ölig - vegetarische Rezepte

ölig vegetarische Rezepte

Der vegane Beyond-Meat Burger jetzt auch in Deutschland erhältlich

5. April 2019 Deutschland is(s)t vegan 

Der vegane Beyond-Meat Burger jetzt auch in Deutschland erhältlichAnzeige - Momentan gibt es ein Thema, welches in der veganen Szene heiß diskutiert wird. Der vegane Burger Patty von Beyond Meat. Das US-amerikanische Unternehmen stellt vegane Fleischalternativen her und boomt nun auch auf dem deutschen Markt. Das Erfolgsrezept: Der Burger Patty soll nicht nur wie ein richtiger Fleisch-Burgerpatty aussehen, sondern auch im Geschmack und in der Konsistenz so gut wie möglich an Fleisch erinnern.  Das Unternehmen wirbt mit dem prägnanten Slogan ,,The worlds first plant-based burger that looks, cooks, and satisfies like beef without gluten, soy or GMOS. Für manch einen Veganer mag das nicht das Richtige sein, da diese den Geruch und Geschmack von richtigem Fleisch vermeiden wollen. Doch für all die jenigen, die gerne mal wieder einen saftigen und realitätsnahen Burger essen wollen, wäre der Beyond-Meat Burger ein gutes Ersatzprodukt. Der aus Erbsenprotein hergestellte Bratling soll saftig und weich sein und beim rein beißen leicht tropfen, so wie man es von öligen und leicht blutigen Fleischburgern kennt. Auch bei der Zubereitung soll der Patty einem echten Fleischbratling gewachsen sein. Warum braucht man einen veganen Burger, der an Fleisch erinnern soll? Diese Frage haben auch wir uns gestellt. Wie vieles auf der Welt ist es schlichtweg Geschmackssache, ob man ein Ersatzprodukt wie den Beyond Meat Burger braucht. Bei dem Thema scheiden sich die Geister. Einerseits gehört es für viele zum Veganismus dazu, auch fleischähnliche Produkte zu boykottieren. Andererseits vermissen manche den Geschmack von Speisen wie einem Burger und finden die bisherigen Ersatzprodukte nicht hundertprozentig zufriedenstellend. Ebenfalls kritisch sehen viele die Herstellung und den Vertrieb des Produkts, da beides nicht wirklich nachhaltig und bio ist. Wie du zu dem Thema stehst, ist natürlich allein dir überlassen. Wir möchten den jenigen, die sich dafür interessieren, Informationen und Tipps zum Beyond Meat Burger liefern. Wo man Beyond Meat kaufen kann Einige vegane Restaurants haben den Bratling bereits im Sortiment, wie zum Beispiel ,,Bunte Burger in Köln, Vincent Vegan in Hamburg und Berlin und Café Blattgold in Kiel. Für Privatpersonen ist es dennoch bisher schwer, die Burgerbratlinge zu erwerben. Seit Ende 2018 gibt es Beyond Meat Burger bei Metro zu kaufen. Das 43er Paket gibt es für ca. 110EUR, jedoch ist das für viele eine zu große Menge. Neuerdings bietet Metro aber auch 10er Packs an. Um jedoch dort einzukaufen, ist eine entsprechende Berechtigung notwendig. Quelle: Metro Deutschland. Wann genau der Fleischersatz auch im Einzelhandel zu kaufen sein wird, ist noch relativ unklar. PHW, der Mutterkonzern von Wiesenhof plant für dieses Jahr eine Einführung des Beyond Meat Burgers. (Stand April 2019).       Unser Rezepttipp für den Beyond Meat Burger mit Süßkartoffelpommes und Dip Was du brauchst: Für den Burger: - Beyond Meat Burger Pattys   - Burger Brötchen   - Eine Tomate   - Eine rote Zwiebel   - Veganer Käse   - Ketchup oder Senf, je nach Belieben   - Salat   - Pflanzliches Öl   Für die Süßkartoffelpommes: - Zwei große Süßkartoffeln   - Pflanzliches Öl   - Salz   Für den Dip: - Veganer Quark   - Dill   - 8 Kräuter-Mischung   - 4 Knoblauchzehen   - Leinöl   - Salz   - Pfeffer   Zubereitung: Die Süßkartoffeln schneidest du in Pommes ähnliche Formen. Wenn du die Schale mitessen möchtest, solltest du die Süßkartoffeln natürlich vorher waschen. Nimm dann ein Backblech mit Backpapier und lege die Süßkartoffelpommes drauf. Nun kannst du sie noch mit einem beliebigen Pflanzenöl bestreichen und mit Salz würzen. Die Pommes müssen für ca. 25 Minuten bei 200 Grad Ober-Unterhitze in den Backofen. Nun kannst du den Burger vorbereiten: Wasche dafür die Tomate und den Salat gründlich. Dann schneidest du dir eine oder zwei Scheiben der Tomate ab und legst dir auch die gewünschte Menge an Salat zusammen. Die Zwiebel schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Um die Burgerbrötchen aufzuwärmen, kannst du sie kurz bevor der Bratling fertig ist auf den Toaster legen. Wenn die Pattys aufgetaut sind, erhitze das pflanzliche Öl in einer gut beschichteten Pfanne und füge die Pattys hinzu. Brate diese dann auf beiden Seiten für 3-4 Minuten auf mittlerer Stufe. Je nach Geschmack kannst du sie dann noch ca. 3 Minuten auf etwas erhöhter Stufe anbraten. Sei jedoch vorsichtig, dass sie nicht zu schwarz werden. Unser Tipp: Lieber etwas länger auf kleiner - mittlerer Stufe braten, so bist du auf der sicheren Seite. Für den Dip brauchst du als Grundlage veganen Quark. Meistens reicht die Hälfte der Packung aus. Fülle diesen in ein Behältnis und füge einen Teelöffel Leinöl dazu.  Nun kannst du je nach Geschmack ca. 3 Esslöffel Dill und 4 Esslöffel 8-Kräuter-Mischung hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Damit der Dip auch die richtige Schärfe bekommt kannst du 3-4 Knoblauchzehen hinzufügen. Alles gut verrühren und fertig! Du kannst nun den Burger nach Belieben zusammenstellen und noch veganen Käse und Mayo oder Ketchup hinzufügen. Die Süßkartoffelpommes rechtzeitig aus dem Ofen holen und mit dem Dip servieren. Mein persönliches Fazit zum Beyond Meat Burger Da ich eine wahre Burger-Liebhaberin bin und auch schon vor meiner veganen Zeit sehr gerne Burger gegessen habe, waren meine Erwartungen groß. Vielleicht etwas zu groß, denn geschmacklich hat der Burger mich nicht sonderlich umgehauen. Er schmeckt leicht rauchig und erinnert im Mund schon etwas an Fleisch, aber wie Fleisch schmecken tut er meiner Meinung nach nicht. Geruch, Kontinenz und Aussehen erinnern jedoch stark an einen fleischigen Burger, was für mich etwas ungewohnt war. Fazit: Der Beyond Meat Burger ist gut, aber keine Weltklasse. Man muss sich selbst ein Bild davon machen, es ist wie immer Geschmacksache. Probier den Beyond Meat Burger aus und erzähl uns auf Instagram oder Facebook, wie du ihn findest!  

Pizza mit Peperoni, Schafskäse und schwarzen Oliven

25. Juli 2017 Herr Grün kocht 

Pizza mit Peperoni, Schafskäse und schwarzen Oliven>>Warum hat der Erfinder der Pizza keinen Nobelpreis bekommen?>Weiß ich nicht. Wer ist denn der Erfinder der Pizza? Weiß man das denn?>Na ja - schon ein Italiener. Aber wer es nun genau war, das weiß ich nicht.>Also ich liebe Pizza, das wissen Sie. Aber gleich einen Nobelpreis? Ist Pizza denn wichtiger als zum Beispiel der Reißverschluss? Sein Erfinder müsste dann ja auch einen bekommen.>Signore Grün, Sie vergleichen Pizza mit einem Reißverschluss?>Pizza ist so. Das Größte, was es gibt. Pizza hat schon viele Menschen glücklich gemacht. Sie ist genial. Vielseitig. Unvergleichlich. Sie ist eine Welterfindung.

Meine vegane Woche - 19. - 25. September

26. September 2016 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 19. - 25. September Montag Wer so wie ich auf Krimskrams und amerikanischen Kitsch steht, sollte bei American Heritage (in Salzburg neu im Europark) vorbeischauen. (Nicht nur) für Foodblogger gibt es dort eine Menge an entzückenden Tellern, Servietten, Papier-Strohhalmen, Gabeln, Untersetzern - hach! Bei den Saucen und Dips finden sich auch viele vegane Produkte. Und natürlich führen sie auch die legendären Mason Jars in vielen fröhlichen Farben! Dienstag Und wo wir gerade beim Shoppen sind: Auf Instagram habe ich schon meine drei liebsten Beauty-Produkte mit euch geteilt. Die Körperbutter von Alnatura benutze ich schon ewig und sie ist himmlisch für meine eher trockene Haut. Die Haarmaske von Alba Botanica macht lange Mähnen wirklich seidig weich (ich bestelle das Produkt online). Ich knete das Produkt in meine Haare und lasse es etwa 30 Minuten einwirken, bevor ich es ausspüle - führt zu sofortigem Rapunzel-Alarm! Und ich bin endlich auch auf den Kokosöl-Zug aufgesprungen... lange habe ich mich ob meiner eher öligen Gesichtshaut ferngehalten. Jetzt benutze ich Kokosöl zum Abschminken und lasse es noch ein paar Minuten einwirken, bevor ich es mit warmen Wasser abspüle. Das Kokosöl pflegt meine Haut und lässt sie sogar weniger ölig werden! Außerdem riecht man immer wie ein Kokosbusserl, zum Anbeißen. Mittwoch Kürbis-Zeit! Ich habe den ersten Kürbis der Saison in einem Kürbis Chili verarbeitet. Nachdem ich einen Butternuss und Zwiebeln klein geschnippelt habe, habe ich morgens meinen praktischen Slow Cooker mit dem Gemüse, passierten Tomaten, Mais, Bohnen und Gewürzen befüllt. Der Slow Cooker kocht auf niedrigen Temperaturen, man kann mit ihm also besonders gut Eintöpfe und Suppen zubereiten. Abends war dann alles fertig - es gibt nicht Besseres, als durch die Wohnungstüre zu rauschen und vom Duft des fertigen Essens begrüßt zu werden! Donnerstag Vieles kann man der Fleischindustrie vorwerfen, eines sicherlich nicht: Das Marketing funktioniert. Fröhliche Bärchen-Wurst, Bilder von glücklichen Kühen auf der Weide, der liebevolle Schweinebauer, nur das Beste für unsere Tiere, Fleisch kommt aus der Verpackung, der Metzger macht es ganz schnell, tralala, 2x3 macht 4, du hörst nichts und du siehst nichts. Auch als Veganerin lässt man sich gelegentlich einlullen. Nicht, dass ich die Gute-Nacht-Geschichten glaube, aber es trifft mich immer wieder, wenn ich sehe, wie es tatsächlich zugeht. Auf der Autobahn überholten M und ich einen Tiertransport. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr die wuchtigen Laster von der Weite seht und sich euer Magen schon zusammenzieht? Drinnen hineingepfercht die Tiere, Kühe, dicht an dicht, verschmutztes Fell, traurige Augen, die Luftschlitze mit Kot verschmiert. Die Realität ist grausig, hart und bricht mir jedes Mal das Herz. Ich kann nicht hinschauen. Darum unterstütze ich diese Industrie auch nicht. Freitag Das Wochenende wird am besten eingeläutet mit einer großen Portion Chocolate Oatmeal - dafür einfach Haferflocken in etwas Wasser kochen, bis sie zart sind und mit Kakaopulver, Agavensirup und einer Prise Zimt abschmecken. Samstag Der goldene Herbst ist da - ich liebe diese Jahreszeit heiß (darum haben M und ich vor zwei Jahren auch im Herbst geheiratet). Am Samstag ging es zum Ausflug nach Niederösterreich in die Ysperklamm. Wirklich sehenswert, die Klamm ist wild-romantisch und noch nicht so touristisch erschlossen wie andere, in denen man mit High Heels den Kinderwagen durchschieben kann. Ein Lunchpaket bestehend aus Reissalat und Bananen schmeckt im Sonnenschein nochmal besser!   Sonntag Ich hatte unbändige Lust auf Kartoffelpüree - und das gab es auch. Mit cremigen Linsen und scharfer Sauce. Mjam! Bonus Das geschah zwar nicht letzte Woche, ist aber jedenfalls eine Erwähnung wert: Meine vietnamesische Arbeitskollegin hat M und mich zu einem veganen Festmahl zu sich eingeladen. Sie lebt zwar nicht vegan, aber hat sich die Mühe gemacht, in mehreren Gängen vegan zu bekochen. Das Ergebnis übertraf die allermeisten Restaurants: Knackige Sommerrollen mit Dip, knusprig frittierte Tofu in süß-saurer Sauce über Reisnudeln und eine aromatische Suppe. Besonders das viele knackige Gemüse, das nicht oder nur ganz kurz gekocht wird, der sparsame Einsatz von Salz und die vielen frischen Kräuter haben es mir wirklich angetan und ich habe mir reichlich Inspiration geholt. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Veganer Rote-Bete Dip mit frischem Fladenbrot

9. September 2016 Deutschland is(s)t vegan 

Veganer Rote-Bete Dip mit frischem FladenbrotRote Bete kann man gut lagern, so dass sie fast das ganze Jahr zur Verfügung steht und bei uns als „klassisches Wintergemüse“ bekannt ist. Die Saison der leckeren, roten Knolle beginnt jedoch Ende August und zieht sich bis tief in den Herbst hinein. Als Dip mit frischem Brot oder Fladenbrot schmeckt sie ganz besonders gut. Die roten Knollen sind reich an Vitamin B, Kalium, Eisen und Folsäure und bringen das Immunsystem auf Trab. Da Rote Bete aber auch Oxalsäure enthält, sollten Menschen, die zu Nierensteinen neigen sie nur in Maßen essen. Rote Bete hat ab Ende August Hochsaison. Genau die richtige Zeit für einen köstlichen, veganen Rote Bete-Dip! Da frisches Fladenbrot ganz besonders gut zu diesem Dip passt, gibt’s ein schnelles, einfaches Fladenbrot-Rezept gleich mit dazu. Vor allem diejenigen, die Rote Bete nur als sauer eingelegte Salatbeilage kennen, werden sie mit diesem Dip wirklich lieben lernen. Zutaten für 2 Portionen Für den Rote Bete-Dip - 3-4 EL Olivenöl - 3 mittelgroße Rote Bete Knollen | ca. 600 Gramm - 3 EL frischer Zitronensaft - 1 Knoblauchzehe gepresst - Eine halbe scharfe Chilischote (optional) - 1 EL Agavendicksaft - Meersalz - 2 EL Sojajoghurt - Röllchen einer bunten Chilischote zum Garnieren - Kresse oder Rettich-Sprossen Für die Fladenbrote | 4 Stück - 225 Gramm Weizenmehl oder Dinkelmehl | Typ 550 oder 630 - 150 ml Wasser - 1 TL Salz - 1 TL Backpulver - 2-3 EL helle und dunkle Sesamkörner - Pflanzenöl zum Ausbacken der Fladen in einer Pfanne Zubereitung Ofen auf 210 Grad vorheizen. Rote Bete Knollen waschen und halbieren. 4 EL Olivenöl in eine feuerfeste (Auflauf-)Form geben und die Rote Bete Knollen mit der Schnittfläche nach unten in die ölige Form legen. Die Knollen bei 210 Grad auf dem mittleren Einschub 55-60 Minuten garen lassen. Die Knollen sind durch, wenn sie sich mit einer Gabel problemlos einstechen lassen. Es bleibt jetzt genügend Zeit, die Fladenbrote zuzubereiten. Alle für die Fladenbrote oben angeführten Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Knethaken eines Rührgeräts gründlich verkneten. Da der Teig dann immer noch bröselig ist, den Teig mit den Händen zu einer Kugel formen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmals 2-3 Minuten final durchkneten und zu einer feinen Teigkugel verarbeiten. Der Teig für das frische vegane Fladenbrot ist in wenigen Minuten fertig. Den Teig im Anschluss in vier gleiche Teile unterteilen. Die einzelnen Teigteile auf einer bemehlten Fläche zu runden Fladen ausrollen und diese in einer Pfanne mit einigen Tropfen Öl (also wenig!) ausbacken. Die Fladen danach in ein Tuch gehüllt warm stellen. Frisches Fladenbrot ist ganz einfach zuzubereiten. Tipp: Die Teigkugeln können ohne Ruhezeit zu Fladen ausgerollt und in der Pfanne rausgebraten werden. Da die Rote Bete aber so lange im Ofen garen muss und man die Fladenbrote möglichst frisch und warm servieren sollte, empfehle ich, die Fladenbrote erst kurz vor Ende der Garzeit der Bete Knollen auszubacken und sie im noch warmen Ofen bis zum Servieren vorzuhalten. Wenn die Rote Bete Knollen nach etwa 55-60 Minuten im Ofen gar sind, nimmt man sie heraus, lässt sie etwas abkühlen und schält sie. Die geschälte Rote Bete grob zerkleinern und zusammen mit einer durchgepressten Knoblauchzehe, Chiliröllchen nach Belieben (etwa eine halbe Schote), 3 EL Zitronensaft, einem EL Agavendicksaft, einer guten Prise Salz und einem großen Löffel Sojajoghurt in einen Mixer geben. Zu einer feinen Masse pürieren. Final nochmals mit Zitrone und Salz abschmecken und abschließend noch einen weiteren Löffel Sojajoghurt locker unterrühren, so dass der Dip eine schöne dunkelrot-weiße Maserung erhält. Das Einrühren von Sojajoghurt schafft eine hübsche Musterung im Dip! Den Dip mit ein paar Chiliröllchen und Kresse oder anderen Sprossen garnieren und mit warmem Fladenbrot servieren. Der vegane Rote Bete-Dip mit sebstgemachtem Fladenbrot ist ein super Party-Fingerfood! Viel Spaß beim ausprobieren, Eure Lea (www.veggi.es) Der Beitrag Veganer Rote-Bete Dip mit frischem Fladenbrot erschien zuerst auf Deutschland is(s)t vegan.

Vegane Highlights

27. April 2014 Totally Veg! 

Vegane HighlightsEs ist etwas ruhig geworden am Blog... aber das hat einen guten Grund, den ihr bald erfahren werdet. Trotzdem gibt es viele Dinge, die ich gerne mit euch teilen möchte... los geht's! | "Rohvegan" von Claudia Renner Claudi mit ihrem Blog ist sicher vielen unter euch ein Begriff. Nun hat sie ihr erstes Buch, Rohvegan, herausgebracht, das voll mit Tipps und Rezepten zur rohveganen Ernährung ist. Eine Beichte: Ich hab's ja nicht so mit der rohen Kost. Sicher, große Salate oder ab und an ein Smoothie sind toll, aber mehr rohe Kost und aufwändige rohe Zubereitsarten lassen mich sofort nach gekochten Kartoffeln und Reis lechzen. So, nach diesem Disclaimer kommt jetzt das "aber": Claudi's Buch ist wirklich ansprechend gestaltet, die Rezepte sind auch für rohe Anfänger so wie mich sehr einfach (mit wenigen Zutaten), und es sind eine ganze Menge Gerichte drinnen, die ich gerne in meinen Speiseplan aufnehme, wie den Obstsalat mit Datteldressing, die Avocadocreme (mit getrockneten Tomaten!) und natürlich leckeres Eis aus gefrorenen Früchten... yum! Kurzum: Das Buch strotzt nur so vor einladenden Rezepten, die leicht zuzubereiten sind und einen neuen, gesunden Schwung in die Küche bringen. Außerdem schreibt Claudi sehr persönlich, sehr sympathisch und ganz ohne erhobenen Zeigefinger über ihre Erfahrungen mit der rohveganen Ernährung. Ein Buch für alle, die sich für die rohvegane Küche interessieren oder einfach mehr rohes Obst und Gemüse abseits von Salaten in ihr Leben integrieren wollen.  Rohvegan von Claudia Renner Erschienen bei Compassion Media ISB 978-3-9814621-6-6 | Vegane Schokolade  Da M mir heuer eine "Romantikoffensive" versprochen hat (allein die Wortwahl lässt allerdings auf den Grad der Romantik zurückschließen, der in unserem Haushalt vorherrscht), verwöhnte er mich vor kurzem mit veganer Schokolade von Zotter. Der österreichische Schokoladenhersteller, der für seine schrägen Geschmackskombinationen bekannt ist, hat auch die Welt der veganen Schokolade entdeckt. Online wird ein besonderes Goodie geboten: Schokolade als eigene Kreationen. Dort kann man sich mit zwei verschiedenen veganen Schokoladen und einem Haufen Toppings und Füllungen so richtig austoben. M bestellte weiße Schokolade mit Rum-Kokos-Füllung mit karamelisierten Kokosflocken, getrockneter Mango und Kakaonibs, sowie eine schwarz-weiße Schokolade mit ebenfalls Rum-Kokos-Füllung. Das Highlight war natürlich die Schokolade in Kuh-Form. Kurz: Ich war im siebten Schokohimmel und M zu recht sehr stolz auf sich. | Vegane Goodies Das ist ein Food-Blog, da dürfen ein paar Essensfotos nicht fehlen - hier ein etwas wildes Sammelsurium an Gerichten, die mir in letzter Zeit Freude bereitet haben. Ich wollte M eine richtig deftige Brettljause zubereiten (Stichwort "Romantikoffensive"). Also reservierten wir einen Samstagabend dafür, und es gab meinen weltbesten Nudelsalat, Erdäpfelkas, selbstgemachte Kräuterbutter, selbstgebackenes Brot, vegane Wurst und veganen Käse, Antipasti, dazu ein kühles Bier. M war ein glücklicher großer Junge. Bei einem kurzen Ausflug nach Wien besuchte ich zum ersten Mal das Xu's Cooking, ein vegetarisch-veganes asiatisches Buffet. Die Avocado-Maki waren der absolute Knaller, und ich habe mehr davon gegessen, als klug ist. Der Rest vom Buffet war auch sehr gut, allerdings doch recht deftig und teilweise sehr ölig... obwohl es sehr lecker war, war es für eine Mittagspause an einem Arbeitstag doch fast etwas zu viel des Guten. Aber selber schuld, wenn man so gierig ist wie ich. Auch auf Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg

Vegan auf Tour - Wien und Paris

10. November 2013 Totally Veg! 

Vegan auf Tour - Wien und ParisLiebe Leserinnen und Leser, in letzter Zeit war ich beruflich unterwegs - in Wien und Paris. Und weil ich dort einige interessante vegane Sachen gegessen habe, hier ein kleiner Eindruck! In Wien war mein Hotel sehr nahe des Loving Huts am Westbahnhof. Am ersten Abend aß ich hier alleine, am nächsten Tag leistete mir M Gesellschaft. Davon gibt es auch einige Fotos. Sommerrollen mit Erdnussdip: Frisch, gemüsig, mit sehr würzigem Erdnussdip - eine tolle Vorspeise, die einem den Hunger nicht verdirbt! Meine Hauptspeise: Wonnevolle Tagliatelle. Komischer Name, die cremige Sauce schmeckt dafür wirklich gut. Dazu gibt es einen kleinen Salat und eine Handvoll veganen Käse. Für alle Pasta-Freunde! M bleibt bei den Klassikern: Lovinghut-Burger mit Käse. Der verschwand sehr schnell in M's Magen und ist dementsprechend lecker. Zum Dessert ging es weiter in die (relativ) neue Eisdiele Veganista Ice Cream. In dieser sehr modernen Eisdiele geht es rein vegan zu - das Eis wird auf Soja-, Kokos- oder auch Reismilch-Basis hergestellt. Wir konnten aus so vielen Sorten auswählen, dass ich mich nicht einmal annähernd an das gesamte Sortiment erinnern kann, aber es ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei! Entschieden habe ich mich für Joghurt-Himbeer und Schokolade, M für Joghurt-Himbeer und Cookies. Kurzum: Das Eis ist wirklich, wirklich gut. Aber was mich besonders begeistert hat (denn gutes veganes Eis ist ja zum Glück keine Seltenheit mehr), ist der zarte Schmelz, ganz ohne störende Eiskristalle oder Klumpen - zart wie ein veganes Wölkchen! Mein persönlicher Favorit war Joghurt-Himbeer, M spricht heute noch von der Cookies-Sorte. Abends ging es weiter in Antun's Biobar. Dort gab es vegane Cevapcici mit Kartoffeln für M, für mich den veganen Zwiebelrostbraten mit Rösterdäpfeln. Beides sehr gut, beides auch sehr fettig. Aber man braucht natürlich etwas, um eine kleine Zechtour vorab abzufangen. Obwohl sowohl M als auch ich etwas kränkelten, ließen wir uns in Wien eine zweite Runde Eis nicht nehmen, dieses Mal beim Eis-Greissler. Dort gab es eine Portion Zwetschke und Edelbitter für uns - Zwetschke sehr schön herbstlich und fruchtig, Edelbitter wunderbar herb und schokoladig (wenn auch nicht ganz so cremig wie bei Veganista).  Eine zweite berufliche Reise führte mich nach Paris, wo M und ich im März bereits waren. Abends kehrte ich erneut in's Gentle Gourmet Cafe ein, das mich beim letzten Besuch so beeindruckt hatte. Leider war es dieses Mal etwas anders: Die Hauptspeise, ein pikanter Crepes mit Schwammerl, Lauch und veganem Käse war lauwarm, dementsprechend nach kürzester Zeit komplett eiskalt, und leider sehr, sehr ölig. Der dazu gereichte Salat wirkte leider nicht allzu frisch. Die Cr?me br?lée war in Ordnung, aber ebenfalls sehr kalt, und ich hatte zumindest die Oberfläche vom letzten Mal warm in Erinnerung (da der Zucker eigentlich vor dem Servieren erst karamellisiert wird, um die knusprige Schicht zu erreichen). Schade! Vielleicht hatte ich einfach einen schlechten Tag erwischt, letztes Mal war sowohl das Essen als auch der Service, der sich selten in meine Richtung verirrte, wesentlich besser. Pikante Palatschinke (auf gut österreichisch!) mit Salat Cr?me br?lée Eine schöne Überraschung erlebte ich bei meinem Hotel, einem Ibis nahe des Place d'Italie. Auf meine Anfrage, ob ich denn Sojamilch und Soja-Johurt zum Frühstücksbuffet bekommen könnte, bekam ich zunächst eine Absage. Als ich dann ein höfliches E-Mail zurückschrieb, dass das enttäuschend wäre, aber ich mich für die Information bedankte, meldete sich die Chefin, dass nun doch jemand vegane Produkte für mich kaufen würde. Und so wartete jeden Morgen Sojamilch und Soja-Joghurt auf mich, die ich zum Frühstück wirklich dankbar in Empfang nahm. Nett fragen hilft doch noch am meisten - und eine Schnute ziehen manchmal auch.   Das war's mit meinen Reiseberichten - wart ihr in letzter Zeit vegan unterwegs? Auch auf Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg

Mein veganer Haul

10. September 2015 Totally Veg! 

Mein veganer HaulWenn ihr das coole Wort "Haul" nicht kennt - es bezeichnet eine Shopping-Ausbeute und wird gerne von hippen Youtuberinnen Anfang 20 benutzt, die freudestrahlend Dutzende komplett gleich aussehende Lidschatten in die Kamera halten. Ich sehe mir immer gerne an, was andere vegane Menschen so shoppen, es fasziniert mich ungemein - und das, obwohl ich mich eher bemühe, weniger zu konsumieren. Aber gelegentlich kommt eben doch die Shopperin in mir durch und ein paar schöne Kleinigkeiten wandern in die Einkaufstasche. So geschehen beim letzten Ausflug mit M nach München - nach einem köstlichen Döner beim Royal Kebaphaus ging es also ab, um ein paar ausgewählte Goodies zu ergattern. Herausgekommen ist dieser vegane Haul - Kosmetik wurde bei Douglas und Lush gekauft, die essbaren Produkte bei Veganz: Rituals Yogi Flow Duschgel | Die Marke Rituals stellt ihre Produkte tierversuchsfrei her und viele der Produkte sind vegan. Mir hat dieses Duschgel Yogi Flow vom Namen und der Verpackung her zugesagt... ein klares Marketing-Opfer. Bei Yogi Flow denke ich an die Düfte Indiens wie Zimt, Kardamom und frische Blüten. Tja, da ging mir wohl die Fantasie durch: Das hier riecht wie ein Duschgel für Männer.  Douglas Naturals Regenerating Mask | Dass Douglas so offensichtlich mit dem Vegan-Logo wirbt, hat mich überrascht - aber ich war auch schon ewig nicht mehr in einem Douglas, für mich ist der Parfum-Geruch immer zu stark und neben den Verkäuferinnen fühle ich mich chronisch unterschminkt. Die Maske enthält Arganöl, das heilend auf die Haut wirken soll. Die Maske ist angenehm und ich bekomme fast drei Portionen aus dem kleinen Päckchen heraus. Lush Enzymion Gesichtscreme | Ich liebe Lush! Und diese Gesichtscreme ist die beste, die es für mich gibt. Meine Haut ist ölig und neigt zu Unreinheiten, und die Enzymion ist die einzige Creme, die das in den Griff bekommt.  Lush Shampoo fest Jumping Juniper & Montalbano | Feste Shampoos sind eine tolle Idee, da sie unglaublich ergiebig sind und jede Menge Plastik-Verpackung sparen. Mein Favorit ist Jumping Juniper, das für meine leicht nachfettenden Haare wirklich das beste Shampoo ist. Da Jumping Juniper bald nicht mehr in den Shops erhältlich sein wird, habe ich Montalbano mit frischer Zitrone als Nachfolger getestet und bin ebenso angetan! Geschälte Hanfsamen von Hanf Natur | Geschälte Hanfsamen sind ein wahres Powerhouse an Eiweiß und ungesättigten Fetten. Ich liebe Hanfsamen besonders auf Müsli und Oatmeal! Vegusto No-Muh Käse | Der No-Muh Käse spielt in einer eigenen Liga - der Rezent von Vegusto ist so gut, dass man ihn mit etwas Baguette und eine Glas Wein pur essen kann. Sogar M liebt ihn, und der ist von veganem Käse sonst nicht begeistert. Dieses Mal ist die Sorte Dezent mitgekommen! Mini Zimties von Eden | Frühstücksflocken sind meine Schwäche. Schon als Teenager habe ich Packung um Packung an Choco Pops vernichtet, und auch heute hat eine Schachtel Frühstücksflocken in meiner Küche eine enorm kurze Halbwertszeit. Die Mini Zimties sind angenehm süß und herrlich zimtig! Vegan Caesar Dressing von Follow Your Heart | Das Creamy Garlic Dressing lieben wir heiß und ich könnte schwören, dass M gelegentlich auch einen Schluck aus der Flasche nimmt, so lecker findet er es. Mit den Produkten von Follow Your Heart kann man nicht viel falsch machen und wir sind schon sehr gespannt auf die Caesar Variante. Dream Big Eli's Earth Bar | Erdnüsse. Karamell. Schokolade. Muss ich mehr sagen? Ich denke nicht. Dieser Riegel ist der Knaller!  Veganz Doppelkekse | Veganz vertreibt seit einiger Zeit Produkte der Eigenmarke. Diese Doppelkekse sind wirklich gut, ich finde die Mischung von Butter- und Schokoladenkeks toll! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegan: Dünn, schön und nie mehr krank?

8. Februar 2014 Totally Veg! 

Vegan: Dünn, schön und nie mehr krank?Gestern an der Kasse des Biomarkts meines Vertrauens hatte ich zwei Neu-Veganer hinter mir. Woher ich das weiß? Die Hinweise in ihrem Einkaufswagen waren eindeutig: Grünkohl, Grünkohl, Grünkohl, gepuffter Amaranth, Mandelmus, Hirse. Dazu das Buch des veganen Triathleten Brendan Brazier fest umklammert und mit eifrigen Lesezeichen markiert. Ich drehte mich um, zahlte meinen Räuchertofu und veganen Frischkäse und freute mich über die experimentierfreudigen Menschen hinter mir. Gleichzeitig schickte ich ein kurzes Stoßgebet zum Himmel, dass Veganismus alle seine Heilsversprechen für sie halten möge. Sicher seid ihr schon über die Verkündungen gestolpert: "Werde vegan, und deine Haut wird strahlen!" "Go vegan, und die Kilos purzeln ganz von selbst!" "Steig um auf vegan, und du wirst nie mehr krank sein." Es sind keine Versprechen der letzten Zeit, in denen gerade Bücher über einen supergesunden veganen Lebensstil boomen. Es gibt diese Versprechen schon lange, schon als ich vegan wurde, nur wurden sie nun überlebensgroß aufgeblasen. Während es unbestritten ist, dass eine ausgewogene vegane Ernährung das Risiko vieler Krankheiten verringert (wie Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Darmkrebs), so bekomme ich doch Bauchweh bei all den Versprechungen, die wir Neu-Veganern machen. Weil wir sie oft nicht halten können. Und weil gebrochene Versprechen schlußendlich auf Veganismus selbst zurückfallen.  Die Ansprüche an eine vegane Ernährung sind so unglaublich hoch geworden, dass man glauben könnte, wir hätten den Heiligen Gral aus grünen Smoothies und Quinoa gebaut. Porzellanteint. Idealgewicht. Keine Falten. Top-Form. Nie mehr Schnupfen. Keine Allergien. Ewige Fruchtbarkeit. Fast zu schön, um wahr zu sein. Doch was passiert, wenn all diese Dinge nicht eintreten? Wenn ich trotz Grünkohl und Süßkartoffeln und Hirse und frisch gepressten Säften immer noch unreine Haut, ein paar Kilo zuviel, und eine gelegentliche Grippe habe? Dann ist Veganismus schuld, weil er nicht halten kann, was er verspricht, und die enttäuschten Neulinge ziehen ab und stürzen sich in das nächste ernährungswissenschaftliche Abenteuer. Oder: Die Anschuldigungen beginnen, dass man nicht "richtig" vegan ist. Immerhin würden mehr Smoothies, mehr Matcha, mehr Chia-Samen, weniger Weißmehl, mehr Kokosblütenzucker zum gewünschten Resultat führen, und eigentlich weißt du gar nicht, wie das richtig geht und überhaupt solltest du dich schämen, dich so ungesund zu ernähren. Und diese Anschuldigungen müssen nicht mal von anderen Menschen kommen, oft reicht die nörgelnde Stimme im eigenen Kopf, die einem die Schamesröte ins Gesicht treibt, weil man kein "erfolgreicher" Veganer ist. Doch was, wenn nicht wir das Problem, sondern die Ansprüche einfach zu hoch sind? Ist das wirklich eine erfolgreiche Werbung für den veganen Lebensstil, wenn wir Versprechungen machen, die nur für eine Handvoll Menschen eintreten und alle anderen frustriert zurücklassen? Ich lebe seit fünf Jahren vegan. Das scheint nicht lange zu sein, in der recht jungen veganen Community fühle ich mich aber gerne wie ein Dinosaurier (Brontosaurus, nicht T-Rex). Ich darf von mir selbst behaupten, dass ich Wert auf eine gesunde Ernährung lege. Getreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte sind die Basis, ich koche jeden Tag frisch mit überwiegend saisonalen und vollwertigen Produkten. Gelegentlich nasche ich auch etwas, backe einen Kuchen mit Weißmehl und Zucker und trinke am Wochenende ein Glas Wein oder Bier, was natürlich keinen ernährungswissenschaftlichen Mehrwert hat, sondern allein meinem seelischen Frieden dient. Alles in allem eine gesunde vegane Ernährung. Und jetzt kommt's: Ich habe keinen Porzellanteint. Ich habe ölige Haut, gelegentlich auch Pickel. Muss ich vielleicht mehr Amaranth essen? Ich habe ein Hormonungleichgewicht, was mit Veganismus rein gar nichts zu tun hat, meine Haut aber trotzdem nicht zum veganen Topmodel macht. Und glaubt mir, ich habe alles versucht. Auch Amaranth. Es geht weiter, und das nächste Geständnis ist so schockierend, dass ihr euch gerne an eurer Couch festhalten dürft: Ich habe zugenommen, seit ich vegan lebe. Wie viel, das weiß ich nicht genau, aber so viel, dass mir die Skinny Jeans aus früheren Tagen nicht mehr passen. Ich habe kein Problem damit, ich bin meiner Meinung nach vom Übergewicht immer noch entfernt, fühle mich sehr wohl und habe mittlerweile auch neue Jeans gekauft. Ich habe zugenommen, weil einerseits das eben erwähnte Hormonungleichgewicht sein hässliches Gesicht gezeigt hat, und andererseits, weil ich eben auch gerne ein Stück Kuchen esse. Ich könnte abnehmen, sicher. Aber vegane Schwarzwälderkirschtorte komplett gegen Mangold  zu tauschen, das ist für mich in Punkto Lebensqualität ein schlechter Deal. Die Beichte geht weiter: Ich bin auch gelegentlich krank. Ich bin seltener krank als Freunde und Kollegen, und das liegt sicher an meiner gesunden Ernährung. Aber der ganze frisch gepresste Saft dieser Welt konnte mich nicht vor Viren schützen, und so lag ich letzten Sommer flach mit einer fiesen Magen-Darm-Infektion, die mich in einer beruflichen Besprechung fast ohnmächtig werden ließ und mich für zwei Tage vom Klo zum Bett kriechen ließ. Shit happens. Und auch als Veganerin darf man krank sein. Für mich sind die Versprechungen der veganen Ernährung also nicht eingetreten. Sicher fühle ich mich fitter als vorher, aber ich ich bin auch nicht zur veganen Kampfmaschine mit Alabasterhaut und Wespentaille geworden. Und das ist in Ordnung für mich, weil ich damals keine überhöhte Erwartungen hatte. Oft sind die Gründe, warum man nicht "optimal funktioniert" vielfältig, und haben nicht immer etwas mit Essen zu tun. Und darum sollte sich auch niemand schämen müssen, weil man trotz einer veganen Ernährung dick ist, oder mal krank wird, oder brüchiges Haar hat und so dem veganen Ideal nicht entspricht. Wir sind keine veganen Verfehlungen, sondern Menschen, die komplexer sind, als dass wir durch einen Spinat-Schaltknüppel gesteuert werden könnten. Gleichzeitig sollten wir unsere Versprechen vielleicht etwas zurückschrauben, wenn wir versuchen, anderen Menschen Veganismus schmackhaft zu machen. Realismus hat noch nie jemandem geschadet. Natürlich gibt es gesundheitliche Vorteile, natürlich kann man einen Unterschied merken, aber Veganismus ist kein Allheilmittel. Und Frustration und Scham sind sicher keine gute Werbung für einen veganen Lebensstil. Auch auf Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg


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