Wurzelweber - vegetarische Rezepte

Wurzelweber vegetarische Rezepte

Wieder einer dieser Tage... grmpf.

2. Februar 2017 Wurzelweber 

Wer kennt das nicht? Gestern waren die Gelüste stärker als der Verstand, heute plagen mich Bauchzwicken und Blähungen. Dazu kommt noch der Eisprung, also bin ich für mehrere Stunden außer Gefecht gesetzt, da ich sehr starke Schmerzen bei Eisprung habe und mich nur wie eine 80jährige kurz vor der Hüft-OP bewegen kann. Meine Waage zeigt auch wieder viel zu viel an, das alte Biest. Und diese olle Speckrolle da am Bauch nervt mich heute viel mehr als gestern. Der Tag ist bevor er begonnen hat schon im Eimer. So jung und schon verdorben. Aber STOPP! Das hat dieser Tag gar nicht verdient. Jeder Tag hat es verdient von uns geliebt und gefeiert zu werden. Machen das beste daraus. Das allerbeste. Auch wenn das allerbeste an manchen Tagen vielleicht andere Maßstäbe hat als sonst. Wie wäre es mal mit mentalem Wellness? Was kann ich positives für mich aus meinen Jammereien ziehen? Lieb sein ist angesagt. Nehmen wir z.B. diese blöden Gelüste. Ja, ich habs übertrieben und weiß auch, dass mir die Schokolade nicht gut tut. Auch die Idee mit den Chips war eher daneben. Oder oder oder. Aber gestern war es auch irgendwie sehr befriedigend, das zu essen. Und heute? Da zwickt mich mein Bauch und erinnert mich daran... wie wunderbar wir miteinander kommunizieren können. Ich esse etwas, was ich nicht vertrage - er gibt mir wiederholt Feedback und erinnert mich mit Zwicken und Zwacken, Blähungen und Übelkeit daran, dass er das nicht in seinem System haben will. Hey, das ist wunderbar! So ein Feedback ist Gold wert. Und ich habe auch heute null Lust auf Schokolade mit Gummibärchen. Wohoooo! Und der Eisprung. Es tut so verdammt weh. Ich bin zu nichts zu gebrauchen, ich kann mich nicht hinsetzen und laufen schon mal gar nicht. Das ist echt doof. Aber... mein Eisprung ist Teil meines Lebens, meines Lebens als Frau. Wäre er nicht, hätte ich nicht dieses wundervolle Kind an meiner Seite! Wäre niemals zur Schwelle des Lebens geworden und hätte mich vielleicht nie mit der urweiblichen Kraft verbinden können. Was für ein Geschenk! Und trotzdem, es tut immer noch weh. Doch so werde ich jeden Monat daran erinnert. Ich kann präzise voraussagen, auf welcher Seite ich meinen Eisprung habe und dass ich drei Tage lange einen anderen Stoffwechsel haben werde. Ist doch eigentlich gar nicht so schlecht. Mhm. Eisprung... Gelüste... da klingelt ja was! Könnte das zusammenhängen? Aber natürlich! Und schon tauche ich tiefer ein in die Geheimnisse Weiblicher Mysterien. Habe ich meinen Eisprung, ist mein Körper fruchtbar und empfänglich. Ich bin selbst viel empfänglicher für Verführungen und sinnliche Erlebnisse. Wir werden weicher, emotionaler und mein Verstand? Macht wohl mal kurz Pause. Und diese kleinen, süßen Verlockungen in der Pralinenschachtel... Tja. Und heute frage ich mich allen ernstes, ob ich es nie lerne. Ich weiß es doch. Aber gestern habe ich es wohl vergessen. Und doch bin ich erstaunt und dankbar für die Erkenntnisse. Mein Körper und ich sind eigentlich ein wirklich tolles Team. Und diese Speckrolle da... eigentlich ist sie ja gar nicht so groß. Und wenn ich mich daran erinnere, wie das alles vor 5 Monaten ausgesehen hat... Heiliger Bimbam. Und warum gehe ich immer so hart ins Gericht mit meinem Körper? Er gibt jeden Tag sein Bestes und bringt mich durch den Tag. Und ich bin immer so gemein zu ihm. Wir sollten uns der Besonderheit unseres Körpers viel öfters bewusst werden. Was mag ich an meinem Körper? Hast Du Dir heute zum Beispiel einmal in die Augen geschaut? Also nicht vorbei geschaut beim Wimpern tuschen, sondern richtig in Deine Augen geschaut? Sie blicken Dich voller Liebe an, wenn Du es zulässt. Die Farbe und Zeichnung deiner Iris ist ein einzigartiges Wunderwerk! Sieht sie aus wie eine Blume, wie das aufgewühlte Meer oder wie leuchtender Sternenstaub? Schau Dir in die Augen und dir wird ein Blick in die Ewigkeit des Universums geschenkt. Was ist mit deinen Handgelenken, die Form deiner Ohren, die Haut über deinem Knöchel oder das zarte Nagelbett? Wunderbare Zeugen deiner besonderen Einzigartigkeit. Mir gehts plötzlich viel besser! Ist alles gar nicht so dramatisch. Was ist passiert? Ich habe den Blickwinkel geändert und alles aus einer anderen Perspektive betrachtet.Wenn uns dies gelingt, dann gelangen wir zu neuen Erkenntissen, werden geistig wendiger. Es klappt natürlich nicht jedes mal. Aber vielleicht immer öfter ?. Von Frau zu Frau. Bitte tu mir den Gefallen und schau Dich voller Liebe an. Es lohnt sich. Es lohnt sich wirklich. Und dennoch: auch jammern ist manchmal vollkommen okay :). ?

Die Lichtung im Wald

22. Januar 2017 Wurzelweber 

Die Lichtung im Wald Vor ein paar Wochen überraschte uns das Wetter mit einer zauberhaften Malerei. Eiskristalle von unglaublicher Länge wuchsen an den Pflanzen (wie wunderschön das aussah, könnt ihr zB. hier sehen) und mich zog es raus in die Kälte. Ich habe eigentlich immer meine Wege die ich gehe, aber diesesmal zog es mich auf einen anderen Pfad. Und als ich die mir vertrauten Pfade verlassen hatte... entdeckte ich nahezu direkt eine Gruppe von großen Lärchen. Und Lärchen suchte ich seit Herbst. Also Lärchen, die abseits der Straßen stehen. Es war so wunderbar! Und ihre Äste hingen bis zum Boden, so dass ich jeden kleinen an ihnen hängenden Zapfen bewundern konnte! Wie zauberhaft Lärchen doch sind.  Aber erzählen möchte ich heute nicht von den Lärchen, sondern von einer anderen Art. Einer alten Freundin. Ich ging also den Waldpfad weiter, bergauf und bergrunter ging der Weg. Ich kam an einer Wiese am Hang vorbei, wanderte weiter und bog ab. Und als ich weiterging bemerkte ich irgendwann, dass ich gar nicht mehr auf einem 'normalen' Waldpfad spazierte, sondern auf einem gepflegtem Weg. Mitten im Wald! Breit war er und das Unterholz und Gestrüpp war seltsam kurz und irgendwie weniger wild. Ich war mehr als erstaunt. Und neugierig natürlich. Also weiter. Der Weg verbreiterte sich erneut und hinter einer Biegung... stand da plötzlich ein wunderschöner Weißdorn. Ein zweifacher. Die beiden Stämme haben sich umeinander gewunden und sind als Doppelbaum gewachsen ?. Oder haben sie vielleicht einen gemeinsamen Ursprung? Wie es auch immer ist, eigentlich macht es keinen Unterschied. Mitten auf einer Lichtung. So zauberhaft . Und neben ihr, in einer kleinen Ausbuchtung, noch eine weitere Baumschwester. Die sonst oft verbuschten Bäume waren hoch gewachsen mit schmalem Stamm. Und der Frost hatte jeden Zweig und jede Beere geküsst. Mein Herz füllte sich mit Ehrfurcht und Glück ?. Der Weißdorn ist einer meiner Vertrauten. Letztes Jahr hatte ich ein paar außergewöhnliche Begegnungen mit dieser wunderbaren Pflanze. Im Frühling habe ich einen besonderen Weißdorn am Fluss gefunden, der mich beinah rief. Ich pflückte ein paar Blätter und Blüten (nach vorherigem Fragen natürlich) und als mir der Baum mitteilte, dass es genug sei, bedankte ich mich, ließ ein kleines Geschenk da und ging mit meinem Schatz nach Hause. Die eine Hälfte der zarten Blätter und Blüten trocknete ich später für einen samtigen Tee. Die andere Hälfte setzte ich als Auszug an. Im spätem Sommer/­­ frühem Herbst rief sie mich wieder, mein Weißdörnchen. Als ich dort ankam... ich traute meinen Augen nicht. So große und so schöne Weißdornbeeren hatte ich noch niemals gesehen! Was für ein besonderer Baum! Unglaublich! Die Beeren, die ich an diesem Tag mitnahm, trocknete ich auch wieder für Tee und der Rest gesellte sich zu den Blättern und Blüten ins Glas um zu einer magischen Jahreskreisessenz zu werden...  Und nun habe ich diese beiden wunderbaren Weißdornbäume auf der verzauberten Waldlichtung gefunden. Ich bin schon voller freudiger Erwartung, wie es sich in ihrer Nähe anfühlt, wenn sie beginnen im Mai ihre Blätter und Blüten zu treiben ?! Es ist doch erstaunlich, welche Überraschungen sich uns offenbaren, wenn wir mal nicht die bekannten Wege gehen. Wenn wir inneren Impulsen folgen und abseits des Pfades wandeln. ?

Winter

19. Januar 2017 Wurzelweber 

Winter Es ist kaum zu glauben. Aber auch hier ist der Winter angekommen! Wir hatten frostige -11 Grad heute Nacht! Und auch noch Schnee! Genial! Ich liebe diese kalte Stille, die sofort alles überkommt, wenn es schneit.  Natürlich kann ich immer noch nicht raus gehen ohne Kamera.Warum auch? Ich finde im Winter wird einem eine ganz andere Qualität der Pflanzen bewusst. Gerade bei Bäumen reduziert sich alles auf das Wesentliche. Und bei vielen anderen stehen teilweise nur noch die Samenstände. Durch den Frost werden die Konturen wunderbar unterstrichen und ein ganz anderes Bild gezeichnet... So wundervoll. Und geht man dann durch den winterlichen Zauberwald, dann glitzert und knistert es überall...

Jahresrückblick 2016

9. Januar 2017 Wurzelweber 

Jahresrückblick 2016So lange ist es her, dass ich hier war. Es war ein turbulentes Jahr für uns. Es ist so viel passiert! So viel! Da hat mir die Blogpause wirklich gut getan. Ich hätte es viel früher machen sollen, also auch den Gedanken in mir wirklich zulassen. Denn schon vorher bin ich selten dazu gekommen zu bloggen, hatte aber auch zwischen wochenlanger Ebbe immer das Gefühl, ich muss bloggen. Und so hab ich hier einen kleinen persönlichen Jahresrückblick um euch ein bisschen in Kenntnis zu setzen, was sich ereignet hat, meine persönlichen Meilensteine. Für mich war 2016 ein tolles Jahr, in dem ich mich sehr weiter entwickelt habe. Ich bin so dankbar für alle Lektionen, die dieses Jahr für mich bereit gehalten hat. Es ist seltsamerweise recht ausgeglichen viel im Inneren und im Äußeren passiert, wobei mein Fokus ganz klar auf dem inneren Wachstum liegt. Ich bin eine ganz andere geworden im Laufe des letzten Jahres. Über allem steht meine Verbindung mit den Pflanzen. Sie ist tiefer geworden, hat sich verändert, hat mich verändert. Und es begann... Unser erster neuer Mitbewohner. Alles fing an, als wir Anfang des Jahres einen neuen Mitbewohner bekommen haben. Ein Familienmitglied ist recht kurzfristig bei uns eingezogen. Das hieß, dass wir die Pläne für das Zimmer, welches eigentlich für den Kobold (der ist mittlerweile schon vier!) vorgesehen war, über Bord werfen und unseren Haushalt komplett neu aufstellen mussten. Wir leben zwar auf einem Hof mit viel Platz, aber den haben wir nicht im Haus, hier haben wir nur wenige Zimmer. Doch wir haben es geschafft und uns arrangiert. Unser Mitbewohner blieb dann letztendlich 8 Monate... Mein Krafttier Ich habe in den letzten Rauhnächten (2015/­2016) mein Krafttier gefunden, mein wunderbares Krafttier. Sie kommen zu uns, wenn wir nicht mit ihnen rechnen und treten in Manifestationen auf, die wir nicht erwarten. Im Laufe des Jahres wurde mir auch die tiefe Bedeutung meines Krafttieres bewusst. Und ich konnte es auf verschiedenen Wegen kennenlernen. Neue Pflanzenverbündete Die Erle ist in mein Leben getreten. Und der Wacholder. Das Klettenlabkraut und Ende des Jahres die Lärche. Ausbildungsbeginn Ganzheitliche Heilweisen im März Hierfür habe ich kaum Worte. Die Kerngruppe meiner Ausbildung ist wie eine zweite Familie für mich geworden. Unglaublich. Ich tauche seitdem tief ein in die Geheimnisse von Reiki- und Pranahealing, habe eine energetische Panchakarma-Kur hinter mir und lag bei strömendem Regen in einem Buchenhain und bereiste in einer außergewöhnlichen Reise über 30 Chakren meines Körpers. Ich bin vertraut geworden mit schamanischen Reisen, habe isopathische Medizin hergestellt, Pflanzenbotschaften dokumentieren können und noch so vieles mehr. Wahnsinn! So toll! Wir treffen uns einmal im Monat für ein bis zwei Tage und 'zaubern' dann gemeinsam :) Fotoausstellung im April Ich habe natürlich Pflanzenbilder ausgestellt. Was auch sonst?! Heheee. Ausbildungsbeginn bei der 'School of Evolutionary Herbalism' im Sommer Genial. So was von. Ich habe Online-Kurse in Astro-Herbalism und Elemental-Herbalism belegt. Ich pausiere hier gerade, weil ich noch andere Aufgaben zu erledigen hatte, aber jetzt gehts wieder los. Mit Feuer!! Reiki Grad 1 Ich habe im Juni die erste Einweihung bekommen. Abnehmen. Start im August Ich habe im August an einem Samstag, genau gesagt am 13. August 2016, beschlossen, dass ich abnehme. JETZT. Durch meine Schwangerschaft hab ich ca. 8 Kilo zugenommen, hatte dann mal vier Kilo runter, doch schwuppdiwupp wieder drauf... Und plötzlich war ich innerlich stark genug, um es durch zu ziehen. Inspiriert hat mich meine süße Freundin Claudi durch eine lange Sprachnachricht, in der sie erzählt hat, dass sie abnimmt. Ich war beim Einkaufen als mich die Nachricht erreichte und als ich wieder im Auto saß und begann mir die Nachricht an zu hören... war ich elektrisiert. Wie das manchmal so ist. Man kann hundert mal etwas lesen oder hören, aber es bleibt irgendwie hohl. Doch dann kommt zum richtigen Zeitpunkt jemand herbei, spricht zu dir, benutzt eine Sprache die Deine Seele versteht - und es macht KLICK. Und es hat KLICK gemacht bei mir. UND ZWAR WIE! Noch an diesem Tag habe ich angefangen. Und es sind jetzt über 10 Kilo weniger. Ich kann es gar nicht richtig glauben. Ich werde Claudi auf Ewig dankbar sein. Sie ist so eine inspirierende, wunderbare Frau, die einen so was von mitreißen kann! Meine persönliche Superheldin 2016!!! Buch Nr. 3 'Regionale Winterküche', erschienen Mitte September 2016 Mein drittes Buch ist im September erschienen. Es war anstrengend. Ein Buch zu schreiben erfordert so viel Disziplin! Was nicht leicht ist, wenn 'nebenbei' auch noch die Familie und besonders der Dreijährige ruft, ich wieder halbtags in der Agentur arbeite, der Haushalt und der Hof in Schuss gehalten werden wollen (ganz zu Schweigen neben den anderen Projekten die ich am laufen habe). Ich habe es wieder mit meiner Co-Autorin Daniela Friedl geschrieben. Wir haben allerdings den Verlag gewechselt und sind jetzt beim Ulmer Verlag verlegt! Wohooooo! Die Zusammenarbeit mit dem Verlag war super toll und auch nach zwei Büchern habe ich ganz viel neues Gelernt. Grandios. Mitbewohner Nr. 2, Loki zieht ein Einsam und verlassen haben wir ein kleines, winziges Etwas in unserer Scheune gefunden. Ein kleines einsames Katzenbaby schrie herzzerreißend... Ach herrje, so ein kleines Ding. Wir haben ihm Wasser und Futter hingestellt und es vier Tage beobachtet, ob die Katzenmami nicht doch vielleicht zurück kommt. Doch leider nein. Also haben wir den Kleinen zu uns genommen. Und er macht seinem Namen alle Ehre. So ein Wirbelwind!! Loki versteht sich super mit unserem alten Kater Fiddich und auch prima mit Faye. Und so haben wir nun drei Fellnasen bei uns :). Prüfung Phythotherapie im November Ha! Zwei Jahre hat die Ausbildung gedauert und wurde dieses Jahr nochmal intensiviert. Sie endete mit einem Prüfungstag. Wir hatten eine Schriftliche und eine Mündliche zu absolvieren und zusätzlich noch ein Projekt vorzustellen. Im Dezember habe ich dann überglücklich mein Zertifikat bekommen: Bestanden! Und ich war sogar mit meiner Note zufrieden, heheeee. Ich bin total happy. Jetzt schauen wir mal, wie es weiter geht. Ich bin Feuer und Flamme. Mein Dauerthema: Hochsensibilität im Alltag Durch die Arbeit an mir und die Aufgaben die sich mir vor allem in der ersten Hälfte des Jahres gestellt haben, bin ich stärker geworden. In manchen Bereichen auch weicher, flexibler. Noch jemanden zusätzlich im Haus zu haben, hat uns hier alle hart auf die Probe gestellt. Wir mussten manchmal für die Harmonie in unserer Familie hart kämpfen. Aber wir sind alle enger zusammengewachsen (im wahrsten Sinne des Wortes ;). Und die Bereiche meiner Seele zu erkunden, sie ich mir gar nicht anschauen wollte... das kam dann alles bei den 'Energetischen Heilweisen'. Mit Wucht. So oft lag ich am Boden zerstört da und konnte es nicht fassen. Wie soll ich alles schaffen? Was denke ich mir eigentlich dabei?! Aber Seelenarbeit ist so wichtig. Und so schüttelt man die Asche aus den Haaren und von den Schultern, lässt sich vom Tauregen rein waschen, vom Wind in den Bäumen trocknen und gibt sich voller vertrauen in Mutter Erdes Schoß... Ich habe mich neu kennengelernt. Und vor alles akzeptieren gelernt! Niemals hätte ich sonst alles geschafft, wo mein Impuls ja immer in Richtung Verstecken geht. Ich schaffe es nun, mich besser in meinen eigenen Alltag und in den Umgang mit Menschen(ansammlungen) (denen ich mich nun täglich stellen muss, seit der Kleine im Kindergarten ist) zu integrieren. Ich kann meine Wahrnehmungen besser steuern und lerne nicht nur damit zu leben, dass ich (für mich) zu viel mitbekomme, sondern es sogar manchmal für mich zu nutzen. Was nicht heißt, dass es immer klappt. Oft absolut gar nicht. Wenn mich einkaufen überfordert, Autofahren oder eine Horde verrückter Kindergartenkinder mit gestressten Mamis. Wenn ich nach Hause komme, mein Kopf voller Eindrücke ist und mein Herz voller Emotionen, die da weder hin gehören, noch meine sind. Wenn ich die Tür hinter mir zu werfe und der Welt kündigen möchte. Oh ja, das gibt es oft genug. Aber es passiert ein kleines bisschen weniger oft. Und das ist wie ein Meilenstein für mich. Freundschaften Ich konnte neue Freundschaften schließen in diesem Jahr, was für mich ein Riesenschritt ist. Ich war in der Lage es zu zu lassen. Und ich wurde so reich beschenkt. 'Alte' Freundschaften haben sich selbst neu erschaffen und sind sehr intensiv geworden. Das bereichert mich so sehr! Was bin ich dankbar dafür!! Was für ein Jahr! Und das sind nur meine eigenen Meilensteine. Der kleine Kobold ist schon so ein großer Junge und er ist so ein Goldschatz!! Und auch mit ihm haben wir viel erlebt. Der Artikel ist jetzt ganz schön lang geworden... Ist aber auch viel passiert :) Und nun stehen wir hier und schauen in die Morgendämmerung eines neuen Jahres. Schauen wir zuversichtlich in das neue Jahr. Lasst uns Großartiges erwarten. Nicht mehr und nicht weniger. 

Die Birke

16. Februar 2016 Wurzelweber 

Die Birke Die Birke ist der erste Baum im keltischen Baumalphabet, dem Ogham. Ihr Lautwert ist Beith, ihr Zeichen ?. Die Birke ist schon so lange mein Begleiter... wir haben neun Birken in unserem Garten. Schon als Kind habe ich es geliebt im lichten Birkenschatten auf dem weichen Moos darunter zu liegen und dem Licht- und Schattenspiel der Blätter zu zu schauen. Mein Opa hat uns in einer Dreiergruppe eine Turnstange in die Birke geklemmt und wir konnten dort klettern und Akrobaten spielen. In der anderen Dreiergruppe hatten wir unser Baumhaus... Meine Kindheit ist quasi wirklich durchzogen von Birkenerinnerungen. Birken sind wunderschöne Bäume. Ihre weiße Rinde ist schon von weitem zu erkennen und macht sie zu etwas ganz besonderem. Fällt das Mondlicht auf den Birkenstamm fangen sie beinah an zu leuchten. Ihre Blätter hängen an filigranen Ästen und schon der leiseste Windhauch bringt sie in Bewegung und so entsteht auch dieser ganz besondere Birkenklang. Für mich klingt jeder Baum sehr individuell und hat seine ganz eigene Klangkulisse. Gerade jetzt im Frühling kann man Zeuge eines weiteren 'Wunders' werden. Legt man an einem windfreien Frühlingstag in einer geräuscharmen Umgebung sein Ohr an den Stamme einer Birke, wird man ein unerwartetes Rauschen wahrnehmen können... Eine Birke transportiert in feinen Kanälen bis zu 70 Liter Wasser von den Wurzeln bis in die Baumkronen und wir können mit Ohrenzeuge davon werden (funktioniert auch wunderbar mit einem Stethoskop, für die ganz neugierigen Lauscher [wie ich es einer bin]). Dieses Birkenwasser ist ebenfalls heilkräftig und kann von kundigen Kräuterweiblein und -männlein auf baumschonende Weise gezapft werden. Mir war lange nicht klar, warum die Birke im keltischen Baumkalender dem November bzw. dem Januar (je nach Startpunkt, nähere Infos dazu hier) zugeordnet wird. Denn für mich ist die Birke absolut kein Winterbaum, sondern einer des erwachenden Frühlings. Doch je mehr ich in den Raum der Birke vordrang, desto mehr erschloss sich für mich das Warum. Es geht hierbei nicht nur um das rein biologische des Baumes. Natürlich spielt das auch eine Rolle, aber hier geht es um mehr. Um die Botschaft, die uns dieser wunderbare Baum vermitteln will. Doch wofür steht sie? Die Birke steht für den Anfang. Den unschuldigen, reinen, frischen Neu-Anfang. Für den Sieg des Lichts über die Dunkelheit. Sie ist einer der ersten Bäume, die im Frühjahr ihr Blüten zeigen. Nicht nur ihre Rinde strahlt im hellen, reinen weiß. Wenn man von einem Zeig die Rinde entfernt und dann glatt und fein schmirgelt, dann leuchtet einem das helle, fast schon schimmernde Holz entgegen. Es fühlt sich weich und glatt und gut an, man möchte es immer und immer wieder anfassen und streicheln. Diese Helligkeit des Baumes erinnert mich an die junge Maid, deren Weiblichkeit noch nicht erwacht ist, die rein und unschuldig und kindlich durch die Wälder tollt... Beim Schnitzen hatte ich nahezu das Gefühl dass das Holz im Dunklen leuchtet. Die Birke ist eine der Pflanzen, die in keiner Frühjahrskur fehlen sollten. Die jungen Triebe, Blätter, Knospen und das frisch gezapfte Birkenwasser wirken stoffwechselanregend, harntreibend und durchspülend, sie wirken also erneuernd. Mit der Einnahme von Birkenwirkstoffen wagen wir also quasi jedes Jahr aufs Neue einen Neuanfang. Nimmt man nun dies alles zusammen, ist es überhaupt nicht mehr verwunderlich, warum die Birke als erster Baum des keltischen Baumkalenders gewählt wurde.  Die Botschaft meiner Birken Seelisch gesehen bringt uns die Birke Licht und Fröhlichkeit ins Herz. Und spirituell zeigt uns der Baum, dass wir nichts neuen beginnen können, wenn wir das/­­etwas Altes nicht beendet haben. So sind die Botschaften, die ich empfinde, wenn ich mich dem Pflanzengeist nähere. Ein Birkenhain ist hell und klar, strukturiert und licht, alles ist auf den ersten Blick sichtbar und man kann leichten Schrittes hindurchgehen. Kein dichtes, verwachsenes Unterholz voller Gestrüpp und dornigen Büschen die den Weg behindern. Alles ist klar und sichtbar bereit für den neuen Weg und die Birke als Pionierpflanze wird uns auch auf mentaler Ebene zu einem mutmachenden Begleiter, der uns einen guten Start ermöglicht, sie 'erhellt' uns quasi den Weg. Taucht in schamanischen Reisen oder in Träumen die Birke oder ein Birkenwäldchen auf, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass eventuell ein wie auch immer gearteter Erstkontakt bevorsteht. Und so können wir die Birke nutzen um auch unsere Bereitschaft zu etwas Neuem zu signalisieren, in dem wir sie symbolisch verwenden oder verzehren. Bei den bewussten Begegnungen mit der Birke wurde mir ganz schnell deutlich, warum sie der erste Baum des keltischen Baumkalenders ist. Ich habe es zu Beginn meiner Reise ja, wie oben schon erwähnt, nicht verstanden. Mit aller Deutlichkeit machte sie mich auf ihre offensichtlichen und subtileren Eigenschaften aufmerksam und meine Achtung vor diesem wunderschönen Baum wuchs mit jedem Mal mehr. Sie wird mich in diesem Frühjahr mehr als sonst begleiten und ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich ihre ersten, zarten Blätter entdecken werde. Diese Blätter in diesem unglaublichen Grünton, sie so schön hell riechen... Und hier gibt es ein paar baumheilkundliche Weisheiten über die Birke und ein paar Rezepte: Birkenblättertee, Birkenknospentinktur und Tipps zum Räuchern mit Birkenrinde ?

Winterlicher Granatapfel-Cranberry-Teepunsch

22. Januar 2016 Wurzelweber 

Winterlicher Granatapfel-Cranberry-Teepunsch Der Winter hat wirklich Einzug gehalten! Und wie ich diesen Schnee liebe! Zu diesem wunderbaren Schnee ist es bei uns dann bis in den Vormittag hinein auch wirklich sehr kalt. Seit ein paar Tagen sind es bei uns zweistellige Minusgrade, also wirklich bitterkalt. So kalt, dass ich mir bei einer Fototour am Fluss richtig die Hände verfroren habe... Doch im Laufe des Tages steigen die Temperaturen etwas an, die Sonne schaut hervor... und wir haben uns vor ein paar Tagen gedacht, feiern wir doch den Winter ein bisschen! Der Kleine konnte draußen spielen, Faye ist eh total begeistert von diesem Wetter und stöbert durch die verschneite Weide und wir genießen die Wintersonne und dieses zauberhafte Glitzern in der Luft. Was für ein wundervoller Winter!   Dazu habe ich vor bei paar Tagen einen köstlichen Teepunsch (natürlich alkoholfrei) zubereitet. Mit Granatapfel- und Cranberrysaft ist er allein für die Augen schon ein wärmendes Feuer! So eine zauberhafte Farbe! Mit den beiden Säften aus Granatapfel und Cranberrys gönnen wir uns hierbei auch noch eine ordentliche Portion Antioxidantien, die sich in dem roten Pflanzenfarbstoff befinden, der die Früchte so leuchten läßt. Beide gelten außerdem als Entzündungshemmer und sind daher für die kalten Tage besonders gut geeignet. Die Gewürze die in diesem köstlichen Teepunsch ihr Aroma entfalten, wärmen uns außerdem ordentlich durch. Die Wacholderbeeren regen den Stoffwechsel an, fördern die Verdauung und sind hilfreich bei Infektionskrankheiten. Winterlicher Granatapfel-Cranberry-Teepunsch Zutaten 500 ml Cranberrysaft 500 ml Granatapfelsaft 300 ml Wasser 1-2 TL Zimtblüten 8 Nelken 1-2 Anissterne 6 Wacholderbeeren 2 Pimentkörner 2 Beutel Kräutertee Bioorangenscheiben und Zimtstangen zum Garnieren Zubereitung Alle Zutaten (bis auf die Orangenscheiben) in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze bis kurz unter dem Siedepunkt erhitzen. Vom Herd nehmen und min. 1 Stunde lang ziehen lassen. Die Zimtblüten, die Nelken, die Anissterne, die Wacholderbeeren und die Pimentkörner entfernen. Erneut erwärmen (nicht kochen lassen!) und in Teegläser füllen. Mit Orangenscheiben und Zimtstangen garnieren und heiß servieren.  Ein Teepunsch läßt sich sehr gut vorbereiten. Während man einen langen Winterspaziergang macht, können die Gewürze in der heißen Saftmischung wunderbar ihr Aroma entfalten. Kommt man dann durchgefroren mit roter Nase und kalten Fingern nach Hause, erwartet einen schon der köstliche Duft, der durch das ganze Haus zieht... wunderbar. Dann nur noch schnell den Punsch erneut aufgewärmt und mit der dampfenden Tasse voll fruchtigem Feuer vor den Kamin ?. Mhmmmm... Ich wünsche euch allen eine zauberhafte Winterzeit!

Meine Gesundheit und was sich ändern muss

10. November 2015 Wurzelweber 

Vor ein paar Tagen habe ich mal ein gesundheitliches Resümee gezogen - oder eher ziehen müssen. Seit der Kleine im Kindergarten ist, bin ich ständig krank. Klar, vielleicht ist das ein Stück normal, denn wenn man mal ein paar Tage hintereinander im Kindergarten war, begegnen einem alle (trief)naselange jede Menge Schnutzäffchen, Hustenzwerge und kleine Schnupfenmäuse. Die Kleinen bauen ja auch erst mal ihr Immunsystem auf, aber ich?! Meins sollte eigentlich funktionieren. Aber das tut es nicht. Seit es mir im Sommer nicht so gut ging, habe ich ständig mit irgendwelchen körperlichen Wehwechen zu kämpfen. Ich rufe bei jedem kleinen Virus ständig "Hier! Ich will den haben!", kämpfe mit Gerstenkörner, habe Magen-Darm-Grippe und Erkältungen. Ätzend ist das. Besonders mit einem Dreijährigen. Das ganze gipfelte dann in einer eitrigen Mandelentzündung mit anschließender Bronchitis und einer Antibiotikabehandlung. Meine erste Antibiotikabehandlung an die ich mich erinnern kann. Und es war furchtbar. Bauchweh, Durchfall, Sodbrennen, ... und ich war erst mal ausgeschaltet und hatte Zeit zum Nachdenken. Bei einer meiner letzten Yoga-Stunde sagte mir meine Lehrerin etwas sehr interessantes: "Wenn man nicht ganz bei sich ist, ist Platz für andere(s)." Und so würden dann Krankheitserreger und Viren freie Bahn haben. Ich finde diesen Satz sehr interessant, denn da ist was dran. Ich kann es zumindest an mir beobachten. Wenn es mir seelisch nicht gut geht, werde ich schneller krank. Und so habe ich beschlossen, dass ich mehr für mich tun will, Tiefenarbeit leisten. Und ich habe schon damit begonnen. Ich gehe jetzt wirklich jede Woche zum Yoga und ich finde es großartig. Ich arbeite an meiner Selbstliebe, gehe in mich und schaue mir meine Schatten an, lerne Nein zu sagen. Ich übe mich im Loslassen, zum einem ganz banal und miste meine Schränke aus, räume auf, sortiere aus und werfe weg. Zum anderen kehre ich aber auch Dinge aus meinem Leben, die mich einfach nicht mehr nähren. Und es tut so gut. Jetzt möchte ich meine Ernährung verbessern. Dadurch dass ich sehr mit meinem Inneren beschäftigt war, habe ich einiges schleifen lassen. Und das wird jetzt angegangen. Mit der Energie des nächsten Neumondes packe ich es an. Der nächste Neumond ist morgen, am 11.11.2015, ein fast schon episches Datum, oder? Also ab morgen möchte ich... - ... Zucker weglassen. Das wird schwierig, machen wir uns nichts vor. Es kommt nämlich die Weihnachtszeit, aber ich denke, ich habe es bitter nötig. Und wann ist der richtige Zeitpunkt um etwas zu ändern? Immer jetzt! Es wird mir gut tun. Zu Beginn meine ich erst mal den Industriezucker. Süßes wie z.B. Datteln oder Bananen werde ich mir erlauben, auch Birkenzucker. - ... wieder möglichst glutenfrei leben.  - ... möglichst wenig bis keine verarbeiteten Produkte zu mir nehmen. Ich esse zwar schon recht wenig verarbeitete Produkte, aber die sollen auch wegfallen. Stichwort Clean Eating. - ... noch mehr rohes Obst und Gemüse essen.  Meinen Rohkostanteil erhöhen. Stetig. - ... meine Darmflora wieder aufbauen. Zusätzlich zu meiner Ausleitungskur (die man nach jeder Antibiotikakur machen sollte, dazu aber mehr in einem extra Blogpost) muss ich meine Darmflora wieder in Gang bringen und möchte jeden Tag Probiotika zu mir nehmen. - ... jeden Tag 2 Liter trinken. Ich trinke viel zu wenig.  Das ist doch eigentlich alles umsetzbar, oder? Und weil es zusammen einfach viel mehr Spaß macht und wir uns alle gegenseitig motivieren und unterstützen können, frage ich Dich, ob du nicht auch mitmachen möchtest! Die Wilde Wölfin von Wilde-Weiblichkeit.de und Karmi von GlowingLife.de machen auch mit. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich noch mehr melden. Wenn Du ein Blogger bist, einfach einen Kommentar hier lassen und dann verlinke ich euch hier im Artikel. Es wäre außerdem toll, wenn Du von unserer Aktion berichten würdest. Ich freu mich! Linkliste (unsortiert): Wilde Weiblichkeit Glowing Life InspiriertSein Vegan einfach Frau Schäselchen

Kann Yoga emotionale Dämme aufreißen?

8. September 2015 Wurzelweber 

Ich habe wieder mit Yoga angefangen. Ich möchte ja gerne etwas für mich tun. Und da es mit vor Jahren so gut gefallen hat, habe ich mich vor ein paar Wochen hingesetzt und mir verschiedene Angebote in unserem Umkreis angeschaut. Und ich bin auch gleich fündig geworden. Schon die erste Stunde war sehr beeindruckend. Besser gesagt, ich hatte danach sehr beeindruckenden Muskelkater. Und fühlte mich nach der Stunde etwas high. So etwas dusselig, wie auf Watte. Diese Erfahrung habe ich nach meiner ersten Erfahrung mit Yoga auch gemacht.  Doch die zweite Stunde... Nach für mich sehr intensiven Übungen, in denen mir ganz klar gezeigt wurde, dass ich mich mal überhaupt nicht mehr bewegen kann, kam es irgendwann zu einer Stellung, in der uns zusammen rollen konnten. Und da hat es mich überschwemmt. Mir liefen Tränen um Tränen um Tränen die Wangen herunter. Ich konnte gar nichts dagegen machen. Auch bei der Endentspannung (ganz wunderbar mit Klangschalen) lag ich dort unter meiner Decke, und am liebsten hätte ich herzzerreißend geschluchzt. Es war jetzt nicht so, dass sich bei mir durch die Yogaübungen offensichtliche Blockaden gelöst haben, also körperliche. Naja, ...vielleicht doch und mir ist es gar nicht so bewusst. Aber vielleicht arbeitet es auf seelischer Ebene, vielleicht habe ich Blockaden in den Energiemeridianen.  Auf jeden Fall hatte ich plötzlich wieder die Gefühle in mir, wie damals nach der Geburt. Warum kommt das in mir hoch, wenn ich in der Yogastunde bin?! Ich denke natürlich immer noch an die Geburt, aber es ist wirklich emotional blass geworden. Damals musste ich oft weinen um alles zu verarbeiten... und habe lange nicht mehr so gefühlt. Habe ich meine ganzen Emotionen, die die Geburt meines kleinen Kobolds betreffen, vielleicht in meinen verkrampften Muskeln am unteren Rücken versteckt? Dort tut es mir besonders weh bei den Übungen. Ist vielleicht gar nicht so unwahrscheinlich. Ich konnte ja erst sechs Monate nach der Geburt überhaupt wieder sitzen, dadurch hat sich sicher einiges verkrampft und verkürzt... Und wenn sich da jetzt etwas löst, dann könnten auch verborgene Gefühle freigesetzt werden. Ich kenne dieses Phänomen auch vom Entgiften... Hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht? Wühlt euch Yoga emotional auf? Ist das normal?

Komm mit ins Gemüsebeet!

20. August 2015 Wurzelweber 

Komm mit ins Gemüsebeet!Heute nehme ich euch mal mit in unsere Gemüsebeete! Ein kleiner Rundgang. Das Hühnergott-BeetUnsere drei Hochbeete sind mein ganzer Stolz. Ich liebe sie. Ich bin jeden Tag auf der Wiese zum Wässern, zupfen, streicheln, meinen Pfanzen Liebe und Zuneigung geben, die bewundern, bei Ihnen zu sein und um zu ernten. Es ist ein wahres Füllhorn an Gemüse! Im Hühnergott-Beet wachsten zur Zeit: Erdbeeren, purpurne Möhren, Kübisse, verschiedene rote und grüne Salate, Knollensellerie, Kapuzinerkresse und Vogelmiere. Das Hochbeet heißt so, weil an diesem Beet lauter Hühnergötter und Steine hängen. Das erste Beet. Noch ohne Namen. Im ersten Beet wächst: Grünkohl, Stangensellerie, Rote Beete, Rotkohl, Kürbisse, Chinakohl, Radieschen und Winterrettich. Wir haben hier schon große Mengen an Blumenkohl, Radieschen, Rettichen, Möhren und Salat geerntet. Leider hatten wir trotz Schutzbarriere eine Wühlmaus im Beet. Wir wissen nicht wie sie reingekommen ist, auf jeden Fall hat sie sich sehr wohl gefühlt und uns fleißig das Abernten der Möhren abgenommen. Aber genauso plötzlich und seltsam wie sie in das Beet kam, ist sie auch wieder verschwunden. Das wilde Kräuterbeet Und im hinteren Beet passieren eher die verrückten Sachen. Wir haben hier eine Kohlrabi, die ist riesig. Und die Kürbissranken drehen durch und wachsen in zwei Tagen einen halben Meter. Dill und Fenchel sind so zauberhaft, dass ich überzeugt bin, dass in ihnen Feen und Elfen aus und ein gehen. Und der Schnittlauch ist riesengroß. Und hier sprießen lauter tolle Sachen, die wir gar nicht gepflanzt haben. Ich habe schon mehrere Melissen umgesetzt, die anscheinend in der Erde geschlummert haben. Ansonsten wächst hier: Petersilie (und sie blüht!), Zitronenverbene (die ihren Weg bald auf das Hügelbeet finden wird), Zwiebeln, Lauch, Weißkohl, Eiszapfen, Kohlrabi, Schnittknoblauch, Salat, Ananas-Salbei, Oregano und Thymian. Kapuzienerkresse, Hühnergötter und KürbisrankenEs ist so wunderbar zwischen den Beeten zu wandeln und diese ganze Kraft von Mutter Erde zu spüren. Das saftige Grün, die ungezähmte Kraft und der Wille zu wachsen... man kann fast philosophisch werden, wenn man tief in der Erde wühlt. Wirsing wie gemaltWir haben sogar immer noch ein paar Erdbeeren. Sie werden nach und nach reif und der Kobold darf sie dann naschen. Für ihn ist der Gang zum Möhrenteil im Beet eh fester Bestandteil des Tages. Schnell abgewaschen und dann verputzt. Er liebt es. Und ich erst! Nächstes Jahr bauen wir ihm klein kleines eigenes Beet. Da kann er selber etwas anpflanzen und gießen und ernten und pflegen und hegen.   So. Und das nächste mal zeige ich euch die Hügelbeete. Die sind noch im Aufbau und dort wachsen eher Kräuter, aber ich liebe sie genauso wie meine Hochbeete. ?

Lammas und Korngeister

2. August 2015 Wurzelweber 

Lammas und Korngeister Gestern war Lammas, oder auch Lughnasad. Und somit beginnen wir das erste der drei Erntedankfeste. Es ist warm draußen und seit einer gefühlten Ewigkeit mähen die Bauern um uns herum ihre Felder wieder zur richtigen Zeit. Für mich ist die richtige Zeit immer der heiße, warme August. Mir kam es bisher immer so vor, als könnte ich mit manchen der alten Tage mehr anfangen und mit manchen weniger. Das ist glaube ich ganz normal. Lammas gehörte irgendwie immer zu den Tagen, mit denen ich mich nicht richtig verbinden konnte. Und dieses Jahr ist mir eins klar geworden: so wie ich Yul und die Rauhnächte körperlich spüren kann, so kann ich das auch mit Lammas. Und dieses jahrelange Umherschwänzeln um diesen Tag, den ich nicht richtig fassen konnte, liegt daran, dass ich dieses Zeitraum nicht an einem Datum festmachen kann. Lammas ist und war fast schon immer eines der wichtigsten Feste für mich, bzw. eines der mir bewusstesten Zeiträume im Jahr. Lammas beginnt für mich mit dem rot werden der Vogelbeeren, mit dem Nachlassen der grünen Farbe der Bäume und des Grases, mit trockener, nach Stroh und Getreide riechender Luft, mit dem Rascheln des Korns, Stoppelfeldern und den letzten Erdbeeren und Johannisbeeren. Und das ist jedes Jahr zu einer etwas anderen Zeit. So langsam begreife ich wirklich, dass die meisten der alten Tage keine festen Daten haben, sondern als Zeiträume wahrgenommen werden. So wie es schon immer war. So wie es für mich schon immer war, ich es aber nie wirklich begriffen habe. Und ich klammerte mich irgendwie an den 1. August und fragte ich dann, was es ist, was mir fehlt. Dabei fehlt mir nichts. Es ist alles da. Ich spüre den warmen Wind auf der Haut, höre das Flüstern der Fruchtbarkeit im Kornfeld, rieche mein Stroh, erlebe die Fülle des Augenblicks und bin dankbar, dankbar, dankbar. Dankbar für solche Momente, die mir zeigen, was mir wichtig ist. Momente in denen ich in Bruchteilen von Sekunden wieder in meiner Kindheit bin, meinem Großvater und später meinem Vater in einem Korb Wasser und etwas zu essen auf das Feld bringe, dass gerade abgemäht wird. Trockene und staubige Luft, ganz leicht fahl werdendes Grün, Familienzusammenhalt und spielen im Kornwagen... Oh ihr guten Götter, ich kann das Korn riechen, wenn ich darüber schreibe. All dieses kam gestern in mir hoch. Und Auslöser war etwas, was  ich als Kind oft gesehen habe, aber jetzt fast 25 Jahre nicht mehr: einen Korngeist. Eine kleine Windhose von ca. 15 bis 20 Metern Höhe, die auf einem Feld oder Feldweg als wirbelnder Wind anfängt, Staub aufnimmt und dann größer wird, den Staub mit sich trägt und aussieht wie ein kleiner Tornado. Das Schauspiel dauert vielleicht eine Minute, dann ist der Geist wieder verschwunden und hat sich aufgelöst. Zurück bleibt nur trockener Staub und Verzückung in mir... Natürlich konnte ich kein Foto machen, die Kamera lag auf dem Rücksitz. Aber ich konnte den Korngeist meinem Mann und meinem Kobold zeigen, was mich wahnsinnig glücklich macht. Mein Mann hatte so etwas noch nie gesehen. Und so versöhnt mich trockener warmer, auf der Haut klebender Staub mit Lughnasad. Schöner geht es kaum. ?  Korngeist ist übrigens mein persönlicher Name für dieses kleine Windphänomen. Nicht offizielles. Und nicht der alte Korndämon, der Kinder vom betreten des Feldes abhalten sollte. Doch wenn ich es mir recht überlege...

Regentänze und Sturmschäden

9. Juli 2015 Wurzelweber 

Regentänze und SturmschädenIch bin ja ein totales Gewitter- und Sturmkind und liebe windumtoste Nächte, in denen der Sturm um das Haus heult und Windgeister den Kamin hinunter jaulen. Vor ein paar Tagen trieb ein Gewitter heftigen Sommeregen vor sich her. Es war 35 Grad draußen und wir hatten Besuch von meiner Freundin und ihrem kleinen Sohn. So haben wir uns kurz entschlossen die Zwerge gepackt und haben mit den Kleinen barfuß im Regen getanzt. Erst waren die Kids etwas irritiert (meiner ja nicht so, der kennt ja seine verrückte Mama ;), aber dann waren die zwei voll dabei. Nackt auf dem Trampeltrecker und barfuß in sonnenwarme Pfützen springen! Was ein Spaß! Es war super schön.  Vorgestern hat sich der Sommer dann doch zu einer kleinen Pause entschlossen und hat bei uns sein Atemholen mit Donnergrollen, Blitzgewitter und Sturm eingeläutet. Und ich muss sagen, er hat ziemlich kräftig ausgeatmet, denn bei uns ist einiges zu Schaden gekommen. Unser feiner Kirschbaum, den vor ein paar Jahren schon ein Sturm gespalten hat, ist weiter zerbrochen. Ein großer Ast ist abgeknickt mit all seiner Kirschenpracht.  Aber ein Blick auf das zerborstene Holz hat uns bestätigt, was wir schon lange vermutet hatten. Das Holz ist unrettbar morsch. Und zwar schon so sehr, dass sich im Stamm schon die feinste zersetzte Erde befindet. Ich glaube über kurz oder lang werden wir uns mit dem Gedanken befassen müssen, dass der Kirschbaum uns bald ganz verlassen wird. Es sind die köstlichsten Kirschen, die man sich vorstellen kann. Auberginenfarben, prall und groß, einfach köstlich. Ich hoffe mir gelingt es einen neuen Baum aus seinen Kirschkernen zu ziehen.  Einen weiteren Baum hat es im hinteren Bereich der Weide gespalten, aber das ist nicht weiter tragisch. An der Straße, die hinter der Weide entlang führt sah es dann aber ganz anders aus. Hier hat es eine gesunde Buche zerrissen. Der Stamm ist richtig gesplittert, und gerade das zeigt wirklich die wilde Wut des Sturms, der hier getobt hat. Einfach umgeknickt, ich bin da immer noch sprachlos und ein Schauer läuft mir den Rücken runter.  Ich bin froh, dass nichts weiter passiert ist. Durch den Westwind hatten wir Glück und der Baum ist direkt auf unser Feld gefallen und nicht auf die Straße. Was für eine Kraft.  Der Hof und unser Garten sieht dementsprechend etwas zerzaust aus. Es sind viele kleinere Äste von 1-2 m runtergekommen und auch viele Zweige und Blätter. Wenn das Wetter wieder ruhiger ist , denn hier bläst schon wieder ein kräftiger Wind, und es weniger regnet werden wir uns an die Aufräumarbeiten machen. Die ganze Weide voll von Pappelstöcken und -ästen, überall liegt Laub herum und viele Kräuter und Stauden sind umgeknickt. Da hat der wilde Wind eine rauschende Wetterballnacht gefeiert und es im wahrsten Sinne des Wortes ordentlich krachen lassen! Ich hoffe bei euch ist auch alles glatt gelaufen und es geht allen gut.  Und trotzdem liebe ich den Sturm.  ?

Summertime mit Erdbeer-Kokos-Eis

4. Juni 2015 Wurzelweber 

Summertime mit Erdbeer-Kokos-Eis Es ist Erdbeerzeit! Und dem Hochbeet sei Dank, ich kann auch schon direkt aus dem Garten ernten! Ich finde es wunderbar ?! Und sie schmecken so saftig und süß... hach. Da komme ich direkt ins Schwärmen. Ich glaube jeder von uns hat schöne, zarte Kindheitserinnerungen, und auch als Erwachsene können wir uns diesen verführerischen Früchtchen nicht entziehen. Sie sind einfach zu köstlich. Und dazu auch noch gesund. Erdbeeren erfreuen uns mit viel Folsäure (gerade für schwangere Frauen wichtig), ihrem hohen Gehalt an Vitamin C und bringen außerdem noch Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer und Zink mit. Die in ihnen enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Die nächsten Tage sollen sommerlich warm werden und so gibt es heute ein Eisrezept. Die Kombination von Erdbeeren und Kokos schmeckt nach Sommer und Seele baumeln lassen in der Hängematte... Mhmmmm... Für dieses Rezept gibt es zwei Zubereitungsmöglichkeiten. In der ersten werden die Aromen der Erdbeeren und Kokosflocken durch reduzieren bzw. rösten intensiviert. In der rohköstlichen Variante bleibt der Geschmack unverändert natürlich. Zutaten für 8-10 Stück 30 g Kokosflocken 500 g Erdbeeren 2,5 EL Apfelsüße (bzw. Süße der Wahl) Saft von 1/­­2 Limone 400 ml Kokosmilch (Dose oder selbstgemacht, siehe unten bei #2)   Eisform evtl. Holzstiele Zubereitung #1 Die Kokosflocken in einer Pfanne ohne Fett rösten. In eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Die Erdbeeren waschen und den Stilansatz entfernen. In einen kleinen Topf geben und mit eineinhalb Esslöffeln Apfelsüße bei mittlerer Hitze unter Rühren fünf bis zehn Minuten köcheln lassen. Vom Saft der Limone zwei Teelöffel Saft abnehmen und aufheben, den Rest mit den Erdbeeren fein pürieren. Zur Seite stellen und abkühlen lassen. Die Kokosmilch mit den gerösteten Kokosflocken, einem Esslöffel Apfelsüße und den aufgehobenen 2 Teelöffeln Limonensaft ebenfalls pürieren. Das Erdbeerpüree und das Kokospüree abwechselnd in Eisformen geben (evtl. mit Holzstielen versehen) und mindestens fünf bis sechs Stunden gefrieren lassen.  Zubereitung #2 Für eine rohe Kokosmilch püriert ihr das Fruchtfleisch einer reifen Kokosnuss mit etwas Wasser, so dass eine cremige Konsistenz entsteht. Oder mixt vorher eingeweichte Kokosflocken mit Wasser glatt.  Einen EL Apfelsüße (oder Süße der Wahl), die Kokosflocken und 1 TL Limonensaft dazu geben und gut vermengen. Nun die Erdbeeren waschen (bei Bioerdbeeren darf der Stilansatz ruhig dran bleiben), mit der Apfelsüße bzw. der Süße der Wahl und dem Rest Limonensaft pürieren. Das Erdbeerpüree und das Kokospüree abwechselnd in Eisformen geben (evtl. mit Holzstielen versehen) und mindestens fünf bis sechs Stunden gefrieren lassen.   Ich wünsche Euch viel Sonne auf der Nase! Ich werde mich jetzt den Hoch- und Hügelbeeten widmen. Unser neuer Gartenplatz ist so wunderschön geworden, ich liebe es einfach dort. Bald gibt es Fotos! ???

Erdkammersirup

1. Juni 2015 Wurzelweber 

Erdkammersirup Spitzwegerich, als mein neuer Freund, ist nun also Teil meiner Heilkräuterküche. Er hat beeindruckende heilende Eigenschaften. Äußerlich angewendet als Weg- und Wiesenpflaster, stillt und desinfiziert er hilfsbereit so manche kleine Wunde und bringt Linderung bei wundgelaufenen Füßen und Blasen (der verwandte Breitwegerich leistet hier genauso tolle Dienste). Innerlich zu sich genommen, besitzt er starke lungenwirksame Eigenschaften und stärkt unser Immunsystem vortrefflich. Man kann ihn zum Beispiel als Tee aufgießen (1 TL frisches/­­getrocknetes Kraut mit heißem Wasser übergießen, 5-7 Minuten bedeckt ziehen lassen, dann schlückchenweise trinken) oder einen Kaltauszug oder eine Tinktur ansetzen. Hierbei sollte man bedenken, dass das frische Kraut beim Spitzwegerich immer wirksamer ist, als das getrocknete. Der Kaltauszug zieht die im Spitzwegerich vorhandenen Schleimstoffe heraus, die sich lindernd und sanft auf gereizte Schleimhäute legen und so gut bei Reizhusten einzusetzen ist. Außerdem hat er im frischen Zustand die Eigenschaft, dass er die Selbstheilungskräfte des Körpers anregt. Dafür brauchen wir also frische Blätter. Und leider, leider befällt uns der ungeliebte Husten oder eine fiese Erkältung gerne in der kälteren Jahreszeit. Allerdings wächst das feine Lungenkraut dann gar nicht mehr. Und so habe ich also Erdkammersirup angesetzt. Hier bei werden mit Hilfe von Honig oder Zucker (auch Birkenzucker) die Inhaltsstoffe bei gleichbleibender Temperatur über ca. 3 Monate ausgezogen und können dann wunderbar im Herbst und Winter zur Erkältungszeit eingenommen werden. Ich habe dieses Jahr drei verschiedene Erdkammersirupe angesetzt. Die Pflanzen, die ich verwendet habe, unterstützen sich gegenseitig in ihrer Wirkung. Für den ersten Sirup habe ich Honig mit Spitzwegerich versetzt. In den zweiten Sirup sind Maiwipfel/­­Fichtenspitzen und Birkezucker gekommen und beim Dritten wählte ich die Kombination Honig/­­Birkenzucker mit Spitzwegerich, Fichtenspitzen und Thymian. Gerade den letzten Ansatz finde ich vom Gedanken her sehr mächtig und ich erwarte Großes von ihm. Warum habe ich diese Inhaltsstoffe gewählt? Spitzwegerich habe ich in seiner Wirkung oben schon beschrieben. Fichtenspitzen sind ebenso wunderbare Hustenmittel und wirken schleimlösend und bakterienabtötend und somit gegen Entzündungen der Atemwege. Thymian gilt als natürliches Antibiotikum und ist mit seinen antibakteriellen, antibiotischen und schleimlösende Eigenschaften wunderbar als Erkältungsmittel geeignet. Birkenzucker (hier habe ich schon einmal über die Eigenschaften des Birkenzuckers geschrieben) wirkt ebenso antibakteriell und ist viel gesünder als normaler Haushaltszucker. Und die heilenden, gesundheitsfördernden Eigenschaften des Honigs sind den meisten wahrscheinlich bekannt, er wirkt ebenfalls antibakteriell und kann es teilweise sogar mit Bakterien aufnehmen, die Antibiotika resistent sind. Ich habe lange überlegt, ob ich den Sirup wirklich mit Honig ansetzen soll. Traditionell macht man diesen Sirup eben mit Honig... Aber mein kleines veganes Herz ist da zerrissen. Meine Kräuterfrau meinte schließlich, ich soll mal in mich gehen und horchen. Mein Mann wollte gerne den Sirup mit Honig. Und so bin ich letztendlich los und habe mir vom Bioimker der Region Honig geholt. Die machen das so fein mit ihren Tieren, da hat sich mein Herz dann wohlwollender gestimmt. Jetzt probiere ich es aus, aber ich denke, der Birkenzucker wird sich sicher auch wunderbar dazu eignen. Erdkammersirup Nr. 1: Spitzwegerich-Sirup Zutaten ein dickes Bündel junge, frische Spitzwegerichblätter Honig zum Auffüllen Zubereitung Ein großes Schraubglas sauber auswaschen. Die Spitzwegerichblätter klein schneiden und abwechselnd mit dem Honig in das Glas schichten. Jede Blattschicht wird mit Honig ca. 1 cm dick übergossen, dann die nächste Blattschicht, wieder Honig, usw. bis das Glas gefüllt ist. Fest verschließen und in einer Erdkammer ca. 3 Monate reifen lassen. Danach ausgraben, durch ein feinmaschiges Sieb abseihen, den Sirup auffangen und in einer dunklen Flasche im kühlen Keller aufbewahren. Erdkammersirup Nr. 2: Maiwipfel-Sirup Zutaten junge, frische Fichten- oder Tannenspitzen, auch Maiwipfel genannt Birkenzucker zum Auffüllen Zubereitung Ein großes Schraubglas sauber auswaschen. Die Fichtenspitzen grob klein schneiden und abwechselnd mit dem Birkenzucker dicht in das Glas schichten. Jede Nadelschicht wird mit dem Birkenzucker ca. 1 cm dick bedeckt, dann die nächste Nadelschicht, wieder Birkenzucker, usw. bis das Glas gefüllt ist. Fest verschließen und in einer Erdkammer ca. 3 Monate reifen lassen. Danach ausgraben, durch ein feinmaschiges Sieb abseihen, den Sirup auffangen und in einer dunklen Flasche im kühlen Keller aufbewahren. Erdkammersirup Nr. 3: Spitzwegerich-Fichtenspitzen-Thymian Zutaten ein dickes Bündel junge, frische Spitzwegerichblätter junge, frische Fichten- oder Tannenspitzen, auch Maiwipfel genannt eine Hand voll Thymian oder Quendel Birkenzucker und Honig zum Auffüllen Zubereitung Ein großes Schraubglas sauber auswaschen. Die Spitzwegerichblätter klein schneiden und die Fichtenspitzen grob zerkleinern. Die Spitzwegerichblätter in das Glas geben, verdichten und mit Honig ca. 1 cm dick übergießen. Nun die zerkleinerten Fichtenspitzen in das Glas geben und mit Birkenzucker ca, 1 cm dick bestreuen. Abschließend den Thymian in das Glas geben und mit Honig und Birkenzucker bedeckten. Das Glas fest verschließen und in einer Erdkammer ca. 3 Monate reifen lassen. Danach ausgraben, durch ein feinmaschiges Sieb abseihen, den Sirup auffangen und in einer dunklen Flasche im kühlen Keller aufbewahren. Herstellung einer Erdkammer Was wird benötigt? eine ungestörter Platz im Garten an dem gegraben werden kann Spaten Holzbrett/­­flaches Holzstück optional ein Plastiktütchen Stab und Schild zum Markieren der Stelle etwas Zeit An einer ungestörten Stelle im Garten ein ca. 50 - 60 cm tiefes Loch mit dem Spaten ausheben. Der Durchmesser richtet sich nach der Menge der Gläser, die ihr in eurer Kammer reifen lassen möchtet. Meine Erdkammer für drei Gläser hatte ca. 40 x 40 cm. Nun kommen die fest verschraubten Gläser in das Erdloch. Wenn ihr möchtet, könnt ihr eure Gläser in eine Plastiktüte packen, dann sind die Gläser nach dem Ausgraben nicht so sehr verschmutzt. Das müsst ihr aber nicht machen (ich habe das auf den Fotos mal angedeutet). Die Gläser nun bis zum Rand mit Erde bedecken. Auf die Gläser legt ihr jetzt das Brettchen. Es dient zum Schutz, damit die Gläser nicht zerstört werden, wenn die Kammer ausgehoben wird. Ein beherzter Spatenstich an der falschen Stelle und das Glas zerbricht und der ganze, feine Sirup zerrinnt und versickert in der Erde. Die Heinzel werden sich freuen, aber wir wollten den Sirup ja eigentlich selber benutzen. Also Holtbrettchen drauf und das restliche Loch wieder zu schaufeln. Nun wird die Stelle mit dem Schildchen oder mit beschrifteten Tonscherben gut markiert, damit man die Stelle nach drei Monaten auch wieder findet. Wer zusätzlich mit den Kräften des Mondes arbeiten möchte, wählt abnehmenden Mond zum Eingraben des Sirups und zunehmenden Mond zum Heben. Denkt daran, dass ihr in einer guten, gelösten Stimmung sein solltet, wenn ihr die die Erdkammer aushebt. Die Kammer sollte nicht mit Sorgen, Zorn oder Wut aufgeladen werden, was dann unweigerlich passieren würde. Stellt euch vor, ihr seid sauer und angefressen, weil ihr euch über euren Chef aufregt, der euch ungerecht behandelt hat. Ihr hebt eure Kammer aus, während ihr die ganze Zeit grummelt und wütend darüber nachsinnt. Ihr packt den Sirup hinein und irgendwie schlüpft jede Menge Ärger auch mit hinein. Dann buddelt ihr alles wieder zu. 3 Monate später kommt ihr zurück und wollt eure Kammer ausheben. Sofort erinnert ihr euch, wie schwer es war dieses Loch aus zu heben und wie sauer ihr zu diesem Zeitpunkt auf euren Chef vor drei Monaten gewesen seid. Ihr kommt also wieder mit den miesen Gedanken und Gefühlen von damals in Kontakt. Und das wollen wir nicht. Wahrscheinlich würde der Sirup dann auch nicht so heilkräftig werden. Wenn man also angespannt oder verstimmt ist, sollte man die Kammer nicht ausheben, sondern warten. Es hat etwas altes, fast schon rituelles an sich, wenn wir den Sirup der Erde übergeben. So etwas macht man nicht jeden Tag. Der Sirup wird nun ca. drei Montate in der Erde ruhen und reifen und heilende Erdkräfte in sich aufnehmen. Neugierige Heinzelmännchen werden vorbeischauen um zu schauen, was wir der Erde da übergeben haben und wenn wir Glück haben zum Gelingen unseres Vorhabens beitragen ;).  Ich bin schon sehr gespannt, was mich in drei Monaten erwarten wird!  Und ihr? Habt ihr auch schon mal einen Erdkammersirup angesetzt oder plötzlich Lust bekommen? Hier gibts noch was zum Nachlesen: http:/­­/­­www.fid-gesundheitswissen.de/­­pflanzenheilkunde/­­spitzwegerich/­­ http:/­­/­­heilkraeuter.de/­­lexikon/­­spitzweg.htm

Ein Meer für den König der Wege

21. Mai 2015 Wurzelweber 

Ein Meer für den König der WegeEin herzlich-sonniges dickes Danke an Euch alle! Ich habe so tolle Kommentare von euch bekommen, hier und auf facebook. Sooo schön. Ich habe mich so sehr gefreut, ihr seid echt unglaublich. Ihr meintet, ihr wollt mehr Geschichten, mehr Gedanken, einfach  mehr. Oh wie glücklich ihr mich macht. Und so gehts auch gleich los mit einem kleinen Kräuterabenteuer. Meine Kräuterfrau V. und ich hatten uns vor ein paar Tagen zum Kräuterspaziergang im Diemeltal verabredet und ich bin mit ihr ins Tal gefahren. Ich wollte mit ihr den hinteren Teil des Diemelradweges erkunden, denn die Ecke kenne auch ich bisher kaum. Der Kobold blieb bei meinem Mann. V. hatte ihre kleine, wilde Labradorhündin mit und Faye war natürlich auch dabei. Die beiden haben sich auf Anhieb super verstanden und sogar gespielt! Das ist sehr erwähnenswert, denn Faye ist sonst immer sehr zickig und muss erst mal tagelang auftauen bis sowas möglich ist. Perfekt! Wir machten uns also auf den Weg. Auf der einen Seite entlang an wundervollen majestätischen Eichen und riesigen Buchen, auf der anderen Seite unser liebes Flüsschen Diemel. Es war ein warmer Frühlingsabend, die Sonne schien und es wehte ein kräftiger Wind. Kurz vor dem Viadukt überraschten unsere Hunde ein Liebespärchen. Nunja, der schöne Tag wollte halt genutzt werden *lach*. Wir pfiffen die Hunde zurück und gingen schmunzelnd weiter. Was uns dann nach dem Passieren des Viaduktes jedoch erwartete, hätte ich mir nicht mal träumen lassen. Vor uns lag zu beiden Seiten des Weges eine Wiese, die eine Seite gemäht und wunderbar zum Hundetoben, die andere Seite naturbelassen. Zu Beginn stand eine uralte Weide mit so dickem Stamm, dass wir zusammen ihn nicht umfassen konnten. Der Baum muss schon einiges mitgemacht haben, sein Stamm wuchs verdreht und knorrig und wand sich nach oben. Auf der hinteren Seite zeugten tiefe Löcher im Baum von dicken, abgebrochenen Ästen. Dieser Baum mit seinen tiefem Loch im Stamm erinnerte mich stark an den Schoß einer Frau, mit gespreizten Beinen. Es sieht wirklich so aus, als würde man in Mutter Erdes Schoß schauen. Unglaublich beeindruckend. Ein ganz toller Kraftort. Doch das war nicht alles. Vor uns erstreckte sich eine ganze Wiese voller Spitzwegerich. Eine ganze Wiese, dicht an dicht! Selbst meine Kräuterfrau konnte es nicht glauben, wie viel Spitzwegerich hier wächst. Sowas hatte sie noch nie gesehen. Beim ersten Wochenende der Heilpflanzenkundeausbildung habe ich noch zu meiner Tischnachbarin gesagt, dass ich schade finde, dass ich bisher nie Spitzwegerich gefunden habe. Auf meinen Spaziergängen konnte ich suchen und suchen, niemals zeigte er sich mir. Selbst auf Kräuterwanderungen habe ich ihn erst gesehen, wenn ich darauf aufmerksam gemacht wurde. Still und etwas wehmütig habe ich gedacht, dass wir wohl nicht füreinander gemacht seien. Was ich sehr schade fand, denn der Spitzwegerich hat so wundervolle Eigenschaften und ich lese immer sehr gerne über ihn. Ich finde ihn geheimnisvoll und sehr mächtig. Den Breitwegerich dagegen finde ich überall. Selbst im Januar. Und nun das. Ein Meer von Spitzwegerich. Und das ist wirklich nicht übertrieben. Spitze, gerippte, große und kleine Blätter reckten sich zu tausenden gen Himmel. Und aus ihrer Mitte entsprangen die feinen Blütenknospenkölbchen. Die Hälfte hatte sich schon geöffnet und an kleinen lustigen Stielchen baumelten die seltsamen Blüten. Geschlossen sieht der Blütenkolben fast aus wie ein geschlossener Zapfen. Ich konnte es noch gar so richtig fassen. Da war er, vor meiner Nase in vollster Pracht! Und doch wollte ich nichts mitnehmen. Irgendwie hätte es jetzt nicht gepasst. V. pflückte ein paar der geschlossene Kölbchen und wir gingen weiter. Doch diese Wiese hatte noch mehr für uns. Weiß blühender Beinwell und wilder Meerrettich! Oh hey, wo bin denn ich gelandet?  Nach einer Flussbiegung hatten wir zu unserer Linken steile Erdwände ohne Bewuchs. Die Bäume oben an der Kante traten mit ihren Wurzeln schon gefährlich über den Rand. Und überall in dieser Erdwand waren kleine Löcher, ungefähr so groß wie Mauselöcher. Ich bin mir sicher, dass es sich um Behausungen von Eisvögeln handelt. Mein Mann erzählt mir im Sommer nach fast jedem Angeltrip, dass er einen Eisvogel gesehen hat. Ich habe leider noch nie einen sehen können. Danach haben wir erstmal ein kleines Päuschen gemacht. Wir suchten uns eine flache Stelle am Fluss und machten es uns gemütlich. Ein Kuckuck rief dabei unentwegt und wollte gar nicht mehr aufhören. Ich hatte frisch gebackenes Brennnesselbrot, kleine Tomaten und Rohkostbrote dabei. Auf die Brote packten wir uns Giersch der genau zu unseren Füßen wuchs, lehnten uns zurück an den Stamm einer Weide und genossen einfach diesen schönen Abend voll herrlicher Überraschungen. Danach machten wir uns langsam wieder auf den Rückweg und ich war mir ganz sicher, dass ich sobald es ging wieder zurück kehren würde. Der Spitzwegerich rief mich sogar schon am nächsten Tag. Aber das erzähle ich dann nächsten Post, denn sonst wird der Eintrag hier noch mehrere Kilometer länger ;).

Beltane - Tanz mit dem Frühling

2. Mai 2015 Wurzelweber 

Beltane - Tanz mit dem FrühlingIch hoffe ihr hattet einen wunderbares Frühlingsfest oder habt euch einem wilden Tanz in den Mai hingegeben! Ich habe mit dem Kobold getanzt - morgens in der Sonne, nachmittags im Regen. Und so lasse ich dieses Jahr lasse ich einfach die Bilder sprechen. Blüten sammeln und trocknen für Naturmandalas... Kirschblüten im Sammelkörbchen und Girsch in der Salatschüssel... Gundelreben sammeln, für innere Stärke und Weisheit...  ? ... und jetzt machen wir uns auf in den Urwald zur Sababurg und feiern dort meinen Geburtstag! Oh ich freu  mich!! ???

Kräuter der Frühjahrskur: Gänseblümchen und verrücktes Wetter

7. April 2015 Wurzelweber 

Kräuter der Frühjahrskur: Gänseblümchen und verrücktes Wetter Mit der kleinen, unschuldigen Kinderpflanze hat wohl jeder schon einmal orakelt: Sie wusste, ob der Liebste uns wohlgesonnen ist und half augenzwinkernd bei Entscheidungen. Gänseblümchenketten schmückten zu Kindertagen Fuß- und Handgelenke und sie erfreut auch heute noch jedes Herz, wenn sich ihre sonnenliebenden Blütenköpfchen im Frühjahr flächendeckend zur Sonne recken. So klein und bescheiden das Gänseblümchen (auch Tausendschön genannt) auch aussieht, ist es doch ein starker Verbündeter, wenn es gilt die Krankheiten des Winters auszutreiben. Es wirkt entzündungshemmend (vor allem bei Atemwegserkrankungen), auswurffördernd, krampf- und hustenlösend, stoffwechselanregend, verdauungsfördernd und stärkend. Man kann es zur Blutreinigung einsetzen, ebenso bei Leber- und Gallenerkrankungen. So klein und bescheiden das Gänseblümchen (auch Tausendschön genannt) auch aussieht, ist es doch ein starker Verbündeter, wenn es gilt die Krankheiten des Winters auszutreiben. Es wirkt entzündungshemmend (vor allem bei Atemwegserkrankungen), auswurffördernd, krampf- und hustenlösend, stoffwechselanregend, verdauungsfördernd und stärkend. Man kann es zur Blutreinigung einsetzen, ebenso bei Leber- und Gallenerkrankungen. Am Wochenende habe ich eine Wildkräuterbutter gemacht, da durfte das kleine, fesche Blümchen natürlich nicht fehlen. Mein kleiner Zwerg findet das Blümchen auch sehr faszinierend und ist felsenfest davon überzeugt, dass die Blume friert, wenn sich die Blütenblätter des Köpfchens schließen :). Süß, oder? Und da hat er ja gar nicht so unrecht, denn bei drohendem Regen oder schlechtem Wetter verschließt es sich und zeigt sich erst wieder wenn die Sonne scheint. Ansonsten hatten wir das Gänseblümchen gestern als Tee. Gemischt mit frischen Brennnesseltrieben schmeckte uns der Tee in der Sonne ganz großartig. Ich hoffe, ihr hattet alle ein paar ruhige und erholsame Feiertage. Wir hatten nach chaotischen Sturmtagen ein paar ruhigere Sonnenstunden, und haben sie auch fein draußen genossen. Gründonnerstag gab es bei uns noch 10 cm Neuschnee, sowas habe ich auch noch nicht erlebt. Der Kobold war schwer begeistert und so gab es nochmal Schlitten fahren, Schneemann bauen, Schnee schieben, rote Nasen und glückliche Kinderaugen ?. Die weiße Pracht hat aber (den Göttern sei Dank ;) nicht lange gehalten und schon abends war alles verschwunden. Ostersonntag gab es dann noch ganz früh morgens einen fantastischen, riesengroßen magischen Mond... Ich sende Euch liebe Grüße! Genießt die Sonne! ???

Wildkräuterschmoothie, Frühlingsanfang und Frühjahrskur

20. März 2015 Wurzelweber 

Wildkräuterschmoothie, Frühlingsanfang und Frühjahrskur Heute ist Frühlingsanfang und nicht nur das, wir beginnen den Frühling dieses Jahr auch mit einem besonderen stellaren Ereignis: Genau auf diesen Tag fällt Neumond, und dieser schiebt sich vor die Sonne. Wir haben eine Sonnenfinsternis. Was für eine mächtige, magische Konstellation! Und diese Energie möchte ich gerne nutzen. Ich brauche einen Neustart, eine Frühjahrskur. Der Winter muß raus aus den müden Knochen! Ich möchte mich als Frau wiederentdecken, nicht nur als Mutter. Als kreativer, wilder Geist voller Kraft und Schöpfergeist. Mich erkennen, annehmen, pflegen.  Willkommen also zur Frühjahrskur und begrüßen wir die wilde Göttin in uns. Und so sieht mein Plan für die nächsten 6 Wochen aus: o Nach dem Aufstehen als erstes eine Tasse (250ml) heißes Wasser mit Zitrone. Das weckt den müden Geist, aktiviert die Verdauung und regt die Leber an. o Jeden Tag 2-3 Tassen Frauenmanteltee. Das stärkt die Weiblichkeit, nährt die innere Göttin und kurt die weiblichen Organe. o Wildkräuter in all ihrem Reichtum genießen. Sei es als Pflanzenwasser, im Salat, als wilder Smoothie, einfach so genossen. Unsere wilden Verbündeten aus dem Pflanzenreich segnen uns mit einer geballten Kraft an Nährstoffen und Lebensenergie, so schütteln wir den Winter mit Leichtigkeit ab! o Probiotika nehmen und meine Verdauung auf Trab bringen. o Glutenfrei durch die Zeit o Ruhe finden im Alltag. Jeden Tag einige Minuten Zeit finden für meinen persönlichen, inneren Raum. Sei es in der Meditation, Tagträumen oder Spazieren gehen. o Kreativ und schöpferisch tätig werden. o Jeden Tag rausgehen. Atmen. Frauenmantel gehört zu den alten, starken Heilkräutern für die Frauen. Er wirkt regulierend und stärkt unsere weiblichen Organe, so kräftigt und stärkt er die Gebärmutter und auch das Bindegewebe. Und der Name ist hier Programm: Wie ein schützender Mantel umhüllt er und beschützt uns. Ich bin sehr neugierig und wenn jemand mitmachen möchte, würde mich interessieren, wie sieht eure Frühjahrskur aus? Macht ihr vielleicht zur Zeit sogar schon eine, im Zuge der Fastenzeit? Vielleicht hat ja jemand Lust mitzumachen? Das wäre toll! Bei Interesse verlinke ich alle die mitmachen hier.   Zur Feier des Frühlings gab es bei mir gestern den ersten, richtigen Wildkräutersmoothie des Jahres. Es war wunderbar warm draußen und im Garten konnte ich schon das ein oder andere wilde Kraut finden. In meinen Smoothie kam eine große Hand voll Vogelmiere, Löwenzahn und Brennnessel. Vogelmiere ist ein wunderbarer Starter in die Welt der wilden Kräuter. Reich an Vitaminen, blutreinigend und wunderbar für die Haut. Außerdem schmeckt sie nicht so stark aromatisch, sondern leicht und nussig-grün. Löwenzahnblätter mit ihren Bitterstoffen regen den Stoffwechsel an und die Brennnessel kurbelt die Nierentätigkeit an, reinigt das Blut und versorgt uns mit Eisen. Als Obstkomponente gab es Papaya und Ananas.   In der Papaya ist ein proteinspaltendes Enzym namens Papain vorhanden. Es wandelt Eiweiße in Aminosäuren um, sagt Parasiten den Kampf an und schützt vor Entzündungen. Weiterhin trägt die Papaya zur Darmgesundheit bei, regelt die Verdauung und soll die Wundheilung anregen. Sie enthält viele Nährstoffe mit antioxdativer Wirkung und hat einen hohen Anteil an Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E und Beta-Carotin, enthält Magnesium, Kalium, B-Vitamine und Folsäure. Ein feines Früchtchen, nicht wahr ?? Die Ananas wirkt stark basisch und hilft unseren Körper bei einer Übersäuerung sehr. Sie ist eine stimmungsaufhellende Frucht und enthält natürlicherweise Vanillin, das sich bekanntermaßen sehr positiv auf unser Gemüt auswirkt. Serotonin und Trypthophan unterstützen diese Wirkung, und kommen genauso wie Calcium, Mangan, Phosphor, Eisen, Jod, Kalium und Zink auch in ihr vor. Als Verdauungsenzym bringt die Bromelain mit, auch ein eiweißspaltendes Enzym. Noch so ein feines Früchtes ?! Zutaten eine Hand voll Wildkräuter (Vogemiere, Löwenzahn und Brennnessel) 1 kleiner Romasalat 1 Papaya, geschält und entkernt 1/­­2 Ananas, geschält 1 EL Zitronensaft ca. 200 ml frischer Apfelsaft Wasser nach Belieben Zubereitung Alle Zutaten im Mixer auf höchster Stufe zu einem cremigen Smoothie verarbeiten. Mit Eiswürfeln in der warmen Frühjahrssonne genießen ??? Was für ein Powersmoothie! Genau das richtige für den Frühlingsanfang!! Und jetzt bin ich gespannt auf die Sonnenfinsternis. Bei uns hült sich alles in dicken Nebel, ich hoffe sehr, dass sich die Schwaden gleich heben. Sonst sehen wir nichts von dem tollen stellaren Ereignis. Und gespannt bin ich auch auf eure Frühjahrskuren und/­­oder ob jemand mitmachen möchte! Ich freu mich!

Schlummermus (oder Das Geheimnis der Datteln)

12. Februar 2015 Wurzelweber 

Schlummermus (oder Das Geheimnis der Datteln)Aus der rohen Küche sind Datteln ja kaum weg zu denken. Vor meiner rohköstlichen Zeit bin ich kaum mit ihnen in Berührung gekommen. Mein Vater lagerte zwar schon immer Datteln in seiner Schnuckkiste (er ist ein Trockenobstfan), aber ich hatte es immer eher auf die Pflaumen abgesehen. Doch nachdem ich das erste mal eine riesengroße Medjool-Dattel probiert hatte, war ich hin und weg. Diese unglaubliche Cremigkeit und diesen Geschmack hatte ich nie erwartet. So dekadent lecker. Wie konnte das nur möglich sein? Doch das Brot der Wüste kann noch mehr als auf ganzer Linie durch tollen Geschmack überzeugen. Es enthält B-Vitamine, Magnesium, Eisen, Calcium, Phosphor, Zink und Kupfer. Interessant ist hier auch der Kaliumgehalt, denn er ist nahezu doppelt so hoch wie bei Bananen. Kalium benötigt der Körper vor allem für die Regulierung des Flüssigkeitshaushaltes und des Magen-Darm-Traktes. Auch bei der Aufrechterkaltung der Muskel- und Nervenfunktionen spielt Kalium eine wichtige Rolle. Aber ich möchte noch auf eine andere unvermutete Eigenschaft der Datteln hinweisen. Datteln regen die Bildung des körpereigenen Hormons Melantonin an, und Melantonin ist auch bekannt als Schlafhormon. Bei Nomadenvölkern wurden und werden die Datteln als leichtes Schlafmittel vor dem zu Bett gehen genascht. Über längeren Zeitraum genossen, sollen sie einen tiefen und erholsamen Schlaf bescheren. Und so habe ich heute ein Schlummermus für Euch. Das Mus schmeckt sehr lecker und wird mit Mandelmus, Zimt und Vanille verfeinert. Zimt und Vanille wirken sich positiv auf unsere Nerven aus, die Vanille soll uns außerdem von Angstzuständen befreien und wird entsprechend auch in der Naturheilkunde so eingesetzt. ? Wunderbar, oder? Schlummermus 2-3 EL rohes Mandelmus 1/­­2 TL Zimt (oder Menge nach Geschmack) 1-2 Msp Vanillepulver 1- 1/­­2 EL Wasser 3 Datteln Zubereitung Wasser und Mandelmus zu einer glatten Masse verrühren. Zimt und Vanillepulver dazu geben und untermengen. Die Datteln grob hacken, etwas anquetschen und in die Mandelmasse geben, gut vermischen.  Alternativ kann man natürlich auch alles zusammen im Mixer verarbeiten. Allerdings empfehle ich hier dann eine größere Menge vom Mus her zu stellen, sonst greifen die Mixerklingen nicht richtig. Hier solltet ihr aber vorsichtig mit der Menge Zimt sein und nicht gleich verdoppeln oder verdreifachen, das kann einen geschmacklich etwas umhauen. Also vorsichtig nach und nach dazu geben und schauen, wann es geschmacklich passt. Das Mus in ein sauberes Schraubglas füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Und vor dem zu Bett gehen naschen. Man kann das Mus auch als alternative Süßungsvariante für Smoothies oder Gebäck benutzen.  Und in diesem Sinne wünsche ich Euch allen süße Träume ???

Winterlicher Bananen-Mandarinen-Smoothie

27. Januar 2015 Wurzelweber 

Winterlicher Bananen-Mandarinen-Smoothie Mhmm... ich liebe Mandarinen. Dieser Geruch, wenn man sie schält ist einfach unglaublich erfrischend. Er harmonisiert mich immer direkt. Geht es euch auch so? Ich kann gar nicht genug davon bekommen. Und so ist es ja nicht sehr verwunderlich, wenn sie in meinem liebsten Wintersmoothie vorkommt. Zutaten 2 Bananen 2 Mandarinen 1 TL Spekulatiusgewürz Zubereitung Alles zusammen im Mixer glatt pürieren. Wer es etwas weniger cremig mag, gibt noch nach Belieben etwas Wasser hinzu. Zu Empfehlen ist auch Wasser auch Hafer- oder Mandelmilch. Das Spekulatiusgewürz (Mischung aus Zimt, Kardamom, Nelken, Pfeffer und Muskat) wärmt fein von innen. Wenn ihr möchtet veröffentliche ich hier mal mein Rezept. Die stimmungsaufhellende Wirkung der Mandarinen im Smoothie kann ich zur Zeit gut gebrauchen. Ich glaube, der Kobold stillt sich gerade ab. Nach fast 2 1/­­2 Jahren. Heute Nacht wollte er gar nicht und gestern tagsüber auch nicht. Insgesamt wird es seit längerer Zeit immer weniger. Auf der einen Seite wollte ich das gern, weil es mir schon seit längerer Zeit zu viel geworden ist. Aber jetzt... ich habe das Gefühl, ich rutsche in eine leicht depressive Stimmung ab. Wir kuscheln ständig und sind ganz eng verbunden, an fehlender Nähe kann es also nicht liegen... Ob wohl meine Hormone schon reagieren? Und ich mich deswegen so fühle? Hach...

1. Advent mit Tannengrün und Weißdorn

1. Dezember 2014 Wurzelweber 

1. Advent mit Tannengrün und Weißdorn Unser Adventswochenende zum 1. Advent war sehr ruhig. Mein Mann ist leider krank und ist so die meiste Zeit im Bett geblieben. Am Samstag war ich mit dem Kobold draußen im Wald und wir haben kleine Schätze für den Advents"kranz" gesammelt. Er ist so zauberhaft, stiefelt fein und lieb mit mir durch die Gegend und hilft wunderbar mit. Wir waren also am Waldrand und haben uns ein paar Äste Nadelgrün abgeschnitten. Der Kleine hat fleißig Tannenzapfen gesucht und ist immer mal wieder über dieses doch gar nicht so leicht auszusprechende Wort gestolpert. Vor ein paar Tagen haben wir uns noch drei Zweige mit Weißdornbeeren mitgebracht und so haben wir uns Sonntag früh zusammen hingesetzt und das Adventsgesteck gebastelt.  Wir haben uns einfach 4 alte Einmachgläser geschnappt, die Kerzen unten erhitzt damit das Wachs flüssig wird (natürlich hat das Mama gemacht) und dann auf den Glasboden gedrückt. Jedes Glas wurde mit Tannengrün und weiteren Weißdornbeeren geschmückt. Der Kobold hat die Beeren von den Weißdornzeigen gepflückt und in die Gläschen gefüllt. Und das war es auch schon. Einfach, aber doch fein.   Ich muss gestehen, es ist der erste (wie auch immer geartete) Adventskranz überhaupt, den ich in meinen eigenen vier Wänden aufstelle. Irgendwie konnte ich mich noch nie so richtig mit diesem Brauch anfreunden, denn für mich müsste es eigentlich andersherum sein. Man beginnt mit vier brennenden Kerzen und löscht bis zum Mittwinter jeden Sonntag (oder welchen Tag man sich hierfür aussucht) eine. Denn bis zur Wintersonnenwende wird auch das Licht jetzt in großen Schritten immer weniger. Und als feierliches Mittwinterritual, gemütlich mit Tee, Tannengrün und den Liebsten, in vollkommener Stille und Dunkelheit, entzündet man alle Kerzen zusammen und feiert den erneuten Sieg des Lichtes über die Dunkelheit... Nunja. Ich habe mich dieses Jahr allerdings für die Standardvariante entschieden, weil ich es mal für uns ausprobieren wollte, ob es mir eventuell auch so gefällt. Ich habe Tannengrün in Verbindung mit Weißdornbeeren gewählt, da diese Kombination nicht nur farblich wunderbar harmoniert. Das Tannengrün ist seit je her ein Symbol für die Hoffnung und die Erinnerung an fruchtbare und grüne Tage im Sommer. Und ich liebe einfach diesen Geruch. Weißdorn ist eine alte Heil- und Schutzpflanze. Aus Blättern und Blüten kann man einen herzstärkenden Tee zubereiten, aber diese Wirkung war mir in diesem Fall gar nicht wichtig. Als eine letzten Beeren (zusammen mit der Schwester-/­­Bruderpflanze Schwarzdorn/­­Schlehe), die bis weit in den Mittwinter am Strauch bleiben, wollte ich mir diese Kraft ins Haus holen. Jede dornige Pflanze beinhaltet außerdem einen Schutzaspekt und im Weißdorn als Heckenpflanze zwischen hier und dort finde ich ihn besonders ausgewogen. ??? Eine wundervolle Pflanze, ich mag sie sehr. Tannengrün und Weißdorn - eine wunderbare Kombination für mich ???  

Buch Nr. 2 - we did it again!!

12. November 2014 Wurzelweber 

Meine Lieben! Wir haben es wieder getan! Heute verkünde ich es euch, in ein paar Tagen erscheint unser neues Buch: Vegane Versuchung - soja- und weizenfrei. Dieses Mal dreht sich alles um die süße Küche. Es erwarten Euch leckere Köstlichkeiten, Konfekt, Gebäck, Aufstriche und vieles mehr! Natürlich komplett vegan , und außerdem soja- und weizenfrei . Als weiteres Schmankerl haben wir Geschenkverpackungen gestaltet, die Euch als Kopiervorlagen am Ende des Buches erwarten. Einen kleinen Einblick hattet ihr sogar schon, ohne dass ich es Euch verraten habe... erinnert ihr euch an den Bratapfelzucker? Dieses Rezept stammt aus dem neuen Buch und die Anleitung für das kleine Geschenkbrieflein findet ihr auch dort ?. Das Buch ist wieder in wundervoller Zusammenarbeit mit der österreichischen Autorin Daniela Friedl, mit der ich schon das letzte Buch (unsere Vegane Glücksküche | soja- und glutenfrei) zusammen geschrieben habe, entstanden. Es war auch dieses Mal erneut ein sehr aufregender Prozess und nicht immer ganz einfach, Buch, Hofleben, Kind, Tiere, Job und Haushalt unter einen Hut zu bekommen, aber es hat fein geklappt. Die Gerichte sind wieder von uns selber fotografiert worden und ich muss sagen, mir macht das einfach unglaublich viel Spaß. Ich liebe es einfach diese Köstlichkeiten in Szene zu setzen... Wenn ihr neugierig geworden seid, könnt ihr schon mal einen Blick erhaschen und im digitalen Flipbook stöbern. Außerdem gibt es beim Verlag weitere Infos, dazu einfach hier entlang. Und jetzt schonmal ein paar Einblicke für euch ...   Und hier noch ein paar Bilder aus dem Buch, aus meinem persönlichen Archiv... Sobald das Buch bestellt werden kann, sage ich euch Bescheid...! ???

Xylit, Apfelschalengeheimnisse und Bratapfelzucker

28. Oktober 2014 Wurzelweber 

Xylit, Apfelschalengeheimnisse und Bratapfelzucker Man kennt es ja leider, für irgendein Rezept werden Äpfel benötigt, aber geschälte. Oder man reibt einen Apfel für sein Baby oder die etwas größeren Zwerge möchten die Schale einfach nicht essen. Und wohin mit der Schale? All zu oft wandert sie in den Kompost. Eigentlich ist das aber viel zu Schade, denn in der Apfelschale sitzen 70% der gesamten Vitamine des Apfels, außerdem unter anderem Eisen und Magnesium. Viele verstecken sich auch direkt darunter. Schält man also seinen Apfel, entfernt man also zeitgleich einen großen Teil der Vitamine. Es lohnt sich also den Apfel nicht zu schälen, bevor man ihn ißt.  Bleibt dann doch mal Schale übrig, gebe ich meine Apfelhaut gerne direkt in den Dörrer und trockne sie. Nach dem Trocknen kann man sie in kleine Stückchen brechen und direkt vernaschen oder als Tee mit heißem Wasser aufgießen. Das ergibt einen wunderbar leichten, milden Tee den auch Kinder sehr gerne mögen. Wenn ihr Euch sicher seid, dass ihr die Schalenstückchen vernaschen wollt, dann lohnt es sich mit Zimt und Kardamom zu experimentieren und die frische Schale vor dem Trocknen auf der feuchten Innenseite etwas mit den Gewürzen zu bestäuben. Und hier noch eine weitere kleine Idee. Ein kleines, aber wirklich feines Rezept für euch: Bratapfelzucker .  Bratapfelzucker Für ca. 200 g Schale von ca. 4 Äpfeln (Überbleibsel vom Apfelkuchen z.B., wenn ihr die Schale nicht mit verwertet) 120 g Xylit* (alternativ Rohrohrzucker) 1 TL Zimt 1/­­2 TL geriebener Kardamom 1-2 Prisen geriebener Muskat   Die Apfelschalen im Ofen oder Lebensmitteltrockner so lange trocknen, bis sie knusprig sind (Beobachten! Ab einem gewissen Zeitpunkt verbrennt die Schale im Ofen sehr rasch). Danach im Mixer oder Mörser fein mahlen. Anschließend zusammen mit den anderen Zutaten vermischen und trocken lagern.  Tipp: Der Zucker eignet sich hervorragend zum Bestreuen von herbstlichen oder weihnachtlichen Cupcakes/­­Muffins oder er aromatisiert wunderbar einen leckeren Nachmittagstee ???  *  Xylith, oder auch Xylithol, ist Birkenzucker und wurde ursprünglich in Finnland aus der Rinde von Birken hergestellt, bzw. ihr entzogen. Man findet diesen Zuckeraustauschstoff in vielerlei Gemüse- und Obstsorten und soweit mir bekannt, wird er sogar in unserem eigenen Körper gebildet, sobald es zur Aufspaltung von Kohlenhydraten kommt. Birkenzucker sieht nahezu genauso wie normaler Kristallzucker aus und kann vom Süßungsgehalt den normalen Zucker 1:1 ersetzen. Jedoch wirkt er nicht so schädigend auf den Körper ein. Xylit wirkt nicht nur antibakteriell, sondern zeigt auch antikariogene Wirkung (gegen Karies) und ist somit ein wunderbares Zahnhygienemittel.  Vom Geschmack her finde ich den Birkenzucker leicht schmelzend, erfrischend und kühl auf der Zunge. Ansonsten einfach nur süß ohne nennenswerten Eigengeschmack. Wir haben uns vor ein paar Monaten 5 Kilo bestellt und seit dem ist unser Zuckerverbrauch rapide gesunken, denn eigentlich benutzen wir nur noch den Birkenzucker. Zum Backen eignet sich Birkensüß allerdings nicht, denn mit seiner antibakteriellen Wirkung bietet der den Hefekulturen keinen Nährboden. Mir liegt noch am Herzen darauf hin zu weisen, dass Xylit für Hunde giftig ist und sie auf keinen Fall davon Fressen sollten. Bei Aufnahme von Xylith können die Tiere mit einer starken Ausschüttung von Insulin reagieren, mit der Folge eines lebensbedrohlichem Absinkens des Blutzuckerspiegels. Lebenschädigungen bis hin zu Leberversagen können auch die Folge sein. Quellen und weiterführende Links http:/­­/­­de.wikipedia.org/­­wiki/­­Xylitol http:/­­/­­www.zentrum-der-gesundheit.de/­­xylit-ia.html https:/­­/­­www.xucker.de/­­wissenswertes/­­

Hochbeetbau

22. August 2014 Wurzelweber 

Hochbeetbau Es geht voran auf dem Pappelhof! In letzter Zeit ist unser Wunsch nach mehr Nahrung aus dem Eigenanbau immer weiter gewachsen. Wir lieben es einfach frisches Gemüse aus dem eigenen Garten zu ernten! Da wir leider auf sehr lehmigem und dazu noch steinigem Boden wohnen, ist die Bewirtschaftung eines Gemüsegartens mehr als schwere Arbeit. Deswegen schätzen und lieben wir die Hochbeete um so mehr. In naher Zukunft werde ich bei uns auf dem Hof vegane Kochkurse und rohköstliche Zubereitungskurse geben. Da ich es liebe mit super frischen Zutaten zu arbeiten, möchte ich mit den Kursteilnehmern dann direkt in den Gartenbereich gehen um frisch zu ernten. Wir werden zusammen köstliche Karotten, feurige Radischen, knackigen Salat und viele leckere weitere Sachen ernten und danach zusammen kochen, schnippeln, mixen, schlemmen. Ich freue mich schon riesig!! Und so haben wir uns kurzerhand einen Gartenplan angelegt, hin und her überlegt, was wir in Zukunft mit dem Garten und der anschließenden Weide machen wollen. Neben verschlungenen Wegen mit versteckten Lauben und duftenden Kräuterbeeten, lauschigen Sonnenplätzen und kleinen Findling-Kraftorten standen weitere Hochbeete ganz oben auf unserer Wunschliste. Und so sieht es bisher aus. Drei Hochbeete warten auf Befüllung. Jedes ist ca. 5 x 1,50 m groß und 90 cm hoch. Derzeit füllen wir die Beete mit grobem Astwerk, danach kommt noch eine Schicht Busch- und Heckenschnitt. Heute erwarten wir die Lieferung von guter Börde-Biokomposterde vom wundervollen Biohof Engemann aus Eissen! Ich bin gespannt und kann es kaum erwarten mit meinen Händen durch die Erde zu pflügen und zu weben... Die Komposterde wird mit 2/­­3 Mutterboden vermischt und kommt dann über einer Grasnarbenschicht in die Beete.  Was meint ihr, habt ihr Interesse daran, wie wir die Hochbeete gebaut haben? Soll ich eine bebilderte Bauanleitung dazu schreiben? Euch schonmal ein zauberhaftes Wochenende! ?

Booktrailer Vegane Glücksküche

17. Juli 2014 Wurzelweber 

So, my dears and darlings, I proudly present... ? Vegane Glücksküche - der Booktrailer ? Er ist toll geworden ???! Oh, ich bin so glücklich...! Ich platze gleich! Vielen Dank an meinen Schatz für die tolle Postproduction ??? Hach... ??? Und vergesst nicht, bis morgen könnt ihr das Buch noch gewinnen! Hier lang!

Gurkensalat mit Vogelmiere und roten Johannisbeeren

23. Juni 2014 Wurzelweber 

Gurkensalat mit Vogelmiere und roten Johannisbeeren Eines der wundervollen Geschenke des Sommers an uns sind grüne, erfrischende Gurken. Gurken enthalten vor allem viel Wasser, wirken ausleitend, harntreibend und entschlackend. Auch sollen sie bei Wechseljahren lindernd helfen. Äußerlich angewandt wirken sie positiv auf allerlei Hautkrankheiten wie Akne, Pickel und Flechten, aber auch bei Sonnenbrand. Außerdem sind die verdammt lecker. Der perfekte Snack für zwischendurch, wenn man mal nicht zu Obst greifen möchte. Zu diesem ungewöhnlichen Gurkensalat hat mich mein kleiner Kobold inspiriert. Wir waren zusammen draußen um Vogelmiere zu pflücken (er war mir da eher eine nicht so große Hilfe, denn es war viel lustiger für ihn das Schälchen immer wieder auszukippen. Dabei hatte ich genug mit dem Wind zu tun, der die zarten Blätter immer wieder wegwehen wollte...). Irgendwann verlor er das Interesse, wuselte durch den Garten und blieb verwundert bei den Johannisbeeren stehen. Da sind ja plötzlich rote Beeren dran! Was für eine Entdeckung! So niedlich. Ich hab ihm dann gezeigt, dass man sie essen kann und schon war es um ihn geschehen. Und es wurde genascht... Gurkensalat mit Vogelmiere und roten Johannisbeeren Zutaten Dressing 3 EL ÖL (Oliven- und Rapsöl, Mischverhältnis nach Gusto) 1/­­2 EL naturtrüber Apfelessig 2-3 junge Vogelmierentriebe 1 TL Salatkräuter 1 TL getr. Dillspitzen Salz, Pfeffer 1 kleine Hand voll pralle, rote Johannisbeeren 1 Salatgurke Zubereitung Alle Zutaten für das Dressing miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Gurke in feine, dünne Scheiben schneiden (mit oder ohne Hobel) und die Johannisbeeren abstrippen. Gurkenscheiben und Johannisbeeren mit dem Dressing vermischen und vor dem Servieren etwas durchziehen lassen. Die Johannisbeeren bringen eine gewisse Säure mit, die den Salat noch erfrischender macht. Und wie kann man diesen funkelnden Juwelen schon wiederstehen? Ungewohnt, aber sehr lecker. Guten Appetit! ?

{Buchupdate} Vegane Glücksküche

18. Juni 2014 Wurzelweber 

{Buchupdate} Vegane Glücksküche Hach, meine Lieben, es ist so spannend! In den letzten Wochen waren meine liebe Co-Autorin Daniela und ich mit den letzten Buchkorrekturen bezüglich Satz und Layout von unserem gemeinsamen Buch Vegane Glücksküche | soja- und glutenfrei beschäftigt. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich nicht mal mehr meinen Namen buchstabieren konnte, als mir der Verlag das erste Layout zu gesendet hat, so aufgeregt war ich. Es ist noch mal was ganz anderes, wenn man es dann gesetzt sieht, mit all den schönen Fotos, die wir gemacht haben, mit den kleinen Details und Anekdoten... Oh, ich freue mich so, es wird ein wahres Farbenfest! Einige Stimmungsbilder werden euch sicher bekannt vor kommen, aber es sind auch ganz viele neue dabei... ??? Der Erscheinungstermin hat sich etwas verschoben, ich rechne damit, dass es in zwei bis drei Wochen lieferbar sein wird. Ich halte euch natürlich auf dem Laufendem, sobald ich etwas weiß, werdet ihr es hier erfahren. Das Cover wurde auch nochmal leicht geändert, wie ihr an der Seite rechts und hier nebenan sehen könnt. Und... wenn ihr schon mal reinschnuppern möchtet... Auf der Verlagsseite gibt es eine kleine Buchvorschau als Flipbook. Hier gehts lang ??? Und ein paar Eindrücke hab ich auch für Euch! ? Hach, ich freu mich. Bildquellen und Bildmaterial all (C) freya VERLAG | freya.at Ich wünsche Euch allen einen erholsamen, feinen Feiertag! ?

{TV-Tipp} HEUTE, 10.Juni, ZDF 20:15 "Vegetarier gegen Fleischesser - Das Duell" mit Attila Hildmann und Alfons Schuhbeck

10. Juni 2014 Wurzelweber 

Heute wird nun endlich die verschobene Sendung ausgestrahlt! Ich bin sehr gespannt, Attila hat ja schon mächtig Wind gemacht um diese Sendung. Also, heute abend heißt es: TV schauen! "Rund sechs Millionen Deutsche leben vegetarisch - Tendenz steigend. Doch was bringt vegetarische Ernährung für die Gesundheit, für die Natur und unser Gewissen? Antworten wird die Doku ,,Vegetarier gegen Fleischesser auf den Tisch bringen. Dabei gibt es Unterstützung vom Shooting-Star der veganen Küche, Attila Hildmann, und von Fernsehkoch und Fleischliebhaber Alfons Schuhbeck. Die Frage, ob man Fleisch essen soll - oder darf - führt immer wieder zu hitzigen Debatten. Eine kurzfristige Verschiebung der Sendung im April brachte dem ZDF auf den Social-Media-Plattformen heftige Reaktionen ein.  (...) ZDF zeit zeigt erstaunliche Fakten und geht so manchem Mythos ums Fleisch auf den Grund. Was ist dran am Vorurteil, dass strenge Vegetarier unter Mangelerscheinungen leiden? Stimmt es wirklich, dass die Leidenschaft für gute Steaks, verglichen mit der Freude an knackigem Salat unsere Umwelt um ein Vielfaches belastet? Geht tatsächlich Lebensfreude verloren, wenn man kein Fleisch mehr isst? Und wer lebt länger - die Fleischfreunde oder die Vegetarier?" QUELLE: http:/­­/­­www.zdf.de/­­zdfzeit/­­vegetarier-gegen-fleischesser-das-duell-33501242.html

Vegan For Fit Fazit und das Leben

31. Mai 2014 Wurzelweber 

Vegan For Fit Fazit und das Leben Meine süßen Zuckertörtchen, jetzt ist es schon wieder zwei Wochen  her, dass ich gebloggt habe. Dabei war ich überzeugt davon,  dass ich es viel eher schaffe. Ich glaube so langsam, ich muss es einfach akzeptieren, dass das Leben mich voll im Griff hat und so viel passiert. Go with the Flow! Das sollte mein Motto werden. Und nicht trauern, dass ich zu nichts mehr komme, denn das stimmt ja nicht. Ich schaffe super viel gerade. Leider kommt mein kleiner, geliebter Blog da etwas zu kurz. Zuerst zur Vegan For Fit Challenge: Die war gut! Ich habe zwar hier und da nicht immer 100% durchgeh alten, aber im großen und ganzen schon. Und belohnt wurde ich tatsächlich mit -2,5 kg. In drei/­­vier Wochen. Nicht schlecht finde ich. Und es ist wirklich sehr lecker gewesen. Attila Hildmann hat es echt drauf sehr leckere Rezepte zu zaubern. Dazu gibt es "Attilas magical Four" wie ich sie jetzt mal nenne (Zucchini, Aubergine, Tomatenmark und Mandelmus) aus denen gefühlte 75% seiner Rezepte bestehen... nein, stimmt gar nicht. Aber diese Lebensmittel kommen sehr oft vor. Ich habe noch nie so viel Tomatenmark gegessen wie in diesen 30 Tagen. Mir gefällt weiterhin, dass die Rezepte aus denen man wählen kann, 1. sehr abwechslungsreich sind und 2. jahreszeitlich passen. Macht man die Challenge im Frühjahr kann man saisonal die Spargelrezepte wählen und versucht man es im Herbst, gibt es Kürbisrezepte. Sehr gut durchdacht. Und es macht wirklich Spaß die Gerichte zu kochen! Ich bin erstaunt, aus wie wenig Zutaten er schmackhafteste Sachen kocht. Echt super. Und was das wichtigste ist, es stimmt, was er sagt. Wenn er schreibt, die Gerichte sind sättigend, dann stimmt das auch. Man kommt super durch den Tag ohne Heißhunger auf Schokolade, und falls es einen doch mal überkommt, liefert er gleich im Snack/­­Belohnungsteil des Buches eine Alternative zur zucherlastigen Variante.  Mein Fazit: Sehr zu empfehlen. Sehr lecker. Ich bin begeistert ?. Meinem Mann haben nahezu ausnahmslos die Rezepte sehr gut geschmeckt. Und ich glaube, ich werde noch ein bisschen weiter nach Attila kochen. Allerdings nicht mehr challengen. Denn ich merke, dass mich so etwas sehr einengt und ich dann zwar in meiner geliebten Küche stehe und viele tolle, neue Rezepte ausprobieren kann - ich aber selber nicht mehr kreativ sein kann. Denn man soll sich ja mehr oder weniger 100% an die Regeln halten. Und ich möchte wieder freier kochen können. Die Erfahrung war sehr gut, ich habe auch viel gelernt, aber jetzt ist erst mal Schluss. Denn irgendwie muss ich im Moment selber werkeln, kombinieren und zaubern in meiner Küche. Vielleicht mache ich im Herbst nochmal eine Challenge. Ansonsten genießen wir das tolle Wetter. Der Kobold ist nahezu den ganzen Tag draußen und spielt im Gras, mit Wasser, küsst die Katze und bringt mir Blumen. Es ist so wunderbar,  der erste richtige Sommer für ihn und er liebt es. Und ich bin natürlich so stolz auf ihn, er macht das alles schon so toll. Er gießt abends fleißig unsere Pflanzen und saust mit seiner kleinen Gießkanne hin und her, damit auch ja alle Pflanzen, die aus noch so kleinen Fugen sprießen, auch ihr Tröpfchen Wasser bekommen. Dann geht es zum Gewächshaus und wir streicheln die Tomatenpflanzen, Küsschen für die Paprika und Gute Nacht für die Stockrosen. Total süß.

{Buchverlosung} Die Gewinner stehen fest!

11. Mai 2014 Wurzelweber 

{Buchverlosung} Die Gewinner stehen fest!Hey ihr Süßen, tut mit sehr leid, dass ich euch noch ein bisschen auf die Folter gespannt habe, aber letzte Woche ging hier einiges drunter und drüber... Meine beiden Männer sind leider krank und da war viel umsorgen, pflegen und trösten angesagt.  Zurück zum Gewinnspiel! Dieses Buch gabs zu gewinnen: von Ute-Marion Wilkesmann Indisch inspiriert vegetarisch, vegan und vollwertig kochen Vielen Dank an dieser Stelle euch allen, die ihr so fleißig mitgemacht, geteilt und kommentiert habt! Es war wundervoll jeden einzelnen Kommentar zu lesen. Auch bei facebook haben viele mitgemacht, insgesamt waren es über 50. Ich habe den Zufall entscheiden lassen und gewonnen haben... ? SIGRUN und AGA ?!! Herzlichen Glückwunsch euch beiden! Ich freu mich für euch!! Bitte sendet mir eine Nachricht an info@wurzelweber.de mit euren Kontaktdetails, damit ich euch euren Gewinn so schnell wie möglich zu senden kann ???. Meldet euch bitte innerhalb der nächsten drei Wochen. Falls dies nicht passiert, wird der Gewinn erneut verlost. Wäre ja schade... also meldet euch! Morgen bekommt ihr dann ein Update, wie es mit der Vegan For Fit Challenge läuft ?... ?

Beltane

30. April 2014 Wurzelweber 

Beltane Heute ist es wieder soweit, einer der alten Tage - wie ich sie gern nenne - ist heute: Beltane oder vielen eher bekannt als Walpurgisnacht. Das Sommerhalbjahr hat endgültig begonnen. Für mich ist Beltane eines der kraftvollsten traditionellen Feste und steht ganz im Zeichen der Fruchtbarkeit. Die Natur ist vollständig erwacht und zeigt mit Macht all ihre Schönheit. Fruchtbarer geht es zu keiner Zeit des Jahres zu.  Den heutigen Tag sollten wir Frauen unserer Weiblichkeit widmen. Und bewusst werden, dass wir eine unbändige Kraft in uns haben, wild sein können, schön sind und zwar genauso wie wir sind. Einzigartig und so geboren, wie es vorherbestimmt war.  Wir können heute mit den Feen über einen Hügel tanzen und Kobolden in ihre Wurzelbauten folgen um Geheimnisse zu erkunden und Wunder zu wirken. Betreten wir barfuß das regennasse Gras können wir uns mit der Göttin in uns verbinden, loslassen und uns vom Fluß fort tragen zu lassen... Ich wünsche Euch allen eine zauberhafte Nacht und ein wunderschönes Beltane! ?

{Geburtstagswoche}: Bücherverlosung

27. April 2014 Wurzelweber 

{Geburtstagswoche}: Bücherverlosung+++ CLOSED +++ CLOSED +++ CLOSED +++ CLOSED +++ Ich habe Ende der Woche Geburtstag und als Dankeschön dafür, dass ihr alle immer so fleißig mitlest, kommentiert und mich hier virtuell auf eine Tasse heiß dampfenden Apfelschalentee besuchen kommt - gibt es eine kleine Buchverlosung!! Und zwar möchte ich euch gerne mit folgendem Schätzchen beschenken und verlose zwei mal ... Ute-Marion Wilkesmann Indisch inspiriert vegetarisch, vegan und vollwertig kochen Kurzbeschreibung Es geht der Autorin nicht darum zu beweisen, dass sie indische Gerichte genauso zubereiten kann wie eine indische Hausfrau. Ziel ist die Erweiterung der deutschen Vollwertküche. Die indische und die vollwertige Ernährung haben vieles gemeinsam: Getreide wie Reis, Hirse usw., die Vielzahl von Broten, die Bedeutung von Hülsenfrüchten. Ist einmal das ,,indische Prinzip erkannt, kann mit kleinen Kunstgriffen eine neue Essenswelt erschaffen werden. Hardcover mit Schutzumschlag Format: 19,0 x 24,5 cm, 248 Seiten mit ca. 400 farbigen Abbildungen Ladenpreis: EUR 24,95 (D), EUR 25,70 (A), CHF 35,50 ISBN/­­EAN 978-3-86362-015-8 Verlag: Dort-Hagenhausen-Verlag Und wie könnt ihr mitmachen? Kommentiert einfach zu diesem Beitrag und verratet mir, warum dieses Buch ausgerechnet bei euch einziehen muss ;) und schon hüpft ihr in den Lostopf. Wenn ihr ein zweites Los ergattern möchtet, berichtet über die Verlosung auf eurem Blog und verlinkt diesen Artikel (und euren Beitrag in dem Kommentar zu diesem Artikel). Oder teilt den Beitrag von meiner facebookseite (ist ganz oben festgeheftet) auf eurer facebook-Pinnwand. Und schon hüpft ihr ein zweites Mal in den Glückstopf! Wunderbar, oder? Das Gewinnspiel endet am 02. Mai , meinem Glückstag ? um Mitternacht . Die Gewinner werden am folgendem Wochenende ermittelt und dann nächste Woche bekannt gegeben. Bitte nur mitmachen, wenn ihr in Europa wohnt.  Und jetzt wünsche ich euch viel Glück! Ich bin schon ganz gespannt auf eure Antworten. ??? +++ CLOSED +++ CLOSED +++ CLOSED +++ CLOSED +++  

Trommelwirbel... Mein erstes Buch!

18. April 2014 Wurzelweber 

Trommelwirbel... Mein erstes Buch!Endlich ist es soweit! Ich kann es euch endlich verraten!! Ich habe ja in den letzten Posts schon öfters erwähnt, dass ich an einem wunderbaren Projekt gearbeitet habe... Und jetzt darf ich es euch verraten! Tatatatatataaaaaaaaaaaa: Ich habe an meinem ersten Buch gearbeitet. Meine Co-Autorin ist die wunderbare kochlöffelschwingenede Daniela Friedl (die Autorin der Bücher "Vegane Hausmannskost", "Schnelle vegane Küche" und "Mitleid unangebracht") und die Zusammenarbeit war wundervoll. Ich bin grad so aufgeregt, ich weiß gar nicht recht, was ich schreiben soll!! Deswegen hier erst mal der Klappentext: Essen Sie sich glücklich! Unsere tägliche Mahlzeit ist so viel mehr als reine Nahrungsaufnahme   ?  wir verbinden Farben, Emotionen und Erinnerungen mit Speisen. Die Tatsache, dass gewisse Lebensmittel sowohl die Stimmung heben, als auch unsere Belastbarkeit stärken können, ist nicht erst seit gestern bekannt. So manche Lieblingsspeise dient uns sogar als wahrer Seelentröster, legt sich wie Balsam auf unser Gemüt und lässt Stress und Ärger vergessen. Nutzen Sie diese Kraft und lassen Sie sich entführen in die Welt der bunten, frischen und duftenden Gaumenfreuden. Wir präsentieren Ihnen kreative Delikatessen für jeden Anlass   ?  vegan, soja- & glutenfrei! Unsere "Vegane Glücksküche " ist in den letzten Monaten mit viel Liebe und Herzblut entstanden. Euch erwarten über 100 gekochte und rohköstliche Leckereien und Schmeckewöhlerchen, alle vegan, soja- und glutenfrei , von uns mit Liebe entwickelt, zubereitet und fotografiert. Außerdem gibt es eine Liste mit stimmungsaufhellenden Lebensmitteln und warum diese Lebensmittel so gut für unseren Körper sind. Ein kleines Kapitel haben wir der Wirkung der Farben auf unsere Stimmung gewidmet und wir gehen auf den Verzehr von Soja und glutenhaltigem Getreide ein. Es war eine tolle Erfahrung für mich und es hat viel Spaß gemacht an diesem tollen Projekt zu arbeiten. Unser Verlag ist auch einfach umwerfend, das Buch wird beim freya Verlag verlegt. Das Buchprogramm ist der Hammer und ich bin jetzt Teil der wundervollen freya-Familie.  Ab dem 20. Juni 2014 könnt ihr das Buch in allen Buchhandlungen bestellen (oder jetzt schon vorbestellen). Und hier noch die Details: Vegane Glücksküche | soja- und glutenfrei von Daniela Friedl und Miriam Emme ISBN Nr.:       978-3-99025-153-9 Erscheint:       20.06.2014 ca. 256 Seiten Preis:              19.90 EUR (inkl. Mwst) ? Wisst ihr was? Ich bin so glücklich!! ?

Baumheilkunde und Heilpflanzenrezepte: Birke

19. Februar 2016 Wurzelweber 

Baumheilkunde und Heilpflanzenrezepte: BirkeDie Birke ist eine kraftvolle Verbündete, wenn man seinen Körper im Rahmen einer Frühjahrskur reinigen möchte. Sie spült die Harnwege durch und wirkt entwässernd. Hier habe ich bereits über diesen wunderbaren Baum geschrieben, heute möchte ich ein paar Rezepte vorstellen. Birkenblättertee zur Durchspülung der Harnwege und Anregung des Stoffwechsels (Vorsicht! Der Tee wirkt entwässernd!) 2 geh. TL frische Birkenblätter (oder 1 geh. TL getrocknete Blätter) mit ca. 200 ml kochendem Wasser übergießen und 7 Minten ziehen lassen lassen. Abseihen und drei mal täglich über ca. 3 Wochen eine Tasse trinken (immer zur magischen Stunde, also morgens, mittags und abends). Da der Tee harntreibend und entwässernd wirkt bitte auf zusätzliche, ausreichende und richtige Flüssigkeitszufuhr achten. Als Nierentee werden die Birkenblätter gerne mit Brennnessel und Goldrute gemischt. Birkenwasser Schonend 'gezapftes' Birkenwasser kann man trinken und dieses Wasser wirkt ebenfalls harn- und wassertreibend. Massiert man es in die Kopfhaut ein, werden die Haarwurzeln angeregt und wirkt gegen Schuppen(flechte) und soll auch bei Haarausfall schon dem ein oder anderen gute Dienste geleistet haben. Knospentinktur Eine Birkenknospentinktur hilft bei Husten und wirkt fiebersenkend. Aber auch bei der Wundbehandlung kann sie gute Dienste leisten, sie desinfiziert und hilft bei der Heilung. Dazu verdünnt man die Tinktur etwa 1:10 mit Wasser und wäscht damit die Wunde aus oder macht einen Wundumschlag. ca. 20 g frische Birkenknospen 100 ml Doppelkorn (40%) oder Wodka Die frischen Birkenknospen in ein Schraubglas geben und mit dem Alkohol übergießen. Verschließen und ca. 4 Wochen lang an einem warmen Ort ziehen lassen. Am besten schenkt man dem Aufzug regelmäßig seine Aufmerksamkeit und schwenkt ihn ab und zu durch. Nach vier Wochen abseihen und in dunklen Fläschchen aufbewahren. Für einen klaren Geist und innere Reinigung: Birkenrinde wird hier mit weißem Salbei und Weihrauch verräuchtert. Räuchern mit Birkenrinde Die Birkenrinde eignet sich außerdem als Räucherwerk. Schonend auf einem Räucherstövchen verräuchert, entfaltet sie ein mildes Waldaroma, ganz leicht nur. Ich räuchere gern mit ihr, wenn ich neue Projekte beginnen möchte. Sie wirkt dann ermutigend und reinigend, klärt den Geist und macht somit Raum für neue Perspektiven. Sie fördert die Kreativität und weckt die Lebensgeister. Dazu sammelt man die Rinde von windgebrochenen Zweigen oder von Ästen, die dem Baumschnitt weichen mussten. Im Herbst und Frühjahr findet man im Wald oder im Stadtpark immer wieder Baumschnitt unter dem auch Birkenäste sind. Bitte keine frische Rinde vom Baum schälen, hierbei wird der Baum empfindlich verletzt und kann arg darunter leiden, im schlimmsten Fall sogar eingehen. Die gesammelte Rinde wird dann schonend getrocknet, z.B. auf Leinen, Baumwolltüchern oder Backpapier. Die getrocknete Rinde kann dann in Räucherboxen oder Papiertüten aufbewahrt werden. *Ich möchte allen einen sorgfältigen und respektvollen Umgang mit unserer Natur ans Herz legen. Wenn ihr Wildkräuter sammelt oder frische Triebe und Blätter von Bäumen für eigene Zwecke nehmt, dann seid euch bewusst, dass es sich hier um ein lebendiges Wesen handelt. Schadet diesem Wesen nicht. Bei Kräutern nehmt immer nur so viel, dass es der Pflanze an sich nicht groß schadet und genug Blätter übrig bleiben, damit sich die Pflanze schnell erholen kann. Bei Bäumen ist es genauso. Junge Bäume sind anfälliger als alte Bäume, doch wenn ihr zum Beispiel frische Rinde nehmt, fügt ihr auch einem alten Gesellen eine Verletzung zu. Niemals ringförmig um den Stamm Rinde entfernen, das kann im schlimmsten Fall zum Tode des Baumes führen! Nähert euch den Pflanzen und Bäumen immer mit offenem, freundlichen Geist und fragt, ob es in Ordnung ist, wenn ihr euch etwas nehmt. Das kann mit voller Stimme sein, aber auch leise im stillen und unhörbar. Jetzt spürt in die Atmosphäre um euch hinein, ist sie wohlwollend oder eher abweisend? Falls die Pflanze es euch erlaubt (das wird in den meisten Fällen sein), nehmt euch nur so viel ihr wirklich benötigt und bedankt euch hinterher.

Ogham/Ogam - der keltische Baumkalender

12. Februar 2016 Wurzelweber 

Ogham/Ogam - der keltische Baumkalender Bäume... Bäume waren für uns als Menschen schon immer Heimat. Eine Welt ohne Bäume ist für uns nicht vorstellbar. Unsere Vor-Ahnen, die Primaten, lebten in und von den Bäumen, waren "ihr Schoß und ihre Wiege" (John Matthews). Später gaben die Bäume uns von ihrer Substanz und wir nutzen sie als Brennholz und Baumaterial... wir suchten kühlen Schatten und Schutz unter ihrem Blätterdach, hielten Rat & Gericht und heirateten unter Ihnen, aßen von ihren Früchten und nutzen ihre Heilkraft. Sie geben uns die Luft zum Atmen und so waren wir schon immer aufs Tiefste mit Ihnen verbunden. So ist es nicht verwunderlich, dass Bäume zu allen Zeit Orte der Besinnung und der Ausübung eines rituellen Kultes waren. Dieser machtvollen Präsenz eines alten Baumes können sich selbst heute sehr moderne, urbane Stadtmenschen nicht entziehen. Bäume strecken ihre Äste gleich Antennen weit hinauf in den Himmel und werden zu Vermittlern zwischen Himmel und Erde. Sie fangen kosmische Energie ein und leiten sie in die Erde und genauso umgekehrt. Sie gelten in naturspirituellen und schamanischen Kreisen als Weisheitsquelle und Zentrum und wurden schon immer verehrt. So finden wir in der germanischen Mythologie die Weltenesche Yggdrasil, die alle neun Welten trägt bzw. mit einander verbindet, bei den Griechen den Baum der Hesperiden, bei den Sumerern den heiligen Baum von Eridu und in der iranischen Mythologie den Simurgh-Baum, die Mutter aller Bäume, nur um hier einige zu nennen. Befand man sich in der Nähe der Bäume, waren die Götter nicht fern. Für mich waren Bäume schon immer Teil meiner verzauberten Welt. Die erste Verbundenheit mit Bäumen fühlte ich als kleines Kind zu einer großen alten Trauerweide im Garten meiner Großeltern. Unter ihrem Blätterdach habe ich in meiner Welt gelebt, sie war mein Himmelsdrache, der mich weit zu den höchsten Wolken tragen konnte, auf der Baumschaukel konnte ich die Wolken berühren und mich an ihren lianenartigen, langen Zweigen von einem Abgrund zum nächste schwingen... Meine nächsten Herzensbäume wurden zeitgleich die Birke, die Pappel und die Tanne. Diese Bäume sind mir auch immer noch besonders nah. Bei ihnen fand ich stillen, wartenden Frieden, alle ganz anders in ihrer Wirkung auf mich, aber alle brachten mich zur Ruhe. Die umarmende, wogende, tröstende Geborgenheit der Weide... der freundliche, lichtdurchtränkte Schatten der Birken, der mich immer aufheiterte... die dunkle, einhüllende, geheimnissvolle Anwesenheit der Tanne, die mir einen Teil des Waldes in mein Herz pflanzte... oder die hochaufragenden Pappeln, deren immer in Bewegung scheinenden Blätter mich in eine mächtige Klangwelt entführten und unter denen ich meinen ersten Moment eines allumfassenden Moment des Eins-Seins, meinen ersten Moment der Erleuchtung hatte... Doch was haben all die anderen wunderbaren Bäume für Geheimnisse für mich? Welche Geheimnisse liegen tief verborgen zwischen ihren Wurzeln und welche Magie rinnt langsam knisternd ihren Stamm herunter?  Und so habe ich im November letzten Jahres begonnen mich mit dem keltischen Ogham (Ogam) zu befassen. Dieses alte, keltische Alphabet besteht aus 20 bzw. 25 Buchstaben, denen sich meistens bestimmte Bäume (oder Pflanzen, aber auch verschiedene andere Sachen, wie z.B. Vögel, Flüsse oder Farben) zuordnen lassen. So ist dieses Schriftsystem landläufig auch als Baum-Alphabet bekannt. Diese Zuordnung zeigt ganz deutlich die Verbundenheit der alten Kelten und ihrer Druiden mit der Natur und besonders den Bäumen. War man mit dem Ogham vertraut, konnten seine Zeichen (sie erinnern entfernt an Runen) auch zur Divination, also zum Weissagen und Orakeln benutzt werden. Die Bedeutung der einzelnen Schriftzeichen erschloss sich aus den Botschaften der zugeordneten Bäume und Pflanzen. Das Alphabet wird vertikal geschrieben und die einzelnen Buchstaben bestehen meist aus Gruppen von horizontal oder diagonal Strichen die einen zentralen Stamm kreuzen (visuell interpretiert könnten es Bäume mit Ästen sein). Hier bei hat jeder Buchstabe einen bestimmten Lautwert und somit auch einen bestimmten Klang und wie oben schon erwähnt, eine besondere Bedeutung. Auch sind die einzelnen Buchstaben bestimmten Zeiten im Jahr zugeordnet und so wird dieses Alphabet zu einem komplexen und tiefgehenden System, dass vielschichtig interpretiert werden kann. Es lässt sich in fünf Sätze teilen (aicme), die jeweils nach dem ersten Buchstaben benannt sind... Aicme of Beith/­­Familie der Birke Beith - Lautwert B - Baum: Birke - November - 1. Monat - Trad. Bedeutung: Neuanfang Luis - Lautwert L - Baum: Eberesche - Dezember - 2. Monat - Trad. Bedeutung: Schutz Fearn - Lautwert F - Baum: Erle - Januar - 3. Monat - Trad. Bedeutung: Verteidigung Saille - Lautwert S - Baum: Weide - Februar - 4. Monat - Trad. Bedeutung: Harmonie/­­Inspiration Nuin - Lautwert N - Baum: Esche - März - 5. Monat - Trad. Bedeutung: Stärke Aicme of Huath/­­Familie des Weißdorns Huath - Lautwert H - Baum: Weißdorn - April - 6. Monat - Trad. Bedeutung: Herausforderung Duir - Lautwert D - Baum: Eiche - Mai - 7. Monat - Trad. Bedeutung: Schicksal Tinne - Lautwert T - Baum: Stechpalme - 8. Monat - Trad. Bedeutung: Energie Coll - Lautwert C - Baum: Haselnuß - 9. Monat - Trad. Bedeutung: Weisheit Quert - Lautwert Q - Baum: Apfelbaum - Trad. Bedeutung: Vision Aicme of Muin/­­Familie des Weins Muin - Lautwert M - Baum: Brombeere/­­Wein - 10. Monat - Trad. Bedeutung: Ernte Gort - Lautwert G - Baum: Efeu - 11. Monat - Trad. Bedeutung: Unterstützung Ngetal - Lautwert Ng - Baum: Schilf - 12. Monat - Trad. Bedeutung: Bewahrung Straif - Lautwert St - Baum: Schlehdorn - 13. Monat - Trad. Bedeutung: Magische Kraft Ruis - Lautwert R - Baum: Holunder - die letzten drei Tage im Oktober - Trad. Bedeutung: Ofer Aicme of Ailm/­­Gruppe der Kiefer Ailm - Lautwert A - Baum: Kiefer - 22. Dezember - Trad. Bedeutung: Überblick Onn - Lautwert O - Baum: Stechginster - 21. März (Ostara) - Trad. Bedeutung: Fruchtbarkeit Ur - Lautwert U - Baum: Heidekraut - 21. Juni (Mitsommer) - Trad. Bedeutung: Glück Edadh - Lautwert E - Baum: Pappel - 21. September (Mabon) - Trad. Bedeutung: Bewegung Idho - Lautwert I - Baum: Eibe - Dezember - 21. Dezember (Yule) - Trad. Bedeutung: Beharrlichkeit Aicme of Eabhadh/­­Gruppe der Espen Ruis - Lautwert R - Baum: Espe - Trad. Bedeutung: Sammeln Oir - Lautwert Oi - Baum: Spindelstrauch - Trad. Bedeutung: Schicksal Uinllean - Lautwert Ui - Baum: Geißblatt - Trad. Bedeutung: Magie Ifin - Lautwert Io - Baum: Stachelbeere - Trad. Bedeutung: Ahnenweisheit Phagos - Lautwert Ai - Baum: Buche - Trad. Bedeutung: Übergang 23. Dezember - ohne Zuordnung Als Startzeitpunkt wird die Zeit um das keltische Neujahr genommen, also die Zeit nach Samhain/­­Allerheiligen. Hierbei startet ein Ogham-Monat immer mit dem Schwarzmond (der Tag ohne Mond) bzw. mit dem neuen Mond (Neumond) und ist somit ein Mondmonat, kein Kalendermonat. So kommt man auch auf die zugeordneten 13 Monate. Es ist ein wunderbares Alphabet und bringt mich den einzelnen Bäumen so sehr näher. Gerade da nach Samhain, also um Allerheiligen, das Kräuterjahr endet und erst wieder jetzt zu Imbolc, also Anfang Februar startet, war es unglaublich toll, mich mit den Bäumen zu beschäftigen. Zu Beginn war ich skeptisch, wie sollte ich die Bäume denn bitte ohne Blätter erkennen? Doch mittlerweile und besonders die gerade aktuelle Erle hat mir gezeigt, wie wunderbar die Bäume durch ihre Silhouetten und die besondere Art zu wachsen (z.B. die Art wie sich ein Ast in immer kleinere Zweige teilt) zu uns sprechen und erkennbar sind. Auch ihre so unterschiedlichen Rinden/­­Borken und Standorte sprechen Bände. Ohne den Startpunkt im Herbst wäre ich so schnell wahrscheinlich nicht zu dieser Erkenntnis gekommen und würde nicht so vertraut sein mit ihnen. Schon allein für diese Erkenntnis bin ich wahnsinnig dankbar. Bisher haben mich die Birke, die Eberesche und die Erle durch den Winter begleitet. Im Moment befinden wir uns im Monat der Weide. Ich werde über meine Erlebnisse mit den Bäumen schreiben, denn ich bin jetzt schon tief beeindruckt. Beschäftigen wir uns mit dem Wesen der Bäume und tauchen in ihre Welt ein, so streift der Geist der Natur, von Mutter Erde unsere Seele und wir sind nicht mehr Teil dieses zeitlichen und materiellen Kontinuums, in dem wir uns normalerweise befinden. Wir sind tief bewegt und beseelt und werden in solchen Momenten Teil eines viel Größeren, sind eins mit uns und allem...

Winterzauber

20. Januar 2016 Wurzelweber 

Winterzauber Lange haben wir hier auf den Winter gewartet... auf einen Winter mit Schnee. Jetzt ist er seit ein paar Tagen wirklich da! Und so habe ich mich bei -12.5°C an den Fluß gewagt. Es war wirklich richtig kalt, aber dieses zauberhafte Licht! Einfach traumhaft. In jedem noch so kleinen funkelnden Eiskristall, spiegelt sich eine ganze Welt voller Magie wieder. Wir müssen nur lernen zu sehen.

11 Fragen an die wurzelweberin

16. Oktober 2015 Wurzelweber 

11 Fragen an die wurzelweberinDie liebe Christine Volm von tine taufrisch hat mich mit dem Liebster Blog Award nominiert. Mit dieser Aktion lernen sich Blogger untereinander kennen und stellen ihren Lesern durch ihre Nominierungen auch neue Blogs vor. Ganz lieben herzlichen Dank dafür! Dann möchte ich endlich mal ihre Fragen beantworten, sie hatte mich nämlich schon im September nominiert. Ich finde, es sind sehr tiefe und sehr tolle Fragen, die sehr persönlich sind.  1. Was bedeutet für dich Natur? Natur bedeutet für mich Leben. Vielfalt. Harmonie. Universelle Ordnung, Hell und Dunkel, Ausgeglichenheit. Die Natur lehrt mich zu fühlen, mit dem Fluß zu gehen. Sie nimmt mich auf in den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen und lässt mich Teil von etwas Größerem Sein. Sie zeigt mir, wie alles miteinander verbunden ist. Und sie heilt mich. 2. Wo erholst du dich am liebsten? Ich erhole mich am liebsten draußen, neben Pflanzen und Bäumen. Sie bringen mein inneres Chaos mit ihrer Anwesenheit ins Reine und zeigen mir, wie wichtig es ist, verwurzelt zu sein. Oder am Fluss. Manchmal auch gerne mit Wolldecke und dampfendem Apfelschalentee am Fenster, wenn es draußen stürmt und regnet. Im Sommer bin ich gerne bei unseren Hoch- und Hügelbeeten. Wenn ich dort die Erde spüre, zuschauen kann wie die Pflanzen wachsen, dann bin ich ganz Eins. Gerne gehe ich auch an innere Orte der Verbundenheit und verweile dort ein bisschen. 3. Nutzt du besondere Techniken oder wie entspannst du dich am besten? Ich entspanne mich am Besten, wenn ich in einer gelösten Stimmung bin. Das heißt, dass ich gerne die Dinge, die zu erledigen sind und einen Erledigt-Haken benötigen, abhake. Dann kann ich mich gut entspannen. Auch gelingt es mir besser, wenn ich allein und für mich bin. Total entspannt bin ich, wennich mit Pflanzen in all ihren Erscheinungsformen arbeite. Das kann beim Apfelpflücken sein. Oder beim Herstellen von Elixieren, Essenzen, Tinkturen und Medizinbeuteln. 4. Wie sieht dein Essensplan für heute aus? Also heute morgen steht bei mir Avocado und Tomate auf dem Speiseplan, danach einen Bananensmoothie mit Zimt. Heute mittag gibt es eine Kürbissuppe, die ich gestern zubereitet habe. Mit frischem Kürbis von den Hügelbeeten, ich bin ganz stolze Kürbismama ;). Der Rest ist noch ungeplant. 5. Stehen auch Wildpflanzen auf dem Besorgungszettel? Im Moment nasche ich gerne Weißdornbeeren, frisch vom Strauch. Seit ich intensiv mit dem Hagedorn gearbeitet habe, liebe ich diesen Geschmack, diesen Geruch und diese Geborgenheit die er mir gibt so sehr. Dann stehen im Moment Schlehen ganz oben, zur Zeit zieht gerade Schlehenwasser in der Küche ? als Kraftwasser, ich bin im Moment sehr schwach. Und Vogelmiere wird heute oder morgen gepflückt, für Salben und Pflegestifte, und nebenbei genascht. Gundelrebe esse ich im Moment als Kur und Hagebutten stehen ganz oben. Die trocknen auch gerade fröhlich vor sich hin. Da hier gestern schon Schnee lag, merkt man jetzt ganz stark die Zeichen der Zeitund vieles hat sich schon dem Frost hingegeben. 6. Wo pflückst oder erntest du deine Wildpflanzen? Ich ernte gerne direkt bei mir im Garten. Da wir ein recht großes Grundstück haben, schaue ich gern, was sich bei mir ansiedelt und mir so etwas mitteilen will. Jedoch finde ich hier z.B. keinen Beinwell und keine Wegwarte und auch Spitzwegerich findet sich nicht. Brauche ich Kräuter, die bei mir nicht wachsen, pflücke ich gerne bei uns im Flusstal, an unserer Hütte am Fluss. Das ist auch nur wenige Minuten entfernt (5 Minuten Autofahrt). Oder am Hügelberg (ebenfalls nur 5 Minuten entfernt), hier ist Naturschutzgebiet und es ist auch irgendwie kraftvoll dort. Ich sammele ungern außerhalb meiner Region... ich bin stark mit meiner Erde verbunden. Und so fühlt es sich auch gut an, wenn ich Pflanzen ernte, die von hier kommen. 7. Wie bereitest du dein Essen zu? Roh oder gekocht? Konzentriert oder auf die Schnelle? Wir essen zur Zeit beides, zu ziemlich gleichen Teilen. Leider muss ich zugeben, da ich nicht gut zurecht bin und nicht viel Energie habe, bereite ich zur Zeit viel auf die Schnelle zu. Aber dafür immer frisch und größtenteils aus dem eignen Garten. 8. Wenn du könntest, welchen "Promi" würdest du am liebsten zum Essen einladen und was würdest Du servieren? Mhm... welchen Promi... also ich würde sehr gerne Alicia Siloverstone einladen *lach* und mit ihr über ihre beiden tollen Bücher plaudern ("Meine Rezepte für eine bessere Welt" und "Kind Mama"). Ich liebe ihren Schreibstil und diesen lockeren Plauderton. Ich finde es großartig. Ich würde ihr ein veganes Gericht kochen, wahrscheinlich mit Pilzen und Giersch (Rohkost war nicht so ihr Ding). Und als Nachtisch rohe Erdnussplätzchen mit roher Schokolade ? (ein bisschen roh muss dann aber sein ;). Und dann natürlich Wolf-Dieter Storl. Ich kann Herrn Storl stundenlang zuhören, ich liebe seine Geschichten und seine Bücher. Essen würden wir dann eine vegane, grüne Suppe aus neunerlei Kräutern mit Rohkostbrot und zum Nachtisch gibt es roh-schokolierte Gundelrebenblätter.   9. Essen ist ja auch Kommunikation, was möchtest du deinem Gast mit deinem Gericht mitteilen? Was möchte ich meinem Gast mitteilen... Mhm. Essen soll lecker und gesund sein und die Zubereitung soll Spaß machen. Ich glaube Herr Storl isst nicht vegan, so würde ich ihm zeigen wollen, wie lecker veganes Essen sein kann. Und Alicia würde ich einfach sagen wollen, wie recht sie hat und saisonal kochen und essen einfach toll ist. 10. Wenn du mal niemanden sehen und hören willst, wohin ziehst du dich zurück? Ich gehe raus. Auf den eben erwähnten Hügelberg oder zum Fluss. Da bin ich meistens allein mit mir und kann meine Gedanken schweifen lassen. Wenn mein kleiner Kobold mit dem Opa unterwegs in der Scheune ist, dann bin ich auch bei den Hochbeeten ganz für mich. Da gehe ich auch gern hin.  11. Und zum Schluss: Stell Dir vor, du dürftest dich in einen Garten wünschen - wie würde er aussehen? Ich würde vor einem schmiedeeisernen Tor stehen, umrankt von wilden Heckenrosen, die wohl in der Blüte stehen als auch Hagebutten tragen. Daneben jeweils ein Hirschkolbensumach in schönster Herbstlaubfärbung. Das Tor öffnet sich knarrend und ich trete ein in den geheimen Garten, der in allen Nuancen von Grün schillert. Filigrane und summende Insekten fliegen glücklich von Blüte zu Blüte. Kleine Hügel sind von blühender Gundelreben bedeckt (Gundelrebe ist meine Seelenpflanze, die darf nicht fehlen), alte Eichen, Kastanien, Linden, Erlen und Weiden stehen überall, wiegen sich sanft im Wind und kleine Grüppchen von frechen Birken sieht man hier und dort. Es ist ein lauer Sommerabend und das Licht ist warm und mild. Vom Licht erwärmt schickt die Melisse ihren wundervollen Geruch durch den Garten und bringt Harmonie und Zufriedenheit mit sich. Ein Hirsch steht majestätisch im Gegenlicht und wacht über diese Schöpfung. An seinem Geweih sieht man den Geist des Gartens, ein zartes Wesen vom kleinen Volk. Es heißt mich willkommen und wir gehen ein Stück zusammen. So, jetzt habe ich die Fragen beantwortet. Wirklich schöne Fragen, Danke Dir, liebe Christine! Und ich übernehme ein paar Fragen an meine Nominierungen: - Wilde Weiblichkeit - Mama Mia - Holzhütteneinblicke Ich danke euch sehr, wenn ihr die Fragen beantworten würdet. Ich bin schon neugierig gespannt ???  1. Was bedeutet für dich Natur? 2. Was bedeutet unsere Erde für Dich? 3. Würdest Du Dich als spiritueller Mensch sehen? Erzähl mal davon. 4. Wie sieht dein Essensplan für heute aus? 5. Stehen auch Wildpflanzen auf deinem Speisezettel? 6. Wo pflückst oder erntest du deine Wildpflanzen? 7. Wenn du könntest, welchen "Promi" würdest du am liebsten zum Essen einladen und was würdest Du servieren? 8. Wie lauten die Titel der letzten drei Bücher die Du gelesen hast und wovon handeln sie? 9. Wenn es möglich wäre, mit welcher Figur aus welchem Buch würdest Du gerne mal eine Tasse Tee trinken? 10. Wenn du mal niemanden sehen und hören willst, wohin ziehst du dich zurück? 11. Und zum Schluss: Stell Dir vor, du dürftest dich in einen Garten wünschen - wie würde er aussehen? Das sind die Regeln des Liebster Blog Adwards: Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in deinem Beitrag. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat stellt. Nominiere drei bis elf weitere Blogger für den Liebster Award. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen. Schreibe diese Regeln in deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen. Informiere deine nominierten Blogger über die Nominierung und deinen Artikel. Das Logo ,,Liebster Award kann aus meinem Artikel kopiert werden. 

Schattenarbeit, Kindergarten und... ich

6. September 2015 Wurzelweber 

Es ist wirklich schon September. Kann man das glauben? Ich kann jetzt schon sagen, dass es ein unglaublich anstrengendes Jahr für mich ist, dabei haben wir noch eine ganze Weile vor uns. Wie ihr ja wisst, kämpfe ich immer noch mit meinen Schatten. Ich bin noch nicht wieder ganz die alte, fühle mich oft gelähmt, müde, erschöpft. Allerdings ist es mir gelungen in dieser dämmrigen Zeit die wilden und wunderbaren Farben dieser Welt nicht aus den Augen zu verlieren. Ich habe meine Einstellung etwas geändert und versuche einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Und so erledige ich eine Aufgabe nach der anderen. Fast schon spirituell gehe ich den Weg, langsam, Schritt für Schritt und es hilft mir. Ich habe sogar angefangen manche Dinge an mir einfach zu akzeptieren. Dinge, die ich nicht mag, die ich nicht kontrollieren kann. Ich versuche sie willkommen zu heißen und mit Ihnen zu arbeiten. Und so habe ich festgestellt, ich wachse an der Arbeit mit meinen Schatten. Und ich versuche sie ins rechte Licht zu rücken. Und plötzlich kann ich erkennen, dass sie doch gar nicht so dunkel sind. Vor ca. vier Wochen hat eine neue Zeit für den kleinen Kobold begonnen: die Kindergartenzeit. Er hat sich den ganzen Sommer so sehr darauf gefreut, denn die Kennenlerntage waren toll für ihn. Wir hatten auch einen ganz tollen Start, er wollte direkt bleiben und hat die Erzieherinnen seiner Gruppe ins Herz geschlossen. Doch dann gab es einen kleinen Zwischenfall zur Mittagsstunde, kurz bevor ich ihn abholen wollte. Er weinte als ich in die Gruppe kam. Später erzählte er mir, er hätte nach Mama gerufen und Mama wäre nicht da gewesen. In dem Moment als ich in die Gruppe kam, fing er an zu weinen. Ich denke zu diesem Zeitpunkt hat er das erste mal verstanden, dass ich nicht da war. Und seitdem gehe ich mit ihm in den Kindergarten. Jeden Tag. Ich verbringe die gesamten vormittage im Kindergarten. Wir haben in meinen Augen schon sehr große Fortschritte gemacht, er hat einen Freund gefunden und freut sich mittlerweile wieder auf den Kindergarten. Ich sitze auch schon im Flur und nicht mehr in der Gruppe. Ich bin da und er kann sich die Zeit nehmen, die er braucht. Es ist erstaunlich, aber ich bin die einzige Mama, die da ist. So bleibt natürlich auch jede Menge zu Hause liegen. Nicht nur der Haushalt, sondern auch Agenturarbeit und die Hofarbeiten. Ich versuche das irgendwie hin zu bekommen und darauf zu achten, dass es auch noch etwas Zeit für mich gibt. Ich habe zum Beispiel wieder mit Yoga begonnen und widme meine freie Zeit meinem Phythotherapie-Studium. Und zwar mit Hingabe, denn wenn ich mit Pflanzen arbeite, bin ich ganz bei mir, geerdet und in Harmonie. Und es heilt mich. So hatte ich vor einer Woche wieder ein Ausbildungswochenende. Eine Einheit dauert immer zwei Tage von Freitag früh bis Samstag spät Nachmittag. Der Ausbildungsort ist nicht weit weg, von uns sind es ungefähr 15 Minuten. Es ist in einem ehemaligen Zisterzienserkloster und bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten. Ich habe beim letzten Mal nicht dort übernachtet. Zu dieser Zeit habe ich noch abends gestillt und ich wollte nach dem Unterricht wieder zurück. Doch dieses mal habe ich mich dazu entschieden zu bleiben. Einfach mal raus aus dem Alltag. Zwei Tage lang nur mit Gleichgesinnten und Heilkräutern verbringen. Es war die erste Nacht für mich ohne den Kobold. Natürlich habe ich ihn und meinen Mann vermisst, aber die Zeit für mich tat mir gut. Und so suche ich mir Oasen im Alltag. Wie aus einem Brunnen kann ich mich an ihnen erfrischen und stärken und neue Kraft schöpfen. Ich versuche es einfach und mal gelingt es mir mehr und mal weniger.

Abstillen

10. August 2015 Wurzelweber 

Abstillen Es gab eine Zeit, da dachte ich, ich würde niemals abstillen. Ich würde es einfach nie schaffen. Doch jetzt stille ich den Kobold nach 33 Monaten nicht mehr. Und ich sehe auf eine wunderbare eng-verbundene Zeit zurück. Natürlich voller Höhen und Tiefen. Aber durchweg gezeichnet von einer sehr tiefen Verbundenheit zwischen mir und dem kleinen Mann. Denn vor ca. 8 Wochen habe ich ihn das letzte Mal gestillt Das erste Jahr und noch etwas länger habe ich ihn voll gestillt. Das einzige was seine Lippen in diesem Jahr außer Muttermilch passierte war ab und zu ein grüner Smoothie, Wasser und Papaya. Und das in so kleinen Mengen, dass man es nahezu vernachlässigen kann. Und trotz dem es so gute Sachen waren, die ich ihm als erstes zu probieren gegeben habe, hatte ich doch das Gefühl, ich würde ihn vergiften... verrückt, oder? Im zweiten Jahr kam dann von Seiten meines Mannes immer mal wieder die Anmerkung, ich könnte doch so langsam weniger stillen. Und ich habe mich verraten gefühlt. Ich war in Panik. Wie konnte es denn sein, dass er so eine enge Mutter-Kind_­Beziehung nicht versteht? Wie konnte ich unser Kind weniger stillen? Unmöglich. Und unfassbar, wie er es nur so sehen konnte. Weniger stillen? Niemals. Ach ja, verrückte Homone... Der Prozess des Abstillens war für mich ein Weg, der über eineinhalb Jahre dauerte. Dazu muss man erwähnen, dass mein Kleiner für das Stillen gemacht zu sein schien. Direkt nach der Geburt hatte er einen solchen Zug drauf... wie kann so ein Würmchen so stark trinken? Wirklich erstaunlich. Und ich hatte das unfassbare Glück, dass ich immer mehr als genug Milch hatte. Selbst jetzt nach 8 Wochen ohne Stillen, habe ich noch Milch... Natürlich stillte ich ihn immer weniger. Das ist ja auch ganz normal, denn die Mäuse wollen ja schließlich auch das essen, was wir da so auf dem Teller haben. Aber es war für mich etwas anderes, wenn es so passiert, wenn es vom Kind ausgeht. Das war vollkommen in Ordnung so. Und langsam schleichend kam es dann in diesem Jahr dazu, dass ich immer weniger gestillt habe. Unmerklich beinah, für mich und den Kobold. Irgendwann stellte ich fest, dass wir nur noch abends vor dem zu Bett gehen stillten. Ein festes Ritual, das so lange währte, wie sein Leben bisher andauerte. Also für ihn eine Ewigkeit lang, so war es schon immer und noch nie anders. Bemerkenswert, wenn man sich das einmal wirklich vorstellt... Im letzten halben Jahr habe ich gemerkt, dass es für mich immer schwieriger wurde. Mein Kobold ist ein großer Junge. Viele halten ihn für vier, dabei ist er nicht mal drei. Er ist super fit, klettert seit er 1 1/­­2 ist Leitern rauf und runter, springt, hüpft und erzählt mittlerweile die tollsten Geschichten. Aber allein die Größe und damit die Kraft haben mir beim Stillen zu schaffen gemacht. Aber auch egoistische Gefühle, für die ich mich stark schämte, kamen in mir hoch. Aus welchen niederen egoistischen Gründen konnte ich es mir anmaßen, dass ich es ernsthaft in Erwägung gezogen habe, mein Baby abzustillen? Wenn er es doch noch brauchte? Wenn er mich doch noch so brauchte? Ich fühlte mich schlecht. Hin- und Hergerissen zwischen den Gefühlen als stillende Mutter und den Gefühlen mir selbst gegenüber. Denn plötzlich wollte ich meinen Körper wieder für mich allein. Ja, solch ein Gefühl hatte ich in mir... Bis zu dieser Zeit ist der Kobold immer bei uns im Wohnzimmer eingeschlafen. Und wenn wir ins Bett gingen, haben wir ihn mit runter genommen (unser Schlafzimmer liegt im Keller) in unser Familienbett. Doch in dieser einen Woche im Juni war es so warm und wir beschlossen, einfach mit dem Zwerg nach unten in das kühle Schlafzimmer zu gehen, dort noch etwas zu spielen, dann stillen, dann schlafen. Soweit gedacht. Wir gingen runter, spielten, hörten eine Geschichte - und der Kobold schlief ein. Am Abend des nächsten Tages fragte er zu unserem Erstaunen, ob wir nicht wieder runter gehen wollten "Ein bisschen 'pielen!". Na klar :)! Also sind wir wieder zusammen ins Schlafzimmer, spielten ein wenig, hörten eine Geschichte und er schlief ein... Und damit war es passiert. Wir hatten abgestillt. Einfach so. Wir veränderten einfach unser Abendritual und schon war es passiert. Es war für den Kleinen zum Schluss zur Gewohnheit geworden. Er brauchte es nicht mehr unbedingt. Ich merkte also, dass er nicht mehr die Milch brauchte, auch nicht mehr diese unmittelbare, grenzenlose Nähe die man beim Stillen erlebt... sondern einfach nur uns, nah bei sich, seine Hand auf meiner Brust und schon konnte er seelenruhig einschlafen. Wie geht es uns jetzt mit dieser neuen Situation? Ihm geht es toll. Am Anfang hatte er ganz oft die Hand auf meiner Brust, ich glaube das war so eine Art Ersatzhandlung. Nach zwei oder drei Wochen kam er zu mir, kuschelte sich in meine Arme und meinte, dass wenn er wieder ein Baby sei, dann würde er wieder Milch trinken. Das war so süß... Mittlerweile hat er seine Hände nicht mehr so oft auf meiner Brust, aber gerne wenn er einschläft oder kuschelig ist. Aber trinken ist für ihn kein Thema mehr. Und mir? Ich habe seit dem zu Kämpfen. Mir geht es nicht so gut. Eine Woche nach dem Abstillen hatte ich Symptome wie bei einer Grippe. Ich bin unausgeglichen, sogar launisch und das ist gar nicht mein Stil. Ich ertappe mich oft dabei, dass ich eine Traurigkeit in mir fühle und gedankenverloren dasitze. Ich weiß nicht, ob es mit dem Abstillen zusammenhängt, aber da es alles zu dieser Zeit anfing, könnte es daran liegen. Ich bekomme auch nicht so viel geregelt, ich fühle mich lethargisch. Kleinste Dinge regen mich total auf und manchmal bin ich  mit dem Kobold überfordert und werde dann ungerecht. Ich mag das alles nicht an mir. Ich mag es wirklich nicht. Aber das Abstillen ist nun schon gut acht Wochen her. Ich glaube meine Hormone versuchen sich ein zu pendeln und haben da ab und zu nicht so großen Erfolg. Ich hoffe, dass es bald besser wird, denn es schlaucht und macht mich fertig. Ich habe über Wochenbettdepressionen gelesen und erfahren, dass sie sich auch einstellen können, wenn man abstillt. Aufgrund des abfallenden Hormonspiegels kann es zu diesen Verstimmungen kommen. Allerdings war es bei mir ja kein schnelles Abstillen, sondern ein seeeeehr langsames... Und so weiß ich einfach nicht, ob es am Abstillen liegt, ich gerade einfach nicht gut drauf bin oder ob ich einfach erschöpft bin. Vielleicht alles zusammen. Ich habe das Stillen geliebt. Ich habe diese Nähe sehr geliebt, mein kleines Kind im Arm, zu spüren wie er sich beruhigt und es liebt, bei mir zu sein. Und jetzt haben wir einen großen Schritt gemacht. Ich lasse meinen Zwerg ein Stückweit los. Und er wird groß. Seufz. Loslassen ist gar nicht so einfach. ?

Wilder Pfeffer

19. Juli 2015 Wurzelweber 

Wilder PfefferEnde letzter Woche hat es hier alle erwischt: Sommererkältung. Uhh, das braucht niemand. Nach Zeiten großer Anstrengungen, wenn man dem Körper keine Pausen gönnt, folgt es meistens prompt. Der Körper nimmt sich seine Auszeit. Und so steckte sich zuerst der Kobold bei seinem Freund an, dann kam mein Mann dran und zum Schluss ich. Mit Fieber, Übergeben, Schüttelfrost, Husten und Triefnase lag ich um. Sehr ätzend... Jetzt geht es uns so langsam wieder besser. Kurz vor dem wirklichen Ausbruch sind wir ein bisschen auf dem Hof rumgewandert und haben die Knoblauchrauke besucht. Und so sind wir hinter die Scheune gegangen und mal zu schauen, was uns da erwartet.  Vor ein paar Wochen sah die Rauke noch ganz anders aus. Komplett grün. Auch die Schoten waren grün. Geerntet, geschnitten und getrocknet ergeben sie einen tollen grünen Pfeffer. Sehr fruchtig schmeckt er. Aber auch schwarzen Pfeffer kann man wunderbar aus ihm zaubern. Wie ich bei meinen letzten Spaziergängen schon gesehen habe, verfärbt sie sich langsam durch und durch lila. Das sieht sehr schön aus. Und manche der Stängel sind auch schon vertrocknet. Ich habe mir von den vertrockneten ein paar mitgenommen um die Samen zu ernten. Diese Samen geben einen vorzüglichen Wildpfeffer. Es ist ein bisschen Arbeit, aber man kann dabei gut abschalten. So habe ich mir ungefähr 10 Stängel mitgenommen und nachdem wir noch eine Weile auf dem Schotterweg hinter dem Wäldchen gespielt hatten, sind wir zurück auf den Hof. Der Zwerg hat weiter mit seinem Trecker gespielt und ich habe mich den Samenschoten gewidmet.  Man kann jede einzelne Schote öffnen in dem man die Deckblätter einfach gegeneinander reibt, dann lösen sie sich und darunter sitzen die Samen, wie man es von Bohnen oder Erbsen kennt. Sie lassen sich ganz leicht lösen und in einer Schale auffangen. Natürlich ist es sehr mühsam jede einzelne Schote zu öffnen, allerdings bin ich ja ein Fan von solchen arbeiten. Mir ging es nur leider nicht so gut und ich merkte, dass meine Erkältung so langsam schlimmer wurde und sich Gliederschmerzen breit machten. Deswegen habe ich eine schnellere Variante gewählt um die Samen zu ernten.  Dazu habe ich die trockenen Stängel unter dem Samenansatz also unter der letzten Schote, abgetrennt und den oberen Teil der Stängel, also den Teil mit den Schoten, in einen Jutesack gesteckt (geht natürlich auch in einer Plastiktüte). Dann habe ich den Sack geschlossen und kräftig zusammengedrückt, geschüttelt und immer wieder mit den Händen bearbeitet. So öffnen sich die Schoten und alle Samen fallen auf den Boden des Säckleins. Schnell nachgeschaut, ob sich nahezu alle Schoten geöffnet haben und dann kann das trockene Gestrüpp entfernt werden. Zurück bleiben auf dem Boden des Säckleins die Deckblätter der Schoten und die Samen. Die trockenen Deckblätter kann man jetzt gut abnehmen und die Samen in eine Schüssel geben. Jetzt muss man nur noch die verbliebenen, trockenen Pflanzenreste entfernen (das geht am Besten durch wiederholtes Drüberpusten) und schon hat man feine, wilde Pfefferkörner. Es sieht schön aus, wenn man dann die Pfefferkörner so vor sich sieht. Viele kleine schwarze, leicht geschwungene Samenkörner. Man kann sie nun in einer Pfeffermühle geben und wie normaler Pfeffer benutzen. Tomaten schmecken sehr lecker, wenn man sie mit etwas Salz und diesem wilden Pfeffer bestreut.

Zen im Garten

2. Juli 2015 Wurzelweber 

Zen im GartenWas für ein Wetter! Sollte es tatsächlich wahr sein, wir haben doch noch Sommer? Hach, genial, oder? Und wie nett von den Wettergötter uns gleich für all die kalten Tage so geballt zu entschädigen. Klar nehmen wir die knapp 40 Grad... Wir sind so oft es geht draußen und genießen dieses wunderbare Wetter. Für den Kobold haben wir im Wäldchen am Hof begonnen eine kleine Spielwelt im Schatten aufzubauen. Da gibt es bisher einen Parcours durch den er mit seinem Laufrad flitzen kann und auf der anderen Seite richte ich zur Zeit ein so etwas wie eine kleine Höhle ein, mit Tischlein und Stühlchen.  Lange war es wieder still hier. Wir haben hier eine ziemlich turbulente Zeit hinter uns. Große Projekte, die uns sehr in Anspruch genommen haben, viel Gartenarbeit, ich stille den Kobold seit nun mehr drei Wochen nicht mehr (dazu aber in einem separaten Post mehr), fiese Erkältung vom Kleinen und nach der Genesung landeten wir mit ihm ganz plötzlich erst in der Notaufnahme und dann per Krankenwagen in der Kinderklinik :(... Er hatte so starke Bauchschmerzen, dass er nur noch geschrien hat, es war furchtbar. Sie gingen dann aber genauso schnell wie sie gekommen waren und wir sind quasi ohne Diagnose wieder zu Hause. Das hat in den ersten Tagen stark an meinen Nerven gezerrt, weil ich regelrecht Panik hatte, dass es wieder kommt. Jetzt ist alles gut und es geht ihm prima. Und so bin ich einfach nicht dazu gekommen zu schreiben. Ich war total eingenommen von allem. Was für eine turbulente Mitsommerzeit. Die Beete beschenken uns im Moment mit viel Gemüse und frische Beeren wachsen gleich daneben.Aber jetzt wird alles hoffentlich wieder ruhiger. Ich bin felsenfest davon überzeugt, denn ansonsten würde ich gar nicht die innerliche Muse finden, hier zu schreiben. Ich bin so froh, dass wir unsere kleine Oase hier im Garten haben, das gibt mir unheimlich viel Kraft. Und deswegen nehme ich euch jetzt einfach mal mit in meinen Garten, in meinen Ort der Kraft und Ruhe. Überall im Garten wachsen unendlich filigrane und zauberhafte Gräser. Eigentlich wartet man nur darauf, dass sich eine Elfe darauf niederlässt, die Blüten und Knospen küßt und einen feinen Spinnenwebmitsommerzauber wirkt... Traumhafte Gräserlandschaften, ich liebe sie. Auf der anderen Seite im Garten wird zur Zeit an den Terrassen gearbeitet. Wir haben also Baustellen im Garten, aber das ist ja eigentlich nichts neues. Hier auf dem Hof haben wir irgendwie immer irgendwo eine Baustelle. Aber dafür gibt es immer noch Ecken, die wir genießen können... Traumhafte Mohnblüten haben wir dieses Jahr. Ein ganzes Meer von Farbe leuchtet mit entgegen, wenn ich morgens den Gartenpfad entlang gehe...   Solche Oasen sind wichtig. Es muss nicht immer der eigene Garten sein, oft ist dies ja gar nicht möglich. Und eins darf man nicht vergessen, es ist viel Arbeit. Noch vor ein paar Jahren war mit das alles irgendwie zu viel. Jetzt haben ich zwar eigentlich viel mehr Programm, aber dennoch schaffe ich auch mehr.  Ich habe meine innere Einstellung dazu geändert. Es ist eine Art Zen glaube ich. Wenn man im Garten arbeitet, Beikräuter entfernt, hackt, neue Steine setzt, gießt, neue Saat ansetzt und all diese ganzen Gartensachen macht - kann man darin versinken. Lernen, dass der Weg das Ziel ist. In tiefer Meditation die Beete pflegen, sich mit der Erdmutter verbinden. Die Erde an den Händen spüren, zu merken, wie gut es tut klares, kaltes, frisches Wasser zu trinken durch unzählige kleine Wurzelfasern. Tief im Boden verwurzelt zu sein und dennoch nach oben zu strömen, sich zu öffnen. Und sich mit den ersten Sonnenstrahlen der Sonne entgegen zu recken und ihr das schönste Blütengesicht zu schenken, wenn die Knospen aufgehen. Es tut mir gut. Es heilt mich. Er bringt mich zu mir selbst wenn ich tiefe Verbundenheit mit der Erde spüre. Ich bin mir meines Glücks bewusst und wirklich dankbar dafür. Gibt es in eurem Leben auch sollte kleinen Zauberwelten, in die ihr euch vertiefen könnt, um Kraft zu schöpfen? Vielleicht ein Baum im Park, oder eine Apfelbaumwiese vor der Stadt? Oder ein kleiner persönlicher Tempel auf dem Balkon?

Erdkammersirup - Das Gold in der Erde

1. Juni 2015 Wurzelweber 

Erdkammersirup - Das Gold in der Erde Spitzwegerich, als mein neuer Freund, ist nun also Teil meiner Heilkräuterküche. Er hat beeindruckende heilende Eigenschaften. Äußerlich angewendet als Weg- und Wiesenpflaster, stillt und desinfiziert er hilfsbereit so manche kleine Wunde und bringt Linderung bei wundgelaufenen Füßen und Blasen (der verwandte Breitwegerich leistet hier genauso tolle Dienste). Innerlich zu sich genommen, besitzt er starke lungenwirksame Eigenschaften und stärkt unser Immunsystem vortrefflich. Man kann ihn zum Beispiel als Tee aufgießen (1 TL frisches/­­getrocknetes Kraut mit heißem Wasser übergießen, 5-7 Minuten bedeckt ziehen lassen, dann schlückchenweise trinken) oder einen Kaltauszug oder eine Tinktur ansetzen. Hierbei sollte man bedenken, dass das frische Kraut beim Spitzwegerich immer wirksamer ist, als das getrocknete. Der Kaltauszug zieht die im Spitzwegerich vorhandenen Schleimstoffe heraus, die sich lindernd und sanft auf gereizte Schleimhäute legen und so gut bei Reizhusten einzusetzen ist. Außerdem hat er im frischen Zustand die Eigenschaft, dass er die Selbstheilungskräfte des Körpers anregt. Dafür brauchen wir also frische Blätter. Und leider, leider befällt uns der ungeliebte Husten oder eine fiese Erkältung gerne in der kälteren Jahreszeit. Allerdings wächst das feine Lungenkraut dann gar nicht mehr. Und so habe ich also Erdkammersirup angesetzt. Hier bei werden mit Hilfe von Honig oder Zucker (auch Birkenzucker) die Inhaltsstoffe bei gleichbleibender Temperatur über ca. 3 Monate ausgezogen und können dann wunderbar im Herbst und Winter zur Erkältungszeit eingenommen werden. Ich habe dieses Jahr drei verschiedene Erdkammersirupe angesetzt. Die Pflanzen, die ich verwendet habe, unterstützen sich gegenseitig in ihrer Wirkung. Für den ersten Sirup habe ich Honig mit Spitzwegerich versetzt. In den zweiten Sirup sind Maiwipfel/­­Fichtenspitzen und Birkezucker gekommen und beim Dritten wählte ich die Kombination Honig/­­Birkenzucker mit Spitzwegerich, Fichtenspitzen und Thymian. Gerade den letzten Ansatz finde ich vom Gedanken her sehr mächtig und ich erwarte Großes von ihm. Warum habe ich diese Inhaltsstoffe gewählt? Spitzwegerich habe ich in seiner Wirkung oben schon beschrieben. Fichtenspitzen sind ebenso wunderbare Hustenmittel und wirken schleimlösend und bakterienabtötend und somit gegen Entzündungen der Atemwege. Thymian gilt als natürliches Antibiotikum und ist mit seinen antibakteriellen, antibiotischen und schleimlösende Eigenschaften wunderbar als Erkältungsmittel geeignet. Birkenzucker (hier habe ich schon einmal über die Eigenschaften des Birkenzuckers geschrieben) wirkt ebenso antibakteriell und ist viel gesünder als normaler Haushaltszucker. Und die heilenden, gesundheitsfördernden Eigenschaften des Honigs sind den meisten wahrscheinlich bekannt, er wirkt ebenfalls antibakteriell und kann es teilweise sogar mit Bakterien aufnehmen, die Antibiotika resistent sind. Ich habe lange überlegt, ob ich den Sirup wirklich mit Honig ansetzen soll. Traditionell macht man diesen Sirup eben mit Honig... Aber mein kleines veganes Herz ist da zerrissen. Meine Kräuterfrau meinte schließlich, ich soll mal in mich gehen und horchen. Mein Mann wollte gerne den Sirup mit Honig. Und so bin ich letztendlich los und habe mir vom Bioimker der Region Honig geholt. Die machen das so fein mit ihren Tieren, da hat sich mein Herz dann wohlwollender gestimmt. Jetzt probiere ich es aus, aber ich denke, der Birkenzucker wird sich sicher auch wunderbar dazu eignen. Erdkammersirup Nr. 1: Spitzwegerich-Sirup Zutaten ein dickes Bündel junge, frische Spitzwegerichblätter Honig zum Auffüllen Zubereitung Ein großes Schraubglas sauber auswaschen. Die Spitzwegerichblätter klein schneiden und abwechselnd mit dem Honig in das Glas schichten. Jede Blattschicht wird mit Honig ca. 1 cm dick übergossen, dann die nächste Blattschicht, wieder Honig, usw. bis das Glas gefüllt ist. Fest verschließen und in einer Erdkammer ca. 3 Monate reifen lassen. Danach ausgraben, durch ein feinmaschiges Sieb abseihen, den Sirup auffangen und in einer dunklen Flasche im kühlen Keller aufbewahren. Erdkammersirup Nr. 2: Maiwipfel-Sirup Zutaten junge, frische Fichten- oder Tannenspitzen, auch Maiwipfel genannt Birkenzucker zum Auffüllen Zubereitung Ein großes Schraubglas sauber auswaschen. Die Fichtenspitzen grob klein schneiden und abwechselnd mit dem Birkenzucker dicht in das Glas schichten. Jede Nadelschicht wird mit dem Birkenzucker ca. 1 cm dick bedeckt, dann die nächste Nadelschicht, wieder Birkenzucker, usw. bis das Glas gefüllt ist. Fest verschließen und in einer Erdkammer ca. 3 Monate reifen lassen. Danach ausgraben, durch ein feinmaschiges Sieb abseihen, den Sirup auffangen und in einer dunklen Flasche im kühlen Keller aufbewahren. Erdkammersirup Nr. 3: Spitzwegerich-Fichtenspitzen-Thymian Zutaten ein dickes Bündel junge, frische Spitzwegerichblätter junge, frische Fichten- oder Tannenspitzen, auch Maiwipfel genannt eine Hand voll Thymian oder Quendel Birkenzucker und Honig zum Auffüllen Zubereitung Ein großes Schraubglas sauber auswaschen. Die Spitzwegerichblätter klein schneiden und die Fichtenspitzen grob zerkleinern. Die Spitzwegerichblätter in das Glas geben, verdichten und mit Honig ca. 1 cm dick übergießen. Nun die zerkleinerten Fichtenspitzen in das Glas geben und mit Birkenzucker ca, 1 cm dick bestreuen. Abschließend den Thymian in das Glas geben und mit Honig und Birkenzucker bedeckten. Das Glas fest verschließen und in einer Erdkammer ca. 3 Monate reifen lassen. Danach ausgraben, durch ein feinmaschiges Sieb abseihen, den Sirup auffangen und in einer dunklen Flasche im kühlen Keller aufbewahren. Herstellung einer Erdkammer Was wird benötigt? eine ungestörter Platz im Garten an dem gegraben werden kann Spaten Holzbrett/­­flaches Holzstück optional ein Plastiktütchen Stab und Schild zum Markieren der Stelle etwas Zeit An einer ungestörten Stelle im Garten ein ca. 50 - 60 cm tiefes Loch mit dem Spaten ausheben. Der Durchmesser richtet sich nach der Menge der Gläser, die ihr in eurer Kammer reifen lassen möchtet. Meine Erdkammer für drei Gläser hatte ca. 40 x 40 cm. Nun kommen die fest verschraubten Gläser in das Erdloch. Wenn ihr möchtet, könnt ihr eure Gläser in eine Plastiktüte packen, dann sind die Gläser nach dem Ausgraben nicht so sehr verschmutzt. Das müsst ihr aber nicht machen (ich habe das auf den Fotos mal angedeutet). Die Gläser nun bis zum Rand mit Erde bedecken. Auf die Gläser legt ihr jetzt das Brettchen. Es dient zum Schutz, damit die Gläser nicht zerstört werden, wenn die Kammer ausgehoben wird. Ein beherzter Spatenstich an der falschen Stelle und das Glas zerbricht und der ganze, feine Sirup zerrinnt und versickert in der Erde. Die Heinzel werden sich freuen, aber wir wollten den Sirup ja eigentlich selber benutzen. Also Holtbrettchen drauf und das restliche Loch wieder zu schaufeln. Nun wird die Stelle mit dem Schildchen oder mit beschrifteten Tonscherben gut markiert, damit man die Stelle nach drei Monaten auch wieder findet. Wer zusätzlich mit den Kräften des Mondes arbeiten möchte, wählt abnehmenden Mond zum Eingraben des Sirups und zunehmenden Mond zum Heben. Denkt daran, dass ihr in einer guten, gelösten Stimmung sein solltet, wenn ihr die die Erdkammer aushebt. Die Kammer sollte nicht mit Sorgen, Zorn oder Wut aufgeladen werden, was dann unweigerlich passieren würde. Stellt euch vor, ihr seid sauer und angefressen, weil ihr euch über euren Chef aufregt, der euch ungerecht behandelt hat. Ihr hebt eure Kammer aus, während ihr die ganze Zeit grummelt und wütend darüber nachsinnt. Ihr packt den Sirup hinein und irgendwie schlüpft jede Menge Ärger auch mit hinein. Dann buddelt ihr alles wieder zu. 3 Monate später kommt ihr zurück und wollt eure Kammer ausheben. Sofort erinnert ihr euch, wie schwer es war dieses Loch aus zu heben und wie sauer ihr zu diesem Zeitpunkt auf euren Chef vor drei Monaten gewesen seid. Ihr kommt also wieder mit den miesen Gedanken und Gefühlen von damals in Kontakt. Und das wollen wir nicht. Wahrscheinlich würde der Sirup dann auch nicht so heilkräftig werden. Wenn man also angespannt oder verstimmt ist, sollte man die Kammer nicht ausheben, sondern warten. Es hat etwas altes, fast schon rituelles an sich, wenn wir den Sirup der Erde übergeben. So etwas macht man nicht jeden Tag. Der Sirup wird nun ca. drei Montate in der Erde ruhen und reifen und heilende Erdkräfte in sich aufnehmen. Neugierige Heinzelmännchen werden vorbeischauen um zu schauen, was wir der Erde da übergeben haben und wenn wir Glück haben zum Gelingen unseres Vorhabens beitragen ;).  Ich bin schon sehr gespannt, was mich in drei Monaten erwarten wird!  Und ihr? Habt ihr auch schon mal einen Erdkammersirup angesetzt oder plötzlich Lust bekommen? Hier gibts noch was zum Nachlesen: http:/­­/­­www.fid-gesundheitswissen.de/­­pflanzenheilkunde/­­spitzwegerich/­­ http:/­­/­­heilkraeuter.de/­­lexikon/­­spitzweg.htm

Ein Meer für den König der Wege - Teil 2

26. Mai 2015 Wurzelweber 

Ein Meer für den König der Wege - Teil 2Am nächsten Tag ging es also wieder zum König der Wege. Es war fein warm draußen, ich schnappte mir Hund, Kind, Laufrad, Kamera, Proviant und Sammelkörbchen und los ging es. Der Kobold fuhr fein mit seinem Laufrad den Diemelradweg entlang. Hach, er ist schon so groß geworden... Gestern lag er noch im Stubenwagen und heute muss ich ihm schimpfend hinter her rennen, weil er mir mit seinem kleinen Rad davon düst! Wir gingen den kleinen Hügel empor, unter einer Brücke entlang... und da war sie wieder. Die alte Weide. Genauso knorzig und windumtost wie am Tag zuvor. Es ist schon faszinierend, wie viele Geräusche so ein alter Baum machen kann. Nicht nur das Rauschen der Blätter im Wind, auch quietschen die dicken Äste. Solche Laute erwartet man ja gar nicht von solch majestätischen Bäumen. Sondern eher von schlecht geölten Türen. Der Kobold fand es auch sehr spannend, diesen alten Baum zu erkunden. Das nächste mal darf er in den Baum hineinschauen. Und nun lag vor mir die Spitzwegerichwiese. Ich erklärte meinem Kleinen, dass wir die Pflanzen erst um Erlaubnis bitten, bevor wir uns ein paar Blättchen pflücken. Gesagt, getan. Und es fühlte sich einfach gut an, uns kam eine Woge wohlwollender Zustimmung entgegen. Der Zwergi war auch der Meinung ;). Und so lagen wir also mitten in der Wiese, zwischen tausenden von Spitzwegerichblättern und ließen uns einfach vom Gefühl leiten, welche Blätter wir mitnehmen sollten. Während ich die Blätter in mein Körbchen legte, wurde der Kobold von den Blütenkölbchen angezogen und pflückte wie begeistert. Er steckte sich die Köpfchen in die Taschen und irgendwann brachte er sie zu mir. Wir untersuchten die Köpfchen und zerrieben einige in unseren Händen. Dabei vielen mir die weißen, winzigen Samen in den Schoß. Und plötzlich war es um ihn geschehen. Er war ganz aufgeregt und meinte "Hab' die Büten so gern! So kuschelig!" und er nahm alle Köpfchen, die er noch hatte, legte sie mir in den Schoß und kuschelte sich drauf. Awwwwwww..., ich war so voller Liebe und so überrascht... da kuschelte mein Sohn doch tatsächlich mit dem Spitzwegerich! Und er war total glücklich, stand auf, nahm mich in den Arm und gab mir lauter Küsschen! Dann wieder zurück auf den Blütenschoß und weiter schnurren. ?. Irgendwann konnte er sich wieder lösen und stromerte weiter durch die Wiese. Und ich pflückte mein Körbchen voll und machte mich daran, auch ein paar noch nicht aufgesprungene Blütenkolben zu pflücken. Demnächst wollen Hustensirup, Wildspargel, Tee und Tinkturen in meiner Kräuterhexenküche gebraut werden. Wie wunderschön mich der Spitzwegerich doch in seine Welt eingeladen hat. Vor nicht allzu langer Zeit war ich noch überzeugt, dass es zu diesem Zeitpunkt einfach nicht passt mit mir und dem Wegetritt. Und plötzlich war er da. In einer solchen Wucht und einer solchen Pracht, dass ich es kaum glauben kann. Ich werde noch oft diesen wunderbaren Weg gehen und ich bin überzeugt, dass er noch mehr Geheimnisse für mich hat. 

Mein Blog und wie es hier weiter gehen soll

19. Mai 2015 Wurzelweber 

Mein Blog und wie es hier weiter gehen soll Meine Lieben, wie Ihr sicher bemerkt hat, geht hier etwas Neues vor auf meinem Blog. In letzter Zeit tauchen immer mal wieder vermehrt Wildkräuter auf, schleichen sich hier und da ein und übernehmen dann plötzlich sogar die Herrschaft. Und ich poste nur noch sporadisch, weil ich mir immer denke, dass es nicht zu meinem ursprünglichen Rohkost-Blog passt. Ich fühle mich oft etwas befangen und mir erscheint es selbst, dass ich die Leichtigkeit verloren habe, einfach so zu schreiben wie ich bin. Und so lasse ich es meistens. Dabei sitze ich nahezu jeden Abend, wenn der Kobold im Nest liegt, am Laptop und schreibe. Frisch und frei wie damals. Ich schreibe über meine Sorgen, Gedanken, inneren Talfahrten und über das Wühlen in frischer Erde. Wie es sich anfühlt bis zu den Ellenbogen in der Erde der Hochbeete zu versinken, nur weil ich wissen will, was da unten wohl so zu finden ist. Über die Ehrfurcht, die ich mittlerweile vor dem Wilden Grün entwickelt habe, über die unglaubliche Präsenz einer Brennnessel, die mich umhüllt, wenn ich versuche ihre Geheimnisse zu ergründen. Über Apfelblüten im Smoothie, zerzauste Haare und kleine Gundermännchen. Eben all diese Wurzelweber-Momente. Diese kleinen, für mich magischen und unheimlich wichtigen Kleinigkeiten, die doch so sehr mein Leben ausfüllen und die mich sogar ausmachen. Und ich veröffentliche es nicht. Es schlummert hier vor sich hin als Entwurf, endloses digitales Tagebuch und auf überall abgelegten Textdokumenten und wartet geduldig. Nur worauf? Wovor habe ich Angst? Ich weiß es nicht. Die Zeit hat mich verändert, ich bin eine andere als damals. Ich definierte meinen Blog immer über die Rohkost. Doch dann kam mein Sohn. Plötzlich war ich Mama. Und nicht mehr roh. Jetzt lebe ich vegan, liebe es und sehne mich doch nach den Tagen als es mir so leicht fiel, mich nur roh zu ernähren. Doch in meinem Alltag, einem Spagat zwischen Mamasein, Agenturarbeit, Hofleben, Bücher schreiben und Wildkräuterwelten schaffe ich es nicht immer. Ich koche jeden Tag (oft mehrmals) für meinen Mann, dem omnivoren Mann aus dem Fluss und mein Kind. Jeden Tag. Ich kaufe kein Brot, ich backe es. Und so komme ich zu kurz mit meinen Wünschen und Vorstellungen, weil ich mich selbst nicht so wichtig nehme und der Tag eine begrenzte Anzahl an Stunden hat und ich nachts schlafen will. Manchmal glaube ich, ich bin geboren um zu dienen. Ich liebe es Gäste zu bewirten und dafür tagelang in der Küche zu stehen. Oder Geschenke zu machen und dafür zu sorgen, dass es allen gut geht. Das macht mich glücklich. Meistens.  Doch irgendwann habe ich erkannt, dass ich auch Bedürfnisse und Wünsche habe. Ich möchte mich verwirklichen, ich habe so viel Kraft und Energie in mir, die raus will! Ich will mehr! Und mein innerer Funken begann erneut heller zu glühen. Und so beschloss ich meinen verloren gegangenen Kindheitsträumen nach zu stöbern. Ich war so fasziniert als Kind von den Geschichten der weisen Frauen, die vor dem brodelndem Kessel Zaubertränke kochten, für die Wunde am Bein des Wanderers einfach ein Kräutlein pflückten und die im Rascheln des Windes das Kommende erspüren konnten. Das wollte ich auch. Aber sowas ging nicht. Das waren ja nur Märchen. Tja... Und sowas geht doch! Durch wunderbar unzufällige Zufälle, denn ich glaube nicht an Zufälle, bekam ich bei dem ersten Veggi-Treffen, auf dem ich bei uns hier im Städchen war, mit, dass es ein paar Örtchen weiter eine Kräuterfrau gibt. Und das es dort die Möglichkeit einer traditionellen neunjährigen Ausbildung zur Kräuterfrau gibt. Ich war elektrisiert. DAS war es! Genau mein Ding! Und ich muss nicht gleich bis nach Dortmund fahren und nächtelang weg sein um eine solche Ausbildung zu machen. Konnte das wahr sein? So nahm es seinen Lauf. Mittlerweile habe ich auch noch die Ausbildung der Heilpflanzenkunde, also der Phythotherapie, angefangen. Und wisst ihr was? Ich bin angekommen. Die Pflanzen in all ihrer Macht und Schönheit haben mich aufgenommen und ich bin zu Hause. Ich danke dem Wind in den Bäumen jeden Tag dafür, dass ich mich geöffnet habe und es zu gelassen habe, mich zu verändern. Und ich möchte meine Welt auch weiterhin mit Euch allen teilen. Meine Rohkost hat sich durch die Wildkräuter um ein Vielfaches erweitert, ich denke so wird die rohköstliche Küche erst komplett. Für mich war es der fehlende Teil des Ganzen. Selbst meinem Glauben an die Natur und ihre Kreisläufe hat es tiefer gemacht, ich verbinde mich auf einer tieferen Ebene mit den Wundern der Natur. Ich bin jeden Tag draußen, entdecke die Welt neu und lasse mir flüchtige Gedanken von Kirschblüten ins Ohr flüstern, streichele Brennnesseln (und finde sie mittlerweile sogar kuschelig) und lege mir einen Vorrat an frischen, wilden Walderdbeerblättern für den Sommer an und esse keinen Salat ohne Girsch. Meine Welt hat sich also verändert. Und so möchte ich, dass sich auch mein Blog verändert. Ich musste mir das einfach mal von der Seele schreiben. Ich möchte diese Leichtigkeit zurück. Ich möchte einfach wieder schreiben ohne mich schlecht zu fühlen, weil das Rezept oder der Post nicht in mein von mir selbst zu eng geknüpftes Netz passt. Mich einfach freuen und veröffentlichen. Also lockern wir die Knoten, erweitern wir das Spektrum, auf dass es in allen Farben strahlt. Es wird wieder mehr Rezepte geben, viele rohköstliche, alle vegan. Mehr Gedanken, mehr Geschichten. Und meine neuen, uralten, verwurzelten wilden Kräuter werden Teil der Familie hier auf dem Blog. Ich freue mich sehr darüber. Und schon während ich hier schreibe, merke ich, dass es mir leicht fällt. Keine selbst auferlegten Zwänge mehr, einfach schreiben. Und ich freue mich sehr auf euch und eure Kommentare. Ihr seid alle so großartig, ihr, die ihr schon lange dabei seid, aber auch die Neuen und Zufälligen ;), die der Fluss mit sich bringt. Ihr seid alle eine enorme Bereicherung und Inspiration für mein Leben. Danke.  ? Yaay!

Kräuter der Frühjahrskur: Gänseblümchen

7. April 2015 Wurzelweber 

Kräuter der Frühjahrskur: Gänseblümchen Mit der kleinen, unschuldigen Kinderpflanze hat wohl jeder schon einmal orakelt: Sie wusste, ob der Liebste uns wohlgesonnen ist und half augenzwinkernd bei Entscheidungen. Gänseblümchenketten schmückten zu Kindertagen Fuß- und Handgelenke und sie erfreut auch heute noch jedes Herz, wenn sich ihre sonnenliebenden Blütenköpfchen im Frühjahr flächendeckend zur Sonne recken. So klein und bescheiden das Gänseblümchen (auch Tausendschön genannt) auch aussieht, ist es doch ein starker Verbündeter, wenn es gilt die Krankheiten des Winters auszutreiben. Es wirkt entzündungshemmend (vor allem bei Atemwegserkrankungen), auswurffördernd, krampf- und hustenlösend, stoffwechselanregend, verdauungsfördernd und stärkend. Man kann es zur Blutreinigung einsetzen, ebenso bei Leber- und Gallenerkrankungen. So klein und bescheiden das Gänseblümchen (auch Tausendschön genannt) auch aussieht, ist es doch ein starker Verbündeter, wenn es gilt die Krankheiten des Winters auszutreiben. Es wirkt entzündungshemmend (vor allem bei Atemwegserkrankungen), auswurffördernd, krampf- und hustenlösend, stoffwechselanregend, verdauungsfördernd und stärkend. Man kann es zur Blutreinigung einsetzen, ebenso bei Leber- und Gallenerkrankungen. Am Wochenende habe ich eine Wildkräuterbutter gemacht, da durfte das kleine, fesche Blümchen natürlich nicht fehlen. Mein kleiner Zwerg findet das Blümchen auch sehr faszinierend und ist felsenfest davon überzeugt, dass die Blume friert, wenn sich die Blütenblätter des Köpfchens schließen :). Süß, oder? Und da hat er ja gar nicht so unrecht, denn bei drohendem Regen oder schlechtem Wetter verschließt es sich und zeigt sich erst wieder wenn die Sonne scheint. Ansonsten hatten wir das Gänseblümchen gestern als Tee. Gemischt mit frischen Brennnesseltrieben schmeckte uns der Tee in der Sonne ganz großartig. Ich hoffe, ihr hattet alle ein paar ruhige und erholsame Feiertage. Wir hatten nach chaotischen Sturmtagen ein paar ruhigere Sonnenstunden, und haben sie auch fein draußen genossen. Gründonnerstag gab es bei uns noch 10 cm Neuschnee, sowas habe ich auch noch nicht erlebt. Der Kobold war schwer begeistert und so gab es nochmal Schlitten fahren, Schneemann bauen, Schnee schieben, rote Nasen und glückliche Kinderaugen ?. Die weiße Pracht hat aber (den Göttern sei Dank ;) nicht lange gehalten und schon abends war alles verschwunden. Ostersonntag gab es dann noch ganz früh morgens einen fantastischen, riesengroßen magischen Mond... Ich sende Euch liebe Grüße! Genießt die Sonne! ???

Kräuter der Frühjahrskur: Bärlauch

29. März 2015 Wurzelweber 

Kräuter der Frühjahrskur: Bärlauch Meine kleine Frühjahrskur läuft super! Jeden morgen eine halbe Tasse Zitronensaft ist mir schon so sehr zur Gewohnheit geworden, dass ich immer genaustens darauf achte, frische Biozitronen im Haus zu haben. Es macht mich wach und kurbelt den Stoffwechsel an und mittlerweile ist es auch gar nicht mehr so gruselig das Zitronenwasser zu trinken. Zu Beginn war es schon extrem sauer und hat mich starke Überwindung gekostet. Das ist inzwischen anders und gar nicht mehr schlimm. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich jetzt schon drei Wochen morgen eine heiße Zitrone trinke, also schon einige Zeit vor dem offiziellen Beginn meiner Kur. Und man sagt ja, nach ca. drei Wochen ist eine Handlung gefestigt und wird zur Gewohnheit :).  Letzte Woche bin ich zwei Mal ins Tal gefahren und habe uns frischen Bärlauch* gepflückt. An einem kleinen Zulauf wächst dort flächendeckend ein ganzer Teppich. Und es ist wirklich so, man kann ihn schon von weitem riechen! Eine Glocke von feinem Knoblauchduft liegt dann in der Luft. Unseren eigenen Bärlauch möchte ich noch nicht ernten, denn dieser soll sich erst mal entwickeln. Ich habe bisher vier feine, kräftige Pflanzen unter den Johannisbeersträuchern.  Und jetzt ein kleines bisschen zu der wunderbaren Pflanze. Der Legende nach fand der Bär, als er nach tiefem Winterschlaf aus seiner Höhle kroch, als erstes frisches Grün den Bärlauch - und verschlang ihn gierig. Bärenstark konnte nun Meister Petz das neue Jahr beginnen. Und so kann man also vermuten, wie der Bärlauch zu seinem Namen kam... ;) Aber er hat auch wunderschöne andere Namen, wie z.B. Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, Ramsen oder Waldherre. Klingen zauberhaft, oder? Genau das Richtige für ein magisches Jahr! Der Bärlauch, botanisch Allium ursinum, tritt als einer der ersten Frühlingsboten auf und das meistens nicht vereinzelt, sondern bodendeckend und verrät schon von weitem mit leichtem Knoblauchduft seinem Platz. Bärlauch ist eines der Wildkräuter, welches schon breite Akzeptanz in der normalen Küche der Bevölkerung gefunden hat und kann oft auch auf dem Markt erworben werden (für die, die sich noch nicht richtig auskennen oder kein regionales Vorkommen kennen).  Er wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd und entzündungshemmend, wirkt gegen Blähungen, gefäßerweiternd, stärkend und kräftigend - verhilft er uns doch im Frühjahr, wie dem Bären nach langem Schlaf, zu ,,Bärenkräften. Weiterhin hilft er Schadstoffe im Körper abzubauen und hat eine antibakterielle und antibiotische Wirkung. Außerdem wirkt er wunderbar unterstützend, wenn nach einer Antibiotikaanwendung die Darmflora wieder aufgebaut werden muss. Der schweizerische Kräuterpfarrer Johann Künzle war auch begeistert vom Bärlauch und schrieb: Die Pflanze reinigt den ganzen Leib, treibt kranke, verstockte Stoffe aus, macht gesundes Blut, vertreibt und tötet giftige Stoffe. Ewig kränkelnde Leute, solche mit Flechten und Aißen, Mehlgesichter, Skrofulöse und Rheumatische sollten den Bärlauch verehren wie Gold. Kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut. Die jungen Leute würden aufblühen wie Rosenspaliere und aufgehen wie ein Tannenzapfen an der Sonne! Gesammelt werden die Blätter* im zeitigen Frühjahr vor der Blüte. Größtenteils verwendet man den Bärlauch frisch und wird dann als Pesto, in Brotaufstrichen, in Suppen und Salaten genossen. Die Blätter lassen sich aber auch wunderbar einfrieren, so kommt man auch außerhalb der Saison in den Genuss des aromatischen Grüns. Die Blüte gibt Salaten eine würzige Note.  Für meinen persönlichen Geschmack brauche ich nur wenig Bärlauch. Ich finde ihn höchst aromatisch und zu viel haut mich um. Letzte Woche habe ich ihn in einer hellen Kräutersoße zu Gemüse verarbeitet, einen Bärlauchflammkuchen gemacht und rohes Bärlauchbrot ge"backen".  Also meine Lieben, raus in den Wald! ??? * ACHTUNG! Bitte nur sammeln, wenn ihr klar zwischen Bärlauch und den tödlich giftigen Herbstzeitlosen, Maiglöckchen und Aronstab unterscheiden könnt. Macht eine geführte Kräuterwanderung bei einer Käuterfrau oder einem Kräuterkundigen.

Veganer Joghurt aus Hafermilch und Kokosmilch

7. März 2015 Wurzelweber 

Veganer Joghurt aus Hafermilch und KokosmilchIch weiß auch nicht, was dieses Jahr mit uns hier los ist... wir kommen von einer Erkältung in die nächste! Ich war so stolz auf uns, dass wir uns alle so tapfer gehalten haben und der kleine Kobold war fast das ganze letzte Jahr gesund, keinen großen Schnupfen. Aber seit Januar haben wir es auch. Die Natur läßt sich dieses Jahr Zeit. Es sei ihr auch gegönnt, aber mein Herz will Sonne und Wärme und Gundelrebenblüten und Löwenzahnteppiche. Noch nicht mal das Scharbockskraut traut sich aus seinem Versteck, geschweige denn der Bärlauch. Maaaargh. Dann sollte ich mich vielleicht auch einfach auf das Sofa legen und noch ein bisschen warten. Draußen ist ja noch nicht so viel zu machen, und so habe ich mich an veganem Joghurt versucht. Ich selber habe Joghurt eigentlich nie viel abgewinnen können und hatte eigentlich nie welchen im Kühlschrank. Ich konnte diese Menschen, die sich palettenweise Joghurt kaufen wirklich nie verstehen. Meinen Mann kann man auch nicht damit locken und so hatten wir auch zu vegetarischen Zeiten nie groß welchen da. Doch der Kobold isst für sein Leben gerne Joghurt. Plötzlich ein Joghurtessen in unserer kleinen Familie! Bei der Oma durfte er ihn probieren und jetzt möchte er immer welchen haben. Klar, wir reden hier von normalem Kuhmilchjoghurt. Das passt mir natürlich nicht wirklich. Die kaufbare vegane Alternative, die hier zu bekommen ist: Sojajoghurt. Und das passt mir natürlich auch nicht (ist schon schwer mit mir ;), denn ich finde Sojaprodukte sind nichts für Kinder. Also: Joghurt selber machen! Und zwar veganen. Und so ist letzte Woche der My.Yo Joghurtbereiter bei uns eingezogen. Mit Sack und Pack kam er frühlingsgrün (genau was ich brauchte) daher, brachte gleich eine Joghurt-Starterkultur mit und wartete brav auf seinen ersten Einsatz. Dieser Joghurtbereiter funktioniert denkbar einfach, man füllt 750 ml kochendes Wasser ein, hängt seine (Pflanzen-)Milchmischung ein und läßt die Joghurtkulturen je nach gewünschter Intensität des Joghurts 12 -16 Stunden werkeln. Und so habe ich Anfang der Woche unseren ersten selbstgemachten, veganen Joghurt hergestellt.  Zutaten 500 ml Kokosmilch (70%) 500 ml Hafermilch 1 Pkg. Joghurt Starterkulter Bindemittel der Wahl Kokos- und Hafermilch im Milchbehälter des Joghurtbereiters mischen und die Joghurtstarterkultur dazu geben, gut miteinander vermengen. 750 ml kochendes Wasser in den Joghurtbereiter füllen, die Milch-Mischung über dem heißen Wasser einhängen und 12 - 16 Stunden, je nach gewünschter Intensität, fermentieren lassen.  Mein Joghurt war danach immer noch genauso flüssig wie vorher. Zum Andicken der Joghurts kann Agar Agar benutzt werden, Xanthan oder Johannisbrotkernmehl, eben alles was auch kalt bindet. Ich hatte leider nur noch Xanthan im Haus (ich mag es irgendwie nicht so recht, weiß auch nicht warum) und es hat sehr gut geklappt. Hierzu habe ich 1 TL Xanthan eingerührt und dann quellen lassen. Ich hatte nachher  ein paar unschöne kleine Gelee-Kügelchen im Joghurt, deswegen ist alles noch einmal in den Vitamix gewandert, kurz durchgemixt - perfekt. Der Joghurt hatte nachher eine cremig-sahnige Konsistenz, also ganz hervorragend. Und er schmeckt sehr neutral, trotz Kokosmilch. Der Joghurt ist sehr mild, aber es gibt anscheind verschiedene Starterkulturen von mild sauer bis stark sauer. Man kann ihn hinterher süßen, im Müsli verwenden, in den Smoothie geben, wie man möchte. Irgendwie freue mich mich gerade sehr, weil es meine vegane Küche nun um einiges erweitern wird.  Im Momnet verusche ich mich auch an rohem Joghurt, demnächst mehr davon ???

Vortrag Vegane Ernährung auf dem Biolandhof Engemann

5. Februar 2015 Wurzelweber 

Vortrag Vegane Ernährung auf dem Biolandhof Engemann Vor ein paar Wochen wurde ich ganz herzlich ? eingeladen, auf dem Biolandhof Engemann in Willebadessen einen Vortrag über Vegane Ernährung und einhergehenden Vorteile für die Gesundheit zu halten. Letzten Donnerstag, am 29. Januar 2015, war es dann soweit und wir haben uns auf den Weg ins Nachbarörtchen gemacht. Der Biolandhof Engemann produziert Bioprodukte schon seit 1988 nach Bioland-Richtlinien. Fantastisch, oder? Ich finde das sehr beeindruckend. Das gesamte Team ist unglaublich lieb und freundlich und steht 100%ig hinter dem Bioanbau, hier mit einem Zitat von Klaus Engemann "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass alle Landwirte nur noch nach ökologischen Richtlinien anbauen sollten. Nur so können wir unseren Boden und unsere Erde weiterhin erhalten.". Yay ?! Mit Elan und spürbarer Begeisterung hat Klaus unseren veganen Abend eröffnet und vorher ein  bisschen über die Bioland-Arbeit referiert. Es ist immer wieder genial, wenn man mit Menschen zusammen arbeitet, die mit Körper und Geist total hinter ihrer Sache stehen. Es steckt einfach an und man möchte direkt mithelfen, mitmachen und etwas verändern. Leider konnten ein paar der angemeldeten Personen nicht kommen, da wir plötzlich Blitzeis bekamen. Allein auf dem Weg zum Biohof, lagen zwei Autos im Graben und eins war kurz bevor wir an kamen ins Ortsschild geschlittert. Glücklicherweise überall nur Schreck- und Blechschaden... Trotzdem war der Vortrag supergut besucht und es war ein schöner Abend mit vielen tollen Menschen, sehr interessanten Gesprächen und leckeren Snacks in liebenswerter Atmosphäre. Mitgebracht hatte ich verschiedene vegane Aufstriche, selbstgebackenes Dinkel- und Roggenbrot, Apfelrosen und Fruchtleder. Die liebe Sabine vom Biohof hatte noch mein Apfelbrot gebacken (alle die bei meinen Verkostungen und Buchvorstellungen im Dezember waren kennen es schon ?) und aus dem Hofladen jeden Menge tolle Produkte zum Anschauen und Kennenlernen mitgebracht.  Es war ein toller Abend, vielen Dank an den Biolandhof Engemann ?!!

Warten auf den Schnee. Und ein Gutschein.

23. Januar 2015 Wurzelweber 

Warten auf den Schnee. Und ein Gutschein. Ob es hier nochmal Winter wird? ... ich frage mich das schon eine ganze Weile. Aber was heißt eigentlich Winter, kalt ist es ja ab und zu mal auch hier. Aber wir hatten bisher nur für wenige Stunden Schnee und ich hätte noch so gerne welchen bevor in mir schon wieder das Verlangen nach Frühling ausbricht! Was mich da ja etwas versöhnlicher gestimmt hat, war der gefrierende Nebel, der sich in märchenhafter Art um Zweige, Sträucher und die verbliebenen Kräuter gelegt hat. Ein richtig funkelnder Eiszauber. Auf meinem Blog war es mal wieder lange ruhig. Der Dezember war voll mit Buchvorstellungen und Verkostungen, neben all dem Weihnachtstrubel, der eh herrscht. Und als es dann um und nach Silvester ruhiger wurde, sind auch wir an der Erkältungswelle nicht vorbei gekommen. Meinen Mann hat es zuerst umgeworfen, dann den Kobold. Ich habe mich wacker gehalten und konnte beide mit Thymian und Spitzwegerich, Fichtenspitzensirup und Fenchelhonig und ganz viel Liebe gut aufpäppeln. Aber eines Abends hat es mich innerhalb von wenigen Stunden komplett umgehauen. Schüttelfrost, Fieber, das ganze Programm. Jetzt habe ich noch etwas Husten, aber der ist kaum noch der Rede wert. Ich werde weiterhin meinen wunderbaren Thymiantee trinken und mein Immunsystem mit Spitzwegerich stärken. Spitzwegerichtee könnte ich im Moment ständig trinken, er schmeckt mir gerade hervorragend. Man sagt ja, dass der Spitzwegerich seine wirkliche Stärke nur aus dem frischen Kraut entfalten kann. Leider war es mir nicht möglich aus ihm im letzten Jahr einen Erdkammersirup anzusetzen, deswegen muss im Moment der Tee genügen. Und jetzt habe ich noch einen kleinen Hinweis für Euch. Bis zum Sonntag gibt es in dem neuen und (meines Wissens) ersten österreichischen Online-Rohkostshop www.rohkost-shop.at 5 EUR Rabatt, wenn ihr bei eurer Bestellung den Gutschein-Code "facebook500"  im Feld "Gutschein" beim Bestellvorgang angebt. Meine süße Co-Autorin Daniela hat mit dem Shop tolle Arbeit geleistet, schaut mal vorbei, sie hat tolle Sachen im Programm!

Es ist da! ... die Vegane Versuchung.

27. November 2014 Wurzelweber 

Es ist da! ... die Vegane Versuchung. So, unser neues Buch ist nun also endlich auch bei mir eingetroffen und kann ab sofort sowohl hier bei mir, als auch überall im Buchhandel erworben werden!! Ich bin ganz verlieb in das Layout... so schön und zart und alles stimmig, feminin und süß. Ich danke meinem wunderbaren Verlag von ganzem Herzen für dieses Schätzchen! ??? Ihr seid einfach die Besten ???! Und hier sind noch ein paar Buchdetails für euch: Vegane Versuchung soja- und weizenfrei | Miriam Emme und Daniela Friedl freya Verlag ISBN 978-3-99025-171-3 192 Seiten | 19.90 EUR Frische Beeren, cremige Sahne und zartschmelzende Schokolade ... Von herzhaften Donuts über knackige Müsliriegel bis hin zu himmlischen Festtagstorten - jedes Schleckermäulchen wird fündig. Die veganen Leckereien kommen ohne Soja und Weizen aus und lassen dennoch keine Wünsche offen. Für alle, die das süße Glück gerne auch teilen, gibt es kreative Verpackungsanleitungen zum Selbermachen. Ab sofort könnt ihr das Buch bei mir bestellen. Es kostet 19.90 EUR und es kommen nochmal 3,80 EUR Versandkosten hinzu. Hier kommt über PayPal die Möglichkeit. (für 19,90 EUR inkl. MwSt plus 3,80 EUR Versand) In Kürze ist das Buch auch über meinen Shop bestellbar, dort gibt es auch die Möglichkeit der Vorab-Überweisung. Sobald es funktioniert, verlinke ich es hier. ??? Hier noch ein paar Links: FlipBook zum Buch Verlagsseite zum Buch Eindrücke und weitere Bilder ???

Happy Halloween

31. Oktober 2014 Wurzelweber 

Happy Halloween Happy Halloween! Durch unsere kleine Stadt wuseln kleine Gespenster und treiben Schabernack, fordern Süßigkeiten ein und lachen hinter ihren Masken hervor. Neben all dem Trubel ist es heute allerdings schön, wenn man an die Verstorbenen denkt. Sie haben uns auf unsere Lebensreise geschickt, ohne sie wären wir nicht auf dieser Erde. Auch sie führten ein Leben voller Höhen und voller Tiefen, waren traurig, liebten und hofften. All zu oft vergessen wir dies.  Morgen gehen wir auf den Friedhof, ich werde meine Großeltern besuchen und Lichter für sie anzünden. Auch wenn es ein katholischer Brauch ist, an Allerheiligen auf den Friedhof zu gehen, so hat er doch seine naturreligiösen Wurzeln und wir machen das in unserer Familie schon immer so. Ich liebe den Gang zum Friedhof an Allerheiligen.  Jetzt euch aber erst mal ein frohes, gruseliges Halloween!  Zeichnung (C) Miriam Emme 2007

Herbststürme ziehen übers Land

22. Oktober 2014 Wurzelweber 

Herbststürme ziehen übers Land Jetzt sind sie da, die Herbststürme. Wir haben seit Montag ordentlich Wind und Wetter, mit Wetterwarnungen, Regen, stürmischen Böen und jeder Menge Herbstlaub. Heute Nachmittag soll es nochmal richtig losgehen.  Ich liebe diese Zeit. Es wird kälter und die Bücher fangen erneut an zu rufen Lies mich, lerne von mir und der Nachmittagstee wird mit einer kuscheligen Decke und dem Kater auf dem Schoß doch gleich nochmal so köstlich. Früh wird es dunkel, der Regen prasselt... Und ich habe mir endlich mal wieder die Zeit genommen hier zu schreiben. Es ist eine Schande, dass hier so wenig passiert. Ich liebe meinen Blog so sehr, habe viele Artikel in peto, aber nicht komme nicht dazu zu schreiben, zu veröffentlichen, Fotos zu sortieren und auf zu bereiten. Ich muss lernen, meinen kleinen Blog wieder mehr in mein Leben zu integrieren.  Ich stille den kleinen Kobold immer noch, aber wir gehen so langsam (in Miniminimäuseschritten) in Richtung stillfrei. Wenn wir dieses Minischritt-Tempo beibehalten, bin ich zuversichtlich, dass ich ihn zum 18. Geburtstag abgestillt habe O_­o *lach*. Tagsüber stille ich jetzt eigentlich nicht mehr, außer er braucht viel Trost (nach einem Sturz z.B.). Nachts ist es wie eh und je, die Regel sind vier/­­fünf mal. Das ist auch kein richtiges Trinken mehr, es geht da viel mehr um Nähe, Kuscheln, Einschlafen. Und er sagt so fein "Bittie Milch", tagsüber ist "Milch leer" (was auch mit großen Augen und Achselzucken begleitet wird, nach dem Motto Kann man nichts machen) und Abends oder nachts dann "Milch voll". Hach, so süß, so zart und so zauberhaft niedlich. Ich esse wieder mehr Rohkost. In Maßen natürlich. Ich kann euch aber auch nicht sagen, was mit mir los ist. Ich verstehe es auch nicht. Kaum wird es Herbst und draußen frisch und kühl, habe ich Appetit auf Rohkost und esse viele Salate. Und im Sommer, wenn all das herrliche Obst saisonal zu haben ist, ist mir nicht danach. Dementsprechend ist mir gerade kalt, obwohl ich darauf achte vorwiegend wärmende und saisonale Lebensmittel zu essen. Ich denke, die Stillhormone beteiligen sich auch hier an allem und führen ihr eigenes Regiment, sodass es auch bei der Ernährung etwas anders als normal ist. Wir haben viele Projekte hinter uns, über viele werde ich berichten. Die versprochene Anleitung zum Hochbeet kommt auf jeden Fall auch noch. Nur leider sind die Beete immer noch nicht fertig. Wir haben wundervollen Kompost vom Biohof bekommen, den wir dann mit unserem Mutterboden mischen - aber leider liegen die Berge Erde immer noch da und sind mittlerweile komplett überwuchert von Kräutern und sind tolle Spielberge für den Kobold. Nunja, kommt Zeit, kommt Rat.  Ein kleiner Igel hat uns vor ein paar Tagen besucht... süß, oder?

Der Gewinner ist...!

23. Juli 2014 Wurzelweber 

Der Gewinner ist...! Vielen Dank für die tollen Kommentare zum Gewinnspiel! Es war sehr faszinierend jeden einzelnen Kommentar zu lesen. Wie verschiedene Glücksküchen es doch gibt. Jeder hat seine ganz persönliche. Aber ein roter Faden hat sich durch die Antworten überall gezogen... es wird unheimlich gern für Gäste oder die Familie gekocht. Und sind diese dann glücklich und satt und zufrieden und rufen Applaus, es war sooo lecker!...  dann ist man in der wahren Glücksküche angekommen. Wunderbar. Danke euch, für diese tollen Antworten!! Der Gewinner unseres Buches "Vegane Glücksküche | soja- und glutenfrei" steht fest! Gewonnen hat per Random.org No games. Just sports. Herzlichen Glückwunsch! Ich freu mich sehr für Dich! Juchei! Schicke mir doch bitte Deine Kontaktdaten an info@wurzelweber.de, damit ich Dir schnellstmöglich Deinen Gewinn zu kommen lassen kann. ? Und jetzt wünsche ich Euch noch einen tollen, warmen Sommerabend.    

Das Buch ist da!! Mit Verlosung! *strahl*

11. Juli 2014 Wurzelweber 

Das Buch ist da!! Mit Verlosung! *strahl*Ich sitze ganz gemütlich vor meinem Computer mit einer großen Tasse heißem, dampfendem Earl Grey Tee und lasse mich von seinem unverwechselbaren Duft tragen. Aus dem Lautsprechern schwimmt schöne Musik durch den Raum... Nur damit ihr wisst, wie meine Stimmung grade ist. Gelöst, entspannt, zufrieden, glücklich. Und doch... kribbelig. Und neben mir liegt sie. Die Langgehegte. Die Köstliche. Die ganz Persönliche... Glücksküche . Unser Buch ist da! Es kam frisch verpackt und einfach wundervoll von der Druckerei zum Verlag und dann zu mir. Unser Buch. Unser kleines Baby. Hach, toll ist es geworden. Ich bin total glücklich. Voll gepackt mit über 100 veganen Rezepten für die ganz persönliche Glücksküche. Infos über Farbwirkungen und den wundervollen Pflanzenfarbstoffen und wie sie uns dienen können. Eine lange Liste mit stimmungsaufhellenden Lebensmitteln haben wir außerdem zusammengetragen. Und alle Rezepte soja- und glutenfrei . An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich und mit ganz vielen Bussaln und dicken Rosensträußen in Seidenpapier bei meiner wundervollen Co-Autorin Daniela bedanken. Du schreibst toll, Du zauberst wundervolle Gerichte und atmest soviel Herz! Die Zeit, an der wir zusammen an der Glücksküche gearbeitet haben, war so intensiv und anstrengend und so toll. Ich habe so viel gelernt, wir haben uns gegenseitig Mut gemacht, aufgebaut, gebremst und uns auf eine kulinarische Reise ins Glück gemacht. Daniela, Du strahlst so eine positive Lebensfreude aus, Du bist einfach toll! Danke, für viele Momente in denen ich lauthals lachend vor E-Mails von Dir gesessen habe, Du schreibst einfach klasse! Und an dieser Stelle muss ich mich als Deutsche outen, die glaube ich die Hälfte aller österreichischen Wörter, Satzstellungen und Redewendungen nicht versteht *lach*! Viele Dank für Dein Verständnis, dickes Bussal, und sorry, wenn ich so oft nachfragen musste, :) (bisschen peinlich ist das ja schon). Hach, herrlich.   Vielen Dank auch meinem wunderbaren Verlag . Ich bin so glücklich bei Euch ein neues Zuhause gefunden zu haben ???. Zurück zur Glücksküche . Ich habe ja hier und hier schon drüber geschrieben und hier kann man auch nochmal alles nachlesen. Deswegen jetzt nochmal :) für Euch den Klappentext: Essen Sie sich glücklich! Unsere tägliche Mahlzeit ist so viel mehr als reine Nahrungsaufnahme   ?  wir verbinden Farben, Emotionen und Erinnerungen mit Speisen. Die Tatsache dass gewisse Lebensmittel sowohl die Stimmung heben, als auch unsere Belastbarkeit stärken können, ist nicht erst seit gestern bekannt. So manche Lieblingsspeise dient uns sogar als wahrer Seelentröster, legt sich wie Balsam auf unser Gemüt und lässt Stress und Ärger vergessen. Nutzen Sie diese Kraft und lassen Sie sich entführen in die Welt der bunten, frischen und duftenden Gaumenfreuden. Wir präsentieren Ihnen kreative Delikatessen für jeden Anlass   ?  vegan, soja- & glutenfrei! freya Verlag, Linz Österreich. 224 Seiten. 19,90 EUR. Und ganz viel Liebe steckt auch noch drin. Ab jetzt überall im Buchhandel erhältlich. Und natürlich auch bei mir direkt. Und dazu gibt es hier per PayPal die Möglichkeit (mit 3,80 EUR Versandkosten) (19,90 EUR + 3,80 EUR Versandkosten) Ab Anfang nächster Woche (ich informiere Euch) gibt es dann auch die Möglichkeit das Buch über meinen Webshop zu bestellen. Da geht die Bezahlung dann auch per Überweisung. Und... natürlich verlose ich auch eins!! Na klar, was habt ihr gedacht! Zum Buch gibt es auch noch einen Bonus: ein tolles Lesezeichen und noch eine kleine Überraschung ???. Kommentiert einfach unter diesem Beitrag bis zum 18.07.2014 und verratet mir, wie eure ganz persönliche Glücksküche aussieht. Ich freue mich auf eure zahlreichen Kommentare. Der Gewinner wird am Wochenende des 19./­­20. Juli ermittelt und hier auf dem Blog bekannt gegeben. Dann nur noch melden, Kontaktdetails zu mir senden und schon fliegt die Glücksküche in euren Briefkasten ???. PS.: Nächste Woche gibt es dann noch einen Booktrailer dazu! Yay!!!

{Magische Zeit} Sommersonnenwende

20. Juni 2014 Wurzelweber 

{Magische Zeit} Sommersonnenwende Morgen ist es wieder soweit, wir feiern einen der alten Tage. Mittsommer oder Sommersonnenwende ist einer meiner liebsten Feiertage im Jahreskreis. Ich liebe die Fülle von Licht, Grün, Beeren, Heu, Wärme und Sommerwind zu dieser Zeit. Das Sonnenlicht ist im Überfluss vorhanden und nur kurz zeigt sich die Nacht zu dieser Zeit (wie es aussieht wahrscheinlich eher über den Wolken). Es ist eine magische Zeit voller Licht und Wärme. Unter blühenden Holundersträuchern sollen sich zu dieser Zeit die Schwellen öffnen und die Wesen des kleinen Volks kommen heraus und besuchen die Menschen, helfen wo sie können, wenn sie es möchten. Andere treiben Schabernack, vernebeln unsere Sinne und nehmen uns mit in das Land unter dem Berg. Wenn man an diese Dinge glaubt, ist die Mittsommerzeit ein wunderbarer Zeitpunkt kleine Gaben für die Naturgeister vor die Tür zu stellen, sie werden es uns danken. Hat man ganz viel Glück, zeigen sich vielleicht auch die Wesen, die dem menschlichen Auge ansonsten verborgen bleiben (und sei es der Igel, der geschäftig durch den wuselt). Ein weiterer alter Brauch war und ist es am Sonnenwendtag Kräutersträuße zu pflücken. Die Kräuter sollen an diesem Tag ihre größte Wirkung entfalten und bestehen aus 7, 9 oder 77 verschiedenen Kräuterpflanzen und werden am oder im Haus als Segensbringer angebracht. Die Pflanzen, die zu dieser Zeit ihren Weg zu mir gefunden haben, sind Brennnessel, Holunder und Gundermann. Diese drei ziehen mich im Moment geradezu magisch an und so werde ich mich in der nächsten Zeit intensiver widmen. Der Holunderstrauch als Schutzbaum des Hofes und Heimes, köstlich, stark und zart zu gleich... Brennnessel ist die Pflanze meines diesjährigen Kräuterjahres als Teil der neunjährigen Ausbildung zur Kräuterfrau, des Donnergottes verkannte Wunderpflanze... und durch die Gundelrebe habe ich vor Jahren Frieden gefunden, nach rastlosen Jahren voller Suche nach Seelenfrieden...  Nach alter Tradition zündete man an der Tagundnachtgleiche ein Sonnwendfeuer an. Man sprang von der einen Hälfte des Jahres in die andere, von Unfruchtbarkeit in Fruchtbarkeit, eben ins helle Glück. Man kann auch Teile der gesammelten Kräuter wie Johanniskraut, Beifuß, Thymian und Kamille im Feuer verbrennen um Segen und Schutz zu erlangen. Wer also die Möglichkeit hat ein Lagerfeuer zu entfachen, ein paar Kräuter zu sammeln, und sei es nur ein bisschen Minze oder Lavendel aus dem Vorgarten für einen feinen Tee - macht es doch einfach mal. Gönnt euch ein bisschen Handlung außerhalb des Alltags. Dem Knacken des Feuers lauschen, den unverwechselbar intensiven Duft der Minze einsaugen und das Glück zu spüren, wenn das Aroma uns ein Lächeln ins Gesicht zaubert... wundervoll ?. Ich wünsche euch allen eine wundervolle Sommersonnenwende ??? PS.: Was ich noch einwerfen möchte... eigentlich ist es gar nicht so wichtig, dass man exakt den richtigen Tag trifft. Es geht um den Zeitraum. Wenn es also besser passt Sonntag ein Feuer zu machen - dann los! Morgen wird ja sicher halb Deutschland abends vor dem Fernseher sitzen und Fußball schauen :).

It's this time of the year...

16. Juni 2014 Wurzelweber 

It's this time of the year...Es ist mal wieder soweit. Ende Mai beginnt es. MEINE Zeit. Meine Heuschnupfenzeit. Und es ist zum Haareraufen. Dieses Jahr ist es wieder besonders schlimm. Vor drei Wochen hat mein Körper völlig überreagiert und mir zudem noch hochgeschwollene, entzündete Mandeln und eine geschwollene Zunge beschert. Es hat fast eineinhalb Wochen gedauert, bis sich das alles zurück gebildet hat. Am Samstag hatte ich den kompletten Tag mit einem unerträglichen Kribbeln in der Nase und dadurch resultierenden ständigem Niesen zu kämpfen. Meine Nase läuft und läuft oder die Schleimhäute sind dick geschwollen und ich kann gar nicht durch die Nase atmen. Jeden Tag säumen Unmengen von Taschentüchern meinen Weg, Die Haut um meine Nase ist gereizt... Es ist zum Haare raufen. Nach meinen drei Jahren Rohost war meine Allergie wirklich sehr zurück gegangen. Drei Jahre clean eating und Entgiftungen. Ich steigere ja immer ein bisschen mehr den Rohkostanteil und ich hoffe, nächstes Jahr ist es nicht mehr ganz so schlimm.  Tut mir leid, wenn ich euch jetzt voll gejammert habe ;). Ich möchte das nur hier dokumentieren, denn mein kleiner Blog ist auch eine Art Tagebuch meiner Gesundheit für mich. Es gibt ja auch Möglichkeiten sich bei Heuschnupfen behandeln zu lassen. Klar - Allergietabletten! Aber die habe ich schon immer verabscheut. Schon als Kind wollte ich nie welche nehmen, nie. Meine Mama ist verzweifelt an mir, die Arme. Wir haben damals 2 mal eine Desensibilisierung versucht, die katastrophal endete. Sie hat nicht nur nicht angeschlagen, sondern meine erste musste abgebrochen werden, weil mein Immunsystem komplett runtergefahren und ich nur noch krank war. Den zweiten Versuch konnte ich dann Jahre später durch ziehen, hat aber nichts gebracht. Genauso ging es meiner Cousine und meiner Tante.  Es ist ja auch nicht so, dass ich Pollen als Bedrohung ansehe. Ich liebe Pflanzen, schon immer. Zurück zur verzweifelten Mama: Ich saß ständig überglücklich in Wiesen und Weiden und habe Blumen gepflückt. Ständig. Trotz Allergie. Ich mache eine Ausbildung zur Kräuterfrau. Wir verbringen sehr viel Zeit in unserem Garten, bauen einige unserer Lebensmittel selber an. Wir planen drei neue Hochbeete. Ich habe also absolut keine innere Ablehnung gegen meine geliebten Pflanzen. Ich ernähre mich rein pflanzlich. So viel zur Inneren Einstellung gegenüber dem Allergieauslöser. Gestern habe ich eine geführte Meditation von Ruediger Dahlke zum Thema Allergie gefunden. Vielleicht werde ich die mal ausprobieren. Ich bin allerdings überzeugt, dass ich es mit konsequenter, sauberer Nahrung und regelmäßigen Entgiftungen hin bekomme. Und mir war ja schon klar, dass ich nach der Schwangerschaft und dem folgendem Jahr "normaler" Ernährung dieses Jahr die Quitting dafür bekomme... aber es zerrt trotzdem an meinen Nerven! ARGH! Trotzdem: Ich bin dankbar für jede Blume und jeden Grashalm, der in meinem Garten und auf dieser Wunderbaren Erde wächst, für jedes Blumenköpfchen das sich der Sonne entgegenreckt. Positiv denken, positiv denken. ??? Liebste Grüße von der Heuverschnupften ?

Müsliriegel mit Cranberries und weißer veganer Sckokolade

3. Juni 2014 Wurzelweber 

Müsliriegel mit Cranberries und weißer veganer SckokoladeKennt ihr das auch? Das kleine Nachmittagstief? Man braucht einen kleinen Snack zwischendurch, der einem hilft, den Nachmittag bis zum Abendessen zu überstehen. Aber Obst und Co. schaut grad gar nicht so verlockend aus, denn die Schokoladenkrake sitzt einem im Nacken... Was nun? Doch zum Schokoladenriegel aus dem Markt greifen, der doch so oft viel zu viel Zucker enthält? Oder noch schlimmer, meistens nicht milchfrei ist? Für diesen Fall habe ich vor ein paar Tagen gesunde Müsliriegel gezaubert. Denn meine Schokoladenkrake sitzt mir ständig im Nacken und hat mich meistens fest im Griff. Und das Besondere: ich habe mich an weißer, milchfreier, veganer Schokolade versucht. Mjammmm... ??? Und dieser Riegel ist zuckerfrei, glutenfrei und milchfrei ? Müsliriegel mit Cranberries und weißer veganer Sckokolade Zutaten 160 g gemischt aus Braunhirseflocken, gepufftem Quinoa, glutenfreie Haferflocken, Weinbeeren und Walnüssen 150 g getrocknete, aber trotzdem saftige Cranberries 140 g neutrale Erdnussbutter (am liebsten selbstgemacht) 3 EL Agavendicksaft 1 1/­­2 TL Johannisbrotkernmehl 100 g Mandelmus 80 g Kakaobutter Eine kleine Ofenblechform mit Frischhaltefolie auslegen. Mein kleines Blech hatte eine Größe von ungefähr 25 x 20 cm. Das selbstgemischte Müsli mit den Cranberries und dem Johannisbrotkernmehl in einer Schale vermengen. Nun mit der Erdnussbutter und dem Agavendicksaft verkneten, hier bei richtig durchkneten. Die Kakaobutter behutsam schmelzen. Das Mandelmus dazugeben und unterrühren bis alles flüssig und möglichst Klümpchenfrei ist. Die Mandel-Kakaobutter-Mischung zu dem Müslimix geben und gut unterrühren. Die Masse auf das folierte Blech geben und gleichmäßig verteilen, dabei die Masse verdichten. Für ca. a Stunde in den Kühlschrank geben, damit alles gut fest geworden ist. Danach die Masse in Riegelform schneiden, mit kleinen Manchetten versehen (zum Anfassen, sie schmelzen leicht in der Hand) und im Kühlschrank aufbewahren.  Die Cranberries in dem Riegel sind einfach superlecker, sie sind weich und "chewy" und der gepuffte Quinoa und die Braunhirseflocken knuspern beim Reinbeißen. Mjam! Endlich etwas zum Beißen gegen die Schokoladenkrake! ???

Kleines, schnelles Update

13. Mai 2014 Wurzelweber 

Ich kann euch grad nur ein kleines, schnelles Update geben, denn ich bin hundemüde... gestern wollte ich ja schon schreiben, aber da ich mich bei meinen beiden kranken Hühnchen angesteckt habe, lag ich früh im Nest. Es geht mir aber schon wieder besser, so richtig erwischt hatte es mich nur gestern. Die Vegan For Fit Challenge läuft gut und es sind viele leckere Rezepte dabei. Voller Erstaunen habe ich festgestellt, dass ich schon 2 Kilo verloren habe! Wohoooo! Mal sehen, was der nächste Wiegetag sagt. Und jetzt verschwinde ich auch schon ins Bett für heute. Ich war grad geschlagene 80 Minuten beim Kobold, er hatte alles im Sinn, nur eben nicht schlafen. So ist meine "freie" Zeit im Moment wirklich etwas kurz, bzw. nicht vorhanden. Und jetzt wartet noch der Abwasch auf mich.

Vegan For Fit - Tag 1

1. Mai 2014 Wurzelweber 

Vegan For Fit - Tag 1Meine Lieben, ich wage es. Ich versuche mich an der Vegan For Fit Challenge. Und ich versuche es ungezwungen durch zu ziehen. Ich werde versuchen es locker, mit Freude und trotzdem konsequent an zu gehen. Denn das Letzte, was ich im Moment brauche, ist Druck. In egal welcher Hinsicht.  Und es war ein guter Tag! Die Gerichte waren lecker und geschmacklich überraschend. Wirklich erstaunlich. Aber seht selbst. Alles hat mit dem Amaranth-Joghurt-Pop begonnen.  Ich muss ja sagen, ich stehe ja mal so gar nicht auf Amaranth. Außer auf diesen wunderbaren Namen ?. Da sehe ich schon funkelnden Sternenstaub, wenn ich den nur höre. Amaranth klingt für mich himmlisch, mystisch, kraftvoll. Himmlisch für mich leider nur der Name. Aber ich habe ihn auch noch nie gepufft probiert. Und ich bin positiv überrascht! Amaranth, Du wundervolles Korn der Inka, wir werden doch noch Freunde! Insgesamt war mir der Pop etwas zu süß, zu viel Agavendicksaft im Rezept. Und die gerösteten Kokosflocken sind echt supertoll dazu. Werde ich wieder machen, aber mit weniger Süße.  Weiter ging es zum Mittag mit den Gemüselinsen. Ich habe etwas improvisieren müssen... Was für eine wundervolle Farbenpracht! Genial! Ich bin hin und weg. Das Gemüse sieht in der Kombination in der Pfanne einfach umwerfend aus. Bei den Linsen habe ich anstatt braunen rote Linsen genommen. Und bei dem Limetten-Sonnenblumen-Pesto... tja... Hauptbestandteil war Petersilie. Aber als ich mir meine spärliche Petersilienpflanze heute morgen angeschaut habe... da waren nicht mehr 5 g verwertbares Grün. Also bin ich direkt in den Garten und habe mir Girsch geholt. Girsch ist ein wundervoller Ersatz für Petersilie, wenn man mal keine zur Hand hat. Und es war sehr lecker. Die Kombination aus den Gemüselinsen und dem sehr frischen, saurem Pesto war erstaunlich! Und sehr lecker. Mein Mann und mein kleiner Kobold haben mitgegessen und wir haben immer noch eine kleine Schüssel übrig. Die Menge ist hier wirklich ausreichend. Ihr kennt ihn ja schon, meinen Mann aus dem Fluß, und er ist ja (immernoch) ein Fleischzähnchen. Er ißt zwar kaum noch Fleisch, aber er fängt sich gerne einen Fisch. So hatte er heute zu den Linsen eine Forelle und er meinte, das Pesto wäre zu der Forelle ausgezeichnet. Das Pesto ist von der Menge her übrigens für uns viel zu viel gewesen. Ich habe schon in weiser Vorraussicht nur die Hälfte gemacht, aber es ist trotzdem viel übrig.  Und zu Abschluss gab es dann ... Tomatochino. Aber ohne Chino. Ich habe den Schaum nicht mehr zubereitet, ich wollte einfach nicht mehr. Der Kobold hat auch schon gequengelt und hatte Hunger, so dass es auch so gehen musste. Sehr lecker die Tomatensuppe.  Zwischendurch habe ich noch Hazelchoc-Pralinen gemacht. Leider habe ich hierzu kein Foto, das kommt dann später. Und wie sollte es anders sein? Zu der Challenge gehört ja auch Sport. Mein Sport bestand heute daraus, mit meinem Mann durch zu sprechen, wie ich meine Bauchmuskeln am Besten trainieren kann... ehem. Ansonsten gab es noch "Koboldstemmen", ich denke, das kann als viertel Einheit Sport durchgehen. Ich habe den Kleinen (mittlerweile ca. 12 kg) so ungefähr den ganzen Tag getragen. Einarmig. Mit der anderen Seite musste ich ja kochen. Werten wir das mal als 1/­­4 Einheit Sport... Dazu gabs heute früh noch Stretching und eine kleine Runde Standard-Tanzen. Das war mein erster Tag der VVF-Challenge. Es macht Spaß und ich bin gespannt wie es weiter geht. ? PS.: Wer noch bei meinem Geburtstagsgewinnspiel mitmachen möchte, hat bis morgen noch eine Chance. Hier gehts lang.

Vegan for Fit Challenge

28. April 2014 Wurzelweber 

Vegan for Fit Challenge Ich überlege seit einiger Zeit, ob ich nicht mal die Vegan for Fit Challenge von Attila Hildmann mache. Lieber würde ich natürlich Crazy Sexy Detox machen, aber ich fühle mich da einfach noch nicht bereit zu, der Rohkostanteil liegt bei CSD bei ca. 80%. Ich habe Angst vor dem ganzen Detox, da ich noch stille. Deswegen wäre ja die Vegan for Fit Challenge eventuell was für mich... Auch besonders als Test, weil es mich wirklich wahnsinnig interessiert, was da so dran ist! Viele schwärmen von der Challenge, den leckeren Rezepten und dem wundervollen Körpergefühl, was sich auch bei vielen langjährigen Veganern ändern würde und fantastisch wäre. Ich habe mir das e-book gekauft, für 9.99 EUR. Aber es hätte mir vorher klar sein sollen, ich bin kein Typ für ein e-book, grade wenn es wirklich so tolle Rezept Fotos beinhaltet. Die Fotos sind wirklich klasse, auch wenn sie nicht meinem Stilgefühl entsprechen. Alles ist clean und klassisch mit dem Fokus direkt auf das Gericht, ohne Ambiente, aber perfekt ausgeleuchtet. Schon toll. Da liegt wirklich der Fokus nur auf dem Gericht und keine Emotion (außer Hunger ;) oder Stimmung kommt auf. Auch mal sehr interessant. Hier ein Beispiel: Sieht echt nett aus und ist bestimmt sehr lecker, oder? Je länger ich überlege und jetzt auch drüber schreibe, desto mehr denke ich, dass ich es versuchen möchte.  Also worum gehts da überhaupt? Sich 30 Tage von Gerichten aus dem Buch ernähren. Diese sind unterteilt in Stufe 1 und 2, Stufe 2 darf ab 16:00 Uhr nicht mehr gegessen werden und ab 19:00 Uhr gibts gar nichts mehr, außer evtl. mal einen Saft. Ansonsten kein Weißmehl, kein Zucker glaube ich. Ich muss mir das nochmal genau durchlesen. Und Sport treiben soll man. Was man dann macht, ist aber jedem selbst überlassen.  Hat jemand Lust mit zu machen? Together gehts besser! Ich glaube ich würde direkt am 01. Mai starten. Der zunehmende Mond hilft dabei Neues zu beginnen und so ist das doch ein toller Startpunkt.   ? PS.: Nicht vergessen! Macht bei meinem Geburtstagsgewinnspiel mit. Noch bis zum 02. Mai 2014.

Haarpflege, 2. Teil

23. April 2014 Wurzelweber 

Haarpflege, 2. TeilSo, meine Lieben. Und hier kommen die versprochenen Haarbilder als Nachtrag zum letzten Haarpost. Die Bilder haben wir am Wochenende gemacht. Oui, c'est moi! Und zwar mit ziemlich vielen Haaren muss ich sagen :)! Ich habe die Haare im Alltag ja meistens geflochten als Zopf oder hochgesteckt und sehe mich selten mit offenen Haaren. Der kleine Kobold bringt mir schon immer Haargummis oder Haarklammern, wenn ich die Haare offen trage ;).  Aber wenn ich die Haare dann mal so sehe... windzerzaust und offen... ... dann muss ich echt sagen, die Haare sind recht dunkel geworden in den letzten Jahren. Hier, 2011, waren meine Haare irgendwie etwas heller und wie mit Strähnchen durchzogen (ich habe meine Haare allerdings noch nie gefärbt oder getönt, ich hatte irgendwie natürliche Strähnchen, wahrscheinlich durch die Sonne). Und sie sehen dicker aus. Meine Spitzen sind relativ trocken, ich werde demnächst mal dem Rat einer Leserin folgen und meine saure Rinse ändern. Und zwar von der Version mit Apfelessig zu einer mit 1 EL Zitrone oder Essig plus Aloe Gel plus etwas Öl (auf 1 L Wasser). Aloe Gel werde ich direkt von der Pflanze nehmen, wir haben viele Aloe Veras. Ich bin mir nur nicht sicher wie viel Öl ich nehmen soll. Und vor allem welches... Ich bin da dankbar für jeden Rat! Ich würde jetzt zu Kokosöl tendieren, aber das fällt aus, weil ich ja mit kaltem Wasser nachspüle und das Öl bei der Temperatur nicht mehr flüssig ist. Und soll ich dann nur die Spitzen spülen? Oder alles? Mhm. Wie man auf dem oberen Foto sieht, sind meine Haare am Ansatz und auch sonst eigentlich ziemlich gesund und gut von der Struktur her. Nur die Spitzen sind halt trocken. Aber die schneide ich regelmäßig ab und bald müssten die trockenen Enden fort sein. Ich muss dazu sagen, meine Haare wachen wie Frühlingsgrün nach dem ersten Regen. Super schnell. Im Moment trage ich die Haar stufig, spitz zulaufend zur Mitte hin. Und sie reichen mir bis zum Popo :). Ich finde die Naturpflege für die Haare wundervoll. Sie tut mir und meinen Haaren wirklich gut, sie nährt uns. Wenn es sich ergibt, dann machen wir nochmal Bilder von durchgekämmten Haaren. ? Hier meine Beschreibung, wie und womit ich meine Haare wasche und pflege.

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