Totally Veg! - vegetarische Rezepte

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Totally Veg! vegetarische Rezepte

Meine vegane Woche - 13. - 19.11. 2017

20. November 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 13. - 19.11. 2017 Montag Diese Woche war anstrengend und die Zeit war dicht gedrängt. Entsprechend waren meine Mahlzeiten auch einfach und wenig fotogen, aber ich denke, ein realistischer Einblick in einen veganen Speiseplan ist doch auch mal interessant, oder? Montag gab es mexikanischen Reis, scharfe Kidneybohnen und Guacamole. Dienstag Das unattraktiviste Foto überhaupt, mit Abstand und Auszeichnung und Mascherl. Aber diese Woche geht es um Realismus, nicht wahr? Jedenfalls ist Dienstag immer der Tag, an dem ich abends zu meiner Yogastunde gehe, und am späten Nachmittag davor esse ich gerne Oatmeal, weil es schnell geht und lecker schmeckt. Dafür zerdrücke ich eine reife Banane (unsere Wohnung durchzieht ständig ein  süßer Geruch, weil immer irgendwo Bananen vor sich hin reifen) und mische dann Haferflocken, Sojajoghurt, gemahlene Leinsamen und etwas Zimt hinein, dann gibt es noch ein paar gefrorene Beeren darüber. Mittwoch Mehr Termine! Abends gab es dann Reis, Brokkoli und ein indisches Linsen-Gericht. Wenn ich viel zu tun habe, bemühe ich mich, beim Kochen gleich die doppelte oder sogar dreifache Menge zu machen, so hat man für den nächsten Tag ein Mittag- oder Abendessen, ganz ohne Mühe. Donnerstag Ich bin spät nach Hause gekommen und M war unterwegs. Ich habe mir ein schnelles Abendessen gemacht - Reis mit Gemüse. Das Gemüse war eine tiefgekühlte Wok-Mischung, die ich einfach in der Pfanne aufgetaut und mit Knoblauch, Sojasauce und Ingwer gewürzt habe. Fertig! Freitag Ich habe von einem Kollegen netterweise eine großen Sack Walnüsse geschenkt bekommen. Sie schmecken super und ich esse gerne eine kleine Handvoll einfach als Snack. Habt ihr eine Idee für ein gesundes Rezept mit Walnüssen?  Samstag Meine Eltern haben sehr knapp nacheinander Geburtstag und zu diesem Anlass haben wir einen schönen Abend im Stiftskeller St. Florian verbracht, wo es eine umfangreiche vegane Menükarte gibt. Ich habe mit meinem Vater Süßkartoffel Dippers mit Mayonnaise geteilt, danach gab es Seitanschnitzerl mit Kartoffelsalat und als Nachtisch haben M und ich Topfenknödel mit Beerensauce und Maronipalatschinken mit Eis geteilt. Es war ausgezeichnet und danach bin ich ins Bett gerollt. Sonntag Während einer Laufrunde haben meine Mama und ich über unser Weihnachtskeks-Projekt gefachsimpelt (ich denke beim Laufen ständig ans Essen, ich weiß nicht, wie es euch geht!). Seit ich klein bin, backen meine Mama und ich jedes Jahr gemeinsam Kekse, seit ich vegan lebe, gibt es eben die vegane Variante. Heuer sollen es Linzeraugen, Vanillekipferl, Zimtsterne, Rumkugeln und Spekulatiustrüffeln werden. Wisst ihr schon, was ihr heuer backen werdet? Ihr könntet Ideen in meinem Buch Weihnachten Vegan sammeln, oder ihr entdeckt die Keks-Rezepte hier am Blog. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Urlaub in Toronto, Niagara Falls, Detroit und Ohio

13. November 2017 Totally Veg! 

Urlaub in Toronto, Niagara Falls, Detroit und OhioVor zehn Jahren haben mein Mann M und ich in Ohio studiert und dort sehr gute Freunde kennengelernt. Wir sind seitdem in Kontakt und haben uns auch 2013 wiedergesehen. Da das nun schon wieder vier Jahre her ist, wurde es Zeit für einen Besuch und so sind M und ich im September nach Nordamerika aufgebrochen, mit einem Abstecher nach Kanada. Es war ein toller Urlaub und wir hatten Glück mit dem Wetter - es war richtig heiß, wir hatten viele Tage weit über 30 Grad, und für uns war das vor dem Herbst und Winter eine gute Gelegenheit, Sonne zu tanken. Gestartet sind wir in Toronto, eine unserer liebsten Städte überhaupt (gleichauf mit London!). Toronto hat das "Großstadt-Feeling", aber ist trotzdem überschaubar, sicher und ist von wunderbarer Natur und dem riesigen Lake Ontario umgeben.   Toronto Financial District Street Art in Toronto Wir haben in einem sehr gemütlichen Bed & Breakfast übernachtet, das ich euch nur ans Herz legen kann. Pauline und Jeff vom Elliott House Bed & Breakfast sind wunderbare Gastgeber und man hat nach einem langen Tag in Toronto das Gefühl als würde man nach Hause kommen. Ich habe Pauline vorab geschrieben, dass M und ich vegan leben, und sie hat für uns Sojamilch, Hummus und vegane Muffins zum Frühstück gekauft, an einem Morgen hat sie uns sogar vegane Waffeln gemacht. Da wir mit dem Auto unterwegs waren, haben wir den Parkplatz genutzt, der zwar extra zu bezahlen ist, aber dessen Erlös an ein Tierheim geht, was uns natürlich besonders freut. Das Bed & Breakfast von außen Vegane Waffeln mit Banane und natürlich Ahornsirup Unser erster Weg in Toronto ging zu Doomie's, einem veganen Junk-Food-Restaurant - anders kann man es nicht bezeichnen. Hier sucht man Clean Eating oder Salate vergeblich, stattdessen gibt es Burger, Frittiertes und allerlei Kalorienbomben. Es war göttlich! M hat den den Fried Chicken Burger bestellt, ich den normalen Chicken Burger, und obwohl beides ausgezeichnet war, waren die Pommes dort nicht von dieser Welt und ich träume noch heute von ihnen. Als Dessert teilten wir uns einen riesigen, warmen Chocolate Chip Cookie, der in einer heißen Pfanne mit Vanilleeis serviert wird. Rückblickend war es ein Fehler, so viel zu essen, da uns beiden dann leicht unwohl war, aber ich würde den gleichen Fehler wohl wieder machen. Chicken Burger Fried Chicken Burger Chocolate Chip Cookie mit Eis Auch ein Highlight in Toronto war sicher das ebenfalls rein vegane Restaurant Fresh, wo es viele frische Salate, Wraps und Suppen gibt. Wir waren dort gleich zwei Mal essen und es war unser liebstes Restaurant in Toronto. M hat sich in den Buffalo Chicken Wrap verliebt, ich fand den Thai Salat mit Erdnussauce und Tofu super.  Buffalo Chicken Wrap Salat mit Tofu und Erdnussauce In Toronto selbst kann ich euch die tolle Aussicht vom CN Tower nur empfehlen, gleich daneben befindet sich die stylishe Steamwhistle Brewery, wo man in schönster Kulisse ein veganes Bier und eine eingelegte Gurke genießen kann.  Steamwhistle Brewery Außerdem lohnt sich ein Ausflug in den Distillery District, in dem man in schöner Atmosphäre bummeln und essen kann. Wir haben in einem kleinen Bistro indische Wraps und Kichererbsen-Salat gegessen. Kichererbsen-Salat Wrap mit Kartoffeln und Chutney gefüllt Ein absolutes Highlight ist auch ein Abstecher auf die Toronto Islands, den vor Toronto gelagerten Inseln. Man hat nicht nur einen fantastischen Ausblick auf Toronto, sondern auch einen wunderschön angelegten Park, der zu langen Spaziergängen einlädt. Weiter ging es zu den Niagara Fällen. Auf dem Weg dorthin hielten wir in St. Catharines, einem Ort etwa 20 Minuten vor den Wasserfällen, für ein Mittagessen an. Dort kehrten wir in das vegane Restaurant Rise Above ein. Wir bestellten Mac and Cheese mit Kale Caesar's Salad und ein Tempeh Bacon Sandwich. Alles ganz ausgezeichnet! Im Anschluss ging es für ein Dessert über die Straße in den veganen Donut-Laden Beechwood Doughnuts, wo man die Qual der Wahl hat. Der Bananen-Kokos-Donut ist einer der besten Donuts, die ich je gegessen habe! Wenn ihr die Niagara Fälle mit dem Auto besucht, kann ich euch einen kurzen Abstecher nach St. Catharines nur empfehlen, da die Gegend direkt rund um die Wasserfälle leider sehr touristisch und wenig vegan-freundlich ist. Die Wasserfälle selbst sind aber wunderschön und absolut beeindruckend! Kale Caesar's Salad Mac and Cheese Tempeh Sandwich mit hausgemachten Pommes Donuts! Schoko, Banane-Kokos, Peanutbutter & Jelly und Snickerdoodle Die Horseshoe Falls mit meterhoher Gischt Die Fälle bei Nacht - auch sehr beeindruckend! Unsere Tour führte uns dann weiter nach Cedar Point, ein großer Vergnügungspark direkt am Lake Erie gelegen. Der Ort bezeichnet sich auch selbst als "Roller Coaster Capital of the World" und das mit gutem Grund. Während andere Vergnügungspark wie Disney eher viel Wert auf das Theming legen, stehen in Cedar Point die schnellen, riesigen Achterbahnen im Vordergrund. Wer auf Nervenkitzel steht, für den zahlt sich der Besuch jedenfalls aus! Und auch als Veganer muss man nicht verhungern, es gibt ein (überschaubares) veganes Angebot im Park. Wir sind bei Melt eingekehrt, die mit veganem Burger und Käsesandwich aufwarten, vorab gab es noch frittierten Tofu. Sehr deftig, aber gut! Obwohl bereits die Halloween-Feierlichkeiten in Cedar Point im vollen Gange waren, war es unglaublich warm und so haben wir den Sommer wirklich verlängern können. Frittierter Tofu mit Dip Veggie Burger Sandwich Grilled Cheese mit Zwiebel Danach ging es Richtung "zweite Heimat", nach Bowling Green, Ohio, wo wir 2007 studiert haben. Für M und ich ist es jedes Mal wie Heimkommen, wir haben dort sehr prägende und schöne Erinnerung gesammelt. In Bowling Green nahmen uns Freunde in Empfang und es war ein sehr herzliches und fröhliches Wiedersehen. Kennt ihr das Gefühl, wenn man jemanden nach langer Zeit trifft und es sich aber so anfühlt, als wäre man nie getrennt gewesen? Wir haben viel Zeit mit unseren Freunden verbracht (wir haben zwei verschiedene Familien besucht), und wir haben es sehr genoßen, mit ihnen zu plaudern, zu lachen, Filme anzusehen und einfach den Alltag zu teilen. Für uns ist es eine große Bereicherung, mit ihnen befreundet zu sein, auch wenn wir uns alle wünschen, uns öfter zu sehen. Unsere Freunde leben übrigens nicht vegan, aber sind sehr interessiert und hilfsbereit, und so haben wir immer ausgezeichnet gespeist. Hier haben wir früher gewohnt! An einem Abend waren wir in einem extrem schnuckeligen Örtchen essen (es sieht orginal aus wie den Gilmore Girls entsprungen). In einem Diner haben unsere Freunde einen veganen Bohnen-Burger für uns ausfindig gemacht, der zwar seltsam aussieht, aber sehr gut geschmeckt hat. Und wie in den USA so üblich waren die Portionen riesig. Grand Rapids Veganer Bohnen-Burger mit Pommes und Salat Ein Mittagessen haben wir in einem Restaurant verbracht, das nur Bowls serviert, die man sich selbst zusammenstellt, mit sehr vielen veganen Optionen. Die Erdnussauce war eine Wucht und der Tofu so lecker! Man sieht, dass die vegane Lebensweise am Vormarsch ist, wenn man auch in kleinen Städten so tolle Angebote findet. Wenn ihr je in der Gegend nahe der großen Seen in Michigan und Ohio seid, kann ich euch einen Besuch direkt an die Great Lakes nur wärmstens ans Herz legen. Die großen Seen sind das, was das Wort sagt: Groß. Man fühlt sich, als würde man am Meer stehen und jeder See bei uns kann dagegen wirklich einpacken. Wir haben eine Schiffahrt auf die beliebte Insel Put-In-Bay unternommen, die süße Souvenirshops, Restaurants und Bars und wunderschöne Natur bietet. Das Wetter war grandios, wir hatten eine Jause eingepackt und sind mit unseren Freunden mit einem Golfmobil über die Insel gedüst. Abends sind wir dann verschwitzt, müde, aber sehr glücklich noch bei Taco Bell eingekehrt, wo man übrigens sehr einfach veganes Fastfood bekommt! Rückblickend war das wohl mein liebster Tag unserer Reise und ich bin sehr dankbar für die schöne Erinnerung an diesen heißen Spätsommertag. Restaurants und Shops auf Put-In-Bay mit den allgegenwärtigen Golfmobilen  Natur auf Put-In-Bay Ein Strand voll mit Muscheln auf Put-In-Bay Unser Picknick: Tofurkey-Sandwich mit Gurkerl und Senf, dazu Maischips, Mandeln und frische Zwetschken. Taco Bell: Unsere liebste Wahl ist der Seven Layer Burrito mit Bohnen statt Beef und ohne Käse oder Sour Cream. Dazu bestellen wir gerne Kartoffeln und Reis. Ein anderes Highlight, das wir mit Freunden verbracht haben, ist ein Besuch auf einer Fruit Farm. Dort gibt es neben frischen Äpfel und riesigen Kürbissen auch liebevoll gestaltete Dekoration zu bestaunen - ich war im Herbst-Himmel, es war herrlich kitschig! Dazu gibt es einen entzückenden Markt, wo man allerlei selbstgemachte Produkte erwerben kann, und das Angebot, auch selbst Äpfel zu pflücken. Man bekommt einen großen Sack, den man bis zum Anschlag mit selbstgepflückten Äpfeln füllen kann. Normalerweise ist das nur am Wochenende möglich, und wir waren an einem Montag dort - als die nette Besitzerin allerdings hörte, das unsere Freunde extra mit Besuchern aus Österreich da waren, machte sie für uns eine Ausnahme. Und so haben wir in der schönen, goldenen Septembersonne Äpfel von den Bäumen geholt, ganz alleine auf dem Feld. Ich habe eine neue Lieblingssorte: Jonathan! Die waren riesig, knackig und süß-säuerlich und am besten schmecken sie frisch vom Baum und noch warm von der Sonne. Auf dem Weg von Ohio nach Detroit blieben wir noch eine Nacht in Ann Arbor, einem schönen College-Städtchen in Michigan, das wirklich sehr vegan-freundlich ist. Hier haben wir in The Lunchroom gegessen. M hat ein Tempeh Sandwich bestellt, ich hatte Mac and Cheese und als Abschluss gab es noch hausgemachtes Eis (Mint-Chocolate Chip und Erdbeer). Ann Arbor war nett, aber leider hatten wir etwas Pech und landeten in einem muffigen, abgewohnten Motel, in dem unser Zimmer streng nach Putzmittel roch. Irgendwie gehört das aber scheinbar zu unserem Urlaub dazu, da wir in jedem Urlaub mit einem Hotel Pech haben. Heute lachen wir aber natürlich schon darüber! Die Innenstadt in Ann Arbor Am Campus der riesigen University of Michigan Mac and Cheese Tempeh Bacon Sandwich mit Chips und Gurkerl Eis zum Dessert: Erdbeer und Mint Chocolate Chip Abschließend waren wir noch in Detroit und sind dort in einem sehr netten Bed & Breakfast geblieben. Auch hier war ein Frühstück dabei, und nach einem E-Mail gab es hier auch reichlich veganes Essen für uns: Kokos-Joghurt, vegane Muffins, verschiedene Sorten Pflanzenmilch, Hummus, Avocado, frische Früchte und sogar Clif-Bars. Wir haben das Frühstück hier sehr genossen! Detroit sieht man zwar noch an, das es eine zeitlang nicht besonders floriert hat, aber es ist doch wieder am Aufstieg. In vielen Gebäuden sind kleine Coffee Shops oder Restaurants angesiedelt. Zu Abend haben wir bei PJ's Lagerhouse gegessen, einem Pub mit guter veganer Auswahl. Das Pub ist schon unter Zeiten der Prohibition in Betrieb gewesen und ist zwar etwas abgewohnt, dafür sehr charmant und mit herzlicher Bedienung. Ich habe das Banh Mi bestellt, ein vietnamesisches Sandwich mit Tofu, M hatte den Burrito. Beides war ausgezeichnet, mein Favorit war aber sicher das Banh Mi. Nahe Detroit liegt das Henry Ford Museum, das ich auch sehr empfehlen kann. Es geht hier zwar in erster Linie um Autos, aber damit auch um einen großen Teil amerikanischer Geschichte. Es sind tolle alte Fahrezeuge und Leuchtreklamen ausgestellt, man kann die Autos der US Präsidenten bewundern, in einem orginalen Diner aus den 1950ern Kaffee trinken, oder im Bus von Rosa Parks auf ihrem Platz sitzen. The Inn on  Ferry Street Frühstück im Bed & Breakfast  Downtown Detroit Downtown Detroit Tofu Banh Mi Burrito mit Bohnen, Gemüse und Queso Henry Ford Museum Henry Ford Museum: Der historische Bus, in dem Rosa Parks ihren Platz nicht für Weiße geräumt hat Henry Ford Museum Picknick nach dem Museum: Eine Auswahl von Whole Foods und Trader Joe'

One Pot Mexikanische Pasta mit PepUpLife {Sponsored}

9. November 2017 Totally Veg! 

One Pot Mexikanische Pasta mit PepUpLife {Sponsored}Habt ihr schon die Produkte von PepUpLife entdeckt? PepUpLife stellt pflanzenbasierte, vollwertige Lebensmittel her und bietet Sprossen zum Selberziehen, Bohnennudeln und Produkte auf Algenbasis. Eine österreichische Firma, die den Markt mit ihren gesunden, leckeren und veganen Produkten bereichert, toll! PepUpLife hat sich mit mir zusammengetan, um euch ein paar der Produkte vorzustellen und euch Gusto auf mehr zu machen - und zu gewinnen gibt es auch etwas! Hier seht ihr eine Auswahl an Bohnennudeln und den Sprossen von PepUpLife. Ich bin ein großer Fan von Sprossen, da sie Salaten, Wraps und Sandwiches geschmacklich einen gewissen Kick geben, sie so hübsch aussehen und die Mini-Pflanzen sehr gesund sind. Am allerliebsten ziehe ich meine Sprossen selbst! Es ist einfach sehr befriedigend, die Sprossen beim Wachsen zu beobachten und festzustellen, dass sie jeden Tag ein wenig größer geworden sind. Außerdem wohne ich in einer Wohnung ohne Garten und habe sonst kaum Gelegenheit, irgendetwas anzubauen. Schon als Kind habe ich in leeren Verpackungen Kresse gezüchtet und war jedes Mal entzückt, wenn ich die ersten grünen Spitzen entdeckt habe. PepUpLife macht es einem sehr einfach, Sprossen zu ziehen, und erspart einem auch die Suche nach passenden Containern dafür. Im Siebbecher füllt man einfach Wasser ein und los geht das fröhliche Wachsen. Ich stelle mir das toll vor im Büro, so hat man einerseits eine gesunde Zugabe zum Mittagessen und andererseits den Spaß, seine eigenen Sprossen zu züchten (vielleicht sollte man den Sprossen aber nicht übermäßig beim Wachsen zusehen, das könnte im Büro den Chef stören). Ich habe hier für euch den Sprossenbeutel kurz vor der Ernte fotografiert. Der Sprossenbeutel sieht im ersten Moment aus wie ein Teebeutel, in dem die Samen der Sprossen schlummern. Ihr erweckt sie zum Leben, in dem ihr den Beutel zunächst einweicht, und dann für etwa zwei bis drei Tage auf einem Teller keimen lässt, dabei spült man sie jeden Tag einfach etwas ab und versorgt sie so mit Wasser. Es ist wirklich nicht aufwändig und es ist so spannend, wie jeden Tag die Sprossen größer werden, am Schluss ist der Beutel praktisch kurz vorm Bersten! Ich habe sie dann auf einem Brot gegessen, in diesem Fall waren es Radieschen-Sprossen, die angenehm scharf sind. Sehr lecker auf einem Avocado-Sandwich! Dann gab es für mich noch eine Premiere mit PepUpLife: Ich habe zum ersten Mal Bohnennudeln probiert! Ich liebe ja Kohlenhdydrate in jeder Form und darum ist der Low-Carb- und glutenfreie Trend an mir auch spurlos vorübergegangen. Pasta habe ich bisher in der klassischen Form aus Hartweizengrieß gegessen (dafür in der Vollkorn-Variante). Aber warum nicht mal was Neues probieren? Besonders angesprochen haben mich die Nudeln aus roten Linsen, vor allem wegen der hübschen Farbe. Diese Penne bestehen aus roten Linsen und etwas Reismehl, was sie also nicht nur komplett glutenfrei macht, sondern auch ihren Eiweiß-Gehalt ordentlich nach oben kurbelt. Das macht sie gerade für Sportler und alle, die gerne etwas mehr gesundes pflanzliches Eiweiß in ihre Ernährung einbauen wollen, besonders interessant. Geschmacklich sind sie nicht sehr unterschiedlich zu regulärer Pasta, die Konsistenz ist ein wenig anders, aber das auch kein Grund, der mich davon abhalten würde, sie zu essen. Ich finde Bohnennudeln eine schöne Abwechslung zu Pasta aus Weizen! Aber kommen wir jetzt dazu, was ich mit den Bohnennudeln angestellt habe, oder? Ich bemühe mich sehr, unter der Woche gesund zu kochen - vollwertig, mit viel Gemüse und wenig Fett. Unter der Woche muss es abends vor allem schnell gehen, weil ich nach einem langen Tag im Büro wirklich keine Lust habe, auch noch stundenlang am Herd zu stehen. Dafür perfekt ist diese One Pot Mexikanische Pasta, die ich mit Penne aus roten Linsen von PepUpLife zubereitet habe. Man schnippelt ein paar Zutaten, wirft wortwörtlich alles in einen Topf und in wenigen Minuten ist das gesunde, köstliche Abendessen fertig! Und sogar der Abwasch beschränkt sich auf ein Minimum. Perfekt! Außerdem eignet sich das Essen auch super für Gelegenheiten, wenn glutenfreie Freunde mitessen. Möchtet ihr gerne die leckeren Produkte von  PepUpLife probieren? Für einen glücklichen Gewinner stellt PepUpLife ein schönes Paket mit Sprossen und Bohnennudeln zusammen! Hinterlasst mir unter diesem Artikel dazu einfach einen Kommentar bis zum 16.11., warum ihr das Paket gerne gewinnen möchtet, der Gewinner wird dann am Tag darauf hier per Zufall gekürt und verkündet! Falls ihr bei Google kein Konto habt, bitte schreibt einen Namen oder ein Pseudonym dazu, das ich euch dann eindeutig zuordnen kann (z.B. euren Vornamen und euren Wohnort). Das Gewinnspiel ist offen für Teilnehmer aus Deutschland und Österreich. Viel Glück!   One Pot Mexikanische Pasta mit Bohnennudeln (für 3 - 4 Portionen) 250 Gramm Red Lentil Penne 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt 1 Paprika, in Stücken  2 Zehen Knoblauch, gepresst 150 Gramm Mais 1 Dose Kidney-Bohnen, abgeleert und die Bohnen abgewaschen 1 Dose Tomaten in Stücken 1 1/­­2 EL gemahlener Cumin 2 TL Oregano 1/­­2 EL Chili-Pulver (optional) 1 veganer Bouillon-Würfel 400 - 500 ml Wasser Salz Edel-Hefeflocken Frischer Koriander Los geht's: Alle Zutaten (bis auf Hefeflocken und frischen Koriander) in einen Topf geben und mit 400 ml Wasser übergießen und zum Kochen bringen. Ohne Deckel etwa 8 - 10 Minuten köcheln lassen, dabei häufig umrühren, so lange, bis die Pasta weich ist (ihr könnt noch etwas Wasser hinzugeben, falls die Nudeln noch etwas Flüssigkeit brauchen). Sind die Nudeln durch, den Topf von der Herdplatte nehmen und etwa 3 - 5 Minuten stehen lassen, damit sich die Sauce setzt. In der Zwischenzeit den Koriander waschen und schneiden. Jede Portion mit etwas Edel-Hefeflocken bestreuen und mit Koriander servieren! Disclaimer: Gesponserter Artikel, danke an PepUpLife für die Zusammenarbeit. Meine Meinung ist trotzdem die meine! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 30.10. - 5.11.2017

6. November 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 30.10. - 5.11.2017 Montag Heute gab es meine Version einer Buddha Bowl, weil in meinem Kühlschrank Gemüse übrig war, für das mir kein anderes Rezept einfallen wollte. Eine Buddha Bowl besteht aus verschiedenen rohen oder gekochten Gemüsesorten, einem Getreide wie Reis oder Quinoa und einer Sauce. In meinem Fall habe ich Süßkartoffel zubereitet, Brokkoli mit Zwiebel und Sojasauce angebraten, ein Tzatziki mit Sojajoghurt gemacht und dazu gab es Naturreis und Cocktailtomaten. Sehr lecker!   Dienstag Einer meiner liebsten Tage des Jahres: Halloween! M und ich haben uns daheim eine pikante Platte gemacht, mit veganem Käse, Wurst, Räuchertofu-Schnecken, Erdäpfelkas, Weintrauben, Oliven und Essiggurken. Die passende Beleuchtung hat unser selbstgeschnitzter Kürbis, den wir Ludwig getauft haben, geliefert. Mittwoch Ich habe bei einem Lauf versucht, ein paar der Halloween-Kalorien zu verbrennen, dabei hat es dann auch zu nieseln begonnen und ich war heilfroh, wieder in der warmen Wohnung zu sein. Wir haben uns dann die Reste vom Abend schmecken lassen, danach gab es ein Schläfchen und am Abend TV-Serien und heißen Tee. Ein perfekter Feiertag! Donnerstag M und ich hatten noch frei, und obwohl unsere To-Do-Liste mit so spannenden Dingen wie Recyling-Müll entsorgen, Keller entrümpeln und den Kleiderschrank sortieren gefüllt war, haben wir kurzerhand entschlossen, dass uns diese Aufgaben nicht davonlaufen. Es war ein sonniger Tag in Salzburg, und wir haben stattdessen das schöne Wetter genossen. Mittagessen waren wir bei Uncle Van, wo man sehr gut und günstig vegan essen kann, danach gab es noch einen Kaffee und einen Kürbis-Schoko-Kuchen im GustaV. Gut, dass wir den Tag so genutzt haben - man muss nicht immer pflichtbewusst sein! Freitag Ich habe meine Eltern in Linz besucht, und Papa Totally Veg! lässt sich dann nie lumpen und kocht ordentlich auf, wie ein Risotto auf einem roten Spiegel aus Roten Rüben und Meerrettich, dazu gab es Brokkoli. Außerdem habe ich einen Adventkalender gekauft, in der Chocotega in der Linzer Landstraße gibt es verschiedene zur Auswahl - meiner ist mit Pralinen und Nougat gefüllt und ich bin sehr nett und teile mit M. Vielleicht. Samstag Ich habe den Tag in Linz verbracht, Mittagessen waren wir im Fu Cheng, die unglaublich gute Nudeln machen, danach gab es noch Torte in der Traditionskonditorei Jindrak, die seit kurzem eine vegane Option haben. Außerdem habe ich zu viel Geld für Laufbekleidung ausgegeben, mit der ich aber eine Riesenfreude habe und habe mich mit tausenden anderen durch den IKEA geschoben und die Weihnachtsdeko beäugt. Schön war's! Sonntag M und ich haben schon ewig kein Curry mehr gegessen, was uns aber beiden sehr gut schmeckt. M wünscht sich immer Kartoffeln und Kichererbsen hinein, bei mir muss es Brokkoli sein. Ich mache das Curry recht einfach mit einer Sauce fertiger Curry-Paste, etwas Kokosmilch, ungesüßter Mandelmilch, Zitronensaft und Agavendicksaft, gebratenem Zwiebel und Knoblauch, darin koche ich zuerst die Kartoffeln fast weich, die Kichererbsen dürfen auch schon dazu. Der Brokkoli kommt erst gegen Ende hinein, damit er noch schön Biss hat, dazu gab es Jasmin-Reis. Für uns ein richtiges Wohlfühlessen, in das mich mich hineinlegen könnte, was aber nicht zu empfehlen ist, weil man die Flecken der Curry-Paste nie wieder herausbekommt. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 16. - 22. Oktober 2017

23. Oktober 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 16. - 22. Oktober 2017 Montag Die Woche fängt am besten mit gleichermaßen schnell zubereitetem wie köstlichem Essen an, findet ihr nicht auch? Ich hatte noch Refried Beans eingefroren (dabei werden Pinto-Bohnen mit Zwiebel, Knoblauch und Gewürzen sehr weich gekocht und dann gestampft), und habe die als Füllung in Wraps gestrichen, M hat sie dann auf unserem Sandwich-Grill knusprig getoastet. Dazu gab es einen knackigen Salat. Mit so einem Abendessen ist der Montag nur halb so schlimm! Dienstag Das vermutlich hässlichste Foto, das je auf einem Blog gesichtet wurde - aber ich möchte hier ja ehrlich sein. Am Dienstag zu Mittag gab es Haferbrei (auch als "Overnight Oats" bekannt), den ich mit feinblättrigen Haferflocken, einer gestampften Banane, Sojajoghurt, Zimt, Leinsamen und gefrorenen Himbeeren anrühre. Zwar hat die Kreation dann die Farbe der Tischplatte, aber ich schwöre, das ist wirklich gut! Ich esse das sehr gerne zu Mittag, vor allem, weil man es am Vorabend schnell zubereiten kann. Mittwoch Esther, mein liebstes Internet-Schwein, deren Abenteuer ich auf Facebook verfolge, hat leider keine gute Woche. Esther ist eine Internet-Sensation - ihre beiden Papas haben sie als vermeintliches Mini-Schwein bekommen und dann schnell festgestellt, dass die liebe Esther nicht zu wachsen aufhört. Tatsächlich ist Esther ein ausgewachsenes Schwein, die aber trotzdem bei ihren beiden Papas bleiben durfte (und die Familie lebt mittlerweile vegan, auch hier ist Esther der Grund dafür). Auf Facebook erzählen sie aus Esther's Perspektive von ihren Abenteuern. Der armen Esther geht es momentan nicht gut, und während Tierartzpraxen auf Meerschweinchen, Hunde und Katzen ausgelegt sind, fehlt einerseits die notwendige Erfahrung mit Schweinen, die nicht einfach zu Speck verarbeitet werden, wenn es ihnen nicht gut geht, und andererseits die Ausrüstung, die man für eine Lady von Esthers Ausmaßen benötigen würde. Die beiden Papas von Esther bemühen sich sehr, ihr eine möglichste gute Behandlung zukommen zu lassen, doch leider gestaltet sich das teilweise schwierig - während eine Behandlung in den USA einfacher wäre, ist es nicht gar so leicht, das kanadische Schweinchen über die Grenze und wieder zurück zu bekommen. Weil sie kein Hund und keine Katze ist, sondern in die Kategorie "Nutztier" fällt, und  daher die "Canadian Food Inspection Agency" für sie zuständig ist, wenn sie die Grenze überqueren sollte. Das muss man sich vorstellen: Man hat ein Familienmitglied, das zutraulich und intelligent wie ein Hund ist, das aber offiziell als Essen eingestuft ist, das nur so viel wert sein soll, wie die Anzahl Würstchen, die man aus jemandem machen kann. Ich habe diese Woche oft an Esther gedacht, und auch an all die anderen Schweine auf dieser Welt, die es nicht so gut haben wie sie. Donnerstag Euch ist sicherlich aufgefallen, dass ich mir mein Essen täglich ins Büro mitnehme. Oft koche ich am Vortag mehr, um dann auch gleich unsere Lunchboxen aufzufüllen, manchmal bereite ich auch extra etwas vor (und momentan gibt es gerne Haferbrei, siehe oben). Gelegentlich reiße ich auch einen Beutel Tiefkühl-Gemüse auf (hier eine Wokmischung), schnippsle etwas frische Gemüse und Nüsse dazu und gebe eine fertige Sauce darüber (Sweet-Chili-Sauce oder auch süß-saure Sauce). Mit Reis dazu ein wirklich schnelles und leckeres Mittagessen! Freitag M und ich haben uns eine kleine Auszeit gegönnt und sind ins Hotel Alpendorf im Salzburger Land gefahren (übrigens nicht gesponsort, aber ich erzähle es euch trotzdem gerne). Dort heißt man auch vegane Gäste gerne willkommen! Gestartet haben wir den Kurzurlaub mit einem Soja-Latte und Kuchen, perfekt! Nach einer Runde im Pool und im Dampfbad haben wir das mehrgängige Abendessen eingenommen. Mousse von der Strauchtomate Ofenkartoffel mit Dip und Gemüse Samstag Wir hatten Glück mit dem Wetter und haben das fabelhafte Herbstwetter für einen Ausflug genutzt. Am Nachmittag haben wir dann hungrig eine Jause im Hotel eingenommen, die uns aber nicht den Hunger auf's Abendessen verdorben hat! Jause: Ravioli mit Pesto Gefüllter Paprika mit Kräutersauce Buchtel mit Vanillesauce Sonntag Zurück daheim erwartete mich eine schöne Überraschung: Eine Flasche veganer Baileys! Ganz neu auf dem Markt und exklusiv im Online-Shop von Veganz erhältlich, besticht diese Sorte einerseits natürlich mit der veganen Rezeptur auf Basis von Mandeln und andererseits mit dem schönen Design (die Flasche schimmert auch ganz zart). Veganz war so nett und hat mir eine Flasche geschickt, danke! Ich habe ihn noch nicht probiert, aber sagen wir es so - ich schleiche seitdem an der Flasche vorbei und überlege mir jeden Morgen, ob es zu viel des Guten wäre, wenn ich mir einfach einen Schuss Baileys in meinen Kaffee kippe. Aber ich habe noch etwas Willenskraft über und möchte den Baileys am liebsten über Vanilleeis probieren, so mochte ich Baileys früher auch am liebsten. Ich berichte euch natürlich sofort, wenn ich die Flasche geköpft habe! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Birnen-Crumble mit Amaretto

9. Oktober 2017 Totally Veg! 

Birnen-Crumble mit AmarettoEs war still hier am Blog! Wer mir auf Instagram folgt, der weiß, dass M und ich auf Urlaub waren. Drei Wochen in Nordamerika, den Kopf ausschalten, herrlich! Wir waren in Kanada und haben außerdem liebe Freunde in den USA besucht. Leider sehen wir einander aufgrund der großen Distanz sehr selten, aber dafür ist es umso schöner, wenn wir endlich wieder Zeit miteinander verbringen können. Wir hatten eine tolle Zeit, haben viel gelacht und den Sommer verlängert - das Thermometer hat sich über zwei Wochen nicht weit weg von den 30 Grad bewegt und so haben wir noch intensiv Sonne getankt und waren viel draußen. Natürlich haben wir auch viel und sehr gut gegessen und hier am Blog wird es bald einen Reisebericht geben!  Vorher möchte ich aber noch ein Rezept mit euch teilen, das von meiner Reise inspiriert wurde und perfekt zum Herbstwetter passt. Wir waren mit unseren Freunden an einem sonnigen Nachmittag auf einer Farm und haben Äpfel gepflückt - und ja, das war genau so idyllisch wie es sich anhört! Ich habe dort einige extrem gute Äpfel gegessen, noch warm vom Sonnenschein. Natürlich war die Ausbeute groß und um die Äpfel zu verarbeiten, habe ich am Abend für die ganze Meute Apple Crumble gemacht. Für elf Personen habe ich zwei riesige Auflaufformen zubereitet, grob angelehnt an mein Rezept hier. Apple Crumble ist eine Art Auflauf aus Äpfeln mit braunem Zucker und viel Zimt, mit einem süßen, knusprigen Topping aus Haferflocken. Ich musste etwas improvisieren, da meine Freundin keine Waage hat (wie in den USA üblich, misst sie ihre Zutaten in Cups), aber ganz ehrlich, die Äpfel waren so gut, dass man ohnehin nicht viel falsch machen konnte. Und der Crumble hat wirklich wunderbar geschmeckt, noch warm aus dem Ofen und mit etwas veganem Vanilleeis serviert. Alle haben brav aufgegessen und der Sohn meiner Freundin ist erst zu Bett gegangen, als versprochen wurde, ihm noch eine Portion für den nächsten Tag aufzuheben. Mit dieser schönen Erinnerung im Kopf bekam ich wieder Lust auf Crumble, habe allerdings im Supermarkt nicht so schöne Äpfel gefunden wie auf der kleinen, idyllischen Apfel-Farm, die wir besucht haben (wen wundert das jetzt?). Stattdessen habe ich eine weitere Variation an Crumble entdeckt - mit Birnen. Und Amaretto! Eine wunderbare Mischung. Der Amaretto unterstreicht das zarte Aroma der Birnen und der Crumble ist ein süßer Nachtisch, aber auch nicht zu mächtig, man kann ihn also getrost am Ende eines Menüs servieren. Ich finde, dass Birnen so schöne Herbstfrüchte sind, dass ich ihnen einfach ein Dessert-Rezept widmen musste. Wie bei Crumble üblich, schmeckt auch dieser am besten warm mit etwas veganem Vanille-Pudding oder Vanille-Eis und mit Freunden geteilt. Birnen-Crumble mit Amaretto (für etwa 6 Portionen) Für das Obst: 1 kg Birnen 2 EL Zitronensaft 30 Gramm brauner Zucker 1/­­2 TL Zimt 4 - 5 EL Amaretto Für das Topping: 100 Gramm Haferflocken (Feinblatt) 50 Gramm Mehl 50 Gramm brauner Zucker 1/­­2 TL Zimt 2 - 3 EL Mandelmilch (oder eine andere pflanzliche Milch) Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Birnen waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. In eine Auflaufform füllen (z.B. für Lasagne) und mit Zitronensaft, Zucker, Zimt und Amaretto mischen. Das Obst dann glatt streichen. Für das Topping alle Zutaten miteinander vermischen, die Masse sollte saftig, aber nicht flüssig sein und es sollten sich Klumpen formen lassen (sollte es zu flüssig sein, lasst es ein paar Minuten stehen, die Haferflocken weichen auf). Die Masse über das Obst bröseln und im Ofen bei 180 Grad etwa 38 - 45 Minuten backen, bis das Topping goldbraun ist und die Birnen weich sind. Noch warm mit etwas Eis oder Pudding servieren. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 28. 8. - 3. 9. 2017

4. September 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 28. 8. - 3. 9. 2017 Montag Am Montagabend gab es mein derzeitiges Lieblingsessen: Nudeln mit cremiger Spinatsauce. Dafür püriere ich einfach tiefgefrorenen (und natürlich aufgetauten) Spinat mit ungesüßter Mandelmilch, Cashewmus und Edelhefelflocken. Ich könnte mich hineinlegen! Darüber streue ich großzügig meinen selbstgemachten Parmesan aus Cashews, Edelhefeflocken und Salz. Auch Popeye würde das sehr gut schmecken! Dienstag Ich habe von daheim aus gearbeitet und Reste gegessen - so sieht es auch irgendwie aus. Es war noch mexikanischer Reis übrig, dazu habe ich ein paar Reste von Linsen in Tomatensauce geworfen, und damit es nicht so eintönig aussieht, ein paar einsame Erbsen aus dem Tiefkühler. So aufregend wie die Beschreibung ist auch das Bild geworden, aber es war wirklich gut! Mittwoch Ich habe mich endlich dazu überwunden, die Broschüre der AMA (die in Österreich erzeugte Agrarprodukte bewirbt und fördert, allerdings davon fast ausschließlich Milch und Fleisch) anzusehen, die Kindern erklären soll, woher Fleisch kommt. Die Broschüre stieß bereits vor ihrer offiziellen Publikation auf heftigen Widerstand und wurde dann auch gar nicht veröffentlicht. Trotzdem finde ich es spannend, was die AMA sich überlegt hätte, um Kindern Fleisch schmackhaft zu machen. Herausgekommen ist ein Märchen, das wirklich sehr gelungen ist - wenn man gerne LSD nimmt, schlechte Texte liest und mit der richtigen Welt noch nie in Kontakt gekommen ist, dann ist es genau das Richtige für einen. Ehrlich: Es ist wie erwartet nicht nur komplett verlogen (die Tiere freuen sich alle so darauf, dass sie jetzt bald Würste und Schnitzel werden), es ist auch richtig schlecht gemacht mit Dialogen und Zeichnungen, die vielleicht ein Zweijähriger toll findet, aber sicher kein Kind im lesefähigen Alter. Die AMA denkt offensichtlich, dass nicht nur die Eltern, sondern auch die Kinder absolute Idioten sind. Und natürlich ist es auch richtig unheimlich: Da flüstert das skateboardfahrende Schwein dem Kind zu, dass es jetzt ,,weg muss, aber das Kind nicht traurig sein soll, weil sie sich bald wiedersehen... auf dem Teller. Wie abartig ist das denn? Vielleicht gibt es als nächstes ein hübsches Bilderbuch für Serienmörder von der AMA, da könnten sie zumindest die Texte beibehalten. Wer dieses Machwerk gerne lesen will, ich habe es hier angesehen. Donnerstag Ich liebe diese Weintrauben in der Sorte ,,Cotton Candy - die sind so gut! Sie schmecken und riechen tatsächlich leicht nach Zuckerwatte. Mein Mann M rümpft zwar das Näschen, aber der mag auch keine Zuckerwatte. Ich hingegen finde sie toll! Freitag Abends gab es ein absolutes Wohlfühlessen: Nudeln mit Pilzsauce und Knoblauchbrot. Besser kann das Wochenende wirklich nicht starten! M hat in der Vergangenheit Schwammerl (Pilze für euch Nicht-Österreicher) gehasst, aber nach dieser cremigen Sauce leckt er sich buchstäblich alle zehn Finger. Am besten genießt man dieses Gericht an einem Freitagabend auf der häuslichen Couch, herrlich! Samstag M und ich haben uns vollmotiviert auf unsere übliche Laufstrecke geworfen, obwohl die Wettervorhersage uns davon abhalten wollte. Schon nach wenigen Minuten hat sich die Vorhersage natürlich bewahrheitet und wir waren bald komplett durchnässt. Wir gehen zwar gerne gemeinsam laufen, aber im kalten Regen herumzuspringen macht wirklich keinen Spaß. Darum ging es nach aufregenden 1.5 gelaufenen Kilometern ab nach Haus unter die warme Dusche. Und was tut man, wenn vom Sport abgehalten wird? Genau, man stopft sich bei einem asiatischen Buffet voll - zumindest machen wir das! Nach einer spontanen Eingebung hatten wir beide Lust auf Frühlingsrollen und obwohl das Buffet vor Fleischgerichten nur so übergeht, gibt es doch einiges für vegane Gäste. Sonntag Ich habe es doch noch geschafft, meine Laufrunde zu drehen! Der Himmel hat lange genug aufgerissen, damit ich im Trockenen laufen konnte. M musste leider mit Schnupfnase zurückbleiben, dem hat der Regen am Vortag den Rest gegeben. Nach dem Lauf gab es für uns beide eine große Schüssel warmes Oatmeal (oder Porridge oder Haferbrei) mit Banane, Mandelmilch, viel Zimt und Walnüssen. Am Nachmittag habe ich endlich (endlich!) mein Rezept für russischen Zupfkuchen perfektioniert. Beim ersten Versuch ist er in der Mitte flüssig geblieben, beim zweiten Versuch hatte die Füllung die Konsistenz von Radiergummi, aber beim dritten Versuch hat es nun geklappt. Das Rezept gibt es bald hier am Blog, ihr dürft gespannt sein.   Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegan in Stockholm

20. August 2017 Totally Veg! 

Vegan in StockholmM und ich haben uns einen großen Wunsch erfüllt: Gemeinsam nach Stockholm zu reisen. Ich war 2011 schon beruflich in Stockholm und war trotz des kurzen Aufenthalts von der Stadt begeistert. M war seitdem sehr neidisch und konnte meine schwedische Schwärmerei nur schwer ertragen. Und nun konnten wir die Stadt endlich gemeinsam besuchen! Abgeflogen sind wir vom Flughafen München, und nach einer aufreibenden, staureichen Anreise mussten wir etwas essen. Zum Glück gibt es im Terminal 2 einen Hans im Glück Burgergrill, der mit mehreren veganen Burgern aufwartet. Der Besuch war so, wie man es bei dieser Kette gewohnt ist - schneller, freundlicher Service, leckere Burger, nur die Pommes hätten etwas knuspriger sein können. Mit vollen Bauch ging es dann nach Stockholm und weiter in unser Hotel, das Mornington Stockholm City. Ich fand das Hotel sehr schön, es ist liebevoll und individuell dekoriert (überall stehen Bücher herum!), und es ist für Stockholm auch nicht zu teuer. Vom Hauptbahnhof ist man etwa 20 Minuten unterwegs, zum Hafen etwa 10 Minuten.  Da an unserem ersten Tag das Wetter strahlend schön war, machten wir uns auf den Weg in eines der coolsten Restaurants: Hermans Vegetarian Restaurant. Dieses rein vegane Restaurant bietet ein Buffet, im Sommer wird am Wochenende gegrillt und man kann im wunderschönen Garten sitzen. Da das Hermans auf einem Hügel liegt, hat man einen herrlichen Blick auf Stockholm und sieht die großen Kreuzfahrtschiffe an einem vorbeiziehen. Wir hatten Glück und ergatterten den perfekten Platz und aßen vom Buffet, bis wir wirklich nicht mehr konnten. Besonders gut haben uns das frischgebackene Brot und die veganen Fleischbällchen geschmeckt, aber eigentlich war alles ausgezeichnet! Besonders bei gutem Wetter ist das Hermans eine unbedingte Empfehlung, wir schwärmen heute noch davon.  Aussicht von Hermans Vegetarian Restaurant Garten im Hermans Vegetarian Restaurant Am nächsten Morgen stärkten wir uns beim Frühstück im Hotel. Wer gerne süß und vegan frühstückt, hat dort Glück: Es gibt neben Mandel- und Sojamilch auch Sojajoghurt und viel Auswahl an Müsli und Obst. M isst lieber Pikantes am Morgen und musste mit der veganen Margarine Vorlieb nehmen.  Dann sind wir aufgebrochen, um eine Bootstour durch Stockholm zu machen. Ich liebe Bootsfahrten und Stockholm sieht vom Wasser aus noch schöner aus! Nach der Bootsfahrt stand uns der Sinn nach etwas Süßem - wie gut, dass es in der Stockholmer Altstadt eine vegane Bäckerei gibt! In der Naturbageriet Sattva findet man Zimtschnecken, Schoko-Croissants und allerlei andere süße Verführungen. Besonders die Zimtschnecken sind eine Wucht!  Am späten Nachmittag wollte ich gerne Pizza essen und wir spazierten zur Pizzeria O'Mamma Mia, von der ich viel Gutes gelesen habe. Das Restaurant ist zwar nicht rein vegan, bietet aber eine große vegane Karte. Das Essen war... in Ordnung. M bestellte den Kebap-Teller, ich die Capricciosa-Pizza. Der Kebap-Teller war ganz gut, aber wir haben schon bessere und liebevoller zubereitete Kebap-Teller in anderen Restaurants gegessen. Die Pizza war insgesamt wenig gewürzt, der vegane Käse hat alles übertönt, die Tomatensauce war nicht herauszuschmecken. Das Essen war nicht wirklich schlecht, aber auch nicht besonders gut, und da O'Mamma Mia in einer eher abgelegenen Gegend liegt, würde ich nicht noch einmal hingehen. Klarer Fall von Overhype! Abends belohnten wir uns dann aber mit etwas sehr Dekadentem: Ben & Jerry's hat die veganen Eissorten in Schweden bereits auf den Markt gebracht, und wir konnten daran wirklich nicht vorbeigehen. Die Sorte Peanutbutter & Cookies ist fabelhaft, aber es war doch etwas heftig für zwei Personen... Und wo wir gerade bei dekadenten Desserts sind, der Supermarkt ICA hat vegane Chokladbollar! Hinter diesem Namen verbirgt sich eine klassische schwedische Süßspeise -schokoladige Kugeln mit Haferflocken und Kokos, unglaublich köstlich. Und nein, wir haben nicht Eis und Chokladbollar gegessen, das wäre sogar uns zu viel! Am nächsten Tag stand das Vasa-Museum am Programm - ein Museum rund um ein dort ausgestelltes Schiff, das 1628 auf der Jungfernfahrt gesunken ist. Vorher dachte ich mir, dass wir auch bei diesem Museum einem Hype erliegen - wie spannend kann ein einzelnes Schiff schon sein? Es stellte sich heraus: Sehr spannend. Das Museum ist wirklich beeindruckend. Die Vasa ist riesig und ich hatte ständig die Titelmelodie von "Fluch der Karibik" im Kopf, während wir das Schiff bestaunten. Absolute Empfehlung! Wir waren bald am Morgen dort und hatten Glück, noch vor den Touristen-Bussen mit der Vasa alleine zu sein. M und ich sind große Fans von Vergnügungsparks und wir wollten uns Gröna Lund in Stockholm nicht entgehen lassen. Gröna Lund ist der älteste Vergnügungspark in Schweden und ein beliebtes Ausflugsziel für die Stockholmer am Wochenende. Die schönen Buden und liebevoll gestalteten Fahrgeschäfte sorgen für eine tolle, nostalgische Rummelplatz-Atmosphäre! Nach einer wilden Fahrt haben wir langsam Hunger bekommen und wir stellten uns mental auf eine Portion Pommes ein - immerhin sind Vergnügungspark nicht besonders vegan-freundlich! Zur Sicherheit habe ich noch mein Handy gezückt, um zu ergoogeln, ob es in Gröna Lund veganes Essen gibt - und zu meinem großen Erstaunen gibt es auf der Website einen eigenen Abschnitt nur über die veganen Optionen (zwar auf schwedisch, aber es ist zu erraten)! Wir entschieden uns für Burger, sogar komplett mit veganem Käse, auf den mich die Bedienung extra aufmerksam gemacht hat! Außerdem gibt es noch Jackfruit-Tacos, vegane Pizza, Milkshakes... auch als Veganer kann man es sich in Gröna Lund gut gehen lassen. Als Nachtisch gab es noch ein veganes Eis von Langnese ("Choice"), das ich an jedem Eisstand und in jedem Supermarkt gesehen habe, es ist wirklich köstlich! Nach Gröna Lund waren wir erschöpft und da es auch etwas regnete, haben wir eine Verschnaufpause im Hotel eingelegt. Abends meldete sich trotz Burger und Eis doch noch der Magen und M hatte die geniale Idee, in ein Pub in der Nähe zu gehen. Im O'Learys, Pub und Sportsbar, gibt es eine Auswahl an veganen Gerichten, und die Pubs sind in ganz Schweden zu finden. Als wir dort ankamen, war das Pub bummvoll mit fußballbegeisterten Fans. Die Kellnerin quetschte uns auf einen kleinen Tisch und für einen Moment hatte ich Zweifel, ob es eine gute Idee war, als Veganer in so ein Pub zu gehen. M bestellte den BBQ-Burger und ich den Nacho-Teller. Zu den Getränken bekommt man frische Popcorn, die mit Kokosöl gemacht sind, wie uns die nette Kellnerin unaufgefordert erklärte. Mittlerweile hatten wir uns an den Trubel im Pub gewohnt und bei einem kühlen Bier ist es auch leichter, mit den Fans mitzufiebern - zumindest so lange, bis unser Essen am Tisch stand. Ich hatte mir einiges vorgestellt, aber so tolles Essen habe ich nicht erwartet! M's BBQ-Burger war herrlich, mit veganem Fleisch und knusprigen Pommes, und mein Nacho-Teller ging nur so über vor Bohnen, Fleisch, Sourcream, Käse, Guacamole und knusprigen Nachos. Die Portionen waren auch mehr als üppig und danach waren wir sehr satt und glücklich. Schade, dass es das O'Learys bei uns nicht gibt! Sorry für das nicht besonders gute Fotos - aber zwischen all den Fußball-Fans war ich etwas gehemmt, lange herumzufotografieren! Am letzten Tag spazierten wir durch Stockholm, genossen das schöne Wetter und gingen natürlich auch noch essen! Das Hermitage ist ein kleines vegetarisches Restaurant in Gamla Stan (der Altstadt, übrigens gleich schräg gegenüber der Naturbageriet Sattva) mit einem übersichtlichen, aber köstlichen Buffet. Bei unserem Besuch war nur ein Gericht nicht vegan, und alles war köstlich! Außerdem ist es im Hermitage günstig zu essen (und unser Geldbeutel hat nach einigen Tagen Stockholm schon etwas unglücklich gewirkt!). Gerade für Touristen ist es super gelegen. Das war unser Besuch in Stockholm! Ich liebe die skandinavische Metropole und wir hatten eine tolle Zeit dort. Wir hatten es sehr leicht, veganes Essen zu finden, ich habe das Gefühl, das die modernen Schweden die vegetarische Alternative oft zugunsten von veganen Optionen einfach überspringen. Leider bin ich jetzt noch mehr in Schweden verliebt und ich befürchte, dass wir bald einen Roadtrip durch Schweden unternehmen müssen, zumindest, um dieses tolle Eis wieder essen zu können. Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 31. Juli - 6. August 2017

7. August 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 31. Juli - 6. August 2017 Montag M und ich mussten zu Ikea fahren, um einige Dinge für unsere Wohnung zu besorgen. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe in so großen Möbelhäusern immer mit Müdigkeit zu kämpfen - vermutlich bin ich überfordert mit den tausenden Duftkerzen und Geschirrtüchern. Da brauche ich eine Stärkung, wie gut, dass es bei Ikea mittlerweile vegane Bällchen gibt, die wir natürlich mit Pommes essen. Dienstag Es war diese Woche unglaublich heiß in Salzburg, und mit "heiß" meine ich 36 Grad. Uff. Da hatte ich Lust auf frisches Obst (und eine kalte Dusche). Ich esse momentan sehr gerne Trauben, und Wassermelone ist natürlich ein Dauerbrenner! Mittwoch Mit einer Freundin habe ich das GustaV in Salzburg besucht, wo ich ein tolles Sellerie-Schnitzerl mit Kartoffelsalat gegessen habe! Und anschließend habe ich meinen ersten Kurkuma-Latte mit Sojamilch getrunken, sehr interessant. Habt ihr das schon einmal getrunken? Donnerstag Es ist immer noch heiß, heiß, heiß. Zum Abendessen gibt es nur noch Dinge, die man nicht kochen muss, in diesem Fall meine grüne Gazpacho und einen Caesar's Salat. Was esst ihr bei dieser Hitze? Freitag Was gibt es Besseres an einem heißen Sommertag, als ein Eis zu essen? Zum Glück sind wir momentan in Österreich sehr verwöhnt mit veganem Eis. Es gibt eine mittlerweile große Auswahl in Biomärkten und Supermärkten (die beste Auswahl gibt es bei Spar). Hier esse ich gerade Kaffee-, Vanille- und Erdbeereis mit einer großzügigen Portion Schokosauce. Habt ihr übrigens schon gehört, dass es noch dieses Jahr das vegane Eis von Ben & Jerry's auf dem österreichischen Markt geben soll? Ich habe es letztes Jahr in den USA probiert und freue mich schon sehr darauf! Samstag Nach einem tollen Lauf am Morgen (unglaublich, dass ich Ex-Sportmuffel das sage!) gab es zu Mittag die Belohnung: Ein Mittagessen im Stiftskeller St. Florian. Zwar kein veganes Restaurant, gibt es dort aber eine unglaublich tolle Auswahl an veganen Speisen, die alle kreativ, köstlich und groß dimensioniert sind. Wir gehen dort sehr gerne hin und freuen uns jedes Mal, wenn der vegane Abschnitt der Speisekarte noch ein wenig größer geworden ist. Gegessen haben wir das Seitan-Schnitzerl mit Pommes, Gnocchi mit Pilzrahmsauce und Salat und als Dessert Topfenknödel mit Marillenkompott und Eispalatschinken. Alles war ausgezeichnet, aber die Eispalatschinken sind legendär! Sonntag Salat, Salat, Salat. M und ich essen gerne riesige Schüsseln voll mit Grünzeug, und dieser hier hat uns besonders gut geschmeckt: Blattsalat, Tomaten, Gurke, Kidneybohnen, Kartoffeln, Tofu und Caesar's Dressing. So lecker und gesund und schnell gemacht (vor allem, wenn der brave Ehemann schnippelt). Eine interessante Erfahrun haben wir auch noch gemacht: Wir haben vegane Würstel ausprobiert, von einem Fleisch-Hersteller aus Deutschland (und ja, ich kaufe auch vegane Produkte von veganen und nicht-veganen Produzenten, genauso wie ich vegane Produkte in einem gewöhnlichen Supermarkt kaufe). Um es kurz zu machen: Diese Würste waren nicht gut. Ich konnte nicht mehr als zwei Bissen essen, die Konsistenz war einfach zu gummiartig. Es gibt zum Glück einen Haufen toller veganer Würstel da draussen auf dem Markt, und ehrlich, wenn man eine Wurst verdammt, weil sie einem nicht schmeckt, ist das nicht besonders clever - es gibt mittlerweile so viel Auswahl! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 3. - 9. Juli 2017

10. Juli 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 3. - 9. Juli 2017 Montag Ich gehöre ja zu den Leuten, die im Supermarkt einkaufen. Kein Wochenmarkt, kein Greißler von nebenan, keine Food-Co-Op, kein Tante-Emma-poliert-die-Karotten-von-Hand-Markt. Ich gehe gelegentlich in den Biomarkt oder ins Reformhaus, weil der Tofu von dort besser schmeckt und es Grünkohl gibt, aber ich kaufe den Großteil meiner Lebensmittel im Supermarkt ein. So, ich habe mich geoutet. Der Grund ist ganz einfach: Angebot und Zeit. Es gibt in meiner Stadt zwar einen Wochenmarkt, der aber an einem Donnerstag stattfindet, ich morgens wirklich keine Zeit habe und der nachmittags verschwunden ist, und das Angebot dort besteht großteils aus Fleisch und Käse. Lange Rede, kurzer Sinn: Als Supermarkt-Käuferin freut es mich dann umso mehr, wenn ich auch im Supermarkt regionales Obst und Gemüse ergattere, wie diese süßen, saftigen, traumhaften Marillen (Aprikosen für die Nicht-Österreicher). Als besonderes Goodie werden in meinem Supermarkt Bananen, sobald der erste schwarze Punkt auf ihnen auftaucht, sofort um 50% reduziert. Super für Smoothies, Oatmeal oder Bananenbrot, ich beschwere mich sicher nicht! Dienstag Auf der A1 (einer wichtigen Autobahn in Österreich) ist ein Tiertransporter verunglückt und hat 7000 Hühner abgeladen. Die Autobahn war stundenlang gesperrt, während die Feuerwehr die Hühner eingefangen hat. Im Radio wurde über den Stau berichtet und über Chicken Wings gewitztelt, aber warum eigentlich so viele Tiere eng aneinander gepfercht in einem Transporter sein müssen und ob das vielleicht etwas mit den spottbilligen Fleischpreisen zu tun hat, wurde nicht erwähnt. Wären es doch Hunde gewesen, dann wäre der Aufschrei perfekt! Mittwoch Wenn man mit ehemaligen Arbeitskollen den Sonnenschein genießt und etwas später nach Hause kommt, dann ist es wunderbar, wenn man noch leckeres Essen eingefroren hat. In diesem Fall wurden die Refried Beans (eine mexikanische Bohnenpaste) aus dem Tiefkühler wiederbelebt und mit Reis, Guacamole, Salat und Tortilla-Fladen serviert. Ich finde es so praktisch, wenn man Selbstgekochtes eingefroren hat! Donnerstag In unserem Haushalt gibt es oft und gerne Salat, gerade M könnte jeden Tag Salat essen - das habt ihr in meiner veganen Woche sicher schon zur Genüge festgestellt! Mit hinein müssen immer Bohnen, Kartoffeln und als neueste Entdeckung gab es eingelegten Tofu-Feta. Habt ihr den schon mal probiert? Wir finden den köstlich. Die Tofu-Würfel sind pikant mit Olivenöl eingelegt und schmecken wunderbar! Freitag Ich bin ja eine brave Einkaufslisten-Schreiberin, ansonsten komme ich mit drei Lollis und einer Packung Klopapier heim und habe den Rest vergessen. Umso ärgerlicher, wenn die Dinge, die man so brav auf die Liste geschrieben hat, gerade nicht im Supermarkt erhältlich sind. Da steht man nun und soll improvisieren (hungrig war ich auch schon). Eigentlich sollte es Nudeln mit Schwammerl-Sauce geben, da es unsere bevorzugten Schwammerl (Pilze) aber nicht gab, habe ich nach laaaangem Hin und Her ein veganes "Hacksteak" in die Sauce geworfen. Wenn man bedenkt, dass ich nach der Enttäuschung vor dem leeren Regal schon so kurz davor war, mich ohne irgendwas zu kaufen beleidigt daheim auf die Couch zu legen, bin ich sehr stolz auf mich! Es war köstlich.  Samstag M und ich waren im GustaV frühstücken, einem wunderbaren kleinen veganen Cafe in Salzburg. M aß ein mediterranes Sandwich mit Hummus, geröstetem Gemüse und Tofu und ich bestellte ein Sandwich mit hausgemachten Cashew-Käse, Pesto und Tomaten. Herrlich! Ich hätte gerne jeden Tag so ein gutes Sandwich. Sonntag Es war sehr heiß an diesem Wochenende und um unsere Kräfte zu schonen, gab es ein kühles Abendessen - Sommerrollen! Mit viel Gemüse, Tofu, Nudeln und Kräutern belegt man sich Reispapier und rollt das Ganze zu einer köstlichen Rolle, die man in reichlich Dip taucht. Meine Rollen sind meistens zu voll, um sie zu schließen, M's Rollen hingegen sind nur mit Nudeln und Tofu gefüllt. So hat jeder seine Eigenheiten! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Veganer Familienausflug nach Hamburg

2. Juli 2017 Totally Veg! 

Veganer Familienausflug nach HamburgMeine Mama hat letztes Jahr einen runden Geburtstag gefeiert. Und schon wie bei M's und meinem Papa gab es statt Geschenke, die eh keiner braucht, eine gemeinsame Reise. Dieses Mal sollte es nach Hamburg gehen - M und ich haben uns letztes Jahr ein wenig in die Hansestadt und den besonderen Flair verliebt und vermuteten, dass es meiner Mama dort auch gut gefallen würde. Wir haben richtig vermutet, soviel sei schon verraten.   Begonnen hat die Reise mit einem kleinen Schrecken: Jemand hat meinen Koffer vom Förderband am Flughafen entführt. Mein Gesicht wurde immer länger, als mein Koffer nach endlosen Minuten nirgendwo zu sehen war, und nur ein anderer, ähnlicher Koffer einsam seine Kreise am Förderband zog. Schließlich war klar: Da hat jemand die Koffer verwechselt und ist mit meinem aus dem Flughafen marschiert. Einen Besuch bei Lost & Found und der Versicherung, dass mein Koffer sicher wieder zu mir zurückkehrt ("der wird schon merken, dass das nicht seiner ist!"), blieb mir nichts anderes übrig, als ohne Gepäck Richtung Hotel zu fahren. Hunger hatten wir auch schon und so konnte mich nur ein Besuch bei Loving Hut aufheitern. Letztes Jahr hatten wir dort Pech, da leider geschlossen war, heuer war ich sehr froh, dort endlich essen zu können. Das Essen war gut (auch wenn es nicht der beste Loving Hut war, bei dem ich jemals war), der Service freundlich und das Restaurant ist in einer netten Seitenstraße gelegen. Ich bestellte veganes Fleisch mit Gemüse und Erdnussauce. Das "Fleisch" war sehr lecker und zart, nur die Erdnussauce hätte mehr nach Erdnüssen schmecken können. M bestellte gebratene Nudeln und war damit ganz zufrieden, aber hätte sich etwas intensiveren Geschmack gewünscht. Die Sommerrollen hingegen waren ausgezeichnet. Als Dessert teilten wir uns mit meinen Eltern den Bananensplit und die Schokoladentorte, beides war herrlich! Und während des Desserts läutete schließlich auch mein Handy, dass mein Koffer wieder zurück am Flughafen war. Der "Entführer" des Koffers, dem die Sache wahnsinnig unangenehm war, ließ es sich auch nicht nehmen, mir meinen Koffer persönlich zum Hotel zu bringen - Ende gut, alles gut. Am nächsten Morgen unternahmen wir eine Hafenrundfahrt, die mich als Alpenländlerin, aufgewachsen fernab von jedem Hafen, sehr fasziniert - eine ganz eigene Welt! Da störte auch der Regen nicht. Danach ging es weiter zu Peter Pane auf vegane Burger. Dieser Burgerladen bietet vier verschiedene vegane und auch mehrere vegetarische Burger an. Die Burger sind wirklich, wirklich gut und ich esse besonders die Sauce dort sehr gerne (die Mayo zu den Pommes ist von Haus aus vegan!). Da es draußen gerade schüttete, ließen wir uns Zeit mit dem Essen und brachen dann bei Sonnenschein auf, um über die Sternschanze zu bummeln. Obwohl wir vom Burger noch sehr voll waren, etwas Eis hat doch immer Platz und die veganen Sorten bei der Eisbande zwinkerten mir zu. Ich entschied mich für Snickers und Vanille, M für Mousse au Chocolate und Snickers. Obwohl wir ja mittlerweile mit veganem Eis sehr verwöhnt sind, fand ich das Eis wirklich köstlich und sehr cremig. Besonders die Sorte Snickers hat es uns angetan! Abends kehrten wir nach einem langen Stadtbummel nochmal ins Loving Hut ein, um die vegane Pho zu kosten. Pho ist eine traditionelle vietnamesische Suppe mit Gemüse und Nudeln. Die Suppe im Loving Hut war zwar gut, aber ich fand sie für Pho etwas zu fad und bevorzuge mein eigenes Rezept.  Tags darauf ging es in das Miniatur Wunderland, der weltgrößten Modelleisenbahn. Es gibt dort so viel zu entdecken und ich bewundere die Detailliebe, mit der diese Welt gebaut wird. Allerdings empfiehlt es sich, wirklich bald hinzugehen, denn es wird später am Tag unglaublich voll. Wir sind schließlich geflüchtet, um das Musical "Der König der Löwen" anzusehen. Ich habe es zum zweiten Mal gesehen und finde es einfach großartig. Ich bin mit dem Disney-Film aufgewachsen und darum hat die Geschichte um Simba einen besonderen Platz in meinem Herzen.  Abends ging es schließlich noch in das Café Miller, einer gemütlichen Kneipe in St. Pauli. Dort aßen wir vegane Sandwiches und Kartoffelsuppe und einen der besten veganen Käsekuchen - es war der perfekte Abschluss des Tages! An unserem letzten Tag stiegen wir noch auf die Sankt Michaelis Kirche - dem "Michel"- hinauf, von dort hat man einen tollen Ausblick über die Stadt und man vergisst fast die gefühlten tausenden Stufen, die man gerade überwunden hat. Danach ging es auch schon zurück zum Flughafen, und der ist in Hamburg recht veganfreundlich, man findet vor der Sicherheitskontrolle zahreiche vegane Snacks und nach der Sicherheitskontrolle habe ich auch noch veganes Sushi erspäht. M und ich entschieden uns dann aber für eine recht ungewöhnliches Sandwich - Kartoffelbrötchen, Avocado, Sprossen und Apfelmus. Hört sich ein wenig seltsam an, war aber sehr gut! So ging ein schöner Familienausflug zu Ende und meinen Eltern hat es sehr gut gefallen - das war ja die Hauptsache. Ich finde Hamburg toll und werde sicher nicht das letzte Mal dortgewesen sein. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 12. - 18. Juni

19. Juni 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 12. - 18. Juni Montag Schon ewig nicht mehr gegessen: Linseneintopf mit Spinat, Kartoffeln und Reis. Und ja, ich esse gerne Kohlenhydrate. Entgegen dem, was die Low-Carb-Bewegung so unwissenschaftlich in die Welt posaunt, machen Kohlenhydrate weder dick noch bekommt man von ihnen Diabetes. Dienstag Und mehr Kohlenhydrate... hier in Form von einem mexikanischem Kartoffeleintopf mit Mais und Naturreis. Vielleicht bräuchte ich ein "Ich liebe Carbs"-Tattoo? Oder sollen wir einen Carb-Club gründen? Wer ist dabei? Mittwoch Der Tag vor einem Feiertag - herrlich! Ein falscher Freitag also. Darum gibt es etwas Üppigeres - Nudeln mit veganem Hackfleisch und Pilzen, darüber viel, viel Cashewparmesan. Donnerstag Pünktlich um 7 Uhr Früh sind M und ich aus dem Bett gerollt. An einem Feiertag! Wo bleibt mein Applaus? Jedenfalls stand eine Wanderung am Plan und nachdem die Jause eingepackt war, ging es auch schon ins Salzburger Land, wo wir zum Tappenkarsee wanderten. Der Tappenkarsee ist ein schöner Bergsee, dessen Pracht man sich aber vorher durch Schweiß und schmerzende Wadeln beim Weg nach oben verdienen muss! Nachdem wir noch ein wenig höher gewandert sind, haben wir einen tollen Ausblick über den See gehabt, und ich habe mich daran erinnert, dass ich mit leichter Höhenangst gesegnet bin. Was mir nach wie vor ein absolutes Rätsel ist, ist das Essen auf den Hütten. Wir waren bei zwei, und bei einer gab es gar nichts (null! nada!) ohne Fleisch, bei der anderen war die vegetarische Option ein mickriges Käsebrot. Alle, die dort eingekehrt sind, haben sich also nach der anstrengenden Wanderung nach oben Würste und Speck und Käse ins System geknallt. Wie passt denn das zusammen? Kein Wunder, dass M und ich viele der Wanderer überholt haben, mit gesundem Essen im Bauch wandert es sich besser als mit einem Fettklumpen im Magen. Wir hatten übrigens belegte Brötchen, Nektarinen und Müsliriegel dabei. M und ich sind bei weitem keine geübten Wanderer, aber wir konnten trotzdem ein gutes Tempo vorlegen, was aber natürlich auch ein wenig anstrengend war (wie man an meinem roten Gesicht unschwer erkennen kann). Freitag Der EuGH hat entschieden, dass vegane Produkte nicht unter "Milch", "Butter" oder "Käse" verkauft werden dürfen, nachdem ein veganer Hersteller geklagt wurde, der seine auf Tofu-Basis hergestellte Butter als Tofu-Butter verkauft hat. Es dürfen nur Produkte mit diesen Bezeichnungen versehen werden, wenn sie aus "der normalen Eutersekretion von Tieren" stammen (das habe ich mir jetzt nicht ausgedacht). Kokosmilch ist die Ausnahme, weil... ich habe keinen Schimmer. Ist halt so. Nachdem ich diese Meldung gehört habe, und ich meine Augäpfel so weit in den Hinterkopf gerollt habe, dass ich jetzt noch Kopfschmerzen habe, habe ich lange überlegt, ob ich mich zu diesem Unsinn überhaupt äußern soll. Die Argumentation für dieses Urteil war nämlich, dass hier die Verwechslungsgefahr zum herkömmlichen Produkt gegeben ist. Ja klar, Abermillionen Konsumenten verzweifeln täglich nach dem Einkauf im Supermarkt, weil sie schon wieder Sojamilch und Tofuschnitzel gekauft haben - und die Veganer lachen sich ins Fäustchen, haha, da haben wir euch schön drangekriegt! Ernsthaft? Als würde jemand diese Produkte kaufen, wenn er nicht ganz genau weiß, was sie sind - nämlich gesündere und ethisch vertretbare Alternativen zur Eutersekretion von Tieren. Von mir aus können wir Sojamilch jetzt unter "ausgequetschte Bohnenpampe in Wasser" verkaufen, in diesem Fall spricht das Produkt für sich, nicht der Name. Wieder ein Versuch der Tierindustrie, den Fortschritt mit allen Mitteln aufzuhalten, denn was früher so war, darf niemals anders werden, es könnte ja der Geldfluss zum Erliegen kommen. Zum Glück gibt es nichts Mächtigeres, als eine Idee, deren Zeit gekommen ist - und diese rückständige Tierindustrie ist definitiv schon angezählt. Samstag Warum nicht mal völlern? Zunächst gab es Burger von Salzburg's erstem veganen Foodtruck, den Vleischpflanzerln. Köstlich, besonders der Hamburger mit der tollen Sauce ist eine Wucht! Ich bin froh, ihnen endlich begegnet zu sein. Und danach geht noch ein Eis... Eis geht immer. Das allseits beliebte Restaurant The Green Garden hat gleich neben dem Restaurant eine komplett vegane Eisdiele eröffnet. M hat sich für Kokos und Nougat entschieden, ich mich für Haselnuss und Schoko. Das Haselnuss-Eis war mein Favorit und hat mich an die Süßigkeit Giotto erinnert, aber es war alles sehr, sehr gut. Gerade perfekt für heiße Salzburger Sommer! Sonntag Der Tag hat mit einem gemeinsamen Lauf gestartet - ja, M und ich laufen jetzt zusammen! Nach einigen Anfangsschwierigkeiten (ich im absoluten Schneckentempo, er halb sprintend, halb gehend) haben wir uns zu einem gemeinsamen Tempo zusammengefunden. Mit jemandem zu laufen, ist so viel besser als alleine herumzutraben! Auch wenn wir oft nur nebeneinander herlaufen und uns wenig unterhalten, allein die Anwesenheit des anderen hilft schon. Am Nachmitag haben wir uns "What the Health" auf Netflix angesehen, der Film ist jetzt dort ganz neu verfügbar. Darin geht es um die gesundheitlichen Auswirkungen unseres Fleisch- und Milch-Wahns. Auch wenn für alte vegane Hasen wenig neue Infos enthalten sind, ich finde den Film trotzdem sehr gut gemacht, spannend und mit tollen und inspirierenden Persönlichkeiten. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Kurztrip nach Paris und Disneyland

8. Juni 2017 Totally Veg! 

Kurztrip nach Paris und Disneyland M und ich haben eine Woche Urlaub eingelegt und uns entschlossen, nach Paris zu fahren. Einerseits wollten wir der Stadt der Liebe einen Besuch abstatten, andererseits wissen treue Leser, dass M und ich uns gerne in Themenparks aufhalten und da steht Disneyland Paris natürlich ganz oben auf unserer Liste. Mir ist klar, dass Disney nicht jedermanns Geschmack ist, mittlerweile haben sich aber in unserem Leben Besuche in den Disney-Parks als Fixpunkte etabliert - letztes Jahr waren wir auch in dem Park in Kalifornien und zu unserer Hochzeitsreise sind wir sogar mit Disney in die Karibik gesegelt. Wir genießen die Atmosphäre, die zahlreichen liebevollen Details und natürlich die aufregenden Attraktionen dort, und da wir ja quasi ,,Stammgäste sind, ist eine unserer liebsten Beschäftigungen auch einfach ,,People Watching - auf einem Bänkchen sitzen, Kaffee in der Hand und dem Treiben in Ruhe zusehen. Für den Fall, dass es unter euch Leser gibt, die auch mal gerne Mickey und Minnie die Patschhändchen schütteln wollen - hier ein paar Eindrücke aus den Parks inklusive Tipps, wie man dort als Veganer nicht verhungert. In Paris wollte ich unbedingt nach Montmarte und dort die Wallfahrtskirche Sacre Coeur zu bewundern. Sacre Coeur ist ein ganz besonderer Ort, da man durch die erhöhte Lage einen umwerfenden Ausblick auf Paris hat und die Kirche im byzantinischen Stil erbaut ist, den man in unseren Breiten nicht so häufig sieht. Montmarte ist auch ein ganz entzückender Stadtteil von Paris, der voll ist mit kleinen Shops, Cafes und romantischen Gässchen. Gefrühstückt haben wir im veganen Coffeeshop Cloud Cakes, von dem ich schon viel auf Instagram gesehen habe. Unweit der großen U-Bahn- und RER-Station Châtelet - Les Halles findet sich diese kleine vegane Oase. Im Ernst: Im Gegensatz zu anderen großen Städten wie Berlin, Wien oder Londonhinkt Paris beim veganen Angebot noch hinterher. Es gibt zwar mittlerweile einige vegane Restaurants, aber die Auswahl ist bei weitem noch nicht so groß und gerade in regulären Restaurants oder Cafés ist ,,vegan noch ein absolutes Fremdwort. Cloud Cakes ist da Balsam auf der wunden veganen Seele und bietet in gemütlicher Atmosphäre köstliche Süßspeisen und auch pikante Gerichte an. Das Allerbeste am Cloud Cakes sind aber sicherlich die umwerfenden veganen Croissants, die knusprig, süß und natürlich schön fettig sind - laut M bestehen sie aus Fett und Luft und er meint das auf die bestmögliche Art. Es sind die besten Croissants, die ich jemals gegessen habe, vegan oder nicht! M hatte ein kleines Frühstück bestehend aus Croissant und Kaffee, ich bestellte das große Frühstück mit Brotkörbchen samt Schokoaufstrich, Marmelade und Margarine, Cappuccino, Orangensaft und dem obligatorischen Croissant. Wir saßen am Fenster, haben unsere Croissant mit Schokoaufstrich gegessen und den Lieferanten auf der Straße zugesehen. So stelle ich mir Paris vor! Am Nachmittag waren wir wieder hungrig und wir machten einen Zwischenstopp bei Chipotle, die ich aus den USA gut kenne. Dort gibt es frisch gerollte Burritos, vegan einfach mit Gemüse, Bohnen, Reis, Salsa und Guacamole. Zwar nicht gerade französisch, aber trotzdem sehr gut und sehr zentral gelegen. In Disneyland herrschten sommerliche Temperaturen und wir genossen das warme Wetter. Disneyland Paris ist leider noch nicht so vegan-freundlich wie andere Parks, aber generell ist die Qualität des Essens nicht besonders hoch. Wenn ihr dorthin fahrt, behaltet also im Kopf, dass euch keine besonderen kulinarischen Ergüsse erwarten, ihr aber gleichzeitig auch nicht verhungern werdet - auch als Veganer nicht. Aber ich bin ohnehin nicht wegen des Essens dort! Trotzdem hier ein paar Eindrücke der veganen Optionen, die wir so gegessen habe - schaut doch auch mal in meine anderen Berichte hinein oder werft einen Blick auf Instagram. Vorab die Menüs anzusehen, um herauszufinden, was die einzelnen Restaurants so anbieten, zahlt sich immer aus. Einige vegane Köstlichkeiten haben wir dennoch entdeckt, bitteschön: Ein veganes Sandwich hat sich gefunden, mit vielen Körndl'n drauf, reichlich belegt mit knackigem Gemüse und getrockneten Tomaten. Köstlich und füllend! Das Agrabah Café (im Stil von Aladdin & Co) bietet für Veganer in Disneyland Paris immer noch die beste Auswahl - hier gibt es eine reichhaltige Auswahl am orientalisch inspirierten Salat-Buffet und außerdem Reis, Couscous, Gemüse, Kartoffeln und natürlich jede Menge Hummus! M und ich lieben das Restaurant heiß. Salat mit Pommes ist irgendwie ein veganes Verlegenheitsessen, wenn es eben nichts anderes gibt, aber dieser Salat mit Linsen und Bulgur war wirklich gut. Und die Potato Wedges waren heiß und fettig, so wie sie sein sollen. Vapiano hat Einzug gehalten in Disney Village und macht es für Veganer nun viel einfacher! Ich liebe die Nudeln mit Tomatensauce und frischem Spinat und M schwört auf die Bruschetta Pizza ohne Käse. Wenn ihr schon in Frankreich seid, schaut doch mal in einem französischen Supermarkt hinein. Der Supermarkt-Riese Auchan ist eine RER-Station von Disneyland Paris entfernt und bietet doch schon einige vegane Köstlichkeiten  - wenn man sich erst an den beissenden Fischgeruch gewöhnt hat, der durch den Markt wabert. Ich finde die französischen Soja-Joghurts ausgezeichnet, M ist süchtig nach dem Schoko-Haselnuss-Pudding (der original wie Monte schmeckt) und auch die Kekse haben es uns angetan, die man übrigens auch in vielen Raststationen und kleineren Supermärkten bekommt. Für uns war es mal wieder ein schöner Ausflug mit Altbekanntem und vielen neuen Eindrücken. ? bientôt, Paris! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegane Kokostorte - wie Raffaello!

11. Mai 2017 Totally Veg! 

Vegane Kokostorte - wie Raffaello!Heute gibt es wieder mal etwas Süßes am Blog! Perfekt für alle Feiertage, Geburtstage, Mutter-, Vater- und Oma-Tage, oder sonstige Anlässe, an denen man sich das Leben versüßen sollte. Ich wurde für eine Familienfeier gebeten, eine Torte zu backen. Nach so einem Wunsch geistern mir dann länger Ideen für ein süßes Projekt im Kopf herum, bis sich schließlich eine davon durchsetzt, und dieses Mal hat eine Packung Kokosmilch in meinem Küchenkasten besonders laut geschrien: Eine Kokostorte sollte es sein. Luftig und leicht und süß und am besten geschmacklich ähnlich wie Raffaello, die ich früher sehr gerne gegessen habe. Und was soll ich sagen - für mich ist die Torte ein Volltreffer geworden. Ich finde sie mit dem lockeren Boden, der zart nach Kokos und Mandeln schmeckt und dem süßen, cremigen Topping wirklich köstlich, dazu passt besonders ein starker Kaffee - herrlich. Wenn ihr noch nicht überzeugt seid, folgendes darf ich euch noch erzählen: Ein Familienmitglied ist gerade (erfolgreich!) am Abnehmen und gönnte sich aber zum Anlass ein Stück der Torte. Nach dem ersten Bissen gab es folgende Reaktion: "Boah, die Torte ist so gut, da pfeif' ich auf jede Diät!"* Backen also auf eigene Gefahr, ich habe euch gewarnt. Kokostorte Für den Teig: 230 Gramm Mehl 50 Gramm Kokosraspeln 70 Gramm gemahlene Mandeln 150 Gramm Zucker 1/­­4 TL gemahlene Vanille (oder 1 Vanilleschote, Mark ausgekratzt) 1 EL Backpulver 1/­­2 TL Natron 1/­­2 TL Salz 80 ml Öl 300 Gramm Kokosmilch 2 EL Essig Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform (24 cm) mit Backpapier auslegen und an den Seiten einfetten.  Alle Zutaten bis auf Öl, Kokosmilch und Essig in einer großen Schüssel gut vermischen. Dann Öl, Kokosmilch und Essig hinzugeben und einen glatten Teig daraus rühren. Im Ofen etwa 30 - 40 Minuten backen, bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Teigs gestochen, sauber wieder herauskommt. Etwa 30 - 45 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig herauslösen und komplett auskühlen lassen. Für die Creme: 150 ml Sojamilch 2 EL Mehl (ca. 20 g) 100 Gramm pflanzliche Margarine, weich 50 Gramm Zucker 1/­­4 TL gemahlene Vanille (oder 2 Packungen Bourbon-Vanillezucker oder 1 Vanilleschote, Mark ausgekratzt) In einem Topf die Sojamilch mit dem Mehl auf niedriger Hitze unter ständigen Rühren mit dem Schneebesen erhitzen, so lange, bis ihr eine puddingartige Masse erhalten habt, die schwer vom Löffel tropft. Die Masse kühl stellen, um sie auf Raumtemperatur zu bringen. Die Margarine, den Zucker und die Vanille mit dem Handmixer gut verrühren. Dann die abgekühlte Sojamilch-Masse esslöffelweise hinzugeben und weiter ordentlich aufschlagen. Kurz kühl stellen (etwa 30 Minuten), damit die Creme etwas fester wird Zum Zusammensetzen: Erdbeermarmelade, fein passiert (oder eure liebste Marmelade) Kokosraspel Frische Beeren, gewaschen und gut abgetrocknet Die Torte oben gleichmäßig dünn mit Marmelade bestreichen. Die Creme auftragen, mit Kokosraspel bestreuen und nach Wunsch mit frischen Beeren belegen. Et voil?! *Das Familienmitglied hat anstatt "pfeifen" einen etwas deftigeren Kraftausdruck verwendet, um die Begeisterung zum Ausdruck zu bringen, aber eben jener ist wenig appetitanregend und wurde darum von mir ersetzt. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegane Müsli-Brötchen mit extra Protein!

19. April 2017 Totally Veg! 

Vegane Müsli-Brötchen mit extra Protein! In letzter Zeit habe ich meine Liebe zum Backen von Brot entdeckt. Es geht viel schneller als man denkt (wie dieses Rezept), und man weiß ganz genau, was im Brot drinnen ist. Ich backe am liebsten mit Vollkorn-Dinkelmehl und gebe Nüsse, Samen und viele Haferflocken in den Teig, damit das Ergebnis herzhaft und abwechslungsreich ist. Meistens backe ich am Wochenende und wir essen das Brot die Woche über - und es hat etwas unheimlich Beruhigendes, die  Wohnung mit Brot-Duft zu füllen und den frischen Laib aus dem Ofen zu holen. Gerade im Vergleich den Back-Automaten, die momentan überall wuchern, fällt mir die Qualität von Selbstgebackenem noch mehr auf - mein Brot ist auch nach mehreren Tagen noch frisch und saftig, was ich von dem im Supermarkt nicht gerade behaupten kann! Damit es nicht immer Brot ist, habe ich mich an Brötchen versucht (oder besser gesagt, an Weckerln, so wie wir Österreicher sie nennen). Eignen sich super für Sandwiches oder ein gemütliches Frühstück mit Aufstrich! Sie sind saftig, herzhaft und das Soja-Joghurt macht einen feinen Geschmack und gibt den Brötchen einen ordentlichen Eiweiß-Boost. Anstatt purer Haferflocken könnt ihr auch eine Müsli-Mischung verwenden mit Nüssen und Rosinen, was sicher auch durch die Süße sehr lecker ist - allerdings sind Rosinen in unserem Haushalt Fruchta non Grata und in Backwaren zu meinem Leidwesen durch M strengstens verboten. Mir schmecken die Brötchen am besten mit etwas Avocado und Knoblauch, oder auch süß mit Erdnussbutter und Marmelade! Müsli Brötchen (für 6 - 8 Stück) 100 Gramm Dinkelmehl 350 Gramm Vollkorn-Dinkelmehl 1 Packung Trockenhefe 10 Gramm Salz 2 TL Agavensirup (oder Ahornsirup) 40 Gramm Haferflocken + mehr zum Bestreuen 50 Gramm gehackte Walnüsse (oder andere Nüsse) 200 Gramm Soja-Joghurt Eventuell etwas Wasser Ofen auf 180 Grad vorheizen. Mehl, Trockenhefe, Salz, Haferflocken und Walnüsse vermischen. Mit dem Soja-Joghurt zu einem glatten Teig kneten. Wenn das gut klappt, weiter zum Formen der Brötchen. Wenn der Teig zu trocken ist und sich nicht formen lässt, fügt ihr etwas lauwarmes Wasser dazu (etwa 100 ml, aber mit weniger beginnen und schön weiter kneten), damit er sich gut durchkneten und formen lässt. Daraus 6 - 8 Brötchen formen, diese auf ein Bachblech mit Backpapier setzen und mit etwas Haferflocken bestreuen. 20 - 35 Minuten backen, bis die Brötchen leicht gebräunt sind und ein Zahnstocher, in die Mitte des Brötchens gestochen, sauber wieder herauskommt. Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

18 Rezepte für vegane Ostern

11. April 2017 Totally Veg! 

18 Rezepte für vegane Ostern Ostern ist fast da und die obligatorischen bunten Eier machen seit Monaten (ja, wirklich) die Supermärkte unsicher. So unschuldig Eier als Symbol auch sind, für Hühner sind sie eine Qual, die unweigerlich mit dem Tod endet. Und auch Milchprodukte sind leider kein Spaß für Kühe und ihre Kinder. Aber wer braucht schon Eier oder Milch oder Fleisch? Das ist doch alles sooo 90er, wirklich altmodisch - für gutes Essen braucht man das nicht! Und damit euer Osterfest auch ohne tierische Produkte ein voller Erfolg wird, wollte ich euch noch Rezepte für euer Osterfest mitgeben, die auf diesem Blog schon lange eine gute Figur machen und zu Ostern passen - egal, ob ihr das Mehlspeisenbuffet bei der Familienfeier bestücken wollt, eine Jause anbietet oder zu Mittag am Ostersonntag aufkocht. Ich denke, dass ihr hier fündig werdet und wünsche euch ein köstliches Osterfest! Osterstriezel - der Klassiker zu Ostern (ich esse den am liebsten mit veganem Schokoaufstrich) Donut Muffins (mehr Verwendung für den veganen Schokoaufstrich) Mohnschnecken - wie Zimtschnecken, aber mit köstlich süßer Mohnfüllung Karottenkuchen, der Klassiker am Blog, auch für Anfänger super geeignet! Blondies, die helle Schwester des Brownies und nicht minder lecker Pudding-Streusel-Kuchen, perfekt für die Kaffeetafel, um die Schwiegermutter zu beeindrucken Bounty Torte, ebenfalls ein Klassiker am Blog und von vielen Lesern heiß geliebt Schoko-Kokos-Pralinen, schmecken sündig, sind aber aus ganz wenigen Zutaten gemacht und viel gesünder als der ordinäre Osterhase Kartoffelsalat mit grünem Spargel - das perfekte Rezept in der Spargelzeit! Pasta mit Bärlauch und Pilzen, denn die Bärlauch-Zeit muss genutzt werden! Rührtofu, ein Muss zum Osterfrühstück und viel besser für die Hühner als Eierspeise! Linsenburger schmecken auch mit Kartoffelpüree und Gemüse! Hummuspizza, wenn ihr nach dem Nester suchen eine Stärkung braucht Erdäpfelkäse, ein klassischer österreichischer Aufstrich Einfaches Dinkelbrot, um Gäste beim Oster-Brunch zu beeindrucken! Bärlauch und Spinat Sauce, super zu Nudeln, in Sandwiches oder auch als Dip Liptauer, der ebenfalls super zu frischem Brot schmeckt Kokos-Himbeer Overnight Oats für das gesunde Oster-Frühstück, nach dem man anschließend sogar noch spazierengehen kann. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche 27.3 - 2.4. 2017

3. April 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche 27.3 - 2.4. 2017 Montag Wie fängt die Woche besser an als mit einem köstlichen Linsenburger? Genau, schöner geht es fast nicht! Die Linsenburger stehen bei uns nach wie vor hoch im Kurs und auch einige Tage später schmecken sie noch immer fabelhaft! Dienstag Oatmeal (oder Porridge oder Haferbrei) steht bei uns immer gewaltig hoch im Kurs. Wenn ich abends noch in den Yoga-Kurs gehe, esse ich gerne davor eine Schüssel voll mit cremigen, köstlichen Haferflocken. Neuerdings ist das meine liebste Kreation: Ich zerstampfe im Topf eine reife Banane, gebe Haferflocken, Wasser und Zimt dazu und koche die Haferflocken, bis sie weich sind. Anschließend rühre ich einen Löffel (oder zwei) Erdbeermarmelade und eine Handvoll gefrorene Himbeeren hinein. Köstlich!  Mittwoch Wieder zeige ich euch meinen Büro-Lunch: Couscous-Salat mit Falafel und Tzatziki. Alles selbstgemacht, alles köstlich! Nur etwas weniger Knoblauch hätte ich für das Tzatziki nehmen sollen, aber meine Kollegen waren zu höflich, um sich darüber zu beschweren.  Donnerstag Diese Woche bin ich immer ins Büro geradelt. Nachdem ich dafür knapp eine halbe Stunde brauche, komme ich dann meistens hungrig im Büro an. Als Frühstück gibt es dann gerne eine Banane und ein paar gesunde Kekse (die hier wenig fotogen aussehen, aber wirklich, wirklich gut sind).  Freitag Eine liebe Arbeitskollegin hatte ihren letzten Tag und ich habe ihr einen kleinen veganen Goodie-Bag zusammengestellt, voll mit Dingen, die ihr hoffentlich Freude machen. Samstag Auf Eltern-Besuch - nach einem schönen Lauf am See (übrigens bin ich eine absolute Lauf-Anfängerin) gab es herrliches Risotto mit Pilzen, vom Herrn Papa gekocht.  Sonntag Am Sonntag habe ich mich köstlich über dieses Video amüsiert, in dem eine Kuh seelenruhig auf einem Hundekissen Platz nimmt. Mir zeigt dieses Video wieder, wie wenig unterschiedlich Kühe und Hunde sind - alle empfinden Freude, Neugier und Leid gleichermaßen. Trotzdem sind die einen unsere treuen Begleiter und die anderen werden gegessen. Wie wäre ein Umstieg auf eine vegane Ernährung und damit weder Kuh noch Hund verspeisen? Zum Abschluss des Wochenendes gab es dann noch köstliche Mac and Cheese, mit einer üppigen, dicken Sauce... lecker! Das Rezept kommt dabei komplett ohne Öl oder Margarine aus - hättet ihr daran Interesse? Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 13. - 19. März 2017

21. März 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 13. - 19. März 2017 Montag Ich war auf Urlaub! In Dublin! Es war sehr schön und ein Reisebericht folgt bald. Montag war bereits unser letzter Tag, den wir nutzten, um in Dublin noch ausgiebig zu spazieren - dort hat der Frühling nämlich schon Einzug gehalten. Am Bild seht ihr das Trinity College, wo bereits die Bäume blühen und die Wiesen irisch grün sind. Dienstag Mein Geburtstag - und wer mich kennt, der weiß, dass ich auf Geburtstage sehr viel Wert lege. Immerhin zwinge ich M auch zu seinem Geburtstag, sich über die Maßen zu freuen (die Ironie entgeht mir nicht). Zu meinem Geburtstag sind meine Eltern und meine Oma angereist und wir haben uns bei einem asiatischen Buffet die Bäuche vollgeschlagen. Am Nachmittag ging es dann nach einem Glas Spritzigem ab auf die heimische Couch zum Lesen und für eine Runde Netflix (schaut noch wer von euch so gerne Call the Midwife?), es war ein sehr schöner und entspannter Geburtstag! Mittwoch Nach all der Urlaubs- und Geburtstagsvöllerei war es Zeit für gesundes Essen, in diesem Fall eine herzhafte Gemüsesuppe mit Spaltererbsen und Kartoffeln. Donnerstag Mein Mann und ich nehmen unser Essen immer ins Büro mit. Meistens sind das Reste vom Abendessen, wo ich einfach mehr Portionen vorkoche. Wenn wir am Abend hungrig waren und alles aufgegessen haben, dann schneide ich uns gerne etwas Gemüse und mache mit Bohnen daraus einen leckeren Salat! Freitag Ich habe mein Geburtstagsgeschenk das erste Mal ausgeführt - von meinen Eltern habe ich ein neues Fahrrad bekommen. Nachdem ich zwei Jahre lang über mein altes, schweres, durch einen Sturz etwas entstelltes Rad gejammert habe, hatten sie wohl genug davon und mir kurzerhand ein neues geschenkt! Dieses Rad hört auf den Namen Elvira (ist sie nicht hübsch?) und sie durfte mich in die Arbeit und in den Biomarkt tragen. Samstag Mit Ms Familie waren wir bei La Muhr zum veganen Brunch. La Muhr ist ein Catering-Service und das nette Team hat unsere vegane Hochzeit ausgerichtet. In der hauseigenen Vinothek gibt es regelmäßig vegane Veranstaltungen wie den Brunch, den wir immer gerne besuchen. Dieses Mal war das Motto ,,Hakuna Matata und entsprechend gab es allerlei afrikanisch inspirierte Köstlichkeiten wie Gemüse Tajine mit Bulgur, Hummus, Datteln, Falafel und Baklava. Es war so gut, dass ich gegessen habe, bis mir leicht unwohl war (#intuitiveeating #not). Sonntag Nach einem gemütlichen Frühstück zu zweit (mit mexikanischem Tofu, gerösteten Kartofferl und Avocado-Brot) waren M und ich wieder auf dem Weg zu den nächsten Feierlichkeiten. Ms Oma feierte einen runden Geburtstag und zu diesem freudigen Anlass kam die ganze Familie zu Kaffee und Kuchen zusammen. Und es gab sogar eine köstliche vegane Bananenschnitte!   Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Typische Speisen in Vegan - Ideen für Frühstück, Mittag, Abend

26. Februar 2017 Totally Veg! 

Typische Speisen in Vegan - Ideen für Frühstück, Mittag, AbendWenn ich anderen erzähle, dass ich vegan lebe, sehe ich oft einen glasigen Blick in ihren Augen - gefolgt von der Frage "Was isst du denn eigentlich?". Manche Veganer können sich darüber furchtbar aufregen.. wie ignorant doch manche Menschen sind, das muss man doch wissen - der Blutdruck steigt. Aber ich finde die Frage berechtigt. Wenn sich jemand noch nie mit veganer Ernährung beschäftigt hat (und ja, das ist der Großteil der Menschen), dann ist der einfachste Weg zur Beantwortung dieser Frage, sich seinen eigenen Speiseplan vorzustellen, und alles, was nicht vegan ist, davon abzuziehen. Tatsächlich bleiben dann oft nur mehr trockenes Brot, trockene Kartoffeln und rohes Gemüse über. Womit wir wieder bei der Frage sind - ist das denn alles, was du isst? Ich kann da durchaus Verständnis aufbringen, und ehrlich gesagt stelle ich auch nicht immer die gescheitesten Fragen. Wenn ihr gerne einen Ausflug in die vegane Küche unternehmen wollt, aber nicht genau wisst, wie ihr denn euren liebgewonnen Speiseplan umstellen sollt: Hier Ideen, wie euer gewohntes Essen in vegan aussehen könnte. Ich habe mich an meine nicht-vegane Zeit erinnert, Kollegen auf den Teller gelinst, Freunde befragt, dann daraus einen "typischen" Speiseplan gebastelt und entsprechende vegane Alternativen überlegt. Als Bonus gibt es auch noch eine gesündere vegane Variante, wenn ihr euch noch etwas besonders Gutes tun wollt! Frühstück Marmelade- oder Honigbrötchen Vegan | Brötchen Margarine und Marmelade oder Agavendicksaft Bonus | Vollkornbrot mit Erdnussbutter und Marmelade Brötchen mit Wurst und Käse Vegan | Brötchen mit veganer Wurst und veganem Käse (es gibt mittlerweile viel Auswahl im Supermarkt!) Bonus | Vollkornbrot mit dünn geschnittenem Räuchertofu und Senf Croissant oder Gebäck aus der Bäckerei Vegan | In Bio-Märkten gibt es süßes Gebäck auch in veganer Form! Oder ihr wählt ein Brötchen und nehmt euch einen fertigen veganen Aufstrich mit. Bonus | Schon mal Kekse zum Frühstück gegessen, die noch dazu gesund sind? Halten sich gekühlt locker vier Tage. Knuspermüsli mit Joghurt oder Milch Vegan | Veganes Knuspermüsli mit Sojamilch oder Sojajoghurt (besonders gutes Knuspermüsli bekommt man im Biomarkt!) Bonus | Apfelstrudel Oatmeal Fruchtjoghurt mit Obst Vegan | Fruchtiges Soja-Joghurt mit Obst Bonus | Mein Super-Power-Frühstück mit Chia Mittagessen Döner Vegan | Veganer Döner (aus dem Supermarkt) in der Pita-Tasche mit Gemüse und selbstgemachtem Tzatziki (dazu einfach eine Gurke fein reiben und mit viel Knoblauch, Soja-Joghurt, einem Spritzer Agavendicksaft und Salz abschmecken). Bonus | Selbstgemachte Falafel mit Tzatziki auf Naturreis mit Salat Leberkäse-Semmel oder Hamburger Vegan | Aus dem Supermarkt: Veganer Leberkäse oder veganes Hamburger-Patty im Brötchen Bonus | Meine genialen Linsenburger Spaghetti mit Fleischsauce Vegan | Warum nicht einfach Tomatensauce nehmen? Und noch ein paar Linsen und frische Kräuter hineingeben? Bonus | Vollkorn-Spaghetti wählen Schnitzerl mit Kartoffelsalat Vegan | Veganes Schnitzerl findet sich mittlerweile in jedem Supermarkt! Den Kartoffelsalat mit veganer Mayo machen oder einen fertigen Kartoffelsalat ohne Mayo kaufen. Bonus | Ganz ehrlich, meine Linsenburger passen auch super zu Kartoffelsalat. Und kennt ihr schon meinen selbstgemachten Kartoffelsalat? Pizza mit Schinken VeganVegane Pizza mit viel Gemüse und veganem Käse Bonus | Vollkorn-Teig wählen und habt ihr schon mal statt Käse Hummus auf einer Pizza probiert? Wokgericht mit Huhn vom Asiaten Vegan | Die meisten Asiaten bieten auch eine knackige Gemüsepfanne, besonders gut ist es, wenn ihr euch noch ein paar Cashewkerne drüber streut. Bonus | Mit Naturreis servieren! Gulasch VeganKartoffelgulasch ist so ziemlich das Beste! Bonus | Mit Vollkornbrot und einem knackigen grünem Salat servieren. Abendessen Brötchen mit Aufstrich VeganVegane Aufstriche gibt es im Supermarkt in Hülle und Fülle! Bonus | Vollkorn-Brot  wählen - und der beste Aufstriche ist eine gestampfte Avocado mit etwas Knoblauchpulver. Rührei Vegan | Schon mal meinen veganen Rührtofu gemacht? Bonus | Gegen Ende der Zubereitung des Rührtofus noch eine Handvoll frischen Spinat unterheben, bis dieser zusammengefallen ist. Mit Vollkorn-Brot servieren. Nudelsalat mit Johurt-Dressing Vegan | Nudelsalat lässt sich super-schnell auch mit fertigem veganen Dressing zubereiten, für's Gemüse eignen sich entkernte Gurke, Mais, Radieschen, Erbse oder Artischocken. Oder kennt ihr schon meinen Party-Nudelsalat? Bonus | Nudelsalat mit Mandelmus-Dressing mit Vollkorn-Pasta Kakao mit Butterbrot Vegan | Kakao mit Soja- oder Mandelmilch zubereiten und das Brot mit Margarine bestreichen. Bonus | Vollkorn-Brot wählen und Erdnussbutter auf das Brot streichen und mit Banane belegen. Habt ihr schon meine Peppermint Hot Chocolate probiert? Sandwich mit Frischkäse, Schinken und Gurke Vegan | Veganen Frischkäse gibt es mittlerweile in vielen Supermärkten, ihr könnt auch einen anderen der zahlreichen veganen Aufstriche probieren. Anstatt Schinken dünn geschnittenen Räuchertofu wählen. Bonus | Vollkorn-Brot wählen und mit Avocado, Räuchertofu, geraspelten Karotten, Salat, Gurke, Tomate und Senf dick belegen. Salat mit Joghurtdressing Vegan | Salat mit veganem Fertigdressing aus dem Supermarkt anrichten Bonus | Für das Dressing einfach eine Avocado mit dem Saft einer Zitrone zerdrücken, ein paar Esslöffel Wasser, Salz und Knoblauchpulver dazugeben. Oder ihr probiert meinen mexikanischen Salat (kann auch ohne Nachos zubereitet werden). Gefallen euch meine Ideen? Dann schaut doch mal in meinen veganen Speiseplan für mehr Inspiration hinein! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegane Zimtschnecken - mit Vollkorn, ohne Fett

12. Februar 2017 Totally Veg! 

Vegane Zimtschnecken - mit Vollkorn, ohne FettDie Zimtschnecken auf meinem Blog sind seit Jahren ein richtiger Hit und haben sogar Platz in meinem Buch gefunden. Aber natürlich entwickeln sich Geschmäcker weiter und ich habe beschlossen, dass es Zeit wird für eine neue Version der Zimtschnecken, Zimtschnecken 2.0 also. Ich versuche seit einigen Wochen, etwas gesünder zu essen und auch Fett einzusparen. Aus diesen Bemühungen sind diese neuen Zimtschnecken entstanden, die ohne Margarine oder Öl auskommen, mit einem Teil Vollkornmehl gebacken werden und wirklich einfach fabelhaft schmecken! Ich finde sie ein perfekt für ein gemütliches Frühstück am Wochenende, bei dem man danach nicht sofort ein Nickerchen braucht. Wir haben sie ohne Glasur gegessen und sie haben ausgezeichnet geschmeckt, wer möchte, kann die Zimtschnecken auch noch mit Staubzucker oder einer Zuckerglasur verzieren. Zimtschnecken 2.0 150 Gramm Vollkornmehl (am besten Dinkel) 170 Gramm Dinkelmehl 1/­­4 TL Salz 1 Packung Trockenhefe 1 EL Agavensirup (oder Ahornsirup) 180 ml warmes Wasser 2 - 3 EL Apfelmus 40 Gramm brauner Zucker 1,5 - 2 TL Zimt Mehl, Salz und Hefe vermischen und mit Agavensirup und Wasser zu einem Teig rühren. In der Küchenmaschine etwa 5 Minuten kneten lassen (oder selbst Hand anlegen!), bis der Teig weich und seidig ist. In einer Schüssel mit einem leicht feuchten Tuch bedecken und an einem warmen Ort etwa 1,5 Stunden gehen lassen. Danach den Teig kurz mit der Hand durchkneten und auf einer (leicht!) mit Mehl bestreuten Flächen dünn ausrollen (etwa 0,5 cm dick). Braunen Zucker und Zimt vermischen. Das Apfelmus gleichmäßig auf den Teig auftragen und darauf die Zucker-Zimt-Mischung streuen. Den Teig der Breite nach vorsichtig und relativ fest einrollen und mit einem scharfen Messer in Schnecken schneiden. In eine Backform setzen und erneut 30 Minuten rasten lassen. Dann im Ofen bei 180 Grad 20 - 25 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt und unten durchgebacken sind. Am besten schmecken sie natürlich warm! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Geniale Linsen-Burger (ohne Soja, ohne Fett)

1. Februar 2017 Totally Veg! 

Geniale Linsen-Burger (ohne Soja, ohne Fett)M und ich lieben Burger! Tatsächlich sind wir aber in den letzten Jahren ziemlich anspruchsvoll geworden. Mich lockt nicht jeder dahergelaufene Burger hinter dem Ofen hervor. Oft sind Veggie-Burger zu trocken, zu geschmacklos, oder, seien wir mal ehrlich, einfach nur fettig. Pampe schmeckt nicht besser, wenn man sie ins heiße Fett wirft, sie liegt dann nur wie ein Stein im Magen. Kurz: Manche Veggie-Burger haben die Bezeichnung nicht verdient. Sorry. Gelegentlich werden Burger auch als "Bratling" deklariert, und alleine bei dem Wort stellen sich mir schon die Haare auf. Ich finde das klingt furchtbar, wie "Setzling", wie etwas kleines Grünes, das sich aus dem Dreck bohrt, eben nichts, was ich gerne essen würde. Ich bin wirklich kein Fan dieses Worts! Um beide Probleme zu lösen, mache ich unsere Burger jetzt selbst - dann kann ich sie so würzen, wie sie uns schmecken, sie vollstopfen mit gesunden Zutaten und ich lasse auch noch das Fett weg. Die Grundlage sind braune Linsen, die herzhaft schmecken und die auch die Grundlage für meinen Linsenbraten in meinem Buch darstellen. Der Trick für die richtige Konsistenz bei den Burgern ist, sie im Ofen zu backen und dann komplett auskühlen zu lassen, dadurch werden sie fest. Aufwärmen kann man sie dann in der Pfanne oder wieder im Ofen oder auch am Grill (auf einer Grilltasse). Ich esse sie am liebsten in einem Burger-Brötchen mit Salat, Tomate, Zwiebel, Avocado und Ketchup. Auch kalt zur Jause, in etwas Senf gedippt, machen sie eine gute Figur! Außerdem werden meine Linsen-Burger natürlich als solche bezeichnet und keinesfalls als Bratling, da bin ich sehr streng. Vegane Linsen-Burger (für 8 - 10 Stück) 1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt 2 EL gemahlene Leinsamen 3 EL Wasser 480 Gramm abgetropfte brauen Linsen aus der Dose (etwa 2 Dosen) oder selbstgekocht 40 Gramm Haferflocken (Großblatt) 3 Zehen Knoblauch, gepresst 2 TL Oregano 1 TL Paprika 1 EL Tomatenmark 20 Gramm Vollkornbrösel (Paniermehl) 2 EL BBQ-Sauce (oder mehr Tomatenmark) 1/­4 TL Liquid Smoke (optional) (Flüssigrauch, aus dem Gewürzhandel oder großen Supermärkten) Salz Die Zwiebel in einer Pfanne in etwas Wasser oder Öl glasig dünsten. In der Zwischenzeit die Leinsamen mit dem Wasser verrühren und beiseite stellen. Die Linsen mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel fein stampfen. Dann alle Zutaten gut verrühren und mit Salz abschmecken. Jeweils etwa 2 - 3 gehäufte EL der Masse zu einem Burger formen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Die Burger dann 30 - 35 Minuten auf einer Seite bei 180 Grad backen, dann umdrehen und 15 Minuten auf der anderen Seite backen. Die Burger aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen. Wenn ihre Zeit gekommen ist, könnt ihr die Burger einfach in einer Pfanne aufwärmen. Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 16. - 22. Januar

22. Januar 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 16. - 22. Januar Montag Ich liebe Sushi! Und ich mag selbstgemachtes Sushi mit Quinoa besondes gerne, da Quinoa sehr geduldig ist. Habt ihr schon mein Rezept probiert? Dienstag Ich war auf Besuch in einem Krankenhaus. Und habe mir die Speisen angesehen, die den Patienten dort angeboten werden. Ich habe mit viel gerechnet, aber ich war doch schockiert - da reihen sich Frankfurter Würstel mit Schweineschopf und gekochtem Rindfleisch ein. Zum Frühstück gibt es Weißbrot und Butter und auf Wunsch auch Wurst, das höchste der Gefühle ist ein Apfel, das Gemüse ist verkocht. Die vegetarische Alternative ist Kaiserschmarrn, und selbst das "leichte" Menü ist voll mit Käse und Eiern. Während die Ärzte und das Pflegepersonal tolle Arbeit leisten, hat man von Lebensstilfaktoren offensichtlich noch nicht viel gehört, wenn man solche Speisen auf die Karte setzt, vor denen sogar die WHO aufgrund des Krebsrisikos warnt. Gesundes Essen sieht definitiv anders aus, die Speisekarte erinnert eher an ein Dorfwirtshaus in den 80er-Jahren. Mittwoch Momentan esse ich einfach so gerne Quinoa! Dieser Salat aus Qunioa, Gemüse und weißen Bohnen, mit einem cremigen Cashewmus-Dressing und etwas Rucola, war aber auch zu gut!     Donnerstag Ich habe gerade dieses Buch beendet und kann es nur empfehlen! Darin räumt ein Arzt mit dem Vorurteil auf, dass man unbedingt ganz viel tierisches Eiweiß essen muss, um groß und stark (oder dünn, je nachdem) zu werden. Gespickt mit viel persönlichen Anekdoten als auch mit einer ganzen Horde an wissenschaftlicher Literatur insgesamt ein sehr gutes Buch! Es ist auch auf Deutsch erhältlich! Freitag Endlich Wochenende! Zur Feier gab es selbstgemachte Linsenburger (das Bun war aus Zeitmangel gekauft) und gebackene Pommes. Lecker! Samstag M und ich schwimmen gerade total auf der Hummus-Welle! Besonders mit selbstgekochten Kichererbsen finde ich ihn einfach super. Ich püriere einfach weichgekochte Kichererbsen mit etwas Cashewmus (Tahini mag ich nämlich gar nicht), Zitronensaft, ein wenig Wasser, Knoblauch und Salz. Übrigens lasse ich neuerdings auch den Cumin raus, ich finde den ansonsten so dominant. Dazu schmeckt uns frisch geschnippeltes Gemüse (M schmeckt es besonders, wenn ich es schnipple und er nur zugreifen muss). Sonntag Ein fauler Sonntag, eine Pfanne voll mit Pancakes - herrlich! Das ist eine Variation meiner Schoko-Bananen-Pancakes, allerdings mit Apfelmus anstatt Soja-Joghurt und weniger Schokolade. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegan ins Jahr 2017 - mit Kalender!

30. Dezember 2016 Totally Veg! 

Ich feiere am 1. 1. 2017 meinen achten veganen Jahrestag! Eine liebe Leserin, die gerne auf Vegan umsteigen möchte, hat mich gefragt, ob es den veganen Kalender für Jänner (Januar für euch Nicht-Österreicher) wieder gibt. Ja, er ist wieder da und upgedatet! 31 vegane Aktivitäten für den ersten Monat des Jahres warten auf euch - er ist für alle gedacht, die einfach mal probieren wollen, wie sich ein veganes Leben so anfühlt. Warum nicht also vegan ins Jahr 2017 starten? Ihr könnt euch den Kalender hier downloaden und ausdrucken, und ihn in eurem Zimmer oder Büro aufhängen, zum Ausstreichen und Liebhaben - dann ist der Jänner auch so schnell um und ihr habt bereits einen veganen Monat geschafft! ? 1. 1. Hurra, heute beginnt der Rest deines Lebens, gratuliere! Da du heute vermutlich noch etwas müde bist, beginnen wir ganz locker: Koch aus den Dingen, die in deiner Küche sind, ein super-einfaches veganes Gericht. Wie wäre es mit Spaghetti mit Tomatensauce oder mit Knoblauch und Olivenöl, Reis mit Gemüse und Bohnen, Bratkartoffel mit Ketchup, simple Bohnensuppe mit Tomaten? Einfach soll es sein und vegan natürlich! ? 2. 1. Durchforste deine Küche um zu sehen, was du für dein neues veganes Leben alles noch brauchst. Hier findest du ein paar Ideen, was in meinem Vorratsschrank so herumsteht. Mach dir eine Liste und ab in den Supermarkt! ? 3. 1. Schau dir einen Film über Massentierhaltung z. B. auf Youtube von PETA an - es tut weh, aber diese Bilder vergisst man nicht so schnell. Sie können dir helfen, wenn du dich manchmal fragst, warum du das eigentlich tust. Weinen erlaubt. ? 4. 1. Heute geht es um ein wichtiges Thema: Milch. Magst du Soja-, Hafer-, Reis-, Mandel-, Dinkel-  oder Kokos-Milch? Probiere dich durch ein paar Sorten durch - jede schmeckt anders, auch verschiedene Marken können ganz verschieden sein! Vielleicht möchte ein Freund oder eine Freundin gemeinsam mit dir verkosten? Welche passt in den Kaffee, was ist lecker im Müsli? Und nicht auf die tollen Geschmacksrichtungen wie Schoko oder Vanille vergessen! ? 5. 1. Nachdem du deine Lieblingsmilch gefunden hast, koch dir eine heiße vegane Schokolade: Mit 1 - 2 TL Kakaopulver, 1 EL Zucker oder Agavendicksaft, einer Prise Zimt, in 250 ml heiße vegane Milch gerührt - und vielleicht sogar einem Stück Schokolade drinnen? Schmeckt am besten aus der Lieblingstasse! ? 6. 1. Unterstützung ist wichtig - findest du in deiner Nähe einen veganen Stammtisch? Auch auf Facebook und Instagram gibt es nette vegane Communities, die dich sicher gerne aufnehmen! ? 7. 1. Wusstest du eigentlich, wie viele vegane Produkte es im normalen Supermarkt gibt? Nimm dir etwas Zeit, und geh bewusst durch die Gänge, um zu sehen, welche Alternativen zu den bisher verwendeten Produkten es gibt. Viele Supermärkte bieten ein eigenes veganes Sortiment an. Wenn du möchtest, mach dir eine Liste von den entdeckten Schätzen, damit du sie nicht wieder vergisst! ? 8. 1. Es ist Sonntag, du hast Zeit - back deinen ersten veganen Kuchen! Ich empfehle Karottenkuchen oder Schokokuchen. ? 9. 1. Heute ist es an der Zeit, dir ein paar vegane Bücher zuzulegen, am besten Koch- und Backbücher, die dich besonders ansprechen (wie wäre es mit diesem hier?). In einer Buchhandlung bist du sicher überrascht, wieviel Auswahl es gibt. Auch in Bibliotheken wird man fündig! ? 10. 1. Gibt es in deiner Nähe einen Gnadenhof für Tiere (keinen Zoo)? Ein Ausflug, bei dem man die Tiere trifft, die sonst keinen Platz in unserer Welt haben, ist eine herzerwärmende Erfahrung. Falls du keinen Gnadenhof in der Nähe hast, plane doch einen Ausflug für die nahe Zukunft - das wäre sicher ein toller Wochenendtrip. ? 11. 1. Sind deine Kosmetikprodukte vegan? Viele Firmen führen nach wie vor Tierversuche durch und benutzen tierische Produkte. Durchforste deinen Badezimmerschrank und suche online nach veganen Alternativen. Vielleicht möchtest du alte Produkte entsorgen, weitergeben oder selbst zu Ende verbrauchen - du entscheidest! ? 12. 1. Heute gibt's Pizza! Vielleicht sogar mit selbstgemachten Teig? Pizza schmeckt ohne Käse genauso gut, oder du belegst sie mit veganem Käse, Pesto oder selbstgemachten Hefeschmelz - yummy! ? 13. 1. Falls du dort noch nicht warst: Heute geht es in den Bio-Markt oder das Reformhaus! Auch, wenn man vielleicht gerade nichts kaufen will, alleine die Regale mit all dem veganen Wunderwerk anzustarren, ist wie ein Schaufensterbummel (für mich zumindest!). ? 14. 1. Warum erzählst du heute nicht mal jemandem bewusst, dass du vegan lebst? Immerhin hast du jetzt schon zwei Wochen geschafft! Vielleicht der besten Freundin, dem Papa oder dem netten Arbeitskollegen? Die persönlichen Gründe für den Umstieg zu erzählen ist immer eine gute Idee - aus dem Herzen spricht es sich am besten. ? 15. 1. Ich liebe faules Brunchen am Wochenende. So kannst du dich gemütlich durch alle tollen veganen Frühstücksideen probieren. Wie wäre es heute mit Pancakes, Rührtofu oder selbstgemachtem Müsli? ? 16. 1. Auswärts essen: Besuch ein Restaurant und bestell dir tolles veganes Essen! Hier sind ein paar Tipps, wie das am besten auch in nicht-veganen Restaurant funktioniert. ? 17. 1. Grüne Smoothies sind toll. Es wird Zeit, einen zu mixen! Mit einer reifen Banane, einer kleinen Handvoll frischer Ananas, einer Handvoll Blattspinat, einer Prise Zimt, etwas Agavensirup und etwas Wasser oder Orangensaft trinke ich ihn am liebsten! ? 18. 1. Hurra, der Januar ist halb geschafft! Ein schöner Zeitpunkt, um sich ein Glas veganes Bier, veganen Wein oder Prosecco zu gönnen (Google ist da sehr schlau, welche Marken vegan sind). Wer nicht so auf Alkohol steht, genehmigt sich einen exotischen Fruchtsaft oder einen besonderen Tee! ? 19. 1. Weißt du, wer sich über vegane Muffins freut? Genau, jeder! Darum beglücke deine Arbeits- oder Studienkollegen, die Nachbarn oder die Geschwister mit köstlichen selbstgebackenen Muffins. Rezeptideen findest du hier. ? 20. 1. Heute solltest du mal meine veganen Räuchertofuschnecken probieren. Sie haben bisher auch noch die größten Tofu-Skeptiker begeistert! Ideal, um sie an nichtsahnende Mitmenschen zu verfüttern... hahaha! ? 21. 1. Wie sieht es eigentlich in deinem Kleiderschrank aus - sind deine Schuhe aus Leder, dein Pulli aus Wolle? Manche behalten nicht-vegane Kleidungsstücke noch länger, andere wollen sie gar nicht mehr tragen. Übrigens auch ein guter Zeitpunkt, um sich online mal nach tollen veganen Stiefeln umzusehen! ? 22. 1. Ein veganes Sandwich ist schnell gemacht und schmeckt super. Dick belegt mit Avocado, gebratenem Räuchertofu, veganem Käse, Sprossen, Essiggurken - was das Herz begehrt! Eine Empfehlung meines Mannes M ist folgendes Sandwich: Schneide einen halben Block Räuchertofu in dünne Streifen und brate sie in einer Pfanne ohne Fett auf beiden Seiten sehr knusprig. Teile die Tofustreifen auf zwei Toastbrote auf, bestreiche zwei weitere Toastbrote mit veganem Pesto und belege sie mit Rucola und klappe die beiden Sandwiches zu. Am besten schmecken sie, wenn du sie noch in der Pfanne oder am Sandwichgrill knusprig toastest! ? 23. 1. Früher mochte ich Avocado überhaupt nicht, heute möchte ich in einer wohnen. Avocado-Sushi ist einfach einmalig, und du solltest es heute auf deinen Speiseplan setzen - entweder gekauft oder selbst gerollt! Wie wäre es mal mit Quinoa-Sushi? ? 24. 1. Zeit für einen Spaziergang durch die Natur, um ein paar Tiere zu beobachten. Auch wenn wir es manchmal vergessen - wir teilen unsere Welt jeden Moment mit Tieren, auch in der Stadt: Ich liebe es, Tauben beim Trinken zu beobachten oder Eichhörnchen am Baum zu entdecken! ? 25. 1. Tofu... nach den Räuchertofuschnecken hast du die erste Scheu sicher schon verloren! Zeit für veganes Schokoladenmousse, das wirklich fabelhaft schmeckt! Wie wäre es mit diesem Rezept? Anstatt des Lebkuchengewürz kannst du einfach eine Prise Zimt hinzugeben. ? 26. 1. Heute bist du tapfer: Kauf eine Gemüsesorte, die du noch nie probiert hast, und koche daraus ein köstliches Gericht - schon mal Pastinaken, Tompinabur, Grünkohl, Fenchel oder Schwarzwurzeln gegessen? Das Internet geht nur so über vor Tipps und Tricks, und vielleicht entdeckst du ja ein neues Lieblingsgericht? ? 27. 1. Viele Organisationen haben es sich zum Ziel gesetzt, dem Leid der Tiere ein Ende zu setzen. Warum nicht diese Arbeit unterstützen? Auch wenn die Spende noch so klein ist, sie wird geschätzt und in tolle Ergebnisse umgesetzt - jeder Cent hilft. ? 28. 1. Gibt es in deiner Stadt ein veganes oder vegetarischen Restaurant oder Cafe? Höchste Zeit, dort zu schlemmen! ? 29. 1. Salat ist gar nicht langweilig, das ist ein gemeines Vorurteil: Darum mach dir heute eine riesige Schüssel Salat. Ich liebe in meinem Salat grünen Salat, eine Handvoll Rucola, etwas Mais, weiße Bohnen, viel Avocado, geriebene Karotte, ein paar Cherry-Tomaten oder getrocknete Tomaten, knusprig gebratenen Räuchertofu und ein würziges Dressing mit Kürbiskernöl! Mhmmm. Oder wie wäre ein Nacho-Salat? ? 30. 1. Beglücke jemanden mit deinen veganen Kochkünsten - mit dem Rezept, das du am besten beherrscht! ? 31. 1. Den ersten Monat hast du geschafft: Schreib auf, was du an deinem veganen Lebensstil toll findest. Fühlst du dich anders, hast du leckere Dinge gegessen, ein neues Rezept gelernt? Und vergiss nicht, dir richtig kräftig auf die Schulter zu klopfen! Eine sehr freundliche Kuh am Gnadenhof Gut Aiderbichl Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Was ich zu Weihnachten schenke

24. Dezember 2016 Totally Veg! 

Was ich zu Weihnachten schenkeSo schnell ist heuer der Advent vergangen und schon ist der Heilige Abend gekommen! Ich zeige euch noch, was ich heuer verschenke, wenn ihr also mit mir in den nächsten Tagen unterm Weihnachtsbaum sitzt, solltet ihr nun nicht weiterlesen! Es sind hauptsächlich Bücher, da ich es einerseits mit dem Konsumwahn zu Weihnachten nicht so habe und ich ein Buch da noch das sinnvollste Geschenk erachte, und andererseits, weil ich heuer selbst bewusst sehr viel gelesen habe und mir das Jahr 2016 damit viel bunter und abwechslungsreicher gestaltet hat (momentan stehe ich bei 43 Büchern, die ich gelesen habe). Gillian Flynn - Cry Baby Flynn schreibt böse, gruselige, hässliche Geschichten, und dieses Buch wird sicherlich nicht enttäuschen! John Boyne - Die Geschichte der Einsamkeit Boyne ist eine meiner Entdeckungen 2016. Ich liebe die Art, wie er behutsam mit Worten umgeht. Dr. Michael Greger - How not to die Dr. Greger klärt in diesem Buch auf, wie gängige Zivilsationskrankheiten durch eine vegane Ernährung verhindert werden können. Beeindruckend! Jonas Jonasson  - Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand Ein Geschenk für meine Oma, das Buch soll sehr lustig sein! Dr. Garth Davis - Proteinaholic Ein Buch über die Auswirkungen des Protein-Wahns auf unsere Gesundheit Und so habe ich es geschafft, 24 Artikel auf dem Blog zu posten. Mir hat es viel Spaß gemacht und euch hoffentlich auch! Nach Weihnachten werde ich etwas durchschnaufen und dann zum gewohnten Blogging-Rhythmus zurückkehren. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten! Ich hoffe, ihr könnt euch an den Feiertagen entspannen, gut vegan essen und Zeit mit euren Lieben verbringen! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Buckeyes - selbstgemachte vegane Pralinen

22. Dezember 2016 Totally Veg! 

Buckeyes - selbstgemachte vegane PralinenMöchtet ihr noch ein paar Last-Minute Geschenke schaffen oder einfach noch selbstgemachte Süßigkeiten für die Feiertage zaubern? Dann habe ich ein Rezept aus meinem Buch Weihnachten Vegan für euch: Buckeyes! "Buckeye" ist das englische Wort für Kastanie, und sie sind eine traditionelle Süßigkeit in Ohio, wo die Kastanie der ernannte Baum des Bundesstaates ist und die Buckeyes eine erfolgreiche Football-Mannschaft sind. In Ohio habe ich sie auch kennengelernt und mit der süßen Erdnussbutter-Füllung und der Schokolade sind sie wirklich eine Sünde wert! Sie machen sich gut als kleine Aufmerksamkeit oder in Ruhe an einem gemütlichen Abend verspeist. Buckeyes (20 Stück) 50 g pflanzliche Margarine, weich 180 g Erdnussbutter (Erdnussmus) 2 Pkg. Bourbon-Vanillezucker Salz 120-160 g Staubzucker 150 g Zartbitter-Schokolade, grob gehackt 20 Pralinenförmchen aus Papier 20 Zahnstocher Margarine, Erdnussbutter, Bourbon-Vanillezucker und Salz sehr gut verrühren. Den Staubzucker langsam unterheben, dabei mit 120 g starten, aber max. 160 g hinzugeben. Sehr gut rühren, bis eine formbare Masse entsteht. Nun teelöffelweise Bällchen formen, in die Pralinenförmchen legen und jeweils einen Zahnstocher vorsichtig in jedes Bällchen stecken, dabei nicht ganz durchstechen. Die Bällchen für etwa 35-40 Minuten in das Tiefkühlfach geben. Schokolade in einem Topf sehr vorsichtig schmelzen. Die Bällchen aus dem Tiefkühler nehmen und jedes Bällchen zur Hälfte bis zwei Drittel in Schokolade tunken, dabei oben ein Auge freilassen, sodass sie aussehen wie kleine Kastanien. Auf einen mit Backpapier ausgelegten Teller legen, vorsichtig den Zahnstocher herausziehen und das entstandene Loch sanft mit dem Finger oder einem kleinen Löffel glätten. Kühl stellen, bis die Schokolade fest ist. Im Kühlschrank aufbewahren, so schmecken die Buckeyes am besten. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Maroni-Kartoffelsuppe

20. Dezember 2016 Totally Veg! 

Maroni-KartoffelsuppeEin Süppchen wärmt den Bauch und gelegentlich auch die Seele. Diese Kartoffelsuppe mit Maroni schmeckt herzhaft und fein nach den Esskastanien. Ich liebe die Kombination! Die Suppe eignet sich als heiße Mahlzeit nach einem kalten Wintertag oder auch als Vorspeise für euer Weihnachtsmenü, noch dazu ist sie schnell und einfach zuzubereiten - so wie ich es gerne mag! Vorgegarte Maroni findet ihr gerade in fast jedem Supermarkt, aber ihr könnt sie natürlich auch selbst zubereiten. Maroni-Kartoffelsuppe (für 3 - 4 Portionen) 500 Gramm Kartoffeln (mehlig), geschält und grob gewürfelt 1 kleine Zwiebel, gewürfelt 50 Gramm Karotte, grob geschnitten 1 Knoblauchzehe, gepresst 1 Liter Gemüsebrühe 200 Gramm vorgegarte Maroni Salz In einem hohen Topf die Zwiebel und den Knoblauch in etwas Öl oder Wasser anschwitzen, bis der Zwiebel glasig ist. Dann Kartoffeln, Karotten und Gemüsebrühe dazugeben und zum Köcheln bringen. Köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind, dann die Maroni hinzugeben und noch kurz ziehen lassen. Die Suppe pürieren und mit Salz abschmecken.  Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Peppermint Hot Chocolate

18. Dezember 2016 Totally Veg! 

Peppermint Hot ChocolateHeiße Schokolade gehört einfach zur Weihnachtszeit. Und es gibt kaum etwas Besseres, als nach einem Spaziergang oder dem Nachhauseweg sich komplett durchgefroren eine heiße Schokolade zuzubereiten und sie auf der Couch zu schlürfen. Warum nicht mal diese Version mit Minze probieren? Der Pfefferminz-Geschmack ist dezent und macht die heiße Schoko zu etwas Besonderem! Peppermint Hot Chocolat (für 1 Person) 200 ml Wasser 1 Beutel Pfefferminztee 150 ml Sojamilch (oder andere pflanzliche Milch) 1 - 2 EL Kakaopulver 2 TL Agavensirup (oder Zucker) Das Wasser zum Kochen bringen und den Teebeutel hineingeben. Für etwa 15 - 30 Minuten ziehen lassen kann (je länger, desto intensiver der Pfefferminzgeschmack). Danach die Milch in einem Topf erhitzen und den Pfefferminztee dazugeben. Das Kakaopulver und den Agavensirup hinzugeben und erwärmen. In eine große Tasse füllen und genießen! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Hummus Pizza

16. Dezember 2016 Totally Veg! 

Hummus PizzaHeute habe ich wieder ein Rezept aus meinem neuesten Buch Weihnachten Vegan für euch. Knuspriger Pizzateig, der nach dem Auskühlen dick mit Hummus und frischem Gemüse belegt wird. Klingt ungewöhnlich? Schmeckt aber wirklich ausgezeichnet! Eine Version dieser Pizza habe ich das erste Mal auf einer Weihnachtsparty in den USA gegessen - damals noch mit Frischkäse. Aber Hummus schmeckt ohnehin besser als Frischkäse! Im Sinne der Arbeitserleichterung kaufe ich den Pizzateig, aber man kann ihn natürlich auch selbst zubereiten. Für den Hummus werden die Kichererbsen aus der Dose kurz im eigenen Saft gekocht, das macht den Hummus besonders cremig. Ihr könnt auch selbst gekochte Kichererbsen nehmen, die ihr dann wirklich weich kochen solltet. Auch, wenn das kein typisches Weihnachtsrezept ist, finde ich es doch perfekt für die Feiertage - für eine Adventjause mit Freunden, für's Buffet auf einer Weihnachtsparty oder als Mitbringsel für den großen Brunch mit der Verwandtschaft. Hummus Pizza (für etwa 6 Stücke) Für den Hummus 1 Dose Kichererbsen 3 Zehen Knoblauch, gepresst 80 Gramm Cashewmus 2 EL Zitronensaft Salz Für die Pizza 400 g veganer Pizzateig aus dem Kühlregal (oder selbstgemacht) Rohes Gemüse, klein gewürfelt (z.B. 1/­­4 Broccoli, 1 rote Paprika, 1/­­4 Gurke, 1 Avocado) Die Dose Kichererbsen öffnen und den gesamten Inhalt (also auch den Saft) in einen Topf leeren. Knoblauch hinzugeben und für etwa 10 Minuten köcheln lassen. Kurz auskühlen lassen, dann mit den restlichen Zutaten für den Hummus in einer Küchenmaschine oder einem Mixer glatt pürieren. Etwa zwei Stunden in den Kühlschrank stellen. Für die Pizza den Teig ausrollen, mehrmals mit einer Gabel einstechen und bei 180 °C etwa 12-14 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und durchgebacken ist. Etwas auskühlen lassen, dann den Hummus darauf streichen und das Gemüse darauf verteilen. Die Pizza in Stücke schneiden und sofort servieren. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Breakfast Cookies mit nur 3 Zutaten

14. Dezember 2016 Totally Veg! 

Breakfast Cookies mit nur 3 ZutatenIch will ganz ehrlich mit euch sein: Natürlich möchte ich im Advent Kekse zu jedem Frühstück essen. Einen ordentlichen Keksteller, inhaliert mit meinem morgendlichen Kaffee.... mhm. Leider verträgt mein Körper den geballten Zuckerschock am Morgen nicht. Und meine Skinny Jeans müssen auch nicht unnötigen Belastungsproben ausgesetzt werden. Kekse sollten es aber trotzdem sein. Warum nicht also gesunde Kekse backen, die man ohne Probleme jeden Tag zum Frühstück essen kann? Die Cookies sind aus nur drei Zutaten gemacht (Banane. Haferflocken. Zimt), schmecken ein wenig wie Bananenbrot, haben ganz viele Nährstoffe und halten lange satt. Wer möchte, ergänzt sie nach Belieben mit ein paar Schokotropfen, Kokosflocken, gehackten Nüssen, getrockneten Früchten und Gewürzen nach Wahl! Sehr gut schmecken die Cookies mit Erdnussbutter oder einem Klacks Marmelade, aber ich mag sie am liebsten pur. Breakfast Cookies (für 12 - 13 Stück) 270 Gramm Banane, fein gestampft (etwa 2 große, sehr reife Banane - solche mit vielen Punkten) 220 Gramm Haferflocken 1 TL Zimt oder Lebkuchengewürz 1 EL Ahornsirup (optional) 20 Gramm Kokosraspeln oder 50 Gramm Schokotropfen (optional) 100 Gramm der Haferflocken in einem Mixer oder einer Küchenmaschine zu einem feinem Pulver mahlen. Mit den restlichen Haferflocken und dem Zimt gemeinsam mit der gestampften Banane zu einem Teig rühren, dann kommen die optionalen Zutaten dazu. Den Teig etwa 10 Minuten stehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und esslöffelweise die Cookies auf das Blech setzen. Die Cookies leicht mit einem Löffel platt drücken (sie gehen nicht auseinander) und etwa 9 - 11 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt sind. Die Kekse nach dem Auskühlen in einem luftdichten Gefäß aufbewahren. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Veganer Brunch & Schlösser-Advent

12. Dezember 2016 Totally Veg! 

Veganer Brunch & Schlösser-AdventWir waren bei unserem Hochzeitscaterer La Muhr in Gmunden zum weihnachtlichen Brunch - und ehrlich, wenn ihr mal die Chance habt, bei La Muhr zu essen, lasst euch das nicht entgehen! Es ist jedes Mal unglaublich kreativ und köstlich, was das Team so zaubert. Dieses Mal wurde der Brunch ganz dem weihnachtlichen Motto gerecht, und es gab Linsenbraten, Zimt-Maroni-Aufstrich, Muffins, Spekulatius-Tiramisu, Orangen-Punsch und und und... Eine Wucht! Einen Verdauungsspaziergang haben wir dann beim Schlösser Advent in Gmunden am wunderschönen Traunsee eingelegt. Und das ist übrigens 100 % Fake Fur - der Rest sind meine Haare. Die sind echt. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Schoko-Kokos-Pralinen - gesunde Naschereien

10. Dezember 2016 Totally Veg! 

Schoko-Kokos-Pralinen - gesunde NaschereienZu Weihnachten kann es ganz schön reinhauen - ein Keks hier, ein Glühwein da, dazwischen eine Zimtschnecke, alles garniert mit den Süßigkeiten aus dem Nikolaus-Stiefel... Gelegentlich tut es dann auch mal ganz gut, etwas Gesünderes zu essen, aber natürlich wollen wir in der Adventszeit trotzdem die festliche Note nicht missen.   Diese Schoko-Kokos-Pralinen sind aus vollwertigen Zutaten gemacht, ohne Zucker, ohne Öl oder Margarine, noch dazu glutenfrei und ohne Soja. Aber das Beste ist: Sie sind trotzdem köstlich und die perfekte Nascherei für die Weihnachtszeit. Für die Zubereitung braucht ihr auch keinen Hochleistungsmixer (ich habe auch keinen), und sie entstehen sehr schnell aus ganz wenigen Zutaten - Datteln, Kakaopulver, Kokosraspeln und Lebkuchengewürz. Mich erinnert der Geschmack an eine Mischung an Bounty-Riegel und Schwedenbomben, im Abgang haben dann die weihnachtlichen Gewürze ihren Auftritt. Selbst mein Mann M, der wirklich, wirklich keine Datteln mag, findet diese Pralinen toll und ich musste um meinen Anteil mit ihm käpmfen. Eine Sünde, die keine wirkliche Sünde ist!   Schoko-Kokos-Pralinen (für etwa 10 Stück) 100 Gramm Medjool-Datteln, entkernt (etwa 5 - 6 Stück) 20 Gramm Kakaopulver 30 Gramm Kokosraspeln (und mehr zum Wälzen) 1/­­4 TL Lebkuchengewürz (selbstgemacht oder gekauft) 6 EL Wasser Papierförmchen für Pralinen Alle Zutaten in einem Mixer zu einer Masse pürieren, die Masse immer wieder mit einem Löffel von den Seiten des Mixers befreien. Die Masse muss nicht komplett fein sein, aber so, dass ihr euch vorstellen könnt, daraus Bälle zu rollen. Die Masse 15 - 20 Minuten kühl stellen. Dann die Masse TL-weise zu Bällchen zwischen den Handflächen zu Bällchen rollen, in etwas Kokosraspeln wälzen und in Papierförmchen setzen. Im Kühlschrank lagern. Die Pralinen schmecken am besten direkt aus dem Kühlschrank mit einer Tasse heißem Tee. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Weihnachten auf Gut Aiderbichl

8. Dezember 2016 Totally Veg! 

Weihnachten auf Gut AiderbichlAuch Gut Aiderbichl ist weihnachtlich geschmückt und es gibt kleine Stände mit Glühwein und Punsch. Weihnachten auf einem Gnadenhof ist etwas ganz Besonderes und ich lasse die Bilder von unserem Besuch in Henndorf für sich sprechen. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Duftende Orange mit Nelken

6. Dezember 2016 Totally Veg! 

Duftende Orange mit NelkenHabt ihr auch zwei linke Hände beim Basteln? Ich bewundere ja Menschen, die ganz viel selbst machen, die für die Weihnachtszeit Adventkränze binden, Girlanden kreieren, Weihnachtsbäume töpfern und Rentiere stricken. Ich hingegen tue mir gelegentlich schwer dabei, meine Schuhe zu binden. Das letzte Projekt, an dem ich gebastelt habe, waren die Kerzenhalter für unsere Hochzeit, was darin geendet hat, dass mein Mann meine Bastelkünste ausgelacht und es dann selbst in die Hand genommen hat (er kann im Gegensatz zu mir mit Nadel und Faden umgehen). Für's Basteln habe ich weder die Geduld noch die Feinmotorik. Diese duftenden Orangen sind aber ein Projekt, das sogar ich geschafft habe. Die Orangen sehen nicht nur hübsch aus, sondern duften auch ganz wunderbar, besonders, wenn man sie auf die Heizung legt. Die Nelken kaufe ich übrigens im Asia-Markt, wo es Gewürze in toller Qualität viel günstiger als im Supermarkt gibt. Duftende Orangen 1 Orange Nelken Einfacher wird's nicht: Die Nelken durch die Schale der Orange stechen. Wer kreativer ist, kann auch Muster kreieren. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Heiße Zitrone mit Ingwer

4. Dezember 2016 Totally Veg! 

Heiße Zitrone mit IngwerEine dampfende Tasse in der Hand, das gehört einfach zur Adventszeit. Wer nicht jeden Abend betrunken vom Glühwein sein will, wird diese alkoholfreie Alternative sicher zu schätzen wissen. Diese heiße Zitrone mit Ingwer schmeckt ausgezeichnet, passt perfekt zu einem gemütlichen Abend auf der Couch mit der Kuscheldecke und enthält so viele Vitamine, dass sie einen auch gut gegen Erkältungen wappnet. Sowohl M als auch ich kämpfen leider momentan mit Schnupfnasen, heiseren Kehlen und Kopfschmerzen, und die heiße Zitrone wirkt da wahre Wunder! Heiße Zitrone mit Ingwer (für 1 - 2 Portionen) 10 Gramm frischer Ingwer (etwa ein daumennagel-großes Stück) Saft 1 Zitrone 500 ml Wasser 1 - 2 EL Agavensirup Den Ingwer in feine Stücke schneiden (ihr müsst ihn nicht schälen). Gemeinsam mit dem Wasser und dem Saft der Zitrone aufkochen. Dann die Herdplatte ausschalten und zugedeckt etwa 10 Minuten ziehen lassen. Dann mit dem Agavensirup abschmecken und noch heiß servieren. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Ideen für vegane Adventkalender und Nikolo

2. Dezember 2016 Totally Veg! 

Ideen für vegane Adventkalender und NikoloM und ich befüllen uns wie jedes Jahr einen Adventkalender. 12 Türchen für ihn, 12 Türchen für mich. Und ihr bekommt einen exklusiven Einblick in M's Teil des Adventkalenders - er hat für diesen Artikel übrigens Leseverbot! Falls ihr auch einem lieben Menschen einen Adventkalender befüllt und ihr noch ein paar Türchen leer habt, oder ihr jemanden mit einem Nikolo-Stiefel überraschen wollt, dann inspiriert euch dieser Kalender hoffentlich! Schoko-Weihnachtsmann von Rosengarten Naturkost Krunchy Müsliriegel in Zartbitter von Barnouse Naturprodukte Rice Choc Erdbeer von Zero Zebra Zuckerstangen von American Heritage  Vegolino Nougat-Pralinen von Vego White Nougat Crisp von Vivani Erdbeer Waffel Crunch von Vivani Schoko Sesamini von Rapunzel Janosch-Bärenfreunde Gummibärchen von Frusano Zartbitter Kokoshappen von Rapunzel Alle Produkte wurden von mir selbst gekauft und im Biomarkt meines Vertrauens erstanden.  Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 21. - 27. November

28. November 2016 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 21. - 27. November Montag Einen guten Wochenstart gab es für mich mit mexikanischem Reis, gestampften Pinto-Bohnen und Salat. Übrigens koche ich jeden Abend die doppelte Portion, damit für den nächsten Tag auch genug für das Mittagessen übrig bleibt! Dienstag Dienstag ist seit Jahren der Tag, an dem ich abends meinen Yoga-Kurs besuche. Da muss es immer schnell gehen mit dem Essen - an diesem Dienstag gab es einfach Schoko-Bananen-Oatmeal. Ist flott gekocht, gibt richtig Power und schmeckt vor allem himmlisch! Auch M liebt diese Schoko-Haferflocken. Mittwoch Mir kam dieser Artikel unter, der mich zum Nachdenken gebracht hat: Der Chef der Rügenwalder Mühle, ein großer Wurst-Produzenten, spricht in einem Interview von seiner Vision, komplett auf Fleisch in den Produkten zu verzichten. Außerdem würden 2020 bereits 40 % der Produkte ohne Fleisch auskommen. Mich selbst hat dieses Statement überrascht. Egal, wie man zu diesem großen Konzern steht, finde ich es doch bemerkenswert, dass man hier so offen über das Image-Problem der Wurst spricht. Normalerweise heißt es doch immer, Fleisch gehört dazu wie die Luft zum Atmen. Aber es heißt auch, dass den Letzten die Hunde beißen, und vielleicht ist die Tier-Wurst schon angezählt. Wenn jetzt nur noch rein vegane Produkte hergestellt werden, das wäre was. Donnerstag Wie der geneigte Leser vielleicht schon erkannt hat, gibt es bei mir daheim oft simple Küche. So auch an diesem Donnerstag: Cremespinat (mit Sojamilch und Cashewmus anstatt Rahm) und eine Kartoffelpfanne. Freitag Was mich besonders gefreut hat: Ein Interview mit einer lokalen Zeitung über mein Buch Weihnachten Vegan. Und ich durfte vor einem Weihnachtsbaum knien!  Samstag Wir waren bei La Muhr in Gmunden zum Brunch. La Muhr hat das Catering für unsere vegane Hochzeit gemacht und hat regelmäßig vegane Veranstaltungen. Der Brunch war wie immer umwerfend! Sonntag Es ist der erste Advent! Und wir haben unseren wiederverwendbaren Adventkranz pünktlich ausgepackt. Um das zu feiern, gab es Rührtofu... eines unserer liebsten Rezepte für einen gemütlichen Sonntag! Im Dezember erwartet euch auf Totally Veg! etwas ganz Besonderes: Es wird bis zum Heiligen Abend jeden Tag einen Artikel geben mit Rezepten, Tipps für das Fest, weihnachtlichen Ausflugszielen und allem, was man für vegane Weihnachten so braucht! Los geht's am 1. Dezember - ich hoffe, ihr seid so aufgeregt wie ich! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 7. - 13. November

13. November 2016 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 7. - 13. November Montag Die Woche hat gleich mal wunderbar begonnen - Elisabeth von Homemade Deliciousness hat eine tolle, ehrliche Rezension über Weihnachten Vegan geschrieben. Sie hat sich quer durch's Buch gekocht und dann ihr (sehr positives!) Urteil gefällt. Ich habe mich darüber sehr gefreut, vor allem, weil die Rezension sicher sehr viel Arbeit war. Ihr solltet ihren Blog unbedingt ansehen, sie macht auch ganz tolle Fotos! Das Buch könnt ihr übrigens bei mir gewinnen, ihr habt Zeit bis zum 16.11.! Dienstag M und ich haben bei Nordsee den neuen veganen Wrap mit Avocado getestet und für sehr gut befunden - aber wir finden auch alles mit Avocado gut. Tatsächlich ist der Wrap geschmacklich eine gute Wahl, wenn man unterwegs ist und einen der Hunger überkommt. Ich will ehrlich sein, ich habe immer gemischte Gefühle, wenn große Fastfood-Ketten, die ihr Geschäft hauptsächlich mit dem Verkauf von Tierprodukten machen, vegane Optionen auf den Markt bringen. Einerseits möchte man die Nachfrage zeigen, andererseits... nun ja, siehe oben. Führt man diesen Gedanken weiter, dürfte man dann aber wiederum auch nicht in Supermärkten einkaufen, die Fleisch verkaufen, und ist schnell beim selbst gewebten Pullover am eigenen Grünkohl-Feld angelangt, was für die allermeisten unter uns ein wenig realistischer Lebensentwuf ist. Wie seht ihr das? Mittwoch Momentan sind die Arbeitstage lang und die Abende hirntot - in meinem Brotjob haben wir unsere Hochphase erreicht. Gesund essen ist mir trotzdem so wichtig, dass ich mich bemühe, jeden Abend etwas zu kochen, auch wenn ganz einfach ist. Hier eine Burrito-Bowl, bestehend aus Reis, Bohnen, Paprika und Mais in Tomatenpassata, angebratenem Seitan mit Zwiebel, Salat und Avocado. Donnerstag Ein ähnliches Szenario gab es auch an diesem Abend - es sollte schnell gehen und trotzdem ein paar Nährstoffe enthalten. Ich kochte Suppe mit Spalterbsen, Gemüse, Kartoffeln und veganen Würsteln dazu ein Avocadobrot. Ich liebe Suppen, und gerade, wenn man wenig Zeit in der Küche verbringen will, sind sie ideal! Freitag Ihr geht in den Asiamarkt, voller Vorfreude, und seid dann aufgrund der riesigen Auswahl an fremden Produkten so überfordert, dass ihr das Geschäft nur mit einer Packung Reis verlasst. Kommt euch das bekannt vor? Ich habe einen Tipp für solche Shopping-Ausflüge: Nehmt nächstes Mal diese Sukiyaki-Sauce mit, nach der ich etwas süchtig geworden bin. Sie schmeckt salzig-sauer-süß und ist sehr scharf und schmeckt super zu gebratenen Nudeln, Gemüsepfannen oder als Dip für Sommer- oder Frühlingsrollen. Aber dosiert sie vorsichtig, denn das Zeug ist wirklich, wirklich scharf, aber unglaublich gut. Auch M und meinen Vater haben wir schon angefixt. Samstag Meine Mama hatte Freunde eingeladen und mich zu diesem Anlass gebeten, ihr ein paar Cupcakes zu backen. Ich habe Schoko-Cupcakes mit einem Schoko-Kokos-Topping gemacht. Die Cupcakes wurden auf einer Etagere präsentiert, und nach langem Ah und Oh der Gäste wurden sie mit Gusto verspeist! Für den Teig der Cupcakes habe ich meinen einfachen Schokokuchen verwendet, für die Creme habe ich eine Packung der Kokossahne von Soyatoo mit reichlich Kakaopulver und zwei Packungen Sahnesteif aufgeschlagen, und die Cupcakes dann mit Kokosraspeln bestreut. Sonntag Wenn der Vater der Tochter erlaubt, dass sie sich zum Mittagessen etwas wünschen darf - dann will sie Reis. Basmati, um genau zu sein. In einem früheren Leben war ich sicher eine Reisbäuerin, denn ich kann von Reis und vor allem von Basmati nicht genug bekommen. Schon als Kind war meine Leibspeise Risbisi (Reis mit Erbsen), und auch heute könnte es gerne jeden Tag Basmati geben... Nur hätte mein Mann M etwas dagegen - der war in seinem vergangenen Leben scheinbar Italienier und könnte täglich Nudeln essen. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 31.10. - 6.11.

6. November 2016 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 31.10. - 6.11. Montag Halloween! Einer meiner liebsten Feiertage im Jahr, ganz knapp hinter Weihnachten. M und ich dekorierten unsere Wohung und genossen eine vegane Wurst- und Käseplatte, komplett mit Erdäpfelkas und Nudelsalat, dazu gab es gruselige Filme. Hurra! Dienstag Der 1. November ist Weltvegantag. Für mich war es der siebte (bald sind es acht Jahre!) und zur Feier des Tages gab es köstliche Chocolate Chip Brezel Cookies. Habt ihr sie schon entdeckt? Mittwoch Heute gibt es ein Geständnis: Gelegentlich geht es kulinarisch ordentlich in die Hose. Bestes Beispiel sind diese Kartoffeln, die ich in meinem Slow Cooker zubereiten wollte. Um es abzukürzen: Sie waren fast roh und gummiartig und ich konnte sie nicht mehr retten. Buhu. Aber ab und an haut man eben richtig daneben in der Küche. Zum Glück passiert es mir nicht zu oft! Was war euer letzter Küchen-Reinfall? Donnerstag Ganz entgegen den Klischees isst M wesentlich lieber als ich Salate. Und er verlangte lautstark nach einem riesigen Salat mit allem, was die Gemüselade her gibt. Grüner Salat, Paprika, Tomaten, Gurken, angebratene Kartofferl, Bohnen... mhm! Und wie so oft musste ich meinem lieben Mann zustimmen: Salat ist köstlich. Freitag Kennt ihr dieses Gefühl, wenn euch jeden Moment die Decke auf den Kopf fallen zu droht und ihr nur noch flüchten möchtet? Am Freitag buchten M und ich spontan eine Nacht in einem Hotel in München. Und wie jeder romantische Ausflug ging es auch hier nur um das Eine: Völlern. Den Abend verbrachten wir bei Hans im Glück, die tolle vegane Burger machen und deren Dip ich mir intravenös zuführen möchte. Samstag  Das Frühstück verbrachten M und ich im Royal-Kebabhaus mit veganem Dürüm, Döner und Börek. Herz, was willst du mehr? Später gab es die ersten gebrannten Erdnüsse der Saison, und zum Abendessen einen grandiosen Hummus-Teller am Viktualienmarkt. Und die Welt war wieder in Ordnung. Sonntag Der Morgen ist noch besser mit einer großen Portion Bananen-Pancakes mit Kokosflocken und Ahornsirup (das Rezept könnt ihr hier finden). Und seht ihr den kleinen Smiley auf der Banane? Das passiert, wenn M sie in die Finger bekommt. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 24. - 30. Oktober

30. Oktober 2016 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 24. - 30. Oktober Montag Manchmal muss es abends schnell gehen... Reis, Tzatziki aus Soja-Joghurt, Gemüse und etwas veganes Gyros. Und natürlich Sriracha. Dienstag M und ich nehmen unser Essen jeden Tag ins Büro mit, und das seit Jahren. Meistens sind es Reste vom Vortag, aber gelegentlich werfe ich auch alles, was ich finde, in unsere Tupperware und bezeichne es als Mittagessen. In diesem Fall habe ich Sushi-Salat zubereitet: Gekochter, abgekühlter Natur-Reis, fein geschnittene Karotte, Gurke, Paprika Avocado und Sojabohnen, ein paar Sesamsamen und fein zerfleddertes Nori, mit einem Dressing aus etwas Reisessig und Agavensirup (und für mich wieder viel Sriracha). Wirklich, wirklich gut, besonders für Sushi-Liebhaber wie mich! Das wird es jetzt sicher öfters geben.  Mittwoch Staatsfeiertag in Österreich! Nachdem M und ich auf Wikipedia nachgelesen haben, warum wir den gerade am 26. Oktober feiern (peinlich, aber besser spät als nie - und es ist wirklich nicht ganz klar!), starteten wir den Tag mit etwas Oatmeal - Schoko-Banane, in diesem Fall. Danach hatten wir eine Kollegin zu Gast, für die ich eine britische Tea Time vorbereitet hatte. Scones (aus meinem Buch Vegan für Naschkatzen), Zitronenschnitten (bald am Blog), Finger Sandwiches, ein paar der letzten österreichischen Erdbeeren und natürlich Tee. Donnerstag Ich habe dieses Video auf Youtube gesehen, in dem ein Mann das erste Mal darüber nachdenkt, ob es richtig ist, Kühe zu essen, als er sieht, dass sie verspielte, fröhliche Lebewesen sind, genau so wie Hunde. Und für mich stellt das die Frage, ob man mit Videos von "Nutztieren", die Schweine, Kühe und Hühner bei ihrem sozialen Verhalten zeigen, nicht sogar effektiver vorgehen würde als mit Horroraufnahmen aus Schlachthöfen (die sich ohnehin nur wenige Leute ansehen). Veganer wissen, dass diese Tiere in ihrem Charakter nicht weniger komplex sind als unsere Haustiere, aber generell werden sie als dumpfe, eintönige Kreaturen dargestellt, die an ihrer Umgebung wenig Anteil nehmen. Eine andere Seite an ihnen zu zeigen könnte ein Umdenken ebenso anstoßen. Wie seht ihr das? Freitag Alle um mich sind krank. Ich bin umgeben von hustenden, niesenden, schnupfenden Menschen. Da hilft nur eine Vitaminbombe in Form eines grünen Smoothies mit Apfel, Satsumas, etwas gefrorener Banane und einer großen Handvoll Grünkohl. Prost! Samstag Der Tag begann mit einem kleinen Brunch - Kartoffelpfanne mit Tofu und Baked Beans. Den Samstag verbrachten wir dann zum großen Teil draussen und bewunderten die vielfältigen Abstufungen an Gelb und Rot, die die Blätter zustande bringen. Herbst ist meine liebste Jahreszeit, auch, wenn wir im ständigen, feinen Nieselregen spazieren mussten.  Sonntag Nur noch ein Tag bis Halloween! Wer noch kulinarische Inspiration braucht, wie wäre es mit Pumpkin Cookies, Kürbispesto, ein göttlicher Kichererbsen-Eintopf, Nudelsalat oder Kräuterbutter-Schnecken für eure Halloween-Party? M und ich werden es uns wie letztes Jahr daheim gemütlich machen und eine vegane Käseplatten verspeisen. Ich freue mich schon so! Meine ganzen Kürbisse und Spinnweben (künstlich, ich züchte die nicht das ganze Jahr!) sind schon ausgepackt und bereit für den gruseligsten aller Tage.    Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Hope for all - DVDs zu gewinnen!

19. Oktober 2016 Totally Veg! 

Hope for all - DVDs zu gewinnen! In meinem Freundes- und Bekanntenkreis spreche ich gerne über das Thema Veganismus. Während ich gerade im kulinarischen Bereich sehr viel erzählen kann, habe ich doch in anderen Aspekten, wie Auswirkungen auf den Klimawandel oder die Prävention von Zivilisationskrankheiten, das Gefühl, dass andere das besser als ich erklären können. Ich bin kein Anhänger des Mottos "Alles ist schon gesagt, nur nicht von jedem", und lasse dann lieber jenen den Vortritt, die es wesentlich detaillierter und fachkundiger beschreiben können, worum es geht. Darum borge ich gerne Bücher, aber besonders gerne Filme an Interessierte in meinem Umkreis. Gerade eine Dokumentation sieht man sich an einem gemütlichen Abend gerne an, ein dickes Sachbuch ist wiederum nicht jedermanns Sache.  Wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, dann können bewegte Bilder das ausdrücken, was die Sprache nicht fassen kann. Der Film "Hope for all" erklärt einerseits in Worten und andererseits auch in Bildern, worum es in der veganen Ernährung geht - Gesundheit, Umweltschutz und Respekt vor Tieren. Zu Wort kommen Fachleute, die sich mit den Themen jahrelang eng auseinandergesetzt haben. Im Film sprechen bekannte Persönlichkeiten wie Jane Goodall, Dr. T. Colin Campbell und Dr. Caldwell B. Esselstyn und zahlreiche andere Ärzte, Umweltschützer und Aktivisten aus der ganzen Welt. Sie bringen uns in eindringlichen Worten nahe, welche großen Probleme Fleisch, Milch und Eier mit sich bringen.  Ich lebe mittlerweile seit acht Jahren vegan und ich habe alles schon gehört. Tatsächlich schockiert es mich aber jedes Mal wieder, wenn ich über die Auswüchse unseres Fleischwahns höre, die Auswirkungen auf die Umwelt, den Preis, den wir mit unserer Gesundheit zahlen, und jedes Mal merke ich mir ein neues Detail. Vor acht Jahren machte ich den Schritt zu einer veganen Lebensweise aus Mitleid mit den Tieren, und gerade der Aspekt der modernen Tierhaltung ist der, der mich im Film wieder am meisten mitgenommen hat. Auch wenn ich all diese Fakten weiß, ein Bild erzählt die Geschichte dahinter. Und ja, ich habe während Teile des Films geweint und auch M hat mit den Tränen gekämpft. Ich denke, es ist nicht normal, auf diese Bilder anders als mit Entsetzen und Traurigkeit zu reagieren. Hope for all geht da weiter, wo Gabel statt Skalpell oder Cowspiracy aufhören und erzählt die ganze Geschichte. Gleichzeitig ist er nicht so brutal, dass man ihn nicht anschauen könnte - aber er ist stellenweise traurig, nur gibt es da leider eben nichts zu beschönigen. Allerdings lässt er uns mit aufmunternden Bildern und Hoffnung abschließen und motiviert ungemein, die Ernährung umzustellen und bestärkt darin, den Weg fortzusetzen. Hope for all ist ein toller Film für alle schon vegan lebenden Menschen und solche, die sich für ihre Ernährung auch nur ein bisschen interessieren. Die Fakten sind nicht neu. Aber alles so kompakt auf einer DVD zu haben, ist ein wahrer Rundumschlag, dem man wenig entgegenzusetzen hat. Ich werde den Film sicher gerne in meinem Bekanntenkreis verleihen und bin auf die Reaktionen gespannt! Wollt ihr den Film auch gerne sehen? Hier werden 3 DVDs verlost! Ihr könnt gewinnen, wenn ihr mir unter diesem Artikel in einem Kommentar schreibt, mit wem ihr den Film gerne ansehen möchtet und warum. Ihr habt Zeit bis zum 25 Oktober 2016. Die Gewinner ermittle ich zufällig am Tag darauf und gebe sie dann hier am Blog bekannt bzw. schreibe euch gleich eine E-Mail. Falls ihr bei Google kein Konto habt, bitte schreibt einen Namen oder ein Pseudonym dazu, das ich euch dann eindeutig zuordnen kann (z.B. euren Vornamen und euren Wohnort). Viel Glück! Eine DVD von Hope for all wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung zum Film hat das allerdings keinen Einfluss - ich stelle euch nichts vor, was mir nicht gefallen hat. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Gesunde Süßkartoffel-Brownies ohne Fett

13. Oktober 2016 Totally Veg! 

Gesunde Süßkartoffel-Brownies ohne FettSchon als Kind habe ich mich gerne versteckt. Ich habe mich in muffig riechende Kleiderschränke gezwängt, in Nischen gedrückt, bin unters Sofa gekrochen, durch dunkle Gänge gerobbt und habe mich gefreut, weil ich unsichtbar geworden bin - auch, wenn mich gar niemand gesucht hat. Verstecken spiele ich heute noch gerne. Allerdings bin ich für die besten Verstecke mittlerweile zu groß geworden, und seien wir ehrlich, M würde vermutlich einen Herzinfarkt bekommen, wenn er seinen Pullover sucht und seine verrückte Frau im Kleiderschrank kauert. Heutzutage verstecke ich lieber Zutaten. Ich backe leckere Blätterteigschnecken und verrate erst später, dass ich darin Tofu versteckt habe. Ich koche einen Nudelauflauf mit einer verdächtig nach Käse schmeckenden Sauce und enthülle erst danach, dass gar kein Käse drinnen ist. Ich mische Essig in Kuchen und keiner merkt es. Aber mit diesem Rezept habe ich das Versteckspiel auf die Spitze getrieben. Köstliche, weiche, Brownies mit der perfekten ,,fudgy Konsistenz, die super-schokoladig schmecken und auf der Zunge zergehen. Was ich darin versteckt habe: Süßkartoffeln. Was dafür fehlt: Eier, Milch, Butter, Öl. Brownies, die nicht nur fantastisch schmecken, sondern auch noch viel gesünder sind und mehr Nährstoffe und Vitamine enthalten als ihr regulärer Gegenspieler. Sie sind ganz einfach zuzubereiten und ich habe sogar Vollkornmehl verwendet. Das nenne ich doch ein gelungenes Versteckspiel. Süßkartoffel-Brownies 250 Gramm Süßkartoffeln (weich gedämpft oder im Ofen gebacken, siehe Notiz) 120 Gramm Vollkorn-Dinkelmehl1/­­2 TL Natron (Speisesoda) 1/­­2 TL Backpulver 1/­­4 TL Zimt Prise Salz 80 Gramm brauner Zucker 40 Gramm Kakaopulver 250 ml Sojamilch oder andere pfanzliche Milch Zartbitter-Schokolade oder Nüsse als Dekor (optional) Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine kleine Backform (ca. 20 x 18) oder eine Springform (22 cm) mit Backpapier auslegen. Die Süßkartoffeln mit einer Gabel fein stampfen. Ihr könnt sie auch mit der Sojamilch pürieren, aber mich stören die kleinen Stücke im Teig nicht. Mehl, Backpulver, Zimt, Salz, Zucker und Kakaopulver in einer großen Schüssel vermischen. Dann mit der zerstampften Süßkartoffel und der Sojamilch zu einem glatten Teig rühren. In die Backform füllen, ein paar Stücke Schokolade oder Nüsse auf dem Teig verteilen und leicht festdrücken und die Brownies etwa 23 - 30 Minuten backen, bis ein Zahnstocher, in die Brownies gestochen, sauber wieder herauskommt und die Oberfläche sich fest anfühlt. Kurz abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form nehmen, komplett abkühlen lassen und in 9 - 12 Stücke schneiden. Luftdicht aufbewahren. Mit Staubzucker oder pur servieren - die Brownies schmecken am nächsten Tag noch besser. Notiz: Für diese Rezept könnt ihr die Süßkartoffel entweder dämpfen, indem ihr sie in Stücke schneidet und in einem Dämpfeinsatz in einem Tompf mit wenig Wasser weich dünstet. Oder ihr könnt die Süßkartoffel im Ofen backen, indem ihr sie mit einem Messer mehrmals einstecht und dann bei 180 Grad etwa 40 - 50 Minuten backt. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Gebackener Sriracha-Tofu und Tofupresse zu gewinnen

9. Oktober 2016 Totally Veg! 

Gebackener Sriracha-Tofu und Tofupresse zu gewinnenKennt ihr Sriracha-Sauce? Falls nicht, schließt sofort euren Browser und klappt euren Laptop zu. Nur so kann ich verhindern, dass ihr auch in die vollkommene Abhängigkeit rutscht. Denn ich bin süchtig nach Sriracha und esse das Zeug wirklich überall dazu (vielleicht noch nicht auf Schokolade, aber wenn es soweit ist, gründe ich eine Selbsthilfe-Gruppe, versprochen). Ich habe zumindest zwei Flaschen Srirache daheim - aus Angst, dass eine leer wird -  und eine Flasche steht bei mir im Büro. Denn es gibt kein Mittagessen ohne Sriracha! Mittlerweile bin ich dabei, meinen Mann in die Abhängigkeit zu treiben, mein Vater gibt sich Sriracha praktisch auch schon intravenös. Sriracha ist eine sehr scharfe Chili-Sauce, die die perfekte Balance aus scharf, salzig und sauer hat. Sie passt perfekt zu Eintöpfen, Suppen, Pasta, Reis, Pizzen, Sandwiches und praktisch zu allem, was pikant ist. Da ich immer neue Wege suche, Sriracha in meinen Mund zu befördern, dachte ich daran, dass gebackener Tofu, dick eingelegt in herrliche Srirache-Sauce, köstlich sein müsste. Tatsächlich: Er ist es. Aber bevor ich weiter davon schwärme, komme ich zu meinem neuen Lieblingsprodukt: Die Tofupresse von Tofuture.    Es gibt wenig Dinge, die ich so eklig finde, wie die Flüssigkeit, in der Tofu eingelegt ist - eigentlich ist das nur noch getoppt von dem Lulu, das aus Senftuben kommt, pfui Teufel. Wenn ich Tofu zubereite, möchte ich möglichst viel von diesem grausigen Tofu-Wasser loswerden, auch, damit die Gewürze und Aromen wirklich in den Tofu eindringen können und um die Konsistenz zu verbessern. Bisher habe ich meinen Tofu in Küchenrolle gewickelt, auf einen Teller gelegt und mit meinen dicksten Bücher beschwert. So kommt einiges an Flüssigkeit heraus, dummerweise hat diese Konstruktion die Eigenschaft, plötzlich in der Küche umzufallen, mir damit eine Heidenangst zu machen und meine armen Bücher auf den Boden zu befördern. Diese Probleme sind nun aber alle gelöst: Die Tofupresse von Tofuture ist eine wunderbare kleine Gerätschaft, die dem Tofu die Flüssigkeit nun ganz einfach austreibt. In der Tofupresse ist ein Sieb, in den ihr den Tofu hineinlegt und ihn mit dem Deckel, an dem starke Gummibänder angebracht sind, gleichmäßig pressen könnt. Ihr könnt den Tofu über Nacht pressen (was ich gerne tue), und dann kommt eine ganze Menge Wasser heraus! Die Presse ist klein und leicht zu verstauen und etwas, das ich sicher nicht mehr hergebe.  Weil die Leute rund um die Tofuture so nett sind, habt ihr außerdem die Chance, eine Tofupresse hier zu gewinnen! Kommentiert einfach unter diesem Artikel bis 15. 10. 2016, was euer liebstes Tofu-Rezept ist, der Gewinner wird dann am Tag darauf hier per Zufall gekürt und verkündet! Falls ihr bei Google kein Konto habt, bitte schreibt einen Namen oder ein Synoym dazu, das ich euch dann eindeutig zuordnen kann (z.B. euren Vornamen und euren Wohnort). Nun aber zurück zu meinem neuen Lieblingsrezept: Gebackener Sriracha-Tofu. Der Tofu wird gepresst, mit einer unglaublich leckeren und etwas scharfen Marinade bestrichen und im Ofen gebacken, bis er knusprig und bissfest und ganz und gar suchterregend ist. Dieser Tofu passt wunderbar in Wraps, Sandwiches, Salate oder auch in Sommerrollen, was M und ich gemacht haben! Aber ganz ehrlich, er ist so gut, dass man ihn auch einfach pur snacken kann. Sagt dann nur nicht, dass ich euch nicht gewarnt hätte, wenn ihr nicht mehr aufhören könnt. Gebackener Sriracha-Tofu 400 Gramm Natur-Tofu 2 EL Sriracha-Sauce 3 EL Sojasauce 1 EL Agavensirup Den Tofu gut pressen - am besten über Nacht - bis eine ganze Menge Wasser herausgekommen ist. Dann den Tofu in 16 Stücke schneiden - den Tofu vertikal halbieren, und dann diese Stücke erneut vertikal halbieren und diese Stücke in dünne Scheiben schneiden. Im Endeffekt wollen wir dünne Scheiben herausbekommen! Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Sriracha, Sojasauce und Agavensirup gut miteinander vermischen. Dann jedes Stück Tofu in die Sauce eintunken und auf das Blech legen. Alle übrige Sauce vorsichtig auf den Stücken verteilen. Den Tofu 18 - 20 Minuten backen, bis die Sauce oben sehr gut angebacken ist, dann vorsichtig umdrehen und erneut 15 Minuten backen. Tofu aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen, ich schneide ihn dann gerne in mundgerechte Happen.  Disclaimer: Die Tofupresse wurde mir freundlicherweise von Tofuture zur Verfügung gestellt! Das beeinflusst meine Meinung über das Produkt aber nicht, ich würde es auch so toll finden. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Oatmeal mit Süßkartoffeln und Zimt - gesundes veganes Frühstück

2. Oktober 2016 Totally Veg! 

Oatmeal mit Süßkartoffeln und Zimt - gesundes veganes FrühstückEs ist Oktober! Endlich! Meine liebste Jahreszeit, schon immer. Ich bin auch sicherlich nicht die Einzige, die sich darüber freut, dass das Wetter nun endlich herbstlich wird. Nieselregen, Temperaturen unter 15 Grad und Wind schreien geradezu nach den besten Zutaten des Herbsts: Schals. Dicke Strumpfhosen. Schicke Boots. Heißer Tee. Und natürlich einem warmen Frühstück. Ich esse sehr gerne Oatmeal, zu deutsch Haferbrei (aber das klingt furchtbar nach Babykost und Krankenhaus, nur noch getoppt von den noch schlimmeren Wörtern Haferschleim und Hafergrütze. Darum bleibe ich lieber bei den Amerikanismen). Haferflocken in einem schnöden deutschen Müsli sind immer irgendwie eine staubige Angelegenheit, ein wenig hart bleiben sie gerne zwischen den Zähnen hängen oder lassen sich gar nicht richtig zerkauen. Kocht man besagte Haferflocken aber mit etwas Wasser oder Milch auf, werden sie herrlich zart und weich und mollig. Normalerweise esse ich sie einfach gern mit etwas zerstampfter Banane oder manchmal mit Kakaopulver, aber um den Herbst so richtig abzufeiern, wollte ich eine etwas ausgefallenere Variante wählen: Oatmeal mit Süßkartoffeln (wild, ich weiß).  Zu Süßkartoffeln habe ich ein ambivalentes Verhältnis. Meinen ersten Kontakt hatte ich in einer original amerikanischen Sweet Potato Casserole, ein Auflauf aus Süßkartoffeln, der mit Marshmallows getoppt wird, den man als Beilage zu Thanksgiving ist. Schrecklich. Süßkartoffel-Suppe hingegen kann sehr gut sein, und in meinem bald erscheinenden Buch "Weihnachten Vegan" gibt es ein Rezept für eine Pasta-Sauce aus Süßkartoffeln, die himmlisch ist. Süßkartoffeln, die im Ofen gebacken und dann pur gelöffelt werden, sind wiederum nicht mein Fall - ich glaube, es liegt an der matschig-breiigen Konsistenz, die ich auch bei manchen Kürbis-Sorten nicht mag. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hatte Süßkartoffeln zuhause und wollte sie in ein leckeres, nahrhaftes Frühstück verwandeln. In diesem Oatmeal wird zerstampfte Süßkartoffel unter die Haferflocken gemischt und mit viel Zimt und Ahornsirup abgerundet. Durch die Zugabe der Süßkartoffeln wird das Oatmeal wunderbar cremig und bekommt eine tolle, herbstliche Farbe. Und natürlich bietet dieses gesunde Frühstück jede Menge Vitamine und Nährstoffe und da es sehr sättigend ist, habt ihr genug Power für euren Vormittag. Meine Empfehlung für einen kühlen Morgen im Oktober! Oatmeal mit Süßkartoffeln und Zimt (für zwei Personen) 100 Gramm Haferflocken (Großblatt) 500 ml Wasser 150 Gramm weich gedämpfte oder gebackene Süßkartoffel, fein gestampft (siehe Notiz) 1 TL Zimt Prise geriebener Muskat 1 - 2 EL Ahornsirup (und mehr zum Servieren) Toppings: Gehackte Nüsse, Kokosflocken, Banane... In einem Topf die Haferflocken mit dem Wasser auf mittlerer Hitze aufkochen, dabei gelegentlich umrühren. Köcheln lassen, bis die Haferflocken schön weich und die Konsistenz "schleimig" ist (sorry, aber das ist so). Die Hitze zurücknehmen und Süßkartoffeln, Zimt und Muskat gut einrühren, und dann mit dem Ahornsirup abschmecken. Vom Herd nehmen und etwa fünf Minuten stehen lassen, dann auf zwei Schüssel aufteilen und mit den gewünschten Toppings bestreuen und mit mehr Ahornsirup servieren. Notiz: Ihr könnt die Süßkartoffeln entweder dämpfen oder im Rohr backen. Für's Dämpfen die Süßkartoffel schälen, in Stücke schneiden und in einem Kochtopf mit Dämpfeinsatz weich dämpfen. Für's Backen die Süßkartoffeln einstechen und bei 180 Grad etwa 40 - 60 Minuten backen, bis sie weich sind, danach das Fleisch herauslöffeln. Dämpfen geht schneller, dafür kommt das süße Aroma im Backofen besser zur Geltung. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Gesunder Zucchini-Kuchen - Vollkorn und ohne Öl

10. September 2016 Totally Veg! 

Gesunder Zucchini-Kuchen - Vollkorn und ohne ÖlIch liebe veganes Essen. Ich liebe besonders das mit vielen Kalorien - vegane Burger, Donuts, Eis und Pommes bringen mein Herz zu singen. Ich liebe Kuchen so sehr, dass ich ein Buch darüber geschrieben habe. Und während ich mir diese Köstlichkeiten gerne gönne, versuche ich doch, die meiste Zeit über gesund zu essen, weil es mir damit besser geht (auch ich bin keine 20 mehr!) und es natürlich auch gut schmeckt. Unter der Woche esse ich viel Obst und Gemüse, Vollkorn-Produkte, wenig Fett und am Wochenende steht dann dafür die eine oder andere Extravaganz am Speiseplan. Doch der Mensch lebt nicht von Äpfeln als Nachspeise alleine, und so wollte ich mich an gesünderen Kuchen probieren. Aus einem älteren Rezept für Zucchini-Kuchen ist diese fettfreie Variante mit Vollkorn-Mehl entstanden, die tatsächlich ganz wunderbar schmeckt und immer noch unglaublich saftig ist. Zugegeben, es ist ein wenig Zucker im Rezept, aber nicht besonders viel, und ehrlich, es ist ja trotzdem noch ein Kuchen, der auch so schmecken soll. Die Zucchini machen den Kuchen saftig und ich liebe die Kombination aus Zimt und Apfelmus im Teig! Ihr könnt ihn etwas eher aus dem Rohr holen (nach etwa 38 Minuten), wenn ihr in gerne etwas klitschiger habt. Zum Kuchen passt eine große Tasse Tee am allerbesten. Gesunder Zucchini-Kuchen 2 EL Leinsamen, gemahlen 6 EL Wasser 200 Gramm Vollkorn-Dinkelmehl 100 Gramm brauner Zucker 1 TL Natron 1/­­2 TL Backpulver 1/­­4 TL Salz 1 1/­­2 TL Zimt 1/­­4 TL Muskat 270 Gramm Zucchini (geschält, geraspelt und ggf. entkernt - danach abgewogen) 120 Gramm Apfelmus Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Brotform (ca. 30 cm Länge) mit Backpapier auslegen und an den Enden einfetten. Die Leinsamen mit Wasser gut verrühren und beiseite stellen. Mehl, Zucker, Natron, Backpulver, Zimt und Muskat verrühren. Leinsamen samt Wasser, Zucchini und Apfelmus hinzufügen und gut verrühren. In die Form streichen und im Ofen etwa 38 bis 50 Minuten bei 180 Grad backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Kuchens gestochen, sauber wieder herauskommt. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Reise nach Hamburg

21. August 2016 Totally Veg! 

Reise nach HamburgM und ich wollten schon länger gerne Hamburg besuchen, da uns viele von der Stadt vorgeschwärmt haben. Und wir wurden nicht enttäuscht! Uns hat Hamburg wirklich besonders gut gefallen - die Atmosphäre, die netten Shops, die Sehenswürdigkeiten und natürlich der große Hafen (für uns Alpenländler etwas sehr Ungewöhnliches). Wir nutzten ein verlängertes Wochenende und haben in die paar Tage wirklich sehr viel gepackt. Aber seht selbst:  Kurz vor dem Miniatur Wunderland! Geschlafen haben wir im Motel One am Michel. Ich mag die Hotelkette gerne - man weiß, was man kriegt - und die Location ist für Touristen ideal. Außerdem ist das Motel One nahe an einem Lovinghut gelegen, was toll ist, wenn das Restauran denn geöffnet hätte. Aber dazu später mehr. Am ersten Tag haben wir eine Hafenrundfahrt gemacht. An den Landungsbrücken gibt es zahlreiche Anbieter, zwischen denen ich wenig Unterschied feststellen konnte. Wir wollten mit einem kleineren Boot fahren, um die Speicherstadt und den Containerhafen zu bewundern (dabei sollte man etwas auf die Gezeiten achten, da diese Strecke nicht immer zugänglich ist). Ich fahre unglaublich gerne mit dem Schiff - frische Luft, Wasser, schöne Ausblicke, was gibt es Besseres? Außerdem hat sich unser Kapitän original angehört wie Käpt'n Blaubär, was mich in noch größere Begeisterung versetzt hat.  Landungsbrücken  Speicherstadt  Elbphilharmonie  Hafenrundfahrt Hafenrundfahrt Anschließend hatten wir durch die frische Luft Hunger und wir gönnten uns eine Portion heißer, knuspriger, fettiger Pommes mit Curry-Sauce und einem Bierchen. Dabei schauten wir den Schiffen zu, die Möwen schrien, und die Sonne blinzelte zwischen den Wolken hervor. Einer meiner liebsten Momente in Hamburg! Nachmittags spazierten wir im Viertel Sternschanze herum, wo es einen Menge an niedlichen Shops mit viel unnötigem Krimskrams gibt. Während M vor der Türe stand und auf sein Handy starrte, huschte ich in besagten Shops herum (und kaufte entzückende Ohrringe). Zu Hamburg gehört auch ein Besuch auf der Reeperbahn - wobei für mich ein einziger Besuch sicherlich genug ist. Es gibt jede Menge Bars, Sex-Shops, Nachtclubs, Junggesellenabschiede und anzügliche Souvenirs. Kann man hingehen, muss man aber nicht.  Otto von Bismarck steht im Park herum  Am nächsten Tag besuchten wir in aller Herrgottsfrüh (um 8 Uhr!) das Miniatur Wunderland - eine große Modelleisenbahn-Anlage. Während ich normalerweise mit Modelleisenbahnen wirklich gar nichts anfangen kann, ist das Miniatur Wunderland wirklich einen Besuch wert. In unglaublicher Detailliebe erwachen dort kleine Welten zum Leben, bevölkert von unzähligen winzigen Männchen in allerlei Lebenslagen. Und die kleinen Züge! Und die minikleinen Autos! Und die ganzen Lichter! Ich hätte Stunden dort alles bestaunen können. Der einzige Wehrmutstropfen ist der rege Besucherandrang - wenn ihr euch also in Ruhe umschauen wollt, kommt bald in der Früh! Nachmittags war es Zeit für mein persönliches Highlight - König der Löwen als Musical! Nennt mich kitschig, aber ich war hingerissen. König der Löwen ist der Film meiner Kindheit, und die mitreissenden Songs so schön inszeniert zu sehen, war wirklich etwas Besonderes. Auch wenn die Tickets nicht gerade günstig sind, ich kann den König der Löwen sehr empfehlen (und ich bin kein besonders großer Musical-Fan) - Taschentücher nicht vergessen! Gegessen haben wir auch sehr gut! Während ich normalerweise gerne einen kleinen Umweg auf mich nehme, um in einem veganen Restaurant zu essen, war unsere Zeit dieses Mal begrenzt und wir richteten uns danach, was gerade in der Nähe war - aber auch das ist in Hamburg möglich. Die Zeiten ändern sich und heutzutage kann man sich zum Glück schnell und unkompliziert auch vegan verpfegen. Das Motel One hatte ich eigentlich auch gebucht, da in unmittelbarer Nähe ein Lovinghut ist - nur als wir dort vor der Türe standen, stellten wir fest, dass dort Betriebsurlaub angesagt war (und warum sollte man so ein kleines Detail auch auf die Website schreiben?). Wir haben es aber überlebt. Besonders empfehlen in Hamburg kann ich die Burger-Kette Peter Pane. Ähnlich zum Konkurrenten Hans im Glück gibt es dort auch eine Reihe köstlicher veganer Burger, und noch dazu auch vegane Desserts! Besonders gut geschmeckt hat uns der Frohnatur-Burger mit veganem Patty, Avocado, Spinat und Knoblauch-Sauce. Als Dessert gibt es frittierte Reibekuchen-Sticks mit Apfelmus (die etwas mehr Staubzucker vertragen hätten) und Schokoladenkuchen mit Eis und Mango - köstlich! Zum Lunch waren wir bei Vapiano, der seit neuestem auch mit einem hübschen grünen V kennzeichnet, welche Speisen vegan sind. Nach Penne Ratatouille und Bruschetta Pizza (ohne Käse bestellt) waren wir gestärkt für weitere Abenteuer. Sonntags ist es nicht so leicht, ein Cafe zu finden, das am Morgen Sojamilch und ein veganes Frühstück anbietet (viele Cafes sperren erst um 10 oder gar 12 Uhr auf). Aber auf Starbucks ist Verlass, bei dem wir auch vegane Sandwiches fanden - und auch wenn Kaffee-Puristen gerne das Näschen rümpfen, für mich gibt es kaum etwas Besseres als einen Vanille Soja-Latte.  Und manchmal ist ein abendlicher Snack im Hotelzimmer auch etwas Feines - im nahen Supermarkt haben wir veganen Fleischsalat und Aufschnitt ergattert, mhmm! Dazu gab es Die Nanny im Fernsehen, die gute Frau ist ein absolutes Vorbild. Nach diesem kurzen, aber sehr ereignisreichen Aufenthalt ging es dann ab nach Hause. Ein Tipp: Der Flughafen Hamburg ist sehr vegan-freundlich und hat auf der Website sogar Infos parat, wo es für uns friedliche Pflanzenesser überall Köstlichkeiten gibt. Wir haben bei Scoom einen riesigen Falafel-Wrap verspeist, es gibt dort auch Couscous- und Bulgur- und Nudel-Salate, und sogar ein veganes Schokomousse. Schön war's, Hamburg! Du bist wirkliche eine Perle. Hoffentlich auf bald. Das sehr hübsche Rathaus Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche mit Kurzurlaub - 11. - 17. Juli

18. Juli 2016 Totally Veg! 

Meine vegane Woche mit Kurzurlaub - 11. - 17. Juli Montag Momentan gibt es riesige, saftige Heidelbeeren zu kaufen, in einer Qualität, die man nur im Sommer findet. Auch wenn wir in einer globalisierten Welt leben: Die besten Produkte sind doch noch abhängig von den Jahreszeiten. Zum Glück gibt es köstliche vegane Schokoriegel aber das ganze Jahr über. Dienstag M und ich essen seit Jahren mit Begeisterung Nudelauflauf mit einer Sauce aus Cashews, Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln. Das klingt vielleicht seltsam, aber ich kann euch den Auflauf nur sehr ans Herz legen! Ich werfe vor dem Backen noch gefrorene Erbsen und gefrorenen Broccoli hinein und habe schon zahllose Variationen des Auflaufs gemacht - er ist immer wieder gut! Probiert ihn doch mal aus. Mittwoch Und wir sind wieder beim saisonalen Gemüse - meine große Liebe im Sommer ist Zuckermais. Ich liebe Mais mit oder ohne Margarine, aber ein wenig Salz muss sein. Wir haben sogar kleine Halter in Form von Zuckermais, die man in die Seite des Mais sticht. Donnerstag Und schon wieder so ein Sommer-Essen... Salat! Ein riesige, gigantische Schüssel voll Salat. Mhmmm. Mit Salat, Paprika, Tomaten, Gurke, Kartoffeln, Bohnen, Avocado und etwas Kürbiskernöl (und scharfer Chili-Sauce). Freitag - Sonntag M und ich haben uns für ein erholsames Wochenende nicht weit von unserem Wohnort entschieden. Im Hotel Alpendorf waren wir schon im Herbst und da waren wir so beeindruckt, dass wir es kaum erwarten konnten, wieder hinzufahren. Die Gegend ist wunderschön und ideal für Spaziergänge und Wanderungen, das Hotel sehr gemütlich und gepflegt, mit tollem Pool und Wellnessbereich, die Mitarbeiter behandeln einen vom ersten Moment an wie Stammkunden und das Wichtigste: Das vegane Essen ist fabelhaft! Mein Highlight war das tolle Frühstück, der Burger und die Eispalatschinken.  Nachmittagsjause: Bratwürstl mit Salat   Nachmittagsjause: Broccoli-Suppe  Dessert: Schoko-Avocado-Creme, Bananeneis und Keksbrösel    Antipasti-Salat  Veganer Burger mit Kartoffelspalten   Eispalatschinken Veganer Frühstücksturm mit Müsli, Aufstrichen, Gemüse, Obst, Pudding, Erdnussbutter, Joghurt, Käse, Keksen...    Pancakes zum Frühstück (ein Traum!)   Rührtofu zum Frühstück  Hallenbad  Restaurant  Die umliegende Gegend lässt sich herrlich erwandern...   Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Urlaub in Kalivada - Disneyland & Universal Studios

3. Juli 2016 Totally Veg! 

Urlaub in Kalivada - Disneyland & Universal StudiosVon San Francisco aus ging es für uns dann weiter Richtung Los Angeles auf dem schon fast legendären Highway 101, der mit atemberaubenden Aussichten unzählige Touristen lockt. Und unzählig ist das Stichwort: Wer sich vorstellt, lässig um die Kurven zu brausen und der vorbeizischenden Landschaft zuzuwinken, wird hier herb enttäuscht. Verkehrstechnisch ist der Highway 101 ein Alptraum, da man Stoßstange an Stoßstange mit tausenden anderen Touristen vor sich hin zuckelt (und ja, da waren nur Touristen). Sehr unsichere Autofahrer tasten sich mit 30 km/­­h voran, wo man eigentlich 80 fahren dürfte und man natürlich nicht überholen darf. Ich musste M daran erinnern, dass wir in einem Mietauto sitzen, um ihn davon abzuhalten, vom Lenkrad abzubeißen. Wir konnten die Landschaft sehr, sehr lange genießen, da wir für die Strecke Ewigkeiten gebraucht haben, und irgendwann war es dann auch nicht mehr ganz so schön, Schrittgeschwindigkeit zu fahren, wahllos zu bremsen oder wieder einem Menschen mit Selfie-Stick auszuweichen. Vielleicht ist es morgens oder an anderen Tagen am Highway 101 ruhiger (wir sind am Nachmittag unter der Woche gefahren), aber so würde ich diese Straße keinesfalls mehr fahren wollen, Aussicht hin oder her. Komplett leer im Kopf haben wir dann in Santa Maria auf knapp halber Strecke halt gemacht und haben für eine Nacht im Holiday Inn Expresseingecheckt. Das Hotel ist sauber, die Zimmer sind schön und ideal für die Durchreise, da es direkt neben dem Highway liegt. Einzig der Hunger hat uns  noch aus dem gemütlichen Bett gelockt, und da es in dem Ort wirklich fast nichts gab, hat es zu uns zum Fast Food-Restaurant Taco Bell verschlagen. Dort ist es relativ einfach, etwas Veganes zu bestellen, da man die Burritos, Tacos & Co. ganz nach Belieben bestellen kann. Daher gab es also Bean Burritos ohne Käse, dafür mit Reis und dazu Kartofferl mit Guacamole. Es hat geschmeckt - vor allem nach Junk Food. Mir war es etwas zu salzig, gleichzeitig war es fade. Aber es war essbar und hat uns satt gemacht.  Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Los Angeles und in Santa Monica ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Essen bei Veggie Grill! Veggie Grill ist eine vegane Fast Food-Kette, die Burger, Sandwiches und Salate anbietet. Alles ist komplett vegan und richtig, richtig gut. Wir haben zwei Chicken Burgers (für M frittiert, für mich gegrillt) mit Pommes bestellt, außerdem eine Portion Mac 'n' Cheese. Die Burger waren ausgezeichnet, das vegane Hühnchen schmeckte super, auf beiden Burgern war Avocado und damit kann man ohnehin nichts falsch machen! Die Mac 'n' Cheese waren auch köstlich, noch besser waren sie mit einer ordentlichen Portion Sriracha (Chili-Sauce) gemischt. Bei Veggie Grill kann ich auch die Erdbeer-Limonade sehr empfehlen, die ist nicht von dieser Welt und erinnert an geschmolzenes Wassereis. Unser Ziel in Los Angeles war Anaheim, und wer gut aufpasst auf diesem Blog, der weiß sicher, was wir dort gemacht haben: Genau, Disneyland besucht! Auch den Universal Studios Hollywood statteten wir einen Besuch ab. Übernachtet haben wir im Knights Inn Anaheim (ganz nahe am Disneyland Park), und ich kann dieses Motel nur empfehlen. Die Zimmer sind ganz modern und gemütlich gestaltet und kommen sogar ohne ekligen Teppichboden aus, es gibt einen Kühlschrank im Zimmer und es ist wesentlich günstiger als die Hotels von Disney, die, gelinde gesagt, bei den Preisen in Anaheim komplett plemplem sind. Einziger Wehrmutstropfen sind die recht dünnen Wände im Motel (ein generelles Problem der amerikanischen Leichtbau-Weise bei Gebäuden) und darum haben M und ich auch immer mit Oropax geschlafen. In Anaheim waren wir an einem Abend bei PF Changs essen (mit dem Auto etwa 5 Minuten vom Hotel entfernt), einem asiatischen Restaurants, das viele Filialen in den USA hat. Online findet man eine vegane Karte, und M und ich haben gebratetenen Reis (ohne Eier) und ein cremiges Curry mit Gemüse und knusprigem Tofu bestellt. Wir würden jederzeit wieder zu PF Changs gehen, alles war ausgezeichnet, und die Portionen so groß, dass wir noch einen leckeren Mitternachtssnack daraus machen konnten. Disneyland Resort Im Disneyland Resort in Anaheim gibt es zwei Parks: Den klassischen Disneyland Park, die Mutter aller Themenparks, mit dem klassischen Dornröschen-Schloss, und den erst später erbauten Disney California Adventure Park, ein Tribut an das schöne Kalifornien. M und ich sind absolute Disney-Fans, und für uns war es etwas ganz Besonders, Disneyland zu besuchen; den Park, den Walt Disney noch selbst geplant und besucht hat. Disneyland wurde 1955 eröffnet und erfreut sich seitdem ungebrochener Beliebtheit. Damit kommen wir auch schon zum Nachteil: Disneyland ist in Kalifornien unglaublich gut besucht, spätestens am frühen Nachmittag sind die Menschenmassen so groß geworden, dass man ständig jemandem ausweichen mus. Im California Adventure Park ist es zwar etwas besser, aber doch noch voll genug. Obwohl ich Themenparks gewohnt bin, waren die vielen anderen Besucher gerade in der Hitze Kaliforniens gelegentlich eine ordentliche Belastungsprobe. Darum mein Tipp für euch: Wenn ihr in Los Angeles seid, gerne einen Themenpark besuchen wollt, aber dafür nicht mehr als einen Tag aufwenden wollt - geht lieber zu den Universal Studios Hollywood, wo es wesentlich ruhiger ist und man trotzdem einen aufregenden Tag mit tollen Attraktionen verbringen kann. Für einen Tag zahlt sich Disneyland nicht aus, da es wirklich zu voll ist. Für die beiden Disneyparks empfehle ich zumindest zwei Tage, am besten sind drei Tage, um die Parks in eurem Tempo zu entdecken und sich nicht nur bei Attraktionen anzustellen. Nachwuchs in Disneyland... und Mitarbeiter sorgen dafür, dass die kleinen Entchen sicher von A nach B kommen. Zum Glück hat Disney auch für uns vegane Mickymäuse, äh, Menschen, einiges zu bieten - obwohl man das Wort "vegan" selten sieht, gibt es doch in vielen Restaurants vegetarische Optionen, die von Haus aus vegan sind oder sich leicht veganisieren lassen. Eines unserer absoluten Highlights sind die Dole Whips, Ananas-Softeis, das nicht nur unglaublich gut ist, sondern auch komplett vegan ist! Ihr könnt den Dole Whip pur genießen oder als "Float" auf Ananassaft. Wie bei vielem bei Disney stellt man sich auch hier etwas an, aber die Wartezeit ist es absolut wert - wir haben Dole Whip sogar zum Frühstück gegessen. Den Dole Whip bekommt man ausschließlich im Adventureland im Disneyland Park. Ein weiteres Lieblingsgericht ist das vegetarische Gumbo im New Orleans Square im Disneyland Park, das praktischerweise auch vegan ist. Gumbo ist ein Eintopf aus der kreolischen Küche, in diesem Fall mit Gemüse und Reis, und wird hier in einem Brottopf serviert, was so ziemlich die beste Idee überhaupt ist - man isst das Geschirr einfach auf! Auch hier haben wir mehrmals gegessen, weil es uns so gut geschmeckt hat. Auch lecker ist der Veggie Burger im California Adventure Park im Smoke Jumper's Grill, hier ist es auch sehr nett, um draussen zu sitzen. Der Veggie Burger ist vegan (es wird ein fertiges Patty verwendet - dieses hier war vegan, allerdings scheint da öfter der Zuliefer zu wechseln, darum lohnt sich das Nachfragen sicher), und es gibt eine Topping-Bar, an der man sich seinen Burger mit Gusto reichlich belegen kann. Im Disney California Adventure Park waren wir in der Wine Country Trattoria essen. Auch dort führt das Stichwort "vegan" zu einer eigenen Karte, auf der die veganen Optionen vermerkt sind. M bestellte die Spaghetti mit einer Sauce aus einer dreierlei Tomaten, ich Spaghetti algio e olio mit Tomaten und Broccoli. Alles hat uns ausgezeichnet geschmeckt, es war perfekt gewürzt. Auch bei den Snacks gibt es reichlich Auswahl: Popcorn ist in Disneyland vegan, trotz seines buttrigen Dufts. Besonders niedlich sind die veganen Brezeln in Micky Maus Form - besonders gut schmecken sie zu einem kühlen Bier! Da wir jeden Tag über 30 Grad hatten, war uns eine Abkühlung immer recht, und das Erdbeereis am Stiel ist komplett vegan, sehr erfrischend und schmeckt super, besonders mit den gefrorenen Erdbeerstückchen. In Downtown Disney (die Vergnügungsmeile außerhalb der Parks mit Bars, Restaurants und Shops) findet man eine Filiale von Jamba Juice, die herrliche und gesunde Smoothies mixen. Universal Studios Hollywood Wir hatten einen Tag für den Universal Park eingeplant und hatten zuerst die Befürchtung, dass uns ähnliche Menschenmassen wie bei Disney erwarten würden. Tatsächlich war es aber ein sehr entspannter Tag in dem hübschen Park - ein Tag ist absolut ausreichend für Universal. Besonders gut hat mir die Studio Tour gefallen, bei der man das echte Film-Studio und zahlreiche Kulissen aus bekannten Filmen besucht. Außerdem bietet der Park eine tolle Aussicht über LA und die umliegende Gegend. Der Park ist nicht riesig, aber er bietet genug spannende Attraktionen aus bekannten Franchises, wie Jurassic Park, Transformers oder den Simpsons, und mein Highlight: Wizarding World of Harry Potter. Für jeden Fan von Harry Potter wirklich eine Offenbarung, hier gibt es Hogwarts und Hogsmeade zu bestaunen, und alles sieht genauso detailverliebt wie in den Filmen aus. Der Pumpkin Juice, der in Hogsmeasde verkauft wird, ist vegan und herrlich süß, mit vielen Gewürzen wie Zimt und Muskat. Auch das Pub Hog's Head Inn ist sehr gemütlich, und ich fand es schön, dass dort anstatt eines echten ein künstlicher Wildschwein-Kopf an der Wand hängt, der sich gelegentlich bewegt und die Gäste empört angrunzt. Leider ist im Park selbst die Auswahl für Veganer sehr gering - abgesehen von Pommes und einigen Beilagen in der Wizarding World of Harry Potter gibt es dort kaum etwas. Zum Glück befindet sich direkt vor dem Park der City Walk mit zahlreichen Restaurants. Neben Jamba Juice (den Smoothie-Mixern) findet man dort auch eine Filiale von Blaze Pizza. Bei Blaze Pizza kann man sich die Pizza selbst zusammenstellen lassen und das Beste: Der Teig und die Tomatensauce sind vegan und es gibt veganen Käse! Wir haben dort Mittag- und Abendessen verbracht, weil es uns so gut geschmeckt hat. Die Sauce ist würzig, der Boden knusprig und der vegane Käse das Tüpfelchen auf dem i. Meine Pizza...  ... und M's Pizza - ohne veganen Käse, da er den nicht gerne isst. Und im letzten Teil nehme ich euch mit nach Hollywood & Palm Springs! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Urlaub in Kalivada - Las Vegas & USA Roadtrip

22. Juni 2016 Totally Veg! 

Urlaub in Kalivada - Las Vegas & USA RoadtripMeine Lieben, hier war es merkwürdig ruhig - ich war auf Urlaub! Als Entschädigung für die Funkstille habe ich euch einen langen Reisebericht mit vielen Fotos mitgebracht. Wir waren in (Trommelwirbel)... den USA! Schon wieder! Dieses Mal hat es uns an die Westküste, genauer gesagt nach Kalifornien und Nevada verschlagen. Darum auch diese originelle Benennung: Kalivada. Holt euch ein kühles Getränk, lehnt euch zurück - es erwartet euch ein ausführlicher Bericht über diese wunderbare Reise, mit gewohnt vielen Tipps, wie man auch als Veganerin auf Reisen nicht verhungert.  Eines gleich vorweg: Da bei keinem Hotel ein Frühstück inkludiert war, haben wir hier die einfachste Variante gewählt und morgens Müsliriegel und Bananen gegessen, oft auch als Snack für zwischendurch (und gelegentlich gab es einen Smoothie von Jamba Juice, wie am Bild oben). Wir sind da recht unkompliziert, wollten etwas Geld sparen und nicht ewige Zeit in Restaurants verbringen, wenn die Welt da draussen ruft. Also gab es viel Obst und da vor allem sehr, sehr, sehr viele Bananen. Ich denke, wir werden uns bald in Minions verwandeln. Also verzeiht mir, wenn ich euch nicht jede Banane zeige, die wir verspeist haben, denn das wäre sehr langweilig. Flug in die USA Geflogen sind wir mit Delta von München über Atlanta nach Las Vegas und von dort aus auch wieder retour. Wie immer habe ich für M (meinen Mann) und mich veganes Essen vorbestellt. Zu Mittag gab es wie schon in den Jahren davor indisch zubereiteten Tofu mit Reis und Erbsenpüree. Wirklich sehr gut, aber ich würde mir wünschen, als Dessert mal etwas anderes als Obst zu bekommen. Auch vegane Snacks wurden serviert und so vergingen die 18 Stunden Reise wie im Flug (nicht wirklich). Beim Rückflug wurden wir auch wieder mit veganem Essen versorgt (der Bohnen-Bratling war sehr gut), zwar nicht so liebevoll ausgesucht wie beim Hinflug, aber genug, um den Flug zu überstehen. Allerdings wurden zum veganen Menü Margarine und Salat-Dressing serviert, die beide Milchpulver enthielten. Man muss nicht alles verstehen! Las Vegas Falls ihr noch nie in Las Vegas wart - die Stadt ist abstoßend und faszinierend zugleich. In einem Land, in dem sonst überall Schilder fast vorm Leben selbst warnen, wo  man eine Bierflasche nicht auf offener Straße tragen darf und eine weibliche Brust das Land in eine Krise stürzt, hat sich der ganze Freiheitsdrang ungestüm in Las Vegas entladen. Zumindest fühlt es sich so an. Wer nicht trinkt, raucht, spielt oder Leuten bei all dem gerne zusieht, dem wird Las Vegas vermutlich nicht besonders gefallen. Natürlich gibt es die glamourösen Casinos und die opulenten Shows, aber im Herzen ist Las Vegas doch irgendwie mehr schmuddelig als edel. Und ich meine das nicht böse - immerhin war das schon unser zweiter Besuch in Las Vegas. Wir stehen scheinbar auf Schmuddel. Ein schöner Zeitvertreib ist sicherlich das Wandern durch die Hotels und Casinos am Las Vegas Boulevard, auch bekannt als der Strip - und es ist wirklich Wandern, denn hier ist alles riesig. Der Strip bietet sich dafür natürlich mit all den bekannten Casinos wie dem Bellagio, Luxor oder dem MGM Grand an; wer möchte, besucht auch noch die Freemont Street Experience in Downtown (hier gibt es einen sehr praktischen Bus). Die Freemont Street Experience umfasst einige klassische Las Vegas Casinos wie das Golden Nugget, und nichts ist so blingbling wie bei manchen Casinos am Strip - dafür ist es hier auch viel günstiger, und man bekommt einen Eindruck davon, wie Las Vegas früher war, bevor es die Fassade von Family Entertainment aufgesetzt hat. Ihr seht, man verbringt in Las Vegas also viel Zeit mit Spaziergängen, allerdings sollte man dafür immer genug Wasser eingepackt haben. Bei unserem Besuch kletterte das Thermometer auf 42 Grad Celsius (im Schatten) und gepaart mit dem ewigen Sonnenschein hat man hier schneller einen Hitzeschlag, als einem lieb ist. Vegan Essen in Las Vegas Essen kann man in Las Vegas praktisch rund um die Uhr - vegan essen nicht unbedingt. Wir hatten in Las Vegas überwiegend kein Mietauto, und so ist man auf das angewiesen, was man fußläufig erreichen kann, was nicht wahnsinnig viel ist im Vergleich zu anderen amerikanischen Städten. In einem Einkaufszentrum beim Hotel Mandalay Bay gibt es Hussongs Cantina, ein mexikanisches Restaurant mit einer separaten veganen Karte. Wir bestellten Tacos und Fajitas, komplett mit veganem Hühnchen, Käse und Sour Cream - es war ausgezeichnet! Sogar einen veganen Kuchen  mit Eis hätte es gegeben, aber mehr hat wirklich nicht hineingepasst. Chipotle hat in Vegas mehrere Filialen. Hier bekommt man Burritos (und Burrito Bowls, wie am Foto), die man selbst zusammenstellen kann, es gibt auch würzigen Tofu als Füllung. Wir sind große Fans von Chipotle - hier gibt es frische Zutaten, es geht schnell und es ist relativ schonend für die Reisekasse! Nahe der Freemont Street Experience gibt es einen hippen Container Park, in dem ein kleines veganes Cafe untergebracht ist, das Simply Pure. Ich entschied mich für die Enchiladas (gefüllte Weizenfladen mit Käse- und grüner Chili-Sauce), M für Wraps mit veganem Hühnersalat, als Dessert teilten wir uns einen New York Cheesecake. Alles ausgezeichnet, allerdings habe ich es als etwas überteuert empfunden, besonders im Angesicht der kleinen Portionen. Ich würde wieder hingehen, wenn ich nahe der Freemont Street Experience bin, extra hinfahren würde ich jedoch nicht. Zwischendurch darf es gerne etwas Süßes sein. In einer Filiale der Cupcake-Bäckerei Sprinkles (im Aussenbereich des The LINQ Hotels) gibt es einen veganen Cupcake, der einem auf Nachfrage gerne serviert wird - erkennbar an dem niedlichen roten V. Der Cupcake ist typisch amerikanisch, sehr süß mit ganz viel Frosting, aber durchaus köstlich. Ben & Jerrys hat dieses Jahr mehrere Sorten veganes Eis auf den Markt gebracht. In vielen Eisgeschäften von Ben & Jerrys gibt es das Eis auch kugelweise zu kaufen, so auch in Las Vegas. Das Peanutbutter & Cookies Eis gehört wirklich zu den besten Eissorten, die ich bisher probiert habe. Ein absolutes Muss in Las Vegas, zumindest für die, die über ein Auto verfügen, ist Ronald's Donuts. Dieser kleine, unscheinbare Donut Shop, gelegen in China Town von Las Vegas (ca. 10 Minuten Fahrzeit vom Rental Car Center am Flughafen entfernt) ist der vegane Himmel auf Erden. Hier werden jeden Tag haufenweise köstliche, flaumige, fettige Donuts frisch gebacken. Ein Großteil der Donuts ist vegan - im Geschäft sind es die oberen beiden Reihen. Wir waren hier im Schlaraffenland und haben die besten Donuts unseres Lebens gegessen. Noch dazu sind die Donuts geradezu lächerlich preiswert - für 4 Donuts haben wir etwas über 5 USD bezahlt. Ein Muss in den USA ist für mich immer Shopping im Whole Foods Market - ein sehr schöner Supermarkt mit großem Bio- und veganem Angebot, in dem auch immer große Salatbars und Buffets locken. In Las Vegas waren wir samt Mietauto in der Filiale am Town Square nahe des Flughafens, wir haben dort zwei Mal zu Mittag gegessen, das Angebot an veganen Salaten und warmen Speisen ist riesig! Zwei der besten Hotels am Strip, das Wynn und seine Schwester, das Encore, bieten übrigens in jedem der zahlreichen Restaurants zumindest eine vegane Option an (der Besitzer Steve Wynn lebt selbst vegan). Wer also in Vegas edel essen gehen möchte, reserviert am besten dort einen Tisch. Wir haben darauf verzichtet aus dem banalen Grund, da wir unsere Reisekasse nicht derart belasten wollten (die meisten Hauptgänge in den edleren Restaurant starten zwischen 25 und 30 USD). Wem es das aber wert ist oder wenn ein besonderer Anlass ansteht, es ist sicherlich ein schönes Erlebnis, da die Restaurants dort spektakulär gestaltet sind. Hotels in Las Vegas Wir waren zwei Mal während dieser Reise in Vegas - zu Beginn und zum Abschluss. Wir sind zu Beginn im Hard Rock Hotel & Casino untergekommen, einfach, weil wir Hard Rock Fans sind. Das Hotel war nicht zu teuer, allerdings bietet es trotzdem für das Geld nicht den Komfort, den man anderswo bekommen könnte, vor allem, da es nicht am Strip liegt. Wer allerdings auf Party steht, wird hier sicher fündig. Vor der Abreise haben wir im Tuscany Suites & Casino eingecheckt und hier waren wir sehr positiv überrascht. Nicht nur sind die Zimmer sehr schön und unglaublich groß, die ganze Anlage ist sehr nett angelegt, und wirkt durch die einzelnen kleineren Gebäude (anstatt eines großen Hotelklotzes) mehr wie ein Ferienresort als ein großes Hotel in Vegas. Auch dieses Hotel ist nicht direkt am Strip - allerdings ist es dadurch deutlich günstiger als in vergleichbare Alternativen am Strip. Road Trip Richtung über Bishop zum Lake Tahoe Nach zwei Nächten sind wir mit dem Mietauto Richtung Lake Tahoe aufbrochen. Da der Weg dorthin lang - und  wunderschön - ist, haben wir daraus zwei Etappen gemacht. Und das ist ein großer Tipp für jeden: Nehmt auch nicht zu viele Kilometer pro Tag vor. Auch wenn euch Google Maps verrät, dass ihr in sieben Stunden die Strecke theoretisch fahren könntet, man möchte doch auch mal Pause machen, einen Kaffe trinken, etwas essen, ein paar Fotos schießen und nicht nur mit dem Bleifuss Kilometer machen. Unsere Zwischenstation war Bishop, dorthin führt es einen durch den Death Valley National Park. Ich lasse die Bilder für sich sprechen, mich persönlich hat die karge Wüstenlandschaft am meisten beeindruckt. Bishop ist ein schnuckeliger kleiner Ort am Rand der Sierra Nevada, er sieht aus, als wäre er direkt den Gilmore Girls entsprungen. Es gibt einen altmodischen Supermarkt, ein paar Restaurants und süße Coffee Shops (in denen man zwischen Mandel-, Soja- oder Kokosmilch für den veganen Kaffee wählen kann). Bishop ist bei Wanderern sehr beliebt, von dort bieten sich viele Touren in die umliegenden Berge an. Uns hat es auf der Durchreise sehr gut gefallen! Nur einen Hotel Tipp kann ich euch nicht geben - wir sind in einer Absteige gelandet, in der alles gefühlte 40 Jahre lang sich selbst überlassen war. Die Dusche ist die ganze Nacht geronnen, der Teppichboden fühlte sich seltsam schmierig an, der Kühlschrank rostete vor sich hin, und alles wurde überlagert von einem seltsamen chemischen Geruch (Raumspray aus der Hölle?)... Am nächsten Morgen haben wir buchstäblich die Flucht ergriffen für unseren Weg nach Lake Tahoe - auch hier wieder mit wunderschönen Ausblicken! Und die Fortsetzung folgt natürlich... Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Rhabarber-Zimt-Muffins

5. Mai 2016 Totally Veg! 

Rhabarber-Zimt-MuffinsEs ist endlich wieder Rhabarber-Zeit! Hurra! Ich esse die sauren Stängel sehr gerne, am liebsten natürlich verpackt in süßen Kuchenteig, denn zugegeben, pur sind sie ziemlich eklig. Darum gibt es heute ein einfaches Rezept für Rhabarber-Muffins mit ganz viel Zimt, die saftig, süß-sauer und einfach wunderbar sind. Rhabarber ist für mich ein typischer Frühlingsbote, und ich bin so froh, dass es nun hoffentlich bald wieder sonnig und warm wird - bis dahin genieße ich meinen Rhabarber! Die Muffins habe ich mit Dinkelmehl gebacken, da ich sie ins Büro mitgenommen habe, und eine Arbeitskollegin keinen Weizen verträgt - aber ihr könnt natürlich auch Universalmehl benutzen. Und dieses Rezept ist auch für einen besonderen Anlass entstanden: Mein Blog hat auf Facebook 6000 "Gefällt mir" erreicht - vielen, vielen Dank für eure Unterstützung über all diese Jahre. ???   Rhabarber-Zimt-Muffins (für 12 Stück) 250 Gramm Dinkelmehl, Type 700 (oder Universalmehl) 40 Gramm brauner Zucker 70 Gramm weißer Zucker 2 Packungen Bourbon-Vanillezucker 3 TL Backpulver 1/­­2 TL Natron 1/­­4 TL Salz 1 1/­­2 TL Zimt 50 ml Öl 180 Gramm Sojajoghurt, natur 50 ml Sojamilch 1 1/­­2 EL Ahornsirup (oder Agavendicksaft) 200 Gramm klein geschnittener Rhabarber (vorher ev. geschält) Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen. Mehl, Zucker, Backpulver, Natron, Salz und Zimt in einer großen Schüssel vermischen. Dann Öl, Sojajoghurt, Sojamilch und Ahornsirup hinzugeben und zu einem glatten Teig rühren. Rhabarber unterheben und den Teig gleichmäßig auf die Förmchen aufteilen. Für 18 - 20 Minuten backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Muffins gestochen, sauber wieder herauskommt. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 18. - 24. April

24. April 2016 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 18. - 24. April Montag M ist eine richtige Naschkatze (und war sehr glücklich, als ich die Rezepte für mein Buch getestet habe). Er war früher ein großer Fan von Milka-Schokolade und mochte Zartbitter-Schokolade nicht besondes - er wollte süß, nicht bitter. Wie gut, dass es mittlerweile so viele vegane Alternativen zur Milchschokolade gibt! Diese beiden hier, weiße Schokolade und Schokolade mit Keksen, sind wirklich gut und machen auch das mir angetraute Zuckergoscherl glücklich. So können wir den Kälbchen die Milch lassen! Dienstag Im Geschäft habe ich ein großes Bündel Rhabarber gesehen und hatte plötzlich unbändige Lust auf Rhabarbermus (wer übrigens ein Rezept für Rhabarberkuchen sucht, den kann ich dieses hier sehr empfehlen). Rhabarbermus - oder Kompott - mache ich ganz einfach: Rhabarber in grobe Stücke schneiden und mit wenig Wasser, etwas braunem Zucker ode Ahornsirup, viel Zimt und etwas Bourbon-Vanille so lange einkochen, bis sich der Rhabarber fasrig zerkocht hat. Auskühlen lassen und über Eis oder so wie ich mit Haferflocken und Soja-Joghurt zum Frühstück genießen Mittwoch Schaut ihr auch immer zwei Mal hin, wenn im Supermarkt Produkte reduziert sind, weil sie das Haltbarkeitsdatum fast erreicht haben? Ich habe so diese Woche günstig Seitan ergattert, und den habe ich scharf angebraten und dann grünen Spargel, Paprika, Zwiebel und weiße Bohnen zugeben und mit Paprikapulver, Cumin und Oregano gewürzt. Gegessen wurde das dann aufgerollt in Wraps, mit Ruccola und etwas veganer Mayo. Donnerstag M und ich statteten dem wieder eröffneten Milton! einen Besuch ab - dieses vegetarische Restaurant hat Locations gewechselt und ist nun ganz in der Nähe von uns. Es ist sehr süß und gemütlich eingerichtet, und auch das Essen ist toll - seht selbst. Der größte Anteil der Speisekarte ist vegan, und wir entschieden uns für den Burger und den Dönerteller - ausgezeichnet! Zum Dessert gab es ein Bier (für M) und einen Kakao mit Mandelmilch (für mich). Freitag Das eigene Buch im Buchgeschäft zu sehen, löst immer wieder Herzklopfen bei mir aus! Und seht mal, ich bin in toller Gesellschaft auf diesem schönen Büchertisch. Samstag Mein Papa und ich waren mit meiner Oma essen. Und während Oma nicht von ihrem Wunsch nach Kalbsschnitzel abkommt, wollten mein Vater und ich ein tierfreundlicheres Mittagessen haben. Im Stiftskeller St. Florian nahe Linz gibt es neben den fleischigen Klassikern der österreichischen Küche auch eine Vielzahl an veganen Gerichten, wie dieses phänomenale Seitanschnitzel in perfekter Sesampanade mit göttlichem Mayo-Kartoffelsalat (mein Papa und ich konnten nur mehr darüber sprechen, wie gut der Salat ist  - ich plane, mir eine Badewanne damit zu füllen und mich darin zu wälzen). Weil es uns dort allen so gut gefällt, wird auch die Feier zum 90. Geburtstag von meiner Oma dort stattfinden - so kommen alle auf ihre Kosten. Sonntag Und trotz aller schlechter Vorhersagen war das Wetter am Wochenende doch ganz schön - obwohl es am Sonntag in Salzburg tatsächlich geschneit hat! Schnee hin oder her, in Linz musste mit meinen Eltern noch ein Eis sein: Obwohl ich reine Sorbets oft nicht besonders mag, dieses Ananas- und Bananen-Eis war lecker und so cremig! Viele italienische Eissalons stellen ihr Fruchteis ganz ohne Milchprodukte her und geben euch über vegane Sorten gerne Auskunft. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 21. - 28. März

29. März 2016 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 21. - 28. März Montag Ich hatte ja kürzlich Geburtstag und meine Frau Mama hat mir diese wunderhübsche Kette geschenkt. Ich liebe lange Ketten! Dienstag Selten, aber manchmal doch, bekommt man auch in unseren Breiten eine wunderbar reife Mango in die Finger. Ich habe sie mit gefrorener Banane zu diesem super-cremigen Smoothie verarbeitet. Mittwoch Kennt ihr das, wenn ihr euren Kühlschrank durchforstet, auf der Suche nach Essbarem, und dabei die wildesten Kombinationen herauskommen, die ihr insgeheim sehr köstlich findet? So geschehen mit dieser Partnerschaft zwischen chinesischer Reispfanne und Cremespinat... erstaunlich gut gemeinsam! Donnerstag Comfort Food - Wohlfühlessen. So muss ich dieses Abendessen beschreiben, immerhin gehört Pasta mit Tomatensauce zu meinen Leibspeisen. Weil es so schön ist (und ich aus einer Laune heraus 2 kg Äpfel gekauft habe), gab es zum Nachtisch noch einen schnellen Apple Crisp. Freitag M und ich lieben Kartoffeln, und unter allen Zubereitungsarten mag ich Kartoffelsalat wohl am liebsten. Ich hatte Lust auf seine österreichische Form, bei der er mit Zwiebeln und Gemüsebrühe vermischt wird anstatt mit Mayo. Dazu noch ein paar Gewürzgurkerl, ein frisch gebackenes Weckerl - mhmm! Samstag M isst zwar gerne Müsli, aber er mag Sojamilch gar nicht (auch nach all den Jahren nicht). Zum Glück habe ich endlich, endlich eine Milch gefunden, die ihm schmeckt - Vanille-Hafermilch! Ostersonntag Beim österlichen Spaziergang lockte mich das "Vegan"-Schild in eine Filiale der Bäckerei-Kette Backwerk hinein. Dort deckten M und ich uns mit Bageln und Börek ein - die Bagels waren gut, der Spinat-Börek sagenhaft! Wie schön, dass das vegane Angebot mittlerweile immer größer wird, ist doch die Auswahl sehr praktisch für einen schnellen Snack, wenn man unterwegs ist. Ostermontag Was macht man zu Ostern? Genau, man bäckt Weihnachtskekse und summt "Jingle Bells" - was sonst? Ich bin an den letzten Zügen für mein neues Buch über vegane Weihnachten und komme jedes Mal ganz furchtbar in Weihnachtsstimmung, wenn ich daran arbeite. Da ist es mir auch egal, wenn draussen der Osterhase vorbeihoppelt! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Hilfe, mein Partner isst Fleisch!

10. März 2016 Totally Veg! 

Hilfe, mein Partner isst Fleisch! Eine der häufigsten Fragen, die mir gestellt werden, wenn jemand erfährt, dass ich vegan lebe, ist: ,,Lebt dein Mann auch vegan? Und ich denke, diese Frage wird so oft gestellt, weil sich viele in ihrem Kopf Kleinkriege und wilde Streitereien über einem Stück Wurst im Kühlschrank in einer ,,gemischten Partnerschaft ausmalen. Ist das so? Muss das so sein? Als ich aufhörte, Fleisch zu essen, war ich sehr glücklich mit dieser Entscheidung. Während einer längeren Autofahrt schüttete ich meinem Freund (jetzt Mann) M mein Herz aus. Er hörte sich meine Gründe in Ruhe an und ich hatte den Eindruck, er verstand sie auch. Dann sagte er schließlich: ,,Aber meine Leberkäse-Semmel ess ich trotzdem. Im ersten Moment war ich irritiert. Ich fand die Reaktion kindisch, immerhin hatte ich doch nur von mir gesprochen? Heute verstehe ich diesen Satz besser: Ich war dabei, alles in unserem Leben umzuwerfen; alles, was bisher gut funktioniert hatte und angenehm war, wurde nun durch unbekannte Variablen ersetzt. Natürlich ist Essen nicht ,,alles. Aber wir tun es mindestens drei Mal am Tag, und es ist so viel mehr als pure Nahrungsaufnahme. Es ist Tradition, Familie, Beruhigung, Gemeinschaft, Ritual. Das Schinkenbrot, das man sich vor dem Fernseher teilt. Der Besuch beim Lieblings-Chinesen (,,Knoblauch-Huhn mit Extra-Sauce, bitte!). Die Erinnerung an das schöne Essen im Urlaub, genossen auf der Terrasse bei Sonnenuntergang. Und das alles soll jetzt nicht mehr gut genug sein? Natürlich reagiert der Partner da zurückhaltend. Nur, weil wir uns für diesen Weg entschieden haben, heißt das noch lange nicht, dass für unsere Partner die Beweggründe ebenso brennend und wichtig sind. Vielleicht denken sie darüber auch zum allerersten Mal nach. Und irgendwo dazwischen fühlen sie sich genauso unverstanden und zurückgelassen wie wir Pflanzenesser. Während ich also dabei war, (nicht nur) unsere Küche umzustellen und M sich nostalgisch auf seine Leberkäsessemmel zurückzog, mussten wir irgendwo einen Kompromiss finden, mit dem beide leben können. Und ich denke, das ist wirklich der Schlüssel zu einer Partnerschaft zwischen Veggie und Fleischesser: Einen Kompromiss zu finden, mit dem sich beide wohlfühlen. Und Kompromiss heißt nicht, ich ändere alles und du schaust, wo du bleibst. Für uns war der Kompromiss stufenweise: Anfangs aß M noch etwas Fleisch zu Hause, aber ich bereitete es nicht mehr zu, weil ich mich damit nicht gut fühlte. Einige Wochen später erklärte ich ihm, dass ich mir einen fleischfreien Kühlschrank wünschen würde, und das war für ihn auch in Ordnung, er aß auswärts Fleisch. Einige Monate später stellte ich auf eine vegane Lebensweise um, und da das sehr schrittweise passierte, war es für M auch kein großer ,,Schock. Für die ersten Jahre hatten wir keinen veganen Haushalt, M hatte noch Schokoriegel und gelegentlich Käse oder Joghurt daheim, und für mich war das in Ordnung. Bis es das für mich irgendwann nicht mehr war, und wir auf einen veganen Haushalt umstellten. Wenig später wurde M selbst zum erklärten Vegetarier und seit etwa zwei Jahren lebt er vegan. Habe ich bis dahin getobt, Kunstblut über dem Esstisch ausgeschüttet und rund um die Uhr Schlachthaus-Videos laufen lassen? Nein. Hat M daheim lebendigen Hummer gekocht, Fleischsaft über den ganzen Herd verteilt und mir ständig Steak angeboten? Nein. Wir haben die Grenzen des anderen respektiert und gemeinsam herausgefunden, was für uns funktioniert. Gelegentliche Zickereien oder Streitigkeiten sind normal - wir sind ja keine Heiligen. Aber die grobe Richtung war klar: Wir respektieren die Eigenständigkeit des anderen.  Mit aller Wut und Kraft und Vehemenz hätte ich M nicht dazu bringen können, auf eine vegane Lebensweise umzusteigen. Und das möchte ich auch gar nicht, denn ich will einen selbstständigen Partner, keine Handpuppe. Inspiration ist eine Sache, Druck eine andere. Mit jemanden das teilen, was einen bewegt, ist anders, als jemandem vorzuschreiben, wie er leben soll. Und übrigens: Bevor ich mich aus eigenem Interesse mit dem Thema Veganismus beschäftigt habe, hätte mich kein Schockvideo und keine Predigt der Welt zu diesem Punkt gebracht. Ich kenne viele Veganer und Veganerinnen in ,,gemischten Beziehungen, und in den Beziehungen, die gut funktionieren, haben die Partner einen Weg gefunden, der für sie beide passt. Das ist sehr individuell. Manche haben einen veganen Haushalt, manche akzeptieren, dass der andere daheim Fleisch isst, und bereiten es aber nicht zu, andere bereiten Fleisch für den Partner zu. Niemand kann euch vorschreiben, dass das eine akzeptabel ist und das andere nicht, und euch vorschreiben, was sich schickt und was nicht. Niemand steckt in eurer Haut, und am Ende des Tages müsst ihr etwas finden, das für euch als Paar und als Individuen funktioniert. Und gelegentlich verändert sich das auch, wie bei M und mir, und dann spricht man erneut darüber. Manchmal werde ich auch gefragt, ob ich mit einem Fleischesser zusammen sein könnte, wenn ich nicht verheiratet wäre (sehr hypothetisch alles). Natürlich ist es schön, gemeinsame Interessen und Werte von Anfang an zu haben, und Veganismus bestimmt sicher vieles in meinem Leben. Andererseits finde ich die Frage seltsam, immerhin ist ja mehr an einem Menschen dran als nur Essgewohnheiten. Ich bin auch mehr als nur vegan. Und nur weil ich einen veganen Partner habe, heißt das nicht, dass ich nicht in vielen anderen wichtigen Bereichen mit ihm Kompromisse eingehen muss. Kurzum: Ich kann die Frage nicht beantworten. Ich denke die Frage müsste eher lauten: Möchte ich einen Partner haben, dem wichtig ist, was ich denke, und der auf mich als Person Rücksicht nimmt? Nur weil jemand vegan lebt oder Fleisch isst, erfüllt er diesen Punkt leider nicht automatisch. Wer mehr über unsere vegane Hochzeit erfahren möchte, von der die Bilder hier stammen, bitte hier entlang. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 8. - 14. Februar

15. Februar 2016 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 8. - 14. Februar Montag Gelegentlich muss es etwas ganz Simples sein: Haferbrei mit etwas Soja-Joghurt, Obst und Chia-Samen. Und frische Tulpen, der Frühling ist nicht mehr weit! Dienstag Habe ich euch schon von meinem Neujahrsvorsatz erzählt? Ich versuche, dieses Jahr mehr Bücher zu lesen. Ich war immer eine begeisterte Leserin, aber irgendwann zwischen Uni, Arbeit und der gut gefüllten Freizeit ist mir diese Leidenschaft abhanden gekommen (eine Schande, ich weiß). Heuer mache ich bewusst Platz für Bücher in meinem Leben, habe die Bibliothek neu entdeckt und trage immer ein Buch mit mir herum - da ich meistens mit dem Bus zur Arbeit fahre, kann ich die Zeit nutzen. Und die Bemühungen zahlen sich aus: Letzte Woche habe ich mein siebtes Buch heuer ausgelesen. Wer auf spannende Kriminalgeschichten steht, ich kann es wirklich sehr empfehlen! Mittwoch Und simpel ging es weiter: Eine einfache Gemüsepfanne mit Reis zum Abendessen. Mhmmm! Donnerstag Momentan bekomme ich von Haferflocken einfach nicht genug und koche mir regelmäßig mein geliebtes Oatmeal (Haferbrei), einfach mit Wasser und etwas Ahornsirup und verschiedenen Früchten, wie hier mit Apfel und Berberitzen. Berberitzen sind als Trockenfrüchte eine traditionelle Zutat der persischen Küche, schmecken leicht säuerlich und sollen außerdem für reine Haut sorgen. Einen Versuch ist es ja wert! Freitag M und ich lieben mexikanisches Essen und diese Burrito Bowl mit Bohnen, Reis, Gemüse und Guacamole (und natürlich viel Koriander für mich) war ein Gedicht! Samstag Papa Totally Veg! kam zu Besuch und da der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, haben wir beide stets Riesenhunger auf veganes Sushi - mit Gurke, Rettich, Avocado... Mhmm! Sonntag Valentinstag! M hat es nicht so mit Blumen, aber von Schokolade versteht er was: Zum Valentinstag schenkte er mir diese süße Küh aus Kokos-Schokolade mit Orangen-Marzipan-Füllung. Und natürlich habe ich mit ihm geteilt, und ich frage mich, ob das Geschenk komplett uneigennützig war. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Veganes Murgh Makhani - göttlicher Kichererbsen-Eintopf

17. Januar 2016 Totally Veg! 

Veganes Murgh Makhani - göttlicher Kichererbsen-EintopfIch liebe indisches Essen. Die Gewürze, die aromatischen Saucen, dazu Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Reis und fluffiges Brot - wie kann man das nicht lieben?  Ich könnte jeden Tag ein Gericht aus der indischen Küche essen, der einzige Nachteil ist nur, dass vieles leider nicht besonders fotogen ist, aber wen juckt das schon (außer meinen Instagram-Account). Diesen dekandenten und cremigen Kichererbsen-Eintopf koche ich am liebsten für Gäste und ich kenne niemanden, der bisher nicht nach dem ersten Bissen in Verzückung geraten wäre. Mit diesem Rezept könnt ihr jeden so richtig einkochen! Angelehnt ist das Rezept an Murgh Makhani - da wird aber ein Huhn benutzt. Und da Hühner lebende, fühlende und sehr niedliche Wesen sind, benutzen wir dafür lieber Kichererbsen. Am allerbesten schmeckt das vegane Murgh Makhani mit Basmati-Reis und selbstgebackenem Naan-Brot und für mich gehört unbedingt eine riesige Portion frischer Koriander oben drauf. Die Idee für dieses Rezept kam mir übrigens auf diesem tollen Blog. Veganes Murgh Makhani (für 4 - 6 Personen) 3 Dosen Kichererbsen 1 großer Zwiebel 4 Zehen Knoblauch, gepresst 2 EL Öl 2 TL Curry-Pulver 3 1/­­2 EL Garam Masala (indische Gewürzmischung) 1/­­2 TL Kurkuma 120 Gramm Tomatenmark 500 ml Kokosmilch 100 ml Soja- oder Hafer-Cuisine Salz 1/­­2 TL Agavensirup 3 EL Soja-Joghurt, natur Dosen mit Kichererbsen öffnen und Kichererbsen abspülen. In einem großen Topf Öl erhitzen und darin Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten. In der Zwischenzeit in einer Schüssel Kokosmilch, Tomatenmark, Soja- oder Hafer-Cuisine mit den Gewürzen gut verrühren. Dann mit den Kichererbsen in den Topf geben und etwa 45 Minuten bis 1 Stunde schwach köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren und schon mit Salz abschmecken. Am Ende sollten die Kichererbsen sehr weich sein und die Sauce eingedickt. Zum Schluss Agavensirup und Soja-Joghurt unterrühren. Mit Reis und Naan servieren.  Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegan ins Jahr 2016!

30. Dezember 2015 Totally Veg! 

Ich feiere am 1. 1. 2016 meinen siebten veganen Jahrestag! Und ja, dieser Neujahrsvorsatz hat tatsächlich etwas gebracht. Wenn du auch gerne vegan ins Jahr 2016 starten möchtest, habe ich heuer wieder meinen veganen Kalender für Januar für dich. Eine Aktivität für jeden Tag, die dir alle Vorzüge und Grundlagen des veganen Lebensstils näher bringt - und ehe du dich versiehst, ist ein Monat auch schon rum. Unter diesem Link kannst du den Kalender gratis downloaden, ihn im Büro oder deinem Zimmer aufhängen und die Tage abstreichen.  ? 1. 1. Hurra, heute beginnt der Rest deines Lebens, gratuliere! Da du heute vermutlich noch etwas müde bist, beginnen wir ganz locker: Koch aus den Dingen, die in deiner Küche sind, ein super-einfaches veganes Gericht. Wie wäre es mit Spaghetti mit Tomatensauce oder mit Knoblauch und Olivenöl, Reis mit Gemüse und Bohnen, Bratkartoffel mit Ketchup, simple Bohnensuppe mit Tomaten? Einfach soll es sein und vegan natürlich! ? 2. 1. Durchforste deine Küche um zu sehen, was du für dein neues veganes Leben alles noch brauchst. Hier findest du ein paar Ideen, was in meinem Vorratsschrank so herumsteht. Mach dir eine Liste und ab in den Supermarkt! ? 3. 1. Heute ist Sonntag, und du hast Zeit, um auf der Couch zu sitzen. Schau dir einen Film über Massentierhaltung z. B. auf Youtube von PETA an - es tut weh, aber diese Bilder vergisst man nicht so schnell. Sie können dir helfen, wenn du dich manchmal fragst, warum du das eigentlich tust. Weinen erlaubt. ? 4. 1. Heute geht es um ein wichtiges Thema: Milch. Magst du Soja-, Hafer-, Reis-, Mandel-, Dinkel-  oder Kokos-Milch? Probiere dich durch ein paar Sorten durch - jede schmeckt anders, auch verschiedene Marken können ganz verschieden sein! Vielleicht möchte ein Freund oder eine Freundin gemeinsam mit dir verkosten? Welche passt in den Kaffee, was ist lecker im Müsli? Und nicht auf die tollen Geschmacksrichtungen wie Schoko oder Vanille vergessen! ? 5. 1. Nachdem du deine Lieblingsmilch gefunden hast, koch dir eine heiße vegane Schokolade: Mit 1 - 2 TL Kakaopulver, 1 EL Zucker oder Agavendicksaft, einer Prise Zimt, in 250 ml heiße vegane Milch gerührt - und vielleicht sogar einem Stück Schokolade drinnen? Schmeckt am besten aus der Lieblingstasse! ? 6. 1. Unterstützung ist wichtig - findest du in deiner Nähe einen veganen Stammtisch? Auch auf Facebook und Instagram gibt es nette vegane Communities, die dich sicher gerne aufnehmen! ? 7. 1. Heute ist es an der Zeit, dir ein paar vegane Bücher zuzulegen, am besten Koch- und Backbücher, die dich besonders ansprechen (ich habe natürlich einen besonderen Tipp). In einer Buchhandlung bist du sicher überrascht, wieviel Auswahl es gibt. Auch in Bibliotheken wird man fündig! ? 8. 1. Wusstest du eigentlich, wie viele vegane Produkte es im normalen Supermarkt gibt? Nimm dir etwas Zeit, und geh bewusst durch die Gänge, um zu sehen, welche Alternativen zu den bisher verwendeten Produkten es gibt. Viele Supermärkte bieten ein eigenes veganes Sortiment an. Wenn du möchtest, mach dir eine Liste von den entdeckten Schätzen, damit du sie nicht wieder vergisst! ? 9. 1. Es wird Zeit - back deinen ersten veganen Kuchen! Ich empfehle Karottenkuchen oder Schokokuchen. ? 10. 1. Gibt es in deiner Nähe einen Gnadenhof für Tiere (keinen Zoo)? Ein Ausflug, bei dem man die Tiere trifft, die sonst keinen Platz in unserer Welt haben, ist eine herzerwärmende Erfahrung. Falls du keinen Gnadenhof in der Nähe hast, plane doch einen Ausflug für die nahe Zukunft - das wäre sicher ein toller Wochenendtrip. ? 11. 1. Sind deine Kosmetikprodukte vegan? Viele Firmen führen nach wie vor Tierversuche durch und benutzen tierische Produkte. Durchforste deinen Badezimmerschrank und suche online nach veganen Alternativen. Vielleicht möchtest du alte Produkte entsorgen, weitergeben oder selbst zu Ende verbrauchen - du entscheidest! ? 12. 1. Heute gibt's Pizza! Vielleicht sogar mit selbstgemachten Teig? Pizza schmeckt ohne Käse genauso gut, oder du belegst sie mit veganem Käse, Pesto oder selbstgemachten Hefeschmelz - yummy! ? 13. 1. Falls du dort noch nicht warst: Heute geht es in den Bio-Markt oder das Reformhaus! Auch, wenn man vielleicht gerade nichts kaufen will, alleine die Regale mit all dem veganen Wunderwerk anzustarren, ist wie ein Schaufensterbummel (für mich zumindest!). ? 14. 1. Warum erzählst du heute nicht mal jemandem bewusst, dass du vegan lebst? Immerhin hast du jetzt schon zwei Wochen geschafft! Vielleicht der besten Freundin, dem Papa oder dem netten Arbeitskollegen? Die persönlichen Gründe für den Umstieg zu erzählen ist immer eine gute Idee - aus dem Herzen spricht es sich am besten. ? 15. 1. Hurra, der Januar ist halb geschafft! Ein schöner Zeitpunkt, um sich ein Glas veganes Bier, veganen Wein oder Prosecco zu gönnen (Google ist da sehr schlau, welche Marken vegan sind). Wer nicht so auf Alkohol steht, genehmigt sich einen exotischen Fruchtsaft oder einen besonderen Tee! ? 16. 1. Auswärts essen: Besuch ein Restaurant und bestell dir tolles veganes Essen! Hier sind ein paar Tipps, wie das am besten auch in nicht-veganen Restaurant funktioniert. ? 17. 1. Ich liebe faules Brunchen am Wochenende. So kannst du dich gemütlich durch alle tollen veganen Frühstücksideen probieren. Wie wäre es heute mit Pancakes, Rührtofu oder selbstgemachtem Müsli? ? 18. 1. Grüne Smoothies sind toll. Es wird Zeit, einen zu mixen! Mit einer reifen Banane, einer kleinen Handvoll frischer Ananas, einer Handvoll Blattspinat, einer Prise Zimt, etwas Agavensirup und etwas Wasser oder Orangensaft trinke ich ihn am liebsten! ? 19. 1. Weißt du, wer sich über vegane Muffins freut? Genau, jeder! Darum beglücke deine Arbeits- oder Studienkollegen, die Nachbarn oder die Geschwister mit köstlichen selbstgebackenen Muffins. Rezeptideen findest du hier. ? 20. 1. Heute solltest du mal meine veganen Räuchertofuschnecken probieren. Sie haben bisher auch noch die größten Tofu-Skeptiker begeistert! Ideal, um sie an nichtsahnende Mitmenschen zu verfüttern... hahaha! ? 21. 1. Wie sieht es eigentlich in deinem Kleiderschrank aus - sind deine Schuhe aus Leder, dein Pulli aus Wolle? Manche behalten nicht-vegane Kleidungsstücke noch länger, andere wollen sie gar nicht mehr tragen. Übrigens auch ein guter Zeitpunkt, um sich online mal nach tollen veganen Stiefeln umzusehen! ? 22. 1. Ein veganes Sandwich ist schnell gemacht und schmeckt super. Dick belegt mit Avocado, gebratenem Räuchertofu, veganem Käse, Sprossen, Essiggurken - was das Herz begehrt! Eine Empfehlung meines Mannes M ist folgendes Sandwich: Schneide einen halben Block Räuchertofu in dünne Streifen und brate sie in einer Pfanne ohne Fett auf beiden Seiten sehr knusprig. Teile die Tofustreifen auf zwei Toastbrote auf, bestreiche zwei weitere Toastbrote mit veganem Pesto und belege sie mit Rucola und klappe die beiden Sandwiches zu. Am besten schmecken sie, wenn du sie noch in der Pfanne oder am Sandwichgrill knusprig toastest! ? 23. 1. Früher mochte ich Avocado überhaupt nicht, heute möchte ich in einer wohnen. Avocado-Sushi ist einfach einmalig, und du solltest es heute auf deinen Speiseplan setzen - entweder gekauft oder selbst gerollt! ? 24. 1. Zeit für einen Spaziergang durch die Natur, um ein paar Tiere zu beobachten. Auch wenn wir es manchmal vergessen - wir teilen unsere Welt jeden Moment mit Tieren, auch in der Stadt: Ich liebe es, Tauben beim Trinken zu beobachten oder Eichhörnchen am Baum zu entdecken! ? 25. 1. Tofu... nach den Räuchertofuschnecken hast du die erste Scheu sicher schon verloren! Zeit für veganes Schokoladenmousse, das wirklich fabelhaft schmeckt! Wie wäre es mit diesem Rezept? Anstatt des Lebkuchengewürz kannst du einfach eine Prise Zimt hinzugeben. ? 26. 1. Heute bist du tapfer: Kauf eine Gemüsesorte, die du noch nie probiert hast, und koche daraus ein köstliches Gericht - schon mal Pastinaken, Tompinabur, Grünkohl, Fenchel oder Schwarzwurzeln gegessen? Das Internet geht nur so über vor Tipps und Tricks, und vielleicht entdeckst du ja ein neues Lieblingsgericht? ? 27. 1. Viele Organisationen haben es sich zum Ziel gesetzt, dem Leid der Tiere ein Ende zu setzen. Warum nicht diese Arbeit unterstützen? Auch wenn die Spende noch so klein ist, sie wird geschätzt und in tolle Ergebnisse umgesetzt - jeder Cent hilft. ? 28. 1. Gibt es in deiner Stadt ein veganes oder vegetarischen Restaurant oder Cafe? Höchste Zeit, dort zu schlemmen! ? 29. 1. Salat ist gar nicht langweilig, das ist ein gemeines Vorurteil: Darum mach dir heute eine riesige Schüssel Salat. Ich liebe in meinem Salat grünen Salat, eine Handvoll Rucola, etwas Mais, weiße Bohnen, viel Avocado, geriebene Karotte, ein paar Cherry-Tomaten oder getrocknete Tomaten, knusprig gebratenen Räuchertofu und ein würziges Dressing mit Kürbiskernöl! Mhmmm. Oder wie wäre ein Nacho-Salat? ? 30. 1. Beglücke jemanden mit deinen veganen Kochkünsten - mit dem Rezept, das du am besten beherrscht! ? 31. 1. Den ersten Monat hast du geschafft: Schreib auf, was du an deinem veganen Lebensstil toll findest. Fühlst du dich anders, hast du leckere Dinge gegessen, ein neues Rezept gelernt? Und vergiss nicht, dir richtig kräftig auf die Schulter zu klopfen! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 14. - 20. Dezember

21. Dezember 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 14. - 20. Dezember Montag Unser Bio-Markt führt seit einiger Zeit vegane Croissants - mhmm! Besonders köstlich mit etwas veganer Nutella oder Spekulatius oder einfach etwas Margarine... Dienstag Leider ging es mir an diesem Tag nicht besonders - irgendwie hatte ich mir mein Bäuchlein verdorben. Praktisch als Aufmunterung brachte mir der Potstbote diese zwei tollen Kochbücher vorbei, die ich demnächst am Blog vorstellen werde. Wie schön, dass es mittlerweile eine so große Auswahl an veganen Büchern gibt! Mittwoch Kennt ihr Florence + the Machine? Ich bin seit Jahren ein riesiger Fan (besonders ihr Shake it Out ist praktisch zu meiner Hymne geworden) - umso größer die Freude, dass es sie in ihrer aktuellen Tour nach München verschlagen hat, was ja praktisch um's Eck von Salzburg ist. Vor dem Konzert stärkten M und ich uns mit Burgern bei Hans im Glück, mit extra-viel veganer Sauce! Florence's Auftritt war übrigens super, ich bin froh, dass ich sie live erleben durfte - und natürlich hat sie auch mein Lieblingslied mitgebracht! Donnerstag Es war mal wieder an der Zeit für die jährliche Weihnachtsfeier mit den Arbeitskollegen - Kinder, wo ist nur das Jahr geblieben? Während die Gesellschaft zwar ausgezeichnet war, war das Essen leider eher unterirdisch: Trotz Vorbestellung und Zahnpasta-Lächeln meinerseits war das Highlight des Menüs eine Kartoffel mit Broccoli, vom Salat mit dem teuflisch sauren Essig und der gatschigen Melone als Nachtisch sprechen wir jetzt lieber nicht. Natürlich könnte ich mir jetzt selbst unglaublich leid tun und lamentieren, wie schwierig es ist, vegan zu sein - aber ich lebe jetzt seit 7 Jahren vegan und ganz ehrlich, selten war mein Essen irgendwo so schlecht. Und ich habe es trotzdem überlebt, und es war trotzdem ein netter Abend!  Freitag Um mein Bäuchlein ein wenig zu beruhigen - der super-saure Salat zum Abendessen hat nicht gerade zur Besserung beigetragen - gab es ein einfaches Mittagessen: Geröstete Süßkartoffel, Reis und Erbsen. Samstag Jedes Jahr bekommen meine Arbeitskollegen ein kleines essbares Weihnachtspräsent. Da mir diese weihnachtlichen Schokomuffins so gut schmecken, wurden die wieder in hübsche Cellophan-Sackerl (mit Rentieren!) gepackt und die engsten Büro-Kollegen verteilt.  Sonntag Freunde kamen zu Besuch und meine weihnachtliche Vorfreude war voll im Schwung. Darum gab es Zimtschnecken mit Vanille-Glasur, geröstete Nüsse und Gewürz-Kekse. Und natürlich selbstgemachten Glühwein dazu. Nur noch ein paar Tage bis Weihnachten! Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Schoko-Schoko-Schoko-Torte

10. Dezember 2015 Totally Veg! 

Schoko-Schoko-Schoko-TorteMein lieber Herr Papa hat kürzlich einen runden Geburtstag gefeiert! Und er hat es vermutlich nicht gerne, wenn ich hier jetzt verraten würde, wie alt er geworden ist (hust, doppeltsoaltwieichheuer gewordenbin, hust). Da ist der Vater ganz ladylike und bevorzugt es, bei der Frage nach seinem Alter vornehm zu schweigen. Dabei hätte er das wirklich nicht nötig - ich hoffe, dass ich auch so gut altern werde wie er! Wenn ich mir meine jungebliebenen Eltern anschaue, dann kann ich es nämlich wirklich nicht auf die Gene schieben, wenn ich mit 40 Jahren eine verrunzelte Greisin bin, sondern dann liegt es doch am billigen Büro-Kaffee und dem vielen Fernsehen. Ähnlich wie bei Jahresringen ist der Papa auch kein großer Fan von Feiern - zumindest nicht von denen, bei denen er im Mittelpunkt steht. Darum haben wir die Geburtstagsfeier im kleinen Kreis gehalten: Meine Eltern, meine Oma, M und ich. Mama belegte - wie schon früher in meiner Kindheit - eine ganzen Schwung voll köstlicher veganer Brötchen für unsere komplett vegane Feier, Sekt wurde eingekühlt und ich wurde mit der Torte beauftragt. Ich kann ja verstehen, warum. Nach einigem Hin und Her entschied ich mich als Basis für einen Schokoladenkuchen. Und dann beschloss ich, den Schokokuchen in Schokoladenmousse zu hüllen. Und noch etwas extra Schokolade in die Mitte zu füllen. Also entstand der Name: Schoko-Schoko-Schoko-Torte. Eine ziemliche Bombe, sehr mächtig und sehr, sehr gut: Mit saftigem Teig, lockerem Mousse und weil Mäßigung nicht meine Stärke ist, mit Karamell-Sauce oben drauf. Mhmmmm. Und da die Torte so bombastisch ist, habe ich sie in einer kleinen Springform (18 cm) gebacken, so sieht sie besonders unschuldig und herzig aus, und eine große Geburtstagskerze hatte trotzdem Platz. Es war ein sehr schöner Abend mit der Familie, dem Geburtstagskind hat die Torte ausgezeichnet geschmeckt - und das ist ja die Hauptsache! Schoko-Schoko-Schoko-Torte (für eine 18 cm Fom, für eine 26 cm Form alle Zutaten verdoppeln) Für den Teig: 250 ml Sojamilch 1 El Essig 200 Gramm Mehl 30 Gramm Kakaopulver 140 Gramm Zucker 1 TL Natron 1/­2 TL Salz 1/­4 TL Zimt 80 ml neutrales Öl  (Sonnenblumen, Maiskeim...) Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine kleine Springform (18 cm) mit Backpapier auslegen und an den Seiten gut einfetten. Sojamilch mit Essig vermischen und beiseite stellen. Mehl, Kakao, Zucker, Natron, Salz und Zimt in einer großen Schüssel mischen und mit Öl und Sojamilch zu einem glatten Teig verrühren. In die Form füllen und bei 180 Grad etwa 30 - 40 Minuten backen, bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Teigs gestochen, sauber wieder herauskommt (falls der Teig zu dunkel wird, nach etwa 20 Minuten mit etwas Alufolie abdecken). Den Teig komplett auskühlen lassen. Für das Schokomousse: 1 Packung gesüßte vegane Schlagsahne, z.B. von Soyatoo (300 ml) 25 Gramm Kakaopulver 10 Gramm Staubzucker 3 Packungen Sahnesteif Die Schlagsahne mit dem Kakaopulver und dem Staubzucker aufschlagen. Dann den Sahnesteif unterheben und erneut aufschlagen. Zum Zusammensetzen: Vegane Schokocreme Etwas vegane Karamell- oder Schokosauce oder geraspelte Schokolade Den Teig in der Mitte horizontal teilen, so dass zwei flache Kuchen entstehen (falls sich der Teig etwas gewölbt hat während des Backens, kann man das vorher etwas gerade schneiden). Die untere Hälfte mit etwa 1 gehäuften EL der veganen Schokocreme bestreichen. Anschließend streicht ihr noch etwa 3 gehäufte EL des Schokomousse auf die untere Hälfte des Teigs. Dann die obere Hälfte darauf setzen, und die Torte komplett mit Schokomousse einstreichen und glätten. Oben drauf kommt ein schönes Muster aus Karamellsauce oder auch einfach etwas geraspelte Schokolade. Für etwa 2 Stunden kühl stellen und dann servieren. Mhmmm! Wer mag, serviert sie noch mit einem Klacks veganer Sahne. Bonus: Mama's tolle Brötchen, einfach fantastisch! Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegane Donut-Muffins mit "Nutella"-Kern

22. November 2015 Totally Veg! 

Vegane Donut-Muffins mit Es gibt Dinge, die ich nicht gerne kaufe. Nicht, weil ich sie nicht mag, sondern eben weil ich sie zu sehr mag. Mein Lieblingswein - ich trinke nicht ein Glas, sondern fast die ganze Flasche und muss mich dann vor dem Hauptabendprogramm duselig ins Bett legen, während M schadenfroh grinst. Ungesunde Frühstückflocken, die ich dann als Frühstück, Mittag- und Abendessen in mich hinein stopfe, bis ich von all dem Zucker Zahnweh bekomme. Und vegane Schokocreme, die natürlich löffelweise in meinen Mund gehört. Manchmal gehört Selbstbeherrschung nicht zu meinen starken Seiten. Aber wie sagte schon Mae West - "too much of a good thing is wonderful". Na bitte. Und natürlich kann ich der Vielfalt an veganer "Nutella" nicht widerstehen - es gibt sie in Fairtrade, Zartbitter, mit extra Haselnüssen, veganer "Milchcreme" und oft ganz unverhofft im Supermarkt. Damit ich mit der veganen Schokocreme nicht alleine gelassen werde (denn ehrlich, ich kann dann nicht mehr aufhören, bis ich den Boden des Glas sehe), beschloss ich, sie in saftige Muffins zu hüllen und an meine Arbeitskollegen zu verteilen. Mit der Zimt-Zuckerkruste erinnern sie an köstliche Donuts, und das Allerbeste ist natürlich die super-schokoladige Füllung. Donut-Muffins mit Nutella-Kern (für 12 Stück) 200 ml Sojamilch 1 TL Essig 110 Gramm vegane Butter (aka rein pflanzliche Margarine), weich 120 Gramm Zucker 2 Packungen Bourbon-Vanillezucker 2 1/­­2 TL Backpulver 280 Gramm Mehl 3/­­4 TL Zimt 1/­­2 TL Salz vegane Schokocreme (12 gehäufte TL) Für das Topping: 60 Gramm vegane Butter, geschmolzen 2 TL Zimt 70 Gramm Zucker Ofen auf 180 Grad vorheizen und die Muffinform mit Papierförmchen auslegen.  Sojamilch mit Essig vermischen und beiseite stellen. Vegane Butter mit Zucker sehr gut vermischen, am besten mit einem Mixer. Mehl, Backpulver, Zimt und Salz vermischen und gemeinsam mit der Sojamilch zur Butter-Mischung geben, daraus einen glatten Teig rühren. Den Teig jetzt auf die Förmchen aufteilen: Dabei etwa je 1 EL Teig in die Förmchen geben, dann 1 gehäuften TL "Nutella" darauf geben und dann mit etwa 1/­­2 TL Teig bedecken (den Teig möglichst auf der Schokocreme verteilen). Im Ofen etwa 15 - 17 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist und sich der Muffin fest anfühlt. In der Zwischenzeit für das Topping die vegane Butter schmelzen und Zimt und Zucker in einer Schüssel vermischen. Wenn die Muffins fertig gebacken sind, aus dem Ofen nehmen und so lange kühl stellen, bis sie noch warm sind, aber ihr euch nicht die Pfötchen verbrennt. Jeden Muffin aus der Muffinform nehmen, mit etwas geschmolzener veganer Butter bestreichen und kopfüber in die Schüssel mit Zimt-Zucker dippen, so dass die Oberfläche dick mit dem köstlichen Topping bedeckt ist. Dann vollständig auskühlen lassen - und natürlich genießen! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 2. - 8. November

8. November 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 2. - 8. November Montag Habt ihr schon mal einen Spaghetti Kürbis gegessen? Ich habe diese Woche meinen ersten zubereitet und finde ihn so cool! Anders als Butternuss oder Hokkaido besteht er drinnen aus dünnen Fäden, eben ähnlich wie Spaghetti. Ich habe ihn im Kochtopf als ganzes gekocht (und bin vor Schreck fast an die Decke gesprungen, als während des Kochens geborsten ist) und ihn dann vorsichtig ausgehöhlt. Die "Nudeln" waren unsere Einlage in einer einfachen Tomatensuppe - einfach die Kürbis-Fäden in die Schüssel legen und mit heißer Suppe übergießen. Dienstag Mir ging es gar nicht gut. Um mich etwas aufzuheitern, gab es ein leckeres Schoko-Erdbeer-Müsli mit Banane und gepufftem Quinoa. Mittwoch Wenn der Mann das Abendessen macht,  dann gehen die Teller über. Bunter Salat mit Chinakohl, Gemüse, Kartoffeln und selbstgemachten Caesar's Dressing, das so einfach zuzubereiten ist. Donnerstag Meine Lieblingsausbeute aus dem Bio-Markt: Grünkohl für Smoothies, Bio-Mandarinen und die allerallerbeste Sojamilch, die man wirklich pur trinken kann. Freitag Zum Wochenend-Auftakt gab es Nudeln mit cremiger Schwammerl-Sauce mit jeder Menge selbstgemachtem Cashew-Parmesan. Samstag M und ich verbrachten einen schönen Tag in der Stadt und besuchten (mal wieder) einen Flohmarkt. Nach all den Schätzen (und dem Gerümpel) aßen wir bei Uncle Van zu Mittag. Dort lässt es sich günstig und gut speisen - ich esse am liebsten Reis mit Rotem Curry und Gemüse.  Sonntag Ein guter Sonntag beginnt mit einem gemütlichen Brunch: Kartoffelpfanne, Baked Beans und fluffiger Toast. Mhmmm. Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Veganer Urlaub im Hotel Alpendorf

25. Oktober 2015 Totally Veg! 

Veganer Urlaub im Hotel AlpendorfIch gestehe: Wenn ich an "Urlaub" denke, dann muss ich zumindest die eigene Landesgrenze überqueren. In dieser Hinsicht habe ich wohl Fernweh der schlimmsten Stufe. Mein Herz klopft schneller, wenn ich an unsere Aufenthalte in Italien, Paris, den USA oder gar in der Karibik denke. Urlaub in Österreich? Das entlockt mir eher ein mattes Lächeln - mein Vorurteil ist, dass ich in den eigenen Landen auch reisen kann, wenn ich alt bin. Ja, schon ziemlich eingebildet. Keine Sorge, ich wurde bereits eines Besseren belehrt. Österreich hat viel zu bieten - auch in veganer Hinsicht.  Eher zufällig bin ich auf das Hotel Alpendorf im Salzburger St. Johann gestoßen, eine knappe Stunde von der Stadt Salzburg entfernt. Das Hotel ist sehr idyllisch gelegen und bietet den perfekten Ausgangspunkt zum Schifahren oder Wandern  und verfügt über einen Wellnessbereich mit schönem Indoor-Pool, Sauna und Dampfbad. Viel wichtiger ist jedoch: Dort bietet man (nach Voranmeldung) vegane Halbpension an - großes Frühstücksbuffet und abends 5-Gang Menü. Die Neugier überwog, und M und ich beschlossen, dieses Angebot zu testen. Aufenthaltsraum Speisesaal Da wir zu Mittag schon mit Hunger anreisten, führte uns der erste Weg auf die Terrasse des Restaurants. Dort gibt es in der Karte einen eigenen veganen Teil mit großer Auswahl. Wir entschieden uns für Brezelknödel mit Linsen und Fleischlaibchen mit Kartoffelpüree und Gemüse. Beides schmeckte vorzüglich - besonders die fein gewürzten Laibchen und das super-cremige Püree begeisterten mich. Als Nachtisch gab es vegane Nusstorte, die unglaublich nach Weihnachtsmarkt schmeckte (ich vermute, durch die karamelisierten Nüsse in der Füllung), mit veganem Eis und einem Schoko-Rum-Shot, auch definitiv eine gute Wahl! Alles war sehr schön angerichtet und diese feine Präsentation zieht sich im Hotel Alpendorf durch alle Mahlzeiten. Nach dem Mittagessen mussten wir uns die Beine vertreten, in der Nähe des Hotels verläuft ein idyllischer Paranomaweg mit Baumlehrpfad, der aber eher ein Spazierweg als eine handfeste Wanderung ist. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit Planschen im Pool und im Dampfbad.   Am Baumlehrpfad sollte man bei einer Station Bäume umarmen - das muss man mir nicht zweimal sagen! Abends erwartete einen dann ein Fünf-Gänge-Menü. Sehr liebevoll gibt es für die veganen Gäste eine eigene kleine Karte am Tisch. Der erste Gang besteht aus einem Ausflug zum Salatbuffet - und da es Käferbohnen und Kartoffelsalat gab, waren wir ohnehin begeistert. Auch am Buffet sind Dressings mit der veganen Blume gekennzeichnet. Der zweite Gang waren Spinat-Taschen mit Broccoli-Topinambur-Creme - beides vorzüglich, allerdings war die Creme kalt, was mich etwas irritierte, geschmeckt hat es trotzdem. Als Suppe gab es eine sehr originelle Himbeer-Paprikaessenz mit einer kleinen Avocado-Tomate - so ein Süppchen habe ich noch nie gegessen und es war süß-säuerlich und einfach wunderbar! Die Hauptspeise war ein großer Burrito, prall gefüllt mit veganem Chili - sehr gut, aber ich begann schon zu schwächeln und musste schweren Herzens einen Teil überlassen, um auch noch etwas Platz für den Nachtisch zu lassen. Die Nusstorte, die wir schon zu Mittag genossen hatte, hatte einen erneuten Auftritt! Darüber war ich aber nicht böse, denn sie ist wirklich vorzüglich, und auch die säuerlichen Rum-Beeren waren ein neues Aroma dazu. Ganz ehrlich, wir sind dann aber ins Zimmer gerollt. Am nächsten Tag mussten M und ich noch vor dem Frühstück unbedingt eine Runde im Pool planschen - wie oft kann man das schon machen? Das Frühstück selbst war dann mein persönliches Highlight: Man bekommt eine Etag?re, die mit veganen Köstlichkeiten nur so übergeht: Erdnussbutter, vegane Nutella, zweierlei Pudding, Joghurt mit Beeren, Bircher-Müsli, Hummus, frisches Gemüse, frische Säfte, karamelisierte Nüsse und Kekse, alles liebevoll präsentiert in kleinen Schüsselchen und Gläschen. Dazu kann man auch vegane Wurst und veganen Käse, Avocado-Hummus-Brot, Tofu-Rührei und Pancakes bestellen. Am Buffet gibt es frisches Gebäck, Obst und - natürlich - allerlei pflanzliche Milch. Ich war sehr geflashed, so ein schönes und leckeres Frühstück bekommt man wirklich selten serviert.  Mein persönliches Fazit: Wartet nicht mit dem Urlaub in Österreich, bis ihr alt und grau seid, ansonsten verpasst ihr all die Köstlichkeiten im Hotel Alpendorf. Dort scheint das vegane Angebot sehr gut anzukommen, wir konnten drei andere Paare beobachten, die sich auch alle das vegane Essen schmecken ließen. Auch die freundliche Dame an der Rezeption bestätigte stolz, dass das vegane Angebot sehr gefragt ist. Übrigens: Falls ihr keine großen Schifahrer oder Wanderer seid (ich bin es nicht), man findet in der Gegend auch sehr schöne Spazierwege und Ausflugsziele, außerdem ist Salzburg etwa 50 Minuten entfernt. Wir haben am Heimweg noch Halt gemacht bei den Bluntauseen, wo das Wasser glasklar ist und eine fast unheimliche türkise Farbe hat. Schöner kann der Herbst nicht werden!  Ja, das Wasser hat wirklich diese Farbe! Mir als Herbst-Fan werden hier die Knie weich. Wer sich fragt: Ich habe alles selbst bezahlt und singe Lobeshymnen auf das Hotel gänzlich unaufgefordert. Aber auch sonst würde ich euch nichts vorstellen, was mir nicht 100%-ig gefällt. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 28.9. - 4.10.

4. Oktober 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 28.9. - 4.10. Montag Ich habe mich mit einer sehr netten Veganerin, die ich über Instagram kennengelernt habe und die lustigerweise ganz in der Nähe wohnt, auf Kaffee und Kuchen getroffen. Ich möchte niemanden aus meinem Freundeskreis missen (egal, wie sie essen), aber gelegentlich ist es wirklich schön, mit jemandem zu sprechen, der meine innersten Überzeugungen verstehen kann.  Dienstag M war leider krank und blieb zu Hause. Als Aufmunterung stellte ich ihm Haferbrei auf den Tisch, bestehend aus Haferflocken, Sojajoghurt, Chia-Samen, gefrorenen Himbeeren und Bananen, mit Agavensirup und viel Zimt. Der Patient hat sich sehr gefreut! Mittwoch Aus irgendeinem Grund wollte ich unbedingt Burritos mit viel Guacamole essen - vermutlich, weil Guacamole einfach immer gut schmeckt. In letzter Zeit mag ich besonders gerne Broccoli in meinen Burritos, den ich ganz scharf anbrate. Mhmm. Donnerstag Pizza-Time! Etwas, was M und ich sehr selten essen: Vegane Tiefkühlpizza. Schnell im Bauch verschwunden, gut war sie! Freitag Ich musste etwas backen, und so entstanden diese putzigen Schoko-Kastanien-Cupcakes. Mhmmm.   Samstag M wollte gerne etwas Süßes zum Frühstück, und da ich die Nase voll hatte von Pancakes oder Waffeln (ja, das soll passieren), gab es Chocolate Oatmeal mit extra Schokotropfen oben drauf. Wirklich, wirklich gut! Sonntag M und ich haben unseren ersten Hochzeitstag! Dieses Jahr ist so schnell vergangen... Wer nochmal nachlesen möchte, wie unsere Hochzeit so ausgesehen hat, das findet ihr hier, hier und hier. Zur Feier des Tages kehrten wir zum Brunch ins Green Garden ein - köstlich!   Und noch etwas hat mich sehr gefreut: Das VegNews Magazine (ein amerikanisches Magazin rund ums vegane Leben) hat unsere Hochzeit als eine der veganen Hochzeiten 2014 gefeatured. Ich lese das VegNews Magazine schon sehr lange und einmal im Jahr habe ich immer die coolen Brautpaare darin bewundert - und mir insgeheim davon geträumt, auch mal dazuzugehören.Ihr seht, damit ist ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen. Zum Lesen: auf's Bild klicken, dann Rechtsklick "Grafik anzeigen", dann führt euch die Lupe zur großen Auflösung. Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 21. - 27. September

27. September 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 21. - 27. September Montag Zeit für einen großen Einkauf mit dem Fahrrad: Alles dabei von Tofu über Kaffee zu leckeren Keksen. Und ich sag euch, mit meinem kleinen Fahrradkörbchen sieht das fast aus wie eine Zirkusnummer, aber ich habe es heil nach Hause geschafft! Dienstag Für Freunde bereitete ich ein Hochzeitsgeschenk vor: Ein großes Cookie Jar, gefüllt mit Scheinchen - aber ein paar Kekse sollten auch hinein! Wie gut, dass ich ein paar einzeln abgepackte Oreos gefunden habe, und für mich gab es auch noch veganes Gummizeug und einen tollen Lippenbalsam, bei dem auch noch Geld für einen guten Zweck gespendet wird.  Mittwoch Da ich am Hauptbahnhof Salzburg vorbei musste, beschloss ich, ein paar Spenden für die dort untergebrachten Flüchtlinge abzugeben: Obst, Saft und Hygieneprodukte, die hoffentlich jemandem den Tag etwas leichter machen. Donnnerstag Ich bin stolze Besitzerin eines Slow Cookers, und gerade im Herbst und Winter liebe ich es, zu fertig gekochten Suppen und Eintöpfen nach Hause zu kommen. Hier ein Kürbis-Chilli mit Avocado-Brot. Freitag Wenn M und ich ins nahe gelegene Einkaufszentrum fahren, dann sitzen wir gerne bei einem Kaffee und beobachten andere Leute - kennt das jemand? Für mich gibt es immer Soja Vanilla Latte und für M schwarzen Kaffee. Samstag Wir waren auf der Hochzeit lieber Freunde eingeladen. Es gab für uns gebratenen Seitan auf Gemüse, dazu Salat, und sogar vegane Cake-Pops als Gastgeschenke!  Sonntag "Übernachtig" (sehr unausgeschlafen) trifft es heute wohl am besten - trotzdem konnte ich das Backen nicht sein lassen: Cranberry Cupcakes. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 7. - 13. September

13. September 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 7. - 13. September Montag Herbstlich ist es geworden - hurra! Montag ist immer Comfort-Food Tag - es gibt Tomaten-Kokos-Suppe mit Tofurky Sandwiches. Mhmmm. Dienstag Ich weiß nicht, wie es euch geht - aber ich esse gerne jeden Tag etwas Süßes. Ich pfeife mir keinen ganzen Vego-Riegel rein, aber zwei Stückchen Schokolade oder ein, zwei vegane Kekse erhellen meine Stimmung ganz ungemein. Ein hübscher Dessert-Teller mit Früchten ist da zum Abschluss eines langen Tages genau das Richtige. Mittwoch Kennt ihr das? Ihr kommt nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause und wollte euch noch etwas Gesundes kochen. Und aus irgendeinem Grund dauert das Kochen Ewigkeiten, ihr verdaut euch praktisch selbst und überlegt schon, es einfach sein zu lassen und ein Stück Toast zu essen. Ich habe dieses Gemüsecurry mittendrin fast aufgegeben, es hat mir einfach viel zu lange gedauert - zum Glück habe ich es doch noch vollendet und es schmeckte dann auch wesentlich besser als trockner Toast. Donnerstag Ich war letzte Woche bei der Blutabnahme für ein Blutbild. Nach fast 7 veganen Jahren wollte ich einfach checken lassen, ob alles so ist, wie es sein soll. Und nein, ich habe das noch nie gemacht - aus Faulheit, ehrlich gesagt. Diese Woche gab es dann meine Ergebnisse und es ist alles in bester Ordnung. Ich habe nirgendwo einen Mangel, alle meine Werte sind im Idealbereich und laut meinem Arzt "könnten die Werte nicht besser sein". Übrigens habe ich mir auch meinen B12 Status bzw. verschiedene Indikatoren dafür testen lassen - auch hier ist alles in Ordnung. Da ich aber brav meine B12-Tabletten nehme, ist das auch nicht besonders überraschend. Fazit: Volle vegane Kraft voraus! Freitag Ich war auf dem Weg zum Polterabend einer lieben Freundin, und da ich direkt von der Arbeit in Salzburg nach Linz gefahren bin, musste es eine Portion eisgekühltes Koffein sein. Ich trinke zwar lieber den Kaffee aus Tassen als auch Plastikbechern, aber da die Zeit drängte, musste es die Notlösung sein. Mitgenommen habe ich von DM noch das neue vegane Duschgel von Treacle Moon, das herrlich nach Äpfeln duftet. Samstag Schon oft berichtet, aber immer wieder gut: Frontfood in Linz. Perfekt nach einer langen Nacht, bevor es auf eine Reise geht - wohin, verrate ich euch im nächsten Wochenrückblick! Sonntag Ich möchte euch auf ein Video hinweisen, das mich diese Woche enorm fasziniert hat: 1976 hatte die Vegan Society in Großbritannien die Möglichkeit, einen Beitrag über die vegane Lebensweise zu gestalten. Herausgekommen ist eine tolle, sehr fortschrittliche Dokumentation über Veganismus - inklusive Ärzte, die die positiven Aspekte einer rein pflanzlichen Ernährung aufzählen. Ich finde es außergewöhnlich, Menschen sprechen zu sehen, die diesen Schritt schon vor so vielen Jahren gemacht haben. Ich denke, dass vegan leben im Jahr 2015 wirklich keine große Sache ist, aber in den 70ern war das ganz anders - und einige Interviewte erzählen auch, dass sie seit den 1940ern vegan leben! Die Pioniere in der veganen Bewegung in diesem Video zu sehen, hat mich schwer beeindruckt. Das Video (auf Englisch) findet ihr hier. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 31.08. - 06.09.

6. September 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 31.08. - 06.09. Montag Ich war  beruflich in Klagenfurt! Gleich nach der Ankunft zu Mittag machte ich mich auf in das vegane Restaurant "Delicious". Dort gibt es einen täglich wechselnden Mittagsteller - der Fokus ist hier auf vollwertigem veganen Essen. Ich probierte das Kräuterrisotto mit Naturreis an Champignon-Sauce - ausgezeichnet! Nachtisch musste es natürlich auch geben, und während der Boden der Dinkel-Topfen-Schnitte eher etwas trocken war, war die Topfencreme (also Quark für euch Nicht-Ösis) wunderbar frisch und cremig. Beide Daumen hoch! Dienstag Ich verbrachte einen langen, anstrengenden Tag in Klagenfurt - ohne Mittagspause und ohne Möglichkeit, etwas Warmes zu essen. Aber ich bin trotzdem nicht verhungert: Zum Frühstück gab es Marmeladenbrote und frische Wassermelone, dann hielt ich mich mit Trockenfrüchten, Äpfeln, Nektarinen und einem fertigen Smoothie über Wasser, bis ich mir am Abend zur Heimreise zwei Salzstangerl und etwas veganen Aufstrich kaufte. Ihr seht, besonders aufregend ist der Speiseplan nicht, aber das geht auch mal. Ich stellte vor der Reise nur sicher, mir Trockenfrüchte mitzunehmen und hielt während des Tages einfach nach frischem Obst Ausschau. Mittwoch Mir gelüstete es nach Reis, und so gab es jede Menge Naturreis mit aromatischer Kidneybohnen-Gemüse-Pfanne auf einem Tortilla. Schnell gemacht und noch dazu sehr gesund!   Donnerstag Es musste raus... nachdem ich mich Mittwoch Abend im Bett gewälzt habe, weil ich vor Ärger nicht einschlafen konnte, schrieb ich mir am Donnerstag meine Gedanken aus dem Köpfchen. Danach war ich erleichtert, weil ich etwas so Wichtiges mit meinen Leserinnen und Lesern teilen konnte. Freitag M und ich hatten frei! Wir nutzten den Tag für einen Tagesauflug nach München. Dort schlugen wir uns die Bäuche zu Mittag beim Royal-Kebaphaus mit Pide auf Salat und Dürüm voll. Danach ging es weiter auf den Viktualienmarkt für ein paar Vitamine in Form von frisch gepresstem Saft. Der krönende Abschluss war dann der Besuch im Goodies und im Veganz. Im Goodies gab es für uns einen Caesar Salad Wrap, einen Laugenbagel mit veganem Eiersalat und eine phänomenale Schokoladentorte. Meine Einkäufe im Veganz und sonstige Errungenschaften aus München zeige ich euch nächste Woche! Samstag Wir besuchten meine Eltern und mein  Vater kochte groß auf: Vegane Fleischlaberl mit Kartoffelpüree, Zwiebelsauce und Salat, als Nachspeise Alpro Cremoso Apfelstrudel mit Früchten, Schokoladensauce und Mannerschnitten. Mhmmmm! Sonntag Ich weiß nicht, warum, aber Sonntags bekomme ich regelmäßig Appetit auf Sushi. Am besten mit Avocado... Also wird unser Lieblingslieferdienst angerufen und schon steht Sushi auf dem Tisch. Wie praktisch! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 24. - 30. August

30. August 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 24. - 30. August Montag Manchmal muss es schnell gehen, weil man wichtigere Dinge zu tun hat, anstatt zu kochen - beispielsweise eine Runde mit dem Rad fahren, so lange der Sommer noch da ist. Dafür gibt es zum Abendessen nur Baked Beans auf Toast und etwas Gemüse.  Dienstag Nach dem Yoga wartete dieser tolle Salat auf mich, mit allem Gemüse, was der Kühlschrank so hergab. Dazu noch eine wunderschöne Sonnenblume, ein Geschenk meiner Yoga-Lehrerin. Und Bonus: Die wohl niedlichste Aubergine der Welt, frisch aus Schwiegermutter's Garten - ist sie nicht süß mit ihrer grünen Frisur? Trotzdem wurde sie geschlachtet und wanderte in ein leckeres Ofengemüse für den nächsten Tag.  Mittwoch Ich hatte Lust auf Apfelmus und Kekse, darum gab es genau das: Kekse mit Apfelmus, viel Zimt, Nüssen und Schokotropfen. Mhmm... Donnerstag Heute gibt es keinen Rückblick - sondern nur Entsetzen über die Ereignisse rund um den Transporter, der auf A4 im österreichischen Burgenland gefunden wurde. Mein digitales Schweigen, weil mir wirklich die Worte fehlen. Freitag Wir kehrten mit Freunden ins Green Garden ein, und ich verspeiste Wildkräutersalat mit Cashewkäse und einen veganen Burger. Wie immer sehr lecker! Samstag Wieder mal ein schöner Fund aus dem Secondhand-Shop: Mein fabelhafter Sternenhimmel-Blazer. Perfekt für einen Abend mit dem Mann und erworben zu einem Bruchteil der Kosten eines neuen Blazers. Und mit Kosten meine ich nicht nur die finanziellen: Auch Ressourcen und Arbeitskräfte werden geschont, wenn man gebrauchte Dinge kauft. Und ich bin sehr glücklich, weil ich Samstag-Abend das erste Kürbis-Gericht der Saison gekocht habe: Thai Curry mit Kartoffeln, Karotten, Zucchini und Butternuss! Der Herbst kommt, ich sag's euch! Sonntag Irgendwie beichte ich sonntags immer die Küchenunfälle, nicht wahr? Auch diese Woche werde ich euch nicht enttäuschen: Ich wollte gerne Waffeln aus Hefeteig herstellen. Im Internet erzählten Köche, dass sie den Teig über Nacht ungekühlt gehen lassen würden - und ich dachte mir, das mache ich auch! Dummerweise war dem Teig in der warmen Sommernacht irgendwie zu warm, und er hatte einen strengen Geruch und einen sauren Geschmack entwicklt... mhmmm! Dafür war der zweite Versuch umso köstlicher, besonders mit Apfelmus.  Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche 10. - 16. August 2015

16. August 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche 10. - 16. August 2015 Montag M und ich haben die Woche mit einer Radrunde begonnen - erst am frühen Abend, damit uns die Hitze nicht sofort wieder vom Fahrrad schüttelt. Belohnt wurden wir mit angenehm kühler Luft und wunderschöner, stiller Abendstimmung. Besser kann eine Woche nicht starten, als in der Natur mit den Gedanken zur Ruhe zu kommen. Dienstag Diese Woche war es wieder mal heiß, heißer, Super-Sommer. Darum war ich von der Idee begeistert, zu Mittag einfach nur frisches Obst zu essen (und etwas Reis mit Erbsen, der Sättigung halber). Ich schnippelte in der Früh die Früchte für einen Obstsalat mit einer einfachen Marinade aus Zitronensaft, Agavensirup, Kokosraspeln und Zimt.  Mittwoch Date-Night! M und ich nehmen uns regelmäßig Zeit, um einen schönen Abend als Paar zu verbringen - Zeit, die wir miteinander haben, und nicht mit dem Fernseher, Internet oder Hausarbeit teilen, wie es so oft passiert. Dieses Mal stand Kino am Programm und wir sahen Tom Cruise in Mission Impossible 5 dabei zu, wie er recht angestrengt versucht, sich bei einem seiner waghalsigen Stunts irgendwann wirklich den Hals zu brechen. Und zu Kino gehört natürlich auch eine Knabberei dazu: Nachos mit Salsa! Vegan, knusprig und sehr, sehr salzig.  Donnerstag Mehr Obst zum Frühstück... und ein Bananen-Schoko-Smoothie. Eiskalt.  Freitag Das Wochenende startete mit ungewöhnlicher Pizza - Hummus-Pizza, belegt mit rohem Gemüse. Wer übrigens noch nie rohen Broccoli probiert hat, sollte das unbedingt nachholen, ich liebe ihn mit Dip! Samstag Auf einem Fest in der Stadt Salzburg gab es dieses köstliche vegane Thai-Curry, das sehr gut geschmeckt hat, dazu eine erfrischende Bio-Limo. Aber ganz ehrlich: Wenn ich auf ein Fest oder eine Veranstaltung gehe - gerade, wenn es ein Outdoor-, Umwelt- oder Nachhaltigkeitsthema hat - erwarte ich mir mittlerweile auch zumindest ein veganes Gericht. Nichts macht mich grantiger, als wenn es dann nur lauwarme Leberkäsesemmerl gibt... wie einfallslos kann man sein? Ich weiß, das sind hohe Ansprüche, aber liebe Leute, wir sind im Jahr 2015 angekommen, und es gibt mehr im Leben als Grillwürstel! Sonntag Es gibt Kekse... Peanutbutter Coookies! Und ein  kleines Geheimnis: Die erste Runde Teig musste ich entsorgen, da die Kekse viel zu flüssig wurden und sie sich gleichmäßig im Ofen ausbreiteten. In Runde 2 wurden die Kekse dann so, wie ich sie wollte: Knusprig, mit viel Erdnussbutter und vor allem rund anstatt flächendeckend. Küchen-Unfälle passieren also jedem, es sprechen nur nicht alle darüber. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 27.7. - 2.8.

2. August 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 27.7. - 2.8. Montag M und ich lieben Broccoli heiß, und M isst ihn am allerliebsten in cremiger Suppe. So geschehen am Montag, an dem das Wetter auch dazu passte. Vom Wochenende hatten wir noch selbstgebackene Brötchen mit getrockneten Tomaten über - mhm! Dienstag Wenn es gerade Suppenwetter hat, muss man das ausnutzen: Mit roten Linsen und Tomaten. Mittwoch In Secondhand-Shops nach Kleidung stöbern, ist mein neuestes Hobby, von dem M nicht ganz so begeistert ist. Da er aber ein guter Ehemann ist, wühlte er sich tapfer durch Oma-Blusen und Negligés aus den 80ern, bis ich schließlich etwas finde, mit dem ich zufrieden bin - so wie dieses süße Blusenkleid zum Schnäppchenpreis. Donnerstag Wer den Blog aufmerksam liest, der weiß, dass ich ein großer Fan der Serie Friends bin. M und ich haben alle Folgen schon hunderte Male angesehen, aber Chandler, Rachel & Co. zaubern mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Endlich haben wir uns dazu durchgerungen, die komplette Serie auf Blu Ray zu kaufen: Ein Must-Have für jeden Fan! Die Serie ist digital nachbearbeitet worden und wer die miese Bildqualität aus den ersten Staffeln kennt, den wird diese Box in helle Entzückung versetzen. Dazu gibt's vegane Wraps mit "Hühnchen", Reis und Gemüse.  Freitag Ich wollte schon immer mal Fanta-Kuchen backen - also Kuchen, in den eine gehörige Portion Orangenlimo kommt. Das Ergebnis ist ein saftiger, leckerer Kuchen, zu dem perfekt etwas Zuckerglasur passt. Das Rezept ergibt aufgrund der geringen Masse für einen relativ flachen Kuchen, man könnte den Kuchen sicher auch verdoppeln. Für uns war er so aber ausgezeichnet! Orangenlimo-Kuchen 250 Gramm Mehl 80 Gramm Zucker 2 Packungen Bourbon-Vanillezucker 1 TL Essig 1 TL Natron 1/­­2 TL Salz 80 ml Öl 250 ml Orangenlimo (mit Sprudel) Mehl, Zucker, Vanillezucker, Natron und Salz vermischen. Mit Öl, Essig und Orangenlimo zu einem glatten Teig rühren. In eine gefettete Springform (24 cm) füllen und im vorgeheizten Ofen 20 - 30 Minuten backen. Auskühlen lassen und dann mit einer Zuckerglasur überziehen (etwas Staubzucker mit ein paar EL Orangenlimo gut verrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist). Samstag Wie ich schon oft, oft, oft erwähnt habe - mein Papa ist ein toller Koch! Beweisfoto: Veganes Gulasch mit Nudeln. Mhmmm. Sonntag M lacht oft über mich, weil ich Sushi unglaublich liebe - ich kann einfach an keinem veganen Sushi vorbeigehen. Tokyo Bay in Salzburg macht das beste vegane Sushi - natürlich mit Avocado.  Der perfekte Abschluss für diese Woche! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegan bleiben

23. Juli 2015 Totally Veg! 

Vegan bleibenGerade ist "vegan" sprichtwörtlich in aller Munde. Mich freut das natürlich - einerseits wird es für uns friedliche Pflanzenesser leichter, wenn das vegane Angebot mehr wird, andererseits werden viele Menschen für den veganen Lebensstil interessiert. Ich hoffe aber, dass es nicht beim Trend bleibt, sondern vielen klar wird, worum es beim Veganismus im Kern geht - um Mitgefühl und Respekt und ein Ja zum Leben.  Veganes Essen an unserem Hochzeitstag Ich lebe seit fast 7 Jahren vegan. In dieser Zeit habe ich viele frischgebackene Veganer kommen - und einige leider auch wieder gehen sehen. Wir Langzeit-Veganer sind spezialisiert darauf, Menschen für das vegane Leben zu begeistern. Aber nach den anfänglichen Slogans wie "Go vegan!" und "Fleisch ist Mord", vergessen wir manchmal darauf, dass man gerade zu Beginn auch noch Unterstützung bräuchte. Denn aller Anfang ist schwer. Und es gibt viele, die das vegane Handtuch werfen, weil sie es schwierig oder kompliziert finden, sie sich nicht mehr motivieren können oder sie einfach einsam sind. Um euch zumindest digital das Händchen zu halten, habe ich einige Tipps zusammengefasst wie man nicht nur vegan wird, sondern es auch bleibt - meine persönlichen Erfahrungen, die mir auf meinem Weg geholfen haben. Stolz auf sich sein | Veganismus ist sicher nicht immer der leichteste Weg - immerhin werden einem tierische Produkte oft förmlich aufgedrängt. Wenn man trotzdem an seinen Moralvorstellungen und Werten festhält, dann darf man ruhig ein wenig stolz auf sich selbst sein. Veganismus ist nichts, wofür man sich schämen oder entschuldigen müsste - und ganz ehrlich, ich war anfangs eine sehr schüchterne Veganerin, die das Gefühl hatte, sich ständig rechtfertigen zu müssen. Vieles davon war nur in meinem Kopf, und ich wünschte mir, ich wäre selbstbewusster gewesen. Die gute Nachricht: Auch das kann man lernen. Heute entschuldige ich mich nicht für mein veganes Leben, sondern ich freue mich darüber, wieviel Positives es mir gebracht hat und ich trage das gerne auch nach aussen. Sich etwas gönnen | Gerade in der veganen Community wird auf gesunde Ernährung oft sehr viel Wert gelegt und auch hier ist man gegen Trends natürlich nicht gefeit: Glutenfrei, Chia-Samen, grüne Smoothies, Agavensirup, Matcha-Pulver, makrobiotisches Essen... alles sehr feine Dinge! Wenn man sich ausschließlich von Leinsamen und braunem Reis ernähren könnte, weil es einem so gut schmeckt, ist das natürlich schön - aber gerade an diesem Aspekt sehe ich viele frischgebackene Veganer scheitern, weil sich über kurz oder lang die Ernüchterung einstellt. Denn bei aller Gesundheit sollte man sich hin und wieder auch etwas gönnen: Ein knuspriges Baguette, ein Stück Schokolade, ein veganer Eisbecher, etwas Kuchen, vegane Pizza, ein Glas Wein... immerhin wollen Körper und Seele genährt werden.  Niemand ist gerne allein | Gerade am Anfang können die Reaktionen der anderen auf Veganismus recht heftig ausfallen. Dann ist es wichtig, gleichgesinnte Personen um sich zu haben, die einen unterstützen und verstehen. Niemand fühlt sich gerne einsam oder ausgeschlossen. Ein heißer Tipp sind vegane Stammtische oder lokale Veggie-Gruppen; auch im Internet bieten Foren, Blogs oder vegane Gruppen ein Gefühl der Gemeinschaft. Als ich vegan wurde, kannte ich nicht mal einen einzigen Vegetarier. Websites und dieser Blog halfen mir dabei, mich nicht wie der letzte Mensch auf der Welt zu fühlen. Mittlerweile lebt mein Mann auch vegan, meine Eltern vegetarisch - ich habe also immer Menschen um mich, die genau wissen, wie es mir geht. Und auch alle meine Freunde respektieren meine vegane Lebensweise und ich fühle mich bei ihnen nicht "anders". Kommt Zeit, kommt Rat | Viele werden über Nacht vegan. Wir wachen auf und fühlen uns neu und aufgeregt und voller Tatendrang. Wir wünschen uns, dass sich unser ganzes Leben diesem Tempo anpassen würde. Doch dann kommt die Ernüchterung: Freunde und Familie sind skeptisch, das erste vegane Weihnachten war schwierig, die ersten Versuche beim veganen Backen wenig erfolgreich, die Witze der Arbeitskollegen nerven immer noch... Wir vergessen, dass Veränderung Zeit braucht. Sie passiert nicht über Tage oder Wochen, sondern dauert manchmal länger. Das soziale Umfeld wird sich früher oder später an die neue Situation gewöhnen, man sammelt mehr Erfahrungen und ist souveräner, aber das geht nicht über Nacht. Darum braucht man oft einfach etwas Geduld - und rückblickend löst sich vieles dann plötzlich von selbst. Andere teilhaben lassen | Die schönsten Momente für mich sind immer noch, wenn ich andere Menschen mit veganem Essen verwöhnen darf - und sie dann auch noch Nachschlag verlangen. Oft sind Familie oder Freunde veganem Essen gegenüber einfach nur skeptisch, weil sie es noch nie probiert haben. Warum also nicht eine vegane Dinnerparty organisieren, Cupcakes in die Arbeit mitbringen oder mit Mama Weihnachtskekse backen? Zurück zum Anfang | Manchmal verliert man ein wenig aus den Augen, warum man sich für ein veganes Leben entschieden hat. Bei mir war es meine große Tierliebe - ich möchte nicht, dass Tiere für mich sterben oder leiden müssen. Gelegentlich schaue ich mir Reportagen an, die Grausamkeiten an Tieren dokumentieren. Es fällt mir sehr schwer, es tut mir weh, aber es gibt mir Kraft für den Alltag - weil es mich daran erinnert, warum ich vegan lebe. Fehler passieren | Man kauft eine neue Sorte Kekse und sieht erst daheim, dass sie Milch enthalten. Im Restaurant entdeckt man beim vorletzten Bissen den Käse in den Nudeln. Man beisst in einen Muffin, bei dem man schwören könnte, dass er vegan wäre. Wichtig ist, dass man sich darüber nicht zu sehr ärgert - was manchmal leichter gesagt als getan ist. Beim nächsten Mal weiß man es besser, und jetzt einfach wieder mit voller Kraft voraus! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 6. - 12. Juli

12. Juli 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 6. - 12. Juli Montag Es regnet! Zwar nur kurz, aber immerhin Grund zur Freude nach dem schweißtreibenden Wochenende - und dazu noch ein eiskalter grüner Smoothie, besser kann die Woche ja nicht starten. Dienstag Schon ist es wieder heiß, heiß, heiß... Zur Abkühlung gibt es nur mehr Salat, hier einen Quinoa-Salat mit Cashewbutter-Dressing. Und Schweiß im Wohnzimmer. Mittwoch Diese Doku zu den kriminellen Machenschaften, die die Fleischindustrie umgeben (und hier geht es um Steuerhinterziehung, zwielichtige Firmen und Ausnutzung der Arbeiter), ist gleichermaßen spannend wie schockierend. Und wieder einmal zeigt sich, dass eine Industrie, die keinen Respekt vor Tieren hat, auch Menschen nicht achtet.  Donnerstag Ja, auch ich haue gelegentlich mit den Kochkünsten gewaltig daneben. So geschehen mit den Reisnudeln als Beilage zum Curry: Wenn man die Reisnudeln in einem zu kleinen Topf zubereitet, werden sie super-schleimig und wandeln jedes vorhandene Aroma in faden Glibber um. Wieder was gelernt! Freitag In einem Versuch, möglichst viele Vorräte in meiner Küche aufzubrauchen, ist diese Nudel-Reis-Wurst-Gemüse-Bohnen-Pfanne herausgekommen. Sieht zwar wirklich gar nicht schön aus, hat aber ausgezeichnet geschmeckt! Samstag Beim Besuch bei meinen Eltern in Linz habe ich sie überredet, mit mir das lokale Ritterfest zu besuchen. Dort erwarteten uns Hitze, Menschenmassen, Lärm und Leberkäsesemmeln an jeder Ecke. Darum retteten wir uns lieber in die kühle, ruhige Bäckerei Gragger in der Linzer Altstadt, auf vegane Bananenschnitte und Rhabarber-Limo.  Sonntag Mein Vater ist ein sehr guter Koch, und da meine Eltern vegetarisch und großteils vegan leben, freue ich mich immer auf das gemeinsame Mittagessen  am Sonntag, wenn ich zu Besuch bin. Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht: Nudeln mit deftiger Gemüse-Rotwein-Sauce und ein Salat mit Erdbeer-Vinaigrette und Avocado. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 29.6. - 5.7.

5. Juli 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 29.6. - 5.7. Montag Da diese Woche hohe Temperaturen angesagt waren, nutzte ich den noch einzig halbwegs normalen Tag der Woche, um Brownies zu backen... Köstliche, saftige, super-schokoladige Brownies. Dienstag M und ich haben unsere wöchentliche Date-Night etwas unkonventionell verbracht... Im Möbelhaus mit den Gemüsebällchen von IKEA (deren Name ich einfach nicht aussprechen, geschweige denn mir merken kann). Die Bällchen sind gut, zwar nicht so wie die Fleischbällchen, aber durchaus passabel, besonders mit dem leckeren Quinoa-Gemüse dazu. Mittwoch Diese Woche ist ein besonderer Held gestorben. Sir Nicholas George Winton wurde 106 Jahre alt und er hat kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs hunderte Kinder vor dem Holocaust bewahrt. Wer dieses Video, in dem er nach langen Jahren auf seine Schützlinge trifft, noch nicht gesehen hat, sollte sich Taschentücher bereitlegen.  Donnerstag Freitag musste ich nicht in die Arbeit, und so mussten wir das Wochenende gebührend einläuten: Mit Brinner (Breakfast + Dinner = Brinner)! Rührtofu, Baked Beans, etwas veganer Käse und ein leckeres Laugenweckerl.  Freitag M hat mir zu Weihnachten einen Eisbereiter für meine Küchenmaschine geschenkt (natürlich komplett uneigennützig, der Gute!). Mir kommt die Eismaschine gerade recht, denn es freut mich zwar, wenn es in Eisdielen veganes Eis gibt, aber die üblichen Frucht- und Sorbet-Sorten kann ich schon nicht mehr sehen. Ich will cremiges Eis, mit Schoko, Erdnüssen, Karamell, Marshmallows... mit richtig Bums eben! Aus dem Buch "Vegan ? la mode" habe ich diese Woche Erdnussbutter-Cookie-Eis gezaubert - und auch wenn ich mich nach fast einem Glas Erdnussbutter schon gefragt habe, ob ich hier nicht eher den ultimativen kulinarischen Magenboxer als köstliches Eis fabriziere, das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen! Dekadentes, super-cremiges, tolles Eis. Eine Eismaschine kann ich für alle veganen Naschkatzen also nur empfehlen! Samstag Nachdem die Temperaturen auf 33 Grad geklettert sind, versuchte ich, Zeit am Herd zu minimieren. Herausgekommen ist Avocado-Basilikum-Pasta mit etwas veganem Hühnchen dazu. Für die Sauce einfach 1 1/­­2 Avocaods, eine große Handvoll Basilikum, Saft einer halben Zitrone, Salz, etwas Edelhefeflocken, gepressten Knoblauch und ein paar Esslöffel Soja-Cuisine (oder Öl und Wasser) pürieren - reicht für zwei Portionen. Köstlich! Sonntag Brunch-Time im Green Garden! Der vegane Brunch im Salzburger Restaurant The Green Garden findet monatlich statt, und ihr solltet den wirklich nicht verpassen, er ist fabelhaft! Besonders gut hat mir der Liptauer und die Quiche geschmeckt, bei den süßen Sachen ist der Cronut und die Erdbeer-Chia-Marmelade auch immer ein Hit. Aber es ist alles toll - also unbedingt hingehen! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Auch Veganer dürfen Fertigprodukte essen - eine Antwort an Sarah Wiener

25. Juni 2015 Totally Veg! 

Auch Veganer dürfen Fertigprodukte essen - eine Antwort an Sarah WienerDiese Woche wurde ein Interview einer bekannten TV-Köchin, Sarah Wiener, veröffentlicht.* Wie schon so viele Köche vor ihr betreibt sie den momentanen Volkssport: Veganer-Bashing. Das an sich ist nicht besonders verwunderlich, und normalerweise lese ich diese Interviews auch gar nicht - was eher daran liegt, dass mich mehr oder weniger prominente Personen meistens einfach nicht interessieren. Dieser Artikel ist aber bis zu mir durchgedrungen, und er hat mich aus einem Grund besonders geärgert. Im Artikel steckt uns die Autorin, die TV-Köchin, nämlich ihren mehr oder weniger prominenten Finger direkt ins vegane Gesichtchen und speit uns ein grantiges "Ihr seid eh auch nicht besser!" entgegen.  Die Strategie ist bei weitem nicht neu. Makel an anderen zu suchen, um sich selbst besser zu fühlen, das beherrschen bereits hormongesteuerte Teenager bis zur Perfektion. Und wer hat nicht im Laufe seiner veganen Karriere schon ein vorwurfsvolles "Deine Schuhe sind doch auch Leder, oder?", "Wegen Tofu wird der Regenwald abgeholzt" oder ein "Kühe platzen aber, wenn man sie nicht melkt" gehört. Genau wie diese vermeintlichen Verfehlungen entbehrt auch die Kritik der TV-Köchin jeder Grundlage und vor allem Logik.  In ihrem Artikel stürzt sie sich nach einem kurzen Ausflug in die Welt der modernen Fleischproduktion gleich auf die bösen, bösen Veganer. Denn Veganer sind die eigentlichen Übeltäter: Anstatt vom Nachbarn totgestreicheltes Fleisch zu essen, was so anständig und regional und saisonal wäre, erdreisten sich diese schlimmen Übeltäter, sich gelegentlich mal eine vegane Bratwurst oder etwas Tofu oder einen Schluck Sojamilch zu gönnen (und  mit Sojamilch hat sie ein besonderes Problem, die ist ihrer Meinung nach die Ausgeburt allen Übels auf dieser Welt). Und die TV-Köchin wirft uns dann vor, dass wir uns in einer Parallelwelt gegenseitig auf die Schulter klopfen, während wir blind vegane Produkte konsumieren, denn "diese lassen Böden erodieren, versauen das Klima und vergiften das Wasser". Der einzige Weg, unsere Welt noch zu retten - nun, denn weiß natürlich nur die TV-Köchin. Saisonal und regional und natürlich Fleisch! Aber lieb totgemacht, gell? Ich weiß nicht, woher diese Abscheu gegen vegane Produkte kommt. Und eigentlich möchte ich auch gar nicht weiter aus dem Artikel zitierten. Eigentlich wollte ich nur eines klar stellen: Auch Veganer dürfen gelegentlich Fertigprodukte essen. Wer ständig auf seinem Selbstversorger-Hof im Hochbeet stochern kann, der hat es sehr gut, aber es gibt auch andere Leute, die Bürojobs haben und einen Haushalt und Familie und Hobbies und keinen Garten. Und es ist absolut nichts Verwerfliches daran, sich gelegentlich ein Sojaschnitzel zu braten oder die Semmel mit veganem Leberkäse zu belegen. Diese Produkte sind sicherlich nicht so gut wie die am selbstversorgenden Hof im Hochbeet selbstgezogene Tomate, aber... nein, ich wiederhole mich jetzt nicht. Eine vegane Wurst ist aber sicherlich in jeder Hinsicht wesentlich besser als eine Wurst aus Tieren - egal, ob wir nun von Umweltschutz oder Tierschutz sprechen. Dass der Mythos vom guten totgekuschelten Bio-Tier auch noch von ihr geschürt wird, das verwundert wenig. Aber er ist genau das: Ein Mythos. Auch sogenannte artgerechte Haltung endet mit einem gewaltsamen Tod, und der Anteil an Bio-Fleisch am Markt ist extrem gering - eine schöne Gute-Nacht-Geschichte also, aber nichts, was der Wahrheit entspricht. Ich kenne viele Veganer und Veganerinnen, und dass wir blinde Konsumopfer sind, das kann ich wirklich nicht behaupten. Die Zeiten, in denen endlos abgefeiert wird, nur weil die billigsten Billig-Chips jetzt vegan sind oder weil ein großer Schlachthof jetzt vegane Streichwurst anbietet - die hat es nie gegeben. Wer die vegane Community kennt, der weiß, dass hier auch viel gestritten wird, eben weil wir uns ständig in unserem Konsumverhalten herausfordern. Und wir tun das viel selbstkritischer als TV-Köchinnnen, die am liebsten alle als Selbstversorger am Hochbeet stehend sehen wollen, was natürlich viel realistischer ist, als Leute zu ermuntern, mal eine vegane Wurst zu kaufen. Ich persönlich achte auch Bio- und Fairtrade-Produkte und kaufe am liebsten von veganen Firmen, die meine Überzeugungen teilen, und entsprechend auf die Umwelt achten. Ich weiß, dass viele viele andere Veganer das auch tun, denn solche Firmen werden durch die vegane Community sehr stark gefördert. Ich lasse mir den moralischen Finger nicht ins Gesicht stecken. Ich lasse mich auch nicht ins Eck der konsumgeilen Trendsetter stellen. Und schon gar nicht, wenn mich das Gefühl beschleicht, dass es hier nicht um eine offene Diskussion, sondern um einen billigen Publicity-Stunt geht. *Und nein, ich werde den Artikel hier nicht verlinken... Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Interview mit Dirk von Vegan Travel

18. Juni 2015 Totally Veg! 

Interview mit Dirk von Vegan Travel Wer meine Berichte über die veganen Flusskreuzfahrten gelesen hat (hier und hier), der weiß, wie toll, unterhaltsam, abwechslungsreich und vor allem köstlich so ein Urlaub sein kann! Vielleicht habt ihr euch aber auch gefragt, wie man eigentlich auf die Idee kommt, gerade eine Flusskreuzfahrt zu veganisieren - ich zumindest habe mir von Anfang an diese Frage gestellt. Zum Glück gibt es jemanden, der mir Antworten liefern konnte: Dirk Bocklage, Mastermind hinter den veganen Flusskreuzfahrten. Wer Dirk noch nicht begegnet ist: Er ist derjenige, der immer ein Ohr, ein Lächeln und ein paar nette Worte für alle hat, egal, wie viel gerade los ist. Dirk ist das Herz der veganen Kreuzfahrt und buchstäblich von morgens bis abends unterwegs, ohne, dass ihm jemals die gute Laune ausgehen würde. Auf der letzten Reise habe ich mir Dirk für ein paar Momente zur Seite genommen und ihm meine brennendsten Fragen gestellt. Lieber Dirk,  vielen Dank für deine Zeit! Meine erste Frage ist, wer steckt denn hinter der Organisation der veganen Flusskreuzfahrt? Dirk: Ich kümmere mich um die Organisation der veganen Flusskreuzfahrt mit meiner Firma "Vegan Travel", und gemeinsam mit Kristina und Gerrit von Untervegs stellen wir dann auch das vegane Essen an Bord auf die Beine. Gerrit und ich kennen uns schon sehr lange - unsere Eltern sind sogar schon ewig gemeinsam im selben Kegelclub! Durch diese Freundschaft mit Gerrit ist dann auch die Idee der veganen Flusskreuzfahrt entstanden. Doch leider muss ich hier anmerken, dass Gerrit und Kristina von Untervegs aus Zeitgründen keine Möglichkeit mehr haben, die nächsten Reisen zu begleiten. Die beiden gehen jetzt schon am Stock mit ihrem kleinen Bistro, auch pflegen sie Kristinas Mutter... es ist sehr schade, dass die beiden nicht mehr mit an Bord sind, aber natürlich geht es weiter. (lacht) Das bringt mich gleich zu meiner nächsten Frage: Warum gerade eine vegane Flusskreuzfahrt? Dirk: Ich habe festgestellt, dass es recht wenig Angebot für vegane Reisen gibt, gerade in Europa. Da ich bereits viel Erfahrung mit Kreuzfahrten habe durch meine Arbeit bei Kreuzfahrthammer, kam die Idee für diesen veganen Urlaub auf Flüssen auf, auch um das angestaubte Image der Flusskreuzfahrten aufzupolieren. Wenn ich etwas mache, dann will ich es komplett machen - da war es mir auch wichtig, eine rein vegane Kreuzfahrt anbieten zu können. Man möchte dann ja auch nicht den Tischnachbarn mit ihrem Steak zusehen müssen. Da größere Schiffe (Anmerkung: Hochsee) eben viel mehr Gäste haben, war der kleinere Rahmen der veganen Flusskreuzfahrt für uns ideal. Das Image der Flusskreuzfahrt ist wie gesagt etwas angestaubt, viele denken dabei an ältere Leute - aber wir zeigen, dass bei uns das Publikum sehr gemischt ist und auch viele junge Leute mitmachen.  Was sind die Herausforderungen einer veganen Flusskreuzfahrt? Dirk: Unsere größte Herausforderung ist es nach wie vor, der Reederei zu beweisen, dass die Kosten des Essens nicht höher sind. Das sind oft Vorurteile, die die Reedereien haben - aber Gemüse ist ja wirklich nicht teurer, und um die Differenz für die Kosten des Fleisches, das bei uns wegfällt, kann man eben andere Produkute kaufen! Auch die Menüauswahl ist oft eine Herausforderung: Hier freuen wir uns sehr, wenn erste Menüvorschläge vom Chefkoch oder der Chefköchin kommen, und es dann um die Abstimmung und nicht um die komplette Vorgabe des Menüs geht. Prinzipiell sind die Reedereien aber durchaus an dem Konzept interessiert. Die erste Kreuzfahrt war für uns außerdem ein Risiko - wir wussten nicht, ob das Schiff voll werden würde, und über ein riesiges Budget verfügen wir auch nicht. Unsere erste Flusskreuzfahrt am Rhein war dann aber schnell ausgebucht, was uns sehr gefreut hat! Wie wird denn das Esssen an Bord zubereitet? Dirk: Unser Konzept ist, dass wir zwei bis drei Kollegen mitbringen, die die vorhandene Crew beim veganen Kochen unterstützen. Die Chefköchin oder der Chefkoch muss aber Chef bleiben, das ist uns wichtig. Wir machen sozusagen die Beratung während der Kreuzfahrt und die Crew arbeitet in den gewohnten Strukturen. Wir hatten gerade bei dieser Fahrt durch Holland und Belgien sehr viele positive Rückmeldungen der Crew! Die Crew begrüßte uns mit einem lauten "We are ready for the vegan challenge!" Viele kochen sonst immer die gleichen Gerichte und freuten sich darüber, neue Rezepte auszuprobieren. Gerade bei der Crew aus dem asiatischen Raum wird ja auch in der Heimat oft sehr viel mit Gemüse gekocht - Erfahrungen, die sie bei unserer Kreuzfahrt einbauen konnten! Was waren die besten und was die schwierigsten Situationen bisher? Dirk: Der Abschluss der ersten Kreuzfahrt war ein Highlight - die fröhlichen Gesichter der Gäste zu sehen, das war schon toll. Ein kleines Mädchen erklärte uns freudestrahlend, dass das der schönste Urlaub bisher gewesen ist! Und schwierige Situationen... bei der ersten Kreuzfahrt ist der Bus für einen Ausflug woanders stehengeblieben, und wir mussten mit der ganzen Gruppe wieder in die andere Richtung laufen, das war ungeplant. Bei einem Ausflug wurde die Zeit etwas knapp - da fängt man schon an zu schwitzen! Manchmal unterschätzt man, wieviel Aufwand hinter der Organisation von so einer Reise steckt. Aber es war nichts dabei, das wir nicht hätten lösen können. Aus Fehlern lernen wir, schließlich sind wir alle nur Menschen. Kreuzfahrten haben generell den Ruf, einen großen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Wie wird bei den veganen Flusskreuzfahrt auf die Umwelt geachtet? Dirk: Zum einen sind die Schiffe für Flusskreuzfahrten nicht mit den großen Schiffen auf dem Meer zu vergleichen, es darf zum Beispiel kein Schweröl verwendet werden. Außerdem sind am Bord sehr hochwertige, sehr teure Wasseraufbereitungsanlagen, auch das hilft. Und wir achten auch bei der Planung darauf, neue Schiffe auszuwählen, die viel umweltfreundlicher sind und nach modernsten Umweltgesichtspunkten gebaut wurden. Ältere Schiffe wären deutlich günstiger zu haben, aber dieser Aspekt der Umweltfreundlichkeit ist uns einfach wichtig. Wie ist das Feedback der Gäste und der Reederei? Dirk: Bei unserer ersten Fahrt waren alle extrem zufrieden, auch der Hotelmanager des Schiffes. Wir hatten sogar den größten Getränkekonsum bisher (lacht)! Wir bekamen tolles Feedback von unseren Gästen. Zu 100% reibungslos kann so eine Fahrt natürlich nie verlaufen, aber es waren eher Kleinigkeiten, die wir immer wieder verbessern werden. Was soll in der Zukunft passieren? Dirk: Unsere nächste Fahrt ist ja im Sommer, da sind bereits viele Kabinen gebucht. Zu Silvester gibt es auch eine tolle Fahrt. Und für 2016 haben wir Pläne, durch Frankreich zu fahren, da gibt es sehr schöne Strecken. Im Sommer werden wir erstmals Yoga-Kurse an Bord anbieten. Da die Landschaft der Donau unbeschreiblich schön ist, passt das einfach. Ein Yoga-Magazin aus England rief mich an und  teilte mir mit, dass das die weltweit allererste vegane Yogakreuzfahrt auf einem Fluss ist. Gut zu wissen! Außerdem wäre es in Zukunft schön, wenn wir bei den Menüs noch mehr Auswahl bieten könnten, also beispielsweise eine zweite Möglichkeit für den Hauptgang - momentan fehlen da aber noch Erfahrungswerte, um einschätzen zu können, wieviel von welchem Essen gerne bestellt wird.  Für die Zukunft wird es auch weiterhin prominente Gäste an Bord geben, die Kochshows geben und Vorträge halten werden. Und wir möchten unsere internationale Präsenz noch weiter ausbauen: Schon jetzt haben wir internationale Gäste an Bord, aus den USA, England und Irland. Für uns ist natürlich auch Großbritannien ein interessanter Markt, da gibt es eine große vegane Community.  Und: Wir würden gerne auch landbasierte Reisen anbieten, aber noch gibt es keine ganz konkreten Pläne. Lieber Dirk, danke für das Interview und deine Zeit! Vegane Sommerkreuzfahrt mit Yoga 30.07. - 03.08. Wer jetzt richtig Lust bekommen hat auf die nächste vegane Flusskreuzfahrt - die findet auf der Donau von Budapest nach Passau statt (wer Budapest noch nicht gesehen hat, ich kann es nur empfehlen)! Das Schiff sieht wirklich luxuriös aus, es wird Yoga im Freien am Sonnendeck angeboten (nicht mal um die Matten muss man sich kümmern!) und natürlich wieder jede Menge veganes Essen. Ich denke, besser kann es im Sommer nicht sein, oder? Vegane Silvesterkreuzfahrt 28.12. - 03.01. Habt ihr auch ein gespaltenes Verhältnis zu Silvester? Ich möchte zwar immer etwas Besonderes unternehmen, aber mich in überfüllten Bars nach dem dritten Tequila-Shot leicht unwohl fühlen, ist auch nicht das, was ich mir an Silvester so wünsche. Wie wäre es mit einer veganen Kreuzfahrt? Die Silvester-Kreuzfahrt wurde uns bei der letzten Reise präsentiert und ich konnte nur daran denken, wie toll sich das alles anhört. Es geht von Passau nach Budapest, und es gibt alles, was man sich für so eine Reise nur wünschen kann: Ein wunderschönes Schiff, zwei verschiedene Restaurants und ein Café mit Leckereien, Silvesterparty und Neujahrsbrunch und das Beste ist - es ist wirklich alles inklusive, auch die Getränke, Internet und die Rückfahrt von Budapest nach Passau oder München! Luxuriöser und angenehmer kann man wohl kaum ins Jahr 2016 starten! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Veganer Wurstsalat & Jerky vom Vegourmet Veganversand

11. Juni 2015 Totally Veg! 

Veganer Wurstsalat & Jerky vom Vegourmet VeganversandWer den Blog regelmäßig liest, der weiß, dass ich ein großer Fan des Vegourmet Veganversands bin. Die Produkte schmecken einfach super, sie sind toll gewürzt, haben richtig Biss und schmecken dadurch wie früher (also in meiner pre-veganen grauen Vorzeit). Vor allem aber ist das Team hinter dem Vegourmet Veganversand sehr sympathisch, wer auf einer Messe schon mal die Gelegenheit hatte, mit ihnen zu plauden, der weiß, wovon ich spreche. Alf und seine Mitarbeiter stehen zu 110 % hinter der Sache, und sie sind auch über Veganismus hinaus um Nachhaltigkeit bemüht - beispielsweise benutzen sie in ihren Produkten kein Palmöl.  Gelegentlich kosten M und ich uns durch die Köstlichkeiten, und ganz ehrlich, wenn die vegane Wurst erstmal im Kühlschrank liegt, bin ich nur damit beschäftigt, M von dort wegzuscheuchen - immerhin ist es schon mehr als einmal passiert, dass er "nur mal probieren" wollte, und die Wurst dann leise, still und heimlich scheibchenweise in M's Magen verschwunden ist, ohne dass ich auch nur ein Häppchen oder geschweige denn ein Rezept damit probieren konnte. Dieses Mal wurde die tolle Extrawurst aber gleich in einen herzhaften Nudelsalat verwandelt - und ich bin von der Extrawurst wirklich begeistert. Das ist ein großes Kompliment, denn mein Hauptnahrungsmittel als Teenager war Extrawurst (und Paprika-Chips und Twix - ja, ich bin trotzdem groß geworden. Irgendwie). Und die vegane Extrawurst ist nicht nur genauso köstlich wie ich sie in Erinnerung habe, sie kommt auch noch ganz ohne eklige und vormals lebendige Zutaten aus - und nein, ich habe mich nie wirklich gefragt, was in Tier-Extrawurst eigentlich genau drinnen ist und möchte es auch jetzt nicht so genau wissen. Der Nudelsalat eignet sich perfekt als Beilage zum Grillen, oder  zu einer Brezen bei einem kühlen Bier oder sonstigen sommerlichen Aktivitäten! Nudelsalat mit Extrawurst (für 3 - 4 Portionen) 200 Gramm Nudeln 30 Gramm Senf 2 EL Olivenöl 3 - 4 EL Essig 2 TL Agaven- oder Ahornsirup 60 ml Wasser (vom Kochwasser der Nudeln abgeschöpft) 1 roter Paprika, fein gewürfelt 80 Gramm Radieschen, fein gewürfelt 40 Gramm Frühlingszwiebel, in Scheibchen 220 Gramm vegane Extrawurst, gewürfelt 2 EL frischer Schnittlauch, fein gehackt Salz Pfeffer  Nudeln nach Packungsanleitung kochen, kurz bevor die Nudeln fertig sind, etwas Kochwasser abschöpfen und beiseite stellen. Nudeln abschrecken. Für das Dressing Senf, Olivenöl, Kochwasser, Agavensirup und etwas Salz gut verrühren. Paprika, Radieschen, Frühlingszwiebel, Extrawurst, Schnittlauch und Nudeln in eine große Schüssel und mit dem Dressing gut verrühren. Frischen Pfeffer darüber geben und zumindest 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen. Ein großer Hit im Hause M & C ist aber sicherlich auch das vegane Jerky - auch wenn ich das Original im Gegensatz zur Extrawurst gar nicht lecker fand. Jerky, wer es nicht kennt, ist eigentlich getrocknetes, stark gewürztes Fleisch, das man in den USA üblicherweise als "Snack" an Tankstellen kaufen kann. Und ja, es schmeckt genauso, wie es klingt - im besten Fall schmeckt man nur den starken Geschmack nach Salz und BBQ-Sauce, die meistens aber für den europäischen Gaumen auch viel zu süß ist. Ich habe einmal in meinem Leben Beef Jerky gegessen und verspürte nicht den Wunsch nach einem zweiten Bissen, und ein anderes Mal habe ich mich an veganes Jerky einer amerikanischen Firma gewagt - das war aber leider viel zu süß. Alf's Jerky ist aber wirklich einfach wunderbar: Etwas zäh im Biss und herrlich gewürzt. Da ist nichts zu süß oder zu salzig, es ist einfach genau richtig. Dieses vegane Jerky könnte ich wirklich einfach so essen, ich bräuchte gar nichts dazu, wer unbedingt eine Beilage braucht - frisches Brot und etwas Senf passt dazu, und auch im Wanderrucksack kommt es sicher gerne auf einen Ausflug mit. Fazit: Wer Jerky bisher eklig fand, der sollte unbedingt das Jerky vom Vegourmet Veganversand essen - auch ich bin bekehrt worden. Die Produkte wurden mir vom Veganversand Vegourmet freundlicherweise zur Verfügung gestellt - danke! Und wie immer, liebe Leserinnen und Leser, würde ich euch absolut nichts vorstellen, was mir und M nicht geschmeckt hat! Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 25. - 31. Mai

31. Mai 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 25. - 31. Mai Montag Feiertag! Darum gab es Brunch mit Baked Beans und veganen Würstchen, Kartoffelpfanne, veganem Käse, English Muffins und Avocado. Dienstag Im Supermarkt nebenan sind die ersten reifen Wassermelonen aufgetaucht. Ich weiß ja nicht, wie es euch damit so geht, aber ich könnte mich ausschließlich von Wassermelone ernähren. Und habe ständig beim Essen diesen Ohrwurm im Kopf. Boom Boom Boom Boom Boom Boom Boom, it's watermelon time.... Mittwoch Kuchen gibt's: Den Vanille-Kirsch Kuchen aus meinem Buch, aber anstatt der Kirschen gibt's tolle reife Erdbeeren. Darüber noch etwas geschmolzene weiße Schokolade. Perfekt! Donnerstag Diese herzerwärmende Werbung hat mir den Tag versüßt. Übrigens: Den schweinischen Darstellern geht es gut, sie wohnen jetzt bei einer netten Familie und verbringen dort ihren Lebensabend. Freitag Zum 60. Geburtstag haben wir Michi's Vater ein Familienwochenende in München geschenkt - zu acht, also Michi und ich, meine Schwiegereltern, und Michi's Geschwister samt Partner. Und da eine Reise zu acht ohnehin schon ein bisschen so ist wie ein Ausflug im Kindergarten - irgendwer fehlt dauernd und ständig muss jemand auf's Klo - haben wir ein bisschen was von der Planung übernommen, auch, damit M und ich sicher etwas zu essen bekommen. Freitag Abend ging es auf Burger zu Hans im Glück, der vegane Burger dort ist traumhaft! Und bestellt unbedingt mehr von der veganen Sauce, damit ihr eure Pommes darin ertränken könnt. Samstag Nach einem schönen Tag im BMW-Museum, englischen (Bier)Garten und am Viktualienmarkt waren wir abends ganz klassisch im Ratskeller, die übrigens extra gekennzeichnete vegane Gerichte auf der Karte haben. M und ich aßen die Polenta mit Pilzen und das Gemüse-Curry und waren höchst zufrieden. Sonntag Eines darf nicht fehlen bei einem Ausflug in München: Brunch im Hotel Louis, die auch ein großes veganes Buffet haben. Köstlich war's, und das perfekte Ende für einen wirklich schönen Familienausflug, an den wir uns gerne zurückerinnern werden. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 11. - 17. Mai

17. Mai 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 11. - 17. Mai Montag Frisch aus dem Urlaub zurück, gab es ein köstliches Gericht, das leider überhaupt nicht so aussieht: Palak Paneer, cremiger Spinat mit vielen indischen Gewürzen und Räuchertofu. Wirklich sehr lecker und aromatisch, aber es sieht laut meinem Herrn Papa aus, als hätte eine Kuh in den Schnee... ihr wisst schon. Dienstag Vegavita hat ja einige neue Produkte auf den Markt gebracht und die Verpackung neu designed (Bericht hier), natürlich musste ich zuschlagen. Nicht auf dem Bild ist das köstliche Pistazien-Kokos-Eis, das M und ich einfach zu schnell aufgegessen haben. Für das Pistazien-Eis hat bei Vegavita sicher jemand seine Seele an den Teufel verkauft, so gut ist das geworden. Mittwoch Wer schaut denn nicht gerne süße Tiervideos? Mich hat die Entenfamilie mit Polizei-Eskorte entzückt.  Donnerstag Feiertag, wie toll! Das musste mit cremigem Tofu-Scramble gefeiert werden. Freitag So, hier ist ein Geständnis: Auf meinem Heimweg kam ich an einer humpelnden Taube vorbei. Nach einem Stich ins Herz bin ich einfach vorbeigegangen - ich hatte schließlich keine Zeit und es würde sich schon jemand um sie kümmern, aber vor allem, weil ich leidende Tiere kaum ansehen kann. Drei Schritte weiter kam ich mir wie die größte Heuchlerin aller Zeiten vor - Abfeiern zum veganen Käsekuchen, aber dann an kranken Tieren vorbeigehen? Oberflächlich und unaufrichtig beschreibt dieses Verhalten ja kaum, und ich schämte mich zuftiefst. Also ging ich mit klopfendem Herzen zurück und traf dort auf ein sehr nettes junges Paar, das die Taube ebenfalls versuchte einzufangen. Um die Geschichte abzukürzen: Wir erwischten sie nicht, weil es ihr doch besser ging als gedacht und es ihr irgendwann zu blöd wurde mit uns und sie weggeflogen ist. Finde ich es schade, dass wir sie nicht erwischt haben und werde ich in den nächsten Tagen nach ihr Ausschau halten? Ja. Bin ich froh, dass ich doch zurückgegangen bin? Ja, ja, JA. Samstag Mhmm.. gegrilltes Steak. Natürlich vegan. Sonntag Marzipankuchen mit Schokoladenglasur... für ein noch nicht enthülltes Projekt. Mjams. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 27. April - 03. Mai

3. Mai 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 27. April - 03. Mai Montag M und ich sind momentan am Bircher-Müsli-Kick, besonders gut schmeckt uns das von Alnatura, gemischt mit etwas Sojajoghurt, Chia-Samen und frischem Obst wie zergatschter Banane und Apfel. M, der Rosinen-Hasser, drückt sogar ein Auge zu und schluckt die runzeligen Dinger einfach ganz schnell runter. Dienstag Ich liebe es, wenn sich begeisterte Leserinnen und Leser bei mir melden, die erfolgreich Rezepte aus meinem Buch "Vegan für Naschkatzen" gebacken haben. Benutzt doch auf Instagram den Hashtag #veganfürnaschkatzen, da schaue ich oft nach, was sich für Köstlichkeiten eingefunden haben - hier beispielsweise die Summer Cookies (mit Zitrone und Haferflocken) von @weil.ich.das.leben.liebe. Mittwoch Date Night! M und ich sind große Avengers-Fans, natürlich haben wir schon lange auf die Fortsetzung hingefiebert. Wir wurden wirklich nicht enttäuscht und fanden die Krach-Bumm-Bäng-Action einfach super - Kopf aus, Hulk ein. Davor gab's zur Stärkung zweierlei vegane Bagels bei den Coffee Fellows. Donnerstag Da wir bald auf Urlaub sind, muss der Kühlschrank leergegessen werden. Dementsprechend war leider nichts mehr da für meine Mittagspause - wie gut, dass es bei Ankerbrot nun auch vegane Suppe gibt!  Freitag Hurra, endlich Urlaub! Dieses Mal machen wir Cardiff und London unsicher. Nach einer langen Busfahrt vom Londoner Flughafen nach Cardiff sind wir gut in unserem Hotel angekommen. Zur Belohnung gibt es typisch britsche vegane Kekse. Samstag In unserem Hotel wurde uns extra ein veganes Frühstück kredenzt (ein kurzes E-Mail machte das möglich). Vegane Würstel, Baked Beans, Schwammerl, Tomaten und Toast, und Müsli mit frischen Erdbeeren und Sojamilch. Yummy! Sonntag Unser Weg in die Innenstadt von Cardiff führte uns an einem entzückenden kleinen Cafe vorbei, ein altes Steinhäuschen mit wild zusammengewürfelten Möbeln, geblümtem Geschirr und Kellnerinnen in adretten Outfits. Ich seufzte über so viel Charme und war ein wenig traurig, dass dort  sicher nichts Veganes angeboten wird. Tja, beim Rückweg bemerkte ich dann, dass es sogar zwei vegane Kuchen und Sojamilch gab! Blackberry und Passionfruit Cake, dazu Kaffee und viel Freude meinerseits. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 20. - 26. April

26. April 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 20. - 26. April Montag M und ich sind ja bekanntlich dabei, unseren Küchenschrank endlich mal zu entleeren. Sprich: Ich stehe jetzt häufiger vor einigen Zutaten, die ich irgendwann gekauft und dann vergessen habe, was ich damit tun wollte. Aus einer dieser Zutaten - Grieß - wurde zum Abendessen schließlich Grießschmarrn mit selbstgemachtem Apfelmus - etwas, das ich schon ewig nicht gegessen habe! Dienstag Wenn jemand noch meint, dass Tiere wie Reptilien oder Fische nichts von ihrer Umgebung mitbekommen, der sollte mal dieses tolle Video über helfende Schildkröten ansehen. Sniff. Mittwoch Curry! Muss ich mehr sagen? M und ich lieben Natur-Tofu (von Taifun) im Curry - ganz pur, ohne Anbraten, einfach in den letzten Minuten ins Curry geworfen. Ein Gedicht! Früher hätte man gerade M nicht mal in die Nähe von Tofu gebracht, heute balgen wir uns um die größten Stücke... wie das Leben so spielt. Donnerstag Da ich meine wöchentliche Niedlichkeitsdosis noch nicht ausgeschöpft habe, hat mich diese Bilderreihe über Soldaten mit tierischen Freunden entzückt. Stell dir vor, es ist Krieg... und alle kuscheln mit Straßenhunden. Freitag Vor dem Start ins Wochenende gab es für M und mich noch eine Runde Ribiseltascherl von Ankerbrot. Wer einen Anker in der Nähe hat, sollte mal nach dem Zauberwort mit V dort Ausschau halten! Samstag M und ich waren auf einer Familienfeier eingeladen. Zum Glück mussten wir dort nicht hungern: Es gab Bulgursalat, Nudelsalat, Kartoffelsalat, zweierlei vegane Aufstriche und Brot - alles am Buffet extra mit einem "Vegan" Schild versehen. Sonntag Für die Familienfeier habe ich die Schokoladentorte aus meinem Buch "Vegan für Naschkatzen" gebacken. Es war die erste Torte, die am Kuchenbuffet aufgegessen wurde. Und ich verrate euch noch ein kleines Geheimnis: Ich habe die Torte (ohne Creme) bereits am Donnerstag Abend gebacken, und selbst das letzte Stückchen war heute noch saftig. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegane Flusskreuzfahrt in Holland & Belgien

18. April 2015 Totally Veg! 

Vegane Flusskreuzfahrt in Holland & BelgienWir waren auf veganer Flusskreuzfahrt! Wer meinen Artikel im letzten Sommer gelesen hat, der weiß, dass wir die Flusskreuzfahrt auf dem Rhein schon sehr genossen haben. Nun ging es von Amsterdam aus durch die Niederlande und Belgien. Und was soll ich sagen: Veganes Essen (praktisch rund um die Uhr), ein elegantes Schiff, wunderschöne Städte, nette Leute an Bord, mit denen man immer was zu plaudern hatte und natürlich ein interessantes Rahmenprogramm mit Kochshows und Vorträgen! M und ich hatten eine tolle Zeit auf dieser Reise, nicht zuletzt, weil man sich ausnahmsweise mal gar keine Gedanken über das Essen machen muss. Normalerweise spähe ich im Urlaub immer mit einem Auge auf meine Happy Cow-App, um herauszufinden, wo das nächstgelegene vegan-freundliche Restaurant ist, oder wir kramen im Rucksack nach Müsliriegel, falls es gerade nichts gibt, was uns anspricht. Bei einer veganen Flusskreuzfahrt hat man all diesen Aufwand nicht: Hier wird man mehrmals am Tag reichlich gefüttert. Hinsetzen, Mund auf und all die Köstlichkeiten verspeisen. Wie angenehm! Natürlich habe ich euch einen ausführlichen Reisebericht mitgebracht - leider nur das, Internet mit Geschmack ist ja noch nicht erfunden! Tag 1 Die Flusskreuzfahrt startete von Amsterdam aus. M und ich gaben unsere Koffer ab, schossen ein Foto von der MS Inspire und starteten dann unsere Erkundungstour durch Amsterdam. Amsterdam ist unbedingt eine Reise wert - aber ich bin ja eh ein großer Fan von allen Städten mit viel Wasser. Nach unserer Erkundungstour waren wir dank Sturm Niklas am Nachmittag schon ordentlich durchgefroren, zum Glück war unsere wunderschöne Kabine schon fertig! Nach einem kurzen Freudentanz (den sollte ich euch mal zeigen) ging es auch gleich zum Begrüßungsgetränk in die Lounge, wo schon erste Häppchen serviert wurden. Damit hatten sie mich natürlich gleich auf ihrer Seite: Veganen Prosecco und Speisen im Mini-Format, mehr brauche ich nicht für's Glücklichsein. Anschließend ging's zum fünfgängigen Abendessen. Der Kriminalbiologe Mark Benecke eröffnete dann das vegane Rahmen-programm mit seinem Vortrag.  Gruß vor der Kabine... die beste vegane Schokolade, Nirwana Vegan!  Das supergemütliche Bett  Goodie-Bag in der Kabine mit tollen veganen Snacks und zwei absolut lesenswerten Magazinen - Kochen ohne Knochen und Vegan Good Life Besonderer Touch: Rein vegane Pflegeprodukte in der Kabine. Man muss sich wirklich um nichts kümmern! Crostini, Suppe, Artischockensalat, Seitan auf Risotto (gr. Bild) und Nougat mit Bananencreme Tag 2 Am zweiten Tag gab es gleich etwas, worauf ich mich schon lange gefreut habe: Das großartige vegane Frühstücksbuffet. Gerade beim Frühstück schauen wir Veganer dann manchmal durch die Finger und essen trockenes Marmeladebrot, garniert mit etwas Frustration - nicht so auf der veganen Flusskreuzfahrt! Hier gibt es wirklich alles, was das pflanzliche Herz begehrt. Besonders das Bircher-Müsli hatte es mir angetan, M hielt sich aber durchwegs an die pikanten Köstlichkeiten. Den Vormittag verbrachten wir noch in Amsterdam, wo M und ich schließlich uns auch noch zu einer Grachtenfahrt hinreissen ließen. Schön war's! Den Nachmittag verbrachten M und ich gemütlich in der Kabine für ein ausgedehntes Schläfchen. Auch ein Streifzug durch's Schiff war drinnen, bis es dann wieder zum Abendessen ging. Ihr seht schon: Essen und Entspannen lautete die Devise. Mittagessen: Vegane Butter, SalatSuppe, Polenta mit Schwammerl (gr. Bild) und fabelhafte Creme Brulée  Auf meinem Shirt steht übrigens "Bloggers do it better"... was genau, weiß ich nicht. Völlern, vermutlich. Aufstrich zum köstlichen Brot, Sushi, Graupensuppe, Glasnudeln mit Tempeh (gr. Bild) und hervorragende Zitronentarte Tag 3 Nach einem wunderbaren Frühstück (und ja, ich habe mich wirklich jeden Tag wie ein kleines Kind über das Frühstück gefreut) ging es zuerst zu den Windmühlen von Kinderdijk: Holländischer wird's nicht - zumindest für mich. M und ich bemühten uns eifrig, einen ausführlichen Verdauungsspaziergang einzulegen, aber an Bord wartete ja schon wieder das Mittagessen auf uns... Schlemmen als Extremsport!  Im Anschlus ging es nach Rotterdam, wo ich zielsicher den nächsten Supermarkt ansteuerte für ein paar holländische Spezialitäten, die bei mir seit langer Zeit auf meiner mentalen Shoppingliste standen (Hagelslag!). Rotterdam ist eine lebendige, quirlige Stadt und wir genossen den Nachmittag dort. Und dann... ihr habt es erraten, gab es ein köstliches Abendessen!   Vegane Butter, Salat vom Buffet, Erbsensuppe, fabelhafte Käse-Pasta (gr. Bild) und wunderbarer Schokokuchen Gefüllte Tortilla, Sojasteak mit Salat und Cocktailsauce, Kartoffelsuppe mit veganem Speck, Roulade mit Gemüse und Reis (gr. Bild), Apfelstrudel Tag 4 Nach dem Mittagessen legte die MS Inspire in Middelburg an - und das ist wirklich ein hübsches idyllisches Städtchen. Verwinkelte Gassen, alte Häuser, gemütliche Cafés, ein Flohmarkt und natürlich die belebte Einkaufsstraße... ein perfekter Nachmittag in der ersten zarten Frühlingssonne. Ein Nachmittag, der mir sicher lange in Erinnerung bleiben wird. Am Abend kochte dann Justin P. Moore von The Lotus and the Artichoke für uns und verriet seine Tipps für perfekten mexikanischen Reis... yum!  Kürbisaufstrich, Salat vom Buffet, Kürbiscremesuppe, Paella (gr. Bild) und Bananen-Pancakes! Sonne! Ich taue auf... Paprika-Dip, geröstetes Gemüse, Spinatsuppe mit Papadam, Eierschwammerl mit Gemüse und Kartoffelstampf (gr. Bild), Mandelpudding Tag 5 Ostersonntag! Zum feierlichen Anlass wurde uns ein grandioser Osterbrunch aufgetischt mit herzhaften Gerichten wie Soja-Geschnetzeltes, Tortellini und Rührtofu, süßen Früchten, Müsli und natürlich Schokoladeneiern. Am liebsten wäre ich dann wieder zurück ins Bett gekrabbelt, aber Ghent wartete auf uns... und ganz ehrlich, ich habe mir Belgien nicht so schön vorgestellt. Die alten, verschnörkelten Gebäude, die romantischen Kanäle, dazwischen Grünflächen, die zum Sitzen einladen - hach! Und natürlich auch die enorme Bierauswahl, da wird alles mindestens doppelt so schön...  Osterbrunch! Viel Vleischiges, aber auch viel frisches Obst, Gemüse, Müsli und süßes Gebäck Häppchen zum Glas Prosecco Hummus, überbackener Portobello, Gemüsecremesuppe, Gemüserösti und herausragendes Tiramisu! Tag 5 Antwerpen wartete auf uns... und ich war schon ein wenig aufgeregt, weil ich am Nachmittag eine Vorführung zu meinen Softcake Cupcakes geben würde - dieses Mal würde ich die Cupcakes aber nicht selber backen, sondern das übernahm die Bordküche! Ich schickte meinen Cupcakes also in Gedanken ein Bussi und machte mich dann auf, Antwerpen zu erkunden. Zwischendurch hatten wir noch veganen Lunch in einem sehr schönen Café (als würden wir noch nicht genug essen), bevor ich dann präsentieren durfte, wie saftige, köstliche Cupcakes entstehen. Die Küche hat übrigens wunderschöne vegane Cupcakes fabriziert, ich war sehr stolz auf die Crew! Am letzten Abend gab es dann Abschlussworte von dem tollen Team, die die vegane Flusskreuzfahrt möglich gemacht haben - und man konnte erkennen, dass sie alle mit Herzblut und Leidenschaft dabei sind. Ich will nicht wissen, wieviel Arbeit so eine Kreuzfahrt macht, aber von diesem Team gab es immer ein Lächeln, ein freundliches Wort und an jedes vegane Detail wurde gedacht. Den Abschluss des Abends lieferte die Kochshow von Björn Moschinski und Justin P. Moore, bei der wir uns einige nützliche Tipps rund ums Zwiebelschneiden und Tofu abschauen konnten (und natürlich den einen oder anderen veganen Cocktail schlürften).  Das ist ein Pub... hier regiert Gott Bier! Fest am Werk... schließlich sollen die Cupcakes gut werden! Das Dream-Tem der veganen Flusskreuzfahrt!  Justin und Björn kochen sich um Kopf und Kragen... Das beste vegane Carpaccio (unglaublich gut!), gefüllte Avocado, Kirschsorbet, Lupinenlaibchen und extrem leckeres Mandelparfait auf Tonka-Marzipan-Sauce Tag 6 Nach meiner Lieblingsmahlzeit - Frühstück - mussten wir vom Schiff, der Besatzung und den neuen Freunden Abschied nehmen. Die Zeit verging viel zu schnell, und es wird hoffentlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir mit einer veganen Flusskreuzfahrten die sieben Weltmeere, äh, Flüsse, unsicher machen würden. Ihr seht schon, ich höre mich reichlich rührselig an, aber mit der familiären Atmosphäre auf dem Schiff fällt es wirklich schwer, von Bord zu gehen. Erleichtert haben uns den Abschiedsschmerz noch ein paar Stunden in Amsterdam und eine große Schüssel veganes Curry vor dem Heimflug. Wie ihr seht - es war eine unvergessliche Reise! Und ich habe gar nicht alles abdecken können: Von veganer Schokoladenherstellung zu mehr Kochshows mit Björn Moschinski und veganer Weinkost reichte das Rahmenprogramm, und ganz unerwähnt blieb bisher auch noch der Mitternachtssnack... langweilig wird einem an Bord jedenfalls nicht, es ist immer was los! Ich kann die vegane Flusskreuzfahrt nur wärmstens empfehlen - nicht nur ist es wunderbar, dass das Essen rein vegan ist, die Städte und Ausflüge sind auch fabelhaft und vor allem in der Detailliebe merkt man, dass hier Menschen arbeiten, die wirklich Spaß an der Sache haben. In einem der nächsten Artikel wird es auch ein Interview und mehr Infos zu den kommenden Fahrten geben. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - Flusskreuzfahrt!

8. April 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - Flusskreuzfahrt! Meine vegane Woche kommt diesmal mit Verspätung - ich war auf Reisen! Darum gibt es vor meinem ausführlichen Bericht ein paar kurze Eindrücke was ich auf unserer veganen Flusskreuzfahrt so erlebt habe. Unterwegs waren wir von Amsterdam über Holland und Belgien - eine super Woche war das! Dienstag Durch den Sturm war es unklar, ob unser Flug Richtung Amsterdam überhaupt starten würde. Gegen den Stress gab es darum einen toll belegten Avocado-Bagel der Coffeefellows am Münchner Flughafen. Mittwoch Geschafft! Mit heftigen Windböen sind wir in Amsterdam angekommen und damit auch am Schiff - ein prall gefüllter veganer Goodiebag wartete schon in der Kabine. Donnerstag Im Urlaub muss man sich erholen und wir verbrachten den Nachmittag in der Kabine für ein längeres Nickerchen. Die Kabine ist aber auch wirklich gemütlich! Freitag In Rotterdam steuerte ich zielsicher den nächsten Supermarkt an - immerhin wollte ich unbedingt Waldbeer-Sojamilch kaufen, außerdem den typisch niederländischen Hagelslag - Schokostreusel, die als Brotbelag gegessen werden. Schokolade und Weißbrot, besser wirds nicht! Samstag Middelburg war die nächste Haltestelle, ein sehr idyllisches und sympathisches Städtchen in Holland. Auch dort war Shopping angesagt: Gewürze! Und ich bekam noch Alpro Sojacuisine geschenkt, als hätte man es gewusst. Sonntag Am Ostersonntag wurden wir besonders verwöhnt: Mit einem tollen Osterbrunch! Es blieb natürlich nicht bei einem Teller... Montag In Antwerpen hatten wir einen tollen veganen Lunch in einem Cafe: Veganes Chili mit Brot, Salat und Hummus. Dienstag Den Vormittag verbrachten wir noch in Amsterdam, und vor dem Heimflug musste noch eine Riesenportion vegane Suppe bei Wagamama in meinen Bauch. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Kokos-Himbeer Overnight Oats

24. März 2015 Totally Veg! 

Kokos-Himbeer Overnight OatsIch habe ein gespaltenes Verhältnis zum Frühstück: Einerseits fühle ich mich komisch, wenn ich morgens nur einen Kaffee trinke. Andererseits schlafe ich unglaublich gerne. Darum fängt die Uhr an zu ticken, sobald ich morgens senkrecht bin, denn ich gehöre zu den Menschen, die sofort munter sind und die Fenster aufreißen und das Licht einschalten und Zähne putzen und dem verschlafenen Ehemann einen Wortschwall entgegenschleudern. Und ich hasse nichts mehr, als meinen Bus in der Früh zu verpassen. Der morgendliche Ablauf ist so genau eingeteilt, dass ich euch auf die Minute genau sagen kann, wann ich meine Wimpern tusche und wann ich den erste Schluck Kaffee trinke. Frühstücken ist da oft eher nebensächlich... Aber natürlich ist es schön, wenn man etwas essen könnte, was lange satt hält, schnell zubereitet ist und vor allem ohne viel Aufwand auch noch richtig gut schmeckt.  Auftritt Overnight Oats - dieser Haferbrei, den man am Vorabend schon fixfertig arrangiert, ist genau richtig für eilige Menschen wie mich. Bei Overnight Oats werden Haferflocken am Vorabend mit pflanzlicher Milch und Soja-Joghurt oder Chia-Samen eingeweicht, so dass sie am nächsten Tag wunderbar weich und zart geworden sind. Vielleicht erinnern sich einige von euch, dass mein Super-Power-Frühstück eigentlich auch nichts anderes als Overnight Oats ist. Aber da die verführerischen Haferflocken nun wirklich in aller Munde sind, dachte ich mir, es ist Zeit für ein neues Rezept ganz im Zeitgeist: Ich präsentiere meine Kokos-Himbeer Overnight Oats! Für das Foto habe ich die beiden Schichten - cremige Haferflocken und süße Himbeeren - im Glas arrangiert, aber ganz unter uns, wer hat dafür schon Zeit? Es schmeckt aus einer einfachen Schüssel genauso gut. Man kann beide Schichten bequem am Vortag zubereiten und hat dann morgens schon etwas, worauf man sich beim Aufstehen freuen kann. Gesund ist dieses Frühstück mit den Haferflocken, Chia-Samen und Himbeeren ja außerdem! Kokos-Himbeer Overnight Oats (für 1 große Portion oder 2 kleine) 60 Gramm Haferflocken 20 Gramm Kokosraspeln 1 EL Chia-Samen 1 + 1/­­2 TL Agavensirup 220 ml Sojamilch (oder andere pflanzliche Milch) 150 Gramm Soja-Joghurt Himbeer oder Erdbeer 80 Gramm Himbeeren (frisch oder tiefgefroren und aufgetaut) Deko: Kokosraspeln, Himbeeren Am Vorabend: Haferflocken, Kokosrasspeln, Chia-Samen, 1 TL Agavensirup und Sojamilch gut miteinander verrühren und in den Kühlschrank stellen. Die Himbeeren mit einer Gabel leicht zerstampfen und mit dem Sojajoghurt vermischen - falls eure Himbeeren so sauer sind wie meine, noch 1/­­2 TL Agavensirup dazugeben.  Ebenfalls in den Kühlschrank stellen. Am Morgen abwechselnd Haferflocken und Joghurt schichten und mit Kokosraspeln und Himbeeren dekorieren - oder alles in einer Schüssel zusammenrühren! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche 9. - 15. März

15. März 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche 9. - 15. März Montag Ich bin auf eine tolle Aktion aufmerksam geworden: Das Vegan Taste Dinner. Ihr wisst ja, wie gerne ich für andere koche und backe, um sie zu überzeugen, wie toll veganes Essen schmeckt - und das ist genau die Idee hinter dem Vegan Taste Dinner. Am 28. /­­ 29. März sollen Familie, Freunde und Arbeitskollegen vegan verwöhnt und die Schlemmereien fotografisch festgehalten werden, dann gibt's sogar was zu gewinnen. Ich finde das eine super Idee und überlege schon, was am Menü stehen soll. Dienstag Der deutsche Supermarkt Globus hat den nächsten Streich hingelegt: Neben Produkten von Tofurkey und Follow your Heart gibt es nun auch das wirklich, wirklich sehr fleischhafte Beyond Meat, vegane Schmankerl von Gardein und mehrere neue Sorten veganes Eis auf Kokosnuss-Basis. Unglaublich! Mittwoch Ein wenig Tränchen gedrückt habe ich bei diesem Video über Tiere, die endlich wieder Tiere sein dürfen: Nach langem Leidensweg kümmert man sich in Gnadenhöfen um sie oder sie werden in die Freiheit entlassen. Taschentücher zurechtlegen! Donnerstag M feierte Geburtstag, und wie immer wünschte er sich zu diesem Anlass den Marmorkuchen aus meinem Buch "Vegan für Naschkatzen". Freitag Die WOMAN brachte ein doppelseitiges Interview mit mir. Ich habe mich sehr über den positiven Bericht gefreut und über die Möglichkeit, in einer großen Frauenzeitschrift über die Gründe für ein veganes Leben zu plaudern. Samstag Jetzt war es auch für mich so weit: Ich wurde aufgenommen in den Club der 30er. Um den Übergang weniger schlimm zu gestalten, weckte mich M mit einem liebevoll gedeckten Frühstückstisch. Ein Gläschen veganer Sekt linderte die Schmerzen des Alterns zusätzlich. Sonntag Am Tag nach der großen Fete zeige ich euch unser stolzes veganes Buffet: Nudelsalat, Kartoffelsalat, Räuchertofuschnecken, Tzatziki, Cocktailsauce, Spießchen mit veganen Fleischbällchen, ganz Oldschool auf einen Krautkopf arrangiert. Als Dessert gab es eine vegane Candy Bar mit zweierlei Cupcakes in Schoko und Vanille mit Erdnussbutter- und Schokofrosting und allerlei süßes Gummizeug. Unsere Gäste räumten artig das Buffet leer, immerhin braucht man für lange Nächte und starke Gin Tonics auch etwas Unterlage! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche 2. - 8. März

8. März 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche 2. - 8. März Montag Gelegentlich finde ich es wichtig, mich daran zu erinnern, warum ich vegan lebe. Deshalb haben M und ich uns einen Film über Schweinehaltung angesehen. Die verängstigten Augen dieser armen Geschöpfe sind für mich ausreichend Argument für mein veganes Leben - mir zerreißt es bei dem Anblick das Herz. Dienstag Dienstag ist nicht nur Yoga-Tag, sondern auch Salat-Tag. Da M und ich an diesem Tag beide zum Sport gehen und erst danach zu Abend essen, muss es schnell gehen. Darum gibt es am Dienstag seit Jahren eine große Schüssel Salat! Mittwoch War nicht gerade erst Weihnachten? Die Osterartikel überschwemmen jedenfalls schon die Supermärkte, und an diesen kleinen Zartbitter-Eiern konnte ich nicht vorbeigehen. Donnerstag M und ich sind ziemliche Couch-Potatoes - wir sitzen gerne vor dem Fernseher und ziehen uns unsere Lieblingsserien rein. Besonders verfallen sind wir Shows mit viel Atmosphäre, die einem lange in Gedächtnis bleiben, und genau in diese Kategorie passt auch True Detective. Warum das in die vegane Woche fällt? Na, weil Woody Harrelson in der Serie nicht nur grandios den verzweifelten Ungustl vom Dienst spielt, sondern er vegan lebt und sogar ein veganes Restaurant in LA besitzt. Toller Typ! Freitag Ich liebe Schnäppchen, und diese Woche habe ich eines gemacht: Ich habe zwei Großpackungen Energy-Bars bestellt, die wirklich gut schmecken und dabei auch noch halbwegs gesund sind. M's Reaktion darauf war die Frage, ob wir jetzt etwa einen Shop eröffnen. Bestellt über iherb. Samstag M und ich fuhren durch Sonnenschein und Stau nach Bregenz auf die Veggie Planet Bregenz - mehr dazu in einem nächsten Artikel! Es war wunderbar, und als erstes Appetithäppchen habe ich euch ein Bild von unseren Köstlichkeiten mitgebracht, die wir dort ergattert haben. Sonntag Am Heimweg von Bregenz blieben M und ich spontan in München stehen und schlugen uns dort die Bäuche voll mit dem leckeren Veggie Burger von Hans im Glück. Übrigens bekamen wir uns fast in die Haare wegen dem veganen Dip, der wirklich vorzüglich ist und von dem wir zu wenig bestellt hatten - bevor aber einer von uns wegen "nicht überbrückbarer Differenzen" die Scheidung einreichte, bestellten wir einfach mehr. Glück gehabt! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Der beste Zitronen-Joghurt-Kuchen

24. Februar 2015 Totally Veg! 

Der beste Zitronen-Joghurt-Kuchen Es war einmal vor langer Zeit eine Prinzessin namens Claudia, die vom Backen überhaupt keine Ahnung hatte. Anstatt frisch gebackener Kuchen aß sie also Kuchen aus dem Supermarkt  - besonders gerne Zitronenkuchen. Jahre später, als sie endlich backen gelernt hatte (und verstanden hatte, dass Käfigeier in den Supermarkt-Kuchen ziemlich uncool sind), sehnte sie sich aber so sehr nach genau diesem Zitronenkuchen. An einem schönen Samstagnachmittag zauberte die Prinzessin darum den perfekten veganen Zitronenkuchen. Und wenn sie nicht gestorben ist, dann ist der Kuchen schon längst aufgegessen, und der Prinz hat vielleicht auch ein Stückchen bekommen. War das nicht eine schöne Geschichte? Noch schöner ist, dass ich euch das Rezept mitgebracht habe für eben diesen Zitronenkuchen, und der ist wirklich märchenhaft gut - mit einem wunderbar feinem Zitronengeschmack, ganz viel Saftigkeit dank des leckeren Vanille-Sojajoghurts und der perfekten flaumig-zarten Konsistenz. Hach. Perfekt zu einer großen Tasse Tee oder einem veganen Cappucino. Am besten schmeckt der Kuchen dick mit Staubzucker bestreut - aber wer noch mehr Zitronenbums haben möchte, glasiert ihn mit 100 Gramm Staubzucker, den ihr mit 2- 3 EL Zitronensaft verrührt. Wer besonders nett ist, teilt den Kuchen mit lieben Menschen, zum Beispiel bei einem gemütlichen Brunch oder auf der Tafel  - ja, es wird Frühling! Zitronen-Joghurt-Kuchen 250 Gramm Mehl 2 TL Backpulver 1/­­2 TL Naton 1/­­4 TL Salz 130 Gramm Zucker 1 Packung Bourbon-Vanillezucker 200 Gramm Vanille-Sojajoghurt 150 ml Sojamilch 2 Bio-Zitronen, gewaschen 80 ml Öl Reichlich Staubzucker (Puderzucker) zum Servieren Eine Brotbackform (ca. 30 cm) mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Von den beiden Zitronen die Schale abreiben und den Abrieb beiseite stellen. Die Zitronen auspressen und den Saft mit der Sojamilch vermischen. Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Zucker miteinander verrühren. Gemeinsam mit den restlichen Zutaten in einer Küchenmaschine oder mit einem Mixer auf niedriger Stufe zu einem glatten Teig rühren. Den Teig in die Form streichen und bei 180 Grad etwa 35 - 40 Minuten backen, bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Kuchens gestochen, sauber wieder herauskommt. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche 9. - 15. Februar

15. Februar 2015 Totally Veg! 

Meine vegane Woche 9. - 15. Februar Rezepte zu kreieren kann ganz schön anstrengend sein und ist auch ein ordentlicher zeitlicher Aufwand - Ideen sammeln, Zutaten kaufen, kochen, anrichten, Foto machen, Foto bearbeiten, meine Handschrift entziffern, um das Rezept zu veröffentlichen... Ich liebe es, euch mit neuen veganen Schmankerln zu verwöhnen, aber gelegentlich wünsche ich mir, ich könnte euch auch ganz alltägliche Dinge zeigen - meinen veganen Alltag, interessante Links oder appetitliche Schnappschüsse. Darum starte ich heute eine neue Reihe am Blog: Meine vegane Woche. Ich versuche, euch jeden oder jeden zweiten Tag ein paar Sätze oder ein Bild aus meiner Woche mitzubringen, und freue mich schon sehr auf den Austausch und die Plauderei mit euch! Montag Da wir ja in Salzburg nahe der Grenze zu Deutschland wohnen, fahren M und ich gelegentlich zum Einkaufen zu den Nachbarn in den riesenmegagigantomanischen Supermarkt Globus. Früher war der nicht besonders veggie-freundlich, aber jetzt hat er uns wirklich überrascht: Ein riesiges Regal voll mit veganen Produkten, darunter die Marken Tofurky, Follow your Heart und Daiya. Und ja, ich habe ein wenig gekreischt. Dienstag  Dienstag ist Yoga-Tag. Seit Jahren besuche ich das Yogahaus ganz in meiner Nähe, wo ich meinen Büro-Rücken auf Vordermann bringe. Wer noch nie Yoga versucht hat, ich kann es nur wärmstens empfehlen. Mittwoch Beyonce hat einen veganen Lieferservice ins Leben gerufen, bei dem man für mehrere Tage Mahlzeiten bestellen kann - so soll der Einstieg ins rein pflanzliche Leben erleichtert werden. Natürlich gab das ziemliche Wellen in der veganen Community - immerhin lieben es Veganer, online zu debattieren. Ich verstehe die Diskussion aber nicht ganz: Einer der bekanntesten Stars unserer Zeit ist gerade dabei, veganes Essen cool und schick zu machen. Ist das Geschäftemacherei? Na klar. Wird es Veganismus mehr in den Mainstream rücken? Na klar. High Five! Donnerstag Eine liebe Freundin hat uns veganes Gummizeug geschenkt - ein riesiges Sackerl voll. Alles schon vernichtet. Freitag M und ich haben den Valentinstag vorgezogen und in unserem liebsten vegane Restaurant, dem Green Garden gespeist. Es war phänomenal! Tom Ka Gai Seitan-Schnitzerl Bananen-Wan Tan mit Kokossorbet und Chia-Pudding Samstag M hat sich für den Valentinstag ins Zeug geworfen und vegane Schokolade bei Zotter bestellt - in Kuh-Form! Sonntag Brunch. Mhmmm. Wollt ihr auch Rührtofu essen? Bitteschön. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegan in der Karibik - unsere Hochzeitsreise

3. Februar 2015 Totally Veg! 

Vegan in der Karibik - unsere HochzeitsreiseVielleicht haben sich einige von euch nach dem Bericht über unsere Hochzeit gefragt, wo denn eigentlich die Hochzeitsreise geblieben ist. M hat kurz nach der Hochzeit nicht ausreichend Urlaub bekommen, darum haben wir unsere Reise etwas aufgeschoben - aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Gleich nach dem Start ins neue Jahr ging es darum für uns auf Hochzeitsreise... und wir haben uns einen ganz besonderen Wunsch erfüllt. Man kann sogar von einem Herzenswunsch sprechen - ich denke, so lange habe ich noch nie auf etwas gewartet. Wer regelmäßig mitliest, der weiß, dass wir große Disney-Fans sind. Seit wir das erste Mal in Disneyland Paris waren, träumten wir von einer Fahrt mit der Disney Cruise Line - ja, Disney hat eine eigene Kreuzfahrtlinie. Und jetzt, ganze acht Jahre nachdem wir den Wunsch geäußert haben, war es dann endlich so weit. Gut Ding braucht Weile, und gut war es wirklich - aber hallo! Für uns war eine Kreuzfahrt genau das Richtige, mit der Prise Luxus, die man sich eben in den Flitterwochen gönnt. Wir konnten uns entspannen, neue Orte entdecken, köstlich essen und es uns so richtig gutgehen lassen... aber der Reihe nach! Die Lobby Eines der Restaurants - Royal Court Animator's Palate Sonnendeck mit Pool Sonnenuntergang...hach. Die Fahrt mit der Disney Fantasy, die dem alten Schick der früheren Kreuzfahrten nachempfunden ist, führte uns von Florida nach St. Maarten, Puerto Rico und einer privaten Insel in den Bahamas, Castaway Cay. Dazwischen hatten wir drei entspannende Tage auf See. Wir gönnten uns eine Kabine mit Veranda, was einfach wunderbar war - wir konnten in der Nacht bei offener Türe schlafen und die warme Karibik-Luft hereinziehen lassen, und in der Früh als erstes noch im Pyjama den Morgen auf der Verandah begrüßen.Wer sich übrigens fragt, ob auf einer Disney-Kreuzfahrt nicht unglaublich viele Kinder herumturnen - ja, das tun sie. Zum Glück können alle, die gerade keine Lust auf tobende Kiddies haben, sich in die separaten Erwachsenenbereiche zurückziehen und zwei Pools, mehrere Bars und auf Castaway Cay sogar einen eigenen Strand in Ruhe genießen. Unsere gemütliche Kabine Im Preis inkludiert ist auch das Essen, und wie ihr euch vorstellen könnt, wird auf einer Kreuzfahrt so richtig geschlemmt - zum Glück bilden da vegane Gäste keine Ausnahme! Schon beim Buchen konnte man angeben, ob man veganes Essen möchte, und kurz vor der Abreise kontaktierte ich Disney erneut, um sicherzugehen, dass unser Extrawunsch angekommen war. Mir wurde versichert, dass veganes Essen kein Problem darstellen würde - und das war es auch wirklich nicht! An Bord hat man morgens entweder die Wahl das Frühstück vom Buffet zu holen oder in einem der Restaurants sich das Frühstück servieren zu lassen. Da wir nicht so viel Zeit für das Frühstück aufwenden wollten, bedienten wir uns vom Buffet: Hier gab es schon recht viel Auswahl für vegane Gäste, wie Bagels, Erdnussbutter, Marmelade, frisches Obst, Oatmeal (Haferbrei), Müsli, und für den pikanten Geschmack Hash Browns (geriebene und frittierte Kartoffeln), Bohnen, Kartoffeln und gegrillte Tomaten. Außerdem wurde uns noch Sojamilch und vegane Margarine serviert. Und ich sage euch, es gibt nichts Besseres, als auf der Terrasse in der Sonne zu frühstücken, mit einer leichten Brise Seeluft und dem Geräusch des Meeres im Hintergrund. Hach! Meistens hielt das Frühstück auch so lange an, dass wir uns am Nachmittag "nur" einen veganen Veggie-Burger holten und den auf unserer Veranda ganz glückselig verspeisten. Oatmeal mit braunen Zucker, Mandeln und Kokosflocken Frühstück mit der besten Aussicht überhaupt Abends hat Disney ein cleveres System entwickelt: Man isst jeden Abend in einem anderen der drei Restaurants, aber man hat immer die gleichen Kellner. Das führt nicht nur dazu, dass man sich mit den Kellnern anfreundet und gerne auch über Privates plaudert, sondern dass das Servicepersonal genau weiß, was man möchte oder was nicht. So muss man "vegan" nicht jeden Abend erklären, weil die Kellner schon bestens informiert sind, und ganz automatisch die vegane Margarine am Tisch wartet. Wir durften jeden Abend einen Blick in das Menü des nächsten Tages werfen und schon unsere Wünsche äußern - alles wurde dann am nächsten Abend in der veganen Version serviert! Der Kunde ist hier König - so unmittelbar habe ich das wirklich selten erlebt. Nicht nur war das Servicepersonal durchgehend freundlich und herzlich, unsere Sonderwünsche wurden auch immer ernst genommen und kein einziges Mal hatten wir das Gefühl, unbequem zu sein - vor allem aber war das vegane Essen immer köstlich und besonders. Der Höhepunkt war dann wohl die tolle vegane Torte, komplett mit veganer Sahne und Erdbeerfüllung, die uns als Überraschung anläßlich unserer Hochzeitsreise serviert wurde - der Konditormeister war auch höchstpersönlich an unserem Tisch und hat uns stolz sein Meisterwerk präsentiert. Bin ich froh, dass ich die Skinny Jeans zuhause gelassen habe!  Ein kleiner Einblick ins Abendessen: Alles dabei von knackigen Salaten, Gurkenrollen, würzigem Tofu, karibischen Bohnenlaibchen...  ... hin zur veganen Torte, Tofu-Spinatwraps, Portobello Mushrooms auf Linsen mit Petersiliensauce und veganem Eisbecher. Zusätzlich zu den regulären Restaurants hat man an Bord auch die Möglichkeit, in einem der beiden schickeren Restaurants zu einem Aufpreis zu essen. Das Palo bietet italienische Küche an, M und ich verbrachten dort den Brunch. Neben einigen italienischen Köstlichkeiten vom Buffet sucht man sich dort Gerichte aus, die frisch gekocht an den Tisch gebracht werden. Der super-freundliche italienische Chefkoch begrüßte uns überschwänglich, führte uns durch das Buffet, zeigte uns, welche Speisen zur Auswahl standen, versprach uns eine Überraschung und ermunterte uns außerdem, uns alle Gerichte zu wünschen, die er uns dann vegan zubereiten würde. Wir nahmen ihn beim Wort und bestellten vegane Pizza, Tomatensuppe, Pasta mit frischer Tomatensauce, Obstsalat, und um ihn ein wenig herauszufordern, Rum-Rosinen Pankcakes. Was soll ich sagen? Alles war himmlisch: Die Pizza mit hauchdünnen Boden und mariniertem Rucola; die Tomatensuppe sämig und würzig; die Pasta mit Tomatensauce und Basilikum wirklich besonders aromatisch; der Obstsalat mit ganz reifem Obst; die Rum-Rosinen-Pancakes... schaut sie euch an, dann muss ich nichts sagen. Sogar mit veganer Schlagsahne! Als besondere Überraschung schickte uns der Chefkoch noch gestapeltes Gemüse - Karotten, Zucchini, Portobello Mushroom, Spinat, fein gewürzt und gerade bissfest angebraten mit süßem Balsamico und gegrillten Heidelbeeren. Ein Gedicht! Vegane Pizza Überraschung aus der Küche: Gegrilltes Gemüse mit Balsamico und Heidelbeeren Tomatensuppe Pasta mit frischer Tomatensauce Rum-Rosinen-Pancakes mit Sahne - alles vegan! Auch das Remy, das ein französisches Menü anbietet, musste getestet werden. Das war wirklich ein Erlebnis - so schick haben M und ich wohl noch nie gegessen, und zum Glück war vegan auch hier ganz normal. Nach dem Champagner-Aperitif und ein paar Happen vom noch warmen veganen Brot wurde uns als erster Gang eine Variation der Tomate serviert: Tomatencracker mit süßer Tomatensauce, darüber frische Tomaten, Zwiebel und Sprossen. Als nächsten Gang gab es einen hinreißend hübschen Salat auf Olivenpaste mit essbaren Blüten. Mein persönliches Highlight waren die Kartoffel-Gnocchi mit Champagner-Schaum, Trüffelpaste und Mini-Pilzen, die einfach unglaublich gut geschmeckt haben. Dann wurde die cremige Kartoffel-Cannelloni serviert, mit knackigem Gemüse und Kürbissauce. Vor dem Dessert ärgerte ich mich kurz, dass es "nur" Obstsalat für uns geben würde - bis ich den Obstsalat vor der Nase hatte: Angerichtet wie ein Krönchen, mit perfekt reifen Früchten auf einer Unterlage aus akkurat geschnittenen Äpfelwürfelchen mit frischer Vanille. Ich werde mich nie wieder abfällig über Obstsalat äußern, versprochen. Variation von der Tomate Salat mit essbaren Blüten Kartoffelgnocchi mit Champagnerschaum und Pilzen Kartoffel-Cannelloni, Kürbissauce und Gemüse Obstkrönchen Wir verbrachten nicht nur Zeit am Schiff, sondern nutzten auch die Gelegenheit, die angefahrenen Destinationen zu erkunden. In St. Maarten stiegen wir aus dem Schiff aus, fühlten uns erschlagen von der Hitze und fielen buchstäblich am nächstgelegenen Strand in die Liegestühle hinein, aus denen wir uns nur zum Schwimmen oder gelegentlichen Cocktail-Schlürfen erhoben. Man kann den Tag wirklich unangenehmer verbringen...  Strand in St. Maarten St. Maarten In Puerto Rico waren wir etwas aktiver und besichtigten in San Juan die Festung, die früher in der Seefahrt das Tor zur Karibik darstellte und zur Verteidigung genutzt wurde. Fluch der Karibik in echt, so fühlt es sich dort an - das alte Fort ist wirklich sehr beeindruckend. San Juan selbst ist eine hübsche Stadt voll mit bunten Häuschen, Pflastersteinen und spanischem Charme und sicher eine Reise wert. Essen waren wir im Cafe Berlin, einem reizenden kleinen Restaurant mit veganem Angebot: M bestellt ganz klassisch das Tofu-Sandwich, für mich gab es eine puerto-ricanische Spezialität auf vegan, Mofongo. Mofongo wird aus grünen Kochbananen gemacht, die gebraten werden und zu einer Art Knödel geformt werden. Serviert wurde der Knödel mit einem würzigen Eintopf aus Sojagranulat, Gemüse und vielen karibischen Gewürzen. Es war ein Gedicht! Selten habe ich so etwas Gutes gegessen - ich war sehr glücklich, auch die traditionelle Küche probieren zu können.  Aussicht von der Festung Cafe Berlin von aussen  Cafe Berlin  Tofu Sandwich mit Pommes  Veganes Mofongo  Festung von San Juan vom Meer aus Und das Highlight war wohl der Tag auf Disney's privater Insel Castaway Cay - ja, ihr habt richtig gelesen, Disney hat in den Bahamas eine eigene kleine Insel gekauft. Allen, die leicht an Fernweh erkranken, empfehle ich, jetzt lieber wegzusehen. Die Insel ist wahrgewordener karibischer Traum mit weißem Sand, kristallblauem, klarem Wasser und jeder Menge tropischer Cocktails. Wir verbrachten den Tag am Strand, beobachteten Krabben, Pelikane, Fische und sogar einen Rochen, aßen Veggie-Burger und fühlten uns wie Robinson Crusoe (natürlich mit fließendem Wasser, Sonnenschirm und reichlich veganem Essen). Ich habe noch nie einen so schönen Strand gesehen - das war ein würdiger Abschluss unserer Hochzeitsreise. Castaway Cay Fahrrad-Tour auf der Landebahn auf Castway Cay (die wird nicht mehr genutzt) Komplett unberührter Strand Serenity Bay - Strand nur für Erwachsene. Veggie Burger, Couscous-Salat, Tomatensalat und  frisches Obst - so lässt es sich leben auf der Insel! Fazit: Wer sich vegan auf eine Disney-Kreuzfahrt begibt, wird von vorne bis hinten verhätschelt, auch als veganer Gast. Uns hat nicht nur das leckere Essen gefallen, sondern besonders die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Crew, die ihresgleichen wirklich sucht. Wir haben eine unvergessliche Woche verbracht.  Immer auf der Suche nach dem nächsten Imbiss... ist das etwa ein veganer Eisbecher? Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Veganer Start ins Jahr 2015

30. Dezember 2014 Totally Veg! 

Ich darf am 1. Januar meinen sechsten vegane Jahrestag feiern. Darum bin ich das beste Beispiel dafür, dass Neujahrsvorsätze manchmal eben doch etwas bringen! Spielst du mit dem Gedanken, dass du auch vegan leben möchtest, aber weißt noch nicht genau, wie das funktionieren soll? Dann habe ich heute genau das Richtige: Mit dem Kalender für den Januar 2015 - oder auch Jänner, wie wir Ösis gerne sagen - gibt es jeden Tag eine Aktivität, die dir eine Facette des veganen Lebensstils näher bringen soll. So schnell ist ein Monat sicher noch nie vergangen, und ehe du dich versiehst, hast du schon 31 Tage auf dem veganen Buckel! Das ist meine Art, meinen lieben Leserinnen und Lesern persönlich die Hand bei den ersten pflanzlichen Schritten zu halten - zusammen geht nämlich alles einfacher. Und damit es besonders praktisch wird, kannst du den Kalender unter diesem Link auch downloaden, ausdrucken, die Tage abstreichen und ihn einfach liebhaben. Natürlich kannst auch du deinen ganz eigenen veganen Kalender daraus machen - wie immer ist das hier eine Inspiration mit den Dingen, die ich vor sechs Jahren so gemacht habe. Ich wünsche viel Freude beim Entdecken - es wird nie wieder sein wie früher! Es wird viel, viel besser sein. ? 1. Januar Hurra, heute beginnt der Rest deines Lebens, gratuliere! Da du heute vermutlich noch etwas müde bist, beginnen wir ganz locker: Koch aus den Dingen, die in deiner Küche sind, ein super-einfaches veganes Gericht. Wie wäre es mit Spaghetti mit Tomatensauce oder mit Knoblauch und Olivenöl, Reis mit Gemüse und Bohnen, Bratkartoffel mit Ketchup, simple Bohnensuppe mit Tomaten? Einfach soll es sein und vegan natürlich! ? 2. Januar Durchforste deine Küche um zu sehen, was du für dein neues veganes Leben alles noch brauchst. Hier findest du ein paar Ideen, was in meinem Vorratsschrank so herumsteht. Mach dir eine Liste und ab in den Supermarkt! ? 3. Januar Heute geht es um ein wichtiges Thema: Milch. Magst du Soja-, Hafer-, Reis-, Mandel-, Dinkel-  oder Kokos-Milch? Probiere dich durch ein paar Sorten durch - jede schmeckt anders, auch verschiedene Marken können ganz verschieden sein! Vielleicht möchte ein Freund oder eine Freundin gemeinsam mit dir verkosten? Welche passt in den Kaffee, was ist lecker im Müsli? Und nicht auf die tollen Geschmacksrichtungen wie Schoko oder Vanille vergessen! ? 4. Januar Heute ist Sonntag, und du hast Zeit, um auf der Couch zu sitzen. Schau dir einen Film über Massentierhaltung z. B. auf Youtube von PETA an - es tut weh, aber diese Bilder vergisst man nicht so schnell. Sie können dir helfen, wenn du dich manchmal fragst, warum du das eigentlich tust. Weinen erlaubt. ? 5. Januar Nachdem du deine Lieblingsmilch gefunden hast, koch dir eine heiße vegane Schokolade: Mit 1 - 2 TL Kakaopulver, 1 EL Zucker oder Agavendicksaft, einer Prise Zimt, in 250 ml heiße vegane Milch gerührt - und vielleicht sogar einem Stück Schokolade drinnen? Schmeckt am besten aus der Lieblingstasse! ? 6. Januar Unterstützung ist wichtig - findest du in deiner Nähe einen veganen Stammtisch? Auch auf Facebook und Instagram gibt es nette vegane Communities, die dich sicher gerne aufnehmen! ? 7. Januar Heute ist es an der Zeit, dir ein paar vegane Bücher zuzulegen, am besten Koch- und Backbücher, die dich besonders ansprechen (ich habe natürlich einen besonderen Tipp). In einer Buchhandlung bist du sicher überrascht, wieviel Auswahl es gibt. Auch in Bibliotheken wird man fündig! ? 8. Januar Wusstest du eigentlich, wie viele vegane Produkte es im normalen Supermarkt gibt? Nimm dir etwas Zeit, und geh bewusst durch die Gänge, um zu sehen, welche Alternativen zu den bisher verwendeten Produkten es gibt. Viele Supermärkte bieten ein eigenes veganes Sortiment an. Wenn du möchtest, mach dir eine Liste von den entdeckten Schätzen, damit du sie nicht wieder vergisst! ? 9. Januar Es wird Zeit - back deinen ersten veganen Kuchen! Ich empfehle Karottenkuchen oder Schokokuchen. ? 10. Januar Gibt es in deiner Nähe einen Gnadenhof für Tiere (keinen Zoo)? Ein Ausflug, bei dem man die Tiere trifft, die sonst keinen Platz in unserer Welt haben, ist eine herzerwärmende Erfahrung. Falls du keinen Gnadenhof in der Nähe hast, plane doch einen Ausflug für die nahe Zukunft - das wäre sicher ein toller Wochenendtrip. ? 11. Januar Sind deine Kosmetikprodukte vegan? Viele Firmen führen nach wie vor Tierversuche durch und benutzen tierische Produkte. Durchforste deinen Badezimmerschrank und suche online nach veganen Alternativen. Vielleicht möchtest du alte Produkte entsorgen, weitergeben oder selbst zu Ende verbrauchen - du entscheidest! ? 12. Januar Heute gibt's Pizza! Vielleicht sogar mit selbstgemachten Teig? Pizza schmeckt ohne Käse genauso gut, oder du belegst sie mit veganem Käse, Pesto oder selbstgemachten Hefeschmelz - yummi! ? 13. Januar Falls du dort noch nicht warst: Heute geht es in den Bio-Markt oder das Reformhaus! Auch, wenn man vielleicht gerade nichts kaufen will, alleine die Regale mit all dem veganen Wunderwerk anzustarren, ist wie ein Schaufensterbummel (für mich zumindest!). ? 14. Januar Warum erzählst du heute nicht mal jemandem bewusst, dass du vegan lebst? Immerhin hast du jetzt schon zwei Wochen geschafft! Vielleicht der besten Freundin, dem Papa oder dem netten Arbeitskollegen? Die persönlichen Gründe für den Umstieg zu erzählen ist immer eine gute Idee - aus dem Herzen spricht es sich am besten. ? 15. Januar Hurra, der Januar ist halb geschafft! Ein schöner Zeitpunkt, um sich ein Glas veganes Bier, veganen Wein oder Prosecco zu gönnen (Google ist da sehr schlau, welche Marken vegan sind). Wer nicht so auf Alkohol steht, genehmigt sich einen exotischen Fruchtsaft oder einen besonderen Tee! ? 16. Januar Auswärts essen: Besuch ein Restaurant und bestell dir tolles veganes Essen! Hier sind ein paar Tipps, wie das am besten auch in nicht-veganen Restaurant funktioniert. ? 17. Januar Grüne Smoothies sind toll. Es wird Zeit, einen zu mixen! Mit einer reifen Banane, einer kleinen Handvoll frischer Ananas, einer Handvoll Blattspinat, einer Prise Zimt, etwas Agavensirup und etwas Wasser oder Orangensaft trinke ich ihn am liebsten! ? 18. Januar Ich liebe faules Brunchen am Wochenende. So kannst du dich gemütlich durch alle tollen veganen Frühstücksideen probieren. Wie wäre es heute mit Pancakes, Rührtofu oder selbstgemachtem Müsli? ? 19. Januar Weißt du, wer sich über vegane Muffins freut? Genau, jeder! Darum beglücke deine Arbeits- oder Studienkollegen, die Nachbarn oder die Geschwister mit köstlichen selbstgebackenen Muffins. Rezeptideen findest du hier. ? 20. Januar Heute solltest du mal meine veganen Räuchertofuschnecken probieren. Sie haben bisher auch noch die größten Tofu-Skeptiker begeistert! Ideal, um sie an nichtsahnende Mitmenschen zu verfüttern... hahaha! ? 21. Januar Wie sieht es eigentlich in deinem Kleiderschrank aus - sind deine Schuhe aus Leder, dein Pulli aus Wolle? Manche behalten nicht-vegane Kleidungsstücke noch länger, andere wollen sie gar nicht mehr tragen. Übrigens auch ein guter Zeitpunkt, um sich online mal nach tollen veganen Stiefeln umzusehen! ? 22. Januar Ein veganes Sandwich ist schnell gemacht und schmeckt super. Dick belegt mit Avocado, gebratenem Räuchertofu, veganem Käse, Sprossen, Essiggurken - was das Herz begehrt! Eine Empfehlung meines Mannes M ist folgendes Sandwich: Schneide einen halben Block Räuchertofu in dünne Streifen und brate sie in einer Pfanne ohne Fett auf beiden Seiten sehr knusprig. Teile die Tofustreifen auf zwei Toastbrote auf, bestreiche zwei weitere Toastbrote mit veganem Pesto und belege sie mit Rucola und klappe die beiden Sandwiches zu. Am besten schmecken sie, wenn du sie noch in der Pfanne oder am Sandwichgrill knusprig toastest! ? 23. Januar Früher mochte ich Avocado überhaupt nicht, heute möchte ich in einer wohnen. Avocado-Sushi ist einfach einmalig, und du solltest es heute auf deinen Speiseplan setzen - entweder gekauft oder selbst gerollt! ? 24. Januar Zeit für einen Spaziergang durch die Natur, um ein paar Tiere zu beobachten. Auch wenn wir es manchmal vergessen - wir teilen unsere Welt jeden Moment mit Tieren, auch in der Stadt: Ich liebe es, Tauben beim Trinken zu beobachten oder Eichhörnchen am Baum zu entdecken! ? 25. Januar Tofu... nach den Räuchertofuschnecken hast du die erste Scheu sicher schon verloren! Zeit für veganes Schokoladenmousse, das wirklich fabelhaft schmeckt! Wie wäre es mit diesem Rezept? Anstatt des Lebkuchengewürz kannst du einfach eine Prise Zimt hinzugeben. ? 26. Januar Heute bist du tapfer: Kauf eine Gemüsesorte, die du noch nie probiert hast, und koche daraus ein köstliches Gericht - schon mal Pastinaken, Tompinabur, Grünkohl, Fenchel oder Schwarzwurzeln gegessen? Das Internet geht nur so über vor Tipps und Tricks, und vielleicht entdeckst du ja ein neues Lieblingsgericht? ? 27. Januar Viele Organisationen haben es sich zum Ziel gesetzt, dem Leid der Tiere ein Ende zu setzen. Warum nicht diese Arbeit unterstützen? Auch wenn die Spende noch so klein ist, sie wird geschätzt und in tolle Ergebnisse umgesetzt - jeder Cent hilft. ? 28. Januar Gibt es in deiner Stadt ein veganes oder vegetarischen Restaurant oder Cafe? Höchste Zeit, dort zu schlemmen! ? 29. Januar Salat ist gar nicht langweilig, das ist ein gemeines Vorurteil: Darum mach dir heute eine riesige Schüssel Salat. Ich liebe in meinem Salat grünen Salat, eine Handvoll Rucola, etwas Mais, weiße Bohnen, viel Avocado, geriebene Karotte, ein paar Cherry-Tomaten oder getrocknete Tomaten, knusprig gebratenen Räuchertofu und ein würziges Dressing mit Kürbiskernöl! Mhmmm. Oder wie wäre ein Nacho-Salat? ? 30. Januar Beglücke jemanden mit deinen veganen Kochkünsten - mit dem Rezept, das du am besten beherrscht! ? 31. Januar Den ersten Monat hast du geschafft: Schreib auf, was du an deinem veganen Lebensstil toll findest. Fühlst du dich anders, hast du leckere Dinge gegessen, ein neues Rezept gelernt? Und vergiss nicht, dir richtig kräftig auf die Schulter zu klopfen! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Weihnachtliche Schokomuffins

18. Dezember 2014 Totally Veg! 

Weihnachtliche SchokomuffinsIch weiß ja nicht, wie es euch heuer geht, aber ich bin in Weihnachtsstimmung. So richtig. Ich liebe Weihnachtsmusik, helle Lichter, Zimt und Tannenbäume das ganze Jahr über, aber jetzt kann ich es auch endlich in der Öffentlichkeit rauslassen. Damit auch andere in Weihnachtsstimmung kommen, verschenke ich gerne süße vegane Köstlichkeiten - meine Arbeitskollegen haben darum heuer hübsch verpackte weihnachtliche Schokomuffins bekommen. Die sind schnell gemacht, schmecken super saftig und schokoladig mit einem Hauch Lebkuchen! Den Duft von Lebkuchengewürz liebe ich heiß, und zu dieser Jahreszeit würde ich es am liebsten schnupfen. Das Gewürz verleiht den Muffins genau die richtige weihnachtliche Note, und beim Backen duften sie himmlisch! Falls ihr also noch nach Geschenksideen für liebe Menschen sucht: Ihr seid soeben fündig geworden. Verpackt in einem hübschen Sackerl mit einer weihnachtlichen Schleife, einem kleinen Gruß und vielleicht einem Tannenzweig zaubern dieses Muffins sicher ein Lächeln in jedes Gesicht. Weihnachtliche Schokomuffins (für 18 Stück) 350 Gramm Mehl  100 Gramm brauner Zucker 100 Gramm weißer Zucker 2 Packungen Bourbon-Vanillezucker 40 Gramm Kakaopulver 1 1/­­2 TL Natron 1 1/­­2 TL Backpulver 1/­­2 TL Salz 2 TL Lebkuchengewürz 150 Gramm Apfelmus 120 ml Öl 350 ml Sojamilch 150 Gramm vegane Schokotropfen (oder gehackte Schokolade) Muffinform mit 18 Papierförmchen auslegen. Ofen auf 180 Grad vorheizen.  Mehl, Zucker, Vanillezucker, Kakaopulver, Natron, Backpulver, Salz und Lebkuchengewürz miteinander vermischen. Dann Apfelmus, Öl und Sojamilch hinzugeben und zu einem glatten Teig rühren. Die Schokotropfen unterheben. Den Teig gleichmäßig auf die Förmchen aufteilen und bei 180 Grad etwa 15 - 18 Minuten backen. Falls ihr die Muffins verpacken wollt, lasst sie komplett auskühlen, und steckt sie dann erst in ein hübsches Cellophan- oder Papiersackerl (in Papier bleiben sie weniger lange frisch). Schleife drauf - fertig!  Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Pudding-Streuselkuchen

30. November 2014 Totally Veg! 

Pudding-StreuselkuchenHeute bin ich - ungewöhnlicherweise - eine Frau weniger Worte. Ich sitze mit meinem Bio-Glühwein auf der Couch, schaue Weihnachtsfilme und bin dankbar, dass ein so wunderbares Jahr zu Ende geht. Ich habe ein Buch herausgebracht, meinen besten Freund geheiratet - was will man mehr? Vielleicht noch ein Stück Kuchen, denn Kuchen geht immer. Dieser hier hat einen knusprigen, saftigen Boden, eine cremige Puddingschicht und natürlich jede Menge Streusel oben drauf. Ihr könnt als Obst entweder wie vorgeschlagen eingelegte Mandarinen oder auch Kirschen aus dem Glas verwenden - er schmeckt mit beidem ausgezeichnet. Dieser Kuchen trägt übrigens das (inoffzielle) Ehemann- und Schwiegermama-Gütesiegel, für mich ein großes Qualitätsmerkmal, und daher perfekt für die Adventjause oder einen gemütlichen Kaffeeklatsch. Pudding-Streuselkuchen Für den Boden: 200 Gramm Mehl 70 Gramm Zucker 80 Gramm rein pflanzliche Margarine, kühl 3 EL Apfelmus 1/­2 TL Backpulver Prise Salz Prise Zimt Für den Pudding: 500 ml SojamilchVanille-Sojamilch 30 Gramm Zucker 1 Packung Vanille-Puddingpulver 1 Packung Bourbon-Vanillezucker 180 Gramm abgetropfte Mandarinen, aus dem Glas oder Dose (wahlweise Kirschen) Streusel: 120 Gramm Mehl 70 Gramm rein pflanzliche Margarine, kühl 60 Gramm Zucker 1/­4 TL Zimt Eine Springform (24 cm) am Boden mit Backpapier auslegen und an den Seiten einfetten. Für den Boden alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Mit den Fingern den Teig dann in die Form pressen und dabei einen kleinen Rand (1/­2 - 1 cm hoch) formen. Kurz kühl stellen. Für den Pudding von der Sojamilch 5 EL abnehmen und in einer kleinen Schüssel damit das Puddingpulver glattrühren. Die Sojamilch und Zucker in einem Topf zum Kochen bringen, das Puddingpulver mit einem Schneebesen einrühren und zum Köcheln bringen. Dann den Pudding kaltstellen, bis er etwas kühler geworden und nicht mehr brennheiß ist. Falls ihr - so wie ich - es nicht schafft, klumpfreien Pudding zu kochen, einfach den Pudding nach dem Abkühlen durch ein feinmaschiges Sieb streichen - Trick 17! Den Pudding auf den Kuchenboden leeren und glattstreichen. Die abgetropften Mandarinen darauf verteilen. Für die Streusel alle Zutaten miteinander verkneten und mit den Fingern zu groben Bröseln formen. Auf dem Kuchen verteilen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad etwa 50 - 55 Minuten backen, bis der Boden an der Seite goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen, mit einem Messer am Rand entlangfahren, damit sich der Teig etwas von der Form löst. Den Kuchen komplett auskühlen lassen und dann genießen! Omnomnom. Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Hochzeit - das Essen

9. November 2014 Totally Veg! 

Meine vegane Hochzeit - das EssenAls M und ich uns entschlossen haben, zu heiraten, war es klar, dass es nur veganes Essen geben würde. Bei den Gästen führte das eher zu Schulterzucken, nach all den veganen Jahren und den zahlreichen tierfreien Kuchen, die ich den meisten vorgesetzt hatte, hatten sie auch nichts anderes erwartet. Waren manche skeptisch, ob ihnen das Essen schmecken würde? Vermutlich. Hätten sich einige ein Steak gewünscht? Vielleicht - ich weiß es nicht. Aber da wir tolle Gäste hatten, behielten sie ihre Zweifel für sich und waren aufgeschlossen gegenüber einer neuen Erfahrung, was uns natürlich enorm gefreut hat. Ich sollte aber auch ergänzen, dass das vegane Essen ein Aspekt der Hochzeit war, der für mich absolut nicht diskutabel war - über andere Details wie die Gästeliste, Blumen oder Deko waren Vorschlägen gegenüber aufgeschlossen, aber lieber wäre ich durchgebrannt, als dass ich auf unserer Hochzeit Schnitzel serviert hätte. Damit will ich keinesfalls jemanden verurteilen, der sich am Ende dazu durchringt, doch Fleisch auf ihrer Hochzeit anzubieten - Konflikte mit der Familie oder Freunden können wirklich anstrengend werden. Wenn man eine Hochzeit plant, haben plötzlich sehr viele Leute eine Meinung darüber, wie dieser Tag aussehen muss. Als Brautpaar sollte man sich nur darüber klar werden, wie man mit Widerstand oder Ablehnung umgeht, welche Lösungen man anbieten möchte und zu wieviel Kompromiss man bereit ist. Zeitgleich mit der Suche nach der Location begann also auch die nach einem veganen Caterer. Schnell war klar, dass wir das im Ars Electronica Center heimische Restaurant CUBUS gerne mit dem Getränkeservice beauftragen würden, was logistische und finanzielle Vorteile hatte - demnach brauchten wir jemanden, der uns ein bombastisches veganes Hochzeitsessen kochen würde. Leider gestaltete sich die anfangs nicht gar allzu erfolgreich - wir waren zwar sehr offen für alle Vorschläge hinsichtlich des Menüs, aber ein paar Anforderungen hatten wir doch: Herausragend schmecken sollte es natürlich, der Caterer sollte zumindest etwas Erfahrung mitbringen und wir wollten uns zu 100% auf die Qualität verlassen können - nichts fürchtete ich mehr, als Chaos an meinem Hochzeitstag oder irrtümlichen Käse am Hauptgericht. Ich neige ohnehin dazu, mir über jedes Detail Gedanken zu machen und zumindest um den Caterer wollte ich mich in der Vorbereitung nicht sorgen. Ich glaubte schon nicht mehr daran, dass wir so jemanden finden würden - und dann stieß ich durch puren Zufall auf La Muhr in Gmunden, die eine Vinothek betreiben und Catering anbieten. Zwar nicht rein vegan, weht dort aber im alteingesessenen Betrieb mit jahrzehntelanger Erfahrung ein frischer Wind in Form der Juniorchefin Maria Muhr, die selbst vegan lebt und seit diesem Jahr auch veganes Catering anbietet. Nach dem ersten Treffen samt kleiner Kostproben in Form von Aufstrichen und süßen Häppchen war schnell klar: Wir haben ein Bingo. Der vegane Brunch, der bei La Muhr in regelmäßigen Abständen angeboten wird, und bei dem so ziemlich jeder Frühstückstraum erfüllt wird, hat uns in dieser Entscheidung nur bestärkt. Zusätzlich kauften wir auch unsere veganen Hochzeitsweine bei La Muhr, die uns das Restaurant CUBUS gegen ein - sehr humanes - Stoppelgeld ausschenkte. Wir fühlten uns von vorne bis hinten von La Muhr stets wunderbar betreut, es gab immer eine Ansprechperson und letztendlich war das Catering genau so, wie ich es mir in kühnsten Träumen gewunschen hatte - das Essen war wirklich bombastisch und vor allem weiß La Muhr ganz genau, was vegan bedeutet. Auch das Team vom CUBUS war übrigens ein absoluter Glücksgriff - sie erfüllten uns jeden Wunsch, stellten ihr Geschirr zur Verfügung, hatten super-freundliches Personal und servierten uns zum Kaffee ausschließlich Sojamilch. Auch persönliche Termine zur Abstimmung von unseren Vorstellung und zum Kennenlernen mit La Muhr wurde gerne erfüllt. Zwei große Daumen hoch! So, ihr denkt nun wahrscheinlich, dass ich genug geschwärmt habe, und ihr lieber mal Details zum Menü verraten sollte, nicht wahr? Bitte schön, es geht los. Sektempfang Meine liebster Moment auf einer Hochzeit ist immer der Sektempfang nach der Trauung. Da fliegen die Glücksgefühle hoch, das Make-Up und die Frisur sind noch perfekt und nichts schlägt den ersten Schluck Prosecco und den Biss von einem leckeren Häppchen. Daher war klar, dass wir unbedingt einen schönen Sektempfang haben wollten - zum Glück spielte das Wetter mit, und der Empfang fand nach der Trauung im Hof des Schloss Ebelsberg statt. Dann gab es veganen Prosecco, vegane Säfte (mhm, Zwetschke!) und Bier, dazu allerlei köstliche vegane Häppchen: Brötchen mit zweierlei Aufstrichen, knusprige Polenta auf Käferbohnensalat, Blini mit Olivenpaste und Rucola, und Falafel mit Joghurtdip. Ich war so zufrieden mit dem Empfang, und wir genossen den schönen Herbsttag und die Gesellschaft unserer lieben Gäste. Zum Glück mussten wir uns um nichts kümmern, das hat alles komplett La Muhr übernommen, von den Tischen zum Geschirr zum netten Service - und, ganz unter uns, besonders hilfreich war es, als uns jemand vom Service kurz vor der Trauung zur Seite nahm und uns jeweils einen kleinen Schluck Prosecco einflößte, das wirkte Wunder gegen die Aufregung! Das vegane Menü Beim Hochzeitsmenü riet uns La Muhr auch dazu, ein etwas edleres Menü anzubieten, passend zu einer Hochzeit - letztendlich haben wir uns auch dazu entschlossen, drei von vier Gängen servieren zu lassen, was sehr angenehm war. Gedeck: Frisches Brot  mit veganer Butter und Kidneybohnen-Aufstrich In der Feierlocation war das Gedeck sehr willkommen, an dem die Gäste während unserer Dankesrede bereits naschen konnten. Erster Gang: Zweierlei Suppen aus Trinktassen: Kürbiscremesuppe mit einem Kräutercrostini aus Blätterteig und Cappuccino von der gerösteten Tomate mit Pistazienschäumchen Warme Suppe aus der Trinktasse zu schürfen, ist sehr wohltuend für einen aufgeregten Braut-Magen! Zweiter Gang: Hausgemachte Antipasti mit Ciabatta  Diese Antipasti hatte ich beim ersten Termin bei La Muhr gesehen und ich wollte sie unbedingt probieren, yum! Hauptspeisen vom Buffet:  Kohlrouladen mit Kartoffelpüree und Soja-Weißweinsauce Zucchini-Risotto mit geschmorten Tomaten Das Kartoffelpüree war das beste, das ich jemals gegessen habe, und das Risotto war genau auf den Punkt - wir waren sehr glücklich mit unserer Wahl! Zum Dessert haben wir auf die klassische Hochzeitstorte verzichtet. Da ich wollte, dass unsere Gäste viel veganes Essen probieren konnten,  stellte uns La Muhr kleine Dessertteller zusammen, von denen sich die Gäste bedienen konnten, bestückt mit Muffins, Cupcakes, Linzerschnitten und Panna Cotta. Wir bekamen eine kleine Hochzeitstorte zum Anschneiden (und für den obligatorische Kampf darüber, wer beim Anschnitt die Hand oben halten darf!), und die Gäste hatten Mini-Cupcakes in der gleichen Geschmacksrichtung auf den Tischen. Besonders die Linzer Schnitten haben es mir wirklich angetan! Das Feedback der Gäste war ausschließlich positiv, wir hörten oft ein "Wenn es jeden Tag so etwas Gutes geben würde, dann wäre ich aber auch vegan!" und wir erlebten viel Überraschung und Begeisterung darüber, wie gut das Essen war. Viele Gäste ließen sich ihre Teller nur zu gern zum zweiten oder dritten Mal befüllen ließen, was natürlich immer ein gutes Zeichen ist!   Das war also unsere vegane Hochzeit. Wir würden alles genau so wieder machen, es war für uns noch schöner, als wir es uns vorgestellt hatten. Fazit: Nur Mut zum veganen Fest, denn wie so oft im Leben wird Mut belohnt. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Hochzeit - Outfits von Braut & Bräutigam

27. Oktober 2014 Totally Veg! 

Meine vegane Hochzeit - Outfits von Braut & Bräutigam M und ich sind schon sehr lange ein Paar - im Jänner werden es 12 Jahre. Wir haben schon seit geraumer Zeit darüber gesprochen, dass 2014 ein schönes Jahr wäre, um zu heiraten. Normalerweise wäre es nach diesem Gespräch sehr damenhaft gewesen, die Augen niederzuschlagen, den Faltenrock glattzustreifen und darauf zu warten, dass der Geliebte einen Antrag macht, bei dem man vor Rührung die Englein im Himmel singen hört. Wer mich aber kennt, der weiß, dass weder das Damenhafte noch das Warten meine Stärke ist. Und als mein jetziger Göttergatte ein Jahr vor unserem angepeilten Termin - wir wollte gerne im Herbst heiraten - immer noch keine Anstalten machte, vor mir auf die Knie zu fallen, redete ich ihm ins Gewissen, dass wir uns langsam wirklich an die Planung machen sollten, worauf wir uns einen Termin bei einer möglichen Hochzeitslocation vereinbarten. Das war das Ende der kurzen Geschichte unserer Verlobung. Bin ich traurig, dass ich keinen filmreifen Antrag bekommen habe? Nein, überhaupt nicht, als Paar hat diese Variante zu uns einfach am besten gepasst - ich finde es ganz befreiend, wenn man nicht immer dem Protokoll folgen muss, und genau das haben wir auch bei der Hochzeit nicht getan. Die Freude an unserem besonderen Tag hat es übrigens nicht geschmälert: Es klingt nun unglaublich abgedroschen, aber es war für uns wirklich der schönste Tag, und wenn ich je zu einer Zeitreise eingeladen werde, dann möchte ich genau diesen Tag nochmal erleben. Aber der Reihe nach... Alle Fotos wurden von der rundum fabelhaften Kerstin Weidinger von Theoneswelove. Photography gemacht. Ich kann sie uneingeschränkt als fotografische Begleitung für eure Hochzeit empfehlen, mehr zu ihr auch im nächsten Teil dieser Serie! Das Brautkleid Der allerallerwichtigste Aspekt an der Hochzeitsplanung ist wohl das Brautkleid. Wenn ich für jedes atemlose "Hast du schon ein Kleee-iiid?" einen Euro bekommen hätte, dann - nun ja, dann hätte ich vermutlich die Hochzeit zahlen können. Ich schweife ab: Ich wünschte mir ein knielanges Kleid,  das mit etwas Spitze besetzt war, und es sollte natürlich auch vegan sein. Mir war es als vegane Braut sehr wichtig, ein Kleid ohne Seide, Federn, Perlen oder sonstige tierische Materialien zu erstehen. Ich entschied mich, mein Glück in einem klassischen Brautmodengeschäft zu versuchen: Hänsel & Gretel in Oberösterreich war das Ziel. Kurzerhand schrieb ich auch noch ein E-Mail um die Ankunft der veganen Braut anzukündigen, und prompt kam die Antwort: Das wäre gar kein Problem, die meisten Kleider wären sowieso aus synthetischen Materialien und wir würden sicher etwas finden. So packte ich meine Eltern ein und wir fuhren zum Ort der weißen Wattebäusche, aufgewühlten Emotionen und glühenden Kreditkarten. Bei der Anprobe der Kleider bewahrheitete sich wieder: Brautkleider muss man anziehen, um zu wissen, ob sie einem gefallen. Genau die Modelle, die ich mir immer gewünscht hatte, sahen absolut furchtbar an mir aus, was die Stimmung schon etwas drückte. Bis... ja, bis die Beraterin ein Kleid aus dem Lager holte, es mir anzog, ich mich in den Spiegel sah und dachte: "Hm. Hübsch. Sehr hübsch! Aber doch gar nicht das, was ich wollte!" Natürlich sah man mir schon an der Nasenspitze an, dass es DAS Kleid war, und ich nur noch ein paar Minuten brauchte, um diese Erkenntnis zu verarbeiten. Nach einem kurzen Ausflug in die Welt der bodenlangen Prinzessinnen-Kleider wurde ich also wieder in DAS Kleid gesteckt, und dann war es klar: Die Suche hatte ein Ende. Ganz filmreif wurden dann auch noch von allen Beteiligten ein paar Tränchen gedrückt, Prosecco geschlürft und nach Accessoires gesucht. Das Besonders an dem Kleid ist auch die abnehmbare Schleppe, die ich nach der Trauung einfach abstreifte. Ein kleiner Spitzen-Bolero vervollständigte das Outfit. Veganes Brautkleid: Check! Wer vegan lebt und ein Brautkleid sucht, der ist bei Hänsel & Gretel bestens aufgehoben. Nicht nur, dass die meisten Kleider ohnehin vegan sind, meine Beraterin kletterte auch noch in jedes Kleid hinein, um mir genauestens das Etikett vorzulesen - das nenne ich Einsatz! Außerdem war jeder Termin dort wirklich ein Spaß, der die Vorfreude auf die Hochzeit nur noch steigerte, und das Wort "vegan" hat statt Augenrollen nur Kundenservice ausgelöst. Übrigens sind die meisten Brautkleider deswegen vegan, weil sie an sich schon sehr teuer sind, und der Einsatz von Seide oder echten Perlen den Preisrahmen dann vollends sprengen würden. Wer sich an dieser Stelle übrigens fragt, warum wir weder Seide noch Wolle an unserer Kleidung wollten, der kann sich hier informieren. Brautschuhe Mit hübschen veganen Schuhen konnte Hänsel & Gretel dann aber leider nicht dienen, darum musste ich mich da selbst auf die Suche begeben. Meine Schuhe sollten ohne Leder auskommen, flach und weiß und ein wenig besonders sein - fündig wurde ich dann auf Zalando bei der Marke Even&Odd. Schmuck Schmuck fand ich bei meinem Lieblings-Schmuckhersteller Leaf aus München, die filigranen Schmuck mit schönen Steinen herstellen. Zur entzückenden Kette mit grünem Turmalin gab es auch passende Ohrringe. Außerdem fand ich ein paar Tage vor der Hochzeit noch ein paar schöne Armreifen in einem Modeschmuck-Geschäft. Und der schönste Schmuck ist natürlich ohnehin der Ehering, ganz schlicht und schmal und in warmem Roségold. Da ich keinen Schleier tragen wollte (da fühlte ich mich wie bei der verpassten Erstkommunion), gab es von der Floristin in die Blume für meine Haare, passend zu meinem Brautstrauß. Make-Up und Styling Zu einem schönen Kleid gehört natürlich auch ein tolles Styling, und mir war es auch hier wichtig, dass Make-Up ohne Tierversuche oder tierische Inhaltsstoffe verwendet werden würden, so wie ich es sonst auch im Alltag handhabe. Allerdings war ein veganer Make-Up-Artist in meiner Nähe nicht aufzutreiben. Kurzfristig überlegte ich, mich für die Hochzeit selbst zu schminken, was an sich vermutlich zumindest halbwegs geklappt hätte - spätestens bei der Frisur hörte der Spaß dann aber auf, da ich da komplett unbegabt bin. Meine Mama rief schließlich bei ihrem Friseur an, die auch einen Braut-Service anbieten, bei dem man in den eigenen vier Wänden zurechtgemacht wird - und dort wurde versichert, dass ich auch gerne meine eigenen Produkte mitnehmen und es damit mal ausprobieren könnte. So hortete ich bis zum Probeschminken vegane Produkte daheim, hauptsächlich von Alverde und e.l.f. Cosmetics. Beim Probetermin dann angekommen, wurde mir dort ein so schönes Make-Up mit wunderbarem dicken Lidstrich gezaubert, dass ich mich entschloss, das ganze Beauty-Programm lieber den Profis zu überlassen - mit meinen eigenen veganen Produkten, aber in den erfahrenen Händen einer Visagstin. Am Hochzeitstag selbst war es dann sehr entspannend, von der sehr netten und schon bekannten Visagistin Anna gestyled zu werden, ohne auch nur einen Fuß vor die Türe zu setzen! Die Nägel machte ich mir selber mit Nagellack von e.l.f. Cosmetics - den Nagellack habe ich mir übrigens letztes Jahr bei unserem USA-Urlaub gekauft und bis zur Hochzeit aufbewahrt. Anzug für den Bräutigam Natürlich muss der Bräutigam an so einem besonderen Tag ebenso gut aussehen, und auch mein Mister hatte bestimmte Anforderungen an seinen Anzug: Es sollte kein klassischer Hochzeitsanzug sein, er sollte später auch noch tragbar sein und - er musste ohne Wolle auskommen. Nachdem wir durch einige Geschäfter geirrt waren, nur um festzustellen, dass dort ausnahmslos alle Anzüge mit Wolle versehen waren, beschloss ich, mich erneut an das Team von Hänsel & Gretel zu wenden, ob vegane Anzüge ohne Wolle oder Seide im Angebot wären. Sie erbaten sich ein paar Stunden Zeit für die Suche, und riefen dann zurück, dass auch das kein Problem sein würde. Und das war es auch nicht: Nach drei anprobierten Anzügen hatten wir den Favoriten gefunden, der statt mit Wolle mit einer Mischung aus hochwertiger Baumwolle und Leinen auskam. Auch hier übersetzte uns die Beraterin wieder alle Etiketten (viele davon waren auf Italienisch oder Spanisch), und so konnten wir ruhigen Gewissens einen wirklich tollen Anzug kaufen. Eine passende seidenfreie Krawatte hatte M noch daheim (Krawatten ohne Seide wären aber auch zu haben gewesen). Schöne Herrenschuhe ohne Leder fanden wir nach längerer Suche lustigerweise bei H&M. Die Union-Jack-Socken passend zu unserem Doubledecker-Bus, die für einige Lacher noch während der Trauung sorgten, sowie die Star Trek-Manschettenknöpfe waren ein Geschenk von mir. Auch Männer brauchen schließlich Accessoires, selbst wenn sie es nicht so gerne zugeben! Im nächsten Teil der Serie geht es um die Location, Hochzeitsfotografie, Deko und alles, was man sonst noch so braucht! Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Apfelstrudel Oatmeal

19. Oktober 2014 Totally Veg! 

Apfelstrudel OatmealIch liebe Herbst. Hab ich das schon mal erwähnt? Ich denke schon. Jedenfalls: Hach, Herbst, du hast mein Herz gestohlen. Die bunten Blätter, die goldene Herbstsonne, die schönen Hochzeiten und natürlich das saisonale Essen. Endlich ist die Zeit der Suppen, Eintöpfe und warmen wohligen Gerichte angebrochen! Bei uns daheim wird hauptsächlich selbst gekocht, was natürlich die perfekte Gelegenheit ist, dem Herbst zu huldigen. Die einzige Mahlzeit, die bei uns meistens auf der Strecke bleibt, ist das Frühstück. Vor allem M ist keine großen Frühstücker, leider - jedem Training und jeder Gewöhnung zum Trotz habe ich es nicht geschafft, etwas anderes beim Frühstück aus ihm herauszulocken als Herumgestochere und müde Blicke. Man muss offensichtlich einsehen, wenn ein Vorhaben sinnlos ist, und so verbringen wir den recht kurzen Morgen mit einer Tasse Kaffee und ein paar netten Worten am leeren Frühstückstisch, denn alleine essen ist mir dann auch zu langweilig. Aber: Kaum ist der Kreislauf in Schwung (das ist meistens nach dem Weg zum Büro der Fall), kommt der Hunger, gelegentlich sogar bei M, und dann wird das von daheim Mitgebrachte eben im Büro gegessen. Und da lasse ich es mir dann nicht mehr nehmen, etwas Herbstliches zu verspeisen.  Ich bin ja ein großer Fan Oatmeal, zu deutsch Haferbrei - aber ganz ehrlich, mit Brei verbinde ich nicht gerade wohlschmeckendes Essen, darum gefällt mir Oatmeal besser. Leider ist Oatmeal bei uns nicht besonders verbreitet, Haferflocken werden meistens in staubigen Müslis mit pickigen Trockenfrüchten und eiskalter Sojamilch verzehrt - damit kann man mich nicht locken. Aber Oatmeal, Oatmeal ist schon was Feines - warm serviert, mit cremiger Konsistenz, die Haferflocken schmelzen auf der Zunge, feine Gewürze und frische Früchte locken... mhmm! Als diese Woche in meiner Küche die Äpfel herumkugelten, wurden sie daher in Apfelstrudel Oatmeal verwandelt, mit herbstlichem Zimt und etwas Nelkenpulver. Wer mag, serviert das Oatmeal auch noch mit ein paar Walnüssen. Und vielleicht fragt sich manch einer von euch, warum ich denn Oatmeal koche, wenn nach dem Aufstehen bei uns sowieso niemand essen will: Trick 17! Ich koche eine größere Portion Oatmeal, stelle sie nach dem Auskühlen in den Kühlschrank und wärme mir dann bei Haferflocken-Hunger einfach ein Schälchen davon auf (in der Mikrowelle oder am Herd). Man braucht für die cremige Konsistenz nur ein paar Esslöffel Sojamilch oder Wasser dazugeben, und fertig ist das warme Frühstück oder der Büro-Imbiss oder was auch immer... es schmeckt jedenfalls ausgezeichnet! Apfelstrudel Oatmeal (für 2 große oder 4 kleine Portionen) 2 große Äpfel, samt Schale in kleinen Würfeln (am besten eine säuerliche Sorte) 100 Gramm Haferflocken, großblättrig 1 gehäufter EL brauner Zucker 400 ml Sojamilch 3/­­4 TL Zimt 1/­­8 TL Nelkenpulver Prise Salz Zum Aufwärmen: 2 - 3 EL Sojamilch oder Wasser pro Portion Äpfel mit Zucker in einem Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Restliche Zutaten hinzugeben und köcheln lassen, bis die Haferflocken weich sind (etwa 15 - 20 Minuten). Entweder gleich servieren, oder auskühlen lassen und nach Hunger mit 2 - 3 EL Sojamilch aufwärmen (hält sich etwa fünf Tage im Kühlschrank). Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Buch, Hochzeit - und Apfelkuchen

9. Oktober 2014 Totally Veg! 

Buch, Hochzeit - und ApfelkuchenIch bin nicht in eine Grube gefallen. Ich habe auch nicht zu bloggen aufgehört. Ich weiß, besonders fleißig war ich in letzter Zeit nicht - aber ich habe eine gute Entschuldigung. Zwei, um genau zu sein. Meine erste Entschuldigung: Mein Buch, Vegan für Naschkatzen, ist endlich, endlich, endlich fertig geworden und das hat noch einiges an Zeit gefressen. Aber jetzt ist alles gut, ich konnte mein Baby endlich in Händen halten und es wartet nur darauf, dass ihr mit ihm Köstlichkeiten zaubert: Pumpkin Pie zu Halloween, Peanut Butter Pancakes zum Frühstück, meine Schokoladentorte für Mutti's Geburtstag oder weiche Chocolate Chip Cookies um Mitternacht - ich sehe schon, ihr habt Großes mit dem Buch vor! Ihr könnt es in jeder Buchhandlung erwerben (oder bestellen, falls es nicht lagernd ist) oder auch hier direkt bei meinem Verlag versandkostenfrei bestellen. Ich freue mich schon darauf, mit euch in der Küche zu stehen (zumindest als mein literarisches Ich). Und wie immer habt ihr hier auch mein großes Totally Veg! Ehrenwort: Alle Rezepte sind von mir entwickelt und vor allem getestet worden, sind leicht nachzumachen und schmecken einfach gut! Und da das Buch nun endlich am Markt ist, kann ich euch auch einige der tollen Bilder im Buch zeigen und euch lange Zähne machen: Ich und mein Schaaatz! Übrigens, wenn ihr in Wien seid, und nächste Woche am Donnerstag 16. Oktober noch Zeit am Abend habt, ich bin zu Gast im Thalia und stelle das Buch vor. Mehr Informationen hier. Ich würde mich freuen, euch dort zu treffen! Meine zweite Entschuldigung: Ich habe am 4. Oktober geheiratet. M und ich sind jetzt Mr. und Mrs. Totally Veg! Und ich habe komplett unterschätzt, wieviel Arbeit so eine Hochzeit macht, auch wenn man sie im eher kleinen Rahmen feiert. Da müssen Termine eingehalten, Zeitpläne erstellt, Farben für die Deko ausgesucht, Kerzenhalter gebastelt, Gastgeschenke vorbereitet, Outfits abgestimmt, Make-Up getestet und überhaupt muss alles fünfzehntausenddreihundertzweiundvierzig Mal durchgesprochen werden - ihr seht schon, heiraten war irgendwie ein Fulltime-Job, den M und ich so nebenher noch betrieben haben. Aber die Arbeit hat sich gelohnt, wir hatten einen wirklich wunderschönen Tag und sobald ich die professionellen Fotos habe (nein, ich habe nicht meine eigene Hochzeit fotografiert - ich habe zwar manchmal komische Ideen, bin aber nicht komplett durchgeknallt), möchte ich diesen besonderen Tag mit euch teilen. Und natürlich war es eine rein vegane Hochzeit, auch das möchte ich euch gerne erzählen! Noch ein wenig Geduld, dann geht es los hier auf Totally Veg! mit der großen, bunten veganen Hochzeitsreihe. Ich bin mir sicher, nicht nur einige Damen in der Runde wird das brennend interessieren.  Eine erste Vorschau auf unsere Fotos... alle Fotos von Theoneswelove Photgraphy Damit das Warten nicht so lange wird und quasi als Entschuldigung für meine Abstinenz - hier noch ein Rezept für einen sehr leckeren Apfelkuchen, den ich für einen gemütlichen Abend mit Arbeitskollegen gebacken habe. Er schmeckt schön herbstlich, und ist noch besser, wenn man ihn mit etwas Soja-Vanillepudding serviert. Mhmmm! Und ich habe leider kein Foto für euch - bin ich die einzige, die bei diesem Satz an Heidi Klum denkt? -, da ich in meinem Hochzeitswahn komplett darauf vergessen habe. Aber keine Sorge, nach dem Ja-Wort bin ich wieder ganz zu meinem Ausgangszustand zurückgekehrt! Apfelkuchen mit Cashews 350 Gramm Mehl 100 Gramm brauner Zucker 100 Gramm weißer Zucker 2 Packungen Bourbon-Vanillezucker 200 ml Sojamilch 1 EL Essig 120 ml Öl 3/­4 TL Salz 1 TL Natron 1/­2 TL Backpulver 1 TL Zimt 280 Gramm geschälte und entkernte Apfelstücke (aus ca. 2 mittleren Äpfeln) 50 Gramm Cashews, gehackt Soja-Vanillepudding Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform (26 cm) mit Backpapier auslegen und an den Seiten einfetten. Sojamilch mit Essig vermischen und beiseite stellen. Mehl, Zucker, Salz, Natron, Backpulver und Zimt vermischen, dann Öl und Sojamilch hinzugeben und zu einem glatten Teig rühren. Apfelstücke und Cashews unterheben und den Kuchen in die Form geben. Etwa 50 - 60 Minuten backen, bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Kuchens gestochen, sauber wieder herauskommt. Komplett auskühlen lassen und jedes Stück mit etwas Soja-Vanillepudding servieren. Auch auf Facebook: www.facebook.com/­totallyveg

Die erste vegane Flusskreuzfahrt - eine Bildgeschichte

24. August 2014 Totally Veg! 

Die erste vegane Flusskreuzfahrt - eine BildgeschichteAls ich erfahren habe, dass es eine vegane Flusskreuzfahrt geben würde, auf der neben dem Essen, den Ausflügen und sogar den Pflegeprodukten in den Kabinen alles vegan sein sollte, habe ich nicht lange gezögert und mir und M gleich ein Plätzchen gesichert - da wir heuer keinen großen Urlaub machen wollten, war das genau das Richtige für uns. Letzte Woche ging die erste vegane Flusskreuzfahrt dann schließlich über die Bühne und führte uns in drei Nächten und knapp drei Tagen von Köln über Rüdesheim und Strasbourg nach Basel. Und was soll ich sagen: Wir haben es nicht bereut. Es waren ein paar schöne Tage auf einem tollen Schiff, mit phänomenalem Essen und netten Ausflügen. Wir haben es genossen, uns einfach mal zum Tisch zu setzen und bedient zu werden, ohne vegan vorher groß erklären zu müssen, und das vegane Frühstücksbuffet war auch wirklich eine wunderbare Abwechslung, da es genau da für uns Veganerinnen und Veganern oft ein wenig mau aussieht. Ich höre hier aber auch schon auf zu schwafeln und lasse lieber das sprechen, wegen dem ihr wahrscheinlich hier seid: Die Bilder.  Begonnen hat unsere Reise in Köln, und dort wollten wir neben dem Sightseeing und Shoppen einfach nur einen Happen essen: Hans im Glück to the rescue, die einen sehr feinen veganen Burger samt supercremiger veganer Sauce anbieten. Am nächsten Morgen nutzten M und ich die Chance, das vegane Sandwich bei Starbucks zu testen: Mit Avocado, Paprika und Tomaten belegt, und durchaus eine gute Alternative, wenn das Hotelfrühstück mal wieder zu fade aussieht, dazu ein mannsgroßer Sojalatte. Ich weiß, einige von euch mögen Starbucks nicht, aber M und ich gehen gerne hin, weil es uns an unsere Zeit in den USA erinnert, es Sojamilch und Fairtrade-Kaffee gibt. Und jetzt auch ein veganes Sandwich - gerüchtehalber soll es das auch bald in Österreich geben. Kölner Dom - sehr beeindruckend! Natürlich rannten wir dann so schnell wie möglich aufs Schiff, der Amadeus Silver. Die Zimmer waren wirklich, wirklich schön, hatten ein modernes Design und waren vor allem penibel gereinigt - das gefällt besonders mir sehr, denn ich neige dazu, beim Anblick fremder Haare im Badezimmer in nervöse Schnappatmung zu verfallen. Die Panorama Lounge, in der Bier und Cocktails genossen wurden - es gab auch eine eigene vegane Barkarte. Möchte jemand einen veganen Pina Colada? Und dann ging die Völlerei auch schon los: Ein Begrüßungscocktail mit Sekt und einem Häubchen aus veganer Sahne.   Dann wurden wir ins Restaurant zum ersten Abendessen gebeten, bestehend aus fünf (in Worten: FÜNF) Gängen (klick auf's Bild für eine größere Version des Fotos!). Begonnen wurde mit einem erfrischenden Salat mit Avocado-Dressing (erstes kleines Foto oben links); einer bombastischen Süßkartoffelsuppe (rechts davon); gebackenen Champignons mit Remoulade, die sogar M, dem Schwammerl-Skeptiker, schmeckten; einer tollen Pasta Arriabata mit Räuchertofu und veganem Parmesan mit einer aromatischen sämigen Sauce, die aber für eine Arriabata zu wenig Schärfe hatte. Als Dessert gab es Zitronencreme mit Blätterteig, was zwar gut war - aber ich bin jetzt nicht der größte Fan von Zitronencreme. Alles in allem ein köstliches Menü! Übrigens wurde jeden Abend auch noch ein Mitternachtssnack geboten (der einmal sogar von Björn Moschinski himself gekocht wurde), bei dem M und ich aber jedes Mal schon im Bett waren - Wein und vegane Leckereien wirken besser als jede Schlaftablette. Am nächsten Tag gab es um 6 Uhr morgens den ersten Cocktail des Tages, da unser Schiff an der Loreley vorbeifuhr - ich habe zwei Schluck davon runtergebracht. Cocktails um diese Uhrzeit und vor meinem ersten Kaffee sind schon eine starke Angelegenheit. Dann wartete das erste vegane Frühstücksbuffet auf uns, von dem M und ich schon beim Abendessen träumten. Es enttäuschte nicht: Neben warmen Gerichten wie Tofu Scramble, Baked Beans und Linseneintopf gab es zahlreiche Aufstriche, vegane Aufschnitte und Käsesorten, Müsli, mit allem was dazugehört, knusprige Weckerl, frisches Obst und dreierlei vegane Schokoaufstriche. Ich denke, ich bin drei Mal mit doofem Grinsen ums Buffet gewandert, bevor dann das Schlemmen beginnen konnte. Wir frühstücken einfach gerne und hier konnten wir richtig reinschaufeln, was wir auch gewissenhaft getan haben. Unser Schiff legte in Rüdesheim an. Ganz ehrlich, Rüdesheim ist keine Reise wert, dafür ist es einfach zu klein, und wenn man schon mal im Burgenland oder in Niederösterreich war, ist die Weingegend jetzt auch nicht so außergewöhnlich. M und ich fuhren darum beim Ausflug zum veganen Winzer mit, wo wir etwas über die Herstellung von Weinen erfuhren, Weine verkosteten und - richtig geraten - eine Kleinigkeit zu uns nahmen, immerhin war das Frühstück schon fast drei Stunden her. Die selbstgemachten Aufstriche waren aber auch zu gut!  Die Weintrauben waren noch ein wenig sauer...  ...dafür war die Jause umso besser. Zurück am Schiff gingen wir zum - genau - Mittagessen. Es gab eine klare Suppe mit Gemüseinlage, Salat vom Buffet und eine gefüllte Paprika. Die Paprikafüllung hat mich nicht umgehauen - ich bin verwöhnt mit Oma's Paprikafüllung aus Faschiertem und Reis, die ich bald gerne vegan nachkochen würde, dafür war der dazu servierte Kräuterbulgur einfach köstlich. Ich sollte erwähnen, dass ich beim Mittagessen den Punkt erreicht habe, an dem ich wirklich keinen Hunger mehr hatte, sondern einfach nur aß, weil es so gut schmeckte. Den Nachmittag verbrachten wir mit dem Anschauen der vorbeiziehenden Landschaft am Sonnendeck, mit dem einen oder anderen Cocktail und - richtig! - Essen. Immerhin wurde das vegane Kuchenbuffet aufgefahren. Mir als alte Kuchenbäckerin hat der Apfelstrudel am besten geschmeckt, bei den anderen Sorten stand die vegane Sahne zu sehr im Vordergrund. Kuchen und Bier - der Nachmittag der Gourmets. Später wanderten wir zum Abendessen, wo es M's erklärtes Lieblingsmenü gab: Rote-Beete-Lauch-Salat mit Mangos (kleines Bild oben links); eine vorzügliche Kressesuppe (rechts davon); ein hervorragender Gemüseschaschlik mit umwerfender Johannisbeer-BBQ-Sauce; dann Sojaschnitzel mit Champignonsauce und Kartofferl - der Österreicherin in mir blutete zwar ein wenig das Herz bei Schnitzerl mit "Tunke", aber es war wirklich gut! -, und zum Nachtisch mein persönliches Highlight: cremiges Panna Cotta mit Cremehäubchen, das unglaublich nach Kernöl schmeckte (ein Gedicht!). Am nächsten Tag legten wir in Strasbourg an. Für den Stadtbummel, den M und ich auf eigene Faust gestalteten, bekamen wir ein Lunchpaket gestellt, was ich als sehr praktisch empfand. Strasbourg ist ein malerisches kleines Städtchen, wir waren entzückt! Zufällig kamen wir an einer Patisserie vorbei, die mit ihren veganen Spezialitäten warben. Da ich mich immer bemühe, vegane Produkte zu kaufen, wenn sie in Cafés oder Restaurants angeboten werden, zögerte ich nicht und nahm einen veganen Blueberry Cheesecake mit, der nicht nur hervorragend schmeckte, sondern auch noch perfekt zu meinem Nagellack passte! Am finalen Abend gab es nach einem Cocktail dann das letzte Menü: Salat mit Austernpilz und Granatapfelkernen, eine Zwiebelsuppe, die einfach bombastisch war; Orangen-Fenchel mit Olivenpüree und Kichererbsentaler, was ebenfalls wirklich köstlich war; ein hervorragendes und auf den Punkt gekochtes Champagnerrisotto mit Zucchini und Marillen, und als Abschluss ein cremiges Nougat-Mousse. Ich war sehr glücklich (und sehr voll). Am Tag darauf ging es für uns von Basel ausheimwärts. Mein Fazit: Wer sich in gepflegtem Ambiente so richtig vollstopfen will, der ist bei einer veganen Flusskreuzfahrt genau richtig. Es gibt praktisch rund um die Uhr Köstlichkeiten und das Schiff ist sehr hübsch anzuschauen. Angenehm ist auch, dass das Essen natürlich immer vegan ist, darum muss man sich also keine Sorgen machen. Wer gerne Städteurlaube macht und nach seinem eigenen Rhythmus reist, der sollte nur mal eine kurze Kreuzfahrt testen, so wie M und ich es getan haben: Für eine längere Flusskreuzfahrt haben wir dann doch eigene Vorstellungen davon, wie unser Urlaub aussehen sollte, und die lassen sich in dieser Gruppenreise zu wenig umsetzen. Außerdem sind die kurzen Aufenthalte in Städten, die man dann vielleicht auch noch in der Reisegruppe verbringt, wenig dazu geeignet, Städte tatsächlich kennenzulernen oder ein Gefühl für die Stadt zu bekommen. Für ein paar Tage war es absolut ok für uns, für eine längere Reise ist uns eine individuelle Planung dann aber zu wichtig. Wer Interesse an einer veganen Flusskreuzfahrt hat, zu Ostern 2015 geht es von Amsterdam los! Auch auf Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg

Es wird besser - mein Fazit nach über fünf veganen Jahren

9. August 2014 Totally Veg! 

Es wird besser - mein Fazit nach über fünf veganen Jahren Im Juli ist Totally Veg! leise, still und heimlich fünf Jahre alt geworden (still und leise deshalb, weil ich von anderen wichtigen Ereignissen abgelenkt war). Wäre mein Blog eine richtige Person, dann wäre bald das letzte Kindergartenjahr angebrochen - hach, sie werden so schnell groß! Statt Sentimentalität wird es aber Zeit für einen Rückblick, ganz unter dem Motto ,,Es wird besser. Das ist immer der Rat, den ich frisch gebackenen Veganerinnen und Veganern gebe, die sich mehr oder weniger verzweifelt an mich wenden: Die Eltern reagieren mit Unverständnis, die Freunde nerven, die Arbeitskollegen tuscheln, und beim Lieblingsitaliener wird man schief angeschaut - bleibt das etwa so, ist das jetzt immer die gleiche, vegan-feindliche Leier?  Erster Vegan Bake Sale in Salzburg! Nein, meine Lieben. Denn eine Sache ist auf eurer Seite: Veränderung. Auch wenn wir sie alle nicht besonders gerne mögen: Alles ist im Wandel, ob wir wollen oder nicht. Und so wird sich auch euer neues veganes Leben schließlich einpendeln, versprochen. Auch wenn ihr es mir jetzt gerade vielleicht nicht glaubt - und genau für euch habe ich diesen Artikel geschrieben, in dem ich einfach aufliste, was sich bei mir in über fünf Jahren Veganismus so getan hat, und das ganz ohne besonderes Zutun meinerseits. Veggie Planet 2013 Der (fast) vegane M | Ich glaube, ich habe euch nie erzählt, wie mein Freund (und baldiger Mann) M auf meinen Umstieg zum Veganismus reagiert hat: Mit einem sehr schiefen Seitenblick und dem Satz ,,Aber ich ess meine Leberkässemmel. Alles klar, dachte ich mir damals, das kann ja heiter werden. Wir ließen uns also gegenseitig in Ruhe, ich in meinem pflanzlichen Glück und er trotzig mit seinem Schinken. Als ich die Bitte über einen fleischfreien Kühlschrank äußerte, war das dann aber für M in Ordnung. Ein paar Jahre später verkündete er dann plötzlich, dass er auch kein Fleisch mehr essen würde, für mich aus heiterem Himmel. Und heute führen wir einen veganen Haushalt, er bemüht sich, vegan zu leben, und auch, wenn es manchmal aus Mangel an Alternativen auswärts ,,nur vegetarisch wird, bin ich so froh, dass ich so einen verständnisvollen und mitfühlenden Mann an meiner Seite habe, der sich wie das sprichwörtliche Schnitzel freut, wenn er vegane Chicken Wings bekommt. Vegetarische Eltern | Für meine Eltern fiel mein Umstieg zum Vegetarismus (vor etwas mehr als sieben Jahren) eher in die Kategorie ,,Die Diät der Woche. Also eher etwas, das man aussitzen kann. Mein Papa meinte damals nur, dass er mir dann, wenn ,,das vorbei wäre, ein Bio-Huhn braten würde. Nun, es ging nicht vorbei, im Gegenteil, Mama und Papa wurden davon auch noch angesteckt. Die beiden haben sich (ohne Drängeln oder Trotzanfälle meinerseits) mit dem Thema der industriellen Tierhaltung beschäftigt, und verzichten seitdem auf Fleisch. Ich bin sehr stolz auf sie, vor allem, weil das in ihrer Generation nicht selbstverständlich ist. Auch daheim wird vegan gekocht, was die Tochter bei Besuchen in der Heimat natürlich besonders freut. Das soziale Umfeld | Bei einigen Freunden kam der Umstieg zum veganen Leben vermutlich nicht besonders gut an. Aber da ich tolle Freunde habe, hat niemand etwas gesagt. Heute wird auf Parties extra für mich eingekauft, nach Rezepten gefragt, bei veganen Festen das Buffet geplündert oder vegane Mayonnaise hergestellt. Einige verzichten selbst ganz auf Fleisch, andere testen gerne mit M und mir vegane Restaurants. Ich bin dankbar, dass unser Freundeskreis da so unkompliziert ist - es wurde akzeptiert, dass dieser Lebensstil einfach zu M und mir dazu gehört. Im Supermarkt | Die vegane Bewegung ist relativ jung, und die, die sie mittragen, sind ebenso jugendlich (auch wenn wir mittlerweile in das Alter kommen, wo Babies auf die Welt kommen und Hochzeiten stattfinden). Fünf Jahre sind da schon relativ lang - und dieser Zeitraum lässt sich nicht nur in Tagen und Monaten messen, sondern auch an dem Unterschied in veganem Angebot. Als ich noch ein Frischling war, war Sojamilch und ein veganer Aufstrich in einem Supermarkt schon ein Hit. Und heute gibt es eine Vielzahl an veganen Produkten im normalen Supermarkt, von verschiedenen Sorten pflanzlicher Milch zu veganem Eis zu Tortellini und Sojabolognese. Der Sprung, der in dieser Zeit gemacht wurde, ist enorm. Und ohne undankbar zu sein, sage ich: Da geht noch was. Das Wort mit V | Vegan klang früher ein bisschen wie etwas vom Planeten Vega: Sind das nicht die, die nur das tote Obst essen? Sind die gefährlich? Heute ist das Wort ,,Vegan fast schon in aller Munde. Erst kürzlich bestellte ich eine Pizza ohne Käse in einem italienischen Restaurant, worauf der Kellner murmelte, wie viele Veganer immer zu ihm kommen würden. Was früher fast ein Schimpfwort war - so schlimm, dass manche Veganer selbst es nicht benutzten, aus Angst, Leute zu vergraulen- , das nur im staubigen Reformhaus leise über den Tresen gehaucht wurde, ist heute zum Slogan einer neuen, frischen veganen Bewegung geworden, die das V-Wort stolz vor sich her trägt. Yes, ve-gan! Und bei mir selbst | Ich war eine furchtbar scheue Veganerin. Anfangs war ich sehr gehemmt, auch nur ansatzweise zu verkünden, dass ich weder Fleisch noch Milch noch Eier esse, aus Angst, dass andere Personen unangenehm reagieren könnten. Das war ziemlich bescheuert, was ich jetzt auch weiß - immerhin sind die allermeisten Reaktionen auf meinen veganen Lebensstil positiv-interessiert, und wenn mal jemand negativ reagiert hat, war die Person an sich eh schon.. naja, auffällig, und ich kann großzügig darauf kontern. Daher an alle Undercover-Veganer da draussen: Ich kann es euch nachfühlen. Aber auch aus mir ist eine stolze, selbstbewusste Veganerin geworden, und wenn ich das kann, dann gelingt euch das auch. Manche Dinge brauchen nur einfach etwas Zeit und ein wenig Erfahrung. Übrigens war ich nie eine große Missionarin, und bin es aus heute nicht - wenn mich jemand nach den Gründen für mein veganes Leben frägt, erzähle ich gerne, sonst halte ich aber auch gerne einfach mal meine Klappe - stattdessen versuche ich, als positives Beispiel (mit den Händen voll mit veganem Kuchen) voranzugehen. Ich selbst habe nicht zum Veganismus gefunden, weil mich jemand mit Argumenten überzeugt hat. Ich kannte die Argumente vorher, und es klang zwar alles sehr vernünftig, aber es musste trotzdem in mir selbst "Klick" machen. Und ich denke nicht, dass ich das bei anderen Leuten durch Schreiduelle oder das Aufzählen wissenschaftlicher Studien zum Thema Milchkonsum erreichen werde. Veganismus ist so selbstverständlich ein Teil von mir geworden, und gelegentlich ertappe ich mich dabei, dass ich mich erinnern muss, dass es der Rest der Welt nicht ist. Doch obwohl viele Aspekte meines veganen Lebens praktisch automatisch ablaufen (wie Einkaufen oder Kochen) rufe ich mir doch gelegentlich ins Gedächtnis, warum mein Weg so verläuft - eine gelegentliche Erinnerung an die unausprechliche Gewalt gegen Tiere, die im Namen der industriellen Tierhaltung verübt wird, ist zwar schmerzhaft, sorgt aber sicher dafür, dass ich nie vergesse, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Auch auf Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg

Kochbananen mit schwarzen Bohnen - und große Neuigkeiten!

20. Juli 2014 Totally Veg! 

Kochbananen mit schwarzen Bohnen - und große Neuigkeiten! Kochbananen, oder auch Plantains genannt, standen schon immer auf meiner Liste der Dinge, die ich gerne mal verkosten würde - gleich hinter einem ganzen Haufen vietnamesischer Gemüsesorten, von denen mir meine Arbeitskollegin gerne vorschwärmt, äthiopischem Essen, und den Jelly Beans aus den Harry Potter Romanen (ok, letzteres ist vielleicht etwas unrealistischer). Kürzlich stachen mir die Kochbananen im Supermarkt ins Auge und wir nahmen sie mit heim. Eine typische Zubereitsungsart für Kochbananen ist, sie im heißen Öl zu frittieren - klar ist das lecker, denn so ziemlich alles, was frittiert ist, finde ich gut. Leider bin ich kein Fan des Vorgangs selbst - ich reagiere einerseits panisch auf Fettspritzer, und da unsere Wohnung sehr klein ist, hat man dann noch tagelang Freude an dem Geruch von kaltem Fett... recht wenig appetitanregend. Darum habe ich sie mit wenig Fett in meiner supertollen beschichteten Pfanne zubereitet, und alles war gut. Kochbananen schmecken interessant - wie eine Mischung aus Kartoffeln und Bananen, sind mehlig-fruchtig, und ich würde sie nicht so gerne pur essen wollen. Mit den schwarzen Bohnen, dem Reis und der Guacamole harmonieren sie aber prächtig. Wer es puristisch mag, lässt den Reis und die Guacamole weg, aber wir hatten viel Hunger. Für dieses Rezept eignen sich grünliche bis gelbe Kochbanane, wenn sie dann schwarz werden, werden sie zu süß.  Anstatt schwarzer Bohnen kann man auch Kidney-Bohnen verwenden, da die schwarzen Bohnen manchmal etwas schwer zu finden sind - ich habe meine aus dem Biomarkt. Kochbananen mit schwarzen Bohnen (für 3 - 4 Portionen) Für die Bohnen: 1 EL Öl 1 kleine Zwiebel 3 Zehen Knoblauch, gepresst 1 grüne Paprika, gewürfelt 2 Dosen schwarze Bohnen 100 ml Flüssigkeit von den Bohnen 1/­­2 TL gemahlener Koriander 1 TL gemahlener Cumin 100 ml Wasser Salz In einem Topf das Öl erhitzen, darin Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten. In der Zwischenzeit Bohnen ableeren (dabei 100 ml Flüssigkeit auffangen), dann zum Zwiebel dazugeben samt Paprika, Wasser und den Gewürzen. Köcheln lassen und dabei gelegentlich umrühren, bis der Paprika weich ist. Einen Teil der Bohnen leicht stampfen, damit die Sauce sämig wird. Mit Salz abschmecken. Für die Kochbananen: 500 Gramm Kochbananen, geschält und in Scheiben (für's Schälen braucht man ein Messer) 2 EL Öl In einer beschichteten Pfanne 1 EL Öl erhitzen und einen Teil der Kochbananen hineinlegen (nicht stapeln!). Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten anbraten, dann umdrehen und erneut einige Minuten braten. Aus der Pfanne nehmen, und dann die restlichen Bananen ebenso zubereiten. Die Kochbananen mit den schwarzen Bohnen, Reis (z.B. Basmati) und etwas Guacamole servieren. Übrigens, es gibt auch einen Grund, warum ich Lust auf Kochbananen bekommen habe: M und ich haben eine große Reise für den Winter gebucht, in eine Region, in der auch Kochbananen zum traditionellen Speiseplan gehören. Nein, das sind nicht die großen Neuigkeiten - die Neuigkeiten betreffen die Natur der Reise: Es sind Flitterwochen. M und ich werden im Herbst heiraten. Nach elf gemeinsamen Jahren haben wir beschlossen, dass es an der Zeit wäre, vor aller Welt einander zu bejahen und danach eine ordentliche Party zu schmeißen. Wir befinden uns schon mitten in den Vorbereitungen, die gefüllt sind mit glücklich-doofem Grinsen, Überforderung angesichts des Wulsts der Entscheidungen, die getroffen werden wollen, vielen "Alles wird gut"-Mantras und mehr glücklich-doofem Grinsen. Es wird eine kleine, feine Feier mit Familie und den liebsten Freunden werden - und die Feier wird natürlich vegan werden. Viele Aspekte der veganen Hochzeitsfeier haben wir schon abgehakt, darunter natürlich der wichtigste: das vegane Brautkleid - alle, die wollen, dürfen jetzt kurz kreischen. Und ja, ich plane, nachdem das Spektakel erfolgreich über die Bühne gegangen ist, darüber zu schreiben, was es bedeutet, wenn man eine vegane Hochzeit ausrichtet. Das mit euch zu teilen, liebe Leserinnen und Leser, darauf freue ich mich jetzt schon. Auch auf Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg

Herzhafter Tortellini-Salat - und mehr Neuigkeiten vom Vegourmet Veganversand

6. Juli 2014 Totally Veg! 

Herzhafter Tortellini-Salat - und mehr Neuigkeiten vom Vegourmet VeganversandWie viele von euch wissen, sind der Vegourmet Veganversand und ich seit längerer Zeit Partner. Ich finde den Vegourmet Veganversand als österreichischen Vegan-Pionier einfach toll - leckere Produkte, nette Leute und immer auch ein Auge auf die Umwelt (wie mit Produkten ohne Palm-, sondern mit Olivenöl!).  Ich durfte wieder testen - ein Päckchen voller veganer Goodies trudelte bei mir ein. Da es für zwei Leute (die auch noch in die aktuelle Bademode passen wollen) einfach zu viel war, ließ ich auch meine Eltern an der veganenVöllerei teilhaben. Aber der Reihe nach... Pasta Bolognese mit Jeezano Das erste Produkt, das mir sofort ins Äuglein stach, war der vegane Parmesan Jeezano. Beim Auspacken alleine hüpfte ich schon etwas auf und ab, und so musste sofort Pasta Bolognese auf den Speiseplan, die ich großzügig mit Jeezano bestreute. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich war im siebten Himmel. Veganer Parmesan, der wie Parmesan schmeckt und wie Parmesan riecht (und damit Fluchtverhalten bei M auslöste, der Parmesan verabscheut), der hat mir noch zu meinem Glück gefehlt. Und ja, ich habe es mit geriebenen Mandeln, Cashews, Pinienkernen mit Hefeflocken versucht... aber der Jeezano ist einfach besser. Jetzt muss ich nur noch etwas Willensstärke beweisen und meine Hand davon abhalten, das halbe Glas Jeezano auf meinen Nudeln zu verteilen, dann ist alles gut. Spaghetti Marinara mit Fish Nuggets Gemeinsam mit meinen Eltern verkosteten wir dann das vegane Cordon Bleu, die Filets "Wiener Deluxe" (Mandelschnitzerl) und die Fish Nuggets. Bei meinen Eltern schwingt mein Vater den Kochlöffel, und der hat sich wirklich redlich bemüht: Schnitzerl mit Reis und Kartoffelsalat, Spaghetti Marinara mit Fish Nuggets. Das Essen war ein Gedicht, und alle waren begeistert von den Produkten. Mein Liebling war das Cordon Bleu, M mochte besonders das Mandelschnitzerl besonders gerne (das trotz eines etwas zu langen Aufenthalts in der Pfanne wirklich gut war)! Schnitzel-Platte und Pasta mit Nuggets  Schnitzerl und Cordon Bleu mit Kartoffelsalat und Reis  Und die ganze Pracht: Schnitzel, Nugget, Kartoffelsalat, Reis und Pasta mit veganem Käse... danach war ich wirklich voll. Tortellini waren auch in dem Paket - und die verpackte ich in einen leckeren Nudelsalat mit meiner neuen Lieblingszutat Mandelmus. Das Ergebnis war wirklich toll - die herzhaften Tortellini mit leckerer Füllung mit dem cremigen Dressing und knackigem Gemüse... ein Traum! Die Tortellini gibt es übrigens in vielen köstlichen Sorten, wie Röstzwiebel & Käse, Hackfleisch oder Spinat & Käse. Und nur für euch habe ich das Rezept für diesen Nudelsalat natürlich aufgeschrieben! Herzhafter Tortellini-Salat (für vier Portionen) 250 Gramm vegane Tortellini von Vegourmet (z.B. Alpi) 1 mittelgroße Zucchini, gewürfelt 3 Zehen Knoblauch, gepresst 1 EL Olivenöl 200 - 250 Gramm Cherry-Tomaten, geviertelt 100 ml Wasser 3 1/­­2 EL Mandelmus 1/­­2 EL Senf 3 EL Hefeflocken 2 - 3 Handvoll Rucola, klein gezupft Salz Pfeffer Tortellini in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Abschrecken und beiseite stellen. In einer Pfanne Zucchini, Knoblauch und 150 Gramm der Cherry-Tomaten im Olivenöl anbraten, bis die Zucchini bissfest ist und die Tomaten etwas zusammengefallen sind. Wasser hinzugeben und Mandelmuss und Senf einrühren, bis eine Sauce entstanden ist (etwas Wasser hinzugeben, wenn die Sauce zu dick wird). Hefeflocken unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Über die Tortellini geben, restliche Tomaten lauwarm auf etwas Rucola servieren. Auch auf Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg

Sommerlicher Nudelsalat mit Mandelmus-Dressing

1. Juni 2014 Totally Veg! 

Sommerlicher Nudelsalat mit Mandelmus-DressingManche von uns schaffen es einfach nicht, bei Trends vorne mit dabei zu sein. Ich zum Beispiel. Ich springe immer erst auf den Zug auf, wenn der schon fast wieder am Endbahnhof eingefahren ist. Dieses Muster zieht sich durch mein Leben: Über Leggings habe ich lange genug die Nase gerümpft, erst seit einiger Zeit trage ich sie selber, wo sie ja schon fast wieder ein No-No sind. Doctor Who schaue ich erst seit Dezember, und die Serie gibt es seit den 1960ern. Auch auf Instagram bin ich erst seit kurzer Zeit aktiv (folgt mir doch!). Kurz: Ich bin nicht gerade eine Trendsetterin.  So ergeht es mir auch beim Mandelmus - während andere seit Jahren darauf schwören, habe ich erst vor zwei Wochen mein erstes Glas gekauft. Ich kann nur sagen: Warum habe ich so lange gewartet? Mandelmus schmeckt einfach genial - sahnig, mit einem Hauch von Nuss. Jetzt verfeinert es Saucen und Dips, wie zum Beispiel diesen sommerlichen Nudelsalat, den ich für ein schnelles Abendessen gezaubert habe. Ich musste M dann gewaltsam von der Schüssel entfernen, um noch etwas für den Lunch im Büro am nächsten Tag zu haben, so gut war der Salat. Ihr könnt natürlich auch andere Gemüse dafür verwenden, ich finde aber den Broccoli mit dem Mandelmus besonders gut. Sommerlicher Nudelsalat mit Mandelmus (für etwa drei Portionen) 150 Gramm Nudeln 1 kleiner Broccoli 2 Zehen Knoblauch, gepresst 150 ml Wasser 6 TL Mandelmus, weiß 1/­2 TL Senf 1 Paprika, fein gewürfelt 2 EL Nudelwasser 1 EL Hefeflocken 2 gehäufte EL geschnittener Schnittlauch 3 gehäufte EL Erbsen, frisch oder tiefgefroren Salz frisch gemahlener Pfeffer Vom Broccoli die Röschen klein schneiden und mit Knoblauch und Wasser in einer Pfanne bissfest dünsten. Wenn der Broccoli bissfest ist, die Pfanne vom Herd nehmen und mit Mandelmus, Senf, und Hefeflocken verrühren. Die Nudeln währenddessen in reichlich Salzwasser al dente kochen, abgießen und dabei etwas vom Nudelwasser auffangen. Die Nudeln abschrecken, in eine große Schüssel geben, Broccoli mit der Sauce, Paprika, Schnittlauch und Erbsen hinzugeben und verrühren. Sollte die Sauce zu wenig flüssig sein, einfach noch etwas vom Nudelwasser hineinrühren. Etwa eine halbe Stunde ziehen lassen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren. Auch auf Facebook: www.facebook.com/­totallyveg

Hilfe, ich bin eingeladen! Vegan als Gast

18. Mai 2014 Totally Veg! 

Hilfe, ich bin eingeladen! Vegan als GastWährend Veganer und Veganerinnen in ihren eigenen vier Wänden vergnügt an ihrem Löwenzahn knabbern (das ist natürlich ein Scherz - veganes Essen ist mehr als Löwenzahn), treibt es selbst versierten Pflanzenessern die Schweißperlen auf die Stirn, wenn ihnen eine Einladung zum Essen ins Haus flattert. Immerhin möchte man ja keine Umstände machen, nicht ständig mit den Sonderwünschen im Mittelpunkt stehen, die Gastgeber nicht vor den Kopf stoßen, aber verhungern ist auch keine besonders gute Option... werden eure Handflächen schon ein wenig schwitzig? Aber wisst ihr was? Auch bei Einladungen zum Essen kann man vegan bleiben, und das ganz ohne Panikattacken. Proaktiv ist nicht nur eine Hautpflege-Serie, deren ewig lange Werbungen ich mir früher so gerne angesehen habe, es ist auch eine gute Strategie für vegane Gäste. Anstatt zur Party oder zum Dinner zu erscheinen und nur darauf zu hoffen, dass sich jemand an den veganen Gast erinnert, ist es viel besser, selbst etwas zu einem schönen Abend beizutragen. Je nach Anlass kann das unterschiedlich aussehen, darum hier meine Tipps. Veganes Picknick bei einem Wochenende mit Freunden Parties bei Freunden und Bekannten Wenn ich bei jemanden eingeladen bin, wo ich mir nicht ganz sicher bin, ob man mit mir als Veganerin rechnet, spreche ich vorher mit der Gastgeberin oder dem Gastgeber: Ich bedanke mich überschwänglich für die Einladung (flötflöt), erkläre, dass ich vegan lebe, und dass das aber überhaupt kein Problem ist, weil ich gerne etwas zur Party beitragen und etwas Veganes mitnehmen würde. Wenn die Gastgeber das Angebot freudig annehmen, dann nehme ich aber wirklich die absoluten Knaller mit, also die Gerichte, die alle aus den Socken hauen - und natürlich mache ich so viel, dass jeder etwas davon probieren kann (und glaubt mir, euer Essen wird das erste sein, das aufgegessen wird!). Was auch sehr nett sein kann, ist anzubieten, etwas früher zu kommen und den Gastgeber beim Zubereiten der veganen Speisen zu helfen, besonders, wenn sie an eurer Lebensweise interessiert sind - so könnt ihr vielleicht auch ein paar vegane  Rezepte weitergeben!  Manchmal braucht man hier aber ein bisschen Fingerspitzengefühl, da es durchaus Gastgeber und Gastgeberinnen gibt, die es nicht so gerne haben, wenn ihre Gäste ihr eigenes Essen mitnehmen wollen (und ehrlich gesagt, ich gehöre dazu). Das sind aber auch meistens die Gastgeber, die gerne bereit sind, etwas Veganes für die Gäste zu kochen. Ein Wort der Warnung: Wenn eure Gastgeber gerne für euch etwas kochen möchten, empfiehlt es sich, mit etwas Fingerspitzengefühl nachzufragen, ob sie verstehen, was "vegan" bedeutet, wenn ihr euch da nicht ganz sicher seid (immerhin wollt ihr dann nicht auf eine Käseplatte starren) oder ein paar Vorschläge zu machen, welche Gerichte leicht zu veganisieren sind.  Prinzipiell freuen sich aber viele Gastgeberinnen und Gastgeber über ein veganes Mitbringsel, selbst wenn sie für euch kochen: Immerhin ist eine eigene vegane Hauptspeise und ein eigenes veganes Dessert oft etwas viel verlangt. Darum kommt ein veganer Kuchen oder ein veganer Nachtisch (nach Absprache) immer gut an - auch hier gilt: Nehmt eure Bestseller mit, das ist kein Zeitpunkt für Experimente.  Schnelles veganes Frühstück: Bagel, O-Saft und Vanille-Sojamilch Vegan bei Weihnachtsfeiern und beruflichen Anlässen Berufliche Feierlichkeiten können an sich anstrengend genug sein, immerhin muss man nach drei Gläsern Wein so tun, als wäre man nüchtern, unglaublich an den ewig langen Reden interessiert und noch in der Lage, die Chefin durch kluge Aussagen zu beeindrucken. Gerade in diesem Umfeld möchte man ungern durch "Sonderwünsche" auffallen.  Wenn bei euch Geschäftsessen anstehen, ist es empfehlenswert, ein Restaurant zu wählen, bei dem ihr sicher seid, etwas Veganes zu finden - hier bieten sich italienische, chinesische, japanische oder indische Restaurants an. Falls ihr keinen Einfluss auf die Wahl des Restaurants habt, ist ein Anruf oder ein E-Mail an das Restaurant vorab oft eine gute Entscheidung, damit sie sich auf euch einstellen können. Es funktioniert aber auch, wenn ihr den Kellner im Restaurant einfach bittet, euch etwas Veganes zu servieren (mehr zu Vegan im Restaurant hier). Bei Feiern im beruflichen Umfeld (Kongressen, Weihnachtsfeiern, Firmenfeiern, etc.), die meistens in Restaurants oder durch Catering-Services mit fixen Menüs stattfinden, finde ich bereits vorher heraus, an wen ich mich mit meinen veganen Wünschen wenden kann - wartet nicht bis zum Anlass selbst! Ich gebe bei der Sekretärin oder dem Organisator an, dass ich gerne ein veganes Menü hätte und sage auch dazu, was das bedeutet (also kein Fleisch, keine Eier, keine Milchprodukte) und bitte die zuständige Person entweder, meine Wünsche weierzugeben, oder ich frage selbst direkt beim Veranstalter oder im Restaurant nach. Meistens gibt es dann vom Restaurant eine Rückmeldung mit einem Vorschlag, der oft wenig aufregend ist, aber mich zumindest über den Abend bringt. Oft mache ich auch ganz gezielt Vorschläge für veganes Essen, die jedes Restaurant leicht umsetzen kann, wie grüner Salat mit Gemüse und Vinaigrette, klare Gemüsesuppen, Nudeln ohne Ei mit Tomatensauce, gegrilltes Gemüse mit Kartoffeln ohne Butter, Sorbet oder Früchteteller als Nachspeise. Am Abend der Feierlichkeit sage ich dann dem Service-Personal, dass ich "die Veganerin" bin, und warte auf mein veganes Essen. Bisher hat das auf vielen, vielen Veranstaltungen immer gut geklappt: Man muss nur etwas vorausplanen, sagen, was man möchte und nicht vergessen - lächeln, lächeln, lächeln. Denn freundliche Menschen haben es einfach leichter (und ein fettes Trinkgeld drückt Dankbarkeit auch sehr gut aus). Vegane Lasagne zu Weihnachten von der zukünftigen Schwiegermama Familienfeiern Die liebe Familie. Als wären die Feiertage nicht anstregend genug, werden sie durch veganes Essen oft auch noch in eine emotionale Achterbahn verwandelt. Kurz: So schön sie sind, Familienfeiern können auch an den Nerven rütteln (das liegt aber nicht unbedingt an eurer veganen Lebensweise). Die Strategie für veganes Essen ohne große Dramen ist auch hier: Macht im Vorhinein klar, dass ihr vegan lebt, wartet nicht damit, bis der Schweinebraten vor euch dampft, und bietet die größtmögliche Unterstützung an, damit die (meistens ebenso gestressten) Gastgeber nicht noch mehr Aufwand haben, als man zu Weihnachten oder Ostern sowieso schon hat. Meine Tipps für Essen bei Freunden und Bekannten können auch hier angewandt werden, oft mit noch etwas mehr Fingerspitzengefühl - aber vielleicht möchte eure Tante wirklich mehr über euren Lebensstil erfahren und freut sich ja, wenn ihr gemeinsam mit ihr etwas Veganes kocht? Immerhin geht es bei Familienfeiern genau darum: Zeit miteinander zu verbringen und andere an seinem Leben teilhaben zu lassen.  Ein veganes Dessert kommt meistens gut an und ich bringe auch zu Familienfeiern gerne etwas Süßes mit, das nie lange herumsteht. Auch bei Familienfeiern sollte man sich nicht darauf verlassen, dass Onkel Hans noch weiß, dass ihr vegan lebt, und auch hier gilt: Freundlichkeit und Lächeln bringen einen weit. Und ein Tipp noch: Mit der Zeit ist wirklich kaum jemand darüber schockiert, dass ihr vegan lebt, denn auch eure Familie gewöhnt sich daran - versprochen!  Veganes Abendessen bei (nicht veganen) Freunden Veganes beim Grillen in den USA: Mitgebrachte Veggie-Burger, den Rest gab es schon am Buffet Wie geht ihr mit Einladungen um? Habt ihr tolle Tipps? Auch auf Facebook: www.facebook.com/­totallyveg

Vegane Highlights

27. April 2014 Totally Veg! 

Vegane HighlightsEs ist etwas ruhig geworden am Blog... aber das hat einen guten Grund, den ihr bald erfahren werdet. Trotzdem gibt es viele Dinge, die ich gerne mit euch teilen möchte... los geht's! | "Rohvegan" von Claudia Renner Claudi mit ihrem Blog ist sicher vielen unter euch ein Begriff. Nun hat sie ihr erstes Buch, Rohvegan, herausgebracht, das voll mit Tipps und Rezepten zur rohveganen Ernährung ist. Eine Beichte: Ich hab's ja nicht so mit der rohen Kost. Sicher, große Salate oder ab und an ein Smoothie sind toll, aber mehr rohe Kost und aufwändige rohe Zubereitsarten lassen mich sofort nach gekochten Kartoffeln und Reis lechzen. So, nach diesem Disclaimer kommt jetzt das "aber": Claudi's Buch ist wirklich ansprechend gestaltet, die Rezepte sind auch für rohe Anfänger so wie mich sehr einfach (mit wenigen Zutaten), und es sind eine ganze Menge Gerichte drinnen, die ich gerne in meinen Speiseplan aufnehme, wie den Obstsalat mit Datteldressing, die Avocadocreme (mit getrockneten Tomaten!) und natürlich leckeres Eis aus gefrorenen Früchten... yum! Kurzum: Das Buch strotzt nur so vor einladenden Rezepten, die leicht zuzubereiten sind und einen neuen, gesunden Schwung in die Küche bringen. Außerdem schreibt Claudi sehr persönlich, sehr sympathisch und ganz ohne erhobenen Zeigefinger über ihre Erfahrungen mit der rohveganen Ernährung. Ein Buch für alle, die sich für die rohvegane Küche interessieren oder einfach mehr rohes Obst und Gemüse abseits von Salaten in ihr Leben integrieren wollen.  Rohvegan von Claudia Renner Erschienen bei Compassion Media ISB 978-3-9814621-6-6 | Vegane Schokolade  Da M mir heuer eine "Romantikoffensive" versprochen hat (allein die Wortwahl lässt allerdings auf den Grad der Romantik zurückschließen, der in unserem Haushalt vorherrscht), verwöhnte er mich vor kurzem mit veganer Schokolade von Zotter. Der österreichische Schokoladenhersteller, der für seine schrägen Geschmackskombinationen bekannt ist, hat auch die Welt der veganen Schokolade entdeckt. Online wird ein besonderes Goodie geboten: Schokolade als eigene Kreationen. Dort kann man sich mit zwei verschiedenen veganen Schokoladen und einem Haufen Toppings und Füllungen so richtig austoben. M bestellte weiße Schokolade mit Rum-Kokos-Füllung mit karamelisierten Kokosflocken, getrockneter Mango und Kakaonibs, sowie eine schwarz-weiße Schokolade mit ebenfalls Rum-Kokos-Füllung. Das Highlight war natürlich die Schokolade in Kuh-Form. Kurz: Ich war im siebten Schokohimmel und M zu recht sehr stolz auf sich. | Vegane Goodies Das ist ein Food-Blog, da dürfen ein paar Essensfotos nicht fehlen - hier ein etwas wildes Sammelsurium an Gerichten, die mir in letzter Zeit Freude bereitet haben. Ich wollte M eine richtig deftige Brettljause zubereiten (Stichwort "Romantikoffensive"). Also reservierten wir einen Samstagabend dafür, und es gab meinen weltbesten Nudelsalat, Erdäpfelkas, selbstgemachte Kräuterbutter, selbstgebackenes Brot, vegane Wurst und veganen Käse, Antipasti, dazu ein kühles Bier. M war ein glücklicher großer Junge. Bei einem kurzen Ausflug nach Wien besuchte ich zum ersten Mal das Xu's Cooking, ein vegetarisch-veganes asiatisches Buffet. Die Avocado-Maki waren der absolute Knaller, und ich habe mehr davon gegessen, als klug ist. Der Rest vom Buffet war auch sehr gut, allerdings doch recht deftig und teilweise sehr ölig... obwohl es sehr lecker war, war es für eine Mittagspause an einem Arbeitstag doch fast etwas zu viel des Guten. Aber selber schuld, wenn man so gierig ist wie ich. Auch auf Facebook: www.facebook.com/­totallyveg

Veganer Kurzausflug

31. März 2014 Totally Veg! 

Veganer KurzausflugKennt ihr das Gefühl, wenn einem daheim die Decke auf den Kopf fällt und schon ein bisschen Schnuppern in anderen Gefilden alles wieder in einem anderen Licht darstellt? So ging es M und mir kürzlich, und um den Lagerkoller zu überwinden, packten wir unsere sieben Sachen und verbrachten einen Mini-Mini-Kurzausflug in München, ganz zu zweit. Die gemeinsame Zeit, das schöne Wetter und das tolle Essen - einfach wunderbar! Bevor ich hier abrutsche in einen schnulzigen Ratgeber für romantische Kurzausflüge - ich habe euch ein paar Fotos mitgenommen. Begonnen hat der Ausflug mit einem Zwischenstopp im Sababa am Viktualienmarkt, die unglaublich gute Falafel verkaufen. Das eingelegte Rotkraut dazu... eine einzige Geschmacksexplosion! Weiter ging es zum Abendessen ins Hans im Glück, die einen sehr guten veganen Burger anbieten. Kleiner Tipp: Fragt nach der veganen Sauce, die auch im Burger ist - die gibt es auch zu den Pommes. Und dann natürlich die Pommes mit dieser tollen veganen tomatigen Mayonnaise ertränken! Ein Highlight unseres Kurzurlaubs war sicher Besuch im Hotel Louis am Viktualienmarkt. Das Hotel bietet ein einmaliges veganes Frühstücksbuffet an, mit so interessanten Leckereien wie Curry-Linsen, Sesam-Spinat, Milchreis, Couscous-Schnitten, Grießschnitten mit Pflaumenkompott, Miso-Suppe (besonders wohltuend nach dem bayerischen Bier zuviel am Vortag!), unglaublich guter Nougatcreme und die beste Avocadocreme weit und breit, in die ich mich hineinlegen und wälzen möchte. Im Preis inkludiert sind auch Getränke und Kaffeespezialitäten mit Sojamilch.  Ebenfalls erinnerungswürdig war unser Besuch in der Münchner Filiale des Veganz, einem komplett veganen Supermarkt. Dort bin ich leider etwas in den Kaufrausch verfallen, wie ich unten dokumentiert habe... und habe meine Bikinifigur für den Sommer damit wohl adieu geküsst.  Aber Marshmallows mit gerösteter Kokosnuss und Erdnussbuttercups - allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht, das wusste schon Oscar Wilde, und er meinte damit sicher das bunte Angebot im veganen Wunderland Veganz.  Im angeschlossenem Bistro des Veganz, dem Max Pettchen, kann man sich nach einer Shoppingtour stärken - in unserem Fall mit einem veganen Flammkuchen. Ihr seht, es war ein rundum gelunger Ausflug - das Essen war ausgezeichnet, die Gesellschaft einmalig, die Natur in voller Blüte, und auch der Doctor hat seine TARDIS so eingeparkt, dass wir noch ein Foto machen konnten.  Macht ihr manchmal Kurzausflüge - auch wenn es vielleicht nur für ein paar Stunden ist? Auch auf Facebook: www.facebook.com/­totallyveg

Neues in Salzburg - The Green Garden und mehr!

3. März 2014 Totally Veg! 

Neues in Salzburg - The Green Garden und mehr!Während andere Städte schon gar nicht mehr wissen wohin mit der veganen Pracht, gehen in Salzburg die Dinge etwas... schleppender voran. Vermutlich ist Salzburg zu klein, zu traditionell, zu konservativ. Aber: Die Veggie-Revolution ist unaufhaltsam, und so sind endlich auch erste Auswüchse in Salzburg angekommen. Darum heute meine veganen Entdeckungen der letzten Zeit nur für euch, druckfrisch. Allen voran das The Green Garden, ein tolles vegetarisches Restaurant mit großem veganen Angebot, das seit November 2013 Salzburg lehrt, dass auch die fleischlose Küche köstlich ist. In zauberhafter Vintage-Chichi-Atmosphäre mit weißen Sesseln, hübschen Laternen und verkehrten Kräutertöpfen wird hausgemachtes, originelles Essen von super-sympathischen Leuten serviert. Die Karte wechselt je nach Saison, aber momentan empfehle ich die Süßkartoffel-Pommes mit Dip in stilechter Pommes-Tüte, den saftigen, würzigen veganen Burger mit selbstgemachten Pesto und Chips und vor allem: Den Berliner, ein süßer Frenchtoast-Traum mit knuspriger Kruste und Cashewmus-Füllung. Alleine wegen des Desserts lohnt sich ein Ausflug, glaubt mir! Perfekt für Date-Nights mit eurem liebsten Menschen, lustige Mädelsabende oder andere tolle Anlässe. Zu Mittag gibt es außerdem ein Menü bestehend aus Suppe oder Vorspeise und einem Hauptgericht, das meistens vegan ist. Eines meiner liebsten Restaurants - nicht nur in Salzburg! | The Green Garden Nonntaler Hauptstraße 16 5020 Salzburg thegreengarden.at Recht neu auf dem Salzburger Schrannenmarkt ist ein Stand der Veganen Metzgerei. Dort werden Würstel, Fleischlaberl, würzige Fleischsalate mit Mayonnaise, Rahmgeschnetzeltes, gefüllte Schnitzel und andere Delikatessen angeboten - alles selbstgemacht, alles vegan. Besonders derTeufelssalat hat es mir und M angetan, die würzigen Fleischlaberl eignen sich besonders für einen fetten veganen Burger, und auch der Obazde ist wirlich nicht von schlechten Eltern. Alles noch dazu zu günstigen Preisen und ohne Konservierungsstoffe, Stabilisatoren oder ähnlich Unerfreulichem, dafür mit viel Liebe und Geschmack. Vorbeischauen lohnt sich! | Vegane Metzgerei Auf der Schranne in Salzburg am Donnerstag Am Wochenmarkt Mittwoch und Samstag in Freilassing facebook.com/­veganemetzgerei Ich möchte hier wirklich nicht für eine große Supermarkt-Kette Werbung machen, aber eine Erwähnung ist es mir doch wert: Ein Ausflug über die Grenze nach Freilassing zu Globus zahlt sich aus. Hier gibt es nicht nur Sojamilch, vegane Butter von Alsan und die Alnatura-Produkte günstiger als in Salzburg, Globus trumpft in letzter Zeit gewaltig auf und lockt unter anderem mit fünf verschiedenen Sorten veganem Käse, veganer Sahne von Leha und Soyatoo, verschiedenen Sorten Tofu und pflanzliche Würstel, und einige Produkte von Vantastic Foods wie Schakalode, Soja-Granulat oder den Veggie-Thunfisch. Ich stand jedenfalls relativ sprachlos vor dem Regal, da mein Provinzherz so eine Auswahl nun wirklich nicht gewohnt ist. Meine vegane Ausbeute von Globus. Ja, ich esse manchmal auch Gemüse und Obst und nein, man soll nicht hungrig einkaufen gehen. Übrigens, wer immer top informiert bleiben möchte, der sollte bei Salzburg Isst Vegan bei Facebook vorbeischauen. Hier erfährt man Tipps um die vegane Mozartstadt wirklich als allererstes! Und, was tut sich in eurer Stadt so an veganen Neuheiten? Merkt ihr auch, dass wir Veggies langsam die Macht an uns reißen? Auch auf Facebook: www.facebook.com/­totallyveg

Vegan: Dünn, schön und nie mehr krank?

8. Februar 2014 Totally Veg! 

Vegan: Dünn, schön und nie mehr krank?Gestern an der Kasse des Biomarkts meines Vertrauens hatte ich zwei Neu-Veganer hinter mir. Woher ich das weiß? Die Hinweise in ihrem Einkaufswagen waren eindeutig: Grünkohl, Grünkohl, Grünkohl, gepuffter Amaranth, Mandelmus, Hirse. Dazu das Buch des veganen Triathleten Brendan Brazier fest umklammert und mit eifrigen Lesezeichen markiert. Ich drehte mich um, zahlte meinen Räuchertofu und veganen Frischkäse und freute mich über die experimentierfreudigen Menschen hinter mir. Gleichzeitig schickte ich ein kurzes Stoßgebet zum Himmel, dass Veganismus alle seine Heilsversprechen für sie halten möge. Sicher seid ihr schon über die Verkündungen gestolpert: "Werde vegan, und deine Haut wird strahlen!" "Go vegan, und die Kilos purzeln ganz von selbst!" "Steig um auf vegan, und du wirst nie mehr krank sein." Es sind keine Versprechen der letzten Zeit, in denen gerade Bücher über einen supergesunden veganen Lebensstil boomen. Es gibt diese Versprechen schon lange, schon als ich vegan wurde, nur wurden sie nun überlebensgroß aufgeblasen. Während es unbestritten ist, dass eine ausgewogene vegane Ernährung das Risiko vieler Krankheiten verringert (wie Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Darmkrebs), so bekomme ich doch Bauchweh bei all den Versprechungen, die wir Neu-Veganern machen. Weil wir sie oft nicht halten können. Und weil gebrochene Versprechen schlußendlich auf Veganismus selbst zurückfallen.  Die Ansprüche an eine vegane Ernährung sind so unglaublich hoch geworden, dass man glauben könnte, wir hätten den Heiligen Gral aus grünen Smoothies und Quinoa gebaut. Porzellanteint. Idealgewicht. Keine Falten. Top-Form. Nie mehr Schnupfen. Keine Allergien. Ewige Fruchtbarkeit. Fast zu schön, um wahr zu sein. Doch was passiert, wenn all diese Dinge nicht eintreten? Wenn ich trotz Grünkohl und Süßkartoffeln und Hirse und frisch gepressten Säften immer noch unreine Haut, ein paar Kilo zuviel, und eine gelegentliche Grippe habe? Dann ist Veganismus schuld, weil er nicht halten kann, was er verspricht, und die enttäuschten Neulinge ziehen ab und stürzen sich in das nächste ernährungswissenschaftliche Abenteuer. Oder: Die Anschuldigungen beginnen, dass man nicht "richtig" vegan ist. Immerhin würden mehr Smoothies, mehr Matcha, mehr Chia-Samen, weniger Weißmehl, mehr Kokosblütenzucker zum gewünschten Resultat führen, und eigentlich weißt du gar nicht, wie das richtig geht und überhaupt solltest du dich schämen, dich so ungesund zu ernähren. Und diese Anschuldigungen müssen nicht mal von anderen Menschen kommen, oft reicht die nörgelnde Stimme im eigenen Kopf, die einem die Schamesröte ins Gesicht treibt, weil man kein "erfolgreicher" Veganer ist. Doch was, wenn nicht wir das Problem, sondern die Ansprüche einfach zu hoch sind? Ist das wirklich eine erfolgreiche Werbung für den veganen Lebensstil, wenn wir Versprechungen machen, die nur für eine Handvoll Menschen eintreten und alle anderen frustriert zurücklassen? Ich lebe seit fünf Jahren vegan. Das scheint nicht lange zu sein, in der recht jungen veganen Community fühle ich mich aber gerne wie ein Dinosaurier (Brontosaurus, nicht T-Rex). Ich darf von mir selbst behaupten, dass ich Wert auf eine gesunde Ernährung lege. Getreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte sind die Basis, ich koche jeden Tag frisch mit überwiegend saisonalen und vollwertigen Produkten. Gelegentlich nasche ich auch etwas, backe einen Kuchen mit Weißmehl und Zucker und trinke am Wochenende ein Glas Wein oder Bier, was natürlich keinen ernährungswissenschaftlichen Mehrwert hat, sondern allein meinem seelischen Frieden dient. Alles in allem eine gesunde vegane Ernährung. Und jetzt kommt's: Ich habe keinen Porzellanteint. Ich habe ölige Haut, gelegentlich auch Pickel. Muss ich vielleicht mehr Amaranth essen? Ich habe ein Hormonungleichgewicht, was mit Veganismus rein gar nichts zu tun hat, meine Haut aber trotzdem nicht zum veganen Topmodel macht. Und glaubt mir, ich habe alles versucht. Auch Amaranth. Es geht weiter, und das nächste Geständnis ist so schockierend, dass ihr euch gerne an eurer Couch festhalten dürft: Ich habe zugenommen, seit ich vegan lebe. Wie viel, das weiß ich nicht genau, aber so viel, dass mir die Skinny Jeans aus früheren Tagen nicht mehr passen. Ich habe kein Problem damit, ich bin meiner Meinung nach vom Übergewicht immer noch entfernt, fühle mich sehr wohl und habe mittlerweile auch neue Jeans gekauft. Ich habe zugenommen, weil einerseits das eben erwähnte Hormonungleichgewicht sein hässliches Gesicht gezeigt hat, und andererseits, weil ich eben auch gerne ein Stück Kuchen esse. Ich könnte abnehmen, sicher. Aber vegane Schwarzwälderkirschtorte komplett gegen Mangold  zu tauschen, das ist für mich in Punkto Lebensqualität ein schlechter Deal. Die Beichte geht weiter: Ich bin auch gelegentlich krank. Ich bin seltener krank als Freunde und Kollegen, und das liegt sicher an meiner gesunden Ernährung. Aber der ganze frisch gepresste Saft dieser Welt konnte mich nicht vor Viren schützen, und so lag ich letzten Sommer flach mit einer fiesen Magen-Darm-Infektion, die mich in einer beruflichen Besprechung fast ohnmächtig werden ließ und mich für zwei Tage vom Klo zum Bett kriechen ließ. Shit happens. Und auch als Veganerin darf man krank sein. Für mich sind die Versprechungen der veganen Ernährung also nicht eingetreten. Sicher fühle ich mich fitter als vorher, aber ich ich bin auch nicht zur veganen Kampfmaschine mit Alabasterhaut und Wespentaille geworden. Und das ist in Ordnung für mich, weil ich damals keine überhöhte Erwartungen hatte. Oft sind die Gründe, warum man nicht "optimal funktioniert" vielfältig, und haben nicht immer etwas mit Essen zu tun. Und darum sollte sich auch niemand schämen müssen, weil man trotz einer veganen Ernährung dick ist, oder mal krank wird, oder brüchiges Haar hat und so dem veganen Ideal nicht entspricht. Wir sind keine veganen Verfehlungen, sondern Menschen, die komplexer sind, als dass wir durch einen Spinat-Schaltknüppel gesteuert werden könnten. Gleichzeitig sollten wir unsere Versprechen vielleicht etwas zurückschrauben, wenn wir versuchen, anderen Menschen Veganismus schmackhaft zu machen. Realismus hat noch nie jemandem geschadet. Natürlich gibt es gesundheitliche Vorteile, natürlich kann man einen Unterschied merken, aber Veganismus ist kein Allheilmittel. Und Frustration und Scham sind sicher keine gute Werbung für einen veganen Lebensstil. Auch auf Facebook: www.facebook.com/­totallyveg

Vegan in Disneyland Paris - mal wieder!

8. Januar 2014 Totally Veg! 

Vegan in Disneyland Paris - mal wieder!Meine Liebe zu Disneyland ist sicher etwas seltsam. Eine erwachsene Frau, die auf Mickey Mouse steht und sich stundenlang in einer Schlange anstellt, um in ein Gefährt zu steigen, das für 10-jährige gemacht worden ist. Man muss es nicht verstehen. Die Liebe zu den Disneyparks, die kann man nämlich nur nachfühlen: Sich in andere Welten entführen lassen, das innere Kind herauslassen, und endlich wieder daran glauben, dass es singende Fische, finstere Drachen und verfluchte Häuser mit fröhlichen Geistern doch gibt.  Ich habe meine Ausflüge nach Disneyland Paris bereits hier und hier dokumentiert, und auch heuer nutzten M und ich eine kleine Verschnaufpause in unseren Jobs, um in das Königreich der Maus zu reisen. Der einzige Wehrmutstropfen ist leider das vegane Essen dort (obwohl ich denke, dass das Essen generell furchtbar ist) - richtig viel Auswahl hat man nicht. Das liegt einerseits an der typischen Rummelplatz-Kost, andererseits aber sicher auch etwas daran, dass der Park in Frankreich gebaut wurde, das ja leider nicht für seine vegane Freundlichkeit bekannt ist, denn immerhin bieten Walt Disney World in Florida und Disneyland Kalifornien auch wesentlich interessanteres Essen für Veganer und Vegetarier. Aber sei es wie es sei, Jammern hilft ja doch nicht (obwohl Disney sicher eine lange E-Mail von mir bekommen wird) - hier sind meine veganen Erfahrungen in Disneyland Paris.   Sehr unvegan, Rex! Was ich immer empfehlen kann, ist ein Trip in den nahen Supermarkt Auchan, der nur eine RER-Station von Disneyland entfernt liegt und praktischweise unweit unseres Hotels. Dort deckten M und ich uns mit Baguette und veganen Goodies wie Veggie-Burgern, Soja-Joghurt und Soja-Pudding ein (alles von der Firma Sojasun), außerdem gibt es auch eine Sushi-Abteilung mit sehr guter veganer Auswahl. Der Supermarkt ist zwar riesig, leider bietet er aber nicht so viel vegane Auswahl, wie ich es hierzulande gewohnt bin. Außerdem ist der Gestank der Fischabteilung überwältigend. Aber was tut man nicht alles für einen vollen, glücklichen Bauch?  Veganes Sushi. Im Lift, auf den Weg in den Park. Um 8 Uhr morgens. Ja, ich liebe Sushi! Snackpause: Kaffee made by Mickey Mouse, und ein Soja-Flan Pudding und Kaffee: Happy C! Im Disney Village, vor den Toren des Parks, gibt es einen Earl of Sandwich. In meinem letzten Bericht habe ich davon berichtet, dass es dort ein leicht zu veganisierendes Sandwich gibt. Überraschung: Das Sandwich gibt es nicht mehr. Kann ich ein Hurra von allen Veganern hören...? Nicht wirklich, oder? Die gute Nachricht ist, dass man Sandwiches nach Belieben verändern kann. So wurde aus dem Chicken Avocado Bacon Sandwich ein Sandwich ohne Chicken, ohne Bacon und ohne Sauce (die besteht aus Mayonnaise), dafür mit extra Gemüse und Banana Peppers (scharfe Pfefferoni) und Senf. Das Bestellen war zwar etwas umständlich, aber es wirkte so, als wären die Mitarbeiter bei Earl of Sandwich Sonderwünsche gewöhnt. Das Sandwich mit viel Avocado schmeckte dann auch wirklich ganz passabel! Ebenfalls im Disney Village wartet ein Starbucks auf koffeindurstige Menschen, die gerne Sojamilch in ihrem Kaffee mögen. Altbekannt und stets bewährt! Ein Highlight ist immer das Agrabah Cafe, das auf orientalische Küche spezialisiert ist: Hier findet man eine sehr gute Auswahl an köstlichen Salaten und warmen veganen Gerichten. Geröstete Kartoffeln, Couscous mit Gemüse-Tajine, Ofengemüse, Linsensalat, Hummus, Kichererbsen, Salat mit roten Rüben und Zimt und warmes Fladenbrot schmecken nach einer Achterbahnfahrt einfach doppelt so gut! Auch in den Fastfood Restaurants kann man fündig werden, wenn aber auch sicher dort kein Grund besteht, vor Aufregung zu schreien. In den meisten Restaurants gibt es Pommes und einen recht ordentlichen Beilagensalat, in einigen Restaurants gibt es darüber hinaus auch noch einen relativ großen Vegetable Salad, der aus verschiedenem Gemüse, Salat und Bulgur besteht. Stillt alles den Hunger, schmeckt ganz ordentlich, aber es ist und bleibt doch eher eine Notlösung, auch in verpackungstechnischer Hinsicht.  Beilagen-Salat mit Pommes  Beilagensalat, Pommes und mitgebrachtes Baguette mit Sojasun-Burger    Vegetable Salad mit obligatorischen Pommes Alles in allem ein wunderbarer Ausflug zur Maus - aber jetzt bin ich doch sehr froh, wieder in meiner eigenen Küche zu stehen und beende diesen Artikel mit einigen Schnappschüssen aus den Parks. Auch auf Facebook: www.facebook.com/­totallyveg

Vegane Kekse und ein vorweihnachtlicher Ausflug

15. Dezember 2013 Totally Veg! 

Vegane Kekse und ein vorweihnachtlicher AusflugIch hoffe, dass ihr auch schon so wie ich in vorweihnachtlicher Stimmung seid. Ich bin ja ein großer Weihnachtsfan - ich liebe die Lichter, die Kerzen, den Geruch von Tannennadeln, und natürlich all die Köstlichkeiten, die es an Weihnachten zu probieren gibt. Und nur weil ich jetzt vegan lebe, hat sich daran auch überhaupt nichts geändert. Es gibt immer noch allerlei Schmankerln im Advent, aber jetzt sind sie eben vegan - sie schmecken aber genauso gut, und ich habe viel mehr Freude daran, weil ich viele Rezepte selbst zubereite und mich dann besonders über das Ergebnis freuen kann. Wie beispielsweise über die Kekse, die ich alljährlich mit meiner Frau Mama backe. Ein neues Rezept: Zimtsterne! Mit extra viel Zimt und Aranzini (Orangeat, kandierte Orangen). Der Klassiker: Vanillekipferl, die ich mit noch mehr echter Vanille verfeinert habe. Diese Kipferl sind butterweich und schmelzen auf der Zunge! Waren auch schon letztes Jahr dabei: Mandelkipferl! Dank meiner Frau Mama mit einem sehr kräftigen Schuss Amaretto... Wie bereits letztes Jahr haben wir auch heuer ein sehr weihnachtliches Wochenende in München untergebracht. Es ist einfach schön, nach den Anstrengungen im Beruf und der Hektik der Weihnachtszeit einfach über die Münchner Weihnachtsmärkte zu schlendern, mit guten Freunden zu plaudern und sich die Bäuche mit allerlei Köstlichkeiten vollzuschlagen.  Heuer begann unsere Schlemmerei bei Sababa am Viktualienmarkt, einem kleinen Imbiss, der auf arabische Küche spezialisiert ist. Hier gab es für uns köstliche vegane Falafel mit Hummus im Pita-Brot, dazu weiße Riesenbohnen in Tomatensauce und die zartesten Dolmades (gefüllte Weinblätter) meines Lebens. Yum! Abends kehrten wir in eines der Restaurants der Burger-Kette Hans im Glück ein. Hier wird auch ein veganer Burger angeboten, der wirklich ausgezeichnet schmeckt, dazu knuspriges Pommes und eine cremige und süchtig-machende vegane Sauce. Hinuntergespült mit einem riesigen Cocktail schmeckt alles nochmal so gut! Am Sonntag besuchten wir das vegane Restaurant Max Pett für ein ausgiebiges Frühstück. An unserem Tisch bestellten die meisten das Amerikanische Frühstück mit Tofu-Rührei mit Brot, Pancakes mit Ahornsirup, Cornflakes und einem großen Cafe Latte. M und ich bestellten noch eine extra Breze (immerhin waren wir in München!) mit veganer Pastete dazu. Die Pancakes waren fluffig, das Tofu-Rührei toll abgeschmeckt, und die Breze mit der herzhaften Pastete war einfach ein Volltreffer. Unsere Freundin war glücklich über ihren Aufschnitt-Teller mit veganer Wurst und veganem Käse. Ein Frühstücksbesuch im Max Pett zahlt sich auf alle Fälle aus! Was sind eure Advent-Highlights? Auch auf Facebook: www.facebook.com/­totallyveg

Ideen für die Weihnachtszeit - veganer Festschmaus!

1. Dezember 2013 Totally Veg! 

Ideen für die Weihnachtszeit - veganer Festschmaus!Der erste Advent ist da, eine Kerze auf dem Adventkranz brennt, ich esse Mandarinen, trinke Tee und im Hintergrund singt Michael Buble für mich. Ich liebe Weihnachten sehr, und möchte die Weihnachtszeit optimal nutzen, um all die Schmankerln und Verführungen zu essen, die diese besondere Zeit für uns bereit hält. Und nein, nur weil wir vegan leben, wird der Advent nicht weniger köstlich! Darum gibt es nun direkt aus meiner Küche für euch meine Tipps und besonderen Köstlichkeiten für die Weihnachtszeit... Für Naschkatzen Meine jährliche Keks-Session mit meiner Frau Mama steht erst bevor. Für alle, die auch von Staubzucker, Vanille-Duft und weihnachtlichen Gefühlen umgeben sein wollen, hier unsere Favoriten aus der Backstube. Linzeraugen Vanillekipferl Kokosberge Mandelkipferl Joghurt-Kipferl Rumkugeln Für jeden Tag Viele von uns müssen ausgerechnet im Advent besonders viel arbeiten. Damit ihr aber auch am Abend nach einem anstrengenden Tag Freude in der Weihnachtszeit habt, hier ein paar leckere Seelentröster für den Feierabend. Chinakohl-Curry Kartoffelgulasch Würstel mit Bohnen (wenn es wirklich schnell gehen muss) Pho - Vietnamesische Nudelsuppe Bratapfel Milchreis Pumpkin Spice Latte - Starbucks im eigenen Wohnzimmer! Für die Feiertage Ich will das, was alle den Feiertagen wollen: Essen, bis mir der Bauch steht, kurz darüber jammern, und dann noch ein Dessert verspeisen. Wer meint, dass ein veganes Leben entbehrungsreich und langweilig ist, der war noch nie bei meiner Familie zum Essen eingeladen... hier biegen sich die Tische (nicht nur zu Weihnachten)! Übrigens: Meine Eltern essen mittlerweile kein Fleisch mehr und kochen daheim fast ausschließlich vegan. Und dass, nachdem gerade der Herr Papa mit sehr viel Unverständnis auf mein neu entdecktes veganes Dasein reagiert hat. Darum stimmt auch hier wieder der Spruch: Kommt Zeit, kommt Rat (für ein entspanntes veganes Leben). Ideen für vegane belegte Brötchen (für den Heiligen Abend) Veganer Linsenbraten - am besten serviert mit Kartoffelpüree und Ofengemüse! Veganes Weihachtsmenü: Reise um die Welt Caesar's Salat, Risotto mit roten Rüben, Chaotischer Weihnachtskuchen Veganes Weihnachtsmenü: Glückliche Weihnachten Crostini mit getrockneten Tomaten, Pasta an cremiger Artischocken-Sauce mit Pinienkernen, Lebkuchenmousse Falscher Lammeintopf mit Pflaumen Trifle - das verführerische Schichtdessert aus Kuchen, veganer Schlagsahne und Früchten Zimtschnecken - für das gemütliche Frühstück am Weihnachtsmorgen Was esst ihr gerne in der Weihnachtszeit? Auch auf Facebook: www.facebook.com/­totallyveg

Vegan auf Tour - Wien und Paris

10. November 2013 Totally Veg! 

Vegan auf Tour - Wien und ParisLiebe Leserinnen und Leser, in letzter Zeit war ich beruflich unterwegs - in Wien und Paris. Und weil ich dort einige interessante vegane Sachen gegessen habe, hier ein kleiner Eindruck! In Wien war mein Hotel sehr nahe des Loving Huts am Westbahnhof. Am ersten Abend aß ich hier alleine, am nächsten Tag leistete mir M Gesellschaft. Davon gibt es auch einige Fotos. Sommerrollen mit Erdnussdip: Frisch, gemüsig, mit sehr würzigem Erdnussdip - eine tolle Vorspeise, die einem den Hunger nicht verdirbt! Meine Hauptspeise: Wonnevolle Tagliatelle. Komischer Name, die cremige Sauce schmeckt dafür wirklich gut. Dazu gibt es einen kleinen Salat und eine Handvoll veganen Käse. Für alle Pasta-Freunde! M bleibt bei den Klassikern: Lovinghut-Burger mit Käse. Der verschwand sehr schnell in M's Magen und ist dementsprechend lecker. Zum Dessert ging es weiter in die (relativ) neue Eisdiele Veganista Ice Cream. In dieser sehr modernen Eisdiele geht es rein vegan zu - das Eis wird auf Soja-, Kokos- oder auch Reismilch-Basis hergestellt. Wir konnten aus so vielen Sorten auswählen, dass ich mich nicht einmal annähernd an das gesamte Sortiment erinnern kann, aber es ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei! Entschieden habe ich mich für Joghurt-Himbeer und Schokolade, M für Joghurt-Himbeer und Cookies. Kurzum: Das Eis ist wirklich, wirklich gut. Aber was mich besonders begeistert hat (denn gutes veganes Eis ist ja zum Glück keine Seltenheit mehr), ist der zarte Schmelz, ganz ohne störende Eiskristalle oder Klumpen - zart wie ein veganes Wölkchen! Mein persönlicher Favorit war Joghurt-Himbeer, M spricht heute noch von der Cookies-Sorte. Abends ging es weiter in Antun's Biobar. Dort gab es vegane Cevapcici mit Kartoffeln für M, für mich den veganen Zwiebelrostbraten mit Rösterdäpfeln. Beides sehr gut, beides auch sehr fettig. Aber man braucht natürlich etwas, um eine kleine Zechtour vorab abzufangen. Obwohl sowohl M als auch ich etwas kränkelten, ließen wir uns in Wien eine zweite Runde Eis nicht nehmen, dieses Mal beim Eis-Greissler. Dort gab es eine Portion Zwetschke und Edelbitter für uns - Zwetschke sehr schön herbstlich und fruchtig, Edelbitter wunderbar herb und schokoladig (wenn auch nicht ganz so cremig wie bei Veganista).  Eine zweite berufliche Reise führte mich nach Paris, wo M und ich im März bereits waren. Abends kehrte ich erneut in's Gentle Gourmet Cafe ein, das mich beim letzten Besuch so beeindruckt hatte. Leider war es dieses Mal etwas anders: Die Hauptspeise, ein pikanter Crepes mit Schwammerl, Lauch und veganem Käse war lauwarm, dementsprechend nach kürzester Zeit komplett eiskalt, und leider sehr, sehr ölig. Der dazu gereichte Salat wirkte leider nicht allzu frisch. Die Cr?me br?lée war in Ordnung, aber ebenfalls sehr kalt, und ich hatte zumindest die Oberfläche vom letzten Mal warm in Erinnerung (da der Zucker eigentlich vor dem Servieren erst karamellisiert wird, um die knusprige Schicht zu erreichen). Schade! Vielleicht hatte ich einfach einen schlechten Tag erwischt, letztes Mal war sowohl das Essen als auch der Service, der sich selten in meine Richtung verirrte, wesentlich besser. Pikante Palatschinke (auf gut österreichisch!) mit Salat Cr?me br?lée Eine schöne Überraschung erlebte ich bei meinem Hotel, einem Ibis nahe des Place d'Italie. Auf meine Anfrage, ob ich denn Sojamilch und Soja-Johurt zum Frühstücksbuffet bekommen könnte, bekam ich zunächst eine Absage. Als ich dann ein höfliches E-Mail zurückschrieb, dass das enttäuschend wäre, aber ich mich für die Information bedankte, meldete sich die Chefin, dass nun doch jemand vegane Produkte für mich kaufen würde. Und so wartete jeden Morgen Sojamilch und Soja-Joghurt auf mich, die ich zum Frühstück wirklich dankbar in Empfang nahm. Nett fragen hilft doch noch am meisten - und eine Schnute ziehen manchmal auch.   Das war's mit meinen Reiseberichten - wart ihr in letzter Zeit vegan unterwegs? Auch auf Facebook: www.facebook.com/­totallyveg

Vegan für Gäste

20. Oktober 2013 Totally Veg! 

Vegan für GästeIch liebe es, Gastgeberin zu spielen. Mein Herz singt, wenn ich leergeputzte Teller in meine Küche tragen kann, Freunde lautstark nach einem zweiten Stück Kuchen verlangen oder wir bis spät in die Nacht Wein trinken und Knabbereien genießen. Auch bei veganen Dinner-Parties steht natürlich das Essen im Vordergrund - und hier sind manche vegane Frischlinge manchmal etwas verunsichert, wenn sie Fleischesser zu sich einladen. Wird es allen schmecken? Wird jemandem das Fleisch abgehen? Verzieht jemand das Gesicht oder macht eine dumme Bemerkung, weil ihm der Hauptgang nicht schmeckt? Eines gleich vorweg: Die Reaktion der Gäste kann man lenken, aber nicht komplett beeinflussen. Gerade am Anfang eurer veganen Karriere gibt es darum sicher den einen oder anderen Herumnörgler oder Skeptiker. So what? Ein galantes Lächeln, ein zweites Glas Wein und eine Kostprobe von dem köstlichen veganen Essen lässt auch die größten Zweifler verstummen - denn mit vollem Mund spricht man nicht. Trotzdem ist es möglich, den Gästen (und einem selbst) alles etwas einfacher zu machen. Aus meiner Erfahrung als vegane Gastgeberin - mittlerweile seit 5 Jahren - habe ich für euch ein paar Tipps zusammengetragen. Ist das Tofu? Ich bin ein großer Fan von Tofu - tatsächlich teilen aber nicht sehr viele Menschen diese Auffassung. Tofu ist als weißer Block glitschiges, geschmackloses Etwas bekannt. Ich kann Tofu wirklich lecker zubereiten, aber wenn neue Gäste zu mir kommen, verzichte ich meistens darauf, Tofu sehr prominent zu servieren, um sie nicht an ihre Vorurteile zu erinnern. Falls ich ihn anbiete, dann sehr gut versteckt in Cremes oder super-herzhaft in Räuchertofuschnecken - und ich eröffne erst nach dem Essen, dass gerade Tofu verspeist wurde. Übt schon mal euer bestes Bösewicht-Lachen für die erstaunten Gesichter! Vegan, veganer, am vegansten. Nicht immer ist es eine gute Strategie wenn man auf dem Silbertablett vor sich herträgt, wie vegan das Essen ist - gerade bei Menschen, die vielleicht noch etwas Skepsis übrig haben. Daher kommt es manchmal nicht so gut an, bei jedem Topf und jeder Schüssel die "Das ist vegaaaan" über den Tisch zu brüllen. Das Essen ist einfach, wie es ist, und man kann auch hinterher verkünden, dass weder Mensch noch Tier bei dem Essen zu Schaden gekommen ist. Back to Basics. Wer sagt, dass veganes Essen immer eine komplett neue Erfahrung sein muss? Viele Gerichte, die vertraut sind, existieren bereits in der veganen Variante: Pasta mit Tomatensauce aus frischen Sommertomaten, knackige Salate, Couscous mit Gemüse in würziger Sauce, cremige Linsengerichte, herzhafte Bohnengerichte mit Fladen und Guacmole. Wenn etwas bereits Bekanntes am Tisch steht, fallen sicher auch die letzten Vorbehalte. Vurst, Vähnchen, Vulasch. Ich stehe auf pflanzliches Fleisch - bei veganem Schnitzel, veganem Hühnchen und veganen Grillteller bin ich nicht mehr zu bremsen. So, gebeichtet. Mir ist aber durchaus bewusst, dass das nicht mal alle meine veganen Kolleginnen und Kollegen diese Begeisterung teilen. Auch Fleischesser finden diese veganen Schmankerln vielleicht auch nicht sofort überzeugend - immerhin schmecken viele Produkte sehr gut, aber eben auch nicht unbedingt wie Fleisch. Wenn der unmittelbare Vergleich mit Tierfleisch da ist, schmeckt pflanzliches Fleisch einfach anders, und leider ist im Kopf anders dann gleichbedeutend mit schlechter. Darum rate ich, behutsam die Vielfalt der veganen Fleischspezialitäten einzuführen, gerade, wenn es sich vielleicht noch um vegan unerfahrene Gäste handelt. Mottos machen alles besser. Ich liebe Mottos, und sie machen auch die Planung leichter: Wie wäre es mit einer mexikanischen Fiesta, einem Ausflug nach Japan, einem Besuch auf Hogwarts oder Dinner mit Batman? Die Gäste sind dann auch damit beschäftigt, sich über Details zu freuen, und schon wandern die ersten veganen Bissen in ihren Mund. Meine nächstes Motto wird Halloween!   Meine Lieblingsrezepte für Gäste - mit Schmatz-Garantie Artischocken-Dip Linsensuppe Mexikanische Blätterteigtaschen Räuchertofu-Schnecken Nudelsalat für Parties Perfekter Kartoffelsalat Nacho-Salat Pho - Vietnamesische Nudelsuppe Burritos mit mexikanischem Reis Blitzschneller Apfelkuchen Softcake-Cupcakes Nougat-Mousse Mohnschnecken Ladet ihr gerne Gäste ein, die ihr dann mit veganem Essen verwöhnt? Was war euer schönstes Gastgeber-Erlebnis bisher? Auch auf Facebook: www.facebook.com/­totallyveg

Vegane Halloween-Cupcakes mit Glubschaugen

27. Oktober 2017 Totally Veg! 

Vegane Halloween-Cupcakes mit GlubschaugenIch fühle mich beobachtet. Als würde mich jemand anstarren. Ich spüre Blicke auf mir... Was ist das nur? Merkt ihr es auch? Dutzende von Augenpaaren in der Dunkelheit... Zum Glück sind es nur meine leckeren Halloween-Cupcakes, und sie sind auch ganz freundlich. Sie wollen nur gegessen werden! Perfekt für jede Halloween-Party sind diese süßen Schoko-Cupcakes mit neugierigen Glubschaugen. Eine der schönsten Zeiten im Jahr ist da, die Tage rund um Halloween (nur geschlagen von der Weihnachtszeit). Wer hier schon länger mitliest, der weiß, dass ich Halloween liebe... Kürbisse, Nebel, bunte Blätter draußen und natürlich die gruselige Atmosphäre. Schon als Kind habe ich meine Mama bekniet, mir eine Grusel-Party zum Geburtstag zu gestalten (was sie dann auch getan hat und es war die beste Geburtstagsfeier überhaupt), und irgendwie habe ich diese Liebe zum Unheimlichen nie wieder abgelegt. Zu beängstigend darf es aber auch nicht sein, ich mag das Gruselige lieber mit einem Augenzwinkern. Passend dazu sind diese Cupcakes, die niedlich sind, aber trotzdem auf jedem Halloween-Buffet eine gute Figur machen würden. Die Grundlage ist ein saftiger Schoko-Mandel-Teig, darüber kommt eine Schicht Schokoladen-Creme, Schoko-Streusel und dann natürlich die Glubschaugen, selbstgemacht aus Zucker. Zwar findet man oft Zuckeraugen in Geschäften, die aber meistens nicht vegan sind, weil sie Gelatine enthalten - und Gelatine wird aus Knochen und Gewebe gemacht, und das finde ich entschieden zu gruselig, igitt! Die Zuckeraugen sind zum Glück wirklich sehr einfach selbst herzustellen, und das sagt jemand, die sich beim Basteln jeder Art schwer tut (und die aufgrund der kläglichen Bastel-Erfolge regelmäßig vom Gatten ausgelacht wird). Wenn ich das schaffe, könnt ihr das auch. Einzig müsst ihr euch etwas Zeit einplanen, da die Zuckeraugen trocknen müssen, aber das tun sie zum Glück ganz von alleine. Halloween-Cupcakes mit Glubschaugen (für 12 Stück) Achtung: Die Zuckeraugen brauchen 24 - 48 Stunden zum Trocknen! Für die Zuckeraugen, ergeben etwa 30 Augenpaare: 80 Gramm Staubzucker 1/­­2 TL Maisstärke 1 EL Agavensirup 1 TL pflanzliche Milch (z.B. Sojamilch) Vegane Schoko-Tropfen Einen Teller mit Backpapier auslegen. Staubzucker und Maisstärke in eine Schüssel sieben (es sollten keine Klumpen mehr drinnen sein). Agavensirup und Milch hinzugeben und zunächst mit einem Löffel mischen, dann mit der Hand kneten. Es sollte eine gut formbare Masse entstehen, die keinesfalls klebrig sein sollte, sie sollte eher auf der trockenen Seite sein, aber es sollte möglich sein, sie mit den Händen zu formen (je länger ihr knetet, desto weicher und formbarer wird die Masse auch). Nun mit den Fingern ein kleines Stück der Masse abtrennen und oval, nicht zu dünn, formen. Auf das Backpapier setzen und einen Schokotropfen vorsichtig hineinpressen, dabei den Schokotropfen nicht in die Mitte setzen, sondern eher zum Rand hin, damit die Cupcakes später leicht schielen. Die Masse so verarbeiten und die Augen dann zumindest 24 Stunden (36 - 48 Stunden sind noch besser) auf dem Backpapier trocknen lassen. Dann vorsichtig ablösen, ihr könnt die Augen luftdicht verschlossen gut aufbewahren (nicht im Kühlschrank). Für den Teig: 180 Gramm Mehl 40 Gramm gemahlene Mandeln 150 Gramm Zucker 1 Packung Bourbon-Vanillezucker 30 Gramm Kakaopulver 1 TL Natron /­­ Speisesoda  1/­­2 Teelöffel Salz 80 ml Öl  1 EL Essig 150 ml Wasser 100 ml Sojamilch (oder eine andere pflanzliche Milch) Ofen auf 180 Grad vorheizen und eine Muffin-Form mit 12 Papier-Förmchen auslegen. Mehl, Mandeln, Zucker, Kakaopulver, Natron und Salz in einer großen Schüssel vermischen. In die Mitte der trocknen Zutaten eine Mulde formen und dahin hinein das Öl, Essig, Wasser und Sojamilch leeren. Mit einem Löffel (nicht dem Mixer) zu einem glatten Teig rühren. Den Teig gleichmäßig auf die Förmchen aufteilen und bei 180 Grad etwa 16 - 20 Minuten backen, bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Teigs gestochen, sauber wieder herauskommt (prüft das nach 15 Minuten, dann könnt ihr die Backzeit verlängern). Die Muffins aus dem Ofen holen, nach etwa fünf  Minuten die Muffins aus der Form stürzen und dann in ihren Papier-Förmchen komplett auskühlen lassen. Für die Creme: 100 Gramm vegane Margarine, weich 80 Gramm Staubzucker 30 Gramm Kakaopulver 2 Packungen Sahnesteif Für die Creme alle Zutaten miteinander mit einem Mixer verrühren. Ist die Creme sehr weich, könnt ihr sie für ein paar Minuten in den Kühlschrank stellen. Sie sollte streichfähig sein. Zum Zusammensetzen: Vegane Schokostreusel Die Schokostreusel auf einen Teller leeren. Auf die komplett ausgekühlten Cupcakes jeweils etwa einen gehäuften TL Creme verteilen, den Cupcake dann in die Streusel dippen, damit die Streusel die Creme bedecken. Dann auf der vorderen Rand der Creme zwei Augen setzen und leicht fest drücken. Fertig! Die Cupcakes am besten bei Zimmertemperatur aufbewahren, da viel Feuchtigkeit den Augen nicht gut tut. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 9. - 15. Oktober 2017

16. Oktober 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 9. - 15. Oktober 2017 Montag Es gibt endlich Kürbis! M ist kein besonderer Freund der orangen Zeitgenossen, darum koche ich nicht zu oft Kürbis. Kürbis-Suppe isst er aber gerne! Dienstag Die Halloween-Deko wurde ausgepackt.  Unsere eh schon kleine Wohnung teilen wir nun mit grinsenden Kürbissen, Plastik-Spinnen und kleinen Grabsteinen. Ich liebe Halloween und bin darum sehr glücklich, die Dekoration endlich aus den Kisten befreit zu haben. Da schmeckt auch mein Haferbrei mit Sojajoghurt, Banane und Zimt gleich nochmal so gut!   Mittwoch Eines der einfachsten Abendessen sind Kartoffeln, und wir lieben das heiß. Dafür schäle und schneide ich die Kartoffeln, koche sie weich und schiebe sie dann noch für etwa 20 Minuten in den Ofen, bis sie rote Bäckchen bekommen haben. Dazu gibt es Ketchup, BBQ-Sauce und manchmal einen selbstgemachten Dip, wie hier eine Cocktail-Sauce auf Basis von Sojajoghurt. Donnerstag Die große Modekette Gucci hat verkündet, das sie ihn Zukunft auf Pelz verzichten wollen. Ich finde es super, dass Pelz nun hoffentlich endlich zu etwas wird, was einfach nicht mehr modisch ist. Bisher war es ja ein Kavaliersdelikt, Pelz zu tragen. Jeder weiß, dass es ein grauenhaftes Produkt ist, aber das machte das Anziehen für manche umso aufregender, wie der Rebell mit der Kippe im Mundwinkel - leider geil, was soll man machen, wenn es an den Models so gut aussieht. Wenn sich nun große Modehäuser dagegen aussprechen, ist auch die letzte Verklärtheit hoffentlich bald dahin, und Pelz soll in Zukunft in einem Atemzug mit Glockenhosen und Plateauschuhen genannt werden, als modischer Fehltritt, der er nunmal ist. Freitag Ich habe es endlich mal wieder geschafft, in den asiatischen Supermarkt zu gehen. Ich habe Sriracha-Sauce und Sukiyaki-Sauce mitgenommen, meine beiden liebsten scharfen Saucen. Und dann noch Ramen-Suppe. Ich kaufe praktisch keine Fertiggerichte, aber gelegentlich habe ich Gusto auf eine Ramen-Suppe (ich habe als mein Mann und ich in den USA gelebt haben, sehr viel Ramen gegessen, daher ist es für uns auch eine schöne Erinnerung). Und nein, das ist kein #healthyfood oder #cleaneating. Aber gelegentlich esse ich eben gerne meine Ramen, punkt. Wenn ihr meine Leidenschaft teilt: Beide abgebildeten Sorten sind vegan, die von Soon hat sogar die Vegan-Blume auf der Packung (aber Achtung, die Suppe ist wirklich scharf). Samstag Ich habe mal wieder den Stiftskeller St. Florian besucht. Die machen dort ein umwerfendes veganes Schnitzerl, dazu cremigen Kartoffelsalat mit Mayo. Ich habe dieses Mal die ganze Portion geschafft und bin deswegen sehr stolz auf mich, denn die Portionen sind sehr groß! Samstag Nach der Schlemmerei vom Vortag habe ich mit Frau Mama eine Laufrunde eingelegt. Danach gab es Gewürz-Reis mit gefüllten Auberginen, ausnahmsweise mal nicht von mir gekocht, sondern vom Herrn Papa. Meine Eltern leben vegetarisch und großteils vegan, und da lade ich mich natürlich besonders gerne zum Mittagessen ein! Sonntag Auch wenn ich es am Blog schon gefühlte 1000 x erwähnt habe: Ich liebe den Herbst! Besonders, wenn die Sonne scheint, es draußen warm ist und die Blätter so wunderbar bunt sind! Und am Abend ist es dann kühl und man kann Eintöpfe und Suppen kochen und die gemütlich auf der Couch genießen. Bei uns gab es nach einem langen Spaziergang am Abend dann Chili con Carne (mit Sojagranulat anstatt Fleisch) mit Naturreis und Joghurtsauce, dazu frisches Brot mit Hummus und Avocado. Ein toller Abschluss der Woche! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Veganer Russischer Zupfkuchen

15. September 2017 Totally Veg! 

Veganer Russischer ZupfkuchenIch wurde schon oft gefragt, wie ich eigentlich immer auf Ideen für meine Rezepte komme. Um ehrlich zu sein, meistens entstehen meine Rezepte aus purem Gusto - wenn ich irgendwo etwas Köstliches gesehen habe oder mich an etwas erinnere, und entscheide, dass ich das unbedingt essen möchte. Russischen Zupfkuchen habe ich noch nie vorher gegessen, aber es gab in den 90er Jahren eine TV-Werbung, die mir als Kind damals so gut gefallen hat (kennt ihr sie vielleicht auch?). Über all die Jahre ist mir diese Werbung im Kopf geblieben (herzliche Gratulation an die Marketing-Abteilung!) und hat sich kürzlich wieder in mein Bewusstsein gekämpft. Und so war klar: Russischer Zupfkuchen muss es sein. Russischer Zupfkuchen ist nichts anderes als ein Käsekuchen in einem Schoko-Teig. Zupfkuchen deshalb, weil man einen Teil des Teigs in kleinere Stücke zupft und die Füllung damit bedeckt. Ich esse sehr gerne Käsekuchen und russischer Zupfkuchen sieht einfach sehr schön aus! Leider hat es mir der Zupfkuchen nicht gerade einfach gemacht! Bei meinem ersten Versuch dachte ich mir schon kurz nachdem ich den Kuchen aus dem Ofen genommen habe, dass hier etwas nicht stimmt - der Kuchen ist nämlich in der Mitte zusammengesackt. Meine Befürchtungen haben sich bewahrheitet, beim Anschneiden musste ich feststellen, dass der Kuchen in der Mitte fast flüssig war. Geschmacklich war er gut, aber wenn Kuchen auf dem Teller herumrinnt, ist das nicht besonders ansprechend. Zurück also zum Anfang.  Beim nächsten Versuch schraubte ich an den Zutaten, um den Kuchen etwas mehr Stabilität zu verleihen. Leider bin ich da etwas über das Ziel hinausgeschossen. Der Kuchen war zwar nicht mehr flüssig, aber er hatte jetzt die Konsistenz von Radiergummi. Und glaubt mir, das ist auch nicht lecker! Mittlerweile war ich schon ziemlich frustriert, aber gleichzeitig wollte ich mich von dem Russen nicht unterkriegen lassen. Beim dritten Versuch hat es nun endlich geklappt! Der Kuchen ist fest geworden, aber die Füllung ist trotzdem nicht zu hart und schmeckt hervorragend. Der Teig ist wunderbar saftig und leicht schokoladig, die Füllung ist angenehm süß und leicht säuerlich, wie Käsekuchen eben sein soll! Ich habe einen neuen Lieblingskuchen, auch wenn wir keinen guten Start hatten - ich habe ihm verziehen. Noch ein paar Tipps für euren perfekten russischen Zupfkuchen: Achtet darauf, dass ihr ein Soja-Joghurt erwischt, das ihr wirklich gerne esst, denn das macht den Geschmack der Füllung aus. Es sollte ein Naturjoghurt sein, da die Füllung ansonsten zu süß wird. Ich verwende das Alpro Soja-Kokos-Joghurt, da wir das am liebsten essen. Damit M und ich nicht einen riesigen Kuchen zu zweit vernichten müssen, habe ich mir eine kleine 18 cm Springform zugelegt, die ich nur empfehlen kann. Für eine 26 cm Form könnt ihr die Zutaten einfach verdoppeln und die Nachbarn auf ein Stück Zupfkuchen einladen! Russischer Zupfkuchen (für 18 cm Form, für 26 cm Form Zutaten bitte verdoppeln) Für den Teig: 160 Gramm Mehl 1/­­2 Packung Backpulver (7 Gramm) 10 Gramm Kakao 80 Gramm Zucker Prise Salz 80 Gramm vegane Margarine, zimmerwarm 1 EL gemahlene Leinsamen 1 EL Wasser 20 ml Sojamilch Für die Füllung: 250 Gramm veganes Natur-Joghurt (ich habe Soja-Kokos-Joghurt verwendet) 70 Gramm Zucker 1 Packung Vanillepudding-Pulver 20 ml Sojamilch 2 EL Zitronensaft 20 Gramm vegane Margarine, geschmolzen Die Springform am Boden mit Backpapier auslegen und an den Ränder einfetten. Für den Teig Mehl, Backpulver, Kakao, Zucker und Salz verrühren. Leinsamen und Wasser gut verrühren und anschließend mit der Sojamilch und der Margarine zu der Mehlmischung geben und einen glatten Teig daraus kneten. Den Teig aufteilen: Aus 2/­­3 des Teig formen wir den Boden. Dafür den Teig mit den Fingern in die Form pressen und dabei einen etwa 3 cm hohen Rand formen. Den Teig in den Kühlschrank stellen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Für die Füllung alle Zutaten mit einem Schneebesen glatt rühren. Die Fülllung auf den Teig leeren. Die restlichen 1/­­3 des Teigs in etwa 2 - 3 cm große, flache Stücke "zupfen" und auf die Füllung legen. Dann den Kuchen in den Ofen schieben und bei 180 Grad etwa 50 - 65 Minuten backen (die große Form eventuell noch etwas länger), nach etwa 40 Minuten den Kuchen mit etwas Alufolie abdecken, damit er nicht zu braun wird. Der Kuchen wird nicht komplett fest sein, wenn er aus dem Ofen kommt, aber er sollte sich nicht zu weich anfüllen (ihr könnt auch einen Zahnstocher in die Mitte stecken und der Teig sollte nicht mehr flüssig sein). Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und mit einem Messer gleich den Rand des Kuchen von der Springform lösen. Dann den Kuchen komplett auskühlen lassen. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Newsflash: Nicht jedes vegane Produkt schmeckt gut

30. August 2017 Totally Veg! 

Newsflash: Nicht jedes vegane Produkt schmeckt gutIch mag keinen Tofu. Das war jahrelang mein Mantra. Tofu ist eklig, bröselig, schmeckt nach Pappe und bitteren Tränen. Woher ich diese Erkenntnis gewonnen habe? Von dem einen Mal, als ich Tofu im Supermarkt gekauft habe. Nicht den aus dem Kühlregal, nein, den schön vakuumverpackten, ewig haltbaren Tofu aus der Naturkost-Ecke zwischen den Trockenpflaumen und den Vitamintabletten, der ganz weich in viel eigenem Saft verpackt ist, in dem die Tofu-Flankerl herumschwimmen. Hätte ich doch nur eine andere Marke Tofu probiert, ich hätte mir das Leben so viel leichter gemacht! Denn es gibt Tofu, der richtig gut schmeckt, und ich bin auch nur von einer einzigen Marke Tofu wirklich überzeugt (Taifun #notsponsored). Und heute freue ich mich, wenn ich den Kühlschrank aufmache und köstlichen Tofu sehe. Ich mag keine Sojamilch. Auch das habe ich jahrelang vor mir hergesagt. Beruhend auf dem einen Mal, als ich Sojamilch gekauft habe. Die Marke ist mir entfallen, es gibt sie vermutlich nicht mehr (aus gutem Grund). Diese Sojamilch hat stark nach Getreide und Bohnen und Undefinierbarem geschmeckt und sich in tausende Brösel verwandelt, wenn man sie in Kaffee geleert hat. Es hat Jahre gedauert, bis ich das Trauma überwunden habe und ich eine andere Marke probiert habe, und ich bin bei dieser Marke geblieben (Alpro Soja Light für meinen Kaffee ist das allerbeste #alsonotsponsored). Veganer neigen dazu, in biblische Verzückung zu geraten, wenn neue vegane Produkte auftauchen. Auch ich mache das. Da wird abgefeiert, wenn ein neues veganes Eis oder eine weitere Sorte Aufstrich im Regal steht. Und wir haben allen Grund dazu! Nach all den Jahren gibt es endlich die Qual der Wahl. Es gibt nicht nur mehr die eine Sorte Sojamilch, es gibt mehrere Variationen und es gibt Mandelmilch und Kokos-Reis-Milch und Cashewmilch. Es gibt nicht nur das fade alte Soja-Vanilleeis, sondern Cookies und Kaffee und Erdbeer. Was für eine tolle Zeit, um vegane Produkte zu kaufen! Mit all der Auswahl wird auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass man etwas erwischt, das nicht so gut ist. Aber jetzt kommt die große Offenbarung: Nur weil ein Produkt nicht gut ist, heißt das nicht, dass ein anderes Produkt nicht ganz hervorragend sein kann. Nur weil eine Sorte vegane Würstel nach Mehl schmeckt, heißt das nicht, dass alle veganen Würstel so schmecken. Nur weil eine Sorte Käse nach Plastik schmeckt, heißt das nicht, dass jeder vegane Käse so schmeckt. Seid ihr schon von eurem Sessel gefallen? Habe ich eure Welt in den Grundfesten erschüttert? Was vielen vielleicht zu banal vorkommt, um es überhaupt auszusprechen, begegnet mir aber immer wieder: Da jammert mir man vor, dass Tofu eklig ist. Oder dass Sojamilch widerlich ist. Wenn ich dann nachhake, dann sprechen sie von EINER Sorte, die probiert wurde. Und ich beisse mir auf die Zunge und werde schmerzhaft daran erinnert, dass ich genau gleich war. Es war für mich klar, dass alle Sojamilch gleich schmeckt und aller Tofu und alle veganen Schnitzel, während ich gleichzeitig eine Lieblingssorte Äpfel hatte und eine bestimmte Marke Erdbeerjoghurt, die mir besonders gut geschmeckt hat, weil sie anders war als andere. Meine lieben experimentierfreudigen Mitmenschen: Super, dass ihr vegane Produkte ausprobiert! Aber ihr werdet auch Produkte erwischen, die nicht in diese Welt gehören, die so widerlich sind, dass ihr euch die Zunge ausreißen und ihr euer Gedächtnis löschen möchtet. Ich habe mich durch zahlreiche ekelhafte Produkte gegessen, ich denke da nur an Soja-Geschnetzeltes aus der Hölle, an vegane Mayonnaise, die nicht mal als Schuhpaste getaugt hätte, an Schokolade, die im Mund zerbröselt ist. Gleichzeitig gibt es so viel Tolles am Markt, dass ihr die Englein singen hört, wenn ihr hineinbeißt. Die Schwierigkeit ist manchmal nur herauszufinden, was man gerade vor sich hat. Mein Tipp: Fragt einen veganen Freund. Nach all dem Abfeiern sind wir nämlich ehrlich und sagen gerade heraus, was uns gut und was zum Davonlaufen ist. Geschmäcker sind zwar verschieden, aber ein Tipp vom Experten wird euch vor dem Allerschlimmsten bewahren. Bleibt dran und ihr werdet plötzlich feststellen, wie gut Tofu & Co. wirklich schmecken können! Habt ihr schlechte Erfahrungen mit einem veganem Produkt gemacht? Und dann wurdet ihr vielleicht von einer anderen Marke positiv überrascht? Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Saftige Süßkartoffel-Muffins (mit Vollkorn, ohne Zucker, ohne Fett)

11. August 2017 Totally Veg! 

Saftige Süßkartoffel-Muffins (mit Vollkorn, ohne Zucker, ohne Fett)Die letzten Woche habe ich es vermieden, meinen Herd, geschweige denn meinen Backofen einzuschalten. Es war einfach viel zu heiß! Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad ist es echt kein Spaß, ein Risotto zu rühren oder einen Kuchen zu backen. Da ich mit Leidenschaft in der Küche stehe, war ich in letzter Zeit dadurch schon etwas unterfordert. Ständig Salat oder kalte Suppe zu essen, auch wenn das gut schmeckt - mir wird das einfach zu langweilig. Umso glücklicher bin ich, dass es zumindest dieses Wochenende bei uns etwas kühler wird (und ja, ich freue mich sehr auf den Herbst und auf verregnete Tage). Warum also nicht diese Chance nutzen, um etwas zu backen? Ich kann euch diese leckeren Süßkartoffel-Muffins nur ans Herz legen. Sie schmecken durch die Süßkartoffel herrlich saftig, gebacken mit Vollkorn-Mehl, kommen ohne Margarine oder Öl aus und sind nur leicht mit Ahornsirup gesüßt. Die Muffins passen besonders gut für ein schnelles Frühstück und sie sind ein gesunder, aber doch süßer Snack für zwischendurch. Ihr könnt die Muffins auch einfrieren und dann über Nacht auftauen lassen, damit ihr sie morgens genießen könnt. Besonders dekadent sind sie, wenn man sie noch mit etwas Erdnussbutter bestreicht, herrlich! Habe ich euch überzeugt, eure Backöfen für diese Muffins anzuwerfen? Süßkartoffel-Muffins (für 9 - 10 Stück) 250 Gramm weich gegarte Süßkartoffel (z.B. in einem Dampfeinsatz weich gegart) 130 Gramm Ahornsirup (oder Agavensirup) 150 Gramm Soja-Joghurt, natur 180 Gramm Dinkel-Vollkornmehl 1 TL Natron 1 TL Backpulver 2 TL Zimt 1/­­4 TL Salz 50 ml Sojamilch 50 Gramm gehackte Nüsse (Cashews oder Walnüsse) Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen. Süßkartoffeln mit Soja-Joghurt in einem Mixer fein pürieren, dann den Ahornsirup hinzugeben und zu einer gleichmäßigen Masse verarbeiten (alternativ könnt ihr die Süßkartoffel auch mit einer Gabel sehr fein stampfen und dann mit dem Ahornsirup und dem Soja-Joghurt verrühren). Mehl, Natron, Backpulver, Zimt und Salz vermischen. Die Süßkartoffel-Masse gemeinsam mit der Sojamilch hinzugeben und zu einem Teig rühren. Zum Schluss die Nüsse unterheben. Auf die Förmchen aufteilen und im Ofen 15 - 19 Minuten backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Muffins gestochen, sauber wieder herauskommt. Komplett abkühlen lassen und dann in einem luftdichten Gefäß aufbewahren. Wenn das Wetter sehr warm ist, sollte man die Muffins besser im Kühlschrank verstauen (weil sie eben so saftig sind) und vor dem Verzehr auf Raumtemperatur kommen lassen. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 10. - 16. Juli 2017

17. Juli 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 10. - 16. Juli 2017 Montag In dem Bürogebäude, in dem ich arbeite, befindet sich ein komplett verglaster Innenhof. Dort hinein hat sich ein Spatz verirrt, der in seiner Not gleich zwei Mal gegen die Scheiben geflogen ist, bevor er dann am Boden zum Sitzen kam. Ich war zufällig gerade beim Mittagessen und musste dem armen Kerl natürlich helfen - alleine hätte er aus dem Innenhof wohl nicht mehr rausgefunden. Er ließ sich ganz anstandslos aufheben und ich habe ihn dann mit in mein Büro genommen, sein kleines Herz hat ganz schnell in meinen Händen gepocht. Im Büro habe ich ihn in eine Schachtel nahe des Fenster gesetzt. Dort hat er sich noch kurz ausgeruht und ist dann nach einer Weile aus dem Fenster geflogen, als wäre gar nichts passiert und ich war immens erleichtert, dass ich kein Spatzen-Lazarett in meinem Büro aufschlagen musste. Dienstag Mit einer Freundin war ich Eis essen in der neuen Eisdiele vom Green Garden. Direkt neben dem Restaurant gelegen, bietet es ausschließlich veganes Eis und darunter auch zuckerfreie Sorten. Außerdem kann man dort sehr nett sitzen und plaudern. Ich habe mich für Mohn und Haselnuss entschieden, meine Freundin für Nougat und Mohn, dazu jeweils ein Klacks vegane Sahne. Köstlich! Haselnuss ist sicherlich mein Favorit, es schmeckt wie Giotto, was ich früher geliebt habe. Mittwoch Curry geht doch immer! Hier mit Zucchini, Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch und braunen Linsen, dazu Couscous. Und einer Menge frischem Koriander - ich liebe Koriander! In meiner Familie bin ich mit dieser Liebe alleine, denn sowohl meine Eltern als auch M verabscheuen frischen Koriander. Macht nichts, dann gibt es mehr für mich, und ich könnte ihn büschelweise essen. Donnerstag M und ich haben uns Okja auf Netflix angesehen. In diesem Film geht es um ein genetisches verändertes Super-Schwein namens Okja, das gezüchtet wurde, um viel Profit für eine Fleisch-Firma abzuwerfen. Aufgewachsen ist es bei Mija, einem Mädchen aus Korea, die sich mit dem Schwein angefreundet hat. Dann kommt es, wie es kommen muss: Okja soll sich ihrem Schicksal ergeben und geschlachtet werden und wird dafür in die USA gebracht. Mija macht sich auf den Weg, um ihre einzige Freundin zu retten.  Ich habe lange überlegt, ob ich Okja sehen möchte, da ich generell eher wenig Filme ansehe und ich Filme meide, bei denen es abzusehen ist, dass man Tiere leiden sieht. Okja habe ich schließlich doch angesehen und bin wirklich sehr froh darüber. Der Film ist spannend, mitreißend, sogar witzig und punktet mit seinen Charakteren, von einem total durchgeknallten Jake Gyllenhaal, einer berührend spielenden Ahn Seo-hyun, die oft Lost in Translation ist, und einem idealistischen Paul Dano, der mit der Animal Liberation Front Okja helfen will. Der Soundtrack ist toll gewählt und unterstreicht die bildgewaltigen Szenen. Okja als Hauptdarstellerin ist meiner Meinung nach bewusst als computergeneriertes, fiktives Wesen gewählt - natürlich könnte man die Geschichte auch mit einem normalen Schwein, einer Kuh oder einem Huhn erzählen, aber so ist man eher bereit, sich den Spiegel vorhalten zu lassen. Mich hat der Film sehr bewegt, gerade weil er so extrem nahe an der Realität ist - Okja gibt es milliardenfach im echten Leben. Den alten Satz "Es ist ja nur ein Film" bringt man bei Okja schwer über die Lippen. Freitag Wien, Wien, Wien! Ich liebe unsere Bundeshauptstadt ja sehr, komme aber viel zu selten hin. Vermutlich, weil München mit seinen Verlockungen um's Eck liegt und in knapp einem Drittel der Fahrzeit zu erreichen ist. Am Wochenende war es aber wieder so weit und als ersten Streich sind M und ich gleich bei Loving Hut eingekehrt, ein echter Klassiker für uns. M bestellte den Peace Burger (quasi ein Hamburger), den Chicken Burger und Pommes, für mich gab es Nudeln mit Gemüse, veganem Hühnchen und Erdnussauce, und davor mussten es unbedingt die schon fast legendären Sommerrollen sein. Köstlich! Wir waren richtig voll, aber ein veganes Eis bei Bortolotti auf der Mariahilfer Straße musste noch sein. Das vegane Haselnuss-Eis dort ist zum Niederknien. Samstag M und ich waren shoppen, was wirklich eine Seltenheit für uns ist und ich euch daher einen veganen Shopping-Haul präsentieren kann (übrigens alles selbst bezahlt und nur aus Begeisterung hier vorgestellt). Ich konnte am Lush-Shop nicht vorbeigehen. Ich liebe ja die festen Shampoos von Lush, da die Qualität toll ist und sie sich gerade für Reisen nur mit Handgepäck perfekt eignen, da sie natürlich nicht als Flüssigkeit zählen. Ich mag das Shampoo Montalbano, das gerade für leicht fettendes Haar super geeignet ist. Dazu nehme ich gerne den Jungle-Conditioner, der toll riecht und für schön weiches Haar sorgt. Ebenfalls mit musste der Creme-Lidschatten in der Farbe "Elegant" - eine wunderschöne Farbe und vor allem sehr lange anhaltend. Lidschatten hat bei mir die Tendenz, sich schnell zu verabschieden, aber dieser hier hält sehr gut. Und man kann ihn auch auf den Lippen tragen! An der Kasse habe ich noch eine Handcreme eingepackt mit einem süßen Schweinchen drauf, deren Erlös karitativen Projekten zugute kommt. Im veganen Shop Muso Koroni hat mich ein T-Shirt mit Vegan-Blume in tiefem Pink begeistert - eine sehr schöne, sommerliche Farbe. Außerdem kann man nie genug Lippenbalsam haben und so musste ein Exemplar von Crazy Rumours in der Duftrichtung Pfefferminz auch mit. Netterweise liegt Muso Koroni übrigens um's Eck von der veganen Eisdiele Veganista, wo wir uns nach dem all dem Shopping mit Zucker versorgen mussten. Gegessen habe wir am Samstag übrigens bei Xu's Cooking, einer echten Institution in Wien. Drinnen ist das Xu schon eher abgerockt, dafür ist das asiatische Buffet unschlagbar - vom Preis und vom Kaloriengehalt her. Es ist halt viel frittiert, aber gelegentlich muss man eben Frühlingsrollen essen, bis man Bauchweh bekommt, nicht wahr? Wir bereuen es jedes Mal, aber auf die bestmögliche Art und Weise. Sonntag Ein Sonntag beginnt am besten bei einem gemütlichen Brunch, in meinem Fall im Harvest. Dort gibt es jeden Samstag und Sonntag veganen Brunch, der wirklich sehr zu empfehlen ist. Ich liebe besonders diese Sesam-Kringel heiß, die ganz herrlich mit Hummus oder Schokoladencreme schmecken, aber eigentlich ist im Harvest alles gut. Nach dem Brunch sind wieder nach Hause gerollt und haben auf der Couch die Bäuche über den Hosenbund hängen lassen. Zum Glück sind wir nicht öfters in Wien. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Grüne Gazpacho - kalte Zucchini-Suppe für heiße Tage

9. Juli 2017 Totally Veg! 

Grüne Gazpacho - kalte Zucchini-Suppe für heiße TageIst euch auch so heiß wie mir? Wir hatten in Salzburg in den letzten Tagen sehr warmes Sommerwetter... und ich schwitze! Ich weiß, über's Wetter jammern machen nur klischeehafte alte Leute und nein, als nächstes werde ich euch nicht über meine Hüftschmerzen berichten. Aber wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme und es ist in der Wohnung warm, und in der Nacht ist einem zu heiß, und ich muss am Sonntag um 7 Uhr aufstehen für meine Laufrunde, damit ich nicht an einem Hitzschlag eingehe, dann wünsche ich mir schon sehr stark den Herbst herbei. Sorry, ist so! Ich suche also immer nach neuen Möglichkeiten, mich abzukühlen - und ehrlich, die Wärme aus der Küche heizt meine Wohnung ordentlich auf. Kuchenbacken ist nun für kühle Tage reserviert, und wenn ich nicht am Herd stehen muss, bin ich schon sehr froh! Falls es euch ähnlich ergeht, habe ich heute ein perfektes Rezept für euch - grüne Gazpacho, aka kalte Zucchini-Suppe. Sie schmeckt absolut köstlich, cremig und frisch, sättigt durch die weißen Bohnen und kommt nicht nur in der Herstellung ohne Hitze aus, sondern sie kühlt einem beim Essen auch noch ab! Noch dazu ist sie glutenfrei, mit wenig Fett und dafür mit viel rohem Gemüse. Die wird es bei uns im Sommer sicher oft geben. Anstatt Basilikum könnt ihr euch auch eine Mischung aus Petersilie und Basilikum verwenden oder auch etwas frische Minze hineinwerfen. Köstlich! Grüne Gazpacho (für etwa 3 Portionen) 250 Gramm weiße Bohnen aus der Dose, abgespült und abgetropft 150 ml ungesüßte Mandelmilch (oder ungesüßte Sojamilch) 50 Gramm Cashewmus 2 Zehen Knoblauch, gepresst 2 EL Zitronensaft 15 - 20 Gramm Basilikum (große Stengel entfernt) 280 Gramm grob geschnittene Zucchini (bei großen Zucchini den trockenen Innenteil entfernen) 200 Gramm grob geschnittene Gurke 100 ml Gemüsebrühe, kalt 1 - 2 EL Edel-Hefeflocken Salz In einem Mixer oder Blender die Bohnen mit der Mandelmilch und dem Cashewmus fein pürieren. Dann die restlichen Zutaten dazu geben und fein pürieren, mit Salz abschmecken. Die Suppe im Kühlschrank mindestens eine halbe Stunde kühlen und dann mit frisch getoastetem Brot servieren. Yum! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 19. - 25. Juni 2017

26. Juni 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 19. - 25. Juni 2017 Montag Meine Woche hat wunderbar begonnen: Mit diesem lustigen Video, das harte Fleisch-Liebhaber beim genüsslichen Verspeisen von veganen Burgern zeigt, ohne dass die Rocker überhaupt merken, dass sie kein Fleisch essen. Einer der Rocker sagt sogar ganz ehrlich, dass der Burger super schmeckt, aber er ihn gar nicht probiert hätte, wenn man ihn vorher gesagt hätte, dass es ein veganer Burger ist. Vielleicht eine kleine Erinnerung für alle Veganer? Manchmal ist Schweigen wirklich Gold... und gesprochen wird erst nach dem letzten Bissen. Dienstag M und ich sind auf der Autobahn an einem Tiertransport vorbeigefahren. Aus den Spalten des Transporters reckte ein Schwein den Rüssel, um den Wind und die Sonne auf der Nase zu spüren. Vermutlich war es auch das erste Mal, dass das Schwein die frische Luft atmen durfte. Der Anblick des Schweins, das am Weg zum Schlachthof die Sommersonne genießt, rührte mich zu Tränen. Für mich eine gute Erinnerung, warum ich mich vor fast zehn Jahren für eine vegane Lebensweise entschieden habe: Es ist falsch, Tiere für unseren Genuss zu töten, und es gibt keinen humanen Tod für jemanden, der leben will. Mittwoch Es ist heiß! OMG, so heiß. Warum ist es so heiß? Ich bin keine besondere Freundin des Sommers, ich kann nichts dafür. Ich schwitze schnell, ich kriege Kopfschmerzen von der Hitze, ich sitze nicht gerne in der Sonne. Was ich allerdings am Sommer liebe, sind die bunten, riesigen Salate, die M und ich so gerne essen. Auf diesem hier waren selbstgemachte Süßkartoffel-Burger. Donnerstag Es ist immer noch heiß! Und darum gibt es mehr Salate. Dieser hier mit Käferbohnen, meine neuen Lieblingsbohnen. Und Kartoffeln. Dazu kommt alles an Gemüse, was der Kühlschrank so hergibt. Und Wassermelone als Nachtisch. Vielleicht ist der Sommer doch nicht so schlecht. Freitag Mit meinen Eltern habe ich in Linz veganes Bananenbrot und Eistee genossen. Ich liebe es, wenn Kaffeehäuser einen veganen Kuchen im Angebot haben! Diesen hier habe ich im sehr netten Cafe Gerberei gegessen. Samstag Ich bin um 7 Uhr aufgestanden, um mit meiner Frau Mama laufen zu gehen und bin deswegen jetzt noch stolz auf mich! Auf einem Feldweg habe ich diese wunderschöne Fasanen-Feder gefunden und sie mitgenommen (die anderen Läufer haben mich und meine Feder zwar komisch angeschaut, aber egal). Jetzt steckt sie bei mir in einer Vase und sieht toll aus. Ich rede mir ein, dass mir ein Fasan ein Geschenk gemacht hat, weil ich ihn nicht esse.  Am Abend waren wir dann bei Front Food in Linz, und weil ich so brav gelaufen bin, musste ich als Ausgleich natürlich einen riesigen Döner essen. Er war köstlich! Mein neuer Lieblingsdöner.  Sonntag M isst regelmäßig Nudeln in der Kantine in seiner Arbeit (die mittlerweile sogar als vegan gekennzeichnet werden). Schön für ihn, schlecht für mich. Da er so oft auswärts Nudeln isst, kochen wir daheim nur selten Pasta. Am Sonntag habe ich mich endlich durchgesetzt und zum Curry anstatt Reis Nudeln gekocht. Es war göttlich! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Gesunde Mac and Cheese - vegan und ohne Fett

13. Juni 2017 Totally Veg! 

Gesunde Mac and Cheese - vegan und ohne Fett Habt ihr je darüber nachgedacht, welches Gericht eure Henkersmahlzeit wäre? M und ich haben vielleicht seltsame Gesprächsthemen, aber ich finde die Frage interessant! Während er sich für einen veganen Burger mit Pommes entscheiden würde, müsste es bei mir vermutlich Pasta sein. Ich liebe Nudeln in allen Variationen, und ich könnte mir als letzte Mahlzeit nichts Besseres als Pasta mit einer cremigen Sauce vorstellen. Danach würde ich vermutlich mit einem Lächeln zur Guillotine marschieren.  Um von diesem morbiden Thema der Henkersmahlzeit wieder wegzukommen, sprechen wir doch lieber über mein neuestes Lieblingsrezept mit Pasta - Mac and Cheese! Wer es nicht kennt: Mac und Cheese ist ein amerikanischer Klassiker, Nudeln mit viel, viel Käsesauce. Oh yeah. Mir schmeckt das unglaublich gut, aber auch die vegane Version ist üblicherweise bombastisch voll mit Fett und Kalorien (leider besteht veganer Käse nicht nur aus Luft und Liebe, sondern schlägt beim Fettgehalt ordentlich zu Buche). Und ich würde Mac und Cheese doch gerne jeden Tag essen, aber ich will auch nicht, dass meine Hose platzt.  Zum Glück habe ich euch ein Rezept für gesunde - ja wirklich! - Mac and Cheese mitgebracht. Ohne Öl oder Margarine, mit Gemüse, wenig Kalorien, ohne Soja und dafür ganz viel Geschmack! Es schmeckt nicht so wie Käsesauce, aber es ist wirklich unglaublich gut und cremig und einfach ein richtiges Wohlfühlessen. Ich esse dieses Gericht am liebsten mit geröstetem Broccoli, aber ihr könnt auch eine große Handvoll Spinat oder tiefgekühlte Erbsen hineinmischen. Alles schon probiert, alles sehr lecker. Und für die Puristen unter euch, ihr könnt den Broccoli auch einfach weglassen und die Sauce pur mit den Nudeln genießen. Das Rezept ist auch glutenfrei, wenn ihr glutenfreie Nudeln verwendet. Seht ihr, ein echter Alleskönner! Ich liebe dieses Gericht und es gibt wenig Dinge, die mich glücklicher machen, als eine Schüssel dieser leckeren Nudeln zu essen. Mac and Cheese (für 3 - 4 Portionen) 50 Gramm Karotten, in groben Scheiben 50 Gramm Zwiebeln, in groben Stücken 170 Gramm Kartoffeln, geschält und in groben Stücken 230 ml Wasser 80 Gramm Cashews (ungeröstet und ungesalzen) 3 Zehen Knoblauch, gepresst 100 ml Wasser 1/­­4 TL Senf 2 TL Essig (oder Zitronensaft) 20 Gramm Edel-Hefeflocken Salz 220 Gramm Pasta (kurze Makkaroni, Penne, Hörnchen), am besten Vollkorn (optional glutenfrei) 1 Broccoli, davon die Röschen, in mundgerechten Stücken (optional) Wir fangen mit dem Broccoli an: Den Ofen auf 180 Grad vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Broccoli-Röschen darauf verteilen, leicht salzen und etwa 20 Minuten rösten, bis die Röschen bissfest und leicht gebräunt sind. Für die Sauce die Karotten, Zwiebeln und Kartoffeln mit 230 ml in einen Topf geben und mit einem Deckel zum Köcheln bringen. Kochen, bis das Gemüse weich ist. In der Zwischenzeit in einem Mixer oder einer Küchenmaschine die Cashews mit 100 ml Wasser und Knoblauch fein pürieren, bis die Masse sämig ist. In der Zwischenzeit könnt ihr auch schön die Pasta in reichlich gesalzenem Wasser kochen und sie dann abgießen. Wenn das Gemüse weich ist, lasst es kurz abkühlen und schüttet es dann samt mit seinem Kochwasser (!) zu den Cashews. Gemeinsam mit Senf, Hefeflocken und Essig gut pürieren, bis eine cremige Sauce entstanden ist, mit Salz abschmecken. Mit den gekochten Nudeln und dem Broccoli vermischen und servieren. Yum! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 22. - 28. Mai 2017

29. Mai 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 22. - 28. Mai 2017 Montag Kartoffeln gehen immer! Ich hatte Lust auf pure Kartoffeln (na gut, mit etwas Senf und Tzatziki dazu). Am liebsten esse ich sie aus dem Ofen, ganz ohne Öl zubereitet - dafür die Kartoffeln roh in Stücke schneiden, weich kochen, mit Oregano bestreuen und dann auf Backpapier etwa 20 Minuten bei 180 Grad backen. Dienstag Dienstag ist Yoga-Tag, und vor Yoga gibt es immer eine große Portion Oatmeal (auch als Porridge, auch als Haferbrei bekannt). Dieses Mal gekocht mit feinblättrigen Haferflocken, Sojamilch und Zimt, dazu gab es Beeren und etwas Soja-Joghurt.  Mittwoch Manchmal bin ich nicht besonders einfallsreich, was mein Mittagessen für's Büro angeht. Wenn mir gar nichts anderes einfällt, mische ich Reis mit Gemüse und Bohnen und gebe ein Dressing darüber (hier aus Reisessig, Sojasauce und Sweet-Chili-Sauce) - fertig! Und ganz ehrlich: Es mag zwar einfallslos sein, aber es schmeckt trotzdem ausgezeichnet! Donnerstag Einer der schönen, zahlreichen Feiertage im Frühjahr! Herrlich. Nach einer morgendlichen Laufrunde gab es ein gemütliches Frühstück bestehend aus Brot, Aufstrichen, Avocado, Melone, Tofu-Feta und Oatmeal mit Beeren. Schön! Freitag Ich habe bei einem Bummel in Linz eine tolle Entdeckung gemacht: Eine kleines Schokoladengeschäft, das eine ganze Reihe an veganen Schokoladen, Riegeln und sogar Pralinen führt! Die Dame dort war sehr freundlich und hat mir geduldig alle Sorten vegane Naschereien aufgezählt, bis ich mich schließlich nach langem Hin und Her für Himbeer, Kaffee-Kardamom- und Macadamia-Nougat-Pralinen entschieden habe, die ich vor dem Geschäft mit meinen Eltern verspeist habe. Da ich ein netter Mensch bin, habe ich auf dem Absatz kehrt gemacht und zur Belustigung der Verkäuferin mehr Pralinen und Nougat für meinen M gekauft.  Samstag    Eine morgendliche Laufrunde mit der Frau Mama, davor eine Stärkung aus Haferflocken und Obst - schön! Ich bin recht neu im Lauf-Fieber und ich bin selbst noch ganz überrascht, dass ich diese Zeile überhaupt schreibe, war ich doch jahrelang ein extremer Lauf-Muffel. Irgendwie ist der Knopf aber doch aufgegangen und nun jogge ich (langsam und nicht besonders weit) durch die Gegend. Gibt es unter euch auch Läufer oder solche, die es werden wollen? Sonntag Wenn man  an einem Sonntag-Abend weiß, dass noch zwei Burger im Kühlschrank darauf warten, sich in ein Brötchen zu legen und den Weg in meinen Magen zu finden - das macht mich glücklich. Serviert wurden die Burger mit Tortellini-Salat, eine Abwandlung meines Nudelsalats. Lecker! So endet die Woche perfekt. Bonus  Meine Oma hatte vor einiger Zeit Geburtstag und wir waren zu diesem Anlass im Stiftskeller St. Florian, das sich langsam, aber sicher zu einem meiner Lieblingsrestaurants mausert. Ich bestellte das Schnitzel mit Kartoffelsalat (der unglaublich üppig und leider sehr geil ist), als Dessert gab es Panna Cotta, Cappucino mit Sojamilch und ein paar Bissen von M's veganen Topfenknödel mit Rhabarber-Kompott. Alles war fabelhaft, toll gewürzt, riesige Portionen und nächstes Mal ziehe ich die Stretch-Pants an, wenn ich in den Stiftskeller gehe.  Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegan in Südtirol - La Vimea Biotique Hotel

1. Mai 2017 Totally Veg! 

Vegan in Südtirol - La Vimea Biotique HotelNach Regen, Kälte und dicken Schneeflocken im April war ich sehr froh, ein Wochenende nach Bella Italia fliehen zu können, in der Hoffnung auf schönes Wetter und Entspannung. Gefunden habe ich beides - im La Vimea Biotique Hotel, ganz nahe an der bekannten Touristendestination Meran. Ich war zuvor noch nie in Südtirol und als Alpenländlerin nahm ich naiv an, dass es in Südtirol wohl wie bei uns aussehen wird (sprich, warum so weit fahren, wenn es dasselbe in grün ist?). Hätte ich gewusst, wie schön und einzigartig diese Gegend ist, wäre ich schon längst dorthin aufgebrochen - die Mischung aus alpiner Landschaft und mediterranem Flair habe ich noch nie irgendwo erlebt. Die Berge waren mit Schnee bezuckert, die Palmen wiegten sich in einer sanften Brise und das Wetter war warm genug, um in kurzen Hosen den Aperol Spritz auf der Terrasse zu genießen. Ich kann Südtirol nur empfehlen, selten war ich von etwas so positiv überrascht! Übernachtet haben wir im La Vimea Biotique Hotel in Naturns, das etwa 15 Autominuten von Meran entfernt ist und die Pforten für seine erwachsenen Gäste seit letztem Jahr geöffnet hat. Naturns ist wie Meran sehr schön gelegen und mit atemberaubenden Bergpanorama idealer Ausgangsort für Spaziergänge, Wanderungen und Radtouren. Das La Vimea ist ein rein vegetarisches Bio-Hotel, das sich der Erholung, der Ruhe und einem gesunden Lebensstil verschrieben hat und für mich ein wunderbarer Ort ist, um Urlaub zu machen. Auch, wenn man vielleicht in anderen Hotels in der Gegend ein veganes Essen bekommen könnte - es ist einfach etwas Besonderes, an einen Ort zu kommen, wo gar kein Fleisch serviert wird und wo man ganz genau weiß, was "vegan" bedeutet. Die Betreiber des La Vimea leben selbst vegetarisch und vegan und man merkt, dass es in diesem Hotel um mehr geht als um einen schnellen Trend. Ich fühlte mich besonders gut aufgehoben und fand das Abendessen mit dem edlen veganen Menü viel angenehmer, als wenn sich am Nachbartisch die Schnitzel türmen würden. Das gemeinsame Genießen von allem, was die Pflanzenküche hergibt, war abends immer ein besonders schöner Moment. Außerdem merkt man die Überzeugung für einen alternativen Weg bis zum letzten Detail: Auch in den Zimmern gibt es rein vegane Pflegeprodukte und auf Umweltfreundlichkeit wird besonders geachtet - beispielsweise ist das gesamte Essen in Bio-Qualität und der Pool ist nicht gechlort. Aber fangen wir von vorne an, oder? Die Zimmer im La Vimea sind genau nach meinem Geschmack eingerichtet - puristisch, edel, mit viel warmem Holz und einem sehr schönen Bad (eine tolle Dusche finde ich ganz wichtig!). Wir hatten im Zimmer alles, was man so braucht und durch die klaren Linien ist es trotzdem so minimalistisch, was zumindest bei mir immer Ruhe im Kopf auslöst.   Das Hotel bietet einen Wellness-Bereich mit verschiedenen Saunen, Infrarot-Kabine und Indoor-Pool. Nach einem aufregenden Tag in Südtirol ist es wirklich wunderbar, in die kuscheligen (ich sehe aus wie ein Yedi!) Bademäntel zu schlüpfen und die Saune oder den Pool zu genießen.  Außerdem gibt es regelmäßige Yoga-Kurse, die man zusätzlich buchen kann (ich habe die leider verschlafen) und eine große Auswahl an ayurvedischen Behandlungen und Massagen. Im wirklich sehr schönen hoteleigenen Garten wartet ein Schwimmteich, in den mich die April-Sonne aber doch noch nicht hineinlocken konnte.  Was euch sicher am allermeisten interessieren wird, ist aber das Essen, nicht wahr? Begonnen hat die kulinarische Reise mit einem veganen Wein auf der Terrasse, der Wein stammt übrigens von einem biodynamischen Weingut in der Toskana (ich sage ja, hier hat man ein Auge für's Detail). Zum Aperitif gibt es bereits einen Gruß aus der Küche, was einfach nur Lust auf mehr macht!  Abends gibt es ein fixes veganes Menü für alle Gäste. Auf der Menü-Karte wird das Menü aber sehr puristisch beschrieben: Für jeden Gang sind jeweils drei Zutaten angegeben. Ich finde die Idee toll, weil ich Rätsel ja super finde - leider bin ich immer meilenweit daneben gelegen (daran bin ich aber selbst schuld, weil ich bei quasi jedem Gang auf "Curry" getippt habe. War es aber nie, Frau Sternekoch). Das Essen im La Vimea ist vegan, rein Bio und sehr gesund, bedeutet, ohne raffiniertes Mehl oder Zucker und natürlich ohne Fertigprodukte. Ich will jetzt ganz ehrlich sein: Ich hatte anfangs Vorbehalte. Ich esse zwar daheim sehr gesund (und sehr simpel), aber ich esse auch gerne vegane Burger, Pommes und fette Torten, und ich konnte mir einen Urlaub ohne das und somit das Essen im La Vimea nicht so ganz vorstellen. Ja, das klingt blöd und ist als zweifache Kochbuch-Autorin schon fast peinlich, aber man ist dann trotzdem irgendwie in seinen Bahnen eingefahren. Und ich bin so froh, dass ich mal wieder etwas Neues gekostet habe, denn mich hat das Essen im La Vimea wieder inspiriert, ich habe komplett neue Geschmackserlebnisse gehabt und war froh, mich auf die Überraschung einzulassen. Ich habe noch nie Buchweizen-Pancakes oder lauwarme Suppe aus roter Beete oder Walnuss-Tofu-Creme gegessen, aber ich bin sehr froh, das nun endlich gekostet zu haben, denn es war köstlich! Und das Essen im La Vimea ist immer wunderschön angerichtet (ein Traum für alle Instagramer!). Jeder Abend beginnt mit einem Salat-Buffet, das aus rohem oder gekochten Gemüse besteht. Ich habe das erste Mal Fenchel gegessen, der mir tatsächlich geschmeckt hat. Zum Salat-Buffet wird das weltbeste Ciabatta gereicht. Am ersten Abend gab es einen Wildkräuter-Salat mit Apfel und Rosinen, der von der frischen Minze gelebt hat und für den ich dadurch fast kein Dressing gebraucht hätte. Danach es Vollkorn-Basmatireis mit einem Karotten-Mandel-Pesto. Ich weiß nun auch, dass Pesto aus Mandeln nicht mein Ding ist (Marzipan!) aber dafür hat es M sehr gut geschmeckt. Anschließend gab es Bohnen-Laibchen mit herrlichen Dips und knackiger Rohkost, nur ganz leicht mit etwas Olivenöl mariniert.  Als Dessert wurde ein Minze-Sojamilch-Pudding mit Keksen und Nüssen kredenzt. Ich habe noch nicht ganz herausgefunden, wie der Minze-Geschmack in die Sojamilch gekommen ist, aber ich fand es eine tolle erfrischende Idee. Am nächsten Tag ging es nach einer morgendlichen Laufrunde (der abendliche Aperol in mir fand die Idee nicht so schön) ab zum Frühstücksbuffet. Hier warten hausgemachte Köstlichkeiten wie Gemüsestrudel, Kichererbsen-Quiche, Falafel mit Dip und Kuchen, dazu gibt es natürlich frisches Brot, pflanzliche Milch und Soja-Johurt sowie frisches Obst und Müsli. Einzig ein veganer Aufstrich und Porridge oder Chia-Pudding sind mir hier noch abgegangen. Zum Frühstück gibt es auch eine vegetarische Ecke mit Kuhmilch und Käse aus Kuhmilch. Zusätzlich zum Buffet gibt es die Möglichkeit, Pancakes oder Rührtofu zu bestellen - und besonders die Buchweizen-Pancakes sind spektakulär, mit viel Sirup und Bananeneis serviert, ein Gedicht! Wie auch sonst ist hier alles in Bio-Qualität und im La Vimea wissen sie auch, wie man richtig schönen Sojamilch-Schaum auf Kaffee macht, herrlich! Den Tag verbrachten wir in Meran - ich kann euch nur empfehlen, mit dem Mini-Sessellift nach Dorftirol zu fahren und von dort gemütlich zur Gilfenklamm zu spazieren. Aber Vorsicht, hier laden zwischen den Weingärten zahlreiche kleine Gasthäuser zum Einkehren und Weintrinken und Sonnensitzen ein, der Weg wird also viel länger dauern, als ihr das angenommen hättet. Außerdem muss man so oft stehenbleibe, um "Oh" und "Ah" zu sagen, dass es quasi ein tagesfüllender Spaziergang wird. Und nein, ich übertreibe nicht, Meran ist wirklich so eine Augenweide. Für Ausflüge könnt ihr euch im La Vimea übrigens auch ein Lunch-Paket zum Mitnehmen vorbestellen! Am späten Nachmittag waren wir müde und mit Sonnenbrand wieder zurück im Hotel und nach einer Runde im Pool und einem kleinen Schläfchen bereit für das Abendessen. Nach dem Rate-Spiel mit der Menükarte (wo ich bei jedem Gang wider besseren Wissens auf "Curry" getippt habe), ging es los mit Tempura-Gemüse und Walnuss-Tofu-Creme. Für mich nicht nur optisch ein absolutes Highlight, mehr gibt es da nicht zu sagen. Danach folgte lauwarme rote Beete-Suppe mit Cashewcreme. Rote Beete (oder "Rauna", wie die Schwiegermama sagt) esse ich ganz gerne, M hat eher Vorbehalte, da er den erdigen Geschmack nicht so mag. Diese rote Beete war ein Gedicht, süß und aromatisch und überhaupt nicht erdig, mit üppiger Cashewcreme perfekt abgestimmt. Als nächstes gab es Buchweizen-Pfannkuchen mit Spinat und Reismilch-Bechamel, die ich ganz toll und M weniger gut fand (er mag Bechamel aber auch nicht und ich habe ihm seine Portion gerne abgenommen). Und zum Abschluss noch etwas, von dem ich heute noch träume: Bananenkuchen. Knuspriger Teig mit sehr süßen Bananen oben darauf, himmlisch. Und ihr wisst, dass ich bei süßen Sachen ziemlich hohe Standards habe. Ein perfekter Abschluss für den Kurzurlaub in Bella Italia. Falls ihr also gerne die einzigartige Gegend Südtirols in einem schönen Hotel genießen wollt, kann ich euch das La Vimea nur empfehlen. Für mich stimmt hier einfach das Gesamtpaket - ein edles Hotel mit gesunder, leckerer Küche für Erwachsene, die Ruhe und Entspannung suchen, in einer wunderschönen Lage. Ich war sicher nicht das letzte Mal dort. Disclaimer: Ich war für den Hotelbericht und -test im La Vimea Biotiqe Hotel. Eine Bezahlung hat nicht stattgefunden, und meine Meinung war davon nicht beeinflusst - das La Vimea ist toll, punkt. Ich empfehle euch nichts, was mir nicht zusagt, meine vegane Hand drauf. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 10. - 16. April

17. April 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 10. - 16. April Montag Mit einem leckeren Curry fängt die Woche einfach besser an. In diesem hier waren neben Kokosmilch, Mandelmilch, Curry-Paste und Gemüse auch etwas im Ofen gebackener Tofu. Yum! Dienstag In letzter Zeit backe ich wieder fleißig Brot. Dieses Rezept hier geht schnell und man weiß genau, welche Zutaten drinnen sind - außerdem schmeckt es super! Hier mit einem Aufstrich aus Gürkchen, Kichererbsen und Soja-Joghurt, der mich an Thunfisch-Aufstrich erinnert. Mittwoch Chili Time! Ich liebe Chili mit Quinoa, dafür lasse ich auch jedes Soja-Hack stehen. Dazu etwas knackiges Gemüse und ich bin glücklich. Donnerstag M und ich lieben große Salate! Ich bestelle in Restaurants nie Salate, weil unsere eigenen einfach zu gut sind. In diesem hier sind grüner Salat, Paprika, Radieschen, weiße Bohnen, Avocado und Kartoffeln und ein Senf-Dressing mit viel Knoblauch. Freitag M und ich hatten den Karfreitag frei und haben die Zeit für einen Stadtbummel genutzt. M hat von seiner Arbeit noch Essensgutscheine, und wir entschieden uns dafür, diese Gutscheine für ein asiatisches Buffet in einem uns noch unbekannten Restaurant zu nutzen - immerhin ist das Essen gratis und wie schlecht kann es schon sein? Wie es sich herausstellte: Sehr schlecht. Das Buffet ging vor Fleisch, Fleisch, Meeresfrüchten und Fleisch nur so über (vieles davon sah auch nicht besonders frisch aus), das Gemüse war buchstäblich in Öl ersäuft und die Nudeln waren so salzig, dass man sie kaum essen konnte. Wir waren uns beide einig, dass der weiße Reis das leckerste Gericht war. Ohne herablassend zu klingen, mir tun Leute ehrlich leid, die denken, dass das gutes Essen ist. Gemüse muss nicht so schmecken! Samstag Ein faules Wochenende verlangt nach einem Lauf an der frischen Luft nach einer großen Portion Oatmeal mit Erdbeeren und ein wenig Schokolade darauf. Herrlich! Der restliche Tag wurde mit Besorgungen und den letzten Sonnenstrahlen verbracht. Sonntag Am Ostersonntag haben wir uns bei meinen Eltern eingeladen. Mein Vater hat vegane faschierte Laibchen mit Kartoffelpüree, grünen Bohnen und Biersauce gezaubert, als Dessert haben wir richtig reingehauen: Neben einer selbstgemachten Kokostorte (Rezept bald am Blog) gab es auch noch für jeden ein veganes Magnum (also Vanilleeis in Schokohülle). Perfekt für Ostern, aber danach war ich richtig, richtig voll. Bonus Ich war kürzlich eine Nacht in München für einen spontanen Ausflug und kann euch die Schlemmerei nicht vorenthalten. Gegessen habe ich am Abend im Hans im Glück, die mehrere vegane Burger anbieten und seit Neuestem sogar einen veganen Kuchen (der lecker ist, aber mit etwas veganem Eis noch besser wäre!). Am nächsten Tag waren wir im Louis Hotel am Vikutalienmarkt frühstücken. Das Frühstück dort ist wirklich ein Erlebnis, die vegane Auswahl ist riesig und sie machen die allerbesten veganen Pancakes! Abends waren wir noch im Royal Kebaphaus am Hauptbahnhof auf einen veganen Dürüm (den ich nur aus Gusto, aber nicht aus Hunger gegessen habe, um ehrlich zu sein). Insgesamt ein wirklich köstlicher Ausflug! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegane Chocolate Chip Cookies mit Cashewmus (ohne Öl oder Margarine)

9. April 2017 Totally Veg! 

Vegane Chocolate Chip Cookies mit Cashewmus (ohne Öl oder Margarine)Ostern steht vor der Türe und am Ostersonntag ist Naschen angesagt! Während zwar in meinem Küchenschrank schon ein veganer Schokohase geduldig wartet, ist etwas Selbstgebackenes sogar noch besser! Aber Schokolade muss es sein - am besten Chocolate Chip Cookies! Diese Cookies habe ich kürzlich für einen Abend mit Freunden kreiert - und sie sind herrlich knusprig, innen weich und schmecken himmlisch. Sie kommen sogar komplett ohne Öl oder Margarine aus! Anstelle davon kommt Cashewmus in den Teig - ja, auch Cashews haben viel Fett, aber gleichzeitig auf viele gesunde Eigenschaften, und die Cookies hauen trotzdem nicht so rein wie ihr reguläres Gegenstück. Außerdem liebe ich Cashewmus heiß, es gibt einen tollen, fast buttrigen Geschmack - ihr könnt auch Erdnussmus verwenden, aber ich mag sie mit Cashews einfach lieber.  Chocolate Chip Cookies (für 12 Stück) 50 Gramm Cashewmus 70 ml Mandel- oder Sojamilch 80 Gramm brauner Zucker 50 Gramm weißer Zucker 1 Messerspitze gemahlene Vanille (optional) 180 Gramm Mehl 1/­­2 TL Natron 1/­­4 TL Salz Prise Zimt 100 Gramm vegane Schokotropfen (oder gehackte Schokolade) Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.  In einer Schüssel das Cashewmus mit Mandelmilch, Zucker und Vanille  mit einem Schneebesen verrühren (das Cashewmus kann kurz in der Mikrowelle erwärmt werden, damit es sich besser vermischen lässt). In einer zweiten Schüssel Mehl, Natron, Salz, Zimt und Schokotropfen vermischen. Die Mehl-Mischung in drei Teilen unter die Cashew-Zucker-Mischung heben und behutsam mit einem Löffel einen formbaren Teig daraus rühren. Den Teig esslöffelweise in Bällchen auf das Blech setzen und bei 180 Grad etwa 9 - 12 Minuten backen, bis der Rand leicht gebräunt ist. Die Kekse werden in der Mitte noch weich sein, sie werden nach dem Auskühlen aber fest. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegan in Dublin

26. März 2017 Totally Veg! 

Vegan in DublinMein Mann M und ich haben unsere Geburtstage sehr knapp hintereinander. Da wir es mit materiellen Geschenken nicht so haben (und wir unsere kleine Wohnung nur sehr begrenzt Stauraum bietet), investieren wir gerne in gemeinsame Erinnerungen. Darum ging es heuer zu unseren Geburtstagen nach Dublin! Wir waren vor einigen Jahren bereits auf der grünen Insel, haben da aber mehr Zeit mit Landpartien verbracht und es nicht bis in die Hauptstadt geschafft - zum Glück konnten wir das nun nachholen! Dublin ist eine tolle Stadt und für einen kurzen Aufenthalt (wir waren drei Nächte dort) wie geschaffen. Der Liffey River Gleich nach unserer Ankunft ging es in die Innenstadt, da es bereits früher Nachmittag war und wir seit dem Frühstück nichts im Bäuchlein hatten. Gezogen hat es uns zu Umi Falafel, die, richtig geraten, Falafel und allerlei andere Köstlichkeiten aus der Kichererbse anbieten. Zu Mittag gibt es außerdem günstige Lunch-Menüs. Ich bestellte den Tabbouleh-Salat, Hummus, Falafel und Brot, M hatte den Falafel-Wrap mit Kartoffelspalten. Mir hat besonders der Tabbouleh-Salat ausgezeichnet geschmeckt und auch die Kartoffelspalten waren eine Wucht! Einzig der Wrap hätte etwas mehr Hummus vertragen können, aber er war trotzdem sehr gut.  Tabbouleh, Hummus, Pita-Brot und Falafel  Falafel-Wrap mit Kartoffelspalten im Körbchen Danach war ein Spaziergang angesagt durch bereits in Blüte stehende Parks und rund um das Dublin Castle. In der Chester Beatty Library befindet sich ein sehr schönes Cafe, die auch einen tollen Soja-Cappucino machen!  Dublin Castle  Park neben dem Dublin Castle  Dublin Castle  Kaffee & Soja-Cappucino - mhmm  Cafe in der Chester Beatty Library Am nächsten Tag hatten wir einen frühen Termin am Trinity College, um die Ausstellung rund um das Book of Kells zu bewundern. Das Buch ist wirklich schön, noch schöner fand ich aber die alte Bibliothek! Ein Tipp: Bucht euch einen frühen Termin und marschiert durch die Ausstellung in die Bibliothek, dann seid ihr dort ganz alleine und könnt in Ruhe den Geruch nach alten Büchern einatmen (in die Ausstellung könnt ihr dann zurück, wenn die Touristenhorden eingefallen sind).  Trinity College    Trinity College  Old Library im Book of Kells Museum - ich plane, hier einzuziehen Old Library Wendeltreppe Zum Mittagessen ging es dann ins Restaurant Cornucopia. In diesem vegetarischen Restaurant holt ihr euch das Essen selbst vom Tresen und nehmt dann im gemütlichen Dining-Room Platz. M entschied sich für die herzhafte Polenta mit Sauce, und bei mir fiel die Wahl auf das Kürbis-Gulasch mit Tofu. Mein Kürbis-Gulasch war hervorragend, so cremig, mit süßem Kürbis und herzhaft eingelegtem Tofu (obwohl es M herablassend als "Gatsch" bezeichnet hat). Zu jedem Gericht darf man sich auch Salate aussuchen und die haben mir auch besonders gut geschmeckt, M und ich waren uns einig, dass der Kartoffelsalat unser Favorit war! Die Kartoffeln waren mit einem cremigen Dressing angemacht und es waren ganze Haselnüsse drin, mhmm. Während die Preise im ersten Moment nicht zu günstig wirken, sind die Portionen tatsächlich riesig, wir hatten schon zu kämpfen, unsere Teller zu leeren.  Polenta-Cakes  Eintopf mit Kürbis und Tofu Herrlicher Kartoffelsalat! Nach dem Besuch im Cornucopia waren wir dank der großzügigen Portionen so voll, dass wir ein Nickerchen brauchten. Anschließend ging es durch Temple Bar (die Ausgeh-Meile) und schließlich bis ins älteste Pub Irlands, dem Brazen Head. Ich fand es dort sehr gemütlich und kann den Besuch nur empfehlen!  The Temple Bar bei Nacht  Brazen Head Pub Brazen Head Pub Am nächsten Tag war M's Geburtstag! Nach einem Frühstück im Hotel (geschlafen haben wir übrigens im Holiday Inn Express Dublin City, das ich nur empfehlen kann) ging es in die Guinness Brauerei, was sich M besonders gewünscht hat. Guinness-Bier ist leider nicht vegan #sadface, aber, und jetzt kommt das große Aber, Guinness wird die Produktion noch heuer so umstellen, dass das Bier ohne tierische Klärstoffe auskommt! Hurra! Ich finde es super, dass hier auf Kundenwünsche eingegangen wird und freue mich schon darauf, wenn das Bier dann vegan ist - bis dahin kann man ja das Museum genießen. Im Eintrittspreis ist ein Glas Guinness inkludiert, das man aber auch für einen Soft Drink benutzen kann. Der Besuch des Museums lohnt sich jedenfalls, die Ausstellung ist sehr schön und modern aufbereitet, das alte Gebäude sehr beeindruckend und das Highlight ist sicherlich die Gravity Bar im obersten Stockwerk, in der man eine wunderbare Aussicht über Dublin hat. Für das Geburtstagskind kam dann extra die Sonne heraus! Frühstück im Hotel - Baked Beans mit Toast, Sojamilch mit Weetabix  Eingang zur Guinness Brewery  Schöne alte Architektur der Brauerei  Im Museum Aussicht von der Gravity Bar im Guinness Museum   Für M's Geburtstag musste es etwas Besonderes zu Mittag sein und so hatte ich uns einen Tisch im veganen Restaurant Sova Vegan Butcher reserviert. M bestellte den Döner Wrap und ich den Burger, beides war umwerfend! Saftig, deftig und genau das Richtige für einen Geburtstag. Natürlich mussten wir auch Dessert bestellen und es gab für uns zum Abschluss noch Lime Cheesecake im Glas und Chocolate Mousse, beides wirklich gut. Wir rollten aus dem Restaurant, aber das war es wert! Ich kann einen Besuch im Sova Vegan Butcher nur empfehlen, es ist sehr nett eingerichtet und das Team dort sehr zuvorkommen.  Burger mit Salat Seitan Wrap mit Salat   Schokomousse - aus Avocado gemacht!  Lime Cheesecake mit Erdbeeren  Sova Vegan Butcher   Nach einem Spaziergang kehrten wir noch beim Rolling Donut ein. In diesem Donut Shop gibt es täglich mehrere vegane Sorten! Mein Liebling war der Vanille-Mandel-Donut, M liebte den Schoko-Kokos-Donut. Wir haben dort öfters Donuts gekauft, sie machen sich auch ausgezeichnet zu einem abendlichen Picknick im Hotel!  Rolling Donut - Donut Himmel!  Schoko-Kokos-Donut Vanille-Mandel-Donut  Unser Hotel Picknick - vegane Sandwiches von Marks & Spencer, Chips, Donuts, Rohkost-Riegel und die allerbesten Kekse von Tesco (zum Glück gibt es die bei uns nicht!) Am letzten Tag spazierten wir noch ein wenig durch Dublin, bevor wir dann in Nando's eingekehrten. In dieser Kette waren wir bereits in London und dort nicht so begeistert, aber wir beschlossen, es noch einmal zu versuchen. Dieses Mal bestellten wir den Veggie Burger und Veggie Wrap mit extra Avocado, und es war viel besser! Wenn man Lust auf etwas junkiges Essen hat, ist man dort jedenfalls gut aufgehoben.  Christ Church Cathedral    Blumen!  The Oliver St. John Gogarty Bar - sehr touristisch, aber auch nett  Samuel Beckett Bridge in Form einer Harfe  Veggie Burger mit Pommes und Knoblauchbrot (erstaunlicherweise auch vegan)  Veggie Wrap mit Pommes Dublin ist eine so hübsche Stadt und es gibt so viel zu tun - ich kann nur meine wärmste Empfehlung aussprechen! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Quinoa-Salat mit Bohnen und Cashew-Dressing (glutenfrei, ohne Öl)

5. März 2017 Totally Veg! 

Quinoa-Salat mit Bohnen und Cashew-Dressing (glutenfrei, ohne Öl)Der Frühling kommt, ganz bestimmt! Auch wenn es momentan noch kühl und düster draußen sein kann, die warme Jahreszeit erwartet uns... und ich esse aus lauter Vorfreude schon viele knackige Salate. Mein Mann und ich nehmen uns beide unser Mittagessen ins Büro mit und ich bin immer gut gelaunt, wenn ich meine Lunchbox aufmache und mich viele bunte Farben anlachen! Da ich am Morgen weder Zeit noch Lust habe, Gemüse zu schnippeln, müssen meine Salate bereits am Vorabend hergerichtet werden und am nächsten Tag trotzdem noch gut schmecken - kurz, meine Salate müssen belastbar sein. Dieser Quinoa-Salat mit Cashew-Dressing ist dafür perfekt, er schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser, lässt sich als Mittagessen für die Arbeit, in der Uni oder Schule super transportieren und macht dabei trotzdem nicht schlapp. Das Wichtigste ist natürlich, dass er toll schmeckt, ich liebe den Kontrast zwischen knackigem Gemüse, weichen Bohnen und dem cremig-buttrigem Dresssing. Auch mein Mann M isst diesen Salat sehr gerne, und das, obwohl er um Quinoa sonst üblicherweise gerne einen weiten Bogen schlägt. Der Salat versorgt euch auch mit vielen Vitaminen und Nährstoffen, die man für einen anstrengenden Tag eben so braucht (aber vor allem ist er sehr, sehr lecker). An Gemüse könnt ihr natürlich variieren, was ihr gerade zur Hand habt - Tomaten und Gurken sollten besser entkernt werden, damit der Salat nicht gatschig wird. Den Rucola lege ich am Morgen einfach auf den Salat und mische ihn zum Mittagessen unter, damit er nicht zusammenfällt. Quinoa-Salat mit Bohnen und Cashew-Dressing (für vier Portionen) Für den Salat: 180 Gramm Quinoa 400 ml Gemüsebrühe 1 gelber Paprika, klein geschnitten 1/­­2 Salatgurke, entkernt und fein geschnitten 2 Stangen Stangensellerie, fein geschnitten 2 kleine Karotten, fein geschnitten 200 Gramm weiße Bohnen, aus der Dose 3 EL Edelhefeflocken Rucola zum Anrichten Für das Dressing: 40 Gramm Cashewmus 4 EL heller Balsamico-Essig (oder euer liebster Essig) 4 EL Wasser 1 TL Senf 1 gepresste Knoblauchzehe Salz Den Quinoa in einem feinmaschigen Sieb waschen (so schmeckt er dann nicht bitter). Gemeinsam mit der Gemüsebrühe in einen Topf füllen und zum Kochen bringen. Die Hitze zurück nehmen und zugedeckt köcheln lassen, bis der Quinoa die Flüssigkeit aufgenommen hat. Auskühlen lassen, bis er nicht mehr zu heiß ist, dann mit den restlichen Zutaten für den Salat (bis auf den Rucola) vermischen. Für das Dressing alle Zutaten in einer Schüssel mit einem Schneebesen gut verrühren (ihr könnt das Cashewmus kurz erwärmen, wenn es sich sehr wehrt) und über den Salat leeren. Gut durchmischen und für mindestens eine halbe Stunde kühl stellen. Zum Servieren jeweils eine Handvoll Rucola klein schneiden und den Salat darauf anrichten. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche mit Wiener Vegan Ball - 13. - 19. 2. 2017

20. Februar 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche mit Wiener Vegan Ball - 13. - 19. 2. 2017   Montag Mich juckte es in den Fingern nach etwas Frischem zum Abendessen und so habe ich M und mir ein kleines Salat-Buffet zusammengestellt, mit Krautsalat, Salat aus roten Rüben, Bohnensalat und Blattsalat. Nachdem M Salat liebt (er ist sogar der größere Salat-Tiger von uns beiden), war der natürlich entzückt.   Dienstag Obwohl M und ich uns nicht viel aus dem Valentinstag machen, wartete am Frühstückstisch diese süße vegane Kuh auf mich, gemacht aus meiner liebsten Kokos-Schokolade von Zotter. Mittwoch Im Winter sind meine Hände immer schrecklich trocken. Zum Glück habe ich jetzt diese Handcreme von TreacleMoon entdeckt (#notsponsored), die ganz herrlich duftet! Donnerstag Haferflocken mit gefrorenen Beeren gehen doch immer, oder? Für den kleinen Hunger gibts die bei uns auch zum Abendessen. Freitag Wir sind nach Wien gedüst, um dort am Wiener Vegan Ball teilzunehmen! Nachdem wir am Abend im Hotel eingecheckt haben, ging es schnurstracks zur Swing Kitchen auf ein mächtiges Menü (wir mussten einen Teil davon einpacken, weil wir so geschwächelt haben). Samstag Samstag war sicherlich mein absoluter Lieblingstag dieser Woche! Zu einem späten Frühstück fielen wir im Superfood Deli ein, die dort ganz fabelhafte und hübsche Smoothie-Bowls machen. Ich kann diesen hübschen Laden nur empfehlen, das Essen ist toll und auch das Personal ist sehr freundlich! Abends ging es dann zum Wiener Vegan Ball im Arcotel Kaiserwasser, der mit einem fulminanten 5-Gänge-Dinner eröffnet wurde. Ich muss sagen, dass das Dinner wirklich ein Highlight war, jeder Gang war ausgezeichnet! Paniertes veganes Scampi auf Avocado Tartar  Glasierte Tomate mit Tofu-Füllung auf Tapioka (ist das nicht wunderschön?)  Kokossuppe mit Linsen und Shitake-Pilzen - eine der besten Suppen meines Lebens!  Dreierlei Teigtaschen auf Ratatouille-Gemüse  Apfelstrudel mal anders mit flambierten Rum-Obstsalat     Danach hatten M und ich Spaß auf der Tanzfläche (auch, wenn wir nicht formell tanzen können - aber darum geht es ja nicht, oder?) und machten uns einen schönen Abend. Abgeschlossen wurde der Abend dann mit einem tollen Goodie-Bag, voll mit leckeren veganen Dingen. Den Faschingskrapfen hat M dann am nächsten Morgen gefrühstückt. Sonntag Wir waren am Sonntag doch etwas müde und sind nach einem schönen Spaziergang in der Sonne und etwas Sushi wieder richtig Salzburg aufgebrochen. Daheim in unserer kleinen Wohnung war dann die Bettzeit sehr, sehr bald. Facebook: www.facebook.com/­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 30.1. - 6.2. 2017

6. Februar 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 30.1. - 6.2. 2017 Montag Auch diesen Sonntag habe ich brav für die nächste Woche vorgekocht - eine Gemüsesuppe mit Kichererbsen und extra Reis dazu. Daraus haben wir vier Portionen herausbekommen. Zwei Büro-Essen, über die ich mir keine Gedanken machen muss! Dienstag Dienstag ist Yoga-Tag ist Smoothie-Tag. Heute gab es einen großen grünen Smoothie mit Banane, Grünkohl, Kiwi und frisch gepresstem Orangensaft. Einziger Nachteil: Da ich den Smoothie recht spät trinke (erst so gegen halb 10, nach dem Yoga) und es doch eine ganze Menge Flüssigkeit ist, wandert man in der Nacht ins Badezimmer. Mittwoch Dieses Video von Kühen, die eine Schildkröte kennenlernen, hat mich zum Lachen gebracht. Es gibt einfach nichts Lustigeres als hüpfende Kühe! Donnerstag Auch diese Woche gab es wieder reichlich Kartoffeln, nach meiner neuen Lieblingsmethode zubereitet (schälen, in grobe Stücke schneiden, weich kochen und dann auf Backpapier im Ofen etwa 20 Minuten bei 190 - 200 Grad backen). Und ich finde es schade, dass es unsere bevorzugten Kartofferl nur im 2 Kilo-Sack gibt, das ist nicht besonders viel und in unserer Mini-Wohnung muss ein Sack darum im Kleiderschrank aufbewahrt werden (nein, fragt lieber nicht). Am liebsten essen wir übrigens weichkochende Kartoffeln! Freitag Momentan geht mir das kalte Wetter schon gewaltig auf die Nerven. Ich hätte gerne Frühling! Oder Sommer! Früher mochte ich den Sommer überhaupt nicht, die Hitze fand ich einfach furchtbar. Seit einigen Jahren habe ich mich allerdings damit angefreundet und sehne mich jedes Jahr schon nach Wärme. Vielleicht liegt's an meinen alten (Ü-30) Knochen, wer weiß. Aber gegen einen schönen, heißen Tag, so wie wir in unserem Urlaub in Kalifornien viele hatten, hätte ich wirklich nichts einzuwenden. Kennt ihr schon meinen Reisebericht vom letzten Jahr? Und habt ihr schon Urlaubspläne? Samstag Sushi. Avocado-Maki. Muss ich mehr sagen? Ich könnte es wirklich jeden Tag essen. Und mittlerweile habe ich mich sogar an den eingelegten Ingwer gewöhnt und esse ihn brav auf. Sonntag Ich liebe Frühstückscerealien! Schon als Teenager habe ich die "supergesunden" Schoko-Krispies schachtelweise gefuttert. Heutzutage esse ich sie seltener, aber dafür mit Genuß. Die hier mit Erdnussbutter und Schokolade habe ich mit Vanille-Sojamilch gegessen, traumhaft! Und bei mir müssen Cerealien unbedingt gatschig sein, mit knusprig kann ich gar nichts anfangen. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine vegane Woche - 23. - 29. Januar

29. Januar 2017 Totally Veg! 

Meine vegane Woche - 23. - 29. Januar Montag Ich weiß ja nicht, wie euer Januar war, aber meiner war nicht so besonders! Ich bin jedenfalls froh, den Februar einzuläuten. Aber zuvor gibt es natürlich noch die vegane Woche für euch.  Ich habe mir angewohnt, am Sonntag ein wenig vorzukochen, damit der Start in die neue Woche besser gelingt. Montag gab es eine Portion dieses Linsen-Eintopf mit Aubergine und dazu Reis. Insgesamt haben M und ich aus diesem großen Topf vier Portionen gemacht, und ich finde es angenehm, wenn ich nicht jeden Tag über das Mittagessen für den nächsten Tag nachdenken muss. Dienstag Dienstag ist Yoga-Tag und nach Yoga komme ich erst spät nach Hause. Dann gibt es meistens nur einen schnellen Smoothie, so wie diesen hier mit Grünkohl, Banane, gefrorenen Beeren und frisch gepressten Orangensaft. Perfekt als leichtes, spätes Abendessen, aber eigentlich warte ich nur darauf, dass sich meine Nachbarn über den abendlichen Mixer beschweren. Mittwoch Diese Woche war bei uns Kartoffelwoche! Ich habe diese (für mich) neue Methode: Ich schäle die Kartoffeln, schneide sie in grobe Stücke und koche sie weich. Dann gieße ich sie ab und streue Oregano und Salz darüber und röste sie auf etwas Backpapier im Ofen bei 200 Grad für 15 - 20 Minuten. Durch die ausgetretene Stärke bekommen sie eine wunderbare Kruste und bleiben innen köstlich weich! Dazu gab es selbstgemachte Cocktailsauce, Gurken und Baked Beans.   Donnerstag  Ich war endlich so vernünftig, mir die Zutaten für mein tägliches Frühstück im Büro zu verstauen, anstatt sie jeden Morgen in die Arbeit zu schleppen. Ich esse vormittags gerne Haferflocken mit Zucker, Zimt und einer zerdrückten Banane, was ich alles mit Wasser für ein paar Minuten in der Mikro erhitze.  Freitag Wir hatten einen Geburtstag in der Arbeit und zu diesem Anlass habe ich meinen Karottenkuchen gebacken. Ich habe den Kuchen sicher schon 50x gebacken und er schmeckt einfach jedes Mal, außerdem ist es ein sehr simples Rezept. Samstag Es war Kartoffelwoche... darum mussten es nochmal diese leckeren Kartofferl sein, mit allem, was die Reste so hergeben. Sonntag M und ich haben endlich die neuen veganen Krapfen der Bäckerei Anker probiert! Entschuldigt die eingetapschten Stellen am Krapfen, M hat ihn wohl vor Aufregung etwas zu fest gedrückt. Ich finde, die veganen Krapfen sind sehr, sehr gut, für meinen Geschmack könnten sie noch etwas luftiger sein, aber das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau. Von den üblichen Krapfen sind sie (außer durch die Form) nicht zu unterscheiden. In Salzburg findet ihr sie in den Filialen von Anker am Bahnhof und im LKH. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Silvester in London

8. Januar 2017 Totally Veg! 

Silvester in LondonSeid ihr gut ins Jahr 2017 gerutscht? Das neue Jahr ist nun schon eine Woche alt und ich wollte euch berichten, wie ich heuer mein Silvester verbracht habe: M und ich waren in London! London ist eine unserer absoluten Lieblingsstädte. Falls ihr gerne an Silvester verreisen würdet - es war halb so voll, wie ich befürchtet habe, auch am Flughafen war es durchaus erträglich und ich würde es jederzeit wiederholen! Da wir schon mehrmals in London waren, haben wir uns aber das klassische Sightseeing-Programm gespart und und einfach treiben lassen. Bummeln, spazieren, in Pubs sitzen - es war herrlich!  Aber der Reihe nach... Nach unserer etwas verspäteten Ankunft (der Nebel am Flughafen war derart dicht, dass ich die Landebahn aus dem Fenster nicht gesehen habe), nahmen wir den Zug in die Stadt. Wir waren schon recht hungrig und kehrten in Nando's nahe London Bridge und Borough Markets ein. Von diesem Restaurant hatte ich schon viel gehört, immerhin gibt es hier einen veganen Burger (Veggie Burger minus Mayo) und gut gewürzte Pommes. Fazit: Es war ok. Ich bin hier irgendwie einem Hype erlegen. Der Veggie Burger war durchschnittlich, die Pommes einfach nur scharf, dafür war das Knoblauchbrot sehr gut. Das Restaurant ist zwar schön eingerichtet, aber leider stehen die Tische so eng beieinander, dass man trotzdem mit der Nase im Brathuhn des Nachbarn drinsteckt. Wenn ich irgendwo wäre, wo es sonst nichts gibt, ginge ich erneut hin, ansonsten reiße ich mich nicht darum. Falls es euch zu Nando's verschlägt, hier gibt es eine Übersicht über das vegane Essen. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir im Hotel und Pub... herrlich. Am Silvestertag stärkten wir uns im Hotel bei Baked Beans (die dort irgendwie immer am besten schmecken!), bummelten wir durch die Innenstadt und waren - Überraschung - wieder im Pub. Nach einem (oder zwei) leckeren Cider ging es dann weiter zum vegetarischen Restaurant Tibits, von dem ich schon sehr viel gehört habe. Dort gibt es ein Buffet, bei dem man sich selbst bedient und dann nach Gewicht des Teller abgerechnet wird. Vegane Speisen sind klar angeschrieben, und etwa 60 % des Angebots war vegan. Alles war ausgezeichnet! Besonders die Onion Rings, die vegane Cocktailsauce und der Kartoffelsalat schmeckten uns besonders gut. Als Dessert gab es Sticky Pudding mit Mango- und Mandarinencreme. Das Tibits ist in einer Seitenstraße der Regent Street gelegen, daher ideal nach einem Einkaufsbummel und ich kann es nur wärmstens empfehlen! Das große Feuerwerk am Silvesterabend haben wir uns dann erspart. Mit so vielen Menschen in der Kälte stundenlang zu warten ist nicht gerade meine Vorstellung eines gelungenen Abends. Stattdessen haben wir es uns mit Snacks im Hotelzimmer gemütlich gemacht... schön war's! Die Snacks haben wir im Whole Foods Kensington eingekauft. Wer allerdings amerikanische Whole Foods gewöhnt ist, wird hier etwas enttäuscht sein. Da wir praktisch sofort nach dem Datumswechsel weggedöst sind, waren wir am 1. Jänner frisch und munter - ich liebe das! M hatte einen Spaziergang für uns herausgesucht, der wirklich schön ist und den ich euch nur empfehlen kann. Entlang des Regent's Canals geht es von der Paddington Station nach Camden. Man spaziert vorbei an klassischen Londoner Siedlungen, bei denen ich immer an Doctor Who denken muss, durch Little Venice, vorbei an Luxusvillen, am Londoner Zoo (buh) und landet schließlich in den Camden Lock. Der Spaziergang hat uns etwa eine gute Stunde in Anspruch genommen und es war toll, eine neue Seite an London zu entdecken. Angekommen in den Camden Lock Markets, war es Zeit für ein Mittagessen. Die Food Stands wurden etwas umstrukturiert und wir freuten uns sehr, einen komplett veganen Stand mit mexikanischem Essen zu entdecken. Wir aßen zwei Portionen Fish Tacos, einen Burrito mit BBQ Jackfruit und die Nachos mit Käsesauce. Alles war köstlich, aber besonders die Fish Tacos waren nicht von dieser Welt! Danach kehrten wir in die Cuban Bar ein. Nachdem es draussen mittlerweile wild stürmte, waren uns die kubanischen Klänge und exotischen Drinks nur recht. Kein Besuch der Camden Locks ist komplett ohne einen Besuch von Cookies and Scream. Dort werden rein vegane Kekse, Brownies, Donuts und Shakes angeboten. Während ich die Donuts und Brownies nicht so besonders finde, liebe ich die Cookie Sandwiches und besonders die Shakes. Wir teilten uns einen Cookie Dough Shake - veganes Schokoladeneis, roher Keksteig und Sojamilch, püriert zu einem creamy dreamy Shake, garniert mit einer Eiskugel und mehr Keksteig. Himmlisch! Da ich an diesem Tag meinen achten veganen Jahrestag feierte, war das ein sehr gelungener Abschluss. Natürlich war der Tag nicht vorbei ohne einen (oder zwei) Absacker in unserem liebsten Pub. Irgendwie bin ich froh, dass es so weit weg ist, ansonsten würde ich dort wohl jeden Abend hängen bleiben!   The Alma in Wandsworth - unser liebstes Pub! Am nächsten Tag ging es nach Hause, allerdings ging der Rückflug erst am frühen Nachmittag. Aber ich verbringe gerne Zeit am Flughafen - bin ich da die Einzige? Dutyfree-Shops, Büchergeschäfte, Bars, Restaurants, Durchsagen... ich liebe den Trubel auf einem Flughafen! M und ich haben am Flughafen noch zu Mittag gegessen. Bei Wagamama gab es Kokos-Currysuppe mit Reisnudeln und Gemüse (Yasai Itame), gebratenen Reis ohne Ei, Edamame und frisch gepressten Saft. Ein perfekter Abschluss für unseren Ausflug. Jetzt freue ich mich auf ein aufregendes, tolles Jahr 2017! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Weihnachten bei Familie Totally Veg!

28. Dezember 2016 Totally Veg! 

Weihnachten bei Familie Totally Veg!Die Feiertage sind geschlagen. Die Keksteller sind leergegessen, der Hosenbund spannt erfolgreich, der Christbaum schaut schon etwas trocken aus. Wie war euer Weihnachtsfest? Meines war sehr schön - entspannt, gefüllt mit Familie, Freunden und viel gutem Essen. Am Heiligen Abend waren M und ich bei meinen Eltern. Nach einem gesunden Frühstück bestehend aus Oatmeal mit Banane und Kiwi, gab es abends Papa's klassische Weihnachtstapas (viele von den Rezepten gibt es auch in meinem Buch!) - russischer Salat, eine vegane Frittata, kleine Salzkartofferl mit Mojo Sauce, Gemüsebällchen mit Tomatensauce, Rüben-Salat, eingelegte Schwammerl, Blätterteigtaschen mit Schwammerl-Räuchertofu-Füllung, Knoblauchsauce... ein richtiges Festessen! Zum Dessert habe ich eine Variante des Trifles gemacht - Schokokekse, Vanillecreme, Schoko-Amaretto-Creme und Kirschen, hübsch in einem Glas geschichtet und mit ein paar Schokostreuseln getoppt. Lecker! Das ganze Essen am Heiligen Abend bei meinen Eltern ist übrigens vegan, wie auch sonst, wenn ich zu Gast bin (meine Eltern leben vegetarisch). Nach dem Essen haben wir uns samt Kaffee mit Amaretto auf die Couch gewuchtet, den Christbaum bestaunt und mit meiner Oma Uno gespielt (die uns übrigens auch mit ihren 90 Jahren noch besiegt hat). Am 25. Dezember waren wir bei M's Eltern eingeladen. Dort gab es eine vegane Pizza mit Salat. Die Pizza war nur für uns vegan, der Rest der Familie aß sie mit Fleisch (wir arbeiten noch daran! Aber immer lieb sein). Als Nachtisch habe ich Tiramisu mitgebracht, das wir mit M's ganzer Verwandtschaft geteilt haben. Am Abend waren M und ich in einem sehr schönen, sehr altmodischen Kino mit Tischbedienung, wo wir natürlich auch noch an ein paar Erdnussflocken knabbern mussten. Am 26. Dezember habe ich einen langen Spaziergang mit meiner Mama unternommen - wirklich, die ganze Sitzerei wird irgendwann so anstrengend! In der Zwischenzeit hat Papa Totally Veg! schon wieder aufgekocht - einen mit Rotkraut gefüllten Kartoffelknödel an cremigen Champignons und Kohlsprossen. Yum! Der Rest des Tages wurde mit Schläfchen und Lesen und kitschigen Weihnachtsfilmen verbracht. Nur noch 361 Tage bis Weihnachten! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Räuchertofuschnecken

23. Dezember 2016 Totally Veg! 

Räuchertofuschnecken Dieses Rezept ist einer der Dauerbrenner auf meinem Blog und musste einfach in mein neues Buch Weihnachten Vegan. Jedes Mal, wenn jemand sagt, dass er keinen Tofu mag, setze ich ihm diese Schnecken vor und verkünde immer erst nach der letzten Schnecke, dass die Hauptzutat Tofu ist. Fies, ich weiß. Ich finde diesen Schnecken super für euer Buffet an den Feiertagen oder als schnellen Snack, während ihr die letzten Geschenke einwickelt! Räuchertofuschnecken (für 4 - 5 als Snack) 200 g Räuchertofu 3 EL Tomatenmark 1 Zwiebel, sehr fein gewürfelt 2-3 EL Sojasauce 1 veganer Blätterteig aus dem Kühlregal Backofen auf 180 °C vorheizen. Den Räuchertofu fein mit der Gabel zerdrücken oder einfach im Mixer zerkleinern. Das Tomatenmark und die Zwiebel dazugeben, gut durchmischen und mit der Sojasauce abschmecken. Den Blätterteig ausrollen und die Räuchertofumischung gleichmäßig auf dem Teig verteilen, an einem Ende ca. 2 cm frei lassen. Den Blätterteig längs zusammenrollen, damit eine lange Rolle entsteht und die freibleibenden Enden schließen. Mit einem Messer in dünne Schnecken schneiden. Ein Blech mit Backpapier auslegen und die Schnecken darauf legen, etwa 20-30 Minuten backen. Nach 15 Minuten die Teiglinge umdrehen, damit sie von allen Seiten knusprig werden. Vor dem Servieren auskühlen lassen.Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegane Ideen für das Weihnachtsessen

21. Dezember 2016 Totally Veg! 

Vegane Ideen für das WeihnachtsessenHabt ihr euch schon ein Menü für die Weihnachtsfeiertage überlegt? In meinem Buch Weihnachten Vegan gibt es dafür ein ganzes Kapitel und viele, viele Anregungen, aber auch mein Blog ist eine wahre Fundgrube! Heute stelle ich euch die Gerichte vor, die ich auch selbst an den Feiertagen auftischen würde. Vorspeisen Caesar's Salat  Steirische Bruschette mit Avocado   Maroni-Kartoffelsuppe Schwarzbrot-Crostini mit getrockneten Tomaten    Couscous-Salat mit weißen Bohnen und scharfer Wurst (auch mit gebratenem Räuchertofu anstatt der vegane Wurst köstlich) Hauptspeisen Risotto mit roter Beete Pasta an cremiger Artischockensauce mit Pinienkernen   Linsenbraten mit Kartoffelpüree und cremigen Fisolen "Lamm-Eintopf" mit Pflaumen und Wintergemüse  Paprika-Seitan (schmeckt zu Reis, Pasta oder auch Risotto) Murgh Makhani mit frisch gebackenem Naan-Brot Desserts Weihnachtskuchen mit Sauce Lebkuchenmousse auf Himbeerspiegel  Peanutbutter Pie    Tiramisu   Apple Crisp   Schichtdessert mit Früchten (Trifle) Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Lebkuchenmännchen

19. Dezember 2016 Totally Veg! 

LebkuchenmännchenSehen diese Lebkuchenmännchen nicht niedlich aus? Sie schmecken auch ganz wunderbar nach Weihnachten und entzücken sicher jeden, dem ihr sie anbietet. Ihr könnt sie auch ohne Zuckerglasur, sondern einfach nur mit Staubzucker zubereitet, aber natürlich sehen sie mit einem Gesicht und ein paar Knöpfen viel hübscher aus! Für das Auftragen der Glasur müsst ihr nur etwas Geduld mitbringen - aber mit ein paar Weihnachtsliedern wird das schon! Lebkuchenmännchen (für etwa 25 Stück) 350 Gramm Mehl 1/­­4 TL Salz 3/­­4 TL Natron 4 TL Lebkuchengewürz (am besten selbstgemacht) 100 Gramm pflanzliche Margarine, weich 2 Packungen Bourbon-Vanillezucker 30 Gramm Zucker 150 Gramm Agavensirup 50 ml Vanille-Sojamilch (oder andere pflanzliche Milch) Für die Glasur 180 Gramm Staubzucker 2 EL Sojamilch Ofen auf 180 Grad vorheizen. Mehl, Salz Natron und Lebkuchengewürz vermischen. Die Margarine mit dem Zucker sehr gut vermischen, dann Agavensirup hinzugeben und nochmals gut vermischen. Zusammen mit der Vanille-Sojamilch und dem Mehl zu einem glatten Teig mischen. Den Teig dann für 5 - 10 Minuten kühl stellen. Den Teig auf Backpapier ausrollen (etwa 0,5 cm dick) und mit einem Keksausstecher ausstechen. Die Männchen auf ein Backblech mit Backpapier setzen und 9 - 12 Minuuten backen, oder so lange, bis die Ränder leicht gebräunt sind (die Männchen werden nach dem Auskühlen noch fester). Komplett auskühlen lassen. Für die Glasur den Staubzucker in eine Schüssel sieben. Mit der Sojamilch zu einem dicken Zuckerguss rühren. Die Glasur in eine Spritztülle mit einer sehr kleinen Tülle füllen oder in einen Ziploc-Bag, von dem ihr abschließend nur den Hauch der Spitze abschneidet. Mit viel Liebe die Männchen glasieren! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Schnelles Quinoa-Sushi

17. Dezember 2016 Totally Veg! 

Schnelles Quinoa-SushiFür einige mag "Quinoa-Sushi" nicht der Inbegriff eines Weihnachtsessens ist, ich kann nur widersprechen. Für mich ist Sushi in jeder Form ein Geschenk, ein absolutes Weihnachtsgeschenk. Veganes Sushi gehört zu meinen absoluten Leibspeisen und ich könnte vermutlich alleine von den appetitlichen Röllchen leben. Jetzt kommt der Haken: Trotz meiner Anleitung für perfektes Sushi ist gerade der Reis doch gerne etwas fehleranfällig in der Zubereitung, und wenn man den zu gatschig kocht, ist die Sushi-Freude sehr gebremst. Auch wenn ich gerne und oft klassische Sushi-Rollen mache, kann ich gerade Anfängern diese Variante mit Quinoa nur ans Herz legen. Quinoa ist viel leichter zu handhaben und das Schöne ist, dass ein wenig Gatschigkeit im Gegensatz zu Reis bei Quinoa überhaupt nicht stört, und er ist auch schneller fertig als Reis. Zum Rollen kann ich euch sagen: Nur Mut! Je weniger Gedanken man sich darüber macht, desto besser geht es, ich rolle mittlerweile auch ohne Bambusmatte. Übung macht den Meister! Quinoa-Sushi (für etwa 3 - 4 Rollen) 140 Gramm Quinoa 400 ml Gemüsebrühe 3 EL Reisessig 1/­­4 TL Agavensirup Nori-Blätter Für die Füllung: Karotte, Avocado, Paprika, Gurke und geröstete Sesamsamen Den Quinoa waschen und dann mit der Gemüsebrühe in einen Topf geben. Zugedeckt zum Köcheln bringen und dann köcheln lassen, bis der Quinoa weich ist und die Flüssigkeit aufgenommen hat. Reisessig und Agavensirup hinzugeben und Qunioa kühl stellen. Das Gemüse für die Füllung in dünne Streifen schneiden (die Gurke entkernen). Ein Viertel des nicht mehr zu heißen Quinoa auf ein Nori-Blatt legen - ich nehme das Nori immer quer, damit lange, dünne Rollen entstehen - mit Gemüse belegen, mit Sesamsamen bestreuen und mit Schwung zusammenrollen. Vorsichtig zusammenpressen, eventuell mit etwas Wasser versiegeln und einige Minuten rasten lassen. Mit einem sehr scharfen Messer in Stücke schneiden und mit Sojasauce servieren. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Veganer Geburtstag & die schönste Weihnachtsdeko

15. Dezember 2016 Totally Veg! 

Veganer Geburtstag & die schönste WeihnachtsdekoMeine liebe Frau Mama feierte im Advent einen runden Geburtstag. Und weil meine Eltern richtig, richtig cool sind und vegetarisch, großteils vegan, essen, fand auch die Feier in einem Gasthaus statt, das uns Veggies sicher nicht hungern lässt: Dem Stiftskeller St. Florian bei Linz. Hier gibt es neben traditioneller Wirtshaus-Küche auch ganz viele vegane Optionen, mit üppigen Portionen und ganz viel Geschmack! Meine Mama ist nicht nur Veggie, sondern auch eine wahre Deko-Königin: Das ganze Jahr über ist die Wohnung meiner Eltern schön dekoriert und voll mit entzückendem Klimbim, aber gerade zu Weihnachten ist es besonders stimmungsvoll. Da reihen sich bunte Lichter, Girlanden, Engel und Sterne aneinander und lassen es festlich und gemütlich werden. Meine liebsten Stücke habe ich für euch eingefangen. Gebackener veganer Camembert auf Salat - lecker! Seitan in würziger Sauce mit Schupfnudeln  Der Klassiker und Liebling meiner Familie: Seitanschnitzerl mit cremigen Kartoffelsalat Maronitascherl mit Pekannüssen und Eis Topfenknödel (natürlich vegan) - eine Wucht! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegane Survival-Tipps für Weihnachten

13. Dezember 2016 Totally Veg! 

Vegane Survival-Tipps für WeihnachtenGerade zu Weihnachten hat man es als friedlicher Pflanzenesser oft ganz schön schwer. Es scheint, als kommt die ganze Familie nur zusammen, um einem dumme Fragen zu stellen. Die Arbeitskollegen finden kein anderes Gesprächsthema auf der Weihnachtsfeier, als das hypothetische Szenario, was man gestrandet auf einer Insel so essen wird. Und die Oma will nicht verstehen, dass auch ein Huhn aus Fleisch besteht. Wie also kann man die Feiertage überstehen? Nach acht veganen Jahren gebe ich euch ein paar Tipps auf den Weg, die mir weitergeholfen haben. Einfach mal ruhig bleiben | Wer ständig in der Defensive ist, weil er denkt, dass alle anderen Menschen Ungustl'n sind, wird auch genau das in seiner Umwelt sehen. Und eure Umwelt wird euch auch als aggressiven, überheblichen, genervten Veganer wahrnehmen. Für viele Menschen werdet ihr der erste Veganer sein, den sie sehen, und wollt ihr wirklich diesen Eindruck hinterlassen? Entspannt euch mal - die allerwenigsten wollen euch durch den Kakao ziehen, für viele ist die Frage "Was isst du denn eigentlich?" wirklich ernstgemeint.  Ihr könnt also geduldig (und gebetsmühlenartig) auf die Frage antworten oder dem anderen den Finger zeigen und die Türe zu einem Austausch für immer zuschlagen.  Was bewegt dich? | Gründe für ein veganes Leben gibt es viele. Was sind denn aber eure? Anstatt Studien-Ergebnisse und CO2-Statistiken herunterzurattern, sagt doch einfach, was euch selbst bewegt. Das wirkt nicht nur aufrichtiger, sondern  macht euch auch nicht angreifbar. Ich esse kein Fleisch, weil mir die Tiere leid tun. Punkt. Über viele Themen lässt sich debattieren, aber niemand kann euch eure persönlichen Beweggründe absprechen.  Mein früheres Ich | Kommt das Thema "Vegan" auf den Tisch, erinnert euch daran, dass euer Gegenüber nicht der Feind ist, sondern ein potentieller Verbündeter, mit dem ihr viel gemeinsam habt - und euer früheres Selbst hatte noch mehr mit dieser Person gemein. Gelegentlich kann man sich daran erinnern, dass man selbst auch mal Fleischesser war (ich zumindest war es). Und man kann es auch laut sagen. Nicht herablassend ("ich war auch mal so blind wie du"), sondern um Gemeinschaft herzustellen. Ich habe früher gerne Fleisch gegessen. Da, ich habe es gesagt. Aber ich finde es nicht gut, wie Tiere in Massentierhaltung behandelt werden, meinst du nicht auch? Und hast du schon einmal Tofu probiert? Ich habe da ein echt gutes Rezept... Um was geht es hier? | Weihnachten ist emotional aufgeladen, bis die Funken sprühen. Und wenn ihr in all den Gefühlen und Erwartungen und Ansprüchen plötzlich verkündet, dass Mutter's Braten heuer sicher nicht am Teller liegt, dann geht es in der Diskussion auf einmal nicht mehr um Fleisch vs. Tofu. Es geht um Enttäuschung und Zurückweisung und um das Brechen von liebgewonnenen Traditionen. Falls ihr also auf heftigen Widerstand trefft und euch das Gefühl beschleicht, dass eigentlich nicht der Linsenbraten das Problem ist, dann kann es helfen, das direkt anzusprechen. Ihr wollt nicht aufmüpfig sein oder dem anderen die Beziehung kündigen, sondern einfach nur ein neues Rezept ausprobieren. Hilf dir selbst | Gerade in der Weihnachtszeit sind "Extrawürste" für euch vielleicht wirklich etwas viel verlangt. Wenn ihr also eingeladen seid, warum nicht den Gastgeber anrufen und anbieten, mit einem veganen Gericht unter die Arme zu greifen? Für mich ist es selbstverständlich, dass ich etwas mitnehme, wenn ich merke, dass es den Gastgebern zu viel wird oder ich sie noch nicht so gut kenne - ich frage vorher nach, ob das in Ordnung ist. Und natürlich nehme ich die allerbesten Sachen mit, damit genug da ist, um ein paar Kostproben auszugeben. Ein Geheimtipp zum Mitnehmen ist übrigens mein Tiramisu! Falls ihr eure Weihnachtsfeier in einem Restaurant habt, schreibe ich schon vorab immer ein E-Mail an das Restaurant mit ein paar (einfachen) Vorschlägen für ein veganes Menü - bisher hatte ich damit immer Erfolg! Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Vegane Keksrezepte für Weihnachten

11. Dezember 2016 Totally Veg! 

Vegane Keksrezepte für WeihnachtenIch habe heuer zwar ein Buch über vegane Weihnachten geschrieben, aber deswegen gibt es hier am Blog auch immer noch allerlei Naschereien zur Weihnachtszeit! Hier also die meine Rezepte für eure Weihnachtsbackstube. Chocolate Chip Coconut Cookies Linzeraugen Mandelkipferl Rumkugeln   Haferkekse Vanillekipferl   Chocolate Chip Brezel Cookies Joghurtkipferl Kokosberge Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Schnelles Bohnen-Chili

9. Dezember 2016 Totally Veg! 

Schnelles Bohnen-ChiliWas gibt es Besseres, als nach einem winterlichen Spaziergang oder einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt durchgefroren nach Hause zu kommen und zu wissen, dass in Kürze ein köstliches, dampfendes Gericht auf dem Tisch stehen wird? Mein schnelles Bohnen-Chili ist in rund 30 Minuten gekocht, schmeckt wunderbar, wärmt, sättigt und enthält noch dazu viele Vitamine und Nährstoffe, die man gerade in der kalten Jahreszeit dringend braucht! Wie viele Eintöpfe schmeckt das Bohnen-Chili am nächsten Tag noch besser und es lässt sich im Nu aufwärmen. Wir essen gerne Basmati-Reis dazu, aber auch frisches Brot ist eine gute Idee, und besonders schön sieht das Chili aus, wenn es mit einem Klacks Sojajoghurt oder etwas Avocado garniert wird. Schnelles Bohnen-Chili (für vier Portionen) 1 große Zwiebel, fein gewürfelt 1 grüner Paprika, gewürfelt 1 gelber Paprika, gewürfelt 2 Zehen Knoblauch, gepresst 1 Flasche Passata (690 Gramm) 150 ml Wasser 2 Dosen Kidney-Bohnen (480 Gramm Abtropfgewicht), abgetropft und kurz abgewaschen 1 Dose weiße Bohnen (240 Gramm Abtropfgewicht), abgetropft und kurz abgewaschen 120 Gramm Mais, TK 2 EL Sojasauce 2 EL gemahlener Cumin 1/­­2 TL getrockneter Oregano Paprikapulver 1/­­4 TL Zimt Salz 1 EL Ahorn- oder Agavensirup In einem großen Topf den Zwiebel in etwas Öl oder Wasser weich dünsten, bis er leicht braun wird. Knoblauch und Paprika dazugeben, bis der Knoblauch duftet, dann mit Passata und Wasser ablöschen und schließlich alle restlichen Zutaten (bis auf den Ahornsirup) zugeben und zum Köcheln bringen. Für etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis der Paprika weich ist, dann den Ahornsirup dazugeben und mit Salz abschmecken. Mit Reis oder Brot und einem Klacks Sojajoghurt servieren. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Gingerbread Oatmeal

7. Dezember 2016 Totally Veg! 

Gingerbread OatmealNachdem ich euch mein Rezept für Lebkuchengewürz verraten habe, und ihr nun ein großes Glas davon in eurer Küche habt, wird es nun Zeit, dieses Glas zu verbrauchen! Wie könnte man besser in den Tag starten als mit einer Portion warmen Haferflocken, die verführerisch nach Lebkuchen duften? Ihr könnt sie nach Herzenslust belegen, mit Banane oder Mandarinen oder gehackten Nüssen oder Schokolade oder oder... Gingerbread Oatmeal (für 1 Portion) 50 Gramm Haferflocken (am besten Großblatt) 200 - 250 ml Wasser 2 - 3 TL Ahornsirup 1 gestrichener TL Lebkuchengewürz (Rezept hier) Kokosraspeln zum Bestreuen Banane zum Belegen Haferflocken mit dem Wasser in einem Topf aufkochen, die Hitze auf mittlere Stufe zurücknehmen und unter häufigem Rühren die Haferflocken bis zur gewünschten Konsistenz kochen (ihr könnt mehr Wasser hinzufügen, falls euch die Haferflocken zu fest sind). Dann von der Herdplatte nehmen, das Lebkuchengewürz einrühren und mit Ahornsirup abschmecken. In eine Schüssel füllen, mit Kokosraspeln bestreuen und mit einer Banane (oder anderem Obst) belegen. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Erdnuss-Quinoa-Riegel mit Schokolade

5. Dezember 2016 Totally Veg! 

Erdnuss-Quinoa-Riegel mit SchokoladeHeute gibt es ein Rezept für euch aus Weihnachten Vegan! Köstliche Erdnuss-Quinoa-Riegel mit Schokolade, die süß, crunchy und voll leckerer Erdnussbutter sind! Die Riegel eignen sich ideal als kleine Aufmerksamkeit zu Weihnachten (am besten hübsch verpackt in einem Glas oder einem schönen Sackerl), als Nascherei für den Adventtisch oder als leckere Süßigkeit zum Teilen mit euren Lieben. Die Riegel können auch mit gepufftem Amaranth oder gepufftem Reis gemacht werden, und werden nur mit Agavensirup gesüßt. Ihr findet das Rezept toll? In Weihnachten Vegan gibt es noch viel mehr Genuss für euer veganes Weihnachtsfest. Erdnuss-Quinoa-Riegel (für 12 Stück) 100 g gepuffter Quinoa 1 Prise Salz 1 Prise Zimt 110 g Agavensirup 100 g Erdnussbutter 130 g vegane Schokolade Eine kleine, rechteckige Form (z.B. für Brownies, ca. 20 x 20 cm) oder eine kleine Springform (22 cm) mit Backpapier auslegen. Quinoa mit Salz und Zimt in einer großen Schüssel vermischen und beiseite stellen. Agavensirup und Erdnussbutter in einen Topf geben und vorsichtig erhitzen, dabei häufig umrühren. Sobald die Mischung heiß und gut vermengt ist, über den Quinoa leeren, und fleißig vermischen, dabei mit dem Löffel die Mischung immer wieder glatt streichen. Solange die Mischung noch warm ist, die Masse mit einem sauberen, leicht angefeuchteten Löffel fest in die Form drücken. Etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Nun die Schokolade vorsichtig schmelzen (z.B. in der Mikrowelle oder in einem Topf) und auf die Riegel streichen. Mindestens eine Stunde kalt stellen. Nun die Riegel in der Form mit einem scharfen Messer in 12 Stücke schneiden und vorsichtig herauslösen. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Selbstgemachtes Lebkuchengewürz

3. Dezember 2016 Totally Veg! 

Selbstgemachtes LebkuchengewürzLebkuchengewürz gehört im Advent zu meiner Grundausttattung, gemeinsam mit Zuckerstangen, Tannenzweigen und Lichterketten (ja, ich gebe im Dezember ein seltsames Bild ab). Da ich Unmengen davon verbrauche, liegt es nahe, dass ich mein eigenes Lebkuchengewürz mixe. So kann ich genau bestimmen, was hineinkommen soll und es ist außerdem auch günstiger! Die einzelnen Gewürze kaufe ich im Asia-Markt, dort gibt es große Packungen gemahlene Gewürze in toller Qualität zu einem Bruchteil des Preises, den man im Supermarkt zahlen würde. Ein Wort vorweg: Das hier ist ein Gingerbread Spice. Wie der Name schon verrät, ist in diesem Gewürz Ingwer enthalten. In unseren Breiten ist er aber nicht in jedem Lebkuchengewürz ein fixer Bestandteil, ich finde ihn aber sehr festlich und passend. Falls ihr Ingwer gar nicht mögt, könnt ihr ihn auch einfach weglassen! Dieses Lebkuchengewürz kann man ganz klassisch beim Backen verwenden - in meinen weihnachtlichen Schokomuffins  oder als Zugabe in Keksen oder Gebäck. Ich mische mir Lebkuchengewürz gerne unter mein Müsli und bin auch dafür in bekannt, es in unserer Kaffeepulver zu rühren, um Weihnachtskaffee zu produzieren (wir haben noch eine altmodische Filtermaschine, die ich von Herzen liebe). Euch wird sicherlich eine weitere Verwendung einfallen! Lebkuchengewürz (Gingerbread Spice) 50 Gramm gemahlener Zimt 20 Gramm gemahlener Ingwer 10 Gramm gemahlener Muskat 10 Gramm gemahlene Nelken Alle Zutaten vermischen und in einem luftdichten Gefäß aufbewahren. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Meine Tipps für Weihnachtsstimmung

1. Dezember 2016 Totally Veg! 

Meine Tipps für WeihnachtsstimmungLiebe Leserinnen und Leser, willkommen zum diesjährigen Experiment auf meinem Blog. 24 Artikel erwarten euch hier im Dezember auf Totally Veg! - jeden Tag ein anderer kleiner Begleiter für euch auf dem Weg zum Heiligen Abend. Rezepte, Eindrücke meiner liebsten Weihnachtsmärkte, Geschenktipps, eben alles, was so zum veganen Fest dazu passt. Da ich heuer ein Buch über vegane Weihnachten geschrieben habe, scheint es nur passend, den Advent heuer bis zum Umfallen zu zelebrieren. Und ich hoffe, ich stecke euch alle mit meiner vorweihnachtlichen Stimmung an! Ich war schon als kleines Mädchen verrückt nach Weihnachten. Die bunten Lichter, die Kekse, die Kerzen, der funkelnde Christbaumschmuck... von Anfang an habe ich Weihnachten geliebt. So sehr, dass ich auch im Sommer heimlich Weihnachtsbücher aus der Bibliothek ausgeliehen habe, bis mein Vater den Bibliothekar gebeten hat, doch endlich die Weihnachtsgeschichten ins Lager zu stellen. Auch heute könnte es für mich 365 Tage im Jahr Advent sein. Ich gehöre zu denjenigen Menschen, die sich ehrlich darüber freuen, wenn Mitte August die ersten Lebkuchen auftauchen. Zimt muss praktisch in jede Süßspeise, die ich esse. Weihnachtsmusik läuft bei mir das ganze Jahr über. Und ja, mein Mann tut sich gelegentlich selbst ganz schön leid. Es ist die Einzigartigkeit von Weihnachten, die ich besonders liebe, die Beleuchtung, die Speisen und Getränke, die Weihnachtsmärkte, die besondere Vorfreude, die nach dem Dezember wieder verschwinden und bis zum nächsten Winter nicht mehr auftauchen. Und all das möchte ich auskosten, so gut es geht. Falls eure Weihnachtsstimmung einen kleinen Schubs benötigen könnte, hier sind meine Tipps, um sich an der Adventszeit bestmöglich zu erfreuen. Mein Mann ist nicht gar so ein Weihnachtself wie ich, aber er liebt Weihnachten mittlerweile auch und das, obwohl er früher den Schoko-Nikoläusen im Supermarkt quasi den Finger gezeigt hat. Meine Methoden haben da sicher geholfen - also warum nicht auch bei euch? Weihnachtsfilme ansehen | Seien wir ehrlich - es gibt furchtbar schlechte Weihnachtsfilme, die einen an der eigenen Intelligenz zweifeln lassen. Aber es gibt auch sehr schöne - kitschig zwar, aber stimmungsvoll. Zu meinen Favoriten zählen Buddy der Weihnachtself, Tatsächlich Liebe, Kevin allein zu Haus, Schöne Bescherung, Die Geister, die ich rief... und Verrückte Weihnachten. Bücher lesen | Auf der Couch eingepackt in die liebste Kuscheldecke, eine heiße Tasse (für mich immer Pfefferminze), ein gutes Buch in der Hand, Kerzen und draussen das schönste Schmuddelwetter. Obwohl ich das ganze Jahr über gerne lese, haben bewusste Lesestunden gerade in der Vorweihnachtszeit etwas besonders Beruhigendes. Wer ein lustiges, kurzes Buch über Weihnachten lesen möchte, dem kann ich Skipping Christmas von John Grisham empfehlen, das ich jedes Jahr wieder lese (darauf basiert auch der Film Verrückte Weihnachten).  Weihnachtsmärkte besuchen | Dick eingepackt durch einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt zu schlendern, gehört sicherlich zu den Highlights im Advent. Mir gefallen besonders die Weihnachtsmärkte, bei denen es nicht nur um Punsch geht, und die nur an wenigen Wochenenden stattfinden. Tipps für schöne Weihnachtsmärkte gibt es in den folgenden Wochen hier am Blog. Naschen und Schlemmen | Kekse, Maroni, Glühwein, ein weihnachtlicher Brunch - warum nicht das auskosten, was einem diese besondere Zeit bietet? Viele Rezepte gibt es natürlich in meinem Buch Weihnachten Vegan und bis zum Heiligen Abend hier am Blog. Weihnachtsmusik | Jedem gefällt bei Weihnachtsmusik etwas anderes - ich mag besonders amerikanische Weihnachtslieder von Frank Sinatra, Bing Crosby und Nate King Cole. Und schon mal weihnachtlichen Jazz gehört? Perfekt als Hintergrundmusik für Dinner-Parties oder gemütliche Sonntage. Einfach mal nett sein | Die schönste Zeit des Jahres ist sicher auch die hektischte. Warum also nicht ein bisschen freundlicher sein? Ein Lächeln, ein paar nette Worte, eine herzliche Begrüßung kosten nichts und können auf der anderen Seite den Tag ganz unverhofft versüßen. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Veganes Weihnachtsmenü aus Weihnachten Vegan

20. November 2016 Totally Veg! 

Veganes Weihnachtsmenü aus Weihnachten VeganIch habe euch mein neues Buch Weihnachten Vegan bereits am Blog vorgestellt und ich hoffe, der erste Eindruck hat euch gut gefallen! Im Englischen gibt es aber den Spruch "Don't judge a book by its cover" (beurteile ein Buch nie nach seinem Einband), und darum gibt es heute für euch einen tieferen Einblick in Weihnachten Vegan. Für alle, die noch überlegen, was sie ihren Lieben an Weihnachten servieren sollen, habe ich hier ein Weihnachtsmenü für vier Personen zusammengestellt aus dem Menü-Kapitel in Weihnachten Vegan. So könnt ihr rechtzeitig vor Weihnachten das Menü zur Probe kochen und euch vielleicht dann entscheiden, dass Weihnachten Vegan einen Platz in euerem Regal braucht. Neben dem vorgestellten Menü könnt ihr hier sehen, was euch noch alles im Buch erwartet. Steirische Bruschette Ich liebe Kernöl (eine traditionelle Zutat in der Steiermark). Ich liebe Avocado - mit diesem knusprigen Bruschette-Rezept kommen zwei meiner liebsten Zutaten endlich zusammen, und sie passen auch wirklich ausgezeichnet zueinander! Pro Person kann man als Vorspeise etwa vier bis fünf kleine Bruschette reichen, aber üblicherweise verlangen meine Gästen nach mehr! Das Pesto ergibt eine reichliche Menge, übergebliebenes Pesto schmeckt auch auf Nudeln ausgezeichnet. Für eine cremige Sauce kann man es mit etwas Kochwasser von den Nudeln verdünnen.  Für das Pesto 120 g Kürbiskerne 1 große Handvoll frischer Basilikum 5 EL Kernöl 3 TL Zitronensaft 7-10 EL Wasser 1 Zehe Knoblauch, gepresst Salz Für die Bruschette 1 Baguette 1-2 Avocados (je nach Hunger) Frischer Rucola Für das Pesto alle Zutaten in eine Küchenmaschine oder einen Mixer geben und daraus eine weiche Masse pürieren, dabei so viel Wasser hinzugeben, bis das Pesto eine streichfähige Konsistenz hat. Für die Bruschette das Baguette in schmale Stücke schneiden und leicht toasten. Die Avocados fein würfeln. Etwas Pesto auf das Brot streichen und mit einigen Stücken Avocado belegen. Den Rucola auf einem Teller arrangieren und die Bruschette daraufsetzen, gleich servieren. Festlicher Linsenbraten mit Fisolen und Kartoffelpüree Dieser Braten ist für mich der Inbegriff eines Festtagsessens - deftig und herzhaft! Ich liebe ihn heiß und habe ihn auch schon vielen Gästen serviert, die immer sehr angetan sind. Die Zubereitung ist einfach, allerdings braucht der Braten etwas Vorbereitungszeit, da man ihn nicht frisch aus dem Ofen servieren sollte. Er wird erst beim Auskühlen fest und bleibt es beim Aufwärmen in der Pfanne dann auch, ich bereite den Braten gerne schon am Vortag zu, dann schmeckt er noch besser. M hofft übrigens immer, dass etwas vom Braten über bleibt, damit er ihn dünn aufgeschnitten auf's Brot legen kann. Zum Linsenbraten serviere ich selbstgemachtes Kartoffelpüree mit etwas Kren (oder Meerrettich, wie unsere deutschen Nachbarn sagen) und cremigen Fisolen, die gleichzeig als Bratensauce dienen. Und für mich muss es dazu noch ein großer Klecks Preiselbeermarmelade sein! Für den Braten 2 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt 4 Zehen Knoblauch, gepresst 3 EL Öl 650 g braune Linsen aus der Dose (etwa 2,5 Dosen) 3 EL Leinsamen, gemahlen 5 EL Wasser 2 TL Oregano, getrocknet 1 TL Basilikum, getrocknet 60 g Haferflocken 2 EL Tomatenmark 3 EL Sojasauce 40 g Semmelbrösel (Paniermehl) 1 EL Edelhefeflocken Salz 2 EL Ketchup Eine Brotbackform (ca. 30 cm) mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 180 °C vorheizen. In einer Pfanne Zwiebel und Knoblauch im Öl glasig dünsten. Beiseitestellen und kurz auskühlen lassen. Leinsamen mit Wasser sehr gut vermischen und beiseitestellen. In einer großen Schüssel die Linsen mit einer Gabel oder einem Kartoffelstamper fein stampfen (einige intakte Linsen können dann noch dabei sein). Alle restlichen Zutaten (bis auf das Ketchup) dazu geben, alles sehr gut vermischen und mit ausreichend Salz abschmecken. Die Masse in die vorbereitete Form streichen und sanft in die Form drücken, damit ein kompakter Braten entsteht. Im Ofen 55-60 Minuten nicht zugedeckt backen. Nach etwa 30 Minuten 2 EL Ketchup auf den Braten streichen. Der Braten ist fertig, wenn ein Zahnstocher, in die Mitte gestochen, sauber wieder herauskommt und der Braten oben eine schöne Kruste bekommen hat. Den Braten aus dem Ofen nehmen, und ihn nach etwa 30-45 Minuten aus der Form heben, damit er komplett auskühlen kann. Wenn er heiß serviert werden soll, den Braten in 2 cm dicke Scheiben schneiden und in einer heißen Pfanne einige Minuten von beiden Seiten vorsichtig anbraten. Für das Kartoffelpüree 1 kg weichkochende Kartoffeln 2 EL pflanzliche Margarine 200-300 ml Sojamilch 3 TL Kren (Meerrettich) aus dem Glas (nicht den mit Sahne kaufen!) Salz Die Kartoffeln samt Schale weich kochen, abschrecken, kurz auskühlen lassen, und noch sehr warm schälen (alternativ kann man sie auch vor dem Kochen schälen, aber ich finde, so schmeckt das Püree dann besser). Kartoffeln mit Margarine und Sojamilch fein stampfen, dabei so viel Sojamilch hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Meerrettich einmengen und mit Salz abschmecken. Für die Fisolen (grüne Bohnen) 1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt 1 EL Öl 3 Zehen Knoblauch, gepresst 300 g Fisolen (grüne Bohnen), tiefgekühlt 1 EL Sojasauce 1/­­4 TL Senf 100 ml Soja- oder Hafercuisine 50 ml Sojamilch 1 gestr. TL Maisstärke 2 EL Wasser Salz In einer Pfanne bei hoher Hitze den Zwiebel im Öl leicht bräunen, dann die Hitze auf mittel reduzieren und die Fisolen und den Knoblauch hinzugeben. Wenn die Fisolen aufgetaut und schließlich heiß sind, die Sojasauce und den Senf unterrühren. Die Hitze auf leicht reduzieren und Soja- oder Hafercuisine und Sojamilch hinzugeben. In einer kleinen Schüssel die Maisstärke mit dem Wasser verrühren, zu den restlichen Zutaten geben, gut umrühren und vorsichtig erhitzen, bis die Sauce eingedickt ist. Mit Salz abschmecken.  Apple Crisp Dieser Apple Crisp mit weichen, zimtigen Äpfeln und extra dicker, knuspriger Kruste schmeckt so richtig nach Weihnachten (O-Ton meiner Probeesser). Am besten schmeckt er, wenn man ihn warm serviert und dazu etwas veganes Vanille-Eis oder veganen VanillePudding reicht. Man kann den Apple Crisp entweder in einer großen Form zubereiten, die zeitsparende Variante, oder ihn auf vier kleine Förmchen aufteilen, was eleganter wirkt. Für die Äpfel 550 g geschälte, entkernte Äpfel, in feinen Scheiben (etwa 800-850 g ungeschält) 1 EL Zitronensaft 3 EL brauner Zucker 3/­­4 -1 TL Zimt 1/­­4 TL Gewürznelken, gemahlen Für die Kruste 90 g Haferflocken 60 g Mehl 60 g brauner Zucker 1/­­2 TL Zimt 90 g pflanzliche Margarine, direkt aus dem Kühlschrank Backofen auf 180 °C vorheizen. Für die Äpfel alle Zutaten in eine große ofenfeste Form füllen (z.B. Lasagneform) und gut miteinander vermischen. Die Mischung dann etwas glattstreichen. Für die Kruste alle Zutaten mit der Hand verkneten, bis die Zutaten gut vermischt sind und sich Streusel bilden lassen. Gleichmäßig über die Äpfel streuen. Nun etwa 40-50 Minuten backen, bis die Streusel leicht gebräunt und die Äpfel sehr weich sind (in kleinen Förmchen etwa 17 - 25 Minuten). Vor dem Servieren etwas auskühlen lassen, dann warm mit Vanille-Eis oder Vanille-Pudding servieren. Facebook: www.facebook.com/­­totallyveg Instagram: @totallyveg Twitter: @totallyvegblog

Mein neues Buch - Weihnachten Vegan

7. November 2016 Totally Veg! 

Mein neues Buch - Weihnachten VeganMeine Lieben, die ersten Weihnachtsmärkte beginnen, die schönste Zeit des Jahres scharrt schon an unserer Türe - es wird Zeit, euch mein neuestes Baby vorzustellen! Ich präsentiere euch stolz "Weihnachten Vegan", das druckfrisch heuer im Kneipp-Verlag erschienen ist. Apple Crisp als weihnachtliches Dessert Ich war schon immer ein großer Weihnachtsfan, und mit diesem Buch habe ich mir einen noch größeren Wunsch erfüllt - mein ultimativer Guide für ein frohes und vor allem veganes Weihnachtsf