieren1. In kleinen Mengen haben aber selbst diese ,,antinutritiven Stoffe gesundheitliche Vorteile2. Gerade bei einer Ernährungsweise wie der veganen Vollwertkost, in der wir unsere Basiskost zumeist auf vollwertigem Getreide aufbauen, sollten wir diese Stoffe aber zumindest zum Teil durch die richtige Zubereitung abbauen. Wie lange eingeweicht und gekeimt wird, unterscheidet sich von Nuss zu Nuss und Getreide zu Getreide. Einen kleinen unvollständigen Überblick verschafft die Tabelle von Ben Greenfield. Wenn man eine gewisse Zeit mit Keimlingen arbeitet, wird man allerdings merken, dass pauschalisierte Aussagen über Einweichzeiten wenig Sinn machen und man wird einfach ein Gespür dafür bekommen, wann ein eingeweichtes Getreidekorn perfekt angekeimt ist. Wichtig: Das Einweichwasser bitte niemals zur weiteren Zubereitung verwenden sowie das Lebensmittel nach dem Einweichen sorgfältig abspülen. Denn im Einweichwasser befinden sich nun ja einige ausgeschwemmte Enzymhemmer und weitere Antinutritiva. Du bist was du verdaust! Neben dem Einweichen kann auch schon das herkömmliche Schälen von Vollkorngetreide die Antinährstoffe reduzieren, was allerdings auf Kosten der Ballast- und Vitalstoffe des Lebensmittels geht. Denn wie wir wissen, sind Vollkornprodukte wesentlich nahrhafter als Weißmehlprodukte und reduzieren das Risiko für Koronare Herzerkrankungen, Diabetes, einige Krebserkrankungen, Übergewicht und stärken die Darmgesundheit3. Auch das herkömmliche Kochen zerstört bereits viele Antinutritiva. Von daher wäre auf den ersten Blick das Einwei-chen und Keimen gar nicht notwendig, wenn das Kochen das Problem doch ohnehin löst. Leider werden beim Kochen aber nicht alle Antinährstoffe beseitigt und zum zweitens bewirkt der Keimprozess sehr viel mehr als lediglich den Abbau von Antinährstoffen. Während zwar beim Erhitzen viele der Giftstoffe unschädlich gemacht werden, verbessert das Keimen darüber hinaus aber noch den gesamten Nährwert des Lebensmittels. Das Korn lagert im ungekeimten Zustand viele seiner für den Menschen wichtigen Nährstoffe hauptsächlich in einer Speicherform ein, die sie für den Menschen nicht so gut verwertbar macht als im freien (gekeimten) Zustand. So findet man beispielsweise in ungekeimten Saaten die Aminosäuren in langen Ketten als Proteine (zb Gluten), Einfachzucker als Mehrfachzucker (Stärke) und Fettsäuren als Triglyceride gebunden, welche während des Keimens wieder in ihre leichter verwertbare freie Form aufgeschlüsselt werden. Außerdem steigt darüber hinaus beim Keimen der Gehalt an mehrfach unge-sättigten Fettsäuren4, Mineralstoffen5 und der Vitaminen6 stark an. Erste experimentelle Versuche legen nahe, dass der Gehalt an beispielsweise Eisen im gekeimten Korn wesentlich vom Eisengehalt im Einweichwasser abhängt und sich dann im Keimling akkumuliert. Wenn man diese Theorie zu Ende denkt, ließen sich zukünftig also besonders kalzium- , eisen-, zink- oder magnesiumreiche Keimlinge herstellen und auch alle anderen Mineralien könnten sich im Keimling anreichern und uns optimal versorgen. Interessant ist auch der Anstieg der essenziellen Aminosäure Lysin im Getreide4, welche in ungekeimtem Getreide nur gering vorhanden ist und den Grund für die verminderte biologische Wertigkeit darstellt. Durch den Keimprozess steigt also auch die biolo-gische Wertigkeit im Getreide. Außerdem verbessert sich in einigen (Pseudo-)getreiden wie dem Buchwei-zen neben der Verdaubarkeit und dem Vitalstoffgehalt auch der Geschmack durch den Abbau der Stärke in Einfachzucker zum Positiven7. Gekeimte Brote Dadurch wird der Samen oder das Korn sehr wertvoll für die menschliche Ernährung und zudem auch für Aller-giker interessant. Wenn Menschen beispielsweise allergisch auf bestimmte Nahrungsbestandteile in Getreide wie dem Gluten reagieren, kann es durchaus sein, dass sie, je nach der Schwere ihrer Unverträglichkeit , gluten-haltige Lebensmittel in gekeimter Form gut vertragen. Wer eine Autoimmunerkrankung wie Zöliakie oder sehr starke Allergien hat, sollte dies aber nicht unbedacht im Selbstversuch sondern unter ärztlicher Beobachtung testen.   1 Lianga, J., Han, B. Z., Nout, R. & Hamer, R. J. (2008). Effects of soaking, germination and fermentation on phytic acid, total and in vitro soluble zinc in brown rice. Food Chemistry. 110 (4). 821-828 2 Watzl, B. & Leitzmann, C. (2005). Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln. Hippokrates: Stuttgart 3 Jonnalagadda,S., Harnack, L., Liu, R. H., McKeown, N., Seal, C. Liu, S. & Fahey G. (2010). Putting the Whole Grain Puzzle Together: Health Benefits Associated with Whole Grains. The Journal of Nutrition. 1011-1022 4 Flamme, W., Kurpjun, CH., Seddig, S., Jansen, G. & Jürgens, H.-U. (2003). Gekeimte Samen als Futtermittel. Abschlussbericht zum Forschungsprojekt (02OE662) 5 Hübner, F. & Arendt, E. K. (2012). Germination of Cereal Grains as a Way to Improve the Nutritional Value. Critical Reviews in Food Science and Nutrition. 53 (8). 853-861 6 Fernandez, M. L., Berry J. W. (1988). Nutritional evaluation of chickpea and germinated chickpea flours. Plant Foods Hum Nutr. 38 (2). 127-34 7 Zhang, G., Xu, Z., Gao, Y., Huang, X., Zou, Y. & Yang, T. (2015). Effects of Germination on the Nutritional Properties, Phenolic Profiles, and Antioxidant Activities of Buckwheat. Journal of Food Science. 80 (5). 1111-1119 Der Beitrag Gut gekeimt ist halb verdaut! erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Optimale Zubereitung: Roh oder nicht roh, das ist hier die Frage

15. September 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Optimale Zubereitung: Roh oder nicht roh, das ist hier die Frage Im letzten Beitrag haben wir über die optimale Deckung von Mineralstoffen in der pflanzlichen Ernährung mit Hilfe der „Fantastischen Vier“ gesprochen. Heute widmen wir uns dem Thema Rohkost und was denn nun für unsere Gesundheit besser ist: Rohe oder gekochte Nahrung? Wir wissen durch eine Vielzahl an Studien und Metaanalyse, dass Obst und Gemüse gesund ist und vor vielen Krankheiten schützen kann.1 In der Prävention von Erkrankungen scheint rohes Obst- und Gemüse in manchen Fällen sogar noch wirkungsvoller zu sein.2,3 Dr. Bernhard Watzl und Dr. Claus Leitzmann bestätigen in ihrem gemeinsamen Buch ,,Bioaktive Substanzen in Lebensmittel ebenfalls, dass rohes Gemüse in vielen Fällen eine stärkere antikanzerogene (krebshemmende) Wirkung als gekochtes Gemüse entfaltet. Auf der anderen Seite können gewisse Nährstoffe in erhitzten Lebensmitteln besser aufgenommen werden und manche schädliche Inhaltsstoffe werden erst durch das Erhitzen unschädlich gemacht. Man denke beispielsweise an das Solanin in der Kartoffel oder Antinutritiva in Hülsenfrüchten wie Lektine oder Protease-Inhibitoren. Wo also der optimale Mittelweg zwischen Roh- und Kochkost liegt, beleuchten wir nachfolgend. Tomatensalat oder Tomatensauce?  Möchte man wissenschaftlich belegen, ob ein Lebensmittel gekocht oder roh gesünder ist, dann gilt es, möglichst alle darin enthaltenen Inhaltsstoffe vor und nach dem Erhitzen miteinander zu vergleichen, um so Rückschlüsse über deren Zu- und Abnahme ziehen zu können. Bei einer derart großen Vielfalt an Inhaltsstoffen in jedem einzelnen Lebensmittel grenzt dies allerdings an Unmöglichkeit. Deshalb muss man sich mit den Untersuchungen begnügen, die aktuell vorliegen und schon durchaus umfangreich ausgefallen sind. Bisherige Ergebnisse zeigen, dass eine einfache Antwort auf die Kochfrage nicht gegeben werden kann. Ein kleines Beispiel anhand der Tomate: Durch das Erhitzen für eine halbe Stunde bei 88°C stieg der Gehalt an Lycopin (ein antioxidativ & antikanzerogen wirkender Stoff) um satte 35 %.4 Das würde nahelegen, dass die gekochte Tomate der rohen Tomate vorzuziehen wäre. Allerdings verzehrt man ja eine Tomate nicht nur wegen des enthaltenen Lycopins, sondern auch wegen all ihrer anderen Inhaltsstoffe. Wie verändern sich diese in der halben Stunde Kochzeit? Ein Blick auf das enthaltene Vitamin C verrät: Kochen bringt hier nicht nur Vorteile mit sich. In der selben Zeit, in der das Lycopin bei 88°C um 35% anstieg, gingen 29 % des Vitamin C verloren.4 Ähnlich konträr würde vermutlich auch die Untersuchung all der weiteren Inhaltsstoffe der Tomate ausfallen. Aber was tun? Die Antwort darauf ist einfach: Iss einfach einen Teil deines Gemüses roh und einen Teil gekocht. Und vor allem: Iss so viel Gemüse wie du kannst. Und je nachdem, ob du ein Gemüse roh oder gekocht lieber magst, wird die Wahrscheinlichkeit steigen, dass du davon große Mengen essen wirst, wenn es dir bestmöglich schmeckt. Wenn du also gekochte Tomaten wesentlich lieber magst, wirst du davon vermutlich auch doppelt so viel essen wollen, wodurch du das knappe Drittel an Vitamin-C-Verlust locker ausgleichen kannst. Außerdem ist Vitamin C in sehr vielen unterschiedlichen Lebensmitteln enthalten und so ist der Vitamin-C-Verlust nicht bedenklich. Umgekehrt ist die Situation beim Lycopin. Da gekochte Tomaten einer der besten Lycopinquellen sind, findet man bei den Blutwerten von reinen Rohköstlern in vielen Fällen zu niedrige Lycopinspiegel.5 Ebenfalls wichtig ist es, dass du dein (biologisches) Obst und Gemüse nicht schälst, denn knapp unter der Schale stecken viele Nährstoffe. Um es mit den Worten von Dr. Claus Leitzmann zu sagen: ,,Obst und Gemüse zu schälen ist ein Kunstfehler. Hitze ist nicht gleich Hitze Wenn man sich nun also aus geschmacklichen Gründen dazu entscheiden sollte, einen Teil seines Gemüses zu kochen, kann man durch die Wahl der richtigen Zubereitungsmethode den Nährwert bzw. die antioxidative Aktivität verbessern. Auch hier unterscheidet sich das eine vom anderen Lebensmittel stark. Allerdings lässt sich generell sagen, dass Kochen zu größeren Nährstoffverlusten führt als im Ofen garen oder dämpfen. Wenn das Gemüse mit Wasser in Berührung kommt, gehen ein Teil der Nährstoffe leider in das Kochwasser über. Das ist bei Suppen, die später mit dem Kochwasser püriert werden sicherlich weniger ein Problem als bei Gemüse, dessen Kochwasser abgegossen wird.6 Sollte man gekochtes Gemüse trotzdem wesentlich lieber mögen als Gedämpftes, dann sollte man einfach etwas mehr davon essen. Die vorangehende Untersuchung von Jimenez-Monreal und seinen Kollegen ergab lediglich bei einem Gemüse einen wirklich großen Nährstoffverlust durch alle Zubereitungsmethoden: bei der Paprika. Die sollte man also wirklich bevorzugt roh essen. 6 Reine Rohkost – ja oder nein? Die Entscheidung, ob man gänzlich roh essen möchte oder nicht, ist natürlich eine Persönliche. Ich sehe allerdings zwei Schwierigkeiten bei einer reinen Rohkosternährung für den Durchschnittsbürger. Die eine Schwierigkeit zeigen die Ergebnisse der Gießener Rohkoststudie auf.7 Während ein Teil der täglich benötigten Nährstoffe durch die Rohkost gedeckt werden konnte, war die Versorgung mit Vitamin A, E, B2 und Niacin sowie mit Zink, Kalzium, Magnesium, Eisen und Jod unzureichend. Diese Nährstoffe können grundsätzlich auch durch rohe Lebensmittel gedeckt werden, die Untersuchung der Rohköstler dieser Studie zeigt aber, dass es den Probanden im Durchschnitt nicht gelang. Die durchschnittliche Proteinzufuhr der Rohköstler lag ebenfalls unter den Empfehlungen, war aber noch nicht gänzlich mangelhaft. Der (fast gänzliche) Verzicht auf Getreide und Hülsenfrüchten in der Rohkosternährung stellt in meinen Augen eine unnötige Restriktion und damit die zweite Schwierigkeit dar, weil richtig zubereitetes Getreide ein guter und wichtiger Kalorien- und Nährstofflieferant ist. Fazit: Viele Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln, Getreide und Hülsenfrüchte sind nur gekocht ein idealer Nährstofflieferant. Diese Lebensmittel fehlen in einer reinen Rohkosternährung fast gänzlich, wodurch ich diese nicht empfehle. Unumstritten ist jedoch der gesundheitliche Wert roher Lebensmittel im Rahmen einer veganen Mischkost aus rohen und erhitzten Lebensmitteln. Dies bestätigt auch die UGB (Vereine für unabhängige Gesundheitsberatung e.V.) und empfiehlt, den Rohkostanteil nach der eigenen Verträglichkeit festzulegen.8 Dieser kann 20 % im Winter oder bei Abneigung gegen zu viel Rohes, aber auch gerne 80 % im Sommer und großer Vorliebe für Rohkost betragen. Zumindest ein geringer Rohkostanteil sollte in jeder Ernährung vorhanden sein. Der eigene Körper wird einem schnell das richtige Mittelmaß sagen. Wichtig ist mir im Rahmen dieses Artikels aber vor allem, mit dem Dogma aufzuräumen, dass das Erhitzen von Nahrung sofort zu einem überwiegenden Nährstoffverlust führt oder man nur mit reiner Rohkost gesund bleiben kann. Das Erhitzen von Nahrungsmitteln hat seine Berechtigung und eröffnet uns wichtige Nahrungsquellen, die uns ansonsten verschlossen blieben.   1 http:/­­/­­jn.nutrition.org/­­content/­­136/­­10/­­2588.full.pdf+html 2 http:/­­/­­www.nature.com/­­ejcn/­­journal/­­v65/­­n7/­­pdf/­­ejcn201136a.pdf 3 htps:/­­/­­www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pmc/­­articles/­­PMC2963618/­­pdf/­­pone.0013609.pdf 4 http:/­­/­­pubs.acs.org/­­doi/­­abs/­­10.1021/­­jf0115589?prevSearch=rui+hai+liu&searchHistoryKey=& 5 https:/­­/­­www.cambridge.org/­­core/­­services/­­aop-cambridge-core/­­content/­­view/­­AACB36B5CC49490A86FF154424FAEB82/­­S0007114507868486a.pdf/­­long-term-strict-raw-food-diet-is-associated-with-favourable-plasma-carotene-and-low-plasma-lycopene-concentrations-in-germans.pdf 6 http:/­­/­­www.naturaleater.com/­­science-articles/­­133-cooking-methods-vegetable-antioxidants.pdf 7 https:/­­/­­www.uni-giessen.de/­­fbz/­­fb09/­­institute/­­ernaehrungswissenschaft/­­prof/­­nutr-ecol/­­veroeff/­­voeff-epid/­­dissstrassner 8 https:/­­/­­www.fairberaten.net/­­ernaehrungsplan-praevention/­­sekundaere-pflanzenstoffe-frischkost/­­druckansicht.pdf   Der Beitrag Optimale Zubereitung: Roh oder nicht roh, das ist hier die Frage erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Eine neue vegane Box entdeckt - vollwertig und gesund.

12. Juni 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Eine neue vegane Box entdeckt - vollwertig und gesund.Vegan ist in aller Munde und die Vielfalt der Angebote wächst rasant weiter. Und es wird auch immer bequemer an die Produkte zu kommen. Ob Supermärkte wie Edeka oder Rewe, aber auch Bioläden und Reformhäuser bieten bundesweit eine wachsende Auswahl an veganen Produkten an. Es gibt immer mehr Online-Shops wie Boutique vegan, Fooodz oder Lifefood, die ein breites Sortiment veganer Produkte anbieten und bequem bis zur Haustür liefern. Es gibt auch immer mehr Bio-Boxen und Koch-Boxen, die uns die Produktauswahl abnehmen und sogar Rezepte mitliefern. Der Umstieg zur veganen Ernährung war noch nie so einfach wie heute. Aber sind die Angebote auch immer gesund? Ist vegan jetzt gesund oder nicht? Sind vegane Produkte wirklich besser als andere? Da gehen ja die Meinungen weit auseinander und täglich werden heiße Debatten dazu geführt. Zu viel Weizen, Zucker, Fett, Zusatz- oder Farbstoffe - welche Ernährungsform wir auch wählen, auf bestimmte Inhaltsstoffe sollten wir am besten verzichten und bewusst verzehren. Insbesondere Zucker und Weizen - es würde uns sicher gut tun, wenn wir bewusster darauf schauen würden, was wir denn jeden Tag so zu uns nehmen. Der Trend geht ohnehin zu gesunden und natürlichen Produkten (Clean Eating) und wenn wir primär Obst und Gemüse essen, im besten Fall in Rohkost, also natürlich oder schonend zubereitet und nicht über 42°C verkocht, dann sind wir auf der sicheren Seite. Aber was ist mit leckeren Aufstrichen, Schokoriegel, Pastagerichte, Snacks etc. Ganz darauf verzichten, das macht doch auch keinen Spaß und muss natürlich auch nicht sein. Die gesunde Box bequem zu uns nach Hause! Wir haben kürzlich eine ganz besondere Entdeckung gemacht und durften schon in den Genuss der Boxen von ,,Whole Food Box kommen. Das junge Gründer-Paar aus Leipzig hat sich aus eigener persönlicher Erfahrung viele Gedanken zum Thema ,,gesunde, vegane Ernährung gemacht und sich eine tolle Idee überlegt. Das junge Ehepaar Rosa und Johann Koppelmann haben einen großen Traum. Sie möchten die gesunde, vollwertig vegane Ernährung weiter verbreiten und Interessierten zeigen, wie lecker und vor allem vielseitig sie sein kann. Dafür haben sie gemeinsam ihre Firma ,,Whole Food Box gegründet und bieten ihren Abonnenten monatlich gesunde, natürliche und vegane Lebensmittel an. Alles wird liebevoll probiert und für die Monatsbox ausgewählt. Noch eine Box, aber was ist das Besondere? Die „Whole Food Box“ beinhaltet nur Lebensmittel, die frei von tierischen Produkten, frei von weißem Mehl, frei von raffiniertem Zucker, frei von hinzugefügten Ölen und frei von unnatürlichen Zusatzstoffen sind. Und Alles wird ganz bequem monatlich nach Hause geschickt. Viele der Produkte sind in der Box, bevor sie überhaupt im Einzelhandel erhältlich sind. Und viele Lebensmittel wird es weder in Bioladen oder in anderen Fachgeschäften zu kaufen geben. „Die Produkte beziehen wir direkt beim Hersteller, die wir sorgfältig auswählen oder auch persönlich kennen. Wir bemühen uns mit kleinen Manufakturen zusammenzuarbeiten, die mit Leidenschaft tolle, vollwertige Produkte herstellen“, sagt Rosa. Die beiden Idealisten möchten die vollwertige, vegane Ernährung bekannter und beliebter machen. Die Menschen sollen weiter inspiriert und motiviert werden, einen Beitrag für eine gesündere und nachhaltigere Welt zu leisten. Und das beginnt schon oft beim persönlichen Lebensstil, wo die Ernährung eine wichtige Rolle einnimmt. Dann gibt es zukünftig auch weniger Diskussionen, ob vegan nun gesünder ist oder nicht. Es kommt eben auf die Inhaltsstoffe und der Verarbeitung an. Wir finden die Idee großartig und möchten euch heute die Box näher vorstellen. Ist denn auch Alles nachhaltig und fair?   Die Themen Nachhaltigkeit und Fair sind für die jungen Gründer eine Herzenssache. Daher wählen sie sehr bedacht ihre Lieferanten aus, achten darauf, dass die Produkte biologisch, fair und so plastikfrei wie möglich bezogen werden. Sie nehmen besonders gern Produkte in die Box auf, die innerhalb Deutschlands produziert werden und die insgesamt mit wenig Verpackung auskommen. Auch das ist ein Prozess und wird ein wichtiger Faktor für sie bleiben. Neben Clean Eating sind die Themen Palmölfrei und Plastikfrei weitere, positive Entwicklung in unserem Alltag. Das finden wir wichtig und unterstützen sehr gerne Unternehmer wie Rosa und Johann, die einen wichtigen Beitrag für unsere Zukunft leisten. So funktioniert die Whole Food Box-Idee. Jede Box besteht aus acht bis zehn Lebensmittel - beispielsweise Gewürzmischungen, Teesorten, Süßigkeiten, Superfoods, Drinks etc. Der Fokus liegt auf vollwertige Lebensmittel. Bei den Süßigkeiten beispielsweise Süßes und Snacks verstecken sich keine Zucker- und Fettbomben, sondern gesunde Besonderheiten, wie Rohkost-Pralinen, Datteln und ausgewählte Nussvariationen. In jeder Box ist ein Extrablatt mit Informationen zu den Produkten beigelegt, so bekommt man auf einem Blick ein Gefühl über die Inhaltstoffe und Herkunft der Lebensmittel. Besonders geeignet ist die Box für Menschen, die sich ganz bewusst von Anfang an vegan und gesund ernähren möchten oder neue Produkte ausprobieren möchten. Einzelne Produkte können wunderbar weiterverschenkt werden an Freunden oder Familie. Die Anbieter haben sogar einen eigenen Blogbereich, wo viele gesunde Rezepte zu finden sind. Wir empfehlen euch ganz dringend die Nuss-Nugat Creme auszuprobieren - einfach nur göttlich. Die Whole Food Box kann entweder als Einzelbox oder Abo-Box bestellt werden. Die Abo-Box wird versandkostenfrei geliefert und kann jederzeit gekündigt werden. Der Preis pro Box liegt bei 24,95 Euro, was wir für die Qualität und Mühe sehr fair finden. Das gab es in der April und Mai Box zu entdecken. Einfach auf die Bilder klicken.    Unsere Highlights, die wir auch vorher noch gar nicht kannten, waren definitiv die Einkorn Nudeln, die wir mit einer leckeren Tomaten-Pesto Sauce zubereitet haben. Einkorn ist ein Urkorn, also eine ursprüngliche Getreideart. Es ist reich an natürlichen Farbstoffen, den Carotinoiden, die eine hohe antioxidative Wirkung haben und im menschlichen Körper vor Schäden durch freie Radikale schützen. Zudem weist Einkorn einen hohen Gehalt an Eisen, Zink und Selen auf. Auch toll die Kulau Algen, die man nach Lust und Laune in Salaten, auf Aufstriche oder über Nudeln streuen kann. Die Algen sind reich an Vitamin A, Magnesium, Kalzium, Phosphor sowie Zink. Diese Algen stammen aus biologischem Wildwuchs vor der Atlantikküste Spaniens. Der Riegel Simply Raw - Brawnie Peanut Crunch ist ein Traum für jeden, der auf Datteln und Kakao steht. Dazu kommt noch Erdnuss und ein wenig gekeimter Buchweizen. Der Bärlauch Senf aus der Mai Box war ist ebenso empfehlenswert, endlich ein Senf der ohne Zucker und Salz auskommt! Kaltgepresst und mit leckerem Bärlauch. Die Yin Yang Bohnen sind sehr außergewöhnlich und für alle Fans von Hülsenfrüchten sicher ein Hingucker. Die selten angebaute Bohnensorte aus Usbekistan reift dort in den Gärten und auf den Feldern der Fairtrade Bauern heran. Reich an Calcium, Magnesium, Eisen und Kalium sowie den Vitaminen B2, B6, C, E, Betacarotin und Folsäure sind die Yin Yang Bohnen ein echtes Superfood. Hinzu kommen viele Ballaststoffe und eine sehr hohe antioxidative Kapazität. Mehr Infos: Whole Food Box GbR Prießnitzstraße 49 04179 Leipzig www.wholefoodbox.de *** Gewinnspiel *** Wir sind uns sicher, ihr würdet auch gerne mal die Box ausprobieren. Wie wäre es mit der Juli Box? Wir verlosen 3 Stück zum Ausprobieren. Du möchtest am Gewinnspiel teilnehmen? Dann hinterlasst ein Kommentar oder Gruß unter diesem Artikel oder bei Facebook unter dem Post.  Alternativ könnt ihr auch eine Freundin oder einen Freund verlinken, der mit euch die Leckereien in der Box unbedingt ausprobieren sollte. Das ,,Liken und ,,Teilen ist natürlich willkommen. Das Gewinnspiel endet 20. Juni um 12 Uhr. Die Gewinner werden ab dem 20. Juni nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Die Geschenkaktion steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Gewinnberechtigt ist jeder Facebook-User, der unsere Geschenkaktionanweisungen befolgt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Deine Daten werden ausschließlich im Rahmen der Geschenkaktion genutzt, um die Gewinner zu ermitteln und zu informieren. Bilder mit freundlicher Genehmigung von Whole Food Box.     Der Beitrag Eine neue vegane Box entdeckt – vollwertig und gesund. erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

innocent - Obst zum Trinken

10. April 2016 Deutschland is(s)t vegan 

innocent - Obst zum TrinkenIch weiß nicht, wie es euch so geht, aber ich trinke wirklich nicht sonderlich gerne Wasser. Viel lieber mag ich Säfte, Smoothies oder Saftschorlen. Pures Wasser finde ich so langweilig, dass ich manchmal Schwierigkeiten habe meinen täglichen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Ich besitze auch weder Hochleistungsmixer noch Entsafter, und ganz ehrlich - ich bin auch ein kleines bisschen zu faul, um Berge von Obst zu kaufen, zu waschen, zu schälen… Daher bin ich ein großer Freund von „fertigen“ Säften aus dem Supermarkt oder Bioladen, die ich entweder pur oder mit Wasser verdünnt trinken kann. Preiswerte Konzentrate oder exotische Mischungen, die vor allem aus Zucker bestehen und mit „echtem“ Fruchtsaft nichts zu tun haben, kommen mir allerdings nicht in die sprichwörtliche Tüte. Von den Säften von innocent bin ich ziemlich begeistert. Kein Wunder, denn alle Produkte sind nicht nur 100% natürlich und gesund, sondern schmecken richtig gut. Aber wer oder was ist innocent? Mir gefällt die Entstehungsgeschichte von innocent. Sie ist ziemlich kurz und geht so: „Die Gründer Richard, Jon und Adam kamen 1998 auf die Idee Smoothies zu machen. Sie kauften für 500 britische Pfund Obst, mixten daraus Smoothies und boten sie auf einem Jazz-Festival in London an. Vor ihrem Stand hing ein Schild mit der Frage: ,,Sollen wir unsere Jobs aufgeben, um weiter Smoothies zu machen? Darunter hatten sie zwei Mülleimer aufgestellt, auf einem stand ,,Ja, auf dem anderen ,,Nein. Sonntagabend war der ,,Ja-Eimer voll mit leeren Flaschen. Montag gingen sie zur Arbeit und kündigten ihre Jobs um innocent zu gründen. Cool, oder? Ganz offiziell wurde innocent dann 1999 gegründet und das Unternehmen stellt seitdem Säfte und Smoothies aus gesunden, veganen Zutaten her. Alle Produkte werden nicht aus Konzentraten hergestellt, sondern ausschließlich aus puren Früchten gemixt und gepresst. Heute ist innocent der Smoothie-Marktführer in ganz Europa und besteht aus einem riesigen Team von dreihundert Mitarbeitern. Die Produkte sind in über 15 Ländern im Supermarkt erhältlich. Es gibt mittlerweile nicht nur diverse Säfte, sondern auch Smoothies und Super-Smoothies (mit einer Extraportion Vitaminen). Mein absoluter Liebling ist übrigens der „Orange-Kiwi-Saft“ - am liebsten pur und im Sommer eisgekühlt. Soo lecker! Neuester Clou von innocent: Der erste „Green Smoothie“ Der Green Smoothie ist der erste „grüne“ Fruit & Veg Smoothie von innocent. Ich gebe es ehrlich zu, grüne Smoothies sind eigentlich nicht so mein Ding. Aber sie sind gesund und so überrede ich mich täglich dazu  Der grüne Smoothie von innocent schmeckt mir richtig gut – und am liebsten trinke ich einen am Nachmittag so kurz vor Feierabend. Meistens zu der Zeit, wo ich mir sonst ein Stück Kuchen „gegönnt“ habe. Das interessante an diesem Smoothie ist, dass auf die Zugabe von Banane verzichtet wurde, um ein ausgewogenes, leichtes Geschmackserlebnis zu erreichen. Trotzdem ist er leicht süßlich und schmeckt lecker fruchtig! Der „Green Smoothie“ enthält neben Apfel und Birne, Spinat, Grünkohl, Zucchini und etwas Baobab. Baobab ist die Frucht des afrikanischen Affenbrotbaums und enthält viele Ballaststoffe, Vitamin C, Kalium, Antioxidantien und Kalzium. In jeder Flasche stecken übrigens zwei der empfohlenen fünf Tagesrationen an Obst und Gemüse. Für die intensive, leuchtend grüne Farbe des innocent Green Smoothie sorgen Wilder Safran und Spirulina-Extrakt. Ein echtes Powergetränk also - mit wichtigen Vitaminen und Nährstoffen - probiert den „Green Smoothie“ doch einmal aus! Nachhaltigkeit innocent beschäftigt sich täglich neu mit den Auswirkungen, die das Unternehmen auf Gesellschaft und Umwelt hat. Das Thema Nachhaltigkeit hat daher einen hohen Stellenwert. Die Früchte für die innocent-Produkte kommen aus der ganzen Welt, von großen Plantagen, Kooperativen und kleinen Familienbetrieben. Natürlich muss das Obst immer erstklassig schmecken und von bester Qualität sein - aber: es soll auch von Farmen gekauft werden, denen sowohl Arbeiter als auch Umwelt am Herzen liegen. Ich habe mich bisher noch nicht mit dem Anbau von Obst oder Gemüse auseinandergesetzt, aber es ist tatsächlich nicht so leicht erstklassige Ware in großen Mengen einzukaufen. Der Anbau unterliegt täglichen Herausforderungen: die Energiepreise steigen, der Wettbewerb um freie Landflächen wird härter, es gibt immer mehr Wetterkatastrophen und immer weniger Wasser für die Landwirtschaft. Gleichzeitig verringern sich Artenvielfalt und Qualität der Böden. innocent sieht es daher als moralische und unternehmerische Verpflichtung, „ihren“ Farmern bei der Bewältigung all dieser Herausforderungen unter die Arme zu greifen und ihnen zu helfen, sich an die neuen Umweltbedingungen anzupassen. Wie bei allen nachhaltigen Projekten ist der Weg zu sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit weit - da es sich oft nur um kleine Projekte handelt. Trotzdem sind mittlerweile diverse Erfolge zu verzeichnen. Seit 2005 kommt zum Beispiel jede Banane die innocent einkauft von einer von der Rainforest Alliance zertifizierten Plantage (www.rainforest-alliance.org). Transport Die meisten Ressourcen werden bei Herstellung und Transport der innocent-Getränke verbraucht. Durch die enge Zusammenarbeit mit allen Lieferanten wird kontinuierlich an der Einsparung von Wasser und Energie gearbeitet und Strategien entwickelt, Müll zu vermieden und Materialien wiederzuverwenden. Derzeit recyceln innocent-Standorte über 80% der Trockenabfälle. Einem Produzenten ist es sogar gelungen, überhaupt keine Deponieabfälle mehr zu produzieren. Verpackungen Umweltfreundliche Getränke-Verpackungen bringen nicht viel, wenn sie nicht dicht halten. Daher verwendet innocent seit 2003 lebensmittelechtes Recycling-Plastik. Daher konnten mehr als 1.000 Tonnen Plastik eingespart werden. Die großen und kleinen Kartons bestehen zu 100% aus Forest Stewardship Council-zertifizierten Rohstoffen (FSC). Dadurch ist gesichert dass das Papier nur von Wäldern kommt, die sehr hohe Umweltstandards erfüllen: faire Arbeitsbedingungen und gute Voraussetzungen für einen langfristigen Erhalt der Wälder. Ich persönlich finde den Einsatz von innocent den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren nicht nur bewundernswert, sondern hoffe auch, dass andere Firmen diesem unternehmerischen Beispiel folgen. Für mehr Informationen über innocent: http:/­­/­­www.innocentdrinks.de/­­ https:/­­/­­www.facebook.com/­­innocent/­­ Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von innocent. Fotos mit freundlicher Genehmigung von innocent.   Der Beitrag innocent - Obst zum Trinken erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Summertime mit Erdbeer-Kokos-Eis

4. Juni 2015 Wurzelweber 

Summertime mit Erdbeer-Kokos-Eis Es ist Erdbeerzeit! Und dem Hochbeet sei Dank, ich kann auch schon direkt aus dem Garten ernten! Ich finde es wunderbar ?! Und sie schmecken so saftig und süß... hach. Da komme ich direkt ins Schwärmen. Ich glaube jeder von uns hat schöne, zarte Kindheitserinnerungen, und auch als Erwachsene können wir uns diesen verführerischen Früchtchen nicht entziehen. Sie sind einfach zu köstlich. Und dazu auch noch gesund. Erdbeeren erfreuen uns mit viel Folsäure (gerade für schwangere Frauen wichtig), ihrem hohen Gehalt an Vitamin C und bringen außerdem noch Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer und Zink mit. Die in ihnen enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Die nächsten Tage sollen sommerlich warm werden und so gibt es heute ein Eisrezept. Die Kombination von Erdbeeren und Kokos schmeckt nach Sommer und Seele baumeln lassen in der Hängematte... Mhmmmm... Für dieses Rezept gibt es zwei Zubereitungsmöglichkeiten. In der ersten werden die Aromen der Erdbeeren und Kokosflocken durch reduzieren bzw. rösten intensiviert. In der rohköstlichen Variante bleibt der Geschmack unverändert natürlich. Zutaten für 8-10 Stück 30 g Kokosflocken 500 g Erdbeeren 2,5 EL Apfelsüße (bzw. Süße der Wahl) Saft von 1/­­2 Limone 400 ml Kokosmilch (Dose oder selbstgemacht, siehe unten bei #2)   Eisform evtl. Holzstiele Zubereitung #1 Die Kokosflocken in einer Pfanne ohne Fett rösten. In eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Die Erdbeeren waschen und den Stilansatz entfernen. In einen kleinen Topf geben und mit eineinhalb Esslöffeln Apfelsüße bei mittlerer Hitze unter Rühren fünf bis zehn Minuten köcheln lassen. Vom Saft der Limone zwei Teelöffel Saft abnehmen und aufheben, den Rest mit den Erdbeeren fein pürieren. Zur Seite stellen und abkühlen lassen. Die Kokosmilch mit den gerösteten Kokosflocken, einem Esslöffel Apfelsüße und den aufgehobenen 2 Teelöffeln Limonensaft ebenfalls pürieren. Das Erdbeerpüree und das Kokospüree abwechselnd in Eisformen geben (evtl. mit Holzstielen versehen) und mindestens fünf bis sechs Stunden gefrieren lassen.  Zubereitung #2 Für eine rohe Kokosmilch püriert ihr das Fruchtfleisch einer reifen Kokosnuss mit etwas Wasser, so dass eine cremige Konsistenz entsteht. Oder mixt vorher eingeweichte Kokosflocken mit Wasser glatt.  Einen EL Apfelsüße (oder Süße der Wahl), die Kokosflocken und 1 TL Limonensaft dazu geben und gut vermengen. Nun die Erdbeeren waschen (bei Bioerdbeeren darf der Stilansatz ruhig dran bleiben), mit der Apfelsüße bzw. der Süße der Wahl und dem Rest Limonensaft pürieren. Das Erdbeerpüree und das Kokospüree abwechselnd in Eisformen geben (evtl. mit Holzstielen versehen) und mindestens fünf bis sechs Stunden gefrieren lassen.   Ich wünsche Euch viel Sonne auf der Nase! Ich werde mich jetzt den Hoch- und Hügelbeeten widmen. Unser neuer Gartenplatz ist so wunderschön geworden, ich liebe es einfach dort. Bald gibt es Fotos! ???

Steckrübeneintopf mit Haselnüssen

16. Februar 2015 Vegetarische Rezepte und vegane Gerichte 

Steckrübeneintopf mit Haselnüssen - Alle Nußsorten sind nährstoffreich. Haselnüsse enthalten soviel Eiweiß wie Hühnereier, dabei aber weit mehr Kalzium, Eisen, Phosphor, Kalium und Magnesium. Zut...

Tofu Tussis aus Berlin

27. August 2014 Deutschland is(s)t vegan 

Tofu Tussis aus BerlinIhr alle kennt die großen Hersteller von Tofu-Produkte, aber tatsächlich gibt es auch eine ganze Reihe von kleinen Unternehmen, die Produkte aus der Sojabohne herstellen - das nennt man dann Tofurei. Eine solche möchte ich heute kurz vorstellen, und zwar die Tofu Tussis aus Berlin, die hohe Ansprüche an ihre Produkte und deren Herstellungsbedingungen haben. Dazu gehört die Bio-Qualität aller ausschließlich natürlichen Rohstoffe, ein Pfandsystem, aber auch die Verwendung von ökologisch unbedenklichen Farben und Verpackungen usw. Tofu ist nicht gleich Tofu Tofu ist einfach nicht gleich Tofu, und die Besonderheit der Tofusorten von den Tofu Tussis liegt nicht nur in den hohen Qualitätsansprüchen und absoluter Transparenz, sondern auch darin, dass ihr hier frischen Tofu bekommt, wie auf der Homepage berichtet wird: “Bei den großen konventionellen Tofuherstellern fehlt oft eine genaue Nachvollziehbarkeit der Inhaltsstoffe und deren Herkunft, was viele Verbraucher stört. So werden teilweise Gensoja aus anderen Ländern, chemische Zusätze und Konservierungsstoffe verwendet. Als Gerinnungsmittel kommen hauptsächlich kostengünstigere, qualitativ minderwertigere Gerinnungsmittel (z.B Glukono Delta Lacton - eine synthetische Milchsäure - oder Kalziumsulfat - Gips -) zum Einsatz, die den Ertrag steigern. Selbst bei Bioproduzenten mangelt es darüber oftmals an Transparenz. Auch in Geschmack und Konsistenz hebt sich der frische Tofu deutlich vom haltbar gemachten ab.”   Die Produkte: Wunsch-Tofu und Sojamolke-Drinks Genug der Hintergründe, die ihr auf der schönen Internetseite en Detail nachlesen könnt. Was gibt es denn aber nun genau bei den Tofu Tussis? Zunächst mal Tofu in verschiedenen Varianten. Die Klassiker Naturtofu und Räuchertofu gibt es in jeweils 2 Varianten, einmal mit Nigari, einmal mit Kombucha als Gerinnungsmittel hergestellt. Außerdem bekommt ihr Erdnuss-, Algen-, Mediterran- und Curry-Mango-Tofu. Wem das nicht reicht, kann sogar seinen Wunsch-Tofu selbst kreieren, ziemlich cool. Außerdem bekommt ihr handgemachte Soja-Bratlinge und Sojamolkedrinks. Ganz schön lecker diese Drinks, die es in “Natur” und diversen Multifrucht-Sorten gibt! Damit sich der Einkaufskorb auch wirklich für den Versand lohnt, bekommt ihr außerdem ausgewählte Produkte von Vantastic Foods und den Vego Schokoriegel im Shop von den Tofu Tussis. Unbedingt mal reinschauen!   Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von www.appelhanz.de  

Fast schon ein Wundermittelchen: Moringa von Nahrungsgold

14. Februar 2014 Deutschland is(s)t vegan 

Superfoods sind ein großes Thema zur Zeit, und wir haben in unserer kleinen Serie (Teil 1 und 2) über die bekanntesten Superfoods schon berichtet, u.a. eben auch über Moringa, quasi der neue Stern am Superfoods-Himmel. Dort stand u.a.: “Das Moringapulver wird aus den Blättern des Moringabaumes gewonnen. Dieser Baum ist die nährstoffreichste Pflanze auf der ganzen Welt, weshalb sie auch ,,Wunderbaum oder ,,Tree of Life genannt wird.”. Ein echtes Wunderzeug Vertrieben wird das Moringa-Pulver u.a. auch durch das kleine Start-Up Nahrungsgold aus Freiburg. Nahrungsgold bietet Moringa in Pulverform oder als getrocknete Blätter, und auch auf deren Homepage klingt Moringa wie ein wahres Wunderzeug: “Mit mehr als 90 Nährstoffen, 46 Antioxidantien, einem sehr hohen Mineralstoff-Gehalt an: Eisen, Magnesium, Kalzium, Kupfer, Zink, Phosphor, Potassium u.v.a., - mit fast allen Vitaminen, und 18 (!) der 20 lebensnotwendigen Aminosäuren sucht Moringa Olifeira seinesgleichen. Darüberhinaus enthält Moringa den relativ frisch entdeckten Botenstoff Zeatin, der erst dafür sorgt, dass der menschliche Organismus, all die Vitalstoffe aufnehmen und verarbeiten kann.” Faire Herstellung, Bio-Qualität Die Rohstoffe für die NahrungsGold-Produkte (neben Moringa auch noch tropische Vollkorn-Hirse) stammen aus kleinbäuerlich-kooperativem organischem Anbau im tropischen Westafrika, aus fairem Handel also. und ohne die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln oder synthetischem Dünger. Nahrungsgold zahlt den Partnern in Afrika einen höheren Preis, und kann dieses vor allem, weil der Zwischenhandel ausgespart wird, und direkte Kontakte bestehen. Die Produkte sind zwar nicht Bio-zertifiziert, weil diese bei dieser Größenordnung einfach viel zu teuer wäre - das Geld wird lieber den Produzenten zu Gute kommen gelassen. Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten Verwenden kann man Moringa in Smoothies, als Tee und in allen möglichen Gerichten. In der ayurvedischen Küche werden die Blätter der Moringa-Pflanze seit Jahrtausenden eingesetzt, u.a. als Salat gegessen. 100 Gramm Moringa Blätter kosten in der gemahlenen Form 14,99 Euro bei Nahrungsgold. Die Internetseite von Nahrungsgold bietet neben vielen Informationen rund um das Wunderpulver natürlich auch eine Bestellmöglichkeit.

Spiruli - neues innovatives und veganes Erfrischungsgetränk

6. Mai 2013 Deutschland is(s)t vegan 

“Spiruli” ist der Name eines neuen veganen Erfrischungsgetränkes, das seit ein paar Monaten auf dem Markt ist, und dieses ist wirklich ziemlich innovativ, nicht einfach irgendeine neue Limo. Wie der Name schon vermuten lässt, ist ein Bestandteil die Spirulina-Alge, einer Blaualge aus der Familie der Cyanobakterien, welche aus zahlreichen gesundheitsfördernden Produkten seit Jahrhunderten bekannt sind, und so einiges ganz nebenbei für unser Klima tut. Schmeckt zum Glück nicht nach Alge Keine Angst – nach Alge schmecken tut “Spiruli” hingegen nicht, sondern eher nach Holunder und Zitrone, die neben Agavendicksaft und Quellwasser enthalten sind – in Bioqualität übrigens, soweit möglich. Schmeckt wirklich angenehm frisch und lecker. Die in der Inhaltsliste ausgewiesene Milchsäure ist nicht tierischen Ursprungs, sondern wird fermentiertem Gerstenmalz gewonnen, ist also wie das gesamte Getränk zu 100% vegan. Spiruli ist für Veganer vor allem auch interessant, weil die Vitamine B2, B3, B6, B12 und Vitamin C enthalten ist. Aber noch einiges mehr, Interessierte können sich hier einiges dazu durchlesen. Gesundheitliche Vorteile Entwickelt worden ist das Getränk in jahrelanger Arbeit von einem Team aus Medizinern, Ernährungswissenschaftlern, Braumeistern und Biotechnologen. Es soll gerade auch für Schwangere, Senioren und Sportler aufgrund seiner Zusammensetzung gut zu empfehlen sein, und viele gesundheitliche Vorteile haben, besonders was die Aufnahme von Kalzium über die Kombination von Alge und Vitamin C betrifft. Die blaue Färbung der Flaschen schützt übrigens vor Licht, außerdem verfolgen die Hersteller ein ganzheitlich nachhaltiges Konzept bis hin zur Pfandrückgabe. Der einzige Wermutstropfen ist der noch recht hohe Preis für das Getränk – man darf aber nicht vergessen, dass neben hochwertigen Inhaltsstoffen eine Menge Entwicklungskosten drinstecken. Erhältlich ist Spiruli momentan hauptsächlich online, das wird sich hoffentlich ebenfalls so langsam aber sicher ändern. The post Spiruli – neues innovatives und veganes Erfrischungsgetränk appeared first on Deutschland is(s)t vegan.

Greenfoods - von Algen, Getreidegräsern und mehr!

1. Juni 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Greenfoods - von Algen, Getreidegräsern und mehr!Habt ihr schon mal was von Greenfoods gehört? Oder bereits welche „gegessen“? Was Greenfoods eigentlich sind und was die so können – darüber haben wir uns mal ein wenig schlaugemacht … Was sind Greenfoods? Im Grunde zählen die sogenannten Greenfoods zur Gruppe der Superfoods. Wir haben bereits hier und hier über Superfoods berichtet – lest doch gerne noch einmal nach. Wie der Name schon sagt, sind Greenfoods von Natur aus „grün“ und als Ergänzung für eine optimierte vegane Ernährung wunderbar geeignet. Zu den bekanntesten Greenfoods zählen: - Algen - Gerstengras - Weizengras - Moringa - Brennnessel Die meisten Greenfoods sind in Bioläden, Reformhäusern oder gut sortierten Drogerien (dm, müller) erhältlich. Im Onlineshop von Keimling findet sich eine gute Auswahl an Greenfoods in ausgezeichneter Qualität plus passender Rezepte. Ebenfalls empfehlen kann ich einen Onlinekauf bei Terralements. Abgesehen von Brennesselfunden am Wegesrand oder getrockneten Algen sind die meisten der grünen Kraftpakete nur in Pulver- oder Tablettenform erhältlich. Was können Greenfoods eigentlich? „Grün bedeutet Leben“ Das ist nicht nur eine Kalenderweisheit, sondern spiegelt die Gesetze der Natur wieder. Das Zauberwort lautet: Chlorophyll! Vielleicht erinnert ihr euch das an den Biologieunterricht in der Schule? Der grüne Blattfarbstoff stellt unsere Luft zum Atmen her – genauer gesagt, den Sauerstoff darin. Chlorophyll kommt in hoher Konzentration in Algen und Getreidegräsern vor – und eben genau das macht die Greenfoods so gesund für uns. Doch dem nicht genug, enthalten sie auch noch Spurenelemente, Mineralstoffe, ungesättigte Fettsäuren und Vitamine. Konzentrierte Power also …! Da die grünen Kraftpakete unserer Gesundheit so gut tun, möchten wir Euch alle Greenfoods etwas genauer vorstellen – heute die ersten fünf – und demnächst geht es weiter mit dem zweiten Teil. 1. Algen An dieser Stelle gibt es nur einen kurzen Steckbrief der Alge – für mehr Infos, schaut bitte hier noch einmal nach, da gibt es absolut alles über die Alge Man unterscheidet die sogenannten Makroalgen (Wakame oder Nori) von den Mikroalgen (Chlorella, Spirulina, AFA). Beide gehören zu den nährstoffreichsten Nahrungsmitteln der Welt. Sie enthalten vor allem Proteine, B-Vitamine, Jod, Kalzium, Eisen und Ballaststoffe. Ich mag Algen am liebsten in Form von Nudeln – zum Beispiel in einem asiatischen Salat mit Pilzen, Möhren, Sprossen, Sojasoße, Zitronengras, Koriander und Chilli …. yummieh! Mein Favorit ist von Kulau. Diese Meeresspaghetti stammen aus biologischem Wildwuchs vor der Atlantikküste Spaniens. Preis: 4,15 Euro (25 g) Erhältlich im Onlineshop von Kulau. 2. Gerstengras Zugegeben: Gerstengras stand bisher noch nicht auf meinem Speiseplan. Als Kind vom Land kenne ich natürlich Gerstenfelder und weiß, wie das Getreide aussieht. Seit ich für diesen Artikel recherchiert habe, bin ich jedoch Fan vom Gerstengras in Pulverform geworden. Gerstengras enthält reichlich vitale Nährstoffe, viel Kalzium, B-12, Eisen, Kalium, Folsäure, Magnesium, Zink, Kupfer, die Vitamine A, C, E, K, Folsäure, Natrium, Phosphor, Zink, Schwefel, Kupfer, Selen, Silizium … ! Außerdem enthält das „grüne Wundergras“ große Mengen Chlorophyll – und Chlorophyll liefert pure Energie für unsere Zellen. Fazit: Gerstengras ist das ideale Nahrungsergänzungsmittel! Mein Favorit ist von Keimling und in bester Rohkostqualität aus biologischem Anbau. Tipp: Derzeit gibt es für unsere Leser bei Keimling 10EUR Rabatt für Neukunden ab 50 EUR Mindestbestellwert. Nicht kombinierbar. Bücher und Aktionen sind ausgeschlossen. Gutscheincode: DIVNEUKUNDEN10 bis Ende Mai gültig Preis: 9,90 Euro (50 g) Aktuell 7,95 Euro Erhältlich im Onlineshop von Keimling Das Gerstengras-Pulver kann in frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte gerührt oder in einen Smoothie gemixt werden. Ich mag es auch gerne im Salatdressing – versucht doch mal dieses Rezept – inspiriert von Keimling: Knacksalat mit Gerstengrasdressing (C) rh2010 /­­ Fotolia Zutaten: - 1/­­2 Fenchel - 1/­­3 Gurke - 1/­­3 Paprika - 2 Rote Beete Knollen (vorgegart) - Blattsalat Für das Dressing: 1 TL Bio-Gerstengraspulver 2 EL Olivenöl 1 Orange Salz, Pfeffer Zubereitung: Alles Gemüse und den Salat waschen und trocknen/­­schleudern. Den Blattsalat in der Mitte eines großen Tellers anrichten. Den Fenchel in dünne Scheiben schneiden und um den Blattsalat verteilen. Die Gurke in den Spiralschneider spannen und Gurkenspaghetti drehen. Die Spaghetti kommen in die Mitte des Tellers. Die Paprika in kleine Stückchen schneiden und auf der Gurke verteilen. Für das Dressing einen gehäuften Teelöffel Bio-Gerstengraspulver mit Olivenöl vermengen. Die Orange entsaften und mit der Öl-Mischung verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing über dem Salat verteilen. Schön knackig frisch und so lecker schmeckt der Knacksalat mit Gerstengrasdressing. Guten Appetit! 3. Weizengras Weizengras bringt ähnlich viel grüne Pflanzenpower – wie Gerstengras – und entfaltet zudem eine belebende Wirkung auf den Körper. Aber Weizengras kann noch mehr! Neben den pflanzlichen Ballaststoffen und allen essenziellen Aminosäuren enthält es noch 21 % hochwertiges Protein und alle (!) acht B-Vitamine. Übrigens: Gewonnen wird das Pulver aus den Keimblätter der Weizenpflanze. Nach der Ernte wird die Pflanze getrocknet und schonend zu Weizengraspulver vermahlen. Mir persönlich schmeckt Weizengraspulver in grünen Smoothies am besten. Das Pulver kann aber auch in klares Wasser oder Gemüsesäfte gemixt werden. Mein Favorit ist von Terraelements: Preis: 12,95 Euro (125 g) Erhältlich im Online-Shop von Terraelements. 4. Moringa Der Moringabaum wächst mittlerweile vor allem in Asien, Afrika und in der Karibik, da er viel Licht und Wärme benötigt. Dort kann man Moringa auch in roher Form – also die Blätter – ganz normal im Supermarkt kaufen. In unseren Breitengraden ist Moringa leider nur in in Pulverform erhältlich. Aber dieses Pulver hat es in sich – denn Moringa enthält reichlich Vitamin A und C, sehr viel Kalzium, Eisen und Eiweiß. Und darüber hinaus stärken die 46 enthaltenen Antioxidantien unser Immunsystem. Tipp: Der Geschmack ist übrigens leicht salzig und etwas scharf. Moringapulver kann zum Beispiel sehr gut in einem Pesto (mit frischem Bärlauch, Nüssen und Olivenöl) verarbeitet werden. Mein Favorit ist in feinster Bio-Qualität und von Grünhochzwei Preis: 19,90 Euro (350 g) Erhältlich im Onlineshop von grünhochzwei. 5. Brennnessel Vielleicht habt ihr ja schon einmal eine Detox-Kur gemacht? Oder einen Detox-Tag eingelegt? Dann habt ihr bestimmt einen Smoothie mit Brennnessel getrunken – oder einen Tee mit Brennessel-Extrakten. Die Brennnessel – oft verschrien als Gartenunkraut – ist nicht nur ein Bakterienhemmer, sondern ein Lieferant für Vitamin C, Eisen, Kalium und Magnesium und sogar Eiweiß (!). Dem nicht genug sorgen die enthaltenen Flavonoide zusammen mit dem Kalium für eine entwässernde Wirkung. Wer Brennnessel in seiner ursprünglichen Form essen möchte, kann die Pflanze mit etwas Glück und jenseits der Straßen bereits im Frühjahr ernten. Achtung: Handschuhe nicht vergessen! Tipp: Brennnesselblätter können wie Spinat zubereitet  oder als Salatzutat verwendet werden. Wie bereits erwähnt sind sie hervorragend in Wildkräuter- oder grünen Smoothies geeignet. Aber auch die Pulverform der Brennnessel ist lecker in Smoothies oder Dressings – und vor allem ganzjährig verfügbar. Mein Favorit ist von Lebepur Preis: 6,90 Euro (125 g) Erhältlich bei Amazon Für  noch mehr Informationen über Algen, kann ich dieses Buch von Kirstin Knufmann und Jörg Ullmann empfehlen: Es ist u.a. hier bei Amazon erhältlich. Bei dem nächsten Greenfoods-Artikel stellen wir euch u.a. Hanfprotein, Chlorella und Spirulina vor. Stay tuned!       Der Beitrag Greenfoods – von Algen, Getreidegräsern und mehr! erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Gut versorgt: Vegane Ernährung für Schwangere & Stillende

6. Februar 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Aus aktuellem und immer wiederkehrendem Anlass möchte ich an dieser Stelle nochmals das Thema der Nährstoffversorgung bei veganer Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit für Mutter und Kind ansprechen. Das tue ich nicht, weil ich Sorge habe, dass vegan lebende Mütter generell untervorsorgt sind, sondern weil ich damit hoffentlich manchen Menschen die Angst nehmen kann, die man leicht bekommt, wenn man sich manche der aktuell kursierenden Artikel durchliest. Trotzdem möchte ich diese Gelegenheit dazu nutzen, auf die Wichtigkeit einer gut geplanten, vollwertigen pflanzlichen Ernährung hinzuweisen und nachfolgend aufzuzeigen, wie man diese Ernährungsweise bedarfsgerecht gestaltet. In einem Folgeartikel gehe ich auch vertiefend in die Ernährung und Entwicklung veganer Kinder in den ersten Lebensjahren ein, welche in diesem Artikel aus Platzgründen weitestgehend unerwähnt blieben. Schlagzeilen wie ,,Veganes Essen schädigt ungeborene Babys(1), ,,Geschrumpftes Hirn durch veganes Essen(2) und zuletzt ,,Vegane Ernährung schadet Kindern (3) sind schlichtweg an den Haaren herbeigezogen und können nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Ich wünsche mir, dass die BILD und andere Medien mit genau dem gleichen Eifer die tatsächlichen Missstände in unserem Essverhalten anprangern, wie sie es fälschlicherweise bei veganer Ernährung tun. Die Nationale Verzehrsstudie II zeigte klar, dass in Deutschland im Durchschnitt viel zu hohe Mengen (gesättigte) Fette und Cholesterin aufgenommen werden, während einer großer Teil der Bevölkerung die tägliche Zufuhrempfehlung an vollwertigen Kohlenhydraten und Ballaststoffen sowie wichtigen Vitamin nicht erreicht (4). Laut dem Robert Koch-Institut waren im Jahr 2014 zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland übergewichtig und ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer und 24 % der Frauen) stark übergewichtig (adipös)(5) Im selben Jahr wurden laut dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) insgesamt 651 Millionen Arzneimittelpackungen an 70 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland von niedergelassenen Ärzten und Zahnärzten verordnet. Das macht durchschnittlich mehr als 1,5 Arzneimittel (6). Aufgrund der steigenden Rate an Personen mit Übergewicht wird auch die Häufigkeit an Diabeteserkrankungen in den kommenden 10-20 Jahren nochmals rasant ansteigen (7). Seit über zwanzig Jahren zeigen Mediziner wie Dr. Dean Ornish, Dr. Caldwell Esselstyn and Dr. Neal Barnard die Effektivität einer fettreduzierten, rein pflanzlichen Ernährung in der Therapie von Herzerkrankungen (8, 9) sowie Diabetes Mellitus Typ II (10) und Adipositas (11). Wie kann es sein, dass in den USA hunderttausenden Menschen durch eine Ernährungsumstellung hin zu einer rein pflanzlichen Ernährung geholfen werden kann, während wir in Deutschland noch immer darüber diskutieren, ob Veganer nun genügend Vitamin B12 in ihrer Ernährung erhalten? Dass die Empörung und Anteilnahme von Seiten der vegan lebenden Menschen groß ist, wurde auch in einem meiner letzten Facebookpostings (12) klar und so möchte ich hier die Gelegenheit ergreifen, um noch etwas ausführlicher Stellung dazu zu nehmen, als ich es in meinem Beitrag auf Facebook tun konnte. An dieser Stelle möchte ich auch die zwei sehr guten, kürzlich erschienen Bücher ,,Vegane Ernährung von Sigrid Siebert & Dr. Heike Englert sowie ,,Vegane Ernährung in Schwangerschaft, Stillzeit & Beikost von Dr. Markus Keller & Edith Gätjen, die ich als sehr lesenswert empfinde. Beide zeigen anhand der aktuellen wissenschaftlichen Literatur, dass eine rein pflanzliche Ernährungsweise in der Schwangerschaft und Stillzeit bedarfsdeckend ist, wenn man – wie bei jeder Ernährungsweise – auf einen vollwertigen und abwechslungsreichen Speiseplan achtet und weiß, woher man alle relevanten Nährstoffe beziehen kann. Unbedingt lesenswert ist auch der Artikel von Sohra von www.tofufamily.de, die schon sehr viel Lesenswertes zum Thema vorweggenommen hat (13). Rundum gut versorgt Die Nährstoffversorgung von Schwangeren und Stillenden ist grundsätzlich mit einer pflanzlichen Ernährung einwandfrei möglich, weist aber einige Besonderheiten auf, die ich nachfolgend gerne ansprechen möchte. Vorab die wichtigste Frage: Was unterscheidet eigentlich eine schwangere Frau oder ein Kleinkind von anderen Bevölkerungsgruppen in Bezug auf die Ernährung? Im Grunde genommen vor allem eine Sache: Der Energie- und Nährstoffbedarf, der erhöht ist. Tatsächlich ist der Energiebedarf aber gar nicht so stark erhöht, wie oft angenommen wird. Der Bedarf an Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Fett, Proteine) steigt im Verhältnis zum Bedarf an Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) nämlich wesentlich weniger stark an (14). Einfach gesagt brauchen wir in jeder Lebensphase dasselbe in unterschiedlichen Mengen. Details dazu möge man in Dr. Kellers Buch nachlesen. Eine Ausnahme bildet lediglich die Proteinversorgung bezogen auf die Zufuhr an essenziellen Aminosäuren. Während für den Erwachsenen nur 8 Aminosäuren lebensnotwendig sind, gelten je nach Quelle für Kinder 9-10 Aminosäuren als essenziell. Diese zusätzlichen Aminosäuren sind Histidin und Arginin (15). Wenig überraschend enthält die Muttermilch auch diese zwei semi-essenziellen Aminosäuren in ausreichender Menge und so ist die Versorgung während des Stillens sichergestellt (16). Danach sollte, wie in jeder Lebensphase, eine abwechslungsreiche und vollwertige pflanzliche Ernährung praktiziert werden, die dann auch den Bedarf an allen zehn Aminosäuren decken kann. Histidin findet man in in größeren Mengen in Nüssen, Samen, Hülsenfrüchten und Vollkorngetreiden. Besonders reich an Histidin sind Kidneybohnen (17), Sesamsamen, Sonnenblumenkerne (18) und Sojaprodukte (19). Falls die Frage innerlich aufkommen sollte: Der Konsum von sojahaltigen Lebensmitteln verweiblicht Männer nicht und verursacht auch keinen Brustkrebs bei Frauen. Diese und weitere Mythen widerlege in meinem Artikel für das Welt Vegan Magazin über Soja (20). Reich an Arginin sind im Pflanzenreich erneut die Sojabohne, Lupine und Erdnuss (21) sowie Sesam und Sonnenblumekerne (22). Auch einige Blattgemüse wie Spinat enthalten großzügige Mengen an Arginin (23). Positionspapiere der Ernährungsgesellschaften Sowohl im Artikel der BILD (24) als auch andere Quellen prangern immer wieder die gleichen angeblichen Mängel an, die ich nun wiederlegen möchte. Zuallererst: Seit 13 (!) Jahren sagt die größte Ernährungsgesellschaft der Welt, die Academy of Nutrition and Dietetics (A.N.D), dass eine rein pflanzliche Ernährung für jede Lebensphase einschließlich Schwangerschaft und Stillzeit geeignet ist. Somit wurde eine rein pflanzliche Ernährung von der A.N.D (vormals American Dietetic Association) bereits in 2003 als eine gesündere Alternative zur westlichen Mischkost empfohlen (25). Dies hat die Organisation im Jahr 2009 (26) erneut bestätigt und auch im Dezember 2016 veröffentlicht (27). Wie Sohra von www.tofufamily.de in einem weiteren Artikel zeigt, ist diese Meinung nicht nur in den USA vorherrschend, sondern auch in Kanada, Großbritanien und Australien (28). Nun aber zu den ,,kritischen Nährstoffen einer veganen Ernährung, die in Wirklichkeit gar keine sind, wenn man sich vollwertig und abwechslungsreich pflanzlich ernährt und seine Versorgung mit B12 sicherstellt. Im Artikel der BILD wird Professor Michael Melter, der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Regensburg zitiert: ,,Durch fehlende Nährstoffe wie Eisen, Jod und Vitamin-B12 kann es zu verzögertem Wachstum, Gehirnschäden und Blutarmut kommen. (29) Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) setzt noch einen oben drauf und erweitert die Liste noch: ,,Bei einer veganen Ernährung kann es aufgrund des Verzichts auf jegliche tierische Lebensmittel zu einer Unterversorgung mit Energie, Protein, Eisen, Calcium, Jod, Zink, Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B12 (Cobalamin) und Vitamin D kommen und die Zufuhr langkettiger n-3 Fettsäuren ist ebenfalls gering (30) Nachfolgend ist hier eine Stellungnahme von mir zu allen genannten Nährstoffen: 1. Energie   Energie? Steht da tatsächlich Energie? Eine rein pflanzliche Ernährung hat den großen Vorteil, dass sie tatsächlich reich an Mikronährstoffen und verhältnismäßig kalorienarm sein kann (!), wenn man es möchte und mit ihr abnehmen und sein Gewicht mühelos halten will. Jedoch kann man genau so gut auch mit einer rein pflanzlichen Ernährungsweise Personengruppen mit erhöhtem Kalorienbedarf (Schwangere Frauen, Heranwachsende und Sportler) versorgen. Man denke nur an Lebensmittelgruppen wie: - Nüsse & Nussmuse (Walnuss, Haselnuss, Mandel, Cashew, etc.) - Samen (Leinsamen, Hanfsamen, Chiasamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, etc.) - Trockenfrüchte (Rosinen, Datteln, Feigen, Aprikosen, etc.) - Obst (Oliven, Avocados, Bananen, etc.) Diese vollwertigen Lebensmittel sind allesamt hoch kalorisch, liefern aber im Gegensatz zu vielen anderen energiedichten Lebensmitteln zusätzlich viele wertvolle Inhaltsstoffe. Nicht zu vergessen ist die große Auswahl an pflanzlichen Ölen, die ich zwar spätestens nach dem Erreichen der vollen Körpergröße auf ein Minimum reduzieren würde, die im Rahmen der Kinderernährung aber in geringen Mengen ihre Berechtigung haben können. Außerdem liefern Speiseöle mit einem Anteil an Mikroalgenöl wichtige langkettige Omega-3-Fettsäuren, wie wir später noch sehen werden. Getreideerzeugnisse wie Brot, Pasta, Reis, etc. und Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen, Soja, Lupine, etc. würde ich nicht gerade als kalorienarm bezeichnen. 2. Proteine  Ein Blick auf die zuvor genannten Positionspapiere zeigt, dass ein Unterschreiten der physiologisch notwendigen Menge an Protein bei einer gut geplanten rein pflanzlichen Ernährung nicht zu befürchten ist. Im Rahmen der Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Proteinbedarf um 20 % bzw. 35 % an (31). Dies ergibt ausgehend von der D-A-CH-Empfehlung in Höhe von 10-15 % an Proteinen innerhalb der Gesamtzufuhr für nicht-schwangere Erwachsene (32) eine Zufuhrempfehlung von 12-18 % Protein für Schwangere und 13,5-20 % für Stillende. Auch diese Menge kann durch eine vollwertige vegane Ernährung abgedeckt werden. Das immer wieder auftretende Argument der minderen biologischen Wertigkeit von pflanzlichen Proteinen gilt ebenfalls nicht mehr, sobald wir vielseitig essen. Denn dann ergänzen sich die einzelnen Aminosäuren der unterschiedlichen pflanzlichen Proteine untereinander, wie ich bereits in meinem Artikel über Proteinkombinationen ausführlich erklärt habe (33). Viel mehr Sorgen würde ich mir über die Überversorgung mit Proteinen machen, wie es bei beinahe allen MischköstlerInnen in Deutschland der Fall ist, die zum Teil 150 % der empfohlenen Menge an (großteils tierischem) Protein zu sich nehmen, wie die Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie II zeigen (34). Einige Untersuchungen legen nahe, dass ein Übermaß an tierischem Lebensmitteln mit einem erhöhten Risiko für chronische degenerative Erkrankungen wie Koronare Herzerkrankungen (35) oder Diabetes Mellitus Typ II (36), einhergehen kann. 3. Eisen Ein Blick auf eine vergleichende Untersuchung aus der Schweiz zeigt: Die Eisenversorgung ist bei Mischköstlern, Vegetariern und Veganern ähnlich ausgeprägt (37). Eisenmangel ist aber ohnehin eher ein Problem des Verlustes (Monatsblutung, sehr häufiges Blutspenden, etc.) als der mangelnden Zufuhr. In einigen Untersuchungen war die Eisenzufuhr der Vegetarier sogar höher als die der Mischköstler (38). Wenn man diese erhöhte Zufuhr noch mit Substanzen wie Vitamin C kombiniert, kann aus der erhöhten Eisenzufuhr auch eine erhöhte Eisenaufnahme des schlechter resorbierbaren, dreiwertigen Eisens (Fe3+) werden. Wenn man zusätzlich noch auf den Abbau von Phytinsäure durch Einweichen, Keimen und Kochen bei Getreiden achtet und Tee und Kaffee aufgrund der Tannine eher zwischen anstatt zu den Mahlzeiten trinkt, steht der optimalen Eisenversorgung mit Pflanzen nichts mehr im Weg (39). Damit könnte man diese Debatte eigentlich beenden. Aber da wäre noch eine wichtige Sache bezüglich des ,,minderwertigen pflanzlichen Eisens in pflanzlichen Lebensmitteln im Vergleich zu dem ,,hochwertigeren tierischen zweiwertigen Hämeisen (Fe2+): Hämeisen scheint im Gegensatz zum pflanzlichen Eisen mit einem höheren Risiko für das Auftreten des Metabolischen Syndroms (40) und Koronarer Herzkrankheit (41) einherzugehen und so stellt sich die Frage, was ,,hochwertig in diesem Zusammenhang unbedingt wünschenswert ist. Wer wirklich Sorge hat, zu wenig Eisen im Rahmen einer rein pflanzlichen Ernährung zu bekommen, kann mit meiner super eisenhaltigen ,,Allroundbeilage (42) aus in Roter-Beete-Saft gekochter Hirse mit Kürbiskernen sowie jeder Menge Petersilie und Basilikum seine Eisenzufuhr rein pflanzlich auf die Spitze treiben. Durch die Zugabe von Zitronensaft kann die Eisenaufnahme zusätzlich verbessert werden, um auch den erhöhten Eisenbedarf während der Schwangerschaft und Stillzeit zu decken. Denn die normale Eisenzufuhr von ca. 15 mg für erwachsene Frauen verdoppelt sich während der Schwangerschaft auf 30 mg und beträgt auch während der Stillzeit noch etwa 20 mg (43). Diesem stark erhöhten Eisenbedarf sollte also in jeder Ernährungsform eine große Beachtung zugemessen werden. Die Deckung des Eisenbedarfs durch pflanzliche Lebensmittel ist mit ein bisschen Hintergrundwissen auch völlig ohne Supplements möglich. Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen sollten nur in Fällen eines manifesten und nachgewiesenen Eisenmangels eingenommen werden und auch dann nur in Rücksprache mit einem Arzt (44). 4. Kalzium  Wie eine große Metaanalyse (45) und eine prospektive Kohortenstudie (46) gezeigt haben, scheint es keinen Zusammenhang zwischen dem Konsum von tierischer Milch im Kindesalter und der Knochengesundheit im Erwachsenenalter zu geben. Kalzium als einen kritischen Nährstoff in veganer Ernährung zu bezeichnen ist auch insofern unzutreffend, weil die kalziumreichsten Lebensmittel der Welt Pflanzen sind. Die Kalkalge ,,Lithothamnium Calcareum deckt bereits mit 3 Gramm ihren gemahlenen Pulvers den Tagesbedarf an Kalzium eines Erwachsenen zu 100 % und auch die Sangokoralle ist kalziumreicher als jedes Milchprodukt (47). Aber auch ohne diese in unseren Breitengraden nicht-alltäglichen Lebensmittel liefern Vollkorngetreide, Nüsse und Samen genügend Kalzium für unsere Knochen. Und eines der Gerichte aus meiner Kindheit ist da ganz vorne dabei: Brennnesselspinat! Sowohl Brennnesseln als auch Spinat sind, wie auch Grünkohl und andere dunkelgrüne Blattgemüse, enthalten reichlich Kalzium. Wie kalziumreich ist denn im Vergleich dazu die Milch? Milch enthält laut DGE etwa 120 mg Kalzium pro 100 g (48). Wie viel Kalzium enthält einfaches Mineralwasser? Manche Mineralwässer wie ,,Aqua Römer enthalten bereits halb so viel Kalzium wie Milch und so kann mit weniger als 2 Litern Mineralwasser unseren täglicher Kalziumbedarf in Höhe von ca. 1000 mg gedeckt werden (49). Der tägliche Bedarf an Kalzium für Schwangere und Stillende ist übrigens gleich hoch wie für Frauen im selben Alter, die nicht stillen oder schwanger sind (50). 5. Jod Wir werfen wieder einen Blick auf unsere vergleichende Untersuchung aus der Schweiz und sehen erneut: Sowohl Mischköstler, Vegetarier als auch Veganer erreichten im Durchschnitt nicht die empfohlene tägliche Menge an in Höhe von 200 mcg Jod (51). Jod scheint also durchaus kein ,,veganes Problem zu sein. Unsere Böden sind nun einmal nicht besonders reich an Jod, wir essen (zum Glück) nicht so viel Meeresfisch und Meeresalgen sind (leider) kein Teil der täglichen Kost in Deutschland. Wir alle sind also nicht sonderlich gut mit Jod versorgt, weshalb es ja auch jodiertes Speisesalz im Handel gibt, um die durchschnittlich schlechte Versorgung aufzubessern. Es reichen allerdings schon weniger als 1 g getrocknete, pulverisierte Wakame-Alge zur Deckung des Tagesbedarfs bzw. etwas mehr davon zur Deckung von 230 mcg für Schwangere und 260 mcg für Stillende (52). Ob man den Empfehlungen des ,,Arbeitskreis Jodmangel e.V folgen möchte und zusätzlich zur jodhaltigen Ernährung noch weitere 150 mcg Jod supplementieren möchte, muss man für sich entscheiden (53). Ich persönlich würde empfehle, die den Tagesbedarf an Jod durch eine saubere Quelle an biologischen Algen zu decken. 6. Zink Die Zufuhr an Zink ist ein Problem von vitalstoffarmen Ernährungsformen, die sich durch Industrieprodukte, Auszugsmehle und raffinierten Zucker kennzeichnet. Trifft dies auf eine vegane Ernährung zu? Ich würde sagen ,,jein. Denn was bedeutet überhaupt vegan? Es bedeutet einfach gesagt, dass man nichts vom Tier isst. Das kann im besten Fall heißen, eine gemüse- und obstlastige Ernährungsweise mit vollwertigem Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen zu praktizieren oder im Fast Food Laden um die Ecke veganen Burger mit Pommes und veganer Mayo zu essen. Bei Ersterer ist ein Zinkmangel bei isokalorischer Ernährung rein rechnerisch nur schwer möglich, bei Letzterer allerdings sehr wahrscheinlich. Natürlich kann man eine vegane Ernährungsform falsch praktizieren. Nur, weil man eine Ernährungsweise auch falsch machen kann, heißt das aber doch bitte nicht, dass sie per Definition mangelhaft ist. Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Erbsen, Linsen, Sojabohnen) und Vollkorngetreide (Haferflocken, Dinkel, etc.) aber auch Leinsamen enthalten in Summe genügend Zink zur Bedarfsdeckung. Der eigentliche Tagesbedarf von ca. 7-10 mg für nicht-schwangere Frauen ist im Durchschnitt während der Schwangerschaft und Stillzeit um 50 % erhöht und so sollte man die zinkhaltigen Lebensmitteln vor dem Garen zum Abbau der Phytinsäure gut einweichen und mit Vitamin-C-haltigen rohen Lebensmitteln wie Zitronen, Orangen, Paprika oder Toamten zusammen verzehren, um die Aufnahmemenge zu erhöhen (54). 7. Vitamin B2 (Riboflavin) Bereits eine Hauptmahlzeit aus braunem Reis mit Linsen, Spinat und Champignons deckt den Tagesbedarf in Höhe von 1- 1,3 mg (für nicht-schwangere Frauen) ab. Wenn man dazu noch die Hefeflocken hinzufügt und sich ein paar Scheiben Tempeh anbrät, kommt man auch auf den um ca 20 % bzw ca 30 % erhöhten Bedarf während der Schwangerschaft und Stillzeit. Da einige konventionelle Pflanzenmilch- und Pflanzenjoghurtsorten wie jene von Oatly (55) oder Alpro (56) neben Vitamin D und Vitamin B12 auch Riboflavin enthalten, nehmen viele Pflanzenmilchtrinker und Pflanzenjoghurtliebhaber zusätzlich über diese Lebensmittel Vitamin B2 auf. Richtigerweise muss man aber anmerken, dass die Zugabe von Riboflavin bei weitem nicht in allen Pflanzenmilchsorten zum Einsatz kommt. 8. Vitamin B12 ,,Vegane Ernährung kann doch gar nicht natürlich sein, wenn du dazu eine Pille schlucken musst, ist einer der häufigsten Argumente in Gesprächen über vegane Ernährung. Für alle Interessierten habe ich diese Thematik in aller Ausführlichkeit in meinem Artikel zu Vitamin B12 behandelt (57). In zwei Sätzen zusammengefasst: B12-Mangel ist in erster Linie ein Problem der modernen Lebensumstände und Zubereitungsmethoden und nicht nur Veganer, sondern auch Vegetarier und viele Mischköstler in höherem Alter weisen niedrigere B12 Spiegel auf (58). Da Vitamin B12 wird von Mikroorganismen prodziuert, die wir auf vielen naturbelassenen Oberflächen finden. Erste Studien weisen darüber hinaus auch auf eine verlässliche pflanzliche B12 Quellen in korrekt angebauten Chlorellaalgen (59). Zur Deckung des erhöhten Tagesbedarfs von 3,5 mcg für Schwangere und 4 mcg für Stillende (60) empfehle ich aber selbstverständlich ausnahmslos jeder vegan lebenden Person die Nahrungsergänzung mit einem Vitamin B12-Präparat, wie es auch mein zuvor genannter B12-Artikel ausführlich beschreibt. Zur Debatte über die Natürlichkeit einer Ergänzung mit B12 in der vegane Ernährung sei noch hinzugefügt, dass laut der Befragung im Rahmen der Nationalen Verzehrsstudie II knapp 30 % der Befragten angaben, ein Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. 9. Vitamin D Die Versorgung mit Vitamin D hat so gut wie gar nichts mit unserer Ernährung zu tun, denn unser Körper bildet Vitamin D selbst, wenn wir genügend an der Sonne sind. Einen Vitamin-D-Mangel also irgendeiner Ernährungsform zuzuschreiben ist unangemessen. Jede interessierte Person kann zur Vertiefung gerne meinen Artikel zu Vitamin D lesen (61). Wie man anhand der Nationalen Verzehrsstudie II nachlesen kann, unterschreiten 82 % der Männer und 91 % der Frauen die Empfehlung für die Vitamin-D-Zufuhr (62). Wenn wir davon ausgehen, dass der Vegetarierbund mit seiner Schätzung von etwas 1,1 % der Bevölkerung an vegan lebenden Menschen richtig liegt (63), dann sehe ich hier über 85 % mit Vitamin unterversorgte Menschen in Deutschland, die sich nicht vegan ernähren. Die Empfehlung lautet also nicht mehr tierische Produkte zu konsumieren, sondern mehr in die Sonne zu gehen. Und zwar von April bis September (je nach Hauttyp) 15-30 Minuten um die Mittagszeit herum (64) und zwischen Oktober und März sollte man supplementerien oder (noch besser) in den Süden verreisen. 10. Langkettige Omega-3-Fettsäuren (EPA/­­DHA) Für unseren Körper essenziell, also lebensnotwendig, sind nur die in pflanzlichen Lebensmittel enthaltenen kurzkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren Linolsäure (eine Omega-6-Fettsäure) und ?-Linolensäure (eine Omega-3-Fettsäure). Um einen gemeinsamen Wissensstand zum Thema Omega-3-Fettsäuren sowie die Unterschiede zwischen kurzkettigen Omega-3-Fettsäuren (Linolsäure, ?-Linolensäure) und langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) DHA (Docosahexaensäure) und Arachidonsäure zu schaffen, bitte ich interessierte Personen erneut, meinen Artikel zu diesem Thema zu lesen (65). Die DGE kritisiert in ihrem Positionspapier, dass in einer strikten veganen Erna?hrungsweise kaum Eicosapentaensa?ure (EPA) und Docosahexaensa?ure (DHA) zugefu?hrt werden (66). Diese kann der Körper grundsätzlich aber aus den kurzkettigen Fettsäuren selbst herstellen, weswegen sie ja korrekterweise als ,,semi-essenziell bezeichnet werden. Ein Blick in die Literatur vermittelt zwar auf den ersten Blick, dass dies nur bedingt möglich ist, allerdings möchte ich Folgendes hinzufügen: Die Umwandlungsrate von ? -Linolensäure in EPA und DHA ist maßgeblich von der Zufuhr an kurzkettigen Omega-6-Fettsäuren abhängig, weil sich beide kurzkettigen Fettsäuren die selben Enzyme teilen, um in die jeweiligen langkettigen Fettsäuren umgewandelt zu werden. Wenn wir ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren konsumieren, funktioniert die Umwandlung in EPA und DHA wesentlich besser. Ein gutes Verhältnis von Omega 3 zu 6 von 1:4. Welches Verhältnis nehmen wir durch eine durchschnittliche westliche Ernährung auf? Durchschnittlich ungefähr ein Verhältnis von Omega 3 zu 6 von 1:15 (ist es nicht andersrum?) (67). Aus meiner Sicht kann dann eine ausreichende Umwandlung in den Studien mit durchschnittlichen westlichen Menschen nicht beobachtet werden, was aber wenig Aufschluss über die Umwandlungsrate bei einer vollwertigen, Omega-6-reduzieren pflanzenbetonten Ernährung gibt? Wie haben es denn die abertausenden Menschen in den vergangenen hunderten von Jahren ohne direkten Zugang zum Meer (und damit zu Meeresfischen) und ohne einer Nordseefiliale um die Ecke geschafft, genügend langkettige Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen? Wie wir es von vielen Mechanismen in unserem Körper kennen, wird der Körper weniger effizient in seiner Arbeit, wenn er im Überschuss mit Nährstoffen lebt. Das könnte auch erklären, warum Veganer in manchen Studien trotz niedrigerer Aufnahme an DHA über die Nahrung nicht höhere Serumwerte als erwartet aufwiesen (68). Um Spekulationen aus dem Weg zu gehen und auf Nummer sicher zu gehen, empfehle ich aber ohnehin jeder schwangeren und stillenden Frau die Einnahme von 250 mg schadstofffreien, umweltschonenden, fischfreundlichen EPA/­­DHA aus Mikroalgenöl. Denn das ist ebenso bioverfügbar wie jenes aus Fischöl (69) und dabei frei von Schwermetallen. Denn anscheinend sind einige Fischarten wie Thunfisch, Heilbutt, Hecht, Seezunge, Barsch, (spanische) Makrele und weitere in manchen Untersuchungen so belastet gewesen, dass der positive Effekt des DHA durch den Fischkonsum die negativen Folgen der Schwermetallbelastung nicht aufwiegen konnte. (70). Einige Fische wie Lachse waren weniger belastet, wiesen aber in anderen Untersuchungen erhöhte PCB Werte (= Polychlorierte Biphenyle; giftige und krebsauslösende organische Chlorverbindungen) auf. Obwohl PCBs in den 1980er-Jahren verboten wurden, reichern sich diese Stoffe aufgrund ihrer Langlebigkeit nach wie vor an der Spitze der Nahrungskette bei Raubfischen wie Lachsen an (71). Da fällt einem doch der Griff zum Mikoralgenöl gleich nochmal leichter, oder? Geburt und Stillzeit  Neugeborene von gut versorgten Veganerinnen hatten eine durchschnittliche Geburtsgröße und Geburtsgewicht (72) und haben sich normal entwickelt (73). Die Muttermilch von Veganerinnen bietet dem Säugling im ersten Halbjahr alles Benötigte, um sich gesund zu entwickeln. Die genaue Nährstoffzusammensetzung der Muttermilch ist dabei (in vielen aber nicht allen Punkten) von der Nährstoffzufuhr der Mutter abhängig. Die wesentliche Zusammensetzung der Muttermilch von Vegetarierinnen war in Bezug auf den prozentualen Fettanteil (74) sowie die Menge an Eisen, Kupfer, Zink, Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Laktose vergleichbar mit der Muttermilch von Mischköstlerinnen (75). Worauf auch während der Stillzeit weiterhin stark geachtet werden muss, ist die Vitamin-B12-Versorgung. Der Gehalt an B12 in der Muttermilch ist abhängig von der Versorgung der Mutter (76). Aber auch hier gilt: ist die Mutter gut versorgt, dann ist auch der Säugling gut versorgt. Fazit?  Ich hoffe, ich konnte in meiner Abhandlung bisher aufzeigen, dass eine vegan lebende Frau sich und ihr ungeborenes Kind während der Schwangerschaft mit einer vollwertigen, rein pflanzlichen Ernährung optimal versorgen kann. Mein Ziel ist es nicht, dass mit meiner Arbeit die Kluft zwischen den Ernährungsstilen zu vergrößern. Mehr Informationskampagnen für alle Bevölkerungsgruppen und Ernährungsstile sind eine dringend gebrauchte Maßnahme, denn auch der omnivor lebende Teil der Bevölkerung ist laut der Nationalen Verzehrsstudie II (51) zu großen Teil unterversorgt mit Vitamin C, Vitamin D, Folsäure, Jod, Eisen (Frauen), Kalzium (!) und Ballaststoffen (NVSII) sowie nach Aussage der Erhebung in der Schweiz auch in Bezug auf Vitamin E, Magnesium und Vitamin B 3 (Niacin) defizitär (52). Von der mangelhaften Aufnahme an vollwertigen Kohlenhydraten, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen ganz zu schweigen. Von daher denke ich, sollten wir uns keine Illusion darüber machen sollten, dass Nährstoffmängel in jeder Ernährungsform auftreten können und dringender Handlungsbedarf darin besteht, diese Personengruppen aufzuklären und dafür zu sorgen, dass sie mit den richtigen Lebensmitteln versorgt werden. Das große Potential einer veganen Ernährung besteht ohne Zweifel aber nicht nur darin, welche sehr gesunden Lebensmittel in großen Mengen zugeführt werden, sondern ebenso welche Lebensmittel gerade nicht zugeführt werden. Darin liegt meines Erachtens eine große Chance, der Epidemie an chronischen degenerativen Erkrankungen entgegenzuwirken. Niemand mag ernsthaft anzweifeln, dass die Ernährungsgewohnheiten der deutschen Bevölkerung ganz stark in die falsche Richtung gehen und dass ein wesentlich höherer Anteil an vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ein wichtiger Schritt für die Gesundheit des Individuums (und damit für die Entlastung des Gesundheitssystems) sowie für unsere Umwelt (und damit für unsere Zukunft) darstellt. Dazu müssen wir keine Studien gegeneinander ausspielen oder Veredelungsverluste oder Co2-Äquivalente in der Tierhaltung berechnen lassen. Aber solange wir gegeneinander arbeiten, wird keine Veränderung stattfinden können. Denn wie Albert Schweitzer es treffend formuliert hat: ,,Mit gutem Beispiel voranzugehen ist nicht nur der beste Weg andere zu beeinflussen, es ist der Einzige. In diesem Sinne verweise ich auf Nummer 1 der ,,10 Regeln der DGE für vollwertige Ernährung: ,,Wählen Sie überwiegend pflanzliche Lebensmittel. Diese haben eine gesundheitsfördernde Wirkung und unterstützen eine nachhaltige Ernährungsweise. In dieser Regel sehe ich bereits mehr als nur eine kleine Schnittmenge zwischen einer veganen Ernährung und der Empfehlung der DGE, die eine definitive Zuwendung zu einer getreidebasierenden, vollwertigen Ernährung mit viel Gemüse und Obst zeigt. Die einzige Diskussion, die wir noch führen dürfen ist jene, aus welcher Quelle denn nun unsere Proteine stammen sollten. Und für dieses Gespräch bin ich mehr als offen und bereitwillig. Beste Grüße, Niko Rittenau   Quellen & Links:  (1)www.bild.de/­­geld/­­wirtschaft/­­wirtschaft/­­essen-schaedigt-ungeborene-babys-46862398.bild.html (2)www.bild.de/­­bild-plus/­­ratgeber/­­kind-familie/­­ernaehrung/­­ernaehrung-von-kindern-geschrumpftes-hirn-durch-veganismus-47803082,view=conversionToLogin.bild.html#fromWall (3) www.bild.de/­­ratgeber/­­gesundheit/­­ernaehrung/­­vegane-ernaehrung-schadet-kindern-49993144.bild.html (4) www.bmel.de/­­SharedDocs/­­Downloads/­­Ernaehrung/­­NVS_­ErgebnisberichtTeil2.pdf?blob=publicationFile (5)www.rki.de/­­DE/­­Content/­­Gesundheitsmonitoring/­­Themen/­­Uebergewicht_­Adipositas/­­Uebergewicht_­Adipositas_­node.html (6) www.wido.de/­­aktuelles/­­archiv/­­meldung-archiv/­­artikel/­­gkv-arzneimittelindex-so-viele-teure-neue-medikamente-wie-nie-zuvor.html (7) www.diabetes-deutschland.de/­­aktuellesituation.html (8) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­9863851 (9) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­25198208 (10) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pmc/­­articles/­­PMC2677007/­­ (11) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­16673753/­­ (12)www.facebook.com/­­niko.rittenau/­­photos/­­a.347845595425770.1073741831.278955552314775/­­605179559692371/­­?type=3&theater (13) www.tofufamily.de/­­ueber-die-diffamierung-veganer-eltern (14) Keller, M & Gätjen, E. 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Die Wunderpflanze: Die Süßlupine erobert Deutschland

14. Oktober 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Die Wunderpflanze: Die Süßlupine erobert Deutschland  Es gibt viele Gründe die Süßlupine zu kennen und zu genießen. Die Pflanze, die auch in Deutschland heimisch ist, hat neben mehr als 30% Eiweißanteil auch einen hohen Ballaststoffanteil zu bieten und enthält die Vitamine B1 und A sowie die Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Magnesium. Nicht nur für Sportler ein Muss, sondern wegen ihres himmlisch leicht nussigen Geschmacks auf jedem Speiseplan eine Bereicherung. Kleine Einführung in die Welt der Lupine: Die Geschichte der Lupine reicht Jahrtausende zurück. Im Mittelmeerraum werden Lupinen schon lange Zeit geschätzt. Nicht nur ihres hohen Nährwertes wegen, auch für die Natur ist sie ein wahrer Segen. Sie hübscht die Landschaft durch ihre Farbenvielfalt auf und lockert überdies noch die Böden auf und reichert diese mit Nährstoffen an. Die Lupine gehört zu der Familie der Hülsenfrüchte. Ihre wertvollen Lupinensamen, auch Lupinenkerne oder Lupinenbohnen genannt, sind erbsengroß und enthalten – abhängig von der genauen Sorte – sagenhafte 36 – 48% Eiweiß welches alle essenziellen Aminosäuren enthält, unter anderem Lysin. Unterscheiden muss man die Süßlupinen und die Lupinen. Während die Lupine die ursprüngliche Pflanze ist, ist die Süßlupine eine Zuchtform die Anfang des 20 Jhd. entstanden ist. In der Süßlupine wurden die Bitterstoffe (Alkaloide) auf ein Minimum herausgezüchtet, sodass die Samen der Pflanze auch ohne tagelanges herauswaschen der Bitterstoffe genießbar sind. Wenn also von der essbaren Lupine die Rede ist, ist immer die Süßlupine gemeint. Was kann die Süßlupine? Ein kurzer Steckbrief: – heimischer und gentechnikfreier Anbau – hoher Eiweißgehalt von über 35 Prozent – enthält alle acht essenziellen Aminosäuren – Eiweiß wirkt basisch im Körper – Anteil von 85 Prozent der gesunden, ungesättigten Fettsäuren am Gesamtfett – Ballaststoffanteil von 15 Prozent – enthält u. a. die Vitamine B1, A und Kalium, Kalzium und Magnesium Außerdem ist die Lupine: – glutenfrei – laktosefrei – cholesterinfrei – zuckerfrei – und natürlich rein pflanzlich Der Vergleich zu Soja: All diese Eigenschaften ähneln sehr der Sojapflanze. Auch der Nährwerte sind fast gleich. Auszug aus wikipedia.org Zu was also greifen? Der Vorteil von Soja ist klar das große Produktangebot. Von Sojamilch über Sojajoghurt, Tofu und allerlei Fertigprodukten gehören Sojaprodukte mittlerweile in fast jedem Supermarkt und sogar im Discounter zur Standardbestückung. Diese hohe Verbreitung macht es jedem vegan/­­vegetarisch Interessierten leicht, an diese Produkte zu kommen. Reformhäuser, Bio -und Vegan-Supermärkte halten überdies noch eigene und exklusivere Marken und Produkte in verschiedensten Variationen im Angebot. Was der große Vorteil ist, stellt auf der anderen Seite jedoch auch einen großen Nachteil dar. Soja ist unlängst zum Massenprodukt geworden. Der großflächige Sojaanbau laugt die Böden aus und es müssen immer wieder neue Anbauflächen erschlossen werden. Auch die Sojaverarbeitung wird auf Massenproduktion und Effizienz umgestellt. Somit bleibt vom ursprünglich gesunden Produkt, in der Regel nicht mehr viel nährstoffreiches übrig und die Umwelt wird belastet. Die Ausnahme bilden handverarbeitete und exklusive Bio Produkte. Und dann ist da noch die Genmanipulation im Futtersoja. Der Großteil der Sojaernte wird für die Tierfuttermittelproduktion verwendet. Diese Sojabohnen sind gen-technisch verändert. Je nach Quellenangaben* sind bereits 80 bis 90% der Ernte gen-technisch verändert. Dieses Negativ-Image überträgt sich zunehmend auf das Image der Sojabohne insgesamt. Soja hat also derzeit nicht nur mit Imageproblemen zu kämpfen. Die Alternative: Lupine Die Lupine ist bezüglich gen-technischen Veränderungen völlig unbelastet und es sind keine Fälle einer solchen Veränderung bekannt. Zudem wächst sie heimisch und stellt keine hohen Ansprüche an den Boden. Im Gegenteil: Oft wächst die Süsslupine sogar auf kargen Böden, und benötigt keine oder nur wenig Düngung, denn ihr tief reichendes Wurzelsystem bindet Stickstoff. Dadurch sorgt die Lupine für eine natürliche Verbesserung der Bodenqualität, von der auch Folgefrüchte, die auf diesem Boden angebaut werden, profitieren. Aufgrund dieser guten Vorfruchteigenschaften leisten die Lupinen einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Landbewirtschaftung. Derzeit werden Süßlupinen vorwiegend im Norden Deutschlands angebaut und auch in Deutschland verarbeitet, was den CO2-Fuß-Abdruck deutlich begünstigt. Die Lupine bietet also einen echten CO2-Bonus. Aus der Bohne der Lupine lassen sich viele tolle Produkte verarbeiten: – Lupinenmehl – Lupinenkerne – Lupinencrunchy – Lupinenflocken – Lupinenmilch etc. gewonnen. Aus der Lupine lässt sich also alles zaubern, was das Herz begehrt: Von deftigen Lupinenschnitzeln und Steaks über leckere Shakes und Müsli bis hin zu Joghurts und Desserts. Alles voller pflanzlichem Eiweiß, hochwertigen Fetten und guten Kohlenhydraten. Auch in den Supermärkten findet die Süßlupine und aus ihr hergestellte Produkte immer mehr Verbreitung. Wir von Deutschland is (s)t vegan haben das Glück, dass wir uns schon seit Wochen durch die verschiedensten Lupinenprodukte durchprobieren und euch nun unsere 5 Highlights vorstellen können. Unsere Top 5 Produktempfehlungen 1. Lupinen Joghurt-Alternative Mango von MADE WITH LUVE Wer unter einer Laktoseintoleranz leidet oder keine Sojaprodukte verträgt, der ist ständig auf der Suche nach geeigneten sojafreien Joghurt-Alternativen. Wir haben die MADE WITH LUVE Joghurt-Alternativen für uns entdeckt. Sie basieren auf dem Eiweiß der Blauen Süßlupine und es gibt sie in fünf leckeren Sorten. Unser Favorit: Die exotische Sorte Mango. Das tolle an den Joghurt-Alternativen von MADE WITH LUVE: Sie sind nicht nur ohne Soja und vegan, sondern auch laktose-, gluten- und cholesterinfrei. Ihre cremige Konsistenz verdanken sie den veganen Joghurt-Kulturen (Str. thermophilus, L. bulgaricus), mit denen die Joghurt-Alternativen natürlich fermentiert sind. - Rein pflanzlich, ohne Gentechnik - Blaue Süßlupine aus heimischem Anbau - Mit Lupinen Eiweiß nach einem patentierten Verfahren, entwickelt am Fraunhofer IVV, Freising - Packungsgröße  500 g, in aus ausgewählten Supermärkten auch 150 g - Erhältlich bei zahlreichen Händlern und bei alles-vegetarisch.de ab 1,99  EUR (500 g-Becher) 2. BIO Süßlupinen Protein - gekeimt von PURYA  Gekeimte Süßlupine enthält viele Proteine mit allen essentiellen Aminosäuren, die der Körper nur mit der Nahrung aufnehmen kann. Proteine tragen zu einer Erhaltung und Zunahme der Muskelmasse bei. Wertvolle Nährstoffe, Vitamine und Enzyme werden erst durch die Keimung verfügbar gemacht. - 100% gekeimte Süßlupine - glutenfrei - Lupine aus kontrolliert biologischem Anbau - Packungsgröße  250 g - Erhältlich bei goodfood-shop.de ab 9,90 EUR 3. Lupinenmehl aus 100 % gemahlenen Süßlupinensamen von Govinda Süßlupinenmehl ist sehr reich an wertvollem pflanzlichem Protein und ist vielseitig einsetzbar. Dabei dient es nicht nur als Eiersatz, sondern auch als feine Zugabe zu Gebäck oder Smoothies. Gebäck oder Smoothies werden so auf natürliche und leckere Weise mit Protein angereichert. Zur Verwendung als Eiersatz einen Esslöffel Süßlupinenmehl mit 1 Esslöffel Wasser anrühren. Diese Menge ersetzt z.B. in Rührkuchen oder Mürbeteig 1 Ei. - 100% gekeimte Süßlupine - Geschmack: mild, ganz leicht süß - aus kontrolliert biologischem Anbau - als Eiersatz geeignet - Packungsgröße  300 g - Erhältlich bei govinda-natur.de ab 6,70 EUR 4. Lupinenkaffee von Naturata Wer weniger Kaffee trinken möchte und nicht nur Tee trinken möchte, der kann wunderbar köstlichen Lupinenkaffee genießen. Besonders lecker mit Hafer- oder Mandeldrink. Die Herstellung des Naturata Kaffees erfolgt in einem handwerklich arbeitenden Familienbetrieb im Schweizer Emmental. Das Verfahren wird wunderbar hier beschrieben. Der Lupinenkaffee kann außerdem zahlreichen Gerichten eine raffinierte, würzige Note geben. Einfach mal mutig ausprobieren. - Zutaten: 60 %, Roggen, Zichorien - aus kontrolliert biologischem Anbau - koffeinfrei - glutenfrei - Packungsgröße  100 g - Erhältlich bei shop.naturata.de ab 5,29 EUR 5. Bratfertige GYROS aus Süsslupinensamen von alberts Wer möchte nicht mal einen leckeren veganen Döner essen? Wir haben den von alberts probiert und möchten euch das Produkt mit Rezept empfehlen. Die Lupinen werden von Öko-Landwirten ihres Vertrauens direkt in unserer Region angebaut. Kurze Wege, hohe Qualität und Frische – garantiert ohne Gentechnik! - sojafrei - aus kontrolliert biologischem Anbau - Packungsgröße  200 g - Erhältlich bei alles-vegetarisch.de ab 3,59 EUR   Um die Vielfalt dieser Pflanze zu zeigen hat Christian Wenzel von christian-wenzel.com der Lupine ein Kompendium incl. großem Rezeptteil gewidmet und an deutschlandisstvegan.de exklusiv aus dem neuen Buch Vegan Kochen mit Lupine eines der besten Rezepte spendiert. Credit: Jan Wischnewski Photograph | Berlin „Lupinen Schoko Power Vorbereitungszeit: 10 Minuten Kühlzeit: 3 Stunden Stücke: 8-10 50 g getrocknete Datteln ohne Steine 50 g getrocknete Feigen 150 g vegane Zartbitterkuvertüre 50 g Lupinenflocken 200 g gemischte Nüsse und Kerne (nach Belieben) 40 g Sesam Die Datteln und die Feigen klein schneiden und in einem Blitzhacker fein pürieren. Die Kuvertüre hacken und über einem heißen Wasserbad schmelzen. Das Trockenfrucht-Püree, die Kuvertüre, die Lupinenflocken sowie die Nüsse und Kerne miteinander vermengen. Eine Kastenbackform oder eine Auflaufform mit Frischhaltefolie auslegen. Die Schokoladenmasse darin verteilen, mit Frischhaltefolie abdecken und flach drücken. Im Kühlschrank etwa 3 Stunden kalt stellen. Danach Masse mithilfe der Folie aus der Form stürzen und in Riegel schneiden. Den Sesam in einer trockenen Pfanne rösten und lauwarm abkühlen lassen. Die Riegel auf 2 gegenüberliegenden Seiten in den Sesam drücken und ggf. nochmals im Kühlschrank erkalten lassen. Pro Stück: kJ/­­kcal 1180/­­280 E 6,9 g K 18 g F 20,3 g BUCH TIPP: Weitere Rezepte im neuen Buch „Vegan Kochen mit Lupine“ von Christian Wenzel seit dem 10.10.2016 im Handel. Bestellen kannst du das Buch hier.  Hier geht es zum Trailer –> Fazit Genieße die sündenfreie und leckere Süßlupine in vollen Zügen und lasse dich von ihrer Charme verzaubern. Es gibt so viele Vorteile und tolle Produktvariationen. Wir sind uns sicher, wir werden von der Süsslupine noch viel hören.     Christian Wenzel ist der deutsche Personal Branding Experte & Consultant für die vegane Branche und Experte auf dem Gebiet vegane Fitnessernährung. Seit 2013 ernährt er sich vegan und war einer der ersten deutschen Freeathleten. Begeistert von der veganen Ernährungsweise und dem Bodyweight Training, merkte er schnell, dass er mehr Menschen von diesem Lifestyle und den vielen positiven Aspekten der Kombination „vegan & Bodyweight Training“ wissen lassen wollte. So entschloss er sich im Sommer 2013, seine Erfahrungen und sein Wissen im Netz zu teilen und gründete die Plattform vegan-freeletics.com. Seine Leidenschaft für die Süsslupine vollendet er in seinem neuen Buch „Vegan kochen mit Lupine“   Quellenangaben: http:/­­/­­www.transgen.de/­­anbau/­­460.gentechnisch-veraenderte-sojabohnen-anbauflaechen-weltweit.html) http:/­­/­­www.wwf.de/­­fileadmin/­­fm-wwf/­­Publikationen-PDF/­­WWF-Studie_­Sojaboom_­in_­deutschen_­Staellen.pdf Der Beitrag Die Wunderpflanze: Die Süßlupine erobert Deutschland erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Vegane Ernährung: Vollgas Vollkorn - aber richtig!

17. Juli 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Vegane Ernährung: Vollgas Vollkorn - aber richtig!10 einfache Tipps für mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Teil 4: Vollgas Vollkorn – aber richtig! Im letzten Beitrag haben wir über die  mit optimale Proteinversorgung bei veganer Ernährung gesprochen. Heute widmen wir uns dem Thema „Vollgas Vollkorn – aber richtig!“ Würde man durch eine beliebige Einkaufsstraße gehen und Passanten fragen, ob denn nun der braune Vollkornreis oder der geschälte weiße Reis gesünder wäre, würde wohl kaum jemand auf den letzteren tippen. Doch obwohl wir es besser wissen, greifen wir - aus Bequemlichkeit oder Geschmacksgründen - sehr häufig zu weißem Baguette, Pizza, Pasta, etc. Doch es ist nicht damit getan, einfach alles zu essen, wo ,,Vollkorn drauf steht. Warum ich trotzdem zu einer Ernährung mit dem vollen Korn rate und wie man diese korrekt umsetzt, besprechen wir nachfolgend. Ich stelle folgende These auf: Wir haben verlernt, unser Essen richtig zuzubereiten. Wir wissen zwar ganz genau, mit welchen Zubereitungsmethoden und Gewürzen wir unglaublich leckere Speisen zubereiten können, wir haben aber vergessen, wie man Lebensmittel wie Getreide und Hülsenfrüchte so zubereitet, dass sie tatsächlich so gesund und wertvoll für uns sind, wie man (zu recht) von Verfechtern der High Carb Ernährung hört. Ich empfehle aus gesundheitlichen, ökologischen und sozialen Beweggründen heraus ebenfalls eine sehr kohlenhydratbetonte Ernährung, die so viel frisches Gemüse und vollwertiges Getreide wie möglich und eine moderate Menge an Hülsenfrüchten enthält. Sollte der ein oder andere schon mal nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten Blähungen bekommen haben oder trotz eisen- ,magnesium- und zinkhaltiger Ernährung trotzdem schlechte Blutwerte haben, möge er oder sie den nachfolgenden Artikel bitte mit besonderer Aufmerksamkeit lesen. Was bedeutet überhaupt „vollwertig“? Vollwertig bedeutet im Fall von Obst, Gemüse und Getreide grundsätzlich, dass das jeweilige Lebensmittel weitestgehend in seiner Gesamtheit verzehrt wird. Bei Gemüse und Obst heißt das, die (wenn essbare) Schale zu verzehren und das Getreidekorn mitsamt seiner Randschichten (Vollkorn) zu essen, da knapp unter der Schale in vielen Fällen eine hohe Konzentration von Nährstoffen vorherrscht. Die ernährungsphysiologisch wichtigsten Komponenten des Getreides befinden sich in der Kleie und im Keim, welche bei der Verarbeitung zu Weißmehlprodukten Großteils entfernt werden1. Der von mir sehr geschätzte Prof. Dr. Claus Leitzmann hat es auf dem VegMed Kongress in Berlin in 2016 sehr gut auf den Punkt gebracht: ,,Obst und Gemüse zu schälen ist ein Kunstfehler. Wenn man vermehrt Vollkornprodukte zu sich nimmt, führt man automatisch mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe sowie eine kaum zu überblickende Vielfalt an sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien zu. Die Summe dieser Bestandteile führt unweigerlich dazu, dass man beim Ersetzen von Weißmehlprodukte durch vollwertige Lebensmittel gesünder wird und sein Risiko an einer Vielzahl an Erkrankungen signifikant senkt. Die Krankheit des „Westens“ Nein, ich spreche hier nicht vom westlich des Mississippi gelegenen Gebieten des damaligen ,,Wilden Westes in den heutigen Vereinigten Staaten, sondern von den ,,westlichen Industrieländern, deren Ernährungsgewohnheiten nachweislich zu einer enormen Vielzahl von Krankheiten führen2. Dazu gehören ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Krebs3, Diabetes4, metabolisches Syndrom5, Fettleibigkeit6 und damit zu erhöhter Sterblichkeit7 führt. Der grandiose Dr. Michael Greger hat diesem Thema gleich mehrere seiner großartigen Videos auf www.nutritionfacts.org gewidmet und bringt in seinem Video zum Thema ,,Is it worth switching from white rice to brown? nochmals dutzende weiterer Studien zu diesem Thema hervor. Besonders herausstreichen muss man an dieser Stelle eine Studie in der Versuchspersonen abwechselnd Naturreis und weißen Reis zu essen bekamen und während der Zeit des Konsums an braunem Reis nicht nur ihr Körperfettanteil sank, sondern auch ihr Blutdruck und ihre Entzündungsmarker.8 Die Kehrseite der Medaille  Eigentlich könnte dieser Artikel auch an dieser Stelle enden, wo doch die zahlreichen Vorteile von Vollkornprodukten ausgiebig beschrieben wurden. Meistens hören Artikel auch hier auf. Allerdings muss man, um ein komplettes Bild zeichnen zu können noch ein Stück tiefer gehen. Denn nicht umsonst klagen viele Konsumenten nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten und Vollkorngetreiden über Völlegefühl, Blähungen und Bauchschmerzen und haben trotz sehr mineralstoffreicher Vollwertkost weniger gute Blutwerte bezogen auf Eisen, Zink, Kalzium, Magnesium, etc. Ein Mangel an Mineralstoffen trotz vollwertiger Ernährung mag in manchen Fällen ganz einfach an der unzureichenden Menge der verzehrten Lebensmittel liegen. Viele der Personen in meiner Ernährungsberatung essen einfach zu wenig, um mit diesen Lebensmitteln ihren Nährstoffbedarf zu decken. Sollte eine ausreichende Versorgung gesichert sein, ist es Zeit, sich einem der kontroversesten Themen anzunehmen: Den antinutritiven Nährstoffen. Man könnte ganze Bücher zu diesem Thema schreiben. Dies wurde u.a. auch von Dr. Bernhard Watzl und Dr. Claus Leitzmann mit dem Buch ,,Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln gemacht. Um es im Rahmen dieses Artikels kurz und knapp auf den Punkt zu bringen: Die große Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe wie die Saponine, Protease-Inhibitoren, Phytoöstrogene, Phytinsäuren, etc. haben allesamt negative (antinutritive) Eigenschaften, aber auch zahlreiche Positive. Zu den positiven Eigenschaften gehören deren krebshemmende, antioxidative, entzündungshemmende und cholesterinsenkende Wirkung.9 Wie alles im Leben haben aber auch diese sekundären Pflanzenstoffe auf der anderen Seite negative Wirkungen. Nämlich ihre Eigenschaft, Eisen, Zink und weitere Mineralien zu binden und so die Verstoffwechselung dieser Mineralstoffe im Körper zu unterbinden.9 Das kann theoretisch dazu führen, dass man trotz hoher Eisen- und Zinkaufnahme durch die Nahrung einen Mangel entwickelt. Rettung in Sicht Aber auch für dieses Problem gibt es eine Lösung. Diese Lösung ist eigenltich schon hunderte Jahre alt, wir haben es heutzutage nur einfach vergessen: das Einweichen, Keimen und Fermentieren von Lebensmitteln. Jede dieser drei Techniken führt zu einem Rückgang der Phytinsäure um 42-96% und damit zu einer stark verbesserten Absorption der Mineralstoffe.10 Man kennt Fermentationsprozesse zum Beipiel vom Brotbacken, weshalb Sauerteigbrot (welches fermentier ist) dem Hefeteigbroten vorzuziehen ist. Sojabohnen werden daher idealerweise nicht in Form von TVP, Sojamilch oder Tofu, sondern in Form von Tempeh, Sojayoghurt oder fermentiertem Tofu gegessen. Um Reis, Getreide, Nüsse, Samen, etc. optimal zuzubereiten, werden diese mindestens eingeweicht und optimaler Weise angekeimt. Die Dauer unterscheidet sich von Nuss zu Nuss und Getreide zu Getreide. Eine übersichtliche Tabelle hat der gute Ben Greenfield freundlicherweise kostenlos auf seiner Webseite bereitgestellt: www.greenfieldfitnesssystems.com. Wichtig: Das Einweichwasser niemals zur weiteren Zubereitung verwenden sowie das eingeweichte Lebensmittel gut abwaschen. Um das Ergebnis zu optimieren, kann ein Schuss Essig oder Zitronensaft in das Einweichwasser gegeben werden. Eine zusätzliche Strategie neben dem Mindern der aufnahmebehindernden Phytinsäure ist es, Zutaten hinzuzufügen, welche die Aufnahme erhöhen. Studien zeigen, dass sogenannte ,,Fructooligosaccharide die Aufnahme von Mineralien in Vollkorngetreide verbessern11,12. Diese findet man beispielsweise in Knoblauch, Zwiebeln und Lauch. Im Fall von Eisen gibt es darüber hinaus noch den altbekannten Trick, durch die Zugabe von Vitamin C haltigen Lebensmitteln die Eisenaufnahme zu erhöhen13. Vitamin C haltige Lebensmittel sind Orangen, Zitronen, Paprika, Tomaten, Erdbeeren, Papaya, Grünkohl, Brokkoli und Blumenkohl. Frischer Wind Um Blähungen und Verdauungsbeschwerden zu lindern, hilft das zuvor besprochene Einweichen und ausreichende Kochen schon enorm. Zusätzlich kann die Zugabe von blähungsmindernden Kräutern und Gewürzen enorm helfen. Das umfangreiche ,,Handbook of Herbs and spices zählt dazu unter anderem schwarzen Pfeffer, Koriandersamen, Kardamom, Pfefferminze, Zimt, Curryblätter, Safran, Ingwer14, Petersilie15 und Kurkuma16. Es scheint also kein Zufall zu sein, dass Gewürzmischungen für indische Dhals oder asiatische Currys viele dieser Gewürze enthalten, weil deren Küche reich an Hülsenfrüchen und Reis ist. Dazu mag noch dazu kommen, dass das Verdauungssystem von Personen, die eine extrem ballaststoffarme Kost gegessen haben - wie es der durchschnittliche omnivore Esser tut - eine gewisse Zeit benötigt, um sich an die gesündere und ballaststoffreichere Kost zu gewöhnen. Eine von Beginn an korrekte Zubereitung der Vollwertprodukte durch Einweichen, Keimen, Fermentieren und Würzen erleichtert den Umstieg erheblich und sollte daher niemals vernachlässigt werden. An dieser Stelle noch der wichtige Hinweis: Hülsenfrüchte NIEMALS roh essen. Auch die gekeimten nicht! Niemals! Niemals! Egal was man in manchen Foren liest. Danke! Und jetzt? Was bedeutet das jetzt für unsere tägliche Ernährung? Zum Einen auf jeden Fall, dass es keinen Grund (außer Geschmack) für den Verzehr von Weißmehl, geschältem Reis, hellen Backwaren, etc. mehr gibt und du deiner langfristigen Gesundheit einen riesen großen Gefallen tust, auf Vollkornprodukte umzustellen. Wie wir aber ebenfalls gelesen haben, behindern gewisse Nährstoffe die Aufnahme von Mineralien, weswegen es sinnvoll wäre, Vollkorngetreide, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte einzuweichen, zu keimen, fermentieren und gut zu kochen. Ein anderer Weg wäre es, einfach insgesamt ein wenig mehr zu essen. Damit bekommst du trotz antinutritiver Nährstoffe genügend Mineralien und kannst von den durchaus vorhandenen gesundheitlichen Vorteile dieser sekundären Pflanzenstoffe profitieren. Und das Wichtigste überhaupt: Hab Spaß beim Essen, versuche dein Bestes um gesund zu sein und vermeide so viel Leid wie möglich durch deine tägliche Essensentscheidung. Dafür danke ich dir. Hilfreiche Quellen: 1. The Nutrition Society 2. Myles Nutrition Journal 3. The American Journal of Clinical Nutrition 4. American Journal of Epidemiology 5. European Journal of Clinical Nutrition 6. American Journal of Clinical Nutrition 7.  JAMA Internal Medicine 8. International Journal of Preventive Medicine 9. Watzl, B., Leitzmann, C. Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln. 10.  Journal of Food Chemistry 11. The Journal of Nutritional Biochemistry 12. The International Journal of Applied and Basic Nutritional Science 13. International Journal for Vitamin and Nutrition Research 14. Herbal Medicine: Biomolecular and Clinical Aspects 15. Journal of Traditional Chinese Medicine 16. Herbal Medicine: Biomolecular and Clinical Aspects Der Beitrag Vegane Ernährung: Vollgas Vollkorn – aber richtig! erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Heilkräuter 1×1: Brennnessel

19. Mai 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Heilkräuter 1×1: BrennnesselDie Brennnessel (lat. Urtica dioica) gilt als DAS Heilkraut in unseren Regionen und darf zurecht als heimisches Superfood bezeichnet werden. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 1,5 Metern und besitzt an Stängel und Blättern zahlreiche Brennhaare, die die Haut reizen, aber auch heilen können. Schon Hildegard von Bingen schwärmte von den zahlreichen Heilmöglichkeiten und Einsatzgebieten dieses brennenden Wunderkrauts. So hilft Brennnessel unter anderem bei Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit, Bluthochdruck, Rheuma oder Gicht. Sie unterstützt die Entgiftung der Leber und Galle und beugt gezielt Eisenmangel vor. Was gerade bei einer veganen Ernährung sehr hilfreich sein kann. Neben dem hohen Eisengehalt schenkt uns die Brennnessel Vitamin B, C und K, außerdem Mineralien wie Kalzium, Kalium und Kieselsäure. Und auch gegen unreine Haut hilft Brennnesseltee wahre Wunder. Dazu einfach die Blätter aufgießen, mindestens 5 Minuten ziehen lassen und mit einem Wattepad auf die betroffenen Hautstellen auftupfen. Bilder von Pixababy Um die Brennnessel zu ernten, empfehle ich Handschuhe anzuziehen oder die frischen Blätter nach dem vorsichtigen Pflücken mit den Fingern von Aussen nach Innen einzurollen. So werden die brennenden Härchen zerstört. Auch das Übergießen der geernteten Blätter mit heißem Wasser zerstört die Brennhärchen. Alle Pflanzenteile der Brennnessel, wie die Blätter, Stänge oder Wurzeln, haben eine heilende Wirkung auf unseren Körper. Ich ernte die meisten Brennnesseln tatsächlich zwischen März und Juni gerne bei uns in Berlin oder im Brandenburger Umland in Parks oder Wäldern, nehme dann aber nur die oberen frischen Triebe und lasse den Rest der Pflanze stehen. Die Wurzeln kommen dann im Herbst oder im nächsten Frühjahr dran. Daraus mache ich gerne Tinkturen für den Winter. Brennnesseln können sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden. So kann das Kraut als Tee, Gewürz, frisch in den Smoothie, im Salat mit anderen Kräutern, als Paste oder aber mit ins Kartoffelpüree gegeben werden. Einfach köstlich! Und damit Ihr direkt losgeht, ein bisschen in Euerer Umgebung erntet und Euch den Geschmack einfach mal auf der Zunge zergehen lasst, hier das Rezept für ein wunderbares Brennnesselpesto: Brennnesselpesto 2 Personen 30g Brennnessel Blätter 4 EL Sonnenblumenkerne 1 kleine Knoblauchzehe 50-70ml Olivenöl, je nach Konsistenz Steinsalz Schwarzer Pfeffer Die Sonnenblumenkerne ohne Zugabe vom Öl in eine Pfanne rösten. Nun die Brennnessel waschen und dabei die Blätter abzupfen. Alles zusammen in ein Behältnis geben. Etwas frischen Knoblauch, Steinsalz, schwarzen Pfeffer und Olivenöl hinzu geben. Mit Hilfe eines Stabmixers pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Schmeckt sensationell auf Brot oder zu Nudeln. Guten Appetit! Der Beitrag Heilkräuter 1×1: Brennnessel erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Vegane Ernährung & Sport, geht das überhaupt zusammen?

24. Februar 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Heisst es nicht immer, iss viel (tierisches) Protein und am besten fettarm? Was kann ich da als Veganer überhaupt noch essen um genügend Energie für meinen Sport zu haben, gesund zu bleiben und eine athletische Figur aufzubauen? Diesen Fragen widmet sich Christian Wenzel in diesem Artikel.WAS KANN ICH ALS VEGANER SPORTLER ESSEN?Die typischen Lebensmittel fitness orientierter Menschen sehen meist so aus:Hühnchen oder Pute, Magerquark und Milch, jede Menge Eier und Thunfisch. Kannst du die ganzen Ratgeber in deinem Kopf hören die genau das vorschlagen? Und am besten noch Low Carb Ernährung! Doch für einen nachhaltigen und gesunden veganen Lebensstil ist keines dieser Lebensmittel geeignet.Schauen wir genauer hin: Nehmen wir beispielsweise das bekannte Beispiel der Milch und dem Kalzium. In 200ml Milch befinden sich ca. 240mg Calcium (Quelle). Leider ist das Verhältnis des Minerals Phosphor zu Calcium in der Milch sehr ungünstig für den Menschen, da das Produkt Kuhmilch ursprünglich nicht für den Menschen geschaffen war und was wiederum zu einer unzureichenden Aufnahme des Calciums im menschlichen Körper führt. Im Vergleich die pflanzlichen Lebensmittel: Ein Tofu Block oder Kohl hat ca. die gleiche Menge an Kalzium aber ist vom menschlichen Körper viel besser verwertbar. Siehe hierzu auch folgende Grafik mit dem Calcium Gehalt pflanzlicher Lebensmittel:HOCHWERTIGE VEGANE ENERGIE QUELLENGemüse, Pflanzen und Obst haben in der Regel eine hohe Nährstoffdichte bei wenigen Kalorien. Gerade für Veganer bilden sie die Basis einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung. Doch leider fehlt es in unserer Zeit häufig an ausreichend Obst und Gemüse in unserem Speiseplan und dann sind diese heutzutage noch relativ arm an Mikronährstoffen, da die meisten Anbauböden ausgelaugt sind und sogar noch mit Dünger bespritzt werden. Trotz das ich persönlich viel Gemüse und Obst esse, nehme ich – gerade wenn ich viel unterwegs bin – noch Athletic Greens zu mir. Es ist das natürlichste, hochwertigste und vollständigste grüne Pulver das ich kenne.Daneben bilden Amaranth, Quinoa, Buchweizen, Kichererbsen, Linsen, Kartoffeln und Süßkartoffeln, Wildreis und einige mehr die Basis für ausreichend Kalorien bei gleichzeitig hohen Anteilen an Ballaststoffen, Mineralien, guten Fetten und auch EiweissGerade beim Thema Eiweiss sieht es als Veganer aber schlecht aus, oder?WAS SIND HOCHWERTIGE VEGANE EIWEISSQUELLEN?Unter hochwertigem Eiweiss verstehen wir, dass das Produkt am besten alle der 8 essentiellen Aminosäuren enthält welche der Körper nicht selbst herstellen kann. Eiweiss besteht aus 20-22 (unterschiedliche Quellen) verschiedene Aminosäuren. 12 Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen, sie werden ,,nicht-essentielle Aminosäuren genannt. 8-10 Eiweissquellen kann er demnach nicht selbst herstellen und diese sollten wir regelmässig über unsere Nahrung zuführen.Leckere vegane Rezeptideen und Dips  für einen gesunden Fitness Lifestyle bekommt ihr im Video von Christian. Alles gemixt mit dem Vitamix. Doch was sind denn nun die besten Eiweissquellen für Veganer und gibt es überhaupt vegane Lebensmittel die alle 8 essentiellen Aminosäuren enthalten?HOCHWERTIGE VEGANE EIWEISSQUELLENNatürlich gibt es die. Folgende ausgewählte vegane Lebensmittel enthalten alle 8 essentiellen Aminosäuren. Der Eiweissgehalt ist jeweils pro 100g gerechnet. - Spirulina 57 g - Hanf Samen 37 g - Linsen 20-25 g - Bohnen 21 g - Tofu 16 g - Chia Samen 16 g - Quinoa 14 g - Amaranth 14 g Es empfiehlt es sich die verschiedenen Lebensmittel miteinander zu kombinieren um jeweils wieder ein vollständiges Aminosäurenprofil zu bekommen. Die bekanntesten veganen Fitness Kombinationen sind zum Beispiel:Bohnen mit Reis oder auch Nüsse (z.B Mandeln) mit Spinat/­­BrokkoliHOCHWERTIGE VEGANE FETT QUELLENAuch und gerade Fett gehören zu den Lebensmittel die für eine gesunde und ausgeglichene Ernährung dazu gehören. Viele Vitamine können sogar erst wirksam werden, wenn der Körper auch Fett zugeführt bekommt. Ebenso ist es für die Ausscheidung von einigen Schwermetallen wie Quecksilber – welche wir über die Nahrung, Luft und Wasser zu uns nehmen – elementar. Eine starke Fettquelle gerade für Veganer ist Kokosfett. Beziehe es am besten in der ursprünglichsten Form die erhältlich ist, denn jeder Verarbeitungsschritt macht das Lebensmittel weniger verwertbar für den Körper.Helfen dir die Tipps in diesem Artikel? Benötigst du vielleicht konkretere Anwendungsmöglichkeiten? Lass uns gerne deine Fragen unter diesem Artikel da, dann helfen wir im nächsten Artikel weiter. Unser Gastautor Christian ist Experte auf dem Gebiet vegane Fitnessernährung. Seit 2013 ernährt er sich vegan und war einer der ersten deutschen Freeathleten. Begeistert von der veganen Ernährungsweise und dem Bodyweight Training, merkte er schnell, dass er mehr Menschen von diesem Lifestyle und den vielen positiven Aspekten der Kombination „vegan & Bodyweight Training“ wissen lassen wollte. So entschloss er sich im Sommer 2013, seine Erfahrungen und sein Wissen im Netz zu teilen und gründete die Plattform vegan-freeletics.com.Hier findest du noch unseren beliebten Artikel über VegiFEEL und das Thema Proteinshakes unterstützt von Patrik Baboumian. Der Beitrag Vegane Ernährung & Sport, geht das überhaupt zusammen? erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Vorstellung und große Verlosung: Kokoswasser von Fountain of Youth

18. Februar 2015 The Vegetarian Diaries 

Vorstellung und große Verlosung: Kokoswasser von Fountain of YouthKoko swasser und Kokos-Drinks gehören zu einem der Getränketrends der vergangenen Monate und Jahre. Umso mehr freue ich mich, euch heute nicht nur eines meiner persönlich liebsten Kokoswasser vorzustellen, sondern euch auch eine ganz fantastische Verlosung zu präsentieren!  Das Kokoswasser von Fountain of Youth ist auch wirklich ein "reines Kokoswasser", das heißt 100 % Saft aus jungen, grünen thailändischen Kokosnüssen. Im Saft steckt jede Menge Natrium, Magnesium, Kalium und Kalzium. Also ein perfekter, natürlich isotonischer Drink. Und das Beste daran: wenig Kalorien, kein zugesetzter Zucker oder andere Chemie und natürlich vegan.  Trinken kann man Fountain of Youth natürlich pur, am besten leicht gekühlt oder natürlich ganz hervorragend als Grundlage für Longdrinks und Cocktails (natürlich auch gerne mit einem Schuss Alkohol).  Mehr Infos zur Herstellung, Bezugsquellen und vielen anderen Themen rund um das Kokoswasser findet ihr auf der ziemlich abgefahrenen Website von 'Fountain of Youth '. Begleitet vom Monkey-Maskottchen, sehr bunt und mit passender Musik untermalt, werdet ihr hier schon einmal gut unterhalten.  Für alle Kokoswasser-Junkies gibt es die Möglichkeit einer Abo-Bestellung . So werdet ihr regelmäßig mit Kokoswasser versorgt, euer Vorrat geht nie zur Neige und ihr könnt noch richtig Geld sparen.  Für alle unter euch, die nun gerne einmal Fountain of Youth probieren möchten, kommt die folgende Verlosung natürlich genau richtig.  Gewinnt eines von drei Fountain of Youth Paketen bestehend aus:  24 x 520 ml Kokoswasser + T-Shirt + Mütze im Wert von fast 100 EUR Hinterlasst mir einfach einen Kommentar hier im Beitrag oder nehmt über Facebook oder Twitter teil Falls ihr keine E-Mail Adresse hinterlassen möchtet, schaut bitte nach dem Ende der Verlosung vorbei, ob ihr gewonnen habt.  Die Verlosung endet am 28.02.2015 Der Rechtsweg ist ausgeschlossen Viel Erfolg!

V-Complete - Veganes Nahrungsergänzungsmittel für Hunde

4. Februar 2015 Deutschland is(s)t vegan 

V-Complete - Veganes Nahrungsergänzungsmittel für HundeSeit kurzem gibt es ,,V-Complete - ein Nahrungsergänzungsmittel für die vegane Hundeernährung. Entwickelt wurde es von sehr netten Bekannten, die ich gelegentlich auf dem Hundeplatz treffe. So freue ich mich nun besonders ihr erstes und eigenes Produkt vorstellen zu dürfen. ,,V-Complete ist in Pulverform erhältlich und wird einfach unter die Hunde-Mahlzeit gemischt. Das Nahrungsergänzungsmittel enthält Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die essentiell sind für die Gesundheit eines Hundes. Calcium-Phosphor-Verhältnis Besonderes Augenmerk wurde bei der Entwicklung auf das Calcium-Phosphor Verhältnis gelegt. Ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis ist von enormer Bedeutung für ein stabiles Skelett. Kalzium und Magnesium sind für die Zellvermehrung wichtig und stärken die Nervenverbindungen sowie die Blutgerinnung. ,,V-Complete ist ein veganes Nahrungsergänzungsmittel für adulte, nichttragende, nichtlaktierende Hunde entwickelt worden - eignet sich auch aber auch bei der Ernährung von Hunden mit einer Allergie gegen tierisches Eiweiß. Alle Inhaltsstoffe sind nicht nur mit Sorgfalt ausgewählt, sondern natürlich komplett vegan. Die 280 Gramm-Dose kostet 14,50 Euro und die 650 Gramm-Dose kostet 29,90 Euro. Hier geht es zum Online-Shop. P.S.: Unter der Rubrik ,,Rezepte finden sich tolle Rezepte, um dem Vierbeiner was Leckeres zu kochen! So schön sehen die Dosen und Spike aus: (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({}); Der Beitrag V-Complete – Veganes Nahrungsergänzungsmittel für Hunde erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Chia-Zitronenkuchen

21. Juli 2014 Veganpassion 

Chia-Zitronenkuchen Chia-Samen sind meine neueste Entdeckung. Die kleinen Samen sehen aus wie winzige Kieselsteine und haben super Nährwerte. Das Superfood enthält Antioxidantien, Kalzium, Kalium, Eisen, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und ist dabei so unglaublich vielseitig! Heute möchte ich euch das Rezept für einen Chia-Zitronenkuchen vorstellen. Sehr lecker und auch noch gesund :-). Wer es ganz ohne Zucker mag kann den Kuchen auch mit Zuckeralternativen wie Xylit, Agavendicksaft oder Stearin backen. Ergibt eine 18cm Springform. Für den Rührteig: 200 g Dinkelmehl Type 630 100 g Rohrohrzucker 1/­­2 Pck. Backpulver 1 Pck. Vanillezucker 1 Prise Salz 1 EL Sojamehl oder Pfeilwurzmehl 2 EL Chia-Samen (Keimling) 1 Msp. Kurkuma Saft und Schale einer Zitrone 50 g vegane Butter oder Margarine, zerlassen 30 ml Öl 180 ml Wasser In einer Rührschüssel Mehl,  Zucker, Backpulver, Vanillezucker, Salz, Sojamehl, Chiasamen, Kukuma und Zitronenabrieb mischen. Zitronensaft, Butter, Öl und Wasser zugeben und zu einem glatten Teig rühren. Eine 18cm Springform mit etwas Butter ausreiben und den Teig hinein geben. Bei 170° ca. 40 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Den Kuchen in der Form abkühlen lassen, dann mit Puderzucker bestreuen (gibt's auch als Rohzucker-Variante von Naturata) und servieren. Mjam!Veganpassion-Blog abonnieren

400 Rezepte der veganen Küche von Adelheit Stöger

3. Februar 2014 Deutschland is(s)t vegan 

400 Rezepte der veganen Küche von Adelheit StögerDas umfangreiche Werk “China Study”, des Ernährungswissenschaftlers Colin Cambell, zeigt die ursächliche Beziehung zwischen Ernährungsverhalten und der Entstehung chronischer Erkrankungen auf. Heutzutage lässt es sich nicht mehr von der Hand weisen, dass unsere Ernährung unseren Gesundheitszustand beeinflusst. Führende Kardiologen gehen davon aus, dass etwa Hälfte der Todesfälle in Mitteleuropa auf Arteriosklerose zurückzuführen ist, zu deren Erscheinungsform die koronare Herzkrankheit, der ischämische Schlaganfall und die periphere arterielle Verschlusskrankheiten gehören (aus dem Vorwort “400 Rezepte der veganen Küche). Das vorliegende Buch erfüllt die Kriterien der “China Study”, soll Freude am Essen mehren, den veganen Speiseplan bereichern und die Umstellung für “Neulinge” erleichtern, was meiner Meinung nach mit diesem umfangreichen Werk hervorragend gelungen ist. Nachdem Vorwort der Autorin folgt ein Text zur veganen Ernährung “im Trend”, zu vegan in der Schwangerschaft und es wird sogar auf die “Kraft der Fünf-Elemente-Küche” eingegangen. Im Anschluss folgen 400 vegane Rezepte – das ist eine ganze Menge! Und diese Vielzahl an unterschiedlichen Gerichten ist in folgende Rubriken unterteilt: Suppen Gemüsegerichte Pilzgerichte Getreidegerichte Reisgerichte Currygerichte Gerichte mit Hülsenfrüchten Tofuspezialitäten Nudeln und Pasta Salate und Dressings Chutneys Salsas und Pestos Desserts Kompotte und Marmeladen Gebäck und Kuchen Eis und Sorbets Getränke (alkoholfrei, mit Alkohol) Hier ist garantiert für jeden etwas dabei und allen “Kochanfänger” sei gesagt, dass es sich hier stets um eine überschaubare Zutatenliste handelt, deren Bestandteile im nahegelegenen Biomarkt oder Reformhaus zu erwerben sind. Bei einigen Rezepten ist ein Hinweis zum “Gesundheitsaspekt” platziert, was zusätzliche Informationen liefert. Ein Beispielrezept: Pastinakenküchlein, für 4 Personen 500 g Pastinaken 500 g Karotten 500 g Kartoffeln 2 TL Pfeilwurzelstärke in etwas Wasser gelöst 2 EL Vollkornmehl 1 TL Agavensirup Öl zum Braten Schnittlauchröllchen Das Gemüse waschen, schälen und grob raspeln, mit der in Wasser gelösten Pfeilwurzelstärke, dem Mehl, Salz, Pfeffer und Agavensirup vermischen. In heißem Fett kleine Puffer braten und mit Schnittlauchröllchen bestreuen. Gesundheitsaspekt: Die Pastinake enthält Kohlenhydrate in Form von süßem Zucker, sättigender Stärke und Ballaststoffen. Außerdem enthält sie so viel Kalium, wie kaum ein anderes Gemüse sowie Kalzium, Magnesium und Phosphor und Vitamin B1, B2, C und Niacin. Pastinaken lindern Magen-und Darmbeschwerden, regen die Verdauung an, unterstützen den Aufbau von Knochen und Muskulatur, erleichtern die Atmung, stimulieren das Nervensystem und wirken gegen Schlaflosigkeit. Ein tolles Geschenk, ein tolles Buch – für Gesunde wie chronisch Kranke, die hier gute Gründe finden sollen, ihre Ernährung umzustellen. Hier geht es zur Leseprobe Autoreninformationen Dr. med. univ. Adelheid Stöger, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie in Salzburg, Studium der Humanmedizin in Innsbruck, Promotion 1982. Nach der Facharztausbildung an verschiedenen Kliniken seit 1991 niedergelassen in eigener Praxis. Seit 2000 diplomierte Ärztin für Akupunktur, seit 2006 diplomierte Ärztin für Chinesische Medizin. Adelheid Stöger ist beratende Redakteurin beim Österreichischen Rundfunk für die Fachgebiete Dermatologie und TCM und außerdem Autorin von Kochbüchern. Dr. Claudia Nichterl, Ernährungswissenschaftlerin, Ernährungsberaterin, Autorin von Kochbüchern, Dozentin an der Donau-Universität Krems und Wiener Schule für TCM. Sie ist Inhaberin des ,,essen:z kochstudio in Wien und gibt neben ihrer Beratungstätigkeit Kochkurse und veranstaltet Seminare und Vorträge zum Thema Ernährung. Ihr Spezialgebiet ist die Fünf Elemente Küche. Weitere Infos unter www.essenz.at . Adelheit Stöger In Zusammenarbeit mit Claudia Nichterl “400 Rezepte der veganen Küche “ Das Kochbuch zur China Study in Zusammenarbeit mit Claudia Nichterl verlag systemische medizin Auflage 1, Flexocover, 413 Seiten ISBN 978-3-86401-033-0 29,80 Euro

Buchtipp: Rohvolution. Ein tolles Einstiegsbuch in die Welt der Rohkost.

15. April 2013 Deutschland is(s)t vegan 

Buchtipp: Rohvolution. Ein tolles Einstiegsbuch in die Welt der Rohkost.Wer sich mit dem Gedanken trägt, in die Welt der Rohkost einzutauchen, für den habe ich heute einen passenden Buchtipp: Rohvolution von Chantal-Fleur Sandjon ist das beste Einsteigerbuch für angehende Rohköstler, dass ich bislang gelesen habe. Erschienen ist es im GU-Verlag und kostet 16,99 Euro. Das Buch ist nicht nur, wie man es von GU kennt, schön gestaltet, es bietet tatsächlich einen kompletten Überblick über alles rund um die rohköstliche Ernährung. Das alles sehr logisch und verständlich aufbereitet, ohne großes ernährungswissenschaftliches Fachlatein, sondern gerade eben für Anfänger gut nachvollziehbar. Natürlich erfährt man zunächst einiges über die gesundheitlichen Vorteile einer rohköstlichen Ernährung, über weit verbreitete Ernährungsirrtümer (,,Kalzium kommt doch nur von der Kuh!, aber auch über den Sinn von biologischen und regionalen Lebensmitteln. Auch Themen wie der Säure-Basen-Haushalt oder auch Sport und Rohkost werden kompakt dargestellt. Die Elemente rohköstlicher Ernährung Anschließend geht es ganz alltagspraktisch weiter – wie wann was essen? Die Elemente rohköstlicher Ernährung werden ausführlich vorgestellt, von grünem Blattgemüse über Obst und Gemüse, Gekeimten, Nüssen und Samen, Sprossen, bis hin zu Öl und Essig. Aber auch Bezugsquellen und notwendiges Equipment kommen nicht zu kurz. Sehr schön, dass dann vor allem so wichtige Fragen wie die des sanften Einstiegs in die Rohkost, aber eben auch der Ausstieg bzw. die Phase nach einem Detox-Programm (das ebenfalls ganz konkret vorgestellt wird) behandelt werden. Toller Rezepteteil Der letzte Teil des Buches ist ein Rezepteteil mit über 60 Rezepten, von Frühstücksideen über Drinks und Snacks bis zu Hauptmahlzeiten und Desserts. Tolle Sachen dabei, ein paar habe ich schon ausprobiert. Was mir vor allem gut gefällt: Die Rezepte sind wirklich einfach nachzuahmen (von Kochen kann man hier ja nicht reden). Sicher braucht man ein paar Zutaten mehr, wenn man sich in die rohköstliche Welt begibt, aber das sind auch solche, die man in der Regel anschließend gar nicht mehr missen möchte. Außerdem gefällt mir sehr gut an ,,Rohvolution, dass es wirklich für Leute, die nicht gleich in Hochleistungsmixer oder zwanzig Superfoods investieren wollen, genauso praktikabel ist. Für mich das wirklich geeignetste Rohkost-Einstiegsbuch auf dem Markt, das mich dazu bewogen hat, meine Ernährung seit dem Wochenende wieder deutlich stärker rohköstlich auszurichten. Hier kommt nämlich eine gute Nachricht zum Schluss: Man muss nicht 100% rohköstlich leben, auch 2/­­3 sind absolut sinnvoll. Absolute Kaufempfehlung! The post Buchtipp: Rohvolution. Ein tolles Einstiegsbuch in die Welt der Rohkost. appeared first on Deutschland is(s)t vegan.


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