Cholesterin - vegetarische Rezepte

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Cholesterin vegetarische Rezepte

High Carb ist das neue Low Carb (2/2)

14. Mai 2017 Deutschland is(s)t vegan 

High Carb ist das neue Low Carb (2/2)Im ersten Teil meines Artikels haben wir bereits davon erfahren, was internationale Ernährungs- und Gesundheitsgesellschaften von „Low Carb“ und „High Carb“ Ernährungsformen halten. Außerdem haben wir  einen Blick darauf geworfen, wie sich jene Bevölkerungsgruppen auf unserem Planeten ernähren, die am längsten und gesündesten leben und haben einen Blick zurück in die Geschichte und die Ernährungsweisen früher Hochkulturen geworfen. Viele Dinge sprechen im Rahmen dieser Betrachtungen dafür, seine Ernährung auf der Basis von vollwertigen Getreiden, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst aufzubauen und den Anteil tierischer Produkte auf ein Minimum zu reduzieren oder gänzlich zu streichen. Im zweiten Teil werden wir erfahren, dass vollwertige Kohlenhydrate nicht nur ohne Gefahren verzehrt werden können, sondern diese auch einen wertvollen Teil zur Prävention jener Krankheiten beitragen können, mit deren Entstehung manche Menschen sie fälschlicherweise in Verbindung bringen. Dass man mit einer kohlenhydratbetonten, vollwertigen pflanzlichen Ernährung mit niedrigem Fettgehalt Diabetes nicht nur effektiv vorbeugen, sondern ihn in manchen Fällen sogar reversieren kann, hat Dr. Neal Barnard vom PCRM bereits mehrfach gezeigt. Und wie Dr. Ludwig Manfred Jacob in seinem letzten Buch richtigstellt, sind es übrigens nicht nur die Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel und damit auch den Insulinspiegel erhöhen, sondern auch sogenannte insulinogene Aminosäuren in (tierischen) Proteinen. Das spiegelt sich im sogenannten ,,Food Insulin Index wieder, der zeigt, dass die Insulinausschüttung nach dem Verzehr eines Steaks höher ist als nach einer Portion Pasta. Den größten Insulinausstoß verursachen dabei tierische Proteinträger in Kombination mit schnell verfügbaren Kohlenhydraten. Ein Beispiel dafür wären Steak mit Kartoffeln oder Joghurt mit Früchten. Vielleicht sollten wir also unsere Diabetesrichtlinien nochmals überdenken und uns nicht mehr nur auf die Reduktion von Kohlenhydraten fokussieren? Vollwertige pflanzliche Ernährungsform – die Standardkost für Jeden? Aber nicht nur Diabetes, sondern auch Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose) werden durch eine fett-protein-betonte Ernährungsweise verstärkt. Sogenannte ,,arteriosklerotische Plaques können sich unter dieser Ernährungsform verstärkt an den Gefäßwänden bilden und führen so im Laufe der Zeit zu Gefäßverengungen, diese dann, je nach Körperregion, zu Schlaganfällen oder Herzinfarkten führen können. Wann immer mir jemand von einer neuen Spitzendiät erzählt, die Wunder bewirken soll, frage ich zuerst die einzig wichtige Frage, die Dr. Greger so treffend formuliert hat: Hat diese neue Wunderdiät denn in Studien belegen können, dass sie die weltweit häufigste Todesursache stoppen und umkehren konnte? Wenn die Antwort ,,Nein oder ,,Ich weiß nicht lautet, müssen wir gar nicht erst weiter darüber sprechen. Denn genau diesen Effekt, das Stoppen und Umkehren koronarer Herzerkrankungen, konnten Mediziner wie Dr. Dean Ornish und später Dr. Caldwell Esselstyn mit einer rein pflanzlichen Ernährung bewirken. Und bis nicht gezeigt wurde, dass auch andere Ernährungsformen das Gleiche bewirken können, gebe ich Dr. Michael Greger völlig recht, wenn er sagt, dass die vollwertige pflanzliche Ernährungsform die Standardkost für jeden Menschen sein sollte. Denn wir sterben hier in den Industrieländern an Erkrankungen, an denen in anderen Teilen der Welt so gut wie niemand stirbt. Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr Menschen an Ihrem Frühstück, Mittagessen und Abendbrot als bei Verkehrsunfällen. Vielleicht sollten wir neben den richtigen Sicherheitsmaßnahmen im Verkehr also auch einige Maßnahmen beim Essen treffen und damit nicht nur vielen Familien den Verlust einer geliebten Person, sondern auch unserer Gesellschaft vermeidbare Kosten in Millionenhöhe im Gesundheitswesen ersparen. Universallösung Pfanzenkost? Das Schöne ist, dass die selbe Ernährung, die bewiesenermaßen Herzerkrankungen vorbeugen und stoppen kann, die selbe Ernährung ist, die Diabetes Mellitus Typ II optimal vorbeugen und in manchen Fällen reversieren kann. Die selbe Ernährungsform kann darüber hinaus unser Risiko drastisch reduzieren, an Alzheimer und einer Vielzahl an kanzerogenen Erkrankungen (Krebs) zu erkranken. Und die selbe Ernährungsweise kann darüber hinaus wesentlich ökonomischer und umweltfreundlicher Nahrungskalorien bereitstellen und so einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung leisten und die limitierten Ressourcen unseres Planeten optimal nutzen. Klimawandel, Welthunger und chronische Erkrankungen haben weit mehr miteinander gemeinsam, als viele Menschen auf den ersten Blick denken würden. Und wir müssen keine neuen Technologien erfinden oder riesengroße Einschränkungen in unserem Alltag in Kauf nehmen, um eine nachhaltige Veränderung zu bewirken. Das Einzige, was wir tun müssen, ist tierische Produkte aus unserem Speiseplan zu streichen oder zumindest stark zu minimieren. Wir haben das mächtigste Werkzeug zur Rettung unseres Planeten in den eigenen Händen: Messer und Gabel. Obst enthält ,,böse Kohlenhydrate in Form von Fruchtzucker? In Summe kann man also grob sagen, dass ,,Low Carb-Ernährungsformen die richtigen Lebensmittel verbieten und zum Konsum der falschen Lebensmittel raten. Natürlich gibt es auch gesunde Low Carb Lebensmittel wie Avocados, Samen, etc. und es gibt ungesunde High Carb Lebensmittel wie Weißmehlbrötchen oder Softddrinks. Aber ich denke, wir haben mittlerweile gesehen, was ich meine, wenn ich von vollwertiger High-Carb-Ernährung spreche. Dr. Atkins rät in seiner Ernährungspyramide leider sogar dazu, selbst den Konsum von Obst auf ein Minimum zu reduzieren, da ja auch Obst ,,böse Kohlenhydrate in Form von Fruchtzucker enthält. Doch hat uns eine der größten, umfangreichsten und teuersten Studien der Welt, die „Global Burden of Disease Study, die von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert wurde, gezeigt, dass der Konsum von zu wenig Obst im Jahr 2010 in den USA der häufigste ernährungsbedingte Grund für Invalidität und Mortalität war. Wir erinnern uns, dass Bewegungsmangel lediglich Platz sechs belegt hat. Mit Bewegung Sünden leisten? Ich lese aber viel häufiger den Ratschlag, dass wir uns doch einfach nur etwas mehr bewegen sollen, dann könnten wir uns ein paar Ernährungssünden schon leisten. Doch dass man eine schlechte Ernährungsweise nicht wegtrainieren kann, würde uns auch der bereits verstorbene Pionier des Joggens bestätigen: James F. Fixx gilt als Mitbegründer dessen, was wir als ,,Laufen gehen oder ,,Joggen bezeichnen. Der früher stark übergewichtige Mann konnte durch das Laufen erfolgreich sein Äußeres verbessern, was aber nichts an den arteriosklerotischen Ablagerungen an seinen Herzkranzgefäßen änderte, die sich durch seine Ernährung gebildet hatten und ihn 1984 im Alter von nur 52 Jahren einen tödlichen Herzinfarkt bescherten. Doch selbst junge und gut trainierte Menschen scheinen nicht vor Arteriosklerose gefeit zu sein, wenn sie sich falsch ernähren. Wie eine Autopsie von gefallenen US Soldaten während dem Korea-Krieg ergab, hatten bereits ein Drittel der Soldaten mit mitte zwanzig Ablagerungen an ihren Arterienwänden, die sich im Falle ihres Weiterlebens von Jahrzehnt zu Jahrzehnt verstärkt hätten. Einige von Ihnen hatten trotz ihrer guten Fitness bereits so starke Ablagerungen, dass einige ihrer Arterien bereits zu 90 % von Plaques verschlossen waren. Herzinfarkte und Schlaganfälle, genau so wie viele Krebserkrankungen, entstehen unbemerkt über Jahrzehnte und ein trainiertes Äußeres sagt wenig über den Zustand unserer Gefäße aus. Ich begrüße es zwar sehr, dass Anhänger der Paleo-Ernährung großen Wert auf Sport und körperliche Betätigung legen, fürchte aber, dass das alleine nicht ausreichen wird, um die Folgen ihrer Ernährung zu kompensieren. Der Naturalistische Fehlschluss Außerdem verbieten Paleo und Low Carb sämtliche Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte, weil diese ja nicht in der Altsteinzeit verfügbar waren bzw. ,,böse Kohlenhydrate sind. Dieser ,,Naturalistische Fehlschluss, dass der Konsum von Getreide und Hülsenfrüchten schlecht wäre, weil sie keine ,,natürliche und ,,ursprüngliche Nahrungsquelle unserer frühesten Vorfahren waren, führt leider dazu, dass diese Ernährungsweisen zwei der gesündesten Lebensmittelgruppen überhaupt auslassen. Dass es auch Funde gibt, die nahelegen, dass auch der Getreideverzehr schon vor mehr als 10.000 Jahren weit vor dem sesshaft werden und dem Ackerbau praktiziert wurde, sei hier nur am Rande erwähnt. Aber selbst, wenn wir tatsächlich „nur“ seit etwas mehr als 10.000 Jahren, seit der „Neolithischen Revolution“, Getreide verzehren, ist dies kein Grund gegen den Getreideverzehr. Diese Beharrlichkeit auf Natürlichkeit ist generell ein Problem. Denn nur weil etwas natürlich ist, ist es nicht automatisch gut und nur weil etwas unnatürlich ist, ist es nicht automatisch schlecht. Wir leben in einer Welt, in der wir andauernd unnatürliche Dinge tun. Wir fahren Autos, tragen Schuhe, benutzen Handys, wohnen in Wohnungen und benutzen Toilettenpapier. Aber beim essen sollen wir dann wieder zurück in die Steinzeit? Ein Aber was ist mit Gluten im Getreide? Nunja, wenn du zu den paar Prozent der Bevölkerung gehörst, die Zölliakie, eine Glutensensitivität oder Ähnliches haben, dann wäre die Empfehlung Hirse, Buchweizen, Quinoa, Amaranth, Mais, Reis, etc. zu verzehren. Für alle anderen spricht nichts gegen den Verzehr von Dinkel, Roggen, Hafer und anderen glutenhaltigen Getreiden. Nur weil ein geringer Teil der Bevölkerung etwas nicht verträgt, heißt das nicht, dass niemand diese Lebensmittel verzehren solle. Für einen starken Erdnussallergiker sind Erdnüsse sogar tödlich und trotzdem würde niemand auf die Idee kommen zu sagen, dass niemand Erdnüsse essen sollte. Wer immer noch einen Schreck nach dem Lesen von ,,Weizenwampe oder ,,Dumm wie Brot hat, muss sich noch etwas gedulden, bis ich in einem der nächsten Artikel bespreche, warum beide Bücher nicht mehr als gute Beispiele dafür sind, wie man Fakten extrem gut biegen kann, so dass man aus einem durchaus wahren Kern ein Konstrukt baut, welches die eigentliche Grundaussage komplett verdreht und für unnötige (aber lukrative) Kontroverse sorgt. Werden wir alle belogen? Aber eine Sache bleibt ja trotzdem noch zu klären: Wenn tierische Produkte so nachteilig auf unsere Gesundheit wirken, warum empfehlen dann nicht alle führenden Ernährungsgesellschaften, dass wir den Konsum von tierischen Produkten nicht zumindest stark reduzieren? Und die Antwort lautet: Sie tun es doch schon seit Jahren! Es gibt in dieser Sache allerdings ein kleines Problem. Eigentlich gibt es sogar mehrere Probleme. Zum einen empfiehlt eine Ernährungsgesellschaft anhand der verfügbaren Wissenschaft das, was sie für die Bevölkerung für machbar und damit den besten Kompromiss hält. Wenn man davon ausgeht, dass Menschen sich ohnehin nicht gerne etwas verbieten lassen, ist es vielleicht schlauer, zumindest zum ,,gemäßigten Verzehr anstatt zum Verzicht von ungesunden Produkten aufzurufen, damit man überhaupt noch Gehör findet. Oder woher stammen die Empfehlungen von maximal 30 % der Nahrungskalorien von Fett in vielen Ernährungsempfehlungen sonst? Diese fußen nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, die eine Fettzufuhr in dieser Höhe für ideal halten, sondern zeigen auf, was der vermutlich machbare Kompromiss wäre, den man der Bevölkerung zutraut. Denn die Literatur rechtfertigt keinen Gramm an Transfettsäuren, raffiniertem Zucker oder isolierten Ölen. Aber im Rahmen unserer deutschen Mischkost wäre es tatsächlich unrealistisch diese komplett zu verbieten und so versucht man es mit schrittweisem Reformismus. Auch die offiziellen Empfehlungen von 0,8 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht werden in Deutschland im Durchschnitt um mehr als die Hälfte übertroffen und stammen zu großen Teilen aus tierischen Quellen, obwohl die Wissenschaft ziemlich eindeutig in Bezug auf die Risiken eines zu stark erhöhten Verzehrs an (tierischen) Proteinen ist. Und dann ist da natürlich noch die Wirtschaft, die mal mehr und mal weniger Einfluss auf offizielle Empfehlungen hat, aber niemals völlig unbeteiligt ist. Die Furcht vor Veränderung Das mag erklären, warum nur mit wenig Nachdruck einige Erkenntnisse in der Ernährungswissenschaft an die Öffentlichkeit getragen werden. Aber die Bevölkerung will es ja auch gar nicht hören. Man erinnere sich nur an Oktober 2015, als die Meldung der WHO erschien, dass rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukt vermutlich krebserregend sind. Wurde der WHO und der Internationalen Krebsforschungsagentur für die offene Informationsbereitstellung gedankt? Ganz im Gegenteil ging ein Aufschrei der Empörung durch Deutschland, dass man sich nicht seine Wurst verbieten lasse als ginge es dabei um ein Menschenrecht. Jeder kleine Bericht, der versuchte, die Ergebnisse zu relativieren wurde dabei dankend aufgenommen und hochgespielt. Dieses und weitere Beispiele zeigen uns die Macht dessen, was Dr. Melanie Joy als Confirmation Bias bzw. Tolstoy Syndrome beschreibt. Nämlich das Phänomen, dass wir neue Informationen unbewusst filtern und jene selbst verstärken, die unserem eigenen Glauben entsprechen und jene unbewusst schmälern, die gegen das eigene Wertesystem gehen. Und am Ende des Tages wollen wir uns selbst einfach bestätigt fühlen und mögen nichts weniger, als vertraute Handlungen zu hinterfragen, die ja so ,,normal, natürlich und notwendig sind und schon immer so gemacht wurden. Aber darf das die Wissenschaft überhaupt? Dürfen der Bevölkerung so wichtige Informationen vorenthalten werden? Im Grunde werden sie den Leuten gar nicht vorenthalten, wenn man ein bisschen zwischen den Zeilen lesen kann: Ernährungsempfehlungen werden nämlich oft etwas verschachtelt formuliert, um ja nirgends anecken zu können. Denn während ganz klar bei jeder Gelegenheit betont wird, dass man ,,mehr Obst und Gemüse und vollwertige Getreide essen soll und damit jene Lebensmittelgruppen ganz klar benennt, von denen man mehr essen soll, sieht es bei jenen Lebensmitteln, die man weniger oft verzehren soll, ganz anders aus. Hier ist dann die Rede von weniger gesättigten Fetten und weniger Cholesterin. Worin stecken aber die größten Mengen an gesättigten Fetten und Cholesterin? Richtig: In tierischen Produkten. Warum das Kind dann nicht beim Namen genannt wird und von weniger Fleisch, Fisch, Eiern, Milch und Käse gesprochen wird, ist wohl eher ein politisches und wirtschaftliches als ein ernährungswissenschaftliches Thema. Fazit? Alles eine Frage der Perspektive? Aber bitte wissenschaftlich! In diesem Sinne hoffe ich, etwas Klarheit in diese Thematik gebracht zu haben. Ich kann nicht oft genug betonen, dass meine Ernährungsratschläge nicht dadurch geprägt sind, dass ich Tiere super niedlich finde und deshalb nicht möchte, dass sie jemand isst (was ich natürlich trotzdem nicht möchte), sondern in erster Linie von den überwältigenden Fakten von Seiten der Ernährungswissenschaft. Auch ich habe vor dem Beginn meines Bachelorstudiums der Ernährungsberatung auch noch jede Menge Quark, Eier, Hirtenkäse und Parmesan gegessen und konnte mir ein Leben ohne diese Produkte gar nicht vorstellen. Außerdem war ich fest davon überzeugt, dass diese auch wichtig für meine Gesundheit wären. Aber wie Dr. Neal Barnard treffend anmerkt, können sich unsere Geschmacksnerven innerhalb weniger Wochen an neue Geschmäcker gewöhnen und alte Geschmäcker ,,verlernen. Und so merkt man nach wenigen Wochen bereits, dass das Leben auch ohne Parmesan lebenswert ist. Warum wiederholen trotz all dieser wissenschaftlichen Beweise immer noch so viele Menschen gebetsmühlenartig die immer selben Falschinformationen über gesättigte Fette und tierische Produkte? Neben einer Gruppe an Personen, die eindeutige finanzielle Interessen an dem Verzehr von tierischen Produkten hat, ist es vor allem eine Sache, die Dr. John McDougall gut auf den Punkt bringt: „Menschen lieben es, gute Dinge über ihre schlechten Gewohnheiten zu hören.“ Zwei Stunden FOOD COACHING mit Niko gewinnen! Viele unserer Leser beschäftigen sich mit dem Thema Ernährung und streben nach einer gesunden, pflanzenbasierten Lebensweise. Wir möchten euch stets dabei unterstützen und bieten einem von euch ein individuelles Food Coaching mit Niko Rittenau. Du möchtest teilnehmen? Dann hinterlasse einen netten Gruß hier oder bei Facebook unter dem Post und schreibe Niko eine persönliche Nachricht, was dein Thema ist und wie Niko dir im Coaching helfen kann. Deine Mail bitte direkt an: kontakt@nikorittenau.com Niko sichtet alle Anfragen und wählt eine Person aus und schreibt dieser Person eine persönliche Nachricht. Das Coaching wird per Telefon oder Online stattfinden. Hinweis: Das Gewinnspiel beginnt ab sofort und endet am am 21.05.2017 um 9 Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird ab dem 21.05.2017 nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und informiert. Die Geschenkaktion steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Gewinnberechtigt ist jeder Facebook User ab 18 Jahren aus Deutschland, der unsere Geschenkaktionanweisungen befolgt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Deine Daten werden ausschließlich im Rahmen der Geschenkaktion genutzt, um die Gewinner zu ermitteln und zu informieren.   Der Beitrag High Carb ist das neue Low Carb (2/­­2) erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Thomas D, Tiere essen, Björn Moschinski oder: Wie wurde ich vegan?

24. April 2017 Claudi goes vegan 

Thomas D, Tiere essen, Björn Moschinski oder: Wie wurde ich vegan?Hallo ihr Lieben, wisst ihr was? Der Björn Moschinski hat es im Podcast von bevegt geschafft, die Lust am Schreiben wieder so sehr aus mir rauszukitzeln, dass es mich über die Osterfeiertage so irre in den Fingern gejuckt hat. Denn im Endeffekt ist es doch so: Ich hab diesen Blog für die Tiere gegründet. Und er wird auch für die Tiere weiterbestehen. Und ich seh es irgendwie gar nicht ein das wegen einer Ausbildung (bzw. zwei Ausbildungen) zurück zu schrauben. Es geht hier darum zu zeigen warum sich Menschen wie ich für ein veganes Leben entscheiden, wie das im Alltag ausschaut und vor allem (so hoffe ich zumindest), dass es durchweg "normal" ist. :-) Daher geht es nun munter weiter. Aber nicht so häufig wie ihr es schon mal gewohnt gewesen seid. Auch weil ich bald ein Geschenk für euch habe - was Zeit fordert, mir aber sehr sehr sehr viel Freude bringt. ? Und ich will gleich die Hosen runterlassen und offen erwähnen: Die nächsten beiden Blogeinträge (einer über Yoga und einer über Käse) sind vorverfasst. Weil ich (aufgrund vom Brotjob und Fernstudium und meinem Geschenk an euch) nicht alles so gebacken bekomme wie noch 2016 mit "nur" der Ausbildung zur Yogalehrerin. Bevor es heute los geht aber noch ein kleiner Hinweis: Am 18.04.2017 hatte ich Katrin und Daniel von bevegt.de zu Gast und auch von und mit mir wurde eine Podcast-Folge aufgezeichnet. Sogar die bisher längte mit Spielfilmlänge ;-) Sobald sie online geht, werde ich es voller Freude hier verkünden. Ich danke den beiden von ? en für unsere Freundschaft und den Raum den sie mir bei unserer Podcast Aufzeichnung gegeben haben. Wir haben die eine Minute ? für ein Foto genutzt ? Und ich bin so dankbar und nur noch am grinsen. Mei war das ein toller Abend??? #Repost @bevegt with @repostapp ??? Wir haben gerade unseren längsten Podcast ever aufgenommen. Das war nicht geplant, aber @claudia.renner hatte einfach so viel zu erzählen, und es war so spannend! Wir haben uns vor allem über ihren Ernährungsweg ausgetauscht, denn Claudi kann sowohl beim Ab- als auch beim Zunehmen mitreden. Jetzt kochen wir und es gibt ein Abendessen a la A Grain, a Green and a Bean: Hirse, Spinat, Mangold und Feto. Lecker! #podcast #agagab #graingreenbean #munich #vegansofgermany #vegansofig #veganblogger #bloggersofinstagram #blogger_­de #bloggersatwork #bestofvegan #loveyourjob Ein Beitrag geteilt von Claudia Renner (@claudia.renner) am 18. Apr 2017 um 13:23 Uhr Für heute hab ich mir überlegt mal endlich niederzutippeln, was Teil jedes Vortrags ist den ich halte: "Wie wurde ich vegan?" Denn: ich hab das hier (wenn ich mich nicht täusche) bisher nicht aufgeschrieben. Verrückt!!!! Also, los geht's! Ich war schon immer eine Tierfreundin. Es gibt kaum ein Kinderfoto von mir auf dem ich ohne Tier abgebildet bin. 1991 habe ich in der Grundschule im Handarbeitsunterricht den Tisch mit einer Tageszeitung ausgelegt. Dort war ein kleines Schweinderl abgebildet und mit Worten wie Schinken, Speck und Schnitzel beschriftet. An dem Tag bin ich heim und hab meine Mama gefragt, warum auf dem Schweinepopo ,,Speck steht. So habe ich erfahren, dass alles was ich damals gern gegessen hab (Hamburger, Lasagne, Spaghetti Bolognese, Fischburger, Schnitzel) aus Tieren besteht. Und es war Schluss. Ich sagte ihr ,,Dann ess ich das jetzt nicht mehr!. Ihre Antwort lautete ganz entspannt: ,,Gut, dann bist du ab jetzt Vegetarierin. Dafür, bin ich ihr noch heute aus tiefstem Herzen dankbar. Denn ich weiß, dass diese Unterstützung der Eltern leider alles andere als selbstverständlich ist. Zugeben will ich an dieser Stelle, dass ich fast ausschließelich Pasta, Teigwaren und Kartoffeln mit Milchprodukten aller Art gegessen habe. Das aufpassen auf Zutaten kam erst nach 2001 (wegen diverser Diäten) langsam in mein Leben, also mit 19 oder so. Daraus entstand dann vermutlich meine Fructose Interanz. So hab ich mir das jedenfalls zurecht gelegt. Denn fettfreie "Lebens"mittel = mehr Zucker und Geschmacksstoffe. Witzig Traurig ist, dass NIE ein Arzt (und ich war da oft - Asthma...) (an dieser Stelle ein Hinweis auf das Thema Kuhmilch) meine Blutwerte so richtig kontrolliert hat. Mein Cholesterinwert muss ja sonstwo gewesen sein?!? Naja... Und jetzt kommt es - ich hab bereits 2009 probiert vegan zu werden! Tadaaaa! Damals hab ich sogar ein Gespräch mit Thomas D. (!!!!) auf so ner Laufveranstalung in München geführt. Abgefahren im Nachhinein. Aber es sollte nicht klappen - trotz kurzer prominenter Hilfe. Gescheitert ist es wegen mangelnder Recherche meinerseits und war echt schwierig oder anstregend für mich. Auch weil ich zu diesem Zeitpunkt noch immer keinen Biomarkt betreten hatte. (Die Ökos mit Strohhut und so...) :-) Vegan beim Supermarkt oder Discounter war undenkbar zu der Zeit. Echt der Hammer, was sich in den letzten Jahren getan hat. Mein erstes bewusst veganes Abendessen hat mir dann der eingangs erwähnte Björn Moschinski im Max Pett serviert. Das war im Weihnachtsurlaub 2010. Danach habe ich Tiere essen gelesen. Und wie damals als Kind, nach 20 vegetarischen Jahren, hat es Schwupp gemacht - und Milch und Eier gingen plötzlich gar nicht mehr. Wenn wir dann 6 Jahre vorhüpfen mit diversen Umstellungen und Dingen die ich ausprobiert habe (glutenfrei, sojafrei, zuckerfrei, rohvegan, ...) kann ich heute sagen: - Das Wohlfühlen und die Gesundheit stehen im Vordergrund ? -  Ich hab das wundertolle Gefühl "angekommen" zu sein ? -  Die Worte LEBENsmittel und NÄHRstoffe haben einen ganz anderen Wert ? Wichtig dabei zu erwähnen: Vegan LEBEN ist für mich viel mehr als vegan ESSEN.  Nicht, dass ihr jetzt denkt ich würde mein "Warum vegan?" plötzlich nur noch auf die Gesundheit minimieren! Hach es ist so schön. Und ganz ehrlich. Dieses Wissen und diese Erfahrung nun an euch hier und meine KundInnen weitergeben zu können - es ist so was von voll toll und lässt mich fliegen und tanzen. Zum Abschluss noch Neuigkeiten: Wer meinen Newsletter abonniert (siehe die Spalte rechts) bekommt seit Mitte April "Claudis München Guide" geschenkt ?  Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen, Claudi

Die Top-10 der pflanzlichen Ei-Alternativen zum Kochen und Backen

9. April 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Die Top-10 der pflanzlichen Ei-Alternativen zum Kochen und BackenLaut Marktinfo Eier & Geflügel (MEG) liegt der Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen bei 218 Eiern im Jahr. Für die Ei-Produktion müssen jährlich 50 Millionen sogenannte Eintagsküken sterben. Quelle: VEBU Bei diesen Zahlen wird einem ganz flau zumute, oder?   Auf den Konsum von Eiern verzichten wir natürlich aus ethischen Gründen und ohne mit der Wimper zu zucken. Hinzu kommt noch der gesundheitliche Aspekt: Eier enthalten gesättigte Fettsäuren und hohe Cholestinmengen. Durch die katastrophalen Haltungsbedingungen sind Eier anfällig für Salmonellen, die auf der Schale zuhause sind. Alles mehr als unappetitlich! Trotzdem ist Osterzeit jedes Jahr: Eierzeit. In allen Supermärkten, Bäckereien und Bioläden sind bunte, hart gekochte Eier zu finden. Höchste Zeit, euch unsere zehn pflanzlichen Ei-Alternativen vorzustellen. Natürlich können wir kein Osterei zaubern, aber trotzdem köstliche, tierleidfreie Klassiker wie z. B. Rührtofu zubereiten. Die Top-10 Ei-Alternativen 1. Bananen Die wohl bekannteste und einfachste „Ei-Ersatz-Methode“ zum Backen von Kuchen, Torten und zur Herstellung von Desserts. Es ist ganz leicht: Eine halbe Banane ersetzt ein ganzes Ei! Die Banane einfach zerdrücken und unter den Teig rühren.   2. Seidentofu Ich persönlich verwende Seidentofu immer zur Zubereitung von Käsekuchen und Rührei. Er ist sehr feucht und weich und wirkt leicht bindend. Als Ersatz für ein Ei eignen sich ca. 50-60 Gramm Seidentofu. Am besten cremig pürieren (für Kochen, Desserts, Quiche) oder einfach unterrühren (Rührtofu). (Weiter unten findet ihr das Rezept für einen absoluten Klassiker mit Seidentofu: „Rührtofu“ ? la Björn Moschinski. Zugegeben, das Video ist schon älter – geschmacklich ist das Gericht aber immer noch ganz vorne!) Preis: ca. 2,84 Euro (400 g) Erhältlich bei alles-vegetarisch.de   3. Ersatz-Pulvermischungen Ei-Ersatz in Pulverform gibt es mittlerweile von verschiedenen Herstellern im Bioladen, im Veganz und im Reformhaus. Die Mischungen bestehen aus verschiedenen Mehlen, wie z. B. Lupinenmehl und Johannisbrotkernmehl und sind gut geeignet, um leichtes Gebäck (Tortenboden), Kuchen oder Bratlinge herzustellen. Die Ei-Ersatz-Mischung wird einfach mit Wasser angerührt und mit dem Teig weiterverarbeitet. Für ein Ei rührt man einen Esslöffel Pulvermischung mit ca. 30 ml Wasser an. Mein Favorit ist BOBEI von Pure Raw, da diese Mischung in Rohkostqualität nur Mikroalgenpulver enthält und keinen sonstigen Firlefanz. Darüber hinaus ist es wirklich kinderleicht anzuwenden und geschmacklich top! Preis: ca. 9,95 Euro (200 g) Erhältlich im Onlineshop von Pure Raw.   4. Chiasamen Chiasamen sind wahre Alleskönner. Dass sie sich auch als Ei-Ersatz gut machen, war allerdings für mich neu. Da sie recht gut binden, eignen sie sich gut zum Backen von Kuchen, Waffeln oder Pfannkuchen. Probiert es einmal aus! Dafür am besten aus 2 Esslöffel Chiasamen und 250 ml Wasser eine Mischung anrühren und diese einige Zeit quellen lassen. Davon eignet sich ein Esslöffel als Ersatz für ein Ei. Ich kaufe gerne die Chiasamen von dm, da sie preiswert sind und Bioqualität haben. Preis: 2,95 Euro (300 g) Erhältlich in dm-Drogerien und im dm-Onlineshop.   5. Flohsamen Flohsamen sind durch ihre gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe bekannte Helfer bei Verdauungsproblemen aller Art. Sie können aber auch den Cholesterinspiegel und den Blutzuckerwert senken und gleichzeitig eine kalorienarme Sättigung erreichen. Durch die guten Quelleigenschaften sind Flohsamen aber auch als Ei-Ersatz geeignet. Ähnlich wie bei den Chiasamen erstellt man wieder eine Mischung: ca.1 1/­­2 Esslöffel Flohsamenpulver mit 200 ml Wasser verrühren und quellen lassen. Diese Portion entspricht einem Ei-Ersatz von ca. 1-2 Eiern. Flohsamen sind gut verschlossen lange haltbar und außerdem sehr ergiebig. Mein Favorit ist von Wohltuer in bester Bioqualität. Preis: 14,99 Euro (500 g) Erhältlich bei Amazon.   6. Johannisbrotkernmehl Johannisbrotkernmehl ist ein natürliches Bindemittel und es kann zum Verdicken von Süßspeisen wie Cremes, Puddings und Eis verwendet werden, aber auch zum Binden von Soßen und Suppen. Ich verwende am liebsten das Johannisbrotkernmehl von Biovegan. Es ist geschmacksneutral, natriumarm und sehr ergiebig. Preis: ca. 5,99 Euro (100 g) Erhältlich bei alles-vegetarisch.de   7. Stärke oder Sojamehl Stärke- oder Sojamehl wird mit Wasser angerührt und eignet sich für Muffins, Waffeln oder Pfannkuchen. Sojamehl hat allerdings einen stärkeren Eigengeschmack. Tipp: Um ein Ei zu ersetzen, verrührt man 1 Esslöffel Sojamehl oder Stärke mit 2 Esslöffeln Wasser. (Für Menschen, die auf Soja allergisch reagieren, empfehle ich an dieser Stelle Kichererbsenmehl!) Mein Favorit ist das Sojamehl von Alnatura. Preiswert, aus europäischen Sojabohnen hergestellt und in Bioqualität! Preis: ca. 1,99 Euro (300 g) Erhältlich bei Alnatura. (… auch in dm-Drogerien)   8. Apfelmus Für mich eine der liebsten Ei-Ersatz Methoden. Um ein Ei zu ersetzen, sollte man ca. 60 g Apfelmus verwenden. Super für Backwaren – die gleichzeitig etwas gesüßt und schön saftig werden, wie zum Beispiel Muffins. Mein Lieblings-Apfelmus ist von REWE. Preis: ca. 1,49 Euro (700 g) Erhältlich bei REWE.   9.  Kurkuma Kurkuma ist natürlich nicht wirklich als Ei-Ersatz zu sehen. Das Gewürz ist vielmehr ein On-Top-Produkt für Omelett oder Rührtofu. Kurkuma zaubert nicht nur etwas gelbe Farbe in unser Gericht, sondern verleiht ihm auch einen kräftigeren Geschmack. Zudem ist Kurkuma übrigens echtes Superfood: Das enthaltene Kurkumin soll krebshemmende Eigenschaften besitzen und sogar vor Alzheimer schützen. Tipp: Gerade bei Gewürzen achte ich immer auf Bioqualität und faire Anbaubedingungen! Preis: ca. 2,49 Euro Erhältlich bei boutique vegan. 10.  Kala Namak Für mich gehört Kala Namak unbedingt in meine „wie Ei-Gerichte“. Ob im Rührtofu, Aufstrich oder Eiersalat – durch das Hinzufügen einer Prise des schwefeligen Salzes, bekommen die Speisen den typischen Eigeschmack. Kala Namak wird auch Schwarzsalz und ist eine traditionelle Spezialität der indischen Küche. Es hat einen außergewöhnlich hohen Anteil an Schwefelwasserstoff und Eisen. Preis: 5,62 Euro (200 g) Erhältlich bei amazon.de Rezept: „Rührtofu ? la Björn Moschinski Wie ihr den „Rührtofu“ zubereitet erklärt Björn Moschinski euch in diesem Video:   Und hier die Zutaten-Liste für ca. 4 Portionen: - ca. 400 g Naturtofu - 150 g Räuchertofu - 200 g Seidentofu - 2 Zwiebeln - 2 Tomaten - Olivenöl - Pfeffer - 1-2 TL Kurkuma - Kala Namak Salz (nach Geschmack) - 1 Schuss Tamari - Petersilie Guten Appetit!   GEWINNSPIEL Wir verlosen 5 x 1 „BOBEI“ von Pure Raw Wie kannst du gewinnen? Sei Fan von Deutschland is(s)t vegan, nenne uns eine einen Freund oder eine Freundin, die (mit)kochen oder (mit)backen darf und hinterlasse einen netten Gruß! Das ,,Liken und ,,Teilen ist natürlich auch jederzeit willkommen. Hinweis: Das Gewinnspiel beginnt ab sofort und endet am am 17.04.2017 um 9 Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird ab dem 17.04.2017 nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und informiert. Die Geschenkaktion steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Gewinnberechtigt ist jeder Facebook User ab 18 Jahren aus Deutschland, der unsere Geschenkaktionanweisungen befolgt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Deine Daten werden ausschließlich im Rahmen der Geschenkaktion genutzt, um die Gewinner zu ermitteln und zu informieren. Der Beitrag Die Top-10 der pflanzlichen Ei-Alternativen zum Kochen und Backen erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

High Carb ist das neue Low Carb (1/2)

8. April 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Kohlenhydrate machen dick, verursachen Diabetes und sind neben mangelnder Bewegung einer der Hauptgründe für viele andere ,,Wohlstandskrankheiten, so sagt man zumindest. Dass Inaktivität, also mangelnde Bewegung, allerdings selbst in bewegungsarmen Ländern wie den USA im Jahr 2010 lediglich Platz 5 bei den führenden Todesursachen und Platz 6 bei den führenden Ursachen für Invalidität erzielte, sollte uns bereits neugierig machen, was denn der bedeutendste Risikofaktor für einen frühzeitigen Tod bzw. Invalidität ist. Und die Antwort lautet: unsere Ernährung. In Teil eins widmen wir uns der Frage, wie überhaupt der Hype um „Low Carb“ entstanden ist, warum manche Menschen wieder wie in der Altsteinzeit leben möchten und was internationale Ernährungsgesellschaften dazu sagen. Natürlich ist ein gesundes Maß an Bewegung wichtig, aber nichts in unserer Macht stehende wird so sehr darüber entscheiden, wie gesund wir bleiben, wie die tägliche Entscheidung, was wir essen. Dr. Michael Greger benennt die drei größten Risikofaktoren für unsere Gesundheit folgender Maßen: Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Diese mit einem Augenzwinkern getätigte Aussage hat einen wahren Kern: Während zwar die Rate an mangelernährten Menschen Stück für Stück rückläufig ist, ist an ihre Stelle eine ganze Reihe an Überflusserkrankungen getreten, die uns selbst viele Lebensjahre und unser Gesundheitssystem viele Millionen Euro kosten und im Grunde vermeidbar wären, wenn wir anders essen würden. Begib dich auf deine eigene Recherche Ich weiß, dass man sich im Leben nicht über alles Gedanken machen kann und dies auch nicht muss. Es ist vernachlässigbar, ob wir nun einen Vitamix oder einen Bianco Hochleistungsmixer kaufen oder einen Laptop von Apple oder HP kaufen. Natürlich mag es sein, dass der eine besser als der andere ist, aber beide werden ihren Job erledigen. Genauso wie es die meisten anderen alltäglichen Dinge tun werden. Jeder Fernseher wird uns die Abendnachrichten zeigen und jeder MP3-Player unsere Lieblingsmusik abspielen. Beim Kauf all dieser Dinge kann man sich auch von mir aus auf die Reviews auf einem Portal wie Amazon verlassen. Aber wenn es um unsere Ernährung und damit um unsere eigene Gesundheit geht, würde ich vorschlagen, dass wir uns selbst eigenständig darüber informieren und uns nicht darauf verlassen, was wir als Kinder beigebracht bekommen oder wir in irgendeinem Forum, Blogpost oder Buch gelesen haben. Das gleiche gilt auch für diesen Artikel: Glaub nicht einfach, was du hier liest, sondern begib dich auf deine eigene Recherche und informiere dich so akribisch darüber, als würde dein Leben davon abhängen. Denn im Grunde tut es das auch. High Carb VS Low Carb Natürlich geht es bei Ernährung um Geschmack. Aber es geht auch um die Zukunft unseres Planeten und seinen limitierten Ressourcen. Und es geht um das Leben von Milliarden Lebewesen, die wir essen und Millionen weitere, die an den Folgen des Konsums dieser Lebewesen erkranken und sterben. Daher schlage ich vor, dass wir die grundlegendste aller Ernährungsfragen etwas ausführlicher beleuchten: Sollte die Basis unserer Ernährung pflanzlich und damit kohlenhydratbetont sein oder ,,Low Carb mit jeder Menge tierischer Produkte, wie es viele Fitness-YouTuber ohne irgendeine akademische Ausbildung im Ernährungsbereich vorschlagen? Low Carb rein pflanzlich? Das ist Quatsch! Manche Leute würden vorschlagen, dass man ja auch ,,Low Carb rein pflanzlich essen kann und es wurden sogar Bücher zu diesem Thema verfasst, aber das ist Quatsch. Der Hauptmakronährstoff der meisten pflanzlichen Lebensmittel sind Kohlenhydrate und wenn wir uns isokalorsich, also kaloriendeckend, vegan ernähren möchten und abgesehen von purem Öl, Avocados, Oliven und einigen sehr fettreichen Samen auch noch andere Dinge essen wollen, betreiben wir bereits keine ,,Low Carb Ernährung mehr. ,,Low Carb Vegan ist also schon fast ein Oxymoron, weil diese Begrifflichkeiten sich gegenseitig widersprechen. Die Kategorien ,,High Carb und ,,Low Carb sind natürlich viel zu sehr vereinfacht. Es gibt wie erwähnt sehr gesunde ,,Low Carb-Lebensmittel wie Avocados, Nüsse, Samen und einige weniger gesunde ,,High Carb-Lebensmittel wie Lollies oder Zimtschnecken. Wenn ich von ,,High Carb spreche, dann spreche ich aber nicht von Weißmehlbrötchen, heller Pasta und Süßigkeiten, sondern von einer Ernährung, deren Basis vollwertige Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Obst und Gemüse sind. All diese Lebensmittel enthalten den Großteil ihrer Kalorien in Form von Kohlenhydraten und können so dieser Ernährungsform zugeordnet werden. Diese Lebensmittelgruppen bildeten auch die Grundlage der Nahrung aller Menschen der vergangenen Jahrhunderte, die in den sogenannten ,,Blue Zones gelebt haben. Diese ,,Blue Zones bezeichnen Teile auf der Welt, in denen Menschen überdurchschnittlich alt werden und selbst im hohen Alter noch körperlich aktiv und gesund sind. Zu diesen Zonen gehören unter anderem Okinawa (Japan), Sardinien (Italien), Nicoya (Costa Rica), Ikaria (Griechenland) und die Siebenten-Tages-Adventisten in Loma Linda (Kalifornien). Alle ,,Blauen Zonen sind geprägt von einer Ernährungsweise, die entweder auf Getreide oder stärkehaltigen Wurzeln und Hülsenfrüchten aufbaut und zu einem überwiegenden Teil pflanzlich ist. Also das genaue Gegenteil jeder Paleo-, Atkins- oder anderer ,,Low Carb-Ernährungsweisen. Anhänger der Steinzeitdiät beziehen sich in ihren Ausführungen stets auf die Ernährungsweise in der Altsteinzeit vor über 10.000 Jahren und geben diese als Vorbild für eine gesunde Ernährungsweise an. Abgesehen von der Tatsache, dass es gar keine einheitliche Steinzeiternährung gab, weil diese je nach klimatischen Bedingungen in vielen Teilen der damaligen Welt anders zusammengestellt war, wurden zu dieser Zeit auch keine Langlebigkeitsphänomene beobachtet und generell hatten Menschen in der Altsteinzeit wenig vorzuweisen, was sie zu einem geeigneten Vorbild für unsere aktuelle Bevölkerung macht. Ob der Großteil der Menschen in der Altsteinzeit tatsächlich auch nur im Ansatz so viel Fleisch gegessen hat, darf darüber hinaus auch angezweifelt werden. Wieso orientieren wir uns aber überhaupt an ihnen und nicht eher an den Bewohnern der ,,Blue Zones? Hochkultur oder Höhlenmensch? Wenn wir unbedingt weiter zurück in die Geschichte blicken möchten, dann rate ich aber auch dazu, nicht gleich in die Altsteinzeit zu gehen, sondern lediglich ein paar tausend Jahre zurück zu all den Hochkulturen dieses Planeten. Jede Hochkultur in der späteren Evolution des Menschen konnte sich nur aufgrund des Ackerbaus und der damit verbundenen Sicherstellung der Nahrungsversorgung zu eben dieser entwickeln. Wie der Artgenosse in seinem großartigen YouTube-Video ,,Hey Veganer, Fleisch hat uns intelligent gemacht auf den Punkt bringt, war es weniger das Fleisch, sondern zu Beginn eher das Erhitzen der Nahrung und später der Ackerbau, der unser Überleben sichern konnte. Es mag sein, dass auch die Jagd an sich und das damit verbundene agieren und kommunizieren in der Gruppe dazu beigetragen hat, dass sich unser Gehirn weiterentwickelt hat. Aber auch diese Evolution scheint mittlerweile abgeschlossen zu sein und selbst wenn Fleisch zu irgendeinem Zeitpunkt eine Rolle in der Evolution des Menschen gespielt hat, hat es für die Gegenwart keine Relevanz mehr. Wir werden nicht mehr intelligenter, wenn wir weiterhin Fleisch essen und wir entwickeln uns auch nicht zurück, wenn wir damit aufhören. Der reine Nährwert von Fleisch ohne entsprechende genetische Veranlagung und andere Einflussgrößen kann ohnehin kaum zu einer Entwicklung wie jener des Menschen führen. Denn wenn Fleisch alleine so viel bewirken könnte, würden Löwen und andere Raubtiere heute ebenfalls ähnlich schlau wie wir sein. Aber zurück zu den Hochkulturen, die wie wir komplexe soziale Strukturen, Schrift, Sprache und Kalenderwesen hatten und damit wesentlich weiter entwickelt waren als Menschen in der Altsteinzeit. Jede Hochkultur hat Ackerbau betrieben und sich dementsprechend kohlenhydratbetont ernährt. Gesättigte Fette, Cholesterin, Östrogenen & andere Wachstumshormone Der über Jahrtausende hinweg anhaltende Verzehr von stärkehaltigen Getreiden und Wurzeln hat außerdem dazu geführt, dass wir Menschen von allen Tieren den höchsten Gehalt an Amylase im Speichel und im Verdauungstrakt aufweisen. Das erleben wir ja auch beim Konsum von Milch, die viele skandinavische Bevölkerungsgruppen heute besser spalten können als andere Bevölkerungen, die historisch nie oder sehr selten im Erwachsenenalter getrunken haben. Im Gegensatz zum Getreide kommt die Milch allerdings mit jeder Menge gesättigter Fette, Cholesterin, Östrogenen und anderen Wachstumshormonen im Paket, an welche sich unser Organismus nicht im selben Maße adaptieren konnte und von daher würde ich trotzdem weiterhin von Milch abraten. Aber zurück zur Amylase. Amylase ist ein stärke-spaltendes Enzym, welches uns erlaubt, die Stärke im Getreide abzubauen und damit für uns verwertbar zu machen. Wenn wir physiologisch dazu gemacht wären, kohlenhydratarm bzw. ohne Getreide zu leben, warum sollten wir dann so beachtliche Mengen dieses Enzyms im Körper haben? Wie uns die Geschichte zeigt, wurden seit jeher Getreide im Orient, Reis in Ost-Asien, Mais in Mittelamerika und Kartoffeln in den Anden angebaut und als Grundnahrungsmittel verzehrt. Im Rahmen der Evolution passen sich Lebewesen an die Bedingungen der Außenwelt an. Und so haben wir über die Jahrtausende hinweg die Fähigkeit entwickelt, optimal mit einer kohlenhydratreichen Ernährung zu funktionieren. Vitamin C in vielen Obst- und Gemüsesorten Im Gegensatz zu ,,richtigen Fleischessern können Menschen auch Vitamin C nicht selbst bilden und sind dadurch auf die Zufuhr von Vitamin C durch die Nahrung angewiesen. Während Muskelfleisch, Milch und Eier beinahe frei von Vitamin C sind, finden wir dieses Vitamin in großer Menge in vielen Obst- und Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika, Orangen, Zitronen, etc. Wenn wir also dem Beispiel der Paleoanhänger folgen und einen Blick zurück in die Geschichte werfen, kommen wir unweigerlich zum Ergebnis, dass sowohl jede Hochkultur unserer Geschichte als auch jene Bevölkerungsgruppen mit den meisten Hundertjährigen stets eine pflanzenbasierte, kohlenhydratreiche Ernährungsweise praktiziert haben. Warum sollten wir also etwas anderes tun? Aber der Mensch brauch doch Proteine?! Ja, der Mensch benötigt auch Proteine für seine Entwicklung. Die Frage ist aber eher, ob er tatsächlich so viel davon braucht, wie uns die Werbung und andere Medien suggerieren. Dass die menschliche Muttermilch im Gegensatz zu allen anderen Muttermilchsorten von Kuh, Schaf und Ziege über Ratte und Katze einen im Durchschnitt doppelt bis dreifach so hohen Kohlenhydratgehalt und nur einen viertel bis halb so hohen Proteingehalt hat, legt den Schluss nahe, dass wir Kohlenhydrate sehr gut verwerten können und diese auch in großer Menge brauchen. Außerdem zeigt es uns, dass die Rolle von Protein wohl ein wenig überschätzt wird. Immerhin ist die Muttermilch jenes Lebensmittel, dass sich in der Evolution am besten an die Bedürfnisse des Menschen angepasst hat und einen Menschen in jener Zeit, in der das schnellste Wachstum erfolgt, optimal versorgt. Wenn man besonders ,,natürlich leben möchte, kann man außerdem mal versuchen, mit seinen von der Natur gegebenen ,,Klauen und ,,Reißzähnen ein beliebiges Tier zu erlegen, ihm das Fell abzuziehen und seine Organe und sein Fleisch zu verzehren. Das wird zum einen ziemlich schwierig werden und zum anderen nicht besonders lecker schmecken. Man könnte aber auch die ,,natürlichen Instinkte eines Kleinkindes testen und es zusammen mit einem Kaninchen und einem Apfel unter Aufsicht in einen Raum geben. Wenn das Kleinkind dann hungrig wird, können wir ja testen, ob es mit dem Apfel spielt und das Kaninchen isst oder umgekehrt. Um eine Kontrollgruppe zu erhalten, können wir den Versuch dann auch mit einem jungen Löwen durchführen und testen, wen das Löwenbaby essen wird. Dann werden wir Zeuge von natürlichen Instinkten. Ernährungsempfehlungen bilden vollwertige Getreide, Gemüse und Obst Aber auch wenn wir den Blick weg von der Geschichte und unseren physiologischen Merkmalen hin zu unserer heutigen Zeit richten, gleicht sich das entstehende Bild. Wenn wir uns daran orientieren, was nationale und internationale Ernährungsgesellschaften raten, kommen wir ebenfalls zu einem Bild, das nicht weiter von einer ,,Low Carb- Ernährung entfernt sein könnte. Egal ob wir die Ernährungspyramide bzw. den Ernährungskreis der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) oder die ,,My Plate-Richtlinien der AND (Academy for Nutrition and Dietiteics) betrachten, werden wir stets sehen: Die Basis der Ernährungsempfehlungen bilden in beiden Fällen vollwertige Getreide, Gemüse und Obst. Die ,,My Plate-Richtlinien sind außerdem die weltweit ersten Ernährungsrichtlinien einer offiziellen (und der weltweit größten) Ernährungsgesellschaft, die keine explizite Empfehlung für irgendeine Art von Fleisch aussprechen. Sie empfehlen lediglich eine ,,Protein-Kategorie und überlassen es dabei der einzelnen Person, ob es sich dabei um pflanzliches oder tierisches Protein handelt. Eine ,,Low Carb-Ernährung wird dabei von keiner einzigen Gesellschaft empfohlen. Lebensmittel als Gesamtpaket Abgesehen von den ökologischen und ethischen Auswirkungen einer fett-protein-betonten Ernährungsweise mit einer großen Menge an tierischen Produkten geht diese Ernährungsweise auch mit einer Reihe an gesundheitlichen Nachteilen einher. Es stimmt natürlich, dass wir langkettige Omega-3-Fettsäuren in Fischen, Eisen und Zink in Fleisch und Kalzium in der Milch finden. Aber Lebensmittel kommen immer als Paket auf unseren Teller. Das heißt, wir essen ja keine Stoffe wie ,,Kalzium oder ,,Omega-3-Fettsäuren, sondern wir essen ganze Lebensmittel. Und so kommen jene durchaus wünschenswerten Inhaltsstoffe mit jeder Menge Begleitsubstanzen. Und auch von vermeintlich wichtigen Inhaltsstoffen wie Protein und Eisen können wir zu viel bekommen, wenn wir größere Mengen an tierischen Produkten konsumieren. Denn abgesehen vom Überfluss an jenen Proteinen und Eisen sowie (gesättigten) Fetten und Cholesterin verpassen wir außerdem die Chance, über den Tag verteilt ausreichend Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse im Rahmen unserer Kalorienbilanz zu essen und riskieren so einen zusätzlichen Mangel an Ballaststoffen, Antioxidantien, Vitamin C, Folsäure, sekundären Pflanzenstoffen und weiteren Substanzen, die hauptsächlich in pflanzlichen Produkten vorkommen. Es ist also auch immer eine Frage der ,,Opportunitätskosten, denn mit jeder weniger gesunden Mahlzeit entgeht uns auch die Chance auf eine gesunde. Zahlreiche Untersuchungen der letzten zwei Jahrzehnte haben den Zusammenhang zwischen tierischem Häm-Eisen und dem Auftreten von Metabolischem Syndrom, Diabetes Mellitus Typ II und kardiovaskulären Erkrankungen gezeigt. Überall wird dazu geraten, gesättigte Fette zu reduzieren Seit Angel Keys und Kollegen vor knapp einem halben Jahrhundert gezeigt haben, dass der Konsum von gesättigten Fetten den Cholesterinspiegel erhöht und dieser das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigert, ist es internationaler Konsens geblieben, dass der Konsum von gesättigten Fetten in der Ernährung reduziert werden soll. Und auch wenn Anhänger von Paleo und Atkins und einige Autoren wie Nina Teichholz anderes in ihren Büchern schreiben, ändert das nichts daran, dass jede offizielle Organisation ihnen widerspricht. Egal ob wir in die Positionspapiere der AND, der DGE, der FAO oder der WHO ansehen: Überall wird dazu geraten, gesättigte Fette (und damit tierische Produkte) zu reduzieren. Wer bei einem so starken internationalen Konsens weiterhin anderer Meinung ist, glaubt vielleicht auch noch daran, dass die Erde eine Scheibe ist. Dr. Atkins, der Begründer der ,,Atkins Diät, einer ,,Low Carb-Ernährungsform, deren Bücher zu weltweiten Bestsellern wurden, erlag übrigens selbst am Ende seiner eigenen Ernährungsformel. Das Wall Street Journal veröffentlichte in 2007 die Autopsieberichte des in 2003 verstorbenen Ernährungsgurus, die zeigten, dass auch Dr. Atkins unter Bluthochdruck litt und letztendlich an einem Herzinfarkt starb und zum Zeitpunkt seines Todes über 10 Kilogramm Übergewicht hatte.Darüber hinaus erhöht eine fettbetonte Ernährung (und dazu zählt jede ,,Low Carb-Ernährung) die Insulinresistenz in der Zelle und erhöht damit zusätzlich das Diabetesrisiko. Es sind also nicht die Glucose im Blut (Blutzuckerspiegel), die das eigentliche Problem darstellt, sondern die mangelnde Insulinsensitivität der Zelle, mit der Typ-II-Diabetiker aufgrund der Anhäufung von sogenannten ,,intrazellulären Lipiden kämpfen, welche durch Übergewicht und eine Fettbetonte Ernährung gefördert werden. Natürlich kann man die Symptome des Diabetes unterbinden, indem man keine Kohlenhydrate verzehrt, aber wie wäre es denn, die Ursache zu beheben und damit die eigentliche Erkrankung zu reversieren? Im zweiten Teil sprechen wir darüber, wie kohlenhydrat betonte Ernährungsformen außerdem vielen Erkrankungen vorbeugen und diese stoppen können und warum wie unser Verständnis von „Natürlichkeit“ uns selbst im Weg steht, uns gesund zu ernähren. Der Beitrag High Carb ist das neue Low Carb (1/­­2) erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Unsere liebsten Superfoods: Infos, Produkttipps und Einkaufsquellen

9. Dezember 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Unsere liebsten Superfoods: Infos, Produkttipps und EinkaufsquellenSuperfoods sind seit einiger Zeit absolut im Trend. Produkte wie Chiasamen findet man sogar schon bei Aldi & Co., der Drogeriemarkt DM bietet in Kooperation mit dem Veganz eine ganze Reihe an Superfoods wie Gojibeeren, Maca, Kakaonibs, Hanfsamen, Maulbeeren, Matcha Tee oder Quinoa an. Ebenfalls reichlich fündig wird man in Bioläden und veganen Supermärkten sowie in zahlreichen Onlineshops. Inzwischen gibt es nicht nur die eben genannten und weitere Superfoods pur zu kaufen, sondern auch als Zutat in Riegeln, als Pudding (Chia-Pudding z.B.), in Trinkmischungen, in Proteinpulvern, Smoothies und vielen weiteren Produkten. Keine Frage: Superfoods sind in! Aber warum eigentlich und was genau sind Superfoods? Was sind Superfoods? Superfoods sind Lebensmittel mit einer besonders hohen Dichte an bestimmten Nährstoffen. Chiasamen beispielsweise haben einen hohen Anteil an den wichtigen Fettsäuren Omega-3. Gleichzeitig bieten sie viele Antioxidanzien und haben einen sättigenden Effekt. Gojibeeren enthalten alle essenziellen Aminosäuren, sehr viel Vitamin C und E sowie B, 21 wichtige Spurenelemente und viel Eisen - daher gelten Gojibeeren als eines der wertvollsten Lebensmittel der Welt. Ein wahrer Superfoods-Klassiker ist Kakao. Wohl kein Lebensmittel enthält mehr Antioxidantien, insgesamt 621 - Blaubeeren zum Vergleich enthalten nur 32. Lucuma, ein Superfoods das sich gut zum Süßen und Andicken von Süßspeisen eignet, enthält unter anderem einen hohen Anteil an Niacin, ein Mineralstoff, der hilft, den Cholesterinspiegel zu regulieren. Zudem jede Menge B-Vitamine, Beta-Carotin, komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Diese Aufzählung könnte man jetzt ewig weiterführen, aber ich denke ein paar Beispiele reichen zur Veranschaulichung erst mal aus. Superfoods letztlich Früchte, Wurzeln, Algen und weitere Lebensmittel, deren Konsum sich gesundheitlich positiv auswirkt. Kein Wunder, dass die meisten Superfoods nicht selten schon seit Jahrhunderten auch in der Medizin eingesetzt werden. Zwar mag der Begriff Superfoods relativ neu sein, für die Lebensmittel an sich gilt das nicht. Im Gegenteil waren sie häufig schon vor 3.000 Jahren oder mehr Grundnahrungsmittel oder Heilmittel. Regionale Superfoods Die meisten eben aufgezählten Superfoods kommen von weit her, zum Beispiel aus den Anden oder Afrika. Sie werden daher hierzulande vor allem in Pulver- oder Kapselform angeboten, weil dieses natürlich deutlich länger haltbar und leichter zu transportieren ist. Nun muss man aber gar nicht unbedingt nur auf solche exotischen Superfoods zurückgreifen, auch quasi vor der eigenen Haustür findest du Superfoods wie Löwenzahn, Giersch, Rote Bete, Grünkohl oder Johannisbeeren. Auch solche und viele weitere heimische Lebensmittel darf man als Superfoods bezeichnen, weil sie genauso wie die oben genannten exotischen Superfoods eine besonders hohe Dichte an wertvollen Nährstoffen enthalten. Wir haben sie bislang einfach nur nicht als Superfoods bezeichnet, verdient hätten sie es aber allemal. Wie verwende ich Superfoods? Ich versuche so viele heimische Superfoods wie möglich auf meinen Speiseplan zu setzen, ergänze diesen aber gerne durch das eine oder andere exotische Superfoods. Begeistert bin ich von Chiasamen, weil sie supergesund und vielfältig zu verwenden sind. Gerade morgens gibt es bei mir fast täglich Chia: Als Pudding oder als Zugabe in Smoothies, Müslis oder Overnight Oats. Dazu gibt es statt Kaffee einen Matcha Latte oder einfach Matcha mit Reis-Kokos-Drink und einem Stück gefrorener Banane (im Mixer ordentlich durchmixen). Und im selbstgemachten Müsli findest du bei mir eigentlich immer Kakaonibs, Kokosraspeln, gerösteten Buchweizen, gepoppten Amaranth und Gojibeeren oder Maulbeeren. Meine Superfoods-Favoriten Für den Superfoods-Start habe ich noch ein paar Produkttipps: Keimling Superfoods Set: Gut als Starterset, weil mit Maca, Moringa und Gerstengras drei wertvolle Superfoods enthalten sind, die man mal ausprobieren kann. Moringa beispielsweise wird von einem afrikanischen Baum gewonnen, der auch als  Baum des Lebens bezeichnet wird. Alle Teile des Baumes werden verwendet, von der Wurzel über die Rinde bis hin zu Früchten und Blättern.    Lifefood Lifebars: Superleckere und supergesunde Energie-Riegel, die ich gerne unterwegs dabei habe - damit ich nicht auf die doofe Idee komme, meinen Hunger mit Pommes zu stillen ;-). Aber im Ernst: Die Lifebars gibt es in Sorten wie Açai+Banane, Blaubeere+Quinoa, Berry+Maca+Baobab und viele mehr. Gute Inhaltsstoffe und ein richtig guter Geschmack.   Pureraw MaKao: Pureraw hat eine Menge toller Produkte, und eines davon liebe ich besonders im Winter: den MaKao. MaKao ist eine Wortschöpfung aus Maca und Kakao. Außerdem sind noch weitere Superfoods wie Lucuma, Carob und Vanille enthalten. Eine richtig gesunde Alternative zu all den Trinkkakao-Mischungen aus dem Supermarkt. Wird einfach mit Nussmilch angerührt und fertig.   Organic Super Green Mix von Your Superfoods: Your Superfoods bieten feine Dosen mit gesundem Inhalt, Mischungen aus verschiedenen Superfoods in Pulverform, die man beispielsweise einem Smoothie zugeben kann. Der Vorteil dieser fertigen Mischungen ist, dass sie vernünftig in Hinblick auf Geschmack und Nährstoffe zusammengestellt worden sind. Gar nicht so einfach bei der Vielzahl an Superfoods. Der Super Green Mix passt natürlich perfekt zu jedem grünen Smoothie. Your Superfoods haben zudem noch so einige andere Mixe und Protein-Pulver.   Chiasamen von Sachia: Für Chiasamen-Fans wie mich gibt es inzwischen ein riesiges Angebot an entsprechenden Produkten. Mir gefallen die Chiasamen von Sachia gut, nicht zuletzt weil man sie in günstigen Nachfüllpacks bekommt. Die Dosen find ich praktischer als Tüten, in denen Chiasamen oft verpackt sind. Bei Sachia bekommt man weiße und schwarze Chiasamen, hier gibt es leichte Unterschiede bei den Nährwerten. Chia-Pudding ist eines meiner Lieblings-Frühstücks.   Matcha-Tee von Keimling: Bei mir gibt es morgens zum Chia-Pudding (oder einem anderen leckeren veganen Frühstück) keinen Kaffee, sondern Matcha. Und das in verschiedenen Varianten, z.B. einfach kalter Reis-Kokos-Drink mit einem halben Teelöffel Matcha in den Mixer, dazu manchmal noch eine Dattel. Macht wach und schmeckt echt gut. Für diese Zwecke reicht der etwas günstigere „Matcha Classic“ völlig aus.   Goodsport Riegel: Nicht nur für Sportler sind die Superfoods-Riegel von Goodsport eine gute Sache, mir schmecken die auch an Tagen, an denen ich keinen Sport mache (also fast täglich ;-)). Aber im Ernst: Super Inhaltsstoffe und tatsächlich richtig lecker, was bei Funktions-Riegeln nicht gerade immer der Fall ist. Wo kaufe ich Superfoods ein? Wie gesagt, inzwischen sogar im Drogeriemarkt oder beim Discounter, ansonsten natürlich im Bioladen oder im veganen Supermarkt. Wer gerne online bestellt, für den habe ich abschließend noch ein paar Onlineshop-Tipps: Keimling Naturkost : Hat ein riesiges Angebot an Superfoods und Produkten mit Superfoods. Bei Keimling wird Wert auf Rohkost- und Bioqualität gelegt. Pureraw : Bei Pureraw gibt es vor allem tolle Eigenprodukte, die man sonst nirgendwo bekommt. Lifefood : Gute Produkte, vor allem die Lifebars finde ich genial lecker und gesund. Goodsport Riegel : Richtig gute Energie-Riegel, besonders für Sportler. Schmecken gut und sind absolut sinnvoll zusammengestellt. Nu3 : Große Auswahl an Superfoods, mit Eigenmarke. Your Superfoods : Tolle Superfoodsmischungen für Smoothies, Müslis etc. Naturarten : Gesunde Müslis mit gekeimten Superfoods, fantastische Pestos und mehr Boutique Vegan: Großer Onlineshop mit einer Extrakategorie für Superfoods und Nahrungsergänzungsmittel. Alles vegetarisch: Riesen Onlineshop, der auch eine große Auswahl an Superfoods bietet. Reformhaus Shop : Der Onlineshop der Reformhäuser bietet ebenfalls eine große Auswahl an Superfoods an. Das waren einige Basic-Infos zum Thema Superfoods. Ich hoffe, du kannst einige Tipps und Infos gut gebrauchen. Wenn du magst, schreib doch in den Kommentaren, was dein liebstes Superfoods ist, und was du damit machst. Hast du weitere Tipps, wo man gut Superfoods kaufen kann? Immer her damit! Danke! 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Vitaminbooster Nüsse - von Mandeln, Macadamia und Cashewkernen

18. November 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Vitaminbooster Nüsse - von Mandeln, Macadamia und CashewkernenBestimmt hat jeder von euch schon einmal gehört, dass Nüsse gesund sind. Aber welche Nüsse gibt es eigentlich – und weshalb sind sie überhaupt gesund? Nüsse sind Kraftpakete in Mini-Format Nussfrüchte sind übrigens Schließfrüchte, bei denen alle drei Schichten der Fruchtwand verholzen, wobei meist nur ein einzelner Samen umschlossen wird. Man unterscheidet Nüsse im botanischen Sinn, wie z.B.: - Buchecker - Walnuss - Edelkastanie - Eichel - Erdnuss - Hanfnuss - Haselnuss - Macadamianuss um nur die bekanntesten zu nennen. Hingegen gibt es die sogenannten Steinfrüchte, bei der nur die innere Fruchtwand verholzt und die außen mit einer weichen Hülle umgeben sind. Im botanischen Sinn wären das also keine „echten“ Nüsse. Dazu gehören u.a: - Cashewnuss - Erdmandel - Kokosnuss - Mandel - Muskatnuss - Pekannuss - Pistazie Nüsse senken durch ihre mehrfach ungesättigten Fettsäuren nachweislich den Cholesterinspiegel im Blut und stabilisieren den Zuckerwert. Sie senken das Risiko an Magen- und Prostatakrebs zu erkranken, und schützen Blutgefäße und Herz. Wegen des hohen Fettgehalts sollte man bei Nüssen jedoch auch etwas auf die Menge achten, die man zu sich nimmt…  Meine drei Lieblingsnüsse sind übrigens Walnüsse, Pistazien und Mandeln. Walnüsse Denke ich an Nüsse, fallen mir zuerst Walnüsse ein. Geht euch das vielleicht auch so? Bei uns gab es in der Winterzeit immer Walnüssen – und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir abends immer Nüsse „geknackt“ haben. Die Zusammensetzung der enthaltenen Fette macht die Walnuss einzigartig im Vergleich zu ihren Nuss-Kollegen. Sie ist besonders reich an lebensnotwendigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und besitzt zudem den höchsten Gehalt an Alpha-Linolensäure. Walnüsse liefern zahlreiche Vitamine, sowie Kalium, Zink und Pantothensäure. Um ein feines Nussaroma zu bekommen, verwende ich Walnüsse am liebsten im Salat und in Waffeln. Pistazien Diese eigentlich „unechte“ Nuss ist eine gute Quelle für Vitamin E, Vitamin B1, Folsäure, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Pistazien enthalten Ballaststoffe, Vitamin B und reichlich Polyphenol-Antioxidanzien. Der Geschmack der Pistazie hat ein leichtes Mandelaroma, weshalb sie auch ,,Grünmandel genannt wird. Ich verwende Rohkost-Pistazien am liebsten in Pestos oder Dips. Mandeln Die Mandel ist eine ganz feine – allerdings auch „unechte“ Nuss ;-). Ihr edles Aroma macht sie zu einem perfekten Zutat in Schokolade und Kuchen. Die Mandel ist recht üppig: 30 Gramm Mandeln entsprechen ca. 200 kcal – allerdings ist der Sättigungseffekt auch dementsprechend. Hier gilt also auch: eine Handvoll genügt! Mandeln enthalten u.a. Tryptophan – ein Vorläufer des Neurotransmitters Serotonin, das für Entspannung sorgt. Mandeln liefern zudem Vitamin E, Vitamin B und einfach ungesättige Fettsäuren, die dazu beitragen können das „böse“ Cholesterin (LDL-Spiegel) zu senken und das „gute“ Cholesterin (HDL-Spiegel) erhöhen. Ich verwende Mandeln hauptsächlich um mir Mandelmus und Mandelmilch selbst herzustellen. Experten-Meinung Wir haben unseren Redakteur und Ernährungsberater Niko Rittenau zum Thema Nüsse befragt: Foto: Claudia Weingart „Nüsse sind wertvolle Lebensmittel und ich empfehle täglich eine Handvoll in Rohkostqualität (optimalerweise eingeweicht) zu essen. Einzig ihr etwas ungünstiges Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren ist nachteilig, weshalb man zusätzlich auch vermehrt gute Omega-3-Quellen wie Mikroalgen, Hanfsamen und Chiasamen konsumieren sollte, um in etwa auf ein Verhältnis von 1 zu 4 (Omega 3 zu Omega 6) zu gelangen.“ Top-5 Nuss-Produkte Ich habe mich in den letzten Wochen ein wenig durch die „Nuss-Abteilung“ probiert und möchte hier meine fünf Lieblingsprodukte vorstellen: 1. Pistazien von Keimling 100 Gramm: 6,50 Euro Pistazien sind für mich der ideale Pausensnack. Sie sind auch meine Lieblinge unter den Nüssen. Dank der ungesättigten Fettsäuren sind sie eine echte Vitalquelle. Ungeröstet, ungesalzen – und aus Spanien! Mein Tipp: Ich verwende eine kleine Handvoll Pistazien, um einen „erdigen“ Salat aus Rote Beete, Birne und Feldsalat ein wenig „aufzupeppen“. Dafür die Pistazien ganz kurz in einem Blender häckseln – wirklich nur kurz, damit es keine Mehl wird! Hier der Link: http:/­­/­­www.keimling.de/­­pistazien.html 2. Cashewkerne von Keimling 200 Gramm: 7,95 Euro Diese Cashewkerne stammen aus Indonesien. Sie sind besonders reich an Tryptophan (essentielle Aminosäure) und liefern zudem Mineralien und Enzyme. Ein absoluter Klassiker in der veganen Küche ist rohköstlicher Käse aus Cashewkernen. Mein Rezept-Tipp: Schokomousse aus Cashewkernen Zutaten: 100 g Cashewkerne 100 ml Sojamilch 10 g Kokosöl 2 EL Kakaopulver 2 EL Agavendicksaft 1 Vanilleschote 2 TL Flohsamen-Schalen 1 Orange - Die Cashewkerne für ca 20 Minuten im Wasser einweichen und im Anschluss mit der Sojamilch, dem Kakaopulver, dem Agavendicksaft und dem Mark einer Vanilleschote in einen Mixer geben. Für eine Minute auf höchster Stufe mixen. - Die Masse in eine Schüssel geben. Jetzt die Flohsamen-Schalen unterheben und für 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Orangen filetieren. - Die Schokomousse in einen Spritzbeutel geben und mit einem großen Aufsatz in 2-3 kleine Gläschen schichten. Dabei jeweils eine Schicht Schokomousse und eine Schicht Orangenfilets anrichten. Mit einem Minzblatt garnieren. Hier der Link: http:/­­/­­www.keimling.de/­­cashewkerne-ohne-haut.html (Foto + Rezept von Keimling) 3. Mischmus 4 Nuts von Rapunzel 250 Gramm: 6,99 Euro Mittlerweile gibt es ja eine solche große Auswahl an Nussmusen, dass ich mich schwer für eins entscheiden kann. Dieses Mischmus mag ich derzeit besonders – da es gleich vier verschiedene Nüsse enthält: Erdnüssse, Haselnüsse, Mandeln und Cashewnüsse. Wie immer bei Rapunzel, aus biologischem Anbau und ohne Zusätze. Mein Tipp: Dieses Mus ist sehr vielseitig verwendbar. Ich mag es besonders zur Verfeinerung meiner Salat-Dressings oder in einem Smoothie mit Banane und Hafermilch. Hier der Link: https:/­­/­­shop.rapunzel.de/­­produkte/­­brotaufstriche-nussmus/­­nussmus-100-nuss/­­2085/­­mischmus-4-nuts  4. Walnussöl von Bio Plan?te 100 ml: 7,17 Euro Dieses Walnussöl ist geschmacklich wirklich köstlich. Es hat nicht nur ein feines Aroma, sondern ist auch reich an Omega-3-Fettsäuren. Übrigens: die Walnusskerne für das Öl werden in der urigen Landschaft Moldawiens geerntet. Mein Tipp: Dieses Öl passt sehr gut zu einem ganz flotten Salat aus zwei geraspelten Äpfeln und einer kleingeschnittenen Fenchelknolle. Dazu ist ein Dressing aus 2-3 Esslöffeln Walnussöl und einem Esslöffel Zitronensaft seeehr lecker! Hier der Link: https:/­­/­­www.amazon.de/­­Bio-Walnuss%C3%B6l-ger%C3%B6stet-Plan%C3%A8te-100/­­dp/­­B005K8WXEI 5. Bio-Mandeln von Lifefood 100 Gramm: 5,09 Euro Ich liebe den Duft und den Geschmack von Mandeln – deshalb sind sie in meiner Küche immer vorrätig. Diese Mandeln von Lifefood sind in bester Rohkostqualität und werden in Spanien angebaut. Mein Tipp: Am besten ihr habt immer ein Vorratsglas gefüllt mit Mandeln im Haus – denn damit lässt sich viel anfangen. Mit diesen Rohkost-Mandeln ist z.B. eine Mandelmilch easy-peasy hergestellt.  Und so gehts: Zutaten: - 200 g Mandeln - 1 Liter Wasser Zubereitung: Die Mandeln in einer Schüssel über Nacht in Wasser einweichen. Am anderen Tag das Wasser abschütten. Die Mandeln mit einem Liter Wasser in einen Mixer geben und 1-2 Minuten mixen. Anschließend ein Wäschenetz über ein Gefäß stülpen und die Masse hinein geben. Das Netz vorsichtig und langsam herausnehmen und auswringen. Fertig! Hier der Link: https:/­­/­­www.lifefood24.de/­­Lebensmittel/­­Nuesse-und-Samen/­­Bio-Mandeln.html *** Gewinnspiel *** Wir verlosen 3 x 1 „Mix Nuss Pur“ von Keimling. Mit Mandeln, Paranusskernen, wilden Erdnüsse, wilden Pekannusskernen, Cashews und Macadamianusskernen. Ihr möchtet am Gewinnspiel teilnehmen? Dann hinterlasst einen Kommentar oder Gruß unter diesem Artikel, bei Facebook unter dem Post oder bei Instagram unter dem Bild und sagt uns, warum ihr gewinnen möchtet. Das ,,Liken und ,,Teilen ist natürlich willkommen, aber keine Bedingung. Das Gewinnspiel endet 23. November 2016 um 12 Uhr. Die Gewinner werden ab dem 23. November 2016. August nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Die Geschenkaktion steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Gewinnberechtigt ist jeder Facebook-User aus Deutschland ab 18 Jahren, der unsere Geschenkaktionanweisungen befolgt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Deine Daten werden ausschließlich im Rahmen der Geschenkaktion genutzt, um die Gewinner zu ermitteln und zu informieren. Fotos mit freundlicher Genehmigung von Keimling.   Der Beitrag Vitaminbooster Nüsse – von Mandeln, Macadamia und Cashewkernen erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Die Wunderpflanze: Die Süßlupine erobert Deutschland

14. Oktober 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Die Wunderpflanze: Die Süßlupine erobert Deutschland  Es gibt viele Gründe die Süßlupine zu kennen und zu genießen. Die Pflanze, die auch in Deutschland heimisch ist, hat neben mehr als 30% Eiweißanteil auch einen hohen Ballaststoffanteil zu bieten und enthält die Vitamine B1 und A sowie die Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Magnesium. Nicht nur für Sportler ein Muss, sondern wegen ihres himmlisch leicht nussigen Geschmacks auf jedem Speiseplan eine Bereicherung. Kleine Einführung in die Welt der Lupine: Die Geschichte der Lupine reicht Jahrtausende zurück. Im Mittelmeerraum werden Lupinen schon lange Zeit geschätzt. Nicht nur ihres hohen Nährwertes wegen, auch für die Natur ist sie ein wahrer Segen. Sie hübscht die Landschaft durch ihre Farbenvielfalt auf und lockert überdies noch die Böden auf und reichert diese mit Nährstoffen an. Die Lupine gehört zu der Familie der Hülsenfrüchte. Ihre wertvollen Lupinensamen, auch Lupinenkerne oder Lupinenbohnen genannt, sind erbsengroß und enthalten – abhängig von der genauen Sorte – sagenhafte 36 – 48% Eiweiß welches alle essenziellen Aminosäuren enthält, unter anderem Lysin. Unterscheiden muss man die Süßlupinen und die Lupinen. Während die Lupine die ursprüngliche Pflanze ist, ist die Süßlupine eine Zuchtform die Anfang des 20 Jhd. entstanden ist. In der Süßlupine wurden die Bitterstoffe (Alkaloide) auf ein Minimum herausgezüchtet, sodass die Samen der Pflanze auch ohne tagelanges herauswaschen der Bitterstoffe genießbar sind. Wenn also von der essbaren Lupine die Rede ist, ist immer die Süßlupine gemeint. Was kann die Süßlupine? Ein kurzer Steckbrief: – heimischer und gentechnikfreier Anbau – hoher Eiweißgehalt von über 35 Prozent – enthält alle acht essenziellen Aminosäuren – Eiweiß wirkt basisch im Körper – Anteil von 85 Prozent der gesunden, ungesättigten Fettsäuren am Gesamtfett – Ballaststoffanteil von 15 Prozent – enthält u. a. die Vitamine B1, A und Kalium, Kalzium und Magnesium Außerdem ist die Lupine: – glutenfrei – laktosefrei – cholesterinfrei – zuckerfrei – und natürlich rein pflanzlich Der Vergleich zu Soja: All diese Eigenschaften ähneln sehr der Sojapflanze. Auch der Nährwerte sind fast gleich. Auszug aus wikipedia.org Zu was also greifen? Der Vorteil von Soja ist klar das große Produktangebot. Von Sojamilch über Sojajoghurt, Tofu und allerlei Fertigprodukten gehören Sojaprodukte mittlerweile in fast jedem Supermarkt und sogar im Discounter zur Standardbestückung. Diese hohe Verbreitung macht es jedem vegan/­­vegetarisch Interessierten leicht, an diese Produkte zu kommen. Reformhäuser, Bio -und Vegan-Supermärkte halten überdies noch eigene und exklusivere Marken und Produkte in verschiedensten Variationen im Angebot. Was der große Vorteil ist, stellt auf der anderen Seite jedoch auch einen großen Nachteil dar. Soja ist unlängst zum Massenprodukt geworden. Der großflächige Sojaanbau laugt die Böden aus und es müssen immer wieder neue Anbauflächen erschlossen werden. Auch die Sojaverarbeitung wird auf Massenproduktion und Effizienz umgestellt. Somit bleibt vom ursprünglich gesunden Produkt, in der Regel nicht mehr viel nährstoffreiches übrig und die Umwelt wird belastet. Die Ausnahme bilden handverarbeitete und exklusive Bio Produkte. Und dann ist da noch die Genmanipulation im Futtersoja. Der Großteil der Sojaernte wird für die Tierfuttermittelproduktion verwendet. Diese Sojabohnen sind gen-technisch verändert. Je nach Quellenangaben* sind bereits 80 bis 90% der Ernte gen-technisch verändert. Dieses Negativ-Image überträgt sich zunehmend auf das Image der Sojabohne insgesamt. Soja hat also derzeit nicht nur mit Imageproblemen zu kämpfen. Die Alternative: Lupine Die Lupine ist bezüglich gen-technischen Veränderungen völlig unbelastet und es sind keine Fälle einer solchen Veränderung bekannt. Zudem wächst sie heimisch und stellt keine hohen Ansprüche an den Boden. Im Gegenteil: Oft wächst die Süsslupine sogar auf kargen Böden, und benötigt keine oder nur wenig Düngung, denn ihr tief reichendes Wurzelsystem bindet Stickstoff. Dadurch sorgt die Lupine für eine natürliche Verbesserung der Bodenqualität, von der auch Folgefrüchte, die auf diesem Boden angebaut werden, profitieren. Aufgrund dieser guten Vorfruchteigenschaften leisten die Lupinen einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Landbewirtschaftung. Derzeit werden Süßlupinen vorwiegend im Norden Deutschlands angebaut und auch in Deutschland verarbeitet, was den CO2-Fuß-Abdruck deutlich begünstigt. Die Lupine bietet also einen echten CO2-Bonus. Aus der Bohne der Lupine lassen sich viele tolle Produkte verarbeiten: – Lupinenmehl – Lupinenkerne – Lupinencrunchy – Lupinenflocken – Lupinenmilch etc. gewonnen. Aus der Lupine lässt sich also alles zaubern, was das Herz begehrt: Von deftigen Lupinenschnitzeln und Steaks über leckere Shakes und Müsli bis hin zu Joghurts und Desserts. Alles voller pflanzlichem Eiweiß, hochwertigen Fetten und guten Kohlenhydraten. Auch in den Supermärkten findet die Süßlupine und aus ihr hergestellte Produkte immer mehr Verbreitung. Wir von Deutschland is (s)t vegan haben das Glück, dass wir uns schon seit Wochen durch die verschiedensten Lupinenprodukte durchprobieren und euch nun unsere 5 Highlights vorstellen können. Unsere Top 5 Produktempfehlungen 1. Lupinen Joghurt-Alternative Mango von MADE WITH LUVE Wer unter einer Laktoseintoleranz leidet oder keine Sojaprodukte verträgt, der ist ständig auf der Suche nach geeigneten sojafreien Joghurt-Alternativen. Wir haben die MADE WITH LUVE Joghurt-Alternativen für uns entdeckt. Sie basieren auf dem Eiweiß der Blauen Süßlupine und es gibt sie in fünf leckeren Sorten. Unser Favorit: Die exotische Sorte Mango. Das tolle an den Joghurt-Alternativen von MADE WITH LUVE: Sie sind nicht nur ohne Soja und vegan, sondern auch laktose-, gluten- und cholesterinfrei. Ihre cremige Konsistenz verdanken sie den veganen Joghurt-Kulturen (Str. thermophilus, L. bulgaricus), mit denen die Joghurt-Alternativen natürlich fermentiert sind. - Rein pflanzlich, ohne Gentechnik - Blaue Süßlupine aus heimischem Anbau - Mit Lupinen Eiweiß nach einem patentierten Verfahren, entwickelt am Fraunhofer IVV, Freising - Packungsgröße  500 g, in aus ausgewählten Supermärkten auch 150 g - Erhältlich bei zahlreichen Händlern und bei alles-vegetarisch.de ab 1,99  EUR (500 g-Becher) 2. BIO Süßlupinen Protein - gekeimt von PURYA  Gekeimte Süßlupine enthält viele Proteine mit allen essentiellen Aminosäuren, die der Körper nur mit der Nahrung aufnehmen kann. Proteine tragen zu einer Erhaltung und Zunahme der Muskelmasse bei. Wertvolle Nährstoffe, Vitamine und Enzyme werden erst durch die Keimung verfügbar gemacht. - 100% gekeimte Süßlupine - glutenfrei - Lupine aus kontrolliert biologischem Anbau - Packungsgröße  250 g - Erhältlich bei goodfood-shop.de ab 9,90 EUR 3. Lupinenmehl aus 100 % gemahlenen Süßlupinensamen von Govinda Süßlupinenmehl ist sehr reich an wertvollem pflanzlichem Protein und ist vielseitig einsetzbar. Dabei dient es nicht nur als Eiersatz, sondern auch als feine Zugabe zu Gebäck oder Smoothies. Gebäck oder Smoothies werden so auf natürliche und leckere Weise mit Protein angereichert. Zur Verwendung als Eiersatz einen Esslöffel Süßlupinenmehl mit 1 Esslöffel Wasser anrühren. Diese Menge ersetzt z.B. in Rührkuchen oder Mürbeteig 1 Ei. - 100% gekeimte Süßlupine - Geschmack: mild, ganz leicht süß - aus kontrolliert biologischem Anbau - als Eiersatz geeignet - Packungsgröße  300 g - Erhältlich bei govinda-natur.de ab 6,70 EUR 4. Lupinenkaffee von Naturata Wer weniger Kaffee trinken möchte und nicht nur Tee trinken möchte, der kann wunderbar köstlichen Lupinenkaffee genießen. Besonders lecker mit Hafer- oder Mandeldrink. Die Herstellung des Naturata Kaffees erfolgt in einem handwerklich arbeitenden Familienbetrieb im Schweizer Emmental. Das Verfahren wird wunderbar hier beschrieben. Der Lupinenkaffee kann außerdem zahlreichen Gerichten eine raffinierte, würzige Note geben. Einfach mal mutig ausprobieren. - Zutaten: 60 %, Roggen, Zichorien - aus kontrolliert biologischem Anbau - koffeinfrei - glutenfrei - Packungsgröße  100 g - Erhältlich bei shop.naturata.de ab 5,29 EUR 5. Bratfertige GYROS aus Süsslupinensamen von alberts Wer möchte nicht mal einen leckeren veganen Döner essen? Wir haben den von alberts probiert und möchten euch das Produkt mit Rezept empfehlen. Die Lupinen werden von Öko-Landwirten ihres Vertrauens direkt in unserer Region angebaut. Kurze Wege, hohe Qualität und Frische – garantiert ohne Gentechnik! - sojafrei - aus kontrolliert biologischem Anbau - Packungsgröße  200 g - Erhältlich bei alles-vegetarisch.de ab 3,59 EUR   Um die Vielfalt dieser Pflanze zu zeigen hat Christian Wenzel von christian-wenzel.com der Lupine ein Kompendium incl. großem Rezeptteil gewidmet und an deutschlandisstvegan.de exklusiv aus dem neuen Buch Vegan Kochen mit Lupine eines der besten Rezepte spendiert. Credit: Jan Wischnewski Photograph | Berlin „Lupinen Schoko Power Vorbereitungszeit: 10 Minuten Kühlzeit: 3 Stunden Stücke: 8-10 50 g getrocknete Datteln ohne Steine 50 g getrocknete Feigen 150 g vegane Zartbitterkuvertüre 50 g Lupinenflocken 200 g gemischte Nüsse und Kerne (nach Belieben) 40 g Sesam Die Datteln und die Feigen klein schneiden und in einem Blitzhacker fein pürieren. Die Kuvertüre hacken und über einem heißen Wasserbad schmelzen. Das Trockenfrucht-Püree, die Kuvertüre, die Lupinenflocken sowie die Nüsse und Kerne miteinander vermengen. Eine Kastenbackform oder eine Auflaufform mit Frischhaltefolie auslegen. Die Schokoladenmasse darin verteilen, mit Frischhaltefolie abdecken und flach drücken. Im Kühlschrank etwa 3 Stunden kalt stellen. Danach Masse mithilfe der Folie aus der Form stürzen und in Riegel schneiden. Den Sesam in einer trockenen Pfanne rösten und lauwarm abkühlen lassen. Die Riegel auf 2 gegenüberliegenden Seiten in den Sesam drücken und ggf. nochmals im Kühlschrank erkalten lassen. Pro Stück: kJ/­­kcal 1180/­­280 E 6,9 g K 18 g F 20,3 g BUCH TIPP: Weitere Rezepte im neuen Buch „Vegan Kochen mit Lupine“ von Christian Wenzel seit dem 10.10.2016 im Handel. Bestellen kannst du das Buch hier.  Hier geht es zum Trailer –> Fazit Genieße die sündenfreie und leckere Süßlupine in vollen Zügen und lasse dich von ihrer Charme verzaubern. Es gibt so viele Vorteile und tolle Produktvariationen. Wir sind uns sicher, wir werden von der Süsslupine noch viel hören.     Christian Wenzel ist der deutsche Personal Branding Experte & Consultant für die vegane Branche und Experte auf dem Gebiet vegane Fitnessernährung. Seit 2013 ernährt er sich vegan und war einer der ersten deutschen Freeathleten. Begeistert von der veganen Ernährungsweise und dem Bodyweight Training, merkte er schnell, dass er mehr Menschen von diesem Lifestyle und den vielen positiven Aspekten der Kombination „vegan & Bodyweight Training“ wissen lassen wollte. So entschloss er sich im Sommer 2013, seine Erfahrungen und sein Wissen im Netz zu teilen und gründete die Plattform vegan-freeletics.com. Seine Leidenschaft für die Süsslupine vollendet er in seinem neuen Buch „Vegan kochen mit Lupine“   Quellenangaben: http:/­­/­­www.transgen.de/­­anbau/­­460.gentechnisch-veraenderte-sojabohnen-anbauflaechen-weltweit.html) http:/­­/­­www.wwf.de/­­fileadmin/­­fm-wwf/­­Publikationen-PDF/­­WWF-Studie_­Sojaboom_­in_­deutschen_­Staellen.pdf Der Beitrag Die Wunderpflanze: Die Süßlupine erobert Deutschland erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Vegane Ernährung: Vollgas Vollkorn - aber richtig!

17. Juli 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Vegane Ernährung: Vollgas Vollkorn - aber richtig!10 einfache Tipps für mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Teil 4: Vollgas Vollkorn – aber richtig! Im letzten Beitrag haben wir über die  mit optimale Proteinversorgung bei veganer Ernährung gesprochen. Heute widmen wir uns dem Thema „Vollgas Vollkorn – aber richtig!“ Würde man durch eine beliebige Einkaufsstraße gehen und Passanten fragen, ob denn nun der braune Vollkornreis oder der geschälte weiße Reis gesünder wäre, würde wohl kaum jemand auf den letzteren tippen. Doch obwohl wir es besser wissen, greifen wir - aus Bequemlichkeit oder Geschmacksgründen - sehr häufig zu weißem Baguette, Pizza, Pasta, etc. Doch es ist nicht damit getan, einfach alles zu essen, wo ,,Vollkorn drauf steht. Warum ich trotzdem zu einer Ernährung mit dem vollen Korn rate und wie man diese korrekt umsetzt, besprechen wir nachfolgend. Ich stelle folgende These auf: Wir haben verlernt, unser Essen richtig zuzubereiten. Wir wissen zwar ganz genau, mit welchen Zubereitungsmethoden und Gewürzen wir unglaublich leckere Speisen zubereiten können, wir haben aber vergessen, wie man Lebensmittel wie Getreide und Hülsenfrüchte so zubereitet, dass sie tatsächlich so gesund und wertvoll für uns sind, wie man (zu recht) von Verfechtern der High Carb Ernährung hört. Ich empfehle aus gesundheitlichen, ökologischen und sozialen Beweggründen heraus ebenfalls eine sehr kohlenhydratbetonte Ernährung, die so viel frisches Gemüse und vollwertiges Getreide wie möglich und eine moderate Menge an Hülsenfrüchten enthält. Sollte der ein oder andere schon mal nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten Blähungen bekommen haben oder trotz eisen- ,magnesium- und zinkhaltiger Ernährung trotzdem schlechte Blutwerte haben, möge er oder sie den nachfolgenden Artikel bitte mit besonderer Aufmerksamkeit lesen. Was bedeutet überhaupt „vollwertig“? Vollwertig bedeutet im Fall von Obst, Gemüse und Getreide grundsätzlich, dass das jeweilige Lebensmittel weitestgehend in seiner Gesamtheit verzehrt wird. Bei Gemüse und Obst heißt das, die (wenn essbare) Schale zu verzehren und das Getreidekorn mitsamt seiner Randschichten (Vollkorn) zu essen, da knapp unter der Schale in vielen Fällen eine hohe Konzentration von Nährstoffen vorherrscht. Die ernährungsphysiologisch wichtigsten Komponenten des Getreides befinden sich in der Kleie und im Keim, welche bei der Verarbeitung zu Weißmehlprodukten Großteils entfernt werden1. Der von mir sehr geschätzte Prof. Dr. Claus Leitzmann hat es auf dem VegMed Kongress in Berlin in 2016 sehr gut auf den Punkt gebracht: ,,Obst und Gemüse zu schälen ist ein Kunstfehler. Wenn man vermehrt Vollkornprodukte zu sich nimmt, führt man automatisch mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe sowie eine kaum zu überblickende Vielfalt an sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien zu. Die Summe dieser Bestandteile führt unweigerlich dazu, dass man beim Ersetzen von Weißmehlprodukte durch vollwertige Lebensmittel gesünder wird und sein Risiko an einer Vielzahl an Erkrankungen signifikant senkt. Die Krankheit des „Westens“ Nein, ich spreche hier nicht vom westlich des Mississippi gelegenen Gebieten des damaligen ,,Wilden Westes in den heutigen Vereinigten Staaten, sondern von den ,,westlichen Industrieländern, deren Ernährungsgewohnheiten nachweislich zu einer enormen Vielzahl von Krankheiten führen2. Dazu gehören ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Krebs3, Diabetes4, metabolisches Syndrom5, Fettleibigkeit6 und damit zu erhöhter Sterblichkeit7 führt. Der grandiose Dr. Michael Greger hat diesem Thema gleich mehrere seiner großartigen Videos auf www.nutritionfacts.org gewidmet und bringt in seinem Video zum Thema ,,Is it worth switching from white rice to brown? nochmals dutzende weiterer Studien zu diesem Thema hervor. Besonders herausstreichen muss man an dieser Stelle eine Studie in der Versuchspersonen abwechselnd Naturreis und weißen Reis zu essen bekamen und während der Zeit des Konsums an braunem Reis nicht nur ihr Körperfettanteil sank, sondern auch ihr Blutdruck und ihre Entzündungsmarker.8 Die Kehrseite der Medaille  Eigentlich könnte dieser Artikel auch an dieser Stelle enden, wo doch die zahlreichen Vorteile von Vollkornprodukten ausgiebig beschrieben wurden. Meistens hören Artikel auch hier auf. Allerdings muss man, um ein komplettes Bild zeichnen zu können noch ein Stück tiefer gehen. Denn nicht umsonst klagen viele Konsumenten nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten und Vollkorngetreiden über Völlegefühl, Blähungen und Bauchschmerzen und haben trotz sehr mineralstoffreicher Vollwertkost weniger gute Blutwerte bezogen auf Eisen, Zink, Kalzium, Magnesium, etc. Ein Mangel an Mineralstoffen trotz vollwertiger Ernährung mag in manchen Fällen ganz einfach an der unzureichenden Menge der verzehrten Lebensmittel liegen. Viele der Personen in meiner Ernährungsberatung essen einfach zu wenig, um mit diesen Lebensmitteln ihren Nährstoffbedarf zu decken. Sollte eine ausreichende Versorgung gesichert sein, ist es Zeit, sich einem der kontroversesten Themen anzunehmen: Den antinutritiven Nährstoffen. Man könnte ganze Bücher zu diesem Thema schreiben. Dies wurde u.a. auch von Dr. Bernhard Watzl und Dr. Claus Leitzmann mit dem Buch ,,Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln gemacht. Um es im Rahmen dieses Artikels kurz und knapp auf den Punkt zu bringen: Die große Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe wie die Saponine, Protease-Inhibitoren, Phytoöstrogene, Phytinsäuren, etc. haben allesamt negative (antinutritive) Eigenschaften, aber auch zahlreiche Positive. Zu den positiven Eigenschaften gehören deren krebshemmende, antioxidative, entzündungshemmende und cholesterinsenkende Wirkung.9 Wie alles im Leben haben aber auch diese sekundären Pflanzenstoffe auf der anderen Seite negative Wirkungen. Nämlich ihre Eigenschaft, Eisen, Zink und weitere Mineralien zu binden und so die Verstoffwechselung dieser Mineralstoffe im Körper zu unterbinden.9 Das kann theoretisch dazu führen, dass man trotz hoher Eisen- und Zinkaufnahme durch die Nahrung einen Mangel entwickelt. Rettung in Sicht Aber auch für dieses Problem gibt es eine Lösung. Diese Lösung ist eigenltich schon hunderte Jahre alt, wir haben es heutzutage nur einfach vergessen: das Einweichen, Keimen und Fermentieren von Lebensmitteln. Jede dieser drei Techniken führt zu einem Rückgang der Phytinsäure um 42-96% und damit zu einer stark verbesserten Absorption der Mineralstoffe.10 Man kennt Fermentationsprozesse zum Beipiel vom Brotbacken, weshalb Sauerteigbrot (welches fermentier ist) dem Hefeteigbroten vorzuziehen ist. Sojabohnen werden daher idealerweise nicht in Form von TVP, Sojamilch oder Tofu, sondern in Form von Tempeh, Sojayoghurt oder fermentiertem Tofu gegessen. Um Reis, Getreide, Nüsse, Samen, etc. optimal zuzubereiten, werden diese mindestens eingeweicht und optimaler Weise angekeimt. Die Dauer unterscheidet sich von Nuss zu Nuss und Getreide zu Getreide. Eine übersichtliche Tabelle hat der gute Ben Greenfield freundlicherweise kostenlos auf seiner Webseite bereitgestellt: www.greenfieldfitnesssystems.com. Wichtig: Das Einweichwasser niemals zur weiteren Zubereitung verwenden sowie das eingeweichte Lebensmittel gut abwaschen. Um das Ergebnis zu optimieren, kann ein Schuss Essig oder Zitronensaft in das Einweichwasser gegeben werden. Eine zusätzliche Strategie neben dem Mindern der aufnahmebehindernden Phytinsäure ist es, Zutaten hinzuzufügen, welche die Aufnahme erhöhen. Studien zeigen, dass sogenannte ,,Fructooligosaccharide die Aufnahme von Mineralien in Vollkorngetreide verbessern11,12. Diese findet man beispielsweise in Knoblauch, Zwiebeln und Lauch. Im Fall von Eisen gibt es darüber hinaus noch den altbekannten Trick, durch die Zugabe von Vitamin C haltigen Lebensmitteln die Eisenaufnahme zu erhöhen13. Vitamin C haltige Lebensmittel sind Orangen, Zitronen, Paprika, Tomaten, Erdbeeren, Papaya, Grünkohl, Brokkoli und Blumenkohl. Frischer Wind Um Blähungen und Verdauungsbeschwerden zu lindern, hilft das zuvor besprochene Einweichen und ausreichende Kochen schon enorm. Zusätzlich kann die Zugabe von blähungsmindernden Kräutern und Gewürzen enorm helfen. Das umfangreiche ,,Handbook of Herbs and spices zählt dazu unter anderem schwarzen Pfeffer, Koriandersamen, Kardamom, Pfefferminze, Zimt, Curryblätter, Safran, Ingwer14, Petersilie15 und Kurkuma16. Es scheint also kein Zufall zu sein, dass Gewürzmischungen für indische Dhals oder asiatische Currys viele dieser Gewürze enthalten, weil deren Küche reich an Hülsenfrüchen und Reis ist. Dazu mag noch dazu kommen, dass das Verdauungssystem von Personen, die eine extrem ballaststoffarme Kost gegessen haben - wie es der durchschnittliche omnivore Esser tut - eine gewisse Zeit benötigt, um sich an die gesündere und ballaststoffreichere Kost zu gewöhnen. Eine von Beginn an korrekte Zubereitung der Vollwertprodukte durch Einweichen, Keimen, Fermentieren und Würzen erleichtert den Umstieg erheblich und sollte daher niemals vernachlässigt werden. An dieser Stelle noch der wichtige Hinweis: Hülsenfrüchte NIEMALS roh essen. Auch die gekeimten nicht! Niemals! Niemals! Egal was man in manchen Foren liest. Danke! Und jetzt? Was bedeutet das jetzt für unsere tägliche Ernährung? Zum Einen auf jeden Fall, dass es keinen Grund (außer Geschmack) für den Verzehr von Weißmehl, geschältem Reis, hellen Backwaren, etc. mehr gibt und du deiner langfristigen Gesundheit einen riesen großen Gefallen tust, auf Vollkornprodukte umzustellen. Wie wir aber ebenfalls gelesen haben, behindern gewisse Nährstoffe die Aufnahme von Mineralien, weswegen es sinnvoll wäre, Vollkorngetreide, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte einzuweichen, zu keimen, fermentieren und gut zu kochen. Ein anderer Weg wäre es, einfach insgesamt ein wenig mehr zu essen. Damit bekommst du trotz antinutritiver Nährstoffe genügend Mineralien und kannst von den durchaus vorhandenen gesundheitlichen Vorteile dieser sekundären Pflanzenstoffe profitieren. Und das Wichtigste überhaupt: Hab Spaß beim Essen, versuche dein Bestes um gesund zu sein und vermeide so viel Leid wie möglich durch deine tägliche Essensentscheidung. Dafür danke ich dir. Hilfreiche Quellen: 1. The Nutrition Society 2. Myles Nutrition Journal 3. The American Journal of Clinical Nutrition 4. American Journal of Epidemiology 5. European Journal of Clinical Nutrition 6. American Journal of Clinical Nutrition 7.  JAMA Internal Medicine 8. International Journal of Preventive Medicine 9. Watzl, B., Leitzmann, C. Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln. 10.  Journal of Food Chemistry 11. The Journal of Nutritional Biochemistry 12. The International Journal of Applied and Basic Nutritional Science 13. International Journal for Vitamin and Nutrition Research 14. Herbal Medicine: Biomolecular and Clinical Aspects 15. Journal of Traditional Chinese Medicine 16. Herbal Medicine: Biomolecular and Clinical Aspects Der Beitrag Vegane Ernährung: Vollgas Vollkorn – aber richtig! erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Interview mit Niko Rittenau - Ernährungsberater und Koch

30. März 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Interview mit Niko Rittenau - Ernährungsberater und KochIn der veganen Szene tauchen meist Namen wie Attila Hildmann, Björn Moschinski, Jerôme Eckmeier oder Nicole Just auf. Immer häufiger aber auch der Name Niko Rittenau. Im Veggie Journal wurde Niko als ,,die kulinarische Neuentdeckung der letzten Veggie-Expo in München bezeichnet. Der Ernährungsberater mit dem Schwerpunkt ,,Pflanzliche gesunde Küchemacht Kochshows und Kochkurse, er hält Vorträge, veranstaltet Supper Clubs und berät Unternehmen und Privatpersonen. Der junge Österreicher hat schon einiges erlebt und verrät unseren Lesern in seiner Kolumne bei Deutschland i(s)t vegan Alles über die gesunde, vegane Küche. Damit ihr Niko noch besser kennenlernen könnt, haben wir ein ausführliches Interview für euch vorbereitet. Eure Fragen könnt ihr gerne im Kommentarfeld hinterlassen. Foto: Fotosally Wir verfolgen dich ja schon eine Weile, von Bühne zu Bühne und von Show zu Show. Viele spekulieren, Niko ist der nächste Attila Hildmann - aber anders. Wie siehst du das selbst? Ich fühle mich von solchen Vergleichen definitiv geehrt, weil Attila sehr viel erreicht hat und die vegane Bewegung in Deutschland durch Personen wie ihn mehr Aufmerksamkeit in den Mainstream-Medien bekommen hat. Das wiederum öffnet Personen wie mir nun durchaus einige Türen, die ohne seine Vorarbeit nicht offen wären. Was Atilla bisher erreicht hat, sucht weltweit seinesgleichen und daher sehe ich mich noch längst nicht in einer Linie mit ihm. Und trotz gewisser Parallelen in unser Arbeit und unser Lebensgeschichte sind wir am Ende doch beide sehr eigenständige Personen mit eigenen Ansätzen und unterschiedlichen Herangehensweisen. Du bist gelernter Tourismuskaufmann, heute machst du ganz andere Dinge? Wie ist der aktueller Stand? Genau, meine erste Ausbildung war jene zum Touristikkaufmann, in der ich fünf Jahre lang gelernt habe, wie Gastronomie und Hotellerie funktionieren. Die Ausbildung an den Kärntner Tourismusschulen hat die Basis für meine heutige Arbeit gelegt, da ich dort in den ersten vier Jahren im Unterricht in Ernährungslehre, Servicekunde und Kochen vieles von dem gelernt habe, was ich heute auf Bühnen und in meinen Supperclubs präsentiere. Kochen von der Pike auf zu lernen war eine wichtige Erfahrung für mich, auf der ich heute - da ich sämtliche tierische Produkte durch pflanzliche getauscht habe - aufbauen kann, weil ich die Grundsätze von Zubereitung, Geschmack, Komposition und Harmonie innerhalb eines Gerichtes verstanden habe. Nach meiner Matura (Abitur) habe ich dann meinen Zivildienst geleistet, bin nach Wien gegangen und ein Jahr später nach Berlin, wo ich heute noch wohne. In der Zwischenzeit habe ich meine Primärausbildung noch weiter in den Bereichen Kulinarik und Ernährung vertieft. Ich habe kurz nach meiner Ankunft in Berlin ein duales Fernstudium in Ernährungsberatung an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Leipzig begonnen und einige weitere ernährungsrelevante Fortbildungen wie den ärztlich geprüften Ernährungsberater für vegane Kost absolviert und zeitgleich auch immer im kulinarischen Bereich Fortbildungen besucht. Eines der Highlights hierbei war meine Zeit an der renommierten Matthew Kenney-Akademie für Gourmet Raw Food in Kalifornien. Ergänzend habe ich auch im Fitness- und Health-Bereich einiges gemacht und so zuletzt im Januar meine Ausbildung zum Yogalehrer abgeschlossen. Ich versuche also seit jeher, mein Wissen über die Zubereitung von leckerem Essen mit meinem Wissen über gesunde Ernährung zu kombinieren und so altes Wissen von die Veredelung von Lebensmitteln mit den neuesten Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft zu kombinieren, um Essenskonzepte für eine gesunde Zukunft zu kreieren. Wie bist du in Berlin gelandet? Ich habe schon während meiner Zeit in Wien immer wieder mitbekommen, wie viel Revolutionäres in Berlin geschieht und wollte diese Stadt unbedingt kennenlernen. Als ich dann im Sommer 2013 für ein zweimonatiges Praktikum zum VEBU (Vegetarierbund Deutschland) nach Berlin kam, war für mich nach einer Woche klar, dass ich hier bleiben und meine Vision hier umsetzen möchte. Berlin ist eine faszinierende und einzigartige Stadt und ich kann mir keinen besseren Ort zum Leben vorstellen. Außer im Winter, wo es in ganz Deutschland für mein Empfinden zu kalt ist. Da versuche ich jedes Jahr zu verreisen und so werde ich auch diesen Winter wieder in einigen wärmeren Regionen von Amerika sein. Dort passiert an Orten wie Los Angeles, Portland, Austin, New York, etc. auch gerade ganz viel in Sachen Veganismus und ich freue mich, all diese Eindrücke mit nach Deutschland zu nehmen. Bild: Fotosally Dein Motto ist ,,Die Zukunft isst gesund - wie bekommen wir das hin? Ich denke, wir sind schon auf einem sehr guten Weg. Noch nie war in den letzten Jahrzehnten das Interesse der Leute nach gesunder und nachhaltiger Ernährung größer als jetzt. Und eine vegane Ernährung kann all das und vieles mehr in sich vereinen. Nach und nach folgen auch Lebensmittelkonzerne und Restaurants diesem Kundenwunsch. Als ich 2015 durch Santa Monica gegangen bin, habe ich gefühlt mehr Juicebars als Fast-Food-Restaurants gesehen. Und ich bin überzeugt, dass dieses Bewusstsein etwas zeitversetzt auch in Deutschland ankommt. Das Gute ist ja: Wenn wir uns für einige Wochen wirklich gesund und ausgewogen ernähren, dann merken wir einfach einen riesigen Unterschied in unserem Wohlbefinden und unserer Leistungsfähigkeit. Und dieses Gefühl wollen die meisten dann auch nicht mehr missen. Ich denke, das ist der Weg, den wir gehen müssen: Gesundes Essen so interessant, schmackhaft und leicht erhältlich wie möglich zu machen, damit Leute es einfach mal ausprobieren und auf den Geschmack kommen. Wenn Personen in dieser Probierphase dann auch noch erkennen, dass ihre neuen Essgewohnheiten nicht nur gut für sie selbst, sondern auch noch gut für den Planeten samt all seiner Lebewesen sind, dann stehen die Chancen gut, dass diese Menschen auch weitestgehend dabei bleiben. Auch hier hat Attila Hildmann mit seiner 30-Tages-Challenge Pionierarbeit geleistet und viele Menschen von veganer Ernährung überzeugt. Jetzt heißt es dranbleiben und mit gutem Beispiel vorangehen. Wann hast du vegan für dich entdeckt oder hat dich vegan gefunden? Seit ich im frühen Kindesalter verstanden habe, woraus meine geliebten Frikadellen und meine Spaghetti Bolognese eigentlich bestehen, fand ich das äußerst seltsam und entwickelte recht schnell eine Abneigung gegen Fleisch, obwohl ich den Geschmack richtig gut fand. Da Vegetarismus um 1996 herum aber nicht wirklich ein Thema in Österreich war, stießen meine Essenswünsche eher auf Unverständnis und so habe ich noch lange Zeit immer wieder Fleisch gegessen und einfach verdrängt, was ich da eigentlich esse. Spätestens mit der Ausbildung zum Touristikkaufmann und dem Kochunterricht stand Fleisch sowieso wieder an der Tagesordnung und so konnte ich erst nach meinem Abschluss wirklich so essen, wie ich mir das gewünscht habe. Veganismus war zu dieser Zeit noch gar kein Thema in meiner Heimatstadt Klagenfurt und ich dachte ernsthaft mit achtzehn Jahren immer noch, dass Kühe ohnehin Milch geben und Hühner ständig Eier legen und dass diese Produkte ohne Tierleid produziert werden. Erst als ich 2012 nach Wien zog, habe ich zum ersten Mal vegan lebende Menschen getroffen und Stände der VGÖ (vegane Gesellschaft Österreich) und des VGT (Verein gegen Tierfabriken) in der Innenstadt gesehen. Ich konnte gar nicht fassen, was mir dort über die Produktion von Pelz, Leder, Eiern und Milch erzählt wurde. Als ich das dann recherchierte und es sich bestätigte, war mir klar, dass ich das nicht länger unterstützen würde. So habe ich mich ab diesem Zeitpunkt Schritt für Schritt vegan ernährt und tierische Produkte soweit es möglich war aus meinem Leben gestrichen.   Was empfiehlst du als Ernährungsberater in Bezug auf vegan? Vegan ist ja nicht automatisch gesund, oder? Das ist eine unglaublich schwierige Frage, deren Beantwortung Stunden in Anspruch nehmen würde (lacht). Vorweg verweise ich gerne auf die Academy of Nutrition and Dietetics (AND, vormals American Dietetic Association – ADA), die als größte Ernährungsgesellschaft der Welt bereits 2003 klar Stellung dazu bezogen hat, dass eine bedarfsgerecht aufgebaute vegane Ernährung in jeder Lebensphase alle Bedürfnisse des Körpers nicht nur erfüllt, sondern auch in vielen Punkten einer omnivoren Ernährung überlegen ist. Dazu gehören unter anderem die geringeren Mengen an gesättigten tierischen Fetten und Cholesterin sowie höhere Mengen an Ballaststoffen, Antioxidantien und einigen Vitaminen und Spurenelementen wie Vitamin C und E sowie Magnesium und Folsäure. Jede Lebensphase schließt damit auch Schwangerschaft, Stillzeit und Kleinkinder mit ein, was ja oft ein umstrittenes Thema ist, aber mit diesem Positionspapier objektiv von öffentlicher Seite bestätigt wird. Das Paper wurde 2009 übrigens erneut vonseiten der AND bestätigt. Ich verstehe aber, worauf du hinauswillst. Wenn jemand seinen Speiseplan überwiegend aus Fertiggerichten und Fastfood zusammenstellt, ist das keine gesunde Ernährungsweise - egal, ob diese Speisen nun vegan oder mit tierischen Produkten sind. Ich empfehle Menschen, sich unabhängig von ihrer Ernährungsweise mit ihrem täglichen Essen und ihrer Gesundheit zu beschäftigen. Dazu gehört, seine Blutwerte in regelmäßigen Abständen zu untersuchen und das Wissen zu haben, wie man sich täglich eigenverantwortlich sowohl zu Hause als auch außer Haus gesund ernährt. Dabei spielt sowohl das ,,WAS in Form der richtigen Lebensmittel als auch das ,,WIE in Form der richtigen Qualität der Lebensmittel, deren Kombination untereinander in einem Gericht, als auch die Verarbeitung und Zubereitung eine wichtige Rolle. Das Thema der Ernährung ist zu komplex, um Lebensmittel einfach in ,,gesund und ,,ungesund einzuteilen und daraus eine Entscheidung abzuleiten. Ich und weitere Kollegen bringen Klarheit in diese Thematik. Dieses Wissen vermittle ich in meinen Ernährungskursen, meinen Kolumnen und Artikeln und bald auch in meinen ersten Büchern. Mein Ziel ist es, interessierten Menschen die nötigen Informationen bereitzustellen, damit sie als mündige Konsumenten die richtige Essensentscheidung für sich und andere treffen können. Das ist enorm wichtig, denn immerhin entscheiden wir mehrmals täglich mit Messer und Gabel über die Zukunft unseres Planeten. Das Thema B12 ist heiß umstritten - was sagst du als Experte? Da muss ich auch etwas weiter ausholen, um das Thema umfassend zu behandeln. Fakt ist, dass Vitamin B12 in unserer heutigen Lebenslage im Prinzip nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Dies ist allerdings kein Beweis dafür, dass wir auf den Konsum von tierischen Produkten seit jeher angewiesen sind, sondern hängt in großem Maße mit unseren heutigen Lebensumständen und der Produktion und Verarbeitung unserer pflanzlichen Lebensmittel zusammen. Diesen augenscheinlichen Mangel kann man sehr einfach ausgleichen, um so die Fülle der Vorteile der veganen Ernährung zu erfahren, ohne den einzigen wirklichen Schwachpunkt zu spüren. Vitamin B12 ist das einzige Vitamin der B-Gruppe, das problemlos im Körper in der Leber gespeichert wird, wodurch man einem Mangel theoretisch langfristig vorbeugen kann. Zu einem Mangel kann es aber nicht nur durch unzureichende Zufuhr von B12 durch die Nahrung kommen, sondern auch durch eine ungenügende Aufnahme im Darm durch beispielsweise eine Fehlbesiedelung des Darmes. Daher rate ich auch omnivor lebenden Menschen dazu, ihren B12- Spiegel im Blick zu behalten. Der tägliche Bedarf eines gesunden Durchschnittsmenschen liegt laut DGE bei etwa drei Mikrogramm pro Tag, die meiner Empfehlung nach - die jener der AND folgt - bei veganer Ernährung über angereicherte Lebensmittel wie B12-haltige Pflanzenmilch oder über Supplements gedeckt werden kann. Hierbei gibt es unterschiedliche Arten von Vitamin B12. Da Methylcobalamin gegenüber Cyanocobalamin die physiologisch aktive Form ist, empfehle ich diese Form von B12 sublingual (unter der Zunge liegend) einzunehmen, um eventuelle Aufnahmestörungen im Darm zu überwinden. Da die Aufnahme von B12 pro Dosis beschränkt ist, empfehle ich, entweder mehrmals täglich zu den Hauptmahlzeiten B12 in kleinerer Dosis zu nehmen oder einmalig pro Tag eine weitaus höhere Dosis (350 Mikrogramm und mehr) einzunehmen, um durch die zusätzliche passive Resorption von B12 bei entsprechend großer Menge diese Beschränkung auszugleichen. Ich möchte auch nochmal unterstreichen, dass gemäß meinem aktuellen Wissenstand kein pflanzliches Lebensmittel - weder gewisse Algen, noch fermentierte Lebensmittel - ausreichend gut verfügbares B12 enthalten und kein Mensch sich auf solche B12 Quellen verlassen sollte - auch wenn man immer wieder Gegenteiliges hört. Warum es sehr wichtig ist, den B12-Spiegel im Auge zu behalten, wird deutlich, wenn man einen Blick auf die lange Liste der Mangelsymptome wirft. Diese reichen von verschiedenen Formen der Blutarmut und neurologischen Störungen wie Gefühlsstörungen, nachlassende kognitive Fähigkeiten, Depressionen und reduzierter Konzentrationsfähigkeit über weitaus unspezifischere Symptome wie Müdigkeit, Schwäche, und Leistungseinbußen. Da selbst bei tausendfacher Überschreitung der täglichen B12-Zufuhrempfehlungen keine negativen Effekte beobachtet wurden, empfehle ich gerade bei einem nachgewiesenen Mangel eine wesentlich höhere Dosis direkt intramuskulär injizieren zu lassen, um die leeren Speicher wieder aufzufüllen. Foto: Fotosally Hast du 3 Tipps für jeden, der mit einer veganen und gesunden Ernährung starten möchte? Da gibt es eine ganze Menge! Aber drei sehr wichtige Punkte neben der Sicherstellung der täglichen Vitamin-B12-Zufuhr sind: Erstens: Hochwertige Fette aus Lebensmitteln bewusst in die Ernährung einbauen und isolierte Fette so gut es geht reduzieren. Das heißt: gerne täglich eine reife Avocado, eine kleine Hand voll eingeweichte Nüsse und eine Portion eingeweichte Samen wie geschälte Hanfsamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne oder Chiasamen zu essen. Diese sind nicht nur großartige Protein- und Mineralstofflieferanten, sondern enthalten auch gute pflanzliche Fette, die man täglich essen sollte. Vor allem das Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6-Fettsäuren sollte nicht mehr als 1:4 (also nicht mehr als vier mal so viel Omega-6 wie Omega3) betragen, da ein Ungleichgewicht zu Entzündungsreaktionen im Körper führen kann. Daher sollten täglich Algen, Chia-, Hanf- und Leinsamen gegessen oder ein hochwertiges Omega-3-Präparat verwendet werden. Dagegen bin ich ein großer Freund davon, isolierte Fette wie Öle und Butter (pflanzlich wie tierisch) auf ein Minimum zu reduzieren, weil man durch die Verwendung von Ölen schnell den Überblick über die tägliche Kalorienzufuhr verliert und die Verdauung bremst. Zweitens: Auf eine ausreichende tägliche Proteinzufuhr von mindestens 0,8g pro Kilogramm Körpergewicht (bei Sportlern gerne mehr) in Form von pflanzlichen Quellen wie Hülsenfrüchten, Pseudogetreiden, Nüssen und Samen achten und diese innerhalb einer Mahlzeit klug zu kombinieren, um die biologische Wertigkeit der pflanzlichen Proteine zu erhöhen. Proteine sind nicht nur am Muskelaufbau beteiligt, sondern sind auch verantwortlich für ein gesundes Immunsystem und starke Knochen, Haare und Nägel und daher nicht zu vernachlässigen - auch wenn man auch hier immer wieder Gegenteiliges hört. Drittens: Täglich genügend dunkelgrünes Blattgemüse essen, weil dieses im Verhältnis der Kalorien zu Mikronährstoffen eine der gesündesten Lebensmittelgruppen auf unserem Planeten darstellt. Das baut man am besten in seinen täglichen Ernährungsplan ein, indem man einmal pro Tag entweder eine kleine Schüssel Wildkräuter mit etwas Obst isst oder sich einen green juice aus grünen Blättern wie Wildkräutern, Spinat, Mangold, Grünkohl oder Karottengrün holt. Ansonsten empfehle ich, generell so viel wie möglich selbst zu kochen, um sicherzustellen, dass die Lebensmittel richtig zubereitet wurden und möglichst frisch sind. Auch wenn ich unterwegs bin, nehme ich so oft es geht mein Essen selbst mit, wenn ich nicht sicher bin, dass ich unterwegs etwas Hochwertiges bekomme. Du hattest in einem Interview mal erwähnt, dass ein Buchprojekt geplant ist. Kannst du uns updaten? Das Buchprojekt ist aktueller denn je. Ich bin noch bis Ende Mai auf Messetour und habe viele Bühnenauftritte auf Messen wie der VeggieWorld, der VegMed und der Veggienale. Ab Anfang Juni widme ich dann einen Großteil meiner Aufmerksamkeit und Zeit meinem ersten Buch, welches sich im speziellen der richtigen Zubereitung unserer Grundnahrungsmittel widmen wird und zeigen wird, wie wertvoll Veredelungsprozesse unserer Nahrung wie das Keimen und das Fermentieren sind. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas trocken, ist aber ein hochinteressantes Thema, weil es unsere Sicht auf Ernährung komplett verändert und vieles verständlich macht, worüber aktuell noch Unklarheit besteht. Parallel dazu arbeite ich auch noch an zwei weiteren Büchern, die bald nach dem ersten Buch kommen werden, über die ich aber noch nicht allzu viel sagen kann. 2017 wird definitiv mindestens ein Buch von mir kommen. Foto: Claudia Weingart Du bist ja im Redaktionsteam von Deutschland is(s)t vegan und hast sogar eine eigene Kolumne. Was erwartet die Leser? Mir ist es ein Anliegen, Informationen über hochwertige Ernährung so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen. Daher freue ich mich sehr, dass ich regelmäßig Artikel über Deutschland is(s)t vegan veröffentlichen kann, in denen ich über die Ernährungsthemen spreche, mit denen viele Menschen zu mir kommen. Vor kurzem erst erschien ein Artikel, der die oft gestellte Frage behandelt, ob man denn als Veganer Proteinpulver benötigt. In den kommenden Monaten verfasse ich eine mehrteilige Kolumnenreihe mit einfachen Tipps für eine alltagstaugliche und gesunde pflanzliche Ernährungsweise. Dazwischen kommt sicher auch noch mal der ein oder andere Beitrag, wenn ich das Gefühl habe, dass ein spezielles Thema gerade viele Menschen interessiert.   Was steht 2016 noch alles an? Der Frühling und Herbst stehen in diesem Jahr im Zeichen der Messeauftritte. Mir ist es ein großes Anliegen und eine riesige Freude, so oft wie möglich in direkten Kontakt mit Menschen zu treten und so nutze ich die Bühnen von Messen, Kongressen und weiteren Veranstaltungen, um dort meine interaktiven Ernährungsvorträge zu geben. Wenn man auf meine Facebookseite ,,Niko Rittenau guckt oder sich auf www.nikorittenau.com in den Newsletter einträgt, bekommt man immer zeitnah mit, wann ich wo unterwegs bin. Den Sommer nutze ich wie gesagt zu großen Teilen dazu, an meinem Buch zu arbeiten. Darüber hinaus baue ich ab dem Sommer an einer neuen Location für meine Supperclub-Reihe, in der ich die Gäste in meine kulinarische Welt eintauchen lasse und mit meinem Team außergewöhnliche vegane Gerichte kreiere. In den Gangpausen nutze ich dann die Gelegenheit, ergänzend zu den Speisen Impulsvorträge rund um die Ernährung der Zukunft zu geben und den Gästen nicht nur ein kulinarisches Erlebnis, sondern auch ein tieferes Verständnis über Essen generell zu geben. Ich denke, dass es im Spätherbst das erste Kick-off Event in den neuen Räumen geben wird und dann 2017 monatlich mehrere Events in Berlin stattfinden werden.   Mehr Infos: www.nikorittenau.com www.facebook.com/­­niko.rittenau Der Beitrag Interview mit Niko Rittenau – Ernährungsberater und Koch erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Veganes Osterfest - vegan naschen mit Genuss und gutem Gewissen

9. Februar 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Wer dieses Jahr mit dem Vorsatz begonnen hat, sich (häufiger) vegan zu ernähren, muss sich um Ostern keine Sorgen machen; denn an Ostern kann nach Herzenslust vegan geschlemmt und genascht werden. Der vegane Lifestyle-Online-Shop boutique vegan hat ein Rundumpaket zusammengestellt - mit bunten Ostereiern, Geschenkideen und Schlemmerrezepten.Die Schauspielerin Jella Haase macht s, Christoph Maria Herbst ebenfalls. Beide ernähren sich ausschließlich vegan - wie fast eine Million andere Deutsche. Und das aus ganz unterschiedlichen Gründen: zum Schutz von Tieren, Umwelt oder der eigenen Gesundheit. Besonders Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind dankbar für die wachsende Anzahl alternativer, veganer Produkte.Doch was machen Veganer an Ostern, während alle anderen Eier suchen? Für viele passen Ostern und vegane Ernährung auf den ersten Blick nicht wirklich gut zusammen. Auf Naschereien zum Osterfest müssen Veganer und vegan Interessierte aber nicht verzichten. Ganz einfach: Sie freuen sich auf viele köstliche, vegane Naschereien. Denn boutique vegan hat eine tolle Auswahl an Osterprodukten und ein Oster-Rundumpaket zusammengestellt - von Ostereiern und -hasen aus Bio-Reisschokolade über handverlesene Geschenkkörbchen für Naschkatzen bis hin zu Schokokugeln mit Mandelnugat. Dazu gibt es tolle Rezepte für ,,Eier- Salat oder Bananen-Schokobiskuit-Torte - alles natürlich ohne Ei. Selbst ein Festtagsmenü ist ganz einfach gemacht - mit Braten und Bratensoße. Hier kann man bei seinen Gästen ordentlich Eindruck hinterlassen. Weitere süsse Rezepte findet ihr bei unserer Buchvorstellung. ,,Nicht nur Menschen mit Allergien profitieren von unserem wachsenden Angebot, das nicht nur zu 100 Prozent laktose- und cholesterinfrei ist, sondern auch viele Produkte ohne Gluten, Soja und sonstige Allergene bereithält, so Miriam Brilla, Geschäftsführerin des Lifestyle-Shops. Vor zweieinhalb Jahren ging boutique-vegan.com online und bietet heute bereits über 3500 hochwertige vegane Produkte aus den Bereichen Essen & Trinken, Naturkosmetik, Haushalt, Tiernahrung sowie Accessoires an.boutique vegan möchte mit den Osterleckereien nicht nur Veganern und an einer veganen Ernährung interessierten Menschen ein genussvolles Fest ermöglichen, sondern auch solchen, die an Allergien leiden .Und das sind die Highlights für das vegane Osterfest:Moo Free Eier: Die milchfreien Ostereier bestehen aus der beliebten Bio-Reisschokolade von MooFree. Jedes milchfreie Osterei kommt in einer süßen, einzigartigen Mikey Bunny Osterei-Box . Wie alle milchfreien MooFree Schokoladen werden auch die Ostereier aus natürlichen Bio- und Fair-Trade-Zutaten hergestellt.Booja-Booja Artists Collection: Eine bunte Verführung italienischer Trüffel mit frisch gerösteten Haselnüssen; ein perfektes Geschenk für die Liebsten.Schönenberger Hasen: Große und kleine Hasen aus zarter Bio-Reisschokolade, die Kinderherzen bei der Osternestsuche höher schlagen lassen.Lubs Kugeln: Diese Confiserie-Kugeln aus Mandelnugat sind wirklich eine runde Sache: Feinste Mandeln, aromatische Kakaobutter und echte Bourbonvanille gehen eine köstliche Verbindung ein, der niemand widerstehen kann.Alle Produkte können auf der Website bestellt werden.Chocolate-Set:Für alle Schokoladenliebhaber gibt es das Chocolate-Set mit ausgewählten Produkten zum Naschen und Schlemmen. Neben schokoladigen Geschmackserlebnissen bietet dieses Set außerdem kakaolastige Körper- und Lippenpflege sowie ein Kit zum Herstellen eigener Schokokreationen.Pflegeprodukte von ORGANICUM:Eine besonders schöne Geschenkidee sind die Pflegeprodukte von Organicum. Alle sind frei von Palmöl, Silikon, Alkohol und Gelatine. Schlemmerrezepte für das Osterfest: Bananen-Schokobiskuit-Torte ohne Ei:  Eyer-Salat:Die boutique vegan-Produktauswahl für ein Festtagsmenü:www.boutique-vegan.com/­­de/­­Specials-Neu/­­Ostern/­­fuers-Festtagsmenue/­­Kurzprofil von boutique vegan:boutique vegan ist ein komplett veganer Lifestyle Online-Shop mit einer großen Auswahl an hochwertigen Produkten aus den Bereichen Nahrungsmittel, Kosmetik, Haushalt, Tierbedarf sowie Bücher & Medien, inkl. Praktischem Allergiefilter - 100 % vegan und tierleidfrei, größtenteils aus Bio-Anbau, nachhaltig, bunt und lecker! Auch Vegetarier, Bio-Fans, Rohköstler, Allergiker und Sportler werden im Shop fündig. VerlosungLikt den Beitrag auf Facebook und hinterlasst einen netten Gruß  unter dem Beitrag oder viel Facebook. Gewinnt 1 von 5 Moo Free Eier. Teilnahme bis zum 14.2.16 12:00 Uhr.Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.Fotos mit freundlicher Genehmigung von boutique vegan.Weitere Infos:boutique vegan e.K.Klammsbosch 1077880 SasbachTel.: +49 (0) 7841 67311 177Fax: +49 (0) 7841 67311 123E-Mail: info@boutique-vegan.comInternet: www.boutique-vegan.com Der Beitrag Veganes Osterfest – vegan naschen mit Genuss und gutem Gewissen erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Vegan: Dünn, schön und nie mehr krank?

8. Februar 2014 Totally Veg! 

Vegan: Dünn, schön und nie mehr krank?Gestern an der Kasse des Biomarkts meines Vertrauens hatte ich zwei Neu-Veganer hinter mir. Woher ich das weiß? Die Hinweise in ihrem Einkaufswagen waren eindeutig: Grünkohl, Grünkohl, Grünkohl, gepuffter Amaranth, Mandelmus, Hirse. Dazu das Buch des veganen Triathleten Brendan Brazier fest umklammert und mit eifrigen Lesezeichen markiert. Ich drehte mich um, zahlte meinen Räuchertofu und veganen Frischkäse und freute mich über die experimentierfreudigen Menschen hinter mir. Gleichzeitig schickte ich ein kurzes Stoßgebet zum Himmel, dass Veganismus alle seine Heilsversprechen für sie halten möge. Sicher seid ihr schon über die Verkündungen gestolpert: "Werde vegan, und deine Haut wird strahlen!" "Go vegan, und die Kilos purzeln ganz von selbst!" "Steig um auf vegan, und du wirst nie mehr krank sein." Es sind keine Versprechen der letzten Zeit, in denen gerade Bücher über einen supergesunden veganen Lebensstil boomen. Es gibt diese Versprechen schon lange, schon als ich vegan wurde, nur wurden sie nun überlebensgroß aufgeblasen. Während es unbestritten ist, dass eine ausgewogene vegane Ernährung das Risiko vieler Krankheiten verringert (wie Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Darmkrebs), so bekomme ich doch Bauchweh bei all den Versprechungen, die wir Neu-Veganern machen. Weil wir sie oft nicht halten können. Und weil gebrochene Versprechen schlußendlich auf Veganismus selbst zurückfallen.  Die Ansprüche an eine vegane Ernährung sind so unglaublich hoch geworden, dass man glauben könnte, wir hätten den Heiligen Gral aus grünen Smoothies und Quinoa gebaut. Porzellanteint. Idealgewicht. Keine Falten. Top-Form. Nie mehr Schnupfen. Keine Allergien. Ewige Fruchtbarkeit. Fast zu schön, um wahr zu sein. Doch was passiert, wenn all diese Dinge nicht eintreten? Wenn ich trotz Grünkohl und Süßkartoffeln und Hirse und frisch gepressten Säften immer noch unreine Haut, ein paar Kilo zuviel, und eine gelegentliche Grippe habe? Dann ist Veganismus schuld, weil er nicht halten kann, was er verspricht, und die enttäuschten Neulinge ziehen ab und stürzen sich in das nächste ernährungswissenschaftliche Abenteuer. Oder: Die Anschuldigungen beginnen, dass man nicht "richtig" vegan ist. Immerhin würden mehr Smoothies, mehr Matcha, mehr Chia-Samen, weniger Weißmehl, mehr Kokosblütenzucker zum gewünschten Resultat führen, und eigentlich weißt du gar nicht, wie das richtig geht und überhaupt solltest du dich schämen, dich so ungesund zu ernähren. Und diese Anschuldigungen müssen nicht mal von anderen Menschen kommen, oft reicht die nörgelnde Stimme im eigenen Kopf, die einem die Schamesröte ins Gesicht treibt, weil man kein "erfolgreicher" Veganer ist. Doch was, wenn nicht wir das Problem, sondern die Ansprüche einfach zu hoch sind? Ist das wirklich eine erfolgreiche Werbung für den veganen Lebensstil, wenn wir Versprechungen machen, die nur für eine Handvoll Menschen eintreten und alle anderen frustriert zurücklassen? Ich lebe seit fünf Jahren vegan. Das scheint nicht lange zu sein, in der recht jungen veganen Community fühle ich mich aber gerne wie ein Dinosaurier (Brontosaurus, nicht T-Rex). Ich darf von mir selbst behaupten, dass ich Wert auf eine gesunde Ernährung lege. Getreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte sind die Basis, ich koche jeden Tag frisch mit überwiegend saisonalen und vollwertigen Produkten. Gelegentlich nasche ich auch etwas, backe einen Kuchen mit Weißmehl und Zucker und trinke am Wochenende ein Glas Wein oder Bier, was natürlich keinen ernährungswissenschaftlichen Mehrwert hat, sondern allein meinem seelischen Frieden dient. Alles in allem eine gesunde vegane Ernährung. Und jetzt kommt's: Ich habe keinen Porzellanteint. Ich habe ölige Haut, gelegentlich auch Pickel. Muss ich vielleicht mehr Amaranth essen? Ich habe ein Hormonungleichgewicht, was mit Veganismus rein gar nichts zu tun hat, meine Haut aber trotzdem nicht zum veganen Topmodel macht. Und glaubt mir, ich habe alles versucht. Auch Amaranth. Es geht weiter, und das nächste Geständnis ist so schockierend, dass ihr euch gerne an eurer Couch festhalten dürft: Ich habe zugenommen, seit ich vegan lebe. Wie viel, das weiß ich nicht genau, aber so viel, dass mir die Skinny Jeans aus früheren Tagen nicht mehr passen. Ich habe kein Problem damit, ich bin meiner Meinung nach vom Übergewicht immer noch entfernt, fühle mich sehr wohl und habe mittlerweile auch neue Jeans gekauft. Ich habe zugenommen, weil einerseits das eben erwähnte Hormonungleichgewicht sein hässliches Gesicht gezeigt hat, und andererseits, weil ich eben auch gerne ein Stück Kuchen esse. Ich könnte abnehmen, sicher. Aber vegane Schwarzwälderkirschtorte komplett gegen Mangold  zu tauschen, das ist für mich in Punkto Lebensqualität ein schlechter Deal. Die Beichte geht weiter: Ich bin auch gelegentlich krank. Ich bin seltener krank als Freunde und Kollegen, und das liegt sicher an meiner gesunden Ernährung. Aber der ganze frisch gepresste Saft dieser Welt konnte mich nicht vor Viren schützen, und so lag ich letzten Sommer flach mit einer fiesen Magen-Darm-Infektion, die mich in einer beruflichen Besprechung fast ohnmächtig werden ließ und mich für zwei Tage vom Klo zum Bett kriechen ließ. Shit happens. Und auch als Veganerin darf man krank sein. Für mich sind die Versprechungen der veganen Ernährung also nicht eingetreten. Sicher fühle ich mich fitter als vorher, aber ich ich bin auch nicht zur veganen Kampfmaschine mit Alabasterhaut und Wespentaille geworden. Und das ist in Ordnung für mich, weil ich damals keine überhöhte Erwartungen hatte. Oft sind die Gründe, warum man nicht "optimal funktioniert" vielfältig, und haben nicht immer etwas mit Essen zu tun. Und darum sollte sich auch niemand schämen müssen, weil man trotz einer veganen Ernährung dick ist, oder mal krank wird, oder brüchiges Haar hat und so dem veganen Ideal nicht entspricht. Wir sind keine veganen Verfehlungen, sondern Menschen, die komplexer sind, als dass wir durch einen Spinat-Schaltknüppel gesteuert werden könnten. Gleichzeitig sollten wir unsere Versprechen vielleicht etwas zurückschrauben, wenn wir versuchen, anderen Menschen Veganismus schmackhaft zu machen. Realismus hat noch nie jemandem geschadet. Natürlich gibt es gesundheitliche Vorteile, natürlich kann man einen Unterschied merken, aber Veganismus ist kein Allheilmittel. Und Frustration und Scham sind sicher keine gute Werbung für einen veganen Lebensstil. Auch auf Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg

Vegane Specials bei La Pineta in Schriesheim bei Heidelberg

27. April 2013 Deutschland is(s)t vegan 

Vegane Specials bei La Pineta in Schriesheim bei Heidelberg Es ist wirklich kurios, wo man manchmal unerwartet ein tolles veganes Essensangebot vorfindet. Okay, für mich war es nicht unerwartet, da ich aus der Facebook-Gruppe “Vegan in Heidelberg” einen Tipp bekommen habe, aber gewundert hat es mich trotzdem. Im idyllischen Örtchen Schriesheim in der Nähe von Heidelberg kann man wunderbare rein pflanzliche Gerichte bestellen und sogar Pizza mit Wilmersburger Pizzaschmelz gibt es da. Wer hätte das gedacht? Gleich auf der ersten Seite der Speisekarte erwarten einen das “La Pineta vegane Special” mit 5 veganen Gerichten 1) täglich wechselnde Gemüsesuppen EUR 4,50 2) Pizza Facebook mit diversen Gemüsen und Wilmersburger Pizzaschmelz EUR 8,50 3) Risotto an Spinat, Zwiebeln und Oliven mit italienischer Tomatensoße EUR 7,50 4) Salat mit buntem Grillmüse und knusprigem Pizzabrot EUR9,50 5) Chilispaghetti mit Broccoli und Karottenscheiben EUR 7,00 Weiter diverse Tagesessen gibt es auf Anfrage. Außerdem kann man jede andere Pizza natürlich auch mit Wilmersburger statt Käse bestellen. Seid Ihr traurig oder neidisch, weil Euer Lieblingsitaliener so etwas nicht anbietet? Solch ein veganes Speiseangebot kann es nur geben, wenn man in seiner Umgebung immer wieder den Restaurants freundlich auf die Nerven geht und immer wieder nachhakt. Wenn eine Nachfrage da ist, wird es früher oder später auch ein Angebot geben. Also wenn Ihr nicht aus der Nähe von Heidelberg seid, sprecht die Gastronomen Eures Vertrauens an und liefert ihnen Argumente, warum man vegane Gerichte mit auf die Speisekarte aufnehmen sollte, z.B. cholesterinfrei, für Laktoseintolerante geeignet usw. Und ein Bitte an alle Heidelberger: rennt dem La Pineta die Türen ein! Wir wurden sehr freundlich bedient, der Pizzateig ist eine Sensation und zum Schluss gab es noch einen Espresso aufs Haus. Bei schönem Wetter kann man auch ganz toll draußen auf der Terrasse sitzen. Clubrestaurant La Pineta im TC Schriesheim Am Sportzentrum 3 69198 Schriesheim www.tc-schriesheim.de/­­clubrestaurant   Öffnungszeiten: Montag 17.00 h – 24.00 h Dienstag – Sonntag 11.00 h – 14.30 h und 17.00 h – 24.00 h warme Küche bis 23.30 h The post Vegane Specials bei La Pineta in Schriesheim bei Heidelberg appeared first on Deutschland is(s)t vegan.

Gut versorgt: Vegane Ernährung für Schwangere & Stillende

6. Februar 2017 Deutschland is(s)t vegan 

Aus aktuellem und immer wiederkehrendem Anlass möchte ich an dieser Stelle nochmals das Thema der Nährstoffversorgung bei veganer Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit für Mutter und Kind ansprechen. Das tue ich nicht, weil ich Sorge habe, dass vegan lebende Mütter generell untervorsorgt sind, sondern weil ich damit hoffentlich manchen Menschen die Angst nehmen kann, die man leicht bekommt, wenn man sich manche der aktuell kursierenden Artikel durchliest. Trotzdem möchte ich diese Gelegenheit dazu nutzen, auf die Wichtigkeit einer gut geplanten, vollwertigen pflanzlichen Ernährung hinzuweisen und nachfolgend aufzuzeigen, wie man diese Ernährungsweise bedarfsgerecht gestaltet. In einem Folgeartikel gehe ich auch vertiefend in die Ernährung und Entwicklung veganer Kinder in den ersten Lebensjahren ein, welche in diesem Artikel aus Platzgründen weitestgehend unerwähnt blieben. Schlagzeilen wie ,,Veganes Essen schädigt ungeborene Babys(1), ,,Geschrumpftes Hirn durch veganes Essen(2) und zuletzt ,,Vegane Ernährung schadet Kindern (3) sind schlichtweg an den Haaren herbeigezogen und können nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Ich wünsche mir, dass die BILD und andere Medien mit genau dem gleichen Eifer die tatsächlichen Missstände in unserem Essverhalten anprangern, wie sie es fälschlicherweise bei veganer Ernährung tun. Die Nationale Verzehrsstudie II zeigte klar, dass in Deutschland im Durchschnitt viel zu hohe Mengen (gesättigte) Fette und Cholesterin aufgenommen werden, während einer großer Teil der Bevölkerung die tägliche Zufuhrempfehlung an vollwertigen Kohlenhydraten und Ballaststoffen sowie wichtigen Vitamin nicht erreicht (4). Laut dem Robert Koch-Institut waren im Jahr 2014 zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland übergewichtig und ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer und 24 % der Frauen) stark übergewichtig (adipös)(5) Im selben Jahr wurden laut dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) insgesamt 651 Millionen Arzneimittelpackungen an 70 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland von niedergelassenen Ärzten und Zahnärzten verordnet. Das macht durchschnittlich mehr als 1,5 Arzneimittel (6). Aufgrund der steigenden Rate an Personen mit Übergewicht wird auch die Häufigkeit an Diabeteserkrankungen in den kommenden 10-20 Jahren nochmals rasant ansteigen (7). Seit über zwanzig Jahren zeigen Mediziner wie Dr. Dean Ornish, Dr. Caldwell Esselstyn and Dr. Neal Barnard die Effektivität einer fettreduzierten, rein pflanzlichen Ernährung in der Therapie von Herzerkrankungen (8, 9) sowie Diabetes Mellitus Typ II (10) und Adipositas (11). Wie kann es sein, dass in den USA hunderttausenden Menschen durch eine Ernährungsumstellung hin zu einer rein pflanzlichen Ernährung geholfen werden kann, während wir in Deutschland noch immer darüber diskutieren, ob Veganer nun genügend Vitamin B12 in ihrer Ernährung erhalten? Dass die Empörung und Anteilnahme von Seiten der vegan lebenden Menschen groß ist, wurde auch in einem meiner letzten Facebookpostings (12) klar und so möchte ich hier die Gelegenheit ergreifen, um noch etwas ausführlicher Stellung dazu zu nehmen, als ich es in meinem Beitrag auf Facebook tun konnte. An dieser Stelle möchte ich auch die zwei sehr guten, kürzlich erschienen Bücher ,,Vegane Ernährung von Sigrid Siebert & Dr. Heike Englert sowie ,,Vegane Ernährung in Schwangerschaft, Stillzeit & Beikost von Dr. Markus Keller & Edith Gätjen, die ich als sehr lesenswert empfinde. Beide zeigen anhand der aktuellen wissenschaftlichen Literatur, dass eine rein pflanzliche Ernährungsweise in der Schwangerschaft und Stillzeit bedarfsdeckend ist, wenn man – wie bei jeder Ernährungsweise – auf einen vollwertigen und abwechslungsreichen Speiseplan achtet und weiß, woher man alle relevanten Nährstoffe beziehen kann. Unbedingt lesenswert ist auch der Artikel von Sohra von www.tofufamily.de, die schon sehr viel Lesenswertes zum Thema vorweggenommen hat (13). Rundum gut versorgt Die Nährstoffversorgung von Schwangeren und Stillenden ist grundsätzlich mit einer pflanzlichen Ernährung einwandfrei möglich, weist aber einige Besonderheiten auf, die ich nachfolgend gerne ansprechen möchte. Vorab die wichtigste Frage: Was unterscheidet eigentlich eine schwangere Frau oder ein Kleinkind von anderen Bevölkerungsgruppen in Bezug auf die Ernährung? Im Grunde genommen vor allem eine Sache: Der Energie- und Nährstoffbedarf, der erhöht ist. Tatsächlich ist der Energiebedarf aber gar nicht so stark erhöht, wie oft angenommen wird. Der Bedarf an Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Fett, Proteine) steigt im Verhältnis zum Bedarf an Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) nämlich wesentlich weniger stark an (14). Einfach gesagt brauchen wir in jeder Lebensphase dasselbe in unterschiedlichen Mengen. Details dazu möge man in Dr. Kellers Buch nachlesen. Eine Ausnahme bildet lediglich die Proteinversorgung bezogen auf die Zufuhr an essenziellen Aminosäuren. Während für den Erwachsenen nur 8 Aminosäuren lebensnotwendig sind, gelten je nach Quelle für Kinder 9-10 Aminosäuren als essenziell. Diese zusätzlichen Aminosäuren sind Histidin und Arginin (15). Wenig überraschend enthält die Muttermilch auch diese zwei semi-essenziellen Aminosäuren in ausreichender Menge und so ist die Versorgung während des Stillens sichergestellt (16). Danach sollte, wie in jeder Lebensphase, eine abwechslungsreiche und vollwertige pflanzliche Ernährung praktiziert werden, die dann auch den Bedarf an allen zehn Aminosäuren decken kann. Histidin findet man in in größeren Mengen in Nüssen, Samen, Hülsenfrüchten und Vollkorngetreiden. Besonders reich an Histidin sind Kidneybohnen (17), Sesamsamen, Sonnenblumenkerne (18) und Sojaprodukte (19). Falls die Frage innerlich aufkommen sollte: Der Konsum von sojahaltigen Lebensmitteln verweiblicht Männer nicht und verursacht auch keinen Brustkrebs bei Frauen. Diese und weitere Mythen widerlege in meinem Artikel für das Welt Vegan Magazin über Soja (20). Reich an Arginin sind im Pflanzenreich erneut die Sojabohne, Lupine und Erdnuss (21) sowie Sesam und Sonnenblumekerne (22). Auch einige Blattgemüse wie Spinat enthalten großzügige Mengen an Arginin (23). Positionspapiere der Ernährungsgesellschaften Sowohl im Artikel der BILD (24) als auch andere Quellen prangern immer wieder die gleichen angeblichen Mängel an, die ich nun wiederlegen möchte. Zuallererst: Seit 13 (!) Jahren sagt die größte Ernährungsgesellschaft der Welt, die Academy of Nutrition and Dietetics (A.N.D), dass eine rein pflanzliche Ernährung für jede Lebensphase einschließlich Schwangerschaft und Stillzeit geeignet ist. Somit wurde eine rein pflanzliche Ernährung von der A.N.D (vormals American Dietetic Association) bereits in 2003 als eine gesündere Alternative zur westlichen Mischkost empfohlen (25). Dies hat die Organisation im Jahr 2009 (26) erneut bestätigt und auch im Dezember 2016 veröffentlicht (27). Wie Sohra von www.tofufamily.de in einem weiteren Artikel zeigt, ist diese Meinung nicht nur in den USA vorherrschend, sondern auch in Kanada, Großbritanien und Australien (28). Nun aber zu den ,,kritischen Nährstoffen einer veganen Ernährung, die in Wirklichkeit gar keine sind, wenn man sich vollwertig und abwechslungsreich pflanzlich ernährt und seine Versorgung mit B12 sicherstellt. Im Artikel der BILD wird Professor Michael Melter, der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Regensburg zitiert: ,,Durch fehlende Nährstoffe wie Eisen, Jod und Vitamin-B12 kann es zu verzögertem Wachstum, Gehirnschäden und Blutarmut kommen. (29) Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) setzt noch einen oben drauf und erweitert die Liste noch: ,,Bei einer veganen Ernährung kann es aufgrund des Verzichts auf jegliche tierische Lebensmittel zu einer Unterversorgung mit Energie, Protein, Eisen, Calcium, Jod, Zink, Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B12 (Cobalamin) und Vitamin D kommen und die Zufuhr langkettiger n-3 Fettsäuren ist ebenfalls gering (30) Nachfolgend ist hier eine Stellungnahme von mir zu allen genannten Nährstoffen: 1. Energie   Energie? Steht da tatsächlich Energie? Eine rein pflanzliche Ernährung hat den großen Vorteil, dass sie tatsächlich reich an Mikronährstoffen und verhältnismäßig kalorienarm sein kann (!), wenn man es möchte und mit ihr abnehmen und sein Gewicht mühelos halten will. Jedoch kann man genau so gut auch mit einer rein pflanzlichen Ernährungsweise Personengruppen mit erhöhtem Kalorienbedarf (Schwangere Frauen, Heranwachsende und Sportler) versorgen. Man denke nur an Lebensmittelgruppen wie: - Nüsse & Nussmuse (Walnuss, Haselnuss, Mandel, Cashew, etc.) - Samen (Leinsamen, Hanfsamen, Chiasamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, etc.) - Trockenfrüchte (Rosinen, Datteln, Feigen, Aprikosen, etc.) - Obst (Oliven, Avocados, Bananen, etc.) Diese vollwertigen Lebensmittel sind allesamt hoch kalorisch, liefern aber im Gegensatz zu vielen anderen energiedichten Lebensmitteln zusätzlich viele wertvolle Inhaltsstoffe. Nicht zu vergessen ist die große Auswahl an pflanzlichen Ölen, die ich zwar spätestens nach dem Erreichen der vollen Körpergröße auf ein Minimum reduzieren würde, die im Rahmen der Kinderernährung aber in geringen Mengen ihre Berechtigung haben können. Außerdem liefern Speiseöle mit einem Anteil an Mikroalgenöl wichtige langkettige Omega-3-Fettsäuren, wie wir später noch sehen werden. Getreideerzeugnisse wie Brot, Pasta, Reis, etc. und Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen, Soja, Lupine, etc. würde ich nicht gerade als kalorienarm bezeichnen. 2. Proteine  Ein Blick auf die zuvor genannten Positionspapiere zeigt, dass ein Unterschreiten der physiologisch notwendigen Menge an Protein bei einer gut geplanten rein pflanzlichen Ernährung nicht zu befürchten ist. Im Rahmen der Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Proteinbedarf um 20 % bzw. 35 % an (31). Dies ergibt ausgehend von der D-A-CH-Empfehlung in Höhe von 10-15 % an Proteinen innerhalb der Gesamtzufuhr für nicht-schwangere Erwachsene (32) eine Zufuhrempfehlung von 12-18 % Protein für Schwangere und 13,5-20 % für Stillende. Auch diese Menge kann durch eine vollwertige vegane Ernährung abgedeckt werden. Das immer wieder auftretende Argument der minderen biologischen Wertigkeit von pflanzlichen Proteinen gilt ebenfalls nicht mehr, sobald wir vielseitig essen. Denn dann ergänzen sich die einzelnen Aminosäuren der unterschiedlichen pflanzlichen Proteine untereinander, wie ich bereits in meinem Artikel über Proteinkombinationen ausführlich erklärt habe (33). Viel mehr Sorgen würde ich mir über die Überversorgung mit Proteinen machen, wie es bei beinahe allen MischköstlerInnen in Deutschland der Fall ist, die zum Teil 150 % der empfohlenen Menge an (großteils tierischem) Protein zu sich nehmen, wie die Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie II zeigen (34). Einige Untersuchungen legen nahe, dass ein Übermaß an tierischem Lebensmitteln mit einem erhöhten Risiko für chronische degenerative Erkrankungen wie Koronare Herzerkrankungen (35) oder Diabetes Mellitus Typ II (36), einhergehen kann. 3. Eisen Ein Blick auf eine vergleichende Untersuchung aus der Schweiz zeigt: Die Eisenversorgung ist bei Mischköstlern, Vegetariern und Veganern ähnlich ausgeprägt (37). Eisenmangel ist aber ohnehin eher ein Problem des Verlustes (Monatsblutung, sehr häufiges Blutspenden, etc.) als der mangelnden Zufuhr. In einigen Untersuchungen war die Eisenzufuhr der Vegetarier sogar höher als die der Mischköstler (38). Wenn man diese erhöhte Zufuhr noch mit Substanzen wie Vitamin C kombiniert, kann aus der erhöhten Eisenzufuhr auch eine erhöhte Eisenaufnahme des schlechter resorbierbaren, dreiwertigen Eisens (Fe3+) werden. Wenn man zusätzlich noch auf den Abbau von Phytinsäure durch Einweichen, Keimen und Kochen bei Getreiden achtet und Tee und Kaffee aufgrund der Tannine eher zwischen anstatt zu den Mahlzeiten trinkt, steht der optimalen Eisenversorgung mit Pflanzen nichts mehr im Weg (39). Damit könnte man diese Debatte eigentlich beenden. Aber da wäre noch eine wichtige Sache bezüglich des ,,minderwertigen pflanzlichen Eisens in pflanzlichen Lebensmitteln im Vergleich zu dem ,,hochwertigeren tierischen zweiwertigen Hämeisen (Fe2+): Hämeisen scheint im Gegensatz zum pflanzlichen Eisen mit einem höheren Risiko für das Auftreten des Metabolischen Syndroms (40) und Koronarer Herzkrankheit (41) einherzugehen und so stellt sich die Frage, was ,,hochwertig in diesem Zusammenhang unbedingt wünschenswert ist. Wer wirklich Sorge hat, zu wenig Eisen im Rahmen einer rein pflanzlichen Ernährung zu bekommen, kann mit meiner super eisenhaltigen ,,Allroundbeilage (42) aus in Roter-Beete-Saft gekochter Hirse mit Kürbiskernen sowie jeder Menge Petersilie und Basilikum seine Eisenzufuhr rein pflanzlich auf die Spitze treiben. Durch die Zugabe von Zitronensaft kann die Eisenaufnahme zusätzlich verbessert werden, um auch den erhöhten Eisenbedarf während der Schwangerschaft und Stillzeit zu decken. Denn die normale Eisenzufuhr von ca. 15 mg für erwachsene Frauen verdoppelt sich während der Schwangerschaft auf 30 mg und beträgt auch während der Stillzeit noch etwa 20 mg (43). Diesem stark erhöhten Eisenbedarf sollte also in jeder Ernährungsform eine große Beachtung zugemessen werden. Die Deckung des Eisenbedarfs durch pflanzliche Lebensmittel ist mit ein bisschen Hintergrundwissen auch völlig ohne Supplements möglich. Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen sollten nur in Fällen eines manifesten und nachgewiesenen Eisenmangels eingenommen werden und auch dann nur in Rücksprache mit einem Arzt (44). 4. Kalzium  Wie eine große Metaanalyse (45) und eine prospektive Kohortenstudie (46) gezeigt haben, scheint es keinen Zusammenhang zwischen dem Konsum von tierischer Milch im Kindesalter und der Knochengesundheit im Erwachsenenalter zu geben. Kalzium als einen kritischen Nährstoff in veganer Ernährung zu bezeichnen ist auch insofern unzutreffend, weil die kalziumreichsten Lebensmittel der Welt Pflanzen sind. Die Kalkalge ,,Lithothamnium Calcareum deckt bereits mit 3 Gramm ihren gemahlenen Pulvers den Tagesbedarf an Kalzium eines Erwachsenen zu 100 % und auch die Sangokoralle ist kalziumreicher als jedes Milchprodukt (47). Aber auch ohne diese in unseren Breitengraden nicht-alltäglichen Lebensmittel liefern Vollkorngetreide, Nüsse und Samen genügend Kalzium für unsere Knochen. Und eines der Gerichte aus meiner Kindheit ist da ganz vorne dabei: Brennnesselspinat! Sowohl Brennnesseln als auch Spinat sind, wie auch Grünkohl und andere dunkelgrüne Blattgemüse, enthalten reichlich Kalzium. Wie kalziumreich ist denn im Vergleich dazu die Milch? Milch enthält laut DGE etwa 120 mg Kalzium pro 100 g (48). Wie viel Kalzium enthält einfaches Mineralwasser? Manche Mineralwässer wie ,,Aqua Römer enthalten bereits halb so viel Kalzium wie Milch und so kann mit weniger als 2 Litern Mineralwasser unseren täglicher Kalziumbedarf in Höhe von ca. 1000 mg gedeckt werden (49). Der tägliche Bedarf an Kalzium für Schwangere und Stillende ist übrigens gleich hoch wie für Frauen im selben Alter, die nicht stillen oder schwanger sind (50). 5. Jod Wir werfen wieder einen Blick auf unsere vergleichende Untersuchung aus der Schweiz und sehen erneut: Sowohl Mischköstler, Vegetarier als auch Veganer erreichten im Durchschnitt nicht die empfohlene tägliche Menge an in Höhe von 200 mcg Jod (51). Jod scheint also durchaus kein ,,veganes Problem zu sein. Unsere Böden sind nun einmal nicht besonders reich an Jod, wir essen (zum Glück) nicht so viel Meeresfisch und Meeresalgen sind (leider) kein Teil der täglichen Kost in Deutschland. Wir alle sind also nicht sonderlich gut mit Jod versorgt, weshalb es ja auch jodiertes Speisesalz im Handel gibt, um die durchschnittlich schlechte Versorgung aufzubessern. Es reichen allerdings schon weniger als 1 g getrocknete, pulverisierte Wakame-Alge zur Deckung des Tagesbedarfs bzw. etwas mehr davon zur Deckung von 230 mcg für Schwangere und 260 mcg für Stillende (52). Ob man den Empfehlungen des ,,Arbeitskreis Jodmangel e.V folgen möchte und zusätzlich zur jodhaltigen Ernährung noch weitere 150 mcg Jod supplementieren möchte, muss man für sich entscheiden (53). Ich persönlich würde empfehle, die den Tagesbedarf an Jod durch eine saubere Quelle an biologischen Algen zu decken. 6. Zink Die Zufuhr an Zink ist ein Problem von vitalstoffarmen Ernährungsformen, die sich durch Industrieprodukte, Auszugsmehle und raffinierten Zucker kennzeichnet. Trifft dies auf eine vegane Ernährung zu? Ich würde sagen ,,jein. Denn was bedeutet überhaupt vegan? Es bedeutet einfach gesagt, dass man nichts vom Tier isst. Das kann im besten Fall heißen, eine gemüse- und obstlastige Ernährungsweise mit vollwertigem Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen zu praktizieren oder im Fast Food Laden um die Ecke veganen Burger mit Pommes und veganer Mayo zu essen. Bei Ersterer ist ein Zinkmangel bei isokalorischer Ernährung rein rechnerisch nur schwer möglich, bei Letzterer allerdings sehr wahrscheinlich. Natürlich kann man eine vegane Ernährungsform falsch praktizieren. Nur, weil man eine Ernährungsweise auch falsch machen kann, heißt das aber doch bitte nicht, dass sie per Definition mangelhaft ist. Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Erbsen, Linsen, Sojabohnen) und Vollkorngetreide (Haferflocken, Dinkel, etc.) aber auch Leinsamen enthalten in Summe genügend Zink zur Bedarfsdeckung. Der eigentliche Tagesbedarf von ca. 7-10 mg für nicht-schwangere Frauen ist im Durchschnitt während der Schwangerschaft und Stillzeit um 50 % erhöht und so sollte man die zinkhaltigen Lebensmitteln vor dem Garen zum Abbau der Phytinsäure gut einweichen und mit Vitamin-C-haltigen rohen Lebensmitteln wie Zitronen, Orangen, Paprika oder Toamten zusammen verzehren, um die Aufnahmemenge zu erhöhen (54). 7. Vitamin B2 (Riboflavin) Bereits eine Hauptmahlzeit aus braunem Reis mit Linsen, Spinat und Champignons deckt den Tagesbedarf in Höhe von 1- 1,3 mg (für nicht-schwangere Frauen) ab. Wenn man dazu noch die Hefeflocken hinzufügt und sich ein paar Scheiben Tempeh anbrät, kommt man auch auf den um ca 20 % bzw ca 30 % erhöhten Bedarf während der Schwangerschaft und Stillzeit. Da einige konventionelle Pflanzenmilch- und Pflanzenjoghurtsorten wie jene von Oatly (55) oder Alpro (56) neben Vitamin D und Vitamin B12 auch Riboflavin enthalten, nehmen viele Pflanzenmilchtrinker und Pflanzenjoghurtliebhaber zusätzlich über diese Lebensmittel Vitamin B2 auf. Richtigerweise muss man aber anmerken, dass die Zugabe von Riboflavin bei weitem nicht in allen Pflanzenmilchsorten zum Einsatz kommt. 8. Vitamin B12 ,,Vegane Ernährung kann doch gar nicht natürlich sein, wenn du dazu eine Pille schlucken musst, ist einer der häufigsten Argumente in Gesprächen über vegane Ernährung. Für alle Interessierten habe ich diese Thematik in aller Ausführlichkeit in meinem Artikel zu Vitamin B12 behandelt (57). In zwei Sätzen zusammengefasst: B12-Mangel ist in erster Linie ein Problem der modernen Lebensumstände und Zubereitungsmethoden und nicht nur Veganer, sondern auch Vegetarier und viele Mischköstler in höherem Alter weisen niedrigere B12 Spiegel auf (58). Da Vitamin B12 wird von Mikroorganismen prodziuert, die wir auf vielen naturbelassenen Oberflächen finden. Erste Studien weisen darüber hinaus auch auf eine verlässliche pflanzliche B12 Quellen in korrekt angebauten Chlorellaalgen (59). Zur Deckung des erhöhten Tagesbedarfs von 3,5 mcg für Schwangere und 4 mcg für Stillende (60) empfehle ich aber selbstverständlich ausnahmslos jeder vegan lebenden Person die Nahrungsergänzung mit einem Vitamin B12-Präparat, wie es auch mein zuvor genannter B12-Artikel ausführlich beschreibt. Zur Debatte über die Natürlichkeit einer Ergänzung mit B12 in der vegane Ernährung sei noch hinzugefügt, dass laut der Befragung im Rahmen der Nationalen Verzehrsstudie II knapp 30 % der Befragten angaben, ein Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. 9. Vitamin D Die Versorgung mit Vitamin D hat so gut wie gar nichts mit unserer Ernährung zu tun, denn unser Körper bildet Vitamin D selbst, wenn wir genügend an der Sonne sind. Einen Vitamin-D-Mangel also irgendeiner Ernährungsform zuzuschreiben ist unangemessen. Jede interessierte Person kann zur Vertiefung gerne meinen Artikel zu Vitamin D lesen (61). Wie man anhand der Nationalen Verzehrsstudie II nachlesen kann, unterschreiten 82 % der Männer und 91 % der Frauen die Empfehlung für die Vitamin-D-Zufuhr (62). Wenn wir davon ausgehen, dass der Vegetarierbund mit seiner Schätzung von etwas 1,1 % der Bevölkerung an vegan lebenden Menschen richtig liegt (63), dann sehe ich hier über 85 % mit Vitamin unterversorgte Menschen in Deutschland, die sich nicht vegan ernähren. Die Empfehlung lautet also nicht mehr tierische Produkte zu konsumieren, sondern mehr in die Sonne zu gehen. Und zwar von April bis September (je nach Hauttyp) 15-30 Minuten um die Mittagszeit herum (64) und zwischen Oktober und März sollte man supplementerien oder (noch besser) in den Süden verreisen. 10. Langkettige Omega-3-Fettsäuren (EPA/­­DHA) Für unseren Körper essenziell, also lebensnotwendig, sind nur die in pflanzlichen Lebensmittel enthaltenen kurzkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren Linolsäure (eine Omega-6-Fettsäure) und ?-Linolensäure (eine Omega-3-Fettsäure). Um einen gemeinsamen Wissensstand zum Thema Omega-3-Fettsäuren sowie die Unterschiede zwischen kurzkettigen Omega-3-Fettsäuren (Linolsäure, ?-Linolensäure) und langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) DHA (Docosahexaensäure) und Arachidonsäure zu schaffen, bitte ich interessierte Personen erneut, meinen Artikel zu diesem Thema zu lesen (65). Die DGE kritisiert in ihrem Positionspapier, dass in einer strikten veganen Erna?hrungsweise kaum Eicosapentaensa?ure (EPA) und Docosahexaensa?ure (DHA) zugefu?hrt werden (66). Diese kann der Körper grundsätzlich aber aus den kurzkettigen Fettsäuren selbst herstellen, weswegen sie ja korrekterweise als ,,semi-essenziell bezeichnet werden. Ein Blick in die Literatur vermittelt zwar auf den ersten Blick, dass dies nur bedingt möglich ist, allerdings möchte ich Folgendes hinzufügen: Die Umwandlungsrate von ? -Linolensäure in EPA und DHA ist maßgeblich von der Zufuhr an kurzkettigen Omega-6-Fettsäuren abhängig, weil sich beide kurzkettigen Fettsäuren die selben Enzyme teilen, um in die jeweiligen langkettigen Fettsäuren umgewandelt zu werden. Wenn wir ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren konsumieren, funktioniert die Umwandlung in EPA und DHA wesentlich besser. Ein gutes Verhältnis von Omega 3 zu 6 von 1:4. Welches Verhältnis nehmen wir durch eine durchschnittliche westliche Ernährung auf? Durchschnittlich ungefähr ein Verhältnis von Omega 3 zu 6 von 1:15 (ist es nicht andersrum?) (67). Aus meiner Sicht kann dann eine ausreichende Umwandlung in den Studien mit durchschnittlichen westlichen Menschen nicht beobachtet werden, was aber wenig Aufschluss über die Umwandlungsrate bei einer vollwertigen, Omega-6-reduzieren pflanzenbetonten Ernährung gibt? Wie haben es denn die abertausenden Menschen in den vergangenen hunderten von Jahren ohne direkten Zugang zum Meer (und damit zu Meeresfischen) und ohne einer Nordseefiliale um die Ecke geschafft, genügend langkettige Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen? Wie wir es von vielen Mechanismen in unserem Körper kennen, wird der Körper weniger effizient in seiner Arbeit, wenn er im Überschuss mit Nährstoffen lebt. Das könnte auch erklären, warum Veganer in manchen Studien trotz niedrigerer Aufnahme an DHA über die Nahrung nicht höhere Serumwerte als erwartet aufwiesen (68). Um Spekulationen aus dem Weg zu gehen und auf Nummer sicher zu gehen, empfehle ich aber ohnehin jeder schwangeren und stillenden Frau die Einnahme von 250 mg schadstofffreien, umweltschonenden, fischfreundlichen EPA/­­DHA aus Mikroalgenöl. Denn das ist ebenso bioverfügbar wie jenes aus Fischöl (69) und dabei frei von Schwermetallen. Denn anscheinend sind einige Fischarten wie Thunfisch, Heilbutt, Hecht, Seezunge, Barsch, (spanische) Makrele und weitere in manchen Untersuchungen so belastet gewesen, dass der positive Effekt des DHA durch den Fischkonsum die negativen Folgen der Schwermetallbelastung nicht aufwiegen konnte. (70). Einige Fische wie Lachse waren weniger belastet, wiesen aber in anderen Untersuchungen erhöhte PCB Werte (= Polychlorierte Biphenyle; giftige und krebsauslösende organische Chlorverbindungen) auf. Obwohl PCBs in den 1980er-Jahren verboten wurden, reichern sich diese Stoffe aufgrund ihrer Langlebigkeit nach wie vor an der Spitze der Nahrungskette bei Raubfischen wie Lachsen an (71). Da fällt einem doch der Griff zum Mikoralgenöl gleich nochmal leichter, oder? Geburt und Stillzeit  Neugeborene von gut versorgten Veganerinnen hatten eine durchschnittliche Geburtsgröße und Geburtsgewicht (72) und haben sich normal entwickelt (73). Die Muttermilch von Veganerinnen bietet dem Säugling im ersten Halbjahr alles Benötigte, um sich gesund zu entwickeln. Die genaue Nährstoffzusammensetzung der Muttermilch ist dabei (in vielen aber nicht allen Punkten) von der Nährstoffzufuhr der Mutter abhängig. Die wesentliche Zusammensetzung der Muttermilch von Vegetarierinnen war in Bezug auf den prozentualen Fettanteil (74) sowie die Menge an Eisen, Kupfer, Zink, Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Laktose vergleichbar mit der Muttermilch von Mischköstlerinnen (75). Worauf auch während der Stillzeit weiterhin stark geachtet werden muss, ist die Vitamin-B12-Versorgung. Der Gehalt an B12 in der Muttermilch ist abhängig von der Versorgung der Mutter (76). Aber auch hier gilt: ist die Mutter gut versorgt, dann ist auch der Säugling gut versorgt. Fazit?  Ich hoffe, ich konnte in meiner Abhandlung bisher aufzeigen, dass eine vegan lebende Frau sich und ihr ungeborenes Kind während der Schwangerschaft mit einer vollwertigen, rein pflanzlichen Ernährung optimal versorgen kann. Mein Ziel ist es nicht, dass mit meiner Arbeit die Kluft zwischen den Ernährungsstilen zu vergrößern. Mehr Informationskampagnen für alle Bevölkerungsgruppen und Ernährungsstile sind eine dringend gebrauchte Maßnahme, denn auch der omnivor lebende Teil der Bevölkerung ist laut der Nationalen Verzehrsstudie II (51) zu großen Teil unterversorgt mit Vitamin C, Vitamin D, Folsäure, Jod, Eisen (Frauen), Kalzium (!) und Ballaststoffen (NVSII) sowie nach Aussage der Erhebung in der Schweiz auch in Bezug auf Vitamin E, Magnesium und Vitamin B 3 (Niacin) defizitär (52). Von der mangelhaften Aufnahme an vollwertigen Kohlenhydraten, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen ganz zu schweigen. Von daher denke ich, sollten wir uns keine Illusion darüber machen sollten, dass Nährstoffmängel in jeder Ernährungsform auftreten können und dringender Handlungsbedarf darin besteht, diese Personengruppen aufzuklären und dafür zu sorgen, dass sie mit den richtigen Lebensmitteln versorgt werden. Das große Potential einer veganen Ernährung besteht ohne Zweifel aber nicht nur darin, welche sehr gesunden Lebensmittel in großen Mengen zugeführt werden, sondern ebenso welche Lebensmittel gerade nicht zugeführt werden. Darin liegt meines Erachtens eine große Chance, der Epidemie an chronischen degenerativen Erkrankungen entgegenzuwirken. Niemand mag ernsthaft anzweifeln, dass die Ernährungsgewohnheiten der deutschen Bevölkerung ganz stark in die falsche Richtung gehen und dass ein wesentlich höherer Anteil an vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ein wichtiger Schritt für die Gesundheit des Individuums (und damit für die Entlastung des Gesundheitssystems) sowie für unsere Umwelt (und damit für unsere Zukunft) darstellt. Dazu müssen wir keine Studien gegeneinander ausspielen oder Veredelungsverluste oder Co2-Äquivalente in der Tierhaltung berechnen lassen. Aber solange wir gegeneinander arbeiten, wird keine Veränderung stattfinden können. Denn wie Albert Schweitzer es treffend formuliert hat: ,,Mit gutem Beispiel voranzugehen ist nicht nur der beste Weg andere zu beeinflussen, es ist der Einzige. In diesem Sinne verweise ich auf Nummer 1 der ,,10 Regeln der DGE für vollwertige Ernährung: ,,Wählen Sie überwiegend pflanzliche Lebensmittel. Diese haben eine gesundheitsfördernde Wirkung und unterstützen eine nachhaltige Ernährungsweise. In dieser Regel sehe ich bereits mehr als nur eine kleine Schnittmenge zwischen einer veganen Ernährung und der Empfehlung der DGE, die eine definitive Zuwendung zu einer getreidebasierenden, vollwertigen Ernährung mit viel Gemüse und Obst zeigt. Die einzige Diskussion, die wir noch führen dürfen ist jene, aus welcher Quelle denn nun unsere Proteine stammen sollten. Und für dieses Gespräch bin ich mehr als offen und bereitwillig. Beste Grüße, Niko Rittenau   Quellen & Links:  (1)www.bild.de/­­geld/­­wirtschaft/­­wirtschaft/­­essen-schaedigt-ungeborene-babys-46862398.bild.html (2)www.bild.de/­­bild-plus/­­ratgeber/­­kind-familie/­­ernaehrung/­­ernaehrung-von-kindern-geschrumpftes-hirn-durch-veganismus-47803082,view=conversionToLogin.bild.html#fromWall (3) www.bild.de/­­ratgeber/­­gesundheit/­­ernaehrung/­­vegane-ernaehrung-schadet-kindern-49993144.bild.html (4) www.bmel.de/­­SharedDocs/­­Downloads/­­Ernaehrung/­­NVS_­ErgebnisberichtTeil2.pdf?blob=publicationFile (5)www.rki.de/­­DE/­­Content/­­Gesundheitsmonitoring/­­Themen/­­Uebergewicht_­Adipositas/­­Uebergewicht_­Adipositas_­node.html (6) www.wido.de/­­aktuelles/­­archiv/­­meldung-archiv/­­artikel/­­gkv-arzneimittelindex-so-viele-teure-neue-medikamente-wie-nie-zuvor.html (7) www.diabetes-deutschland.de/­­aktuellesituation.html (8) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­9863851 (9) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­25198208 (10) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pmc/­­articles/­­PMC2677007/­­ (11) www.ncbi.nlm.nih.gov/­­pubmed/­­16673753/­­ (12)www.facebook.com/­­niko.rittenau/­­photos/­­a.347845595425770.1073741831.278955552314775/­­605179559692371/­­?type=3&theater (13) www.tofufamily.de/­­ueber-die-diffamierung-veganer-eltern (14) Keller, M & Gätjen, E. 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Tipps zur Proteinzufuhr beim veganen abnehmen

5. Dezember 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Wer schon vegan lebt kennt diese Frage ganz sicher, denn  diese gehört mit zu den am häufigsten gestellten Fragen überhaupt. Sobald eine Person mitbekommt, dass sich bei ihm ein vegan lebender Mensch befindet, ist das Thema Proteine nicht weit.  Das kann schon ein wenig müßig sein - viele Veganer behaupten sogar, die ständige Rechtfertigung sei die größte Schwierigkeit am vegan sein.  Doch wie sieht es nun wirklich aus mit den Proteinen? Gibt es zwangsläufig einen Mangel, sobald man keine tierischen Produkte mehr zu sich nimmt? Benötigt man Ersatzprodukte, und überhaupt: ist Eiweiß gleich Eiweiß? Wir von veganfit.me gehen der Sache mal auf den Grund. Packen wir doch gleich die Fakten auf den Tisch Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) benötigen Erwachsene rund 0,8 Gramm pro KG Körpergewicht pro Tag bei Normalgewicht. Das sind für eine rund 60 KG wiegende erwachsene Frau 46 Gramm Protein an einem Tag. Das ist weitaus weniger als man in so manchen Fitnessbüchern findet, die teilweise von einem bis hin zu zwei Gramm pro KG Körpergewicht ausgehen. Schon mal von jemanden  gehört, der an einem Proteinmangel leidet? Unsere Zivilisationskrankheiten lauten Diabetis, Adipositas, Bluthochdruck und sonstige Herz-Kreislaufstimmung - und nicht eine davon ist auf zu wenig Eiweiß zurückzuführen. Generell liegt die Ursache heutiger Gesundheitsprobleme fast ausschließlich darin, dass wir ZU VIEL von etwas zu uns nehmen. Zu viel Zucker, zu viel Fett, zu viel Salz und auch zu viel tierisches Eiweiß, denn... Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß Es besteht ein großer Unterschied zwischen tierischen und pflanzlichen Eiweißen. In der Tat weisen die tierischen Proteine im Durchschnitt mehr unterschiedliche Aminosäuren auf, jedoch ist die Einnahme auch mit einer Aufnahme von Cholesterin verbunden, und kann dadurch sogar das Krebsrisiko steigern. Weniger (Cholesterin) ist in diesem Falle tatsächlich mehr. Für genauere wissenschaftliche Informationen zu tierischen Eiweißen  empfehlen wir übrigens das Buch China Study. Solche Probleme hast du bei pflanzlichen Eiweißen nicht (sie enthalten nämlich kein Cholesterin), und mal ehrlich: Habt ihr euch bei einem Elefanten, Rhinozeros oder Gorilla schon jemals gefragt, wie sie alleine durch pflanzliche Eiweiße so kräftig werden konnten? Welche Lebensmittel weisen viel pflanzliches Eiweiß auf? Weit vorn sind dort die Rubrik Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen. Kichererbsen weisen beispielsweise 17 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm auf. Soja gilt auch als guter Eiweißlieferant. Tofu liefert rund 10 Gramm Eiweiß auf 100 Gramm Gewicht. Doch sogar das „Grünzeug“ ist nicht zu unterschätzen, wenn man mal genauer hinschaut. Brokkoli zum Beispiel scheint zunächst mit 2,8 Gramm Protein auf 100 Gramm Gewicht eher schlecht abzuschneiden. Allerdings lassen die meisten dabei außer Acht, dass 100 Gramm Brokkoli auch nur 34 Kalorien mit sich bringen. Setzt man also einmal den Eiweißgehalt pro 100 Kcal an, so schneidet Brokkoli sogar besser ab als so manches Stück Fleisch! Zusammengefasst sind Proteine überlebenswichtig für uns, keine Frage! Gleichzeitig aber birgt die heutige typisch westliche Ernährungsweise, wie in unseren vorangegangenen Artikeln beschrieben, viele elementarere und dringendere Baustellen. Proteinmangel ist da noch unser kleinstes Problem. Bei einer ausgewogenen Ernährung wirst du von ganz automatisch die richtige Menge an Proteinen zu dir nehmen. Wir von veganfit.me helfen dir gern dabei, auch bei einer kalorienreduzierten veganen Lebensweise genügend pflanzliches Protein zuzuführen. Und jetzt du: Was ist deine Lieblingsquelle für Protein bei einer veganer Ernährung?     Der Beitrag Tipps zur Proteinzufuhr beim veganen abnehmen erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Chocolate Chip Brezel Cookies

1. November 2016 Totally Veg! 

Chocolate Chip Brezel CookiesHappy World Vegan Day! Ich lebe seit mittlerweile fast acht Jahren vegan (Kinder, wie die Zeit vergeht), und ich kann es allen unter euch nur empfehlen. Wer nachlesen möchte, wie ich dazu gekommen bin, der kann das hier und hier tun. Vieles hat sich seitdem verändert, nicht zuletzt meine Geschmacksnerven, denen es vor Kuhmilch nun regelrecht graust. Mein Mann lebt vegan, meine Eltern vegetarisch und ich habe zwei Bücher geschrieben (Vegan für Naschkatzen und Weihnachten Vegan). Mein Blog begleitet mich seit über sieben Jahren und ist mit mir erwachsen geworden. Ich habe kochen und vor allem backen gelernt!  Damit wären wir beim Stichwort: Backen. Zur Feier des World Vegan Day muss es eine süße vegane Köstlichkeit sein, denn veganes Gebäck ist mindestens genauso gut wie gewöhnliches Gebäck - außerdem enthält es kein Cholesterin, und da keine Eier in den Teig kommen, kann man die anderen Zutaten wie Vanille und braunen Zucker viel besser schmecken. Ein Cookie ist die perfekte Wahl für euren World Vegan Day. Und dieses Cookie hat es wirklich in sich: Schokolade, weicher Teig und salzige Brezelstücke. Was, Brezeln? Ja, richtig gehört - die Mischung aus süß und salzig und dem leichten Crunch der Brezeln ist wirklich fantastisch. Wenn ein normales Chocolate Chip Cookie nicht besonders genug ist, dann ist es Zeit, Brezeln in den Teig zu mischen! Am besten schmecken sie lauwarm, wenn die Schokolade noch ganz weich ist, dazu eine große Tasse Tee - himmlisch. Chocolate Chip Brezel Cookies (für 14 - 16 Stück) 2 EL gemahlene Leinsamen 3 EL Wasser 100 Gramm vegane Margarine, weich 70 Gramm brauner Zucker 50 Gramm weißer Zucker 1 Packung Bourbon-Vanillezucker 150 Gramm Mehl 1/­­2 TL Natron 1/­­2 TL Backpulver Prise Salz 100 Gramm vegane Schokotropfen (oder fein gehackte Schokolade) 50 Gramm Salzbrezeln oder Salzstangen 1 EL Sojamilch Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen Die Leinsamen sehr gut mit dem Wasser vermischen und beiseite stellen. Die Margarine sehr gut mit dem Zucker verrühren, dann die Leinsamen unterrühren. Mehl, Natron, Backpulver und Salz vermischen und mit der Margarine-Mischung zu einem Teig verrühren. Die Salzbrezeln etwas zerbröseln (wir wollen sie nicht pulverisieren, nur zerkleinern) und dann gemeinsam mit den Schokotropfen und der Sojamilch unter den Teig heben. Mit einem Eisportionierer oder einem Löffel den Teig esslöffelweise zu Häufchen formen und mit genug Abstand auf das Blech setzen. Etwa 11 - 15 Minuten backen, bis der Rand leicht gebräunt ist - das Innere der Cookies wird noch weich sein, das wird beim Auskühlen aber fest und herrlich "chewy". Die Cookies aus dem Ofen nehmen, kurz auskühlen lassen und dann auf ein Gitter zum Abkühlen setzen.  Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Interview mit Attila Hildmann & Dimitria Nacos

10. Oktober 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Interview mit Attila Hildmann & Dimitria NacosHeute möchte ich euch zwei neue Bücher vorstellen. Zum einen das neue Buch von Attila Hildmann „Vegan Smoothies“ und zum anderen das Buch „In Love with Vegan“ von Dimitria Nacos. Ich hatte das Glück die Autoren bei einem Buch-Release-Event in Berlin zu treffen – und durfte im Anschluss ein Interview mit beiden führen. Hier aber erst einmal ein kurzer Einblick in das neue Buch von Attila Hildmann: Vegan Smoothies, Shakes, and Ice Cream Auch bei diesem Buch überzeugt mich – wie bei allen Büchern von Attila – die Aufmachung, sprich: das Design. Die Fotos sind wieder so ansprechend, dass ich sofort Lust bekomme, alle Zutaten einzukaufen und möglichst alle Rezepte auf einmal nachzu“kochen“. Das Besondere an diesem Buch ist, dass sich alle Rezepte innerhalb von zehn Minuten umsetzen lassen. Die Rezepte sind natürlich cholesterinfrei und die Zutaten nährstoffreich und mega-gesund. Das Buch ist eine Fundgrube extra schneller, gesunder, Superfood-reicher Drinks und Eissorten. Die Rezepte sind gut erklärt und die Einkaufsliste meist auch überschaubar… Das Buch „Vegan Smoothies, Shakes, and Ice Cream“ ist im Becker Joest Volk Verlag erschienen und kostet 16,95 Euro. Mein Lieblings-Rezept: Birne-Melone-Grünkohl Smoothie Zutaten für ca. 500 ml: - 180 g Birnen - 210 g Honigmelone - 25 g Grünkohl, - 30 g Zitronenfruchtfleisch - 1 TL gemahlene Vanille - 30 g Apfelsüße/­­Agavendicksaft - 170 g Eiswürfel Zubereitung: Die Birnen waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Honigmelone durchschneiden und das Fruchtfleisch herauslöffeln. Grünkohl waschen. Birnen, Honigmelone, Grünkohl, Zitronenfruchtfleisch, Vanille und Apfelsüße oder Agavendicksaft in einen Mixer geben und glatt durchmixen. Eiswürfel dazugeben und den Smoothie cremig mixen. Der Autor Attila Hildmann ist mittlerweile so bekannt, dass ich ihn eigentlich nicht mehr vorstellen muss… Hier nur ganz wenige Stichworte: Autodidakt, angehender Physiker und „Starkoch“ der veganen Küche. Das es mittlerweile vegane Kochbücher selbst im kleinsten Dorf zu kaufen gibt… haben wir meiner Meinung nach Attila Hildmann zu verdanken… und dafür schätze ich ihn sehr! Drei Fragen an Attila Hildmann: DIV: Was dürfen wir in Zukunft von Dir erwarten? Hast Du bereits ein neues Buch in der Planung? Attila: Ja. Bald wird es den zweiten Teil von „Vegan for Fit“ geben. Nächste Woche werden bereits die Fotos geshootet und ihr dürft alle gespannt sein. Es wird dieses Mal etwas anders laufen – die Challenge wird zum Beispiel deutlich kürzer sein. Ein straffes Gesamtpaket – mit Nährwertangaben, plus Unterstützung von Profisportlern, Ernährungswissenschaftlern usw. … Doch ich möchte hier nicht zuviel verraten! DIV: Seit einiger Zeit vertreibst Du Deine eigenen Produkte, wie z.B. Hummus, Leberwurst etc. Wie kam es zu der Idee? Attila: Mittlerweile verbindet man in Deutschland vegane Küche mit meinem Namen. Die meisten haben zwei oder sogar drei Kochbücher von mir. Ich glaube aber, dass der Markt gesättigt ist, was vegane Kochbücher angeht. Deshalb denke ich, dass man sich den Markt nun anders erschließen muss – und zwar über Lebensmittel. Die Leute kaufen ein Kochbuch ein einziges Mal – gekocht wird jedoch natürlich viel öfter. Das heißt, mit meinen Produkten kann ich letztendlich noch mehr Tierleben retten. DIV: Was ist Dein Lieblingsrestaurant in Berlin oder außerhalb? Attila: In Berlin: Boussi Falafel am Wittenbergplatz in Berlin und in New York: das Peacefood Café.   Darf ich vorstellen: In Love with Vegan von Dimitria Nacos Bei diesem Buch schlägt mein Mädchenherz gleich höher. Es ist alles sooo schön gestaltet… wirklich toll! Das Buch enthält 80 Rezepte, inspiriert von der mediterranen und der Crossover-Küche.  Alles nicht nur kreativ und raffiniert – sondern tatsächlich auch stressfrei zuzubereiten und gut erklärt. Das Buch „In Love with Vegan“ ist im Becker Joest Volk Verlag erschienen und kostet 19,95 Euro. Mein Lieblings-Rezept: Chia Bircher Style Zutaten für 2 Portionen: 3  EL Chia Samen 300 ml  Sojadrink Schoko 120 g  Müsli 160 ml  Sojamilch 80 g  vegane Schokolade (nach Geschmack) 2 Bananen Zubereitung: Die Chiasamen in eine Schüssel geben und mit dem Sojadrink übergießen, umrühren und ca. 30 Minuten quellen lassen. Das Müsli in Schüssel geben, mit Sojamilch übergießen, verrühren und 5 Minuten quellen lassen. Die Schokolade mit einem Messer klein hacken und 50 g davon unter das Müsli heben. Die Bananen schälen und in Scheiben schneiden. Die Zutaten abwechselnd in zwei Gläser schichten: erst den Chia-„Pudding“, dann die Hälfte des Müslis und die Hälfte der Bananen.. usw. Zum Schluß die restlichen Schokostückchen als Topping verwenden! Die Autorin: Dimitria Nacos Dimitria Nacos kocht seit 13 Jahren vegan und entwickelt professionelle Rezepte. Das Talent dazu hat sie vermutlich von ihrem Vater geerbt – einem Profikoch! Bereits seit vielen Jahren begleitet sie Attila Hildmann bei Fernsehauftritten oder Promo-Touren. Mit ihrem kreativen Kochbuch zeigt Dimitria, wie kreativ und modern die vegane Küche sein kann. Drei Fragen an Dimitria Nacos DIV: Wie bist Du eigentlich zum Veganismus „gekommen“? Dimitria: Also… ich habe mich damals mit der Frage beschäftigt, wo kommt das Fleisch eigentlich her und mir einige Videos über Tierhaltung und Schlachthäuser angeschaut. Außerdem habe ich mir die Frage gestellt: Könnte ich ein Tier töten? Und diese dann mit „Nein“ beantwortet. Daraufhin bin ich dann zunächst Vegetarierin geworden. Aber bereits nach kurzer Zeit wollte ich auch keine Eier und keine Milchprodukte mehr essen. Ich bin dabei ganz entspannt geblieben und wollte erst einmal schauen, wie mein Körper reagiert. Doch mir ging es jeden Tag immer nur besser und besser… und seitdem bin ich „dabei“ geblieben und hatte auch nie den Gedanken, dass ich auf irgendetwas verzichten muss. DIV: Was ist das Besondere an Deinem Buch … wenn Du es in einem Satz beschreiben müsstest? Dimitria: Ich wollte Rezepte für vegane Neueinsteiger und „alte Hasen“ kreieren – so dass für jeden etwas dabei ist. Es gibt also bewährte Klassiker, die der eine oder andere bereits kennt – aber auch jede Menge raffinierte, neue Rezepte. Nicht zu vergessen – meine griechischen Wurzeln –  so dass auch etwas mediterraner Einfluss zu spüren bzw. zu schmecken ist. Allerdings möchte ich vegane Ernährung nicht auf ein Land oder einen Kontinent beschränkt sehen, und denke, dass mein Buch der Crossover-Küche entspricht. DIV: Hast Du ein Lieblingsrestaurant in Berlin oder auch außerhalb? Dimitria: Ja, das Café „Gratitude“ in Los Angeles hat mir gut gefallen.   Vielen Dank nochmal an Attila und Dimitria … es war ein echt schöner Abend! Der Beitrag Interview mit Attila Hildmann & Dimitria Nacos erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Vegane Ernährung: Wie gesund ist Soja?

19. Juni 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Vegane Ernährung: Wie gesund ist Soja?In den Augen vieler Fleischverfechter steht fest: Soja ist ungesund und schmeckt nicht! Doch auch immer mehr Menschen mit einer pflanzlich-basierten Ernährung hinterfragen den Gesundheitswert des beliebten und viel genutzten Fleisch- und Milchersatzes. In folgendem Beitrag möchte ich daher einigen Mythen und Fakten rund um die Sojabohne und den daraus gewonnenen Produkten auf den Grund gehen: 1. Phytoöstrogene Sehr häufig werden die in der Sojabohne enthaltenen Phytoöstrogene für schädliche Wirkungen verantwortlich gemacht. Diese zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und werden aufgrund ihrer hormonähnlichen Wirkung mittlerweile auch als Medikament bei Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt. Die Sojabohne zählt neben Leinsamen tatsächlich zu den grössten Quelle dieser Substanzen. Bei gebärfähigen Frauen scheinen die Phytoöstrogene aus Soja das körpereigene Östrogen abzuschwächen, bei Männern und unfruchtbaren Frauen den Hormonspiegel dagegen leicht anzuheben. Diese Auswirkung kann durchaus positiv gesehen werden, da sie das Risiko für Brustkrebs und Osteoporose senken kann, wie an Japanern, die sehr viele Sojaprodukte konsumieren, beobachtet werden konnte. Dass Männer „verweiblichen“ wie oft behauptet wird konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Allerdings gibt es Hinweise auf negative Auswirkungen der Phytoöstrogene bei Kindern: Söhne von Müttern mit hohem Sojakonsum zeigen ein erhöhtes Risiko für Penishypospadien. Zudem kann das Füttern mit Soja-basierter Säuglingsnahrung das spätere Auftreten von Allergien und Menstruationsproblemen fördern. 2. Phytinsäure Auch die Phytinsäure zählt zu den sekundären Pflanzenstoffen und findet sich in Getreide, Ölsaaten, Nüssen und Hülsenfrüchten. Die Sojabohne enthält davon mehr als andere Hülsenfrüchte und Getreide aber weniger als Ölsaaten und Nüsse. Die Phytinsäure wird auch als Antinährstoff bezeichnet, da sie die Resorption von Mineralstoffen wie Eisen, Zink und Calcium behindern. Der Phytinsäuregehalt lässt sich allerdings durch Einweichen, Keimen und Fermentieren senken. Daher sind Sojasprossen, Sojasoße, Tempeh und Miso besser zu bewerten als andere Sojaprodukte wie Sojagranulat, Tofu oder Sojadrink. 3. Protease-Inhibitoren Diese Antinährstoffe hemmen die Aufnahme von Proteinen, Zink, Mangan, Eisen und Kupfer. Protease-Inhibitoren finden sich in Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Getreide, Süsskartoffeln und Roter Bete. Meist lassen sie sich aber durch Erhitzen zerstören; nicht aber bei der Sojabohne, was durchaus als negativ angesehen werden kann. 4. Saponine In allen Hülsenfrüchten sind Saponine enthalten, besonders in Soja und Kichererbsen. Das sieht man auch an der Schaumbildung des Kochwassers. Saponine wirken hämolytisch (negativ!), aber auch antimikrobiell, entzündungshemmend und cholesterinsekend (positiv!) 5. Gentechnik Fast dreiviertel der weltweit angebauten Sojabohnen sind inzwischen gentechnisch verändert und werden meist als Futtermittel verwendet. Allerdings können sich GV-Sojabohnen auch durch Pollenflug verbreiten. Daher sind auch Bioprodukte, die eigentlich nicht gentechnisch verändert worden sein dürfen, häufig kontaminiert (wenn auch nur zu einem kleinem Prozentsatz). Die Langzeitwirkungen von Gentechnik in unserem Essen sind noch immer ungewiss. Fazit Wie du sehen kannst stecken tatsächlich einige berechtigte Einwände gegen die Sojabohne. Allerdings betreffen die meisten der genannten negativen Stoffe auch viele andere Lebensmittel, die deutlich weniger kritisch beäugt werden. Zudem ist die Sojabohne auch äußerst nährstoffreich (z. B. Zink, Eisen, Magnesium, B-Vitamine), was den Gesundheitswert wiederum steigert.. Ich plädiere daher für einen mäßigen Sojakonsum; es muss ja nicht gleich 3 Mal am Tag auf den Tisch kommen. Außerdem sollten gekeimte und/­­oder fermentierte Sojaprodukte bevorzugt werden. Achtet auch beim Kauf von Sojaprodukten am besten auf das Biosiegel und dass diese keinen Zuckerzusatz, Aromen, Konservierungsstoffe etc. beinhalten. Hier einige typische Sojaprodukte und ein tolles Rezept von unserem Partner Food Elements: In der asiatischen Küche verfeinert Sojasoße mit einem intensiv-aromatischen Geschmack viele Gerichte. Die Sojasoße wird im traditionell japanischen Verfahren durch Fermentation hergestellt. Soja-Drink ist vielseitig einsetzbare Kuhmilch-Alternative. Ob im Müsli, in Shakes oder zum Kochen und Backen; ein Allroundtalent! In der Low-Carb Ernährung stellen Nudeln aus Soja eine willkommene Alternative zur herkömmlichen Pasta aus Weizen dar. Sojamehl eignet sich zur Eiweiß-Anreicherung und dient als als Ei-Ersatz. Ob als Einlage in der Suppe, kross gebraten in der Pfanne oder als Brot-Belag. Räuchertofu besticht mit seinem deftig-würzigem Geschmack und erinnert ein wenig an Speckwürfel. Tofu natur ist aufgrund seines neutralen Geschmacks vielseitig einsetzbar. Er lässt sich mit verschiedenen Aromen von süß-sauer bis würzig scharf marinieren und passt als Beilage zu Salaten oder Gemüse.   EIWEISS-SNACK: SESAMTOFU –> hier zum Rezept. Quellen: Leitzmann/­­Watzl 2005: Bioaktive Substanzen in Lebensmittel Tulane University: http:/­­/­­e.hormone.tulane.edu/­­learning/­­phytoestrogens.html www.test.de/­­Gentechnik-in-Soja-Lebensmitteln-So-viel-steckt-drin-4127284-4127289/­­ Der Beitrag Vegane Ernährung: Wie gesund ist Soja? erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Vegan naschen ohne schlechtes Gewissen

9. Februar 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Wer dieses Jahr mit dem Vorsatz begonnen hat, sich (häufiger) vegan zu ernähren, muss sich um Ostern keine Sorgen machen; denn an Ostern kann nach Herzenslust vegan geschlemmt und genascht werden. Der vegane Lifestyle-Online-Shop boutique vegan hat ein Rundumpaket zusammengestellt - mit bunten Ostereiern, Geschenkideen und Schlemmerrezepten.Die Schauspielerin Jella Haase macht s, Christoph Maria Herbst ebenfalls. Beide ernähren sich ausschließlich vegan - wie fast eine Million andere Deutsche. Und das aus ganz unterschiedlichen Gründen: zum Schutz von Tieren, Umwelt oder der eigenen Gesundheit. Besonders Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind dankbar für die wachsende Anzahl alternativer, veganer Produkte.Doch was machen Veganer an Ostern, während alle anderen Eier suchen? Für viele passen Ostern und vegane Ernährung auf den ersten Blick nicht wirklich gut zusammen. Auf Naschereien zum Osterfest müssen Veganer und vegan Interessierte aber nicht verzichten. Ganz einfach: Sie freuen sich auf viele köstliche, vegane Naschereien. Denn boutique vegan hat eine tolle Auswahl an Osterprodukten und ein Oster-Rundumpaket zusammengestellt - von Ostereiern und -hasen aus Bio-Reisschokolade über handverlesene Geschenkkörbchen für Naschkatzen bis hin zu Schokokugeln mit Mandelnugat. Dazu gibt es tolle Rezepte für ,,Eier- Salat oder Bananen-Schokobiskuit-Torte - alles natürlich ohne Ei. Selbst ein Festtagsmenü ist ganz einfach gemacht - mit Braten und Bratensoße. Hier kann man bei seinen Gästen ordentlich Eindruck hinterlassen. Weitere süsse Rezepte findet ihr bei unserer Buchvorstellung. ,,Nicht nur Menschen mit Allergien profitieren von unserem wachsenden Angebot, das nicht nur zu 100 Prozent laktose- und cholesterinfrei ist, sondern auch viele Produkte ohne Gluten, Soja und sonstige Allergene bereithält, so Miriam Brilla, Geschäftsführerin des Lifestyle-Shops. Vor zweieinhalb Jahren ging boutique-vegan.com online und bietet heute bereits über 3500 hochwertige vegane Produkte aus den Bereichen Essen & Trinken, Naturkosmetik, Haushalt, Tiernahrung sowie Accessoires an.boutique vegan möchte mit den Osterleckereien nicht nur Veganern und an einer veganen Ernährung interessierten Menschen ein genussvolles Fest ermöglichen, sondern auch solchen, die an Allergien leiden .Und das sind die Highlights für das vegane Osterfest:Moo Free Eier: Die milchfreien Ostereier bestehen aus der beliebten Bio-Reisschokolade von MooFree. Jedes milchfreie Osterei kommt in einer süßen, einzigartigen Mikey Bunny Osterei-Box . Wie alle milchfreien MooFree Schokoladen werden auch die Ostereier aus natürlichen Bio- und Fair-Trade-Zutaten hergestellt.Booja-Booja Artists Collection: Eine bunte Verführung italienischer Trüffel mit frisch gerösteten Haselnüssen; ein perfektes Geschenk für die Liebsten.Schönenberger Hasen: Große und kleine Hasen aus zarter Bio-Reisschokolade, die Kinderherzen bei der Osternestsuche höher schlagen lassen.Lubs Kugeln: Diese Confiserie-Kugeln aus Mandelnugat sind wirklich eine runde Sache: Feinste Mandeln, aromatische Kakaobutter und echte Bourbonvanille gehen eine köstliche Verbindung ein, der niemand widerstehen kann.Alle Produkte können auf der Website bestellt werden.Chocolate-Set:Für alle Schokoladenliebhaber gibt es das Chocolate-Set mit ausgewählten Produkten zum Naschen und Schlemmen. Neben schokoladigen Geschmackserlebnissen bietet dieses Set außerdem kakaolastige Körper- und Lippenpflege sowie ein Kit zum Herstellen eigener Schokokreationen.Pflegeprodukte von ORGANICUM:Eine besonders schöne Geschenkidee sind die Pflegeprodukte von Organicum. Alle sind frei von Palmöl, Silikon, Alkohol und Gelatine. Schlemmerrezepte für das Osterfest: Bananen-Schokobiskuit-Torte ohne Ei:  Eyer-Salat:Die boutique vegan-Produktauswahl für ein Festtagsmenü:www.boutique-vegan.com/­­de/­­Specials-Neu/­­Ostern/­­fuers-Festtagsmenue/­­Kurzprofil von boutique vegan:boutique vegan ist ein komplett veganer Lifestyle Online-Shop mit einer großen Auswahl an hochwertigen Produkten aus den Bereichen Nahrungsmittel, Kosmetik, Haushalt, Tierbedarf sowie Bücher & Medien, inkl. Praktischem Allergiefilter - 100 % vegan und tierleidfrei, größtenteils aus Bio-Anbau, nachhaltig, bunt und lecker! Auch Vegetarier, Bio-Fans, Rohköstler, Allergiker und Sportler werden im Shop fündig. VerlosungLikt den Beitrag auf Facebook und hinterlasst einen netten Gruß  unter dem Beitrag oder viel Facebook. Gewinnt 1 von 5 Moo Free Eier. Teilnahme bis zum 14.2.16 12:00 Uhr.Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.Fotos mit freundlicher Genehmigung von boutique vegan.Weitere Infos:boutique vegan e.K.Klammsbosch 1077880 SasbachTel.: +49 (0) 7841 67311 177Fax: +49 (0) 7841 67311 123E-Mail: info@boutique-vegan.comInternet: www.boutique-vegan.com  Der Beitrag Vegan naschen ohne schlechtes Gewissen erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Matcha von Matcha 108

11. Juni 2015 Deutschland is(s)t vegan 

Matcha von Matcha 108Ich bin ein großer Matcha-Fan. Seit dem ich Matcha für mich entdeckt habe, gibt es keinen Kaffee mehr zuhause, denn Matcha ist nicht nur deutlich gesünder, sondern auch ein nachhaltigerer Wachmacher. Kaffeetrinker kennen das Problem: Zunächst mal pusht der Kaffee dich, aber schon nach 1-2 Stunden lässt die Wirkung nach, und verkehrt sich quasi ins Gegenteil - man ist noch müder als vorher. So zumindest geht mir das. Matcha hat eine sanftere, aber dafür länger anhaltende Wirkung. Aber was genau ist dieses inzwischen überall gehypte Matcha? Was ist Matcha? Matcha ist ein Tee. Aber nicht irgendeiner, sondern ein sehr spezieller und eben besonders hochwertiger. Matcha ist ein leuchtend grüner Tee, der zu feinem Pulver vermahlen wird. Sieht giftig aus, ist aber extrem gesund. Matcha soll schon vor 800 Jahren von Mönchen in Asien zubereitet worden sein und sollte für einen klaren Geist bei der Mediation sorgen. Außerdem gilt Matcha als appetitzügelnd. Vor allem aber hat Matcha Tee einen sehr hohen Gehalt an Antioxidantien. Antioxidantien schützen gegen die sogenannten ,,Freien Radikale, die einen negativen Einfluss auf Alterungsprozesse, Krebs und Kreislaufkrankheiten haben. Folgende positive gesundheitliche Auswirkungen soll der regelmäßige Genuß von Matcha haben laut der Homepage des Anbieters Matcha 108: - Stärkung des Immunsystems - Reduktion des Blutfetts und des Cholesterins - Verbesserung des Glykämiepotenzials - Prävention der koronaren Herzkrankheit - senkt den Blutdruck - Reduziert Erschöpfungssyndrome - Verbesserung der Darmfunktion - Vorbeugung von Verstopfung - Fördert die Gewichtsreduktion - Erhöht die Konzentration Klingt gut, oder? Matcha enthält nicht nur jede Menge Antioxidanzien, sondern auch viel Vitamin C und E. Durch die besondere Zubereitung des Matchas (durch das Mahlen) werden die Nährstoffe zudem leichter aufgenommen. Das gesamte Teeblatt mit Ausnahme von Stielen und Adern wird dabei gemahlen und letztlich verzehrt. Matcha schmeckt wie starker grüner Tee, etwas herber und bitterer noch. Übrigens enthält Matcha zwar nur halb soviel Koffeein wie Kaffee, hat aber einen ähnlichen bzw. noch bessseren Wachmacher-Effekt. Matcha wird übrigens auch zunehmend in der Kosmetik-Branche als Inhaltsstoff genutzt, da er auch auf unsere Haut positiv wirken soll. Wie wird Matcha getrunken (oder gegessen)? Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, angefangen natürlich vom puren Genuß. Dazu wird eine recht kleine Menge Matcha (pro Person 1/­­2 TL) mit nicht mehr kochendem (80° C) Wasser übergossen und mit einem Matcha-Besen (aus Bambus) in einer Schale, oder gleich in der Tasse mit einem Aufschäumer eingerührt (hier die perfekte Anleitung). Einfach nur mit dem Löffel funktioniert übrigens nicht gut, da löst sich der Matcha nicht richtig auf. Matcha-Fans zelebrieren die erst genannte Variante mit Schale und Besen. So sieht das dann in Zeitraffer aus: Wem das ganze aber zu bitter ist, der kann Matcha mit einer Pflanzenmilch als Matcha Latte trinken oder einem Smoothie beigeben. Grundsätzlich kann man Matcha aber auch in Müslis, Energiekugeln, Eis, Brownies etc. verwenden. Ich persönlich mag auch sehr gerne Matcha in O-Saft eingerührt, ein Tipp den ich mal von Claudi von Claudigoesvegan.de bekommen habe. Wer ein wenig im Internet recherchiert, findet zahllose weitere Verwendungsmöglichkeiten, auch Matcha 108 hat eine eigene Rezepteseite. Ich persönliche bevorzuge die pure oder die Smoothie-Variante. Unterschiedliche Qualitäten Matcha gibt es in unterschiedlichen Qualitäten, nicht wundern also, dass man für eine 30 g Dose zwischen 5 und 100 Euro zahlen kann - wenn man möchte. Woran man eine gute Qualität erkennt, das wird hier erklärt. Es kommt natürlich auch immer darauf an, wie man den Matcha verwenden möchte: für den puren Genuß lohnt der Kauf eines hochwertigen Matchas natürlich eher als für die Verwendung als Backzutat. Wer Matcha in hoher Qualität kaufen möchte, sollte sich die tolle Internetseite vom Hersteller Matcha 108 unbedingt mal anschauen. Deren Matcha hat mich nicht nur die schöne Verpackung, sondern vor allem geschmacklich sehr überzeugt. Die 108 steht übrigens in Asien für Glück. Der von Matcha 108 verwendete Matcha wird an der Ostküste Chinas in Bio-Qualität angebaut. Die klimatischen und geographischen Bedingungen sind für den Anbau hier optimal. Und das schmeckt dann am Ende auch. Was mir an Matcha 108 außerdem gut gefällt ist, dass das Unternehmen auch soziale Verantwortung übernimmt, ein Teil des Erlöses kommt dem tollen Projekt ,,A Sala Bai zugute, dass Jugendlichen aus armen Verhältnissen eine Berufsausbildung ermöglicht. Und noch einen Punkt finde ich sehr erwähnenswert: Das Unternehmen verkauft direkt ohne Zwischenhandel, weshalb deren Produkte trotz der hohen Qualität noch recht günstig sind. Es gibt zwei Verpackungsgrößen: 108 g (für 29,90 Euro) und 58 g (für 17,90 Euro). 108 g reichen für 108 Portionen übrigens, sprich ein Matcha-Tee kostet euch dann ca. 30 Cent. Finde ich sehr okay! Ihr könnt den Tee dort direkt beziehen, was ihn eben einiges günstiger macht, weil der Zwischenhandel ausbleibt. Bestellmöglichkeiten und jede Menge Infos in jeder Hinsicht bietet die Internetseite von Matcha 108. Eine Facebook-Seite gibt es natürlich auch. Der Beitrag Matcha von Matcha 108 erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Superfoods: Spirulina von Grüne Alge

22. November 2013 Deutschland is(s)t vegan 

Superfoods: Spirulina von Grüne AlgeHeute mal was aus der Abteilung Superfoods. Viele von euch haben sicher schon von Spirulina gehört, eine grüne Alge, die nicht nur eine absolute Eiweiß-Bombe ist, sondern viele weitere Mineralstoffe, Spurenelemente und Antioxidantien enthält: “Spirulina eine fettarme, kalorienarme und cholesterinfreie Quelle leichtverdaulicher pflanzlicher Proteine, die sa?mtliche essentielle Aminosa?uren entha?lt: - Beta-Carotin (Pro-Vitamin A): Natu?rliches Beta-Carotin, als a?ußerst wichtiges Antioxidans, ist in Spirulina zehnmal sta?rker konzentriert als in Karotten. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Nahrung, die reich an Beta-Carotin und Vitamin A ist, das Krebsrisiko verringert. Gamma-Linolensa?ure (GLA): Neben der Muttermilch ist Spirulina das einzige Nahrungsmittel, das bedeutende Mengen von GLA liefert. - Eisen: Studien haben gezeigt, dass Eisen 60% effektiver aus Spirulina als aus anderen Eisenquellen absorbiert wird. - Die Polysaccharide in Spirulina werden leicht absorbiert und belasten daher die Bauchspeicheldru?se nicht. - Die in Spirulina enthaltenen Sulfolipide sind in der Lage, Viren an der Zellanhaftung und am Eindringen in die Zelle zu hindern und somit einer Virusinfektion vorzubeugen. - Phycocyanin ist das wichtigste Pigment in Spirulina. Sein Moleku?l entha?lt sowohl Magnesium als auch Eisen und ist vermutlich der gemeinsame Ursprung pflanzlicher und tierischer Lebensformen. Es gilt auch als natu?rliches Antihistaminikum, dass beduetet eine Substanz mit antiallergener Wirkung. - Chorophyll wird als reinigendes und entgiftendes Nahrungsmittel angesehen. Spirulina entha?lt 1% Chlorophyll, was einer der ho?chsten natu?rlich vorkommenden Werte ist. - Carotinoide sind ein Komplex von Substanzen, die synergistisch zum anti-oxidativen Schutz des Ko?rpers beitragen.” Das schreiben die Betreiber von Grüne Alge zum Thema Spirulina. Die von Grüne Alge angebotenen Spirulina-Produkte kann man in den Varianten “Spirulina Crunchy Flakes”, “Spirulina Chilli Crunch” und “Spirulina Pulver” erstehen. Ich kannte Spirulina bislang nur in Tablettenform, fand das daher ganz interessant, in welchen Variationen man das ganze außerdem findet. Wie verwendet man Spirulina? Ihr könnt es einfach einem Smoothie beimischen, in Shakes oder Fruchtsäften verwenden, aber auch in Suppen, Salaten, über Nudeln oder Reis geben, oder sogar pur essen (die Flakes z.B.). 2-5 Gramm Spirulina pro Tag sollen eine positive gesundheitliche Auswirkung haben, Sportler dürfen ruhig auch wenig mehr davon zu sich nehmen. Alle weiteren Infos bekommt ihr auf der Internetseite von Grüne Alge.  Ganz interessant sind die folgenden Foto der Herstellung der Produkte in Indien.    


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